S.Jl.-tfport
Glänzender Auftakt zum Berliner Reitturnier
Zwei Monate später als sonst wurde in diesem Jcchre das traditionelle berliner Reitturnier am Freitagabend gestartet. Der Besuch entsprach den Erwartungen. Das Programm wies Eignungs- und Dressurprüfungen auf. Nicht weniger Äs 89 Pferde wurden für das einleitende Springen um den ,Preis der Deutschlandhalle" gesattelt. Dieser Wettbewerb, der für sechs- bis zehnjährige Pferde bestimmt war' wurde erst gegen Schluß entschieden, als es SA - Rottenführer Thiedemann auf der im Besitz der Obersten SA.-Führung befindlichen „Tosco" mit 448 Sekunden gelang, die beste Zeit mit einem fehlerlosen Ritt zu erzielen. 22 Pferde legten den nicht allzu schweren Kurs ohne Fehler zurück. Unterbrochen wurden die sportlichen Wettbewerbe durch zwei prachtvolle Schaubilder. Den Höhepunkt bildete die Spanische Reitschule aus Wien mit den vier wundervollen Lippizaner-Hengsten. In der Vorführung „Pferd und Heer" wurden Wert und Dienst des Warmbluts im deutschen Heer gezeigt.
Schwimmwettkampf Berlin - Kopenhagen.
Der knappe Vorsprung von 34:29 Punkten, den sich Kopenhagen im zweitägigen Schwimm-Städte- kampf in der dänischen Hauptstadt am Donnerstagabend sichern konnte, reichte aus, um die Berliner Vertretung knapp mit 70 :67 Punkten zu schlagen. Am Freitagabend war das Frederiksbad in Kopenhagen bis auf den letzten Platz besetzt und die Aufnahme der Deutschen äußerst herzlich. Viermal waren die Berliner bei den bisherigen Begegnungen als Sieger hervorgegangen, einmal hatte sich Kopenhagen in Front gesetzt, und auch das sechste Zusammentreffen beendeten die Kopenhagener mit einem Erfolg, der durch das bessere Gesamtabschneiden im 1500-Meter-Schwimmen entschieden wurde. Zwar siegte erwartungsgemäß der Berliner Arendt in 20,29 Minuten, aber Schnüricke mußte sich mit dem vierten Platz begnügen und den beiden Dänen das Mittelfeld überlassen, lieber 100 Meter Kraul gewannen von Eckenbrecher und Plath mit den beiden ersten Plätzen wertvolle Punkte, aber bei den Frauen war die Überlegenheit der Däninnen ZU groß, so daß die Niederlage nicht abzuwenden jroar.
Eine großartige Zeit erzielte die Berliner Staffel
über 4mal 100 Meter Kraul In der Besetzung Wille, Birr, Plath und von Eckeybrecher in 4 : 02,4 Min. Diese Leistung bedeutet zwar neue europäische Bestzeit, ein Rekord wird aber über diese Strecke nicht geführt. Auch der deutsche Rekord des Bremischen SV. mit 4 : 03,4 Minuten bleibt bestehen, da über 4mal 100 Meter Kraul nur eine Vereinsmannschaft einen deutschen Rekord aufstellen kann.
Um die Meisterschaften
im Wehrrnacht-Krastfahrsport 1938.
Nachdem im vergangenen Jahre erstmalig Heer und Marine ihre Kraftfahrmeister durch Abhaltung einer besonderen Veranstaltung bestimmt hatten, findet in diesem Jahre der Kampf um die Meisterschaft der drei Wehrmachtsteile gemeinsam vom 21. bis 23. April mit dem Sennelager bei Paderborn als Ausgangspunkt statt. Der Austragung liegt der Gedanke zugrunde, daß der Soldat nicht nur ein sicherer Fahrer, sondern auch ein guter Kämpfer sein muß, der selbst nach anstrengender Fahrt noch fähig ist, die Waffe zuverlässig zu handhaben.
Es dürfen nur serienmäßige Truppenfahrzeuge benutzt werden, und zwar Kräder. Kräder mit Seitenwagen, mittlere geländegängige Personenkraftwagen und leichte geländegängige sowie geländefähige Lastkraftwagen. Dem militärischen Sinn entspricht die sonst im Sport nicht übliche Bestimmung, daß die Mannschaften (drei Fahrzeuge) selbst bei Ausfall von zwei Fahrzeugen als solche bestehen bleiben. Während bei den Einzelfahrern Führerwechsel nicht gestattet ist, kann innerhalb der Mannschaft ein Austausch der Fahrer und der Beifahrer unter sich stattsinden. Hierdurch soll erreicht werden, daß der Mannschaft bei Ausfall von Fahrzeugen der Mannschaftsführer oder die besten Kräfte erhalten bleiben. So wird der Mannschaft nach militärischen Gesichtspunkten die Möglichkeit gegeben, auch unter größeren Verlusten das Ziel zu erreichen, und damit die gestellten Aufgaben zu erfüllen.
Neben Geländeprüfungen sind Orientierungsaufgaben zu lösen und Erkundungen bei Tage und bei Nacht durchzuführen, sowie an allen drei Tagen bestimmte Schießbedingungen mit den mitgeführten Waffen zu erfüllen.
Am Schluß der Fahrt findet eine Zustands- Prüfung der Maschinen statt, da das Ziel für den Soldaten sein muß, nach Ausführung des erhaltenen Befehls noch im Besitz einer voll verwendungsfähigen Maschine zu sein.
punkte- und Pokalkampfe in der Vezirksklasse.
Die in Kürze zu erwartenden Aufstiegspiele haben eine Aenderung der vorgesehenen Pokalspiele erforderlich gemacht. Die Spiel-Vereinigung 1900, die gegen Steinberg antreten sollte, bestreitet ihr letztes Spiel gegen Butzbach, um einen Abschluß in der Verbandsrunde zu finden. Außerdem wurden noch zwei restliche Spiele der Verbandsrunde festgesetzt.
1900 — Butzbach Lollar — Naunheim Burg — Steindorf
Obwohl das Spiel 1900 — Butzbach für den Ausgang der Meisterschaft nicht mehr ausschlaggebend ist, ist es von besonderem Interesse. Stellt sich der neue Meister doch erstmals vor seinem eigenen Anhang vor.
Lollar kann selbst im Falle eines Sieges nicht mehr viel an seinem Tabellenstand ändern. Die einzige Möglichkeit ist, das Schlußlicht an Steindorf abzutreten.
Burg wir sich in seinem Spiel von Steindorf nicht gefährden lassen, zumal durch einen Sieg der vierte Tabellenplatz erreicht werden kann.
Für die
Dritte Pokal - Zwischenrunde ergab die erneute Auslosung folgende Paarung: Steinberg — Frohnhausen Steindorf — Freilos
Den Teutonen zeigte sich das Los erneut günstig. Sie können abermals auf eigenem Platz antreten. Dadurch ist wieder mit einem Sieg der Steinberger zu rechnen.
1900 — Butzbach.
Im letzten Verbandsspiel der Serie 1937/38 empfangen die Blauweißen den Turn- und Spieloerein Butzbach. Die Erfolge, die die Butzbacher in der zweiten Hälfte zustande brachten, stempelten sie zu der Ueberraschungsrnannschaft der diesjährigen Ver- bandsrunde. Als vor kurzem die Entscheidung der Meisterschaft noch auf des Messers Schneide stand und die Hoffnung der Blauweißen auf Gewinn der beiden Punkte aus diesem Spiel den Schlußerfolg für den Endsieg bringen sollte, zweifelte man stark, oaß dies 1900 gelingen würde. Nun aber, nachdem die Meisterschaftsfrage bereits ihre Lösung gefunden hat, gilt es für die Blauweißen, den Beweis zu erbringen, daß die Erringung der Meisterschaft auch aus eigener Kraft möglich gewesen wäre und hierzu gehört ein Sieg über Butzbach. Da die Mitwirkung von Sack nunmehr wieder gesichert ist, erscheint dies auch gar nicht als ausgeschlossen. Vielmehr sind wir der Ansicht, daß jetzt, nachdem den Blauweißen der stetige Druck des „unbedingt gewinnen müssen" von den Schultern genommen ist, sich das Spiel noch steigern läßt. Mit der Mannschaft Rahn, Pankok (2/116), Lippert (2/116), Erhard, Sack, Quick (7/AR. 9), Schellhaas, Kramer, Löbsack, Hormel (2/116), Heuser, in der die in der nächsten Woche zum Arbeitsdienst einrückenden Rahn und Schellhaas ihr letztes Spiel bestreiten, erwartet man einen Sieg.
Teutonia Steinberg I — Frohnhausen I.
Der mit Spannung erwartete Großkampf 1900 gegen Steinberg ist leider unglücklichen Umständen zum Opfer gefallen. Nun sind die „Dränier" aus Frohnhausen Gäste der „Teutonen". Im letzten Verbandsspiel kehrten die Steinberger mit einer 5:2-Niederlage aus Frohnhausen zurück. Nun gilt es, Vergeltung für diese Schlappe zu üben. Die Gäste stellen eine äußerst stabile Mannschaft dar. Ihre harte Spielweise hat ihnen schon manchen Sieg eingebracht. Ob das natürlich genügt, um sich auch morgen gegen die Teutonen durch zu setz en, ist mehr als fraglich. In technischer Hinsicht sind die Steinberger den Gästen weit überlegen. Wenn man die Ergebnisse der letzten Sonntage mit in Betracht zieht, so kann man den Teutonen den Sieg Vorhersagen. Die Mannschaft spielt in der gleichen Ausstellung wie am letzten Sonntag. Otto Haas ist immer noch unabkömmlich, so daß man auch morgen wieder auf ihn verzichten muß. Wenn die Mannschaft wieder so bei der Sache ist, wie gegen Mtzdach« bann dmM brr Sieg trotzdem Mmuch
sicher sein. Eine Niederlage wäre eine große Heber« raschung.
Steinberg II — 1900 II.
Vor der Liga treffen sich obige Mannschaften zu einem Gesellschaftsspiel. Hier ist der Sieg nicht vorherzusagen, da beide Mannschaften ziemlich gleich stark sind.
Lollar I — Naunheim I.
Die Els des Sportvereins 1920 Lollar empfängt zum Abschluß der Verbandsspiele die Gäste aus Naunheim. Im Vorspiel mußten sich die Lollarer, stark ersatzgeschwächt, allerdings auch in einem sehr dürftigen Spiel mit 2:1 ihrem Gegner beugen. Das Kräfteverhältnis hat sich aber feiti)?r bei beiden Gegnern beträchtlich gehoben, und man sieht mit Recht dem morgigen Kampf noch einmal mit großer Spannung entgegen. Die Hauptwaffe der Gäste dürfte in der Stürmerreihe zu suchen sein, die aber anderseits auf eine Verteidigung der Platzbesitzer stoßen wird, die wohl den nötigen Widerstand leisten sollte. Können die Lollarer überhaupt wieder an die gute Form der letzten Begegnungen anknüpfen, so sollte man um den Ausgang des Spieles nicht zu bangen brauchen. In der Hauptsache dürfte aber doch die Tagesform ausschlaggebend sein. Mit der Aufbietung der besten Kräfte wird gerechnet. Die endgültige Aufftellung der Mannschaft steht noch nicht fest. Obwohl der Abstieg der Lollarer unvermeidlich geworden ist und auch am Tabellenstand nicht mehr viel verbessert werden kann, so können die Lollarer doch noch einmal unter Beweis stellen, daß sie weniger des spielerischen Könnens wegen als vielmehr durch äußerst unglückliche Spielverläufe den Weg zurück in die Kreisklasse antreten müssen. ,
Lollar II — Großen-Buseck I.
Eine harte Ausgabe steht der zweiten Mannschaft bevor.
Aufstiegspiel VfB. Aßlar I — VfV.R. I.
Wiederum müssen die Grünweißen auswärts spielen, Gegner ist der Namensvetter Aßlar. Das Spiel dürfte eines der schwersten Auswärtsspiele fein, da der Gegner nicht nur als sehr spielstark anzusprechen ist, sondern die Platzoerhältnisse in Aßlar auch sehr ungünstig sind. Auf dem schmalen und kurzen Platz sind die Gastgeber eingespielt, während dieser den Grünweißen nicht liegt. Obwohl die Mannschaft in technischer Beziehung bedeutend besser ist als der Gegner, darf man doch nicht von vornherein das Spiel aus die leichte Schulter nehmen. Durch Verletzungen ist die Mannschaft wiederum umgestellt worden, doch hofft man im Lager der Grünweißen, daß sich die Elf, ebenso wie in Dillenburg, erfolgreich behauptet.
Leihgestern I — Alten-Buseck I.
Am morgigen Sonntag empfängt die 1. Mannschaft der Spielvereinigung 1926 Leihgestern die gleiche von Alten-Buseck zum Freundschaftsspiel. Da die Alten-Busecker den Leihgesterner noch fremd sind, ist über den Spielverlauf kaum etwas voraus- zusagen. Leihgestern tritt in stärkster Aufstellung an. Vorher treffen sich die beiden Jugendmannschaften. Spielverbot für Zugendmannschasten.
Auf Grund der Vereinbarungen zwischen Reichsbund und Hitler-Jugend, wonach der 1. und 3. Sonntag im Monat für den HJ.-Dienst, der 2. und 4. Sonntag im Monat für den Sport im Reichsbund für Leibesübungen bestimmt ist, verbiete ich als Kreisjugendwart des Kreises 8 Gießen des Gaues 12 des DRL. für den kommenden Sonntag, den 3. April, sämtliche Fußball- und Handball- fpieb von Vereinsjugendmannschaften. Unter dieses" Verbot fallen auch die Spiele um die Bannmeisterschaft, an der noch Tv. Großen-Linden, Tv. Klein-Linden, VsB.-Reichsbahn und Tv. Wieseck teilnehmen. Jugendmannschaften, die trotzdem spielen, erhalten eine sofortige Sperre von mindestens acht Wochen für jeden Sportbetrieb.
Der Kreisjugendwart im Gau 12, Kreis 8 Gießen
- v der DM,r (ge3) Bads,,
Der Tabellenstand der Handball-Bezirksklasse.
Handballkämpfe des Sonntags.
Spiele
Gew.
Unentsch.
Verl.
Pkte.
Lützellinden
15
14
0
1
28:2
Mtv. Gießen
15
10
1
4
21:9
Marburg
12
7
0
5
14:10
Hörnsheim
15
7
0
8
14:16
Heuchelheim
iz
5
3
5
13:13
Münchholzhausen
14
5
0
9
10:18
Niedergirmes
12
3
2
7
8:16
1900 Gießen
12
4
0
8
8:16
Roth
12
1
2
9
4:20
Wohl selten hat eine Handballrunde eine derartige Zeit für sich in Anspruch genommen, wie das diesmal der Fall ist. Nicht nur, daß zunächst noch keineswegs abgesehen werden kann, bis zu welchem Zeitpunkt das Spieljahr 1937/38 endgültig abgeschlossen werden kann; auch die teilnehmenden Mannschaften bringen allmählich nicht mehr das nötige Interesse auf. Schuld an diesem Zustand ist einzig und allein die immer wieder durchgeführte Einteilung. Während von den zuständigen Stellen des Kreises die Ansicht vertreten wird, daß kleine Staffeln am Platze sind, glaubt man mit den Diel- mannschastsstaffeln weiterzukommen.
So ist es erklärlich, daß immer noch Spiele der Bezirksklasse rückständig siyd und daß auch immer wieder Verlegungsgesuche eingebracht werden. Dies
mal fällt das Spiel Tv. Roth — Mtv. Gießen aus. Durchgeführt werden lediglich zwei Treffen:
Tv. Heuchelheim — Tufpv W.-Niedergirmes,
Tv. Lützellinden — Spvg. 1900 Gießen.
Wenn auch die Gäste, die Heuchelheim empfängt, stark verjüngt antreten müssen, so soll die Platzmannschaft trotzdem vorsichtig sein. Der Nachwuchs, über den Niedergirmes verfügt, ist gut und sollte sich auch im Gefüge der ersten Mannschaft recht gut einspielen können. — Lützellinden hat seine Anhänger am letzten Sonntag stark enttäuscht. Die Mannschaft muß sich schon um deswillen außerordentlich anstrengen, um wenigstens diesmal wieder ein Spiel zu liefern, wie man das noch bis vor kurzer Zeit gewohnt war. Wenn auch mit Rücksicht auf den eingestellten Ersatz die großen Leistungen ausbleiben werden, so hofft man wenigstens diesmal wieder mit einem guten Abschneiden.
Freundschaftsspiele haben abgeschlossen:
Tv. Lang-Göns — To. Dornholzhausen, Tv. Dutenhofen — Tv. Hausen.
Lang-Gons hat wieder eine Mannschaft zusammengestellt und im ersten Spiel bereits ausgezeichnet zusammengespielt. Wenn es auch diesmal wieder klappt, wird Dornholzhausen um eine Niederlage nicht herumkommen. — Oft schon haben sich die Mannschaften von Dutenhofen und Hausen gegenübergestanden; mit wechselndem Erfolg wurde gekämpft. Wer diesmal Sieger werden wird, ist nicht klar oorauszusagen. Dutenhofen wird wohl Ersatz einftellen müssen, während.Hausen seine bekannte Mannschaft zur Stelle hat.
Rundfunkprogramm.
Rundfunkprogramm
Sonntag, 3. April.
6 Uhr: Hafenkonzert. 8.15: Gymnastik. 8.30: Röm.- katholische Morgenfeier. 9.10: Kamps und Arbeit. 9.30: Chorgesang. 10: „Und setzet Ihr nicht das Leben ein ...", Ansprache Rudolf Kinau. 10.30: Ewiges Deutschland. 11.15: Die Idylle von Sesenheim. Eine Hörfolge. 11.50: Unser Kalenderbild: April. 12: .Mittagskonzert. Dazwischen: Kurze Hörberichte aus dem Ostseebad Cranz. 14: Für unsere Kinder: Räuberhauptmann Seppi. 14.30: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorgenloser Melodien. 15.15: Dorsfrüh- ling. 16: Nachmittagskonzert. 17 bis 17.20: Kampfsviele der SA.-Gruppe Hessen. 18: Ewig das alte Lied. Ein Streifzug durch die Liebe. 19: Nachrichten. 19.10: Hauenstein, die kleinste Stadt Deutschlands. 19.40: Sportspiegel des Sonntags. 20: Aus dem Opernhaus zu Frankfurt a. M.: „Cosi fan tutte“. Komische Oper. 21.22 bis 21.45: Nachrichten. 23.10: Tanz und Unterhaltung. 24 bis 1: Nachtkonzert. Händel-Zyklus.
Montag, 4. April.
6 Uhr: Canzone. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 9.55: Von großen Kuchen und langen
Würsten. 11.40: Volk und Wirtschaft. Kredite für den kleinen Geschäftsmann. 11.55: Offene Stellen. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Operette, Singspiel, Tanz. 15: Kleines Konzert. 15.30: Für unsere Kinder: Jetzt basteln wir ... 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19: Nachrichten. 19.10: Großes Unterhaltungskonzert. 21.15: „Vom Schwager Postillon". Eine Hörfolge. 22: Nachrichten. 22.30: Nachtmusik und Tanz. 24 bis 1: Nachtkonzert: Kammermusik.
Dienstag, 5. April. ,
6 Uhr: Morgenlied. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 11.40: Das Bild der Ahnen. 11.55: Offene Stellen. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Heitere Welt der Bühne! 15: Bilderbuch der Woche. 15.30: Streit um Hanna. Eine kleine Szene. 15.50: Zerredet nicht alles. 16: Nachmittagskonzert. 18: Reichssender Frankfurt-Köln: Ruck-Zuck-Sendung. 20: O holde Frau Musika! 21: Dem Gedenken des Dichters Thilo von Trotha. 21.15: Konzert. 22: Nachrichten. 22.15: Reichstagung des Fachamtes Boxen. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 1: Nachtmusik.
Schach-Ecke.
Gearbeitet von K. Helling.
Abseits stehende Figuren.
8
7
6
5
4
3
2
1
8
7
6
5
4
3
2
1
a b c d e f g h
a b c b e f g h
Die abgebildete Stellung kam vor in einer Partie zwischen Schadowski (Weiß) und Gaebler (Schwarz) aus einem Danziger Turnier. Schwarz hat einen Bauern weniger; dafür sind aber die weißen Figuren augenblicklich teilweise vorn Königsflügel entfernt, so daß Schwarz dort einen Angriff durchführen kann. Wie setzt Schwarz am besten fort?
Glänzende Mattkombination.
d
f g____h
8
7
6
5
4
3
2
1
8
7
6
5
4
3
2
1
a b
abedefgh
■
In nebenstehender Stellung einer kürzlich in Fürstenwalde gespielten Partie W. Weichert — Neye hat Schwarz eine Figur mehr. Weiß aber starken Angriff. Besonders lähmend auf das schwarze Spiel wirkt der Td7, der sowohl den Sc7 als auch den Lg7 fesselt. Die beiden Figuren stehen überhaupt sämtlich so wirkungsvoll, daß Weiß den Gegner in fünf Zügen mattsetzen kann. Wie geht das zu?
Lösung der Schachaufgabe „Es ging auch einfacher".
Weiß (Loose): Khl, Dg4, Tdl, Tfl, Lb2, Lc2, Ba3, b3, c4, g2, g5, H3 (12). — Schwarz (Schmahl): Kg8, Db7, Td8, Te8, Lc5, La8, Ba5, b6, e6, s7, H5 (11). — Weiß am Zuge gewinnt.
Weiß gewinnt durch: 1. Lc2—H7ft-, Kg8—f8. (Auf 1.....Kg8XH7 folgt 2. Dg4XH5-i-, KH7—g8. 3.
DH5—H8ch.) 2. g5—g6! (Ein hübsches Damenopfer!) 2. ... h5Xg4. (Nach 2.....Td8Xd1. 3. g6—g7+,
Kf8—e7. 4. Dg4—g5+, Ke7—d7. 5. TflXd14- nebst g7—g8D behält Weiß einen Turm mehr.) 3. g6—g7+ KtS-Sl. 4. Lb2-iG.
Lösung der Schachaufgabe „Auf Umwegen zum Ziel".
E. Schütte. Matt in vier Zügen. Weiß: Kc6, Tg8, SH6, Bf4 (4). — Schwarz: Ke6, Ld8, Be7, f5, f6 (5).
1. Tg8—g2 (die Turmzüge nach g3 und gl würden mit Ld8—b6 bzw. Ld8—a5 beantwortet werden.) 1 Ld8—c7. 2. Ig2—e2+, £c7—c5. 3. Te2—e4! (So wird der Bauer f4 beweglich.) 3. ..., f5Xe4. 4. f4—f5 matt. — Schönes Schlußbild!
Oie Narrenkappe.
Menzel-Anekdote.
Der große Maler Adolph von Menzel, der eine sehr mühsame Jugend verbracht hatte, wußte den Wert des Geldes wohl zu schätzen. Als eines Tages ein Bote von seinem Verleger kam und um eine Vignette bat, die man kurz vor dem Druck unauffindbar verlegt hatte, da zeichnete er die kleine Arbeit binnen zehn Minuten auf ein Blatt Papier, gleichzeitig schrieb er eine Rechnung dafür in Höhe von 250 Mark aus. Als der Bote eine Bemerkung über die Schnelligkeit der Arbeit und die Hohe des Verdienstes machte, sah Menzel ihn über seine Brille hinweg durchbohrend an: „Um diese Zeichnung in zehn Minuten machen zu können, mußte ich 50 Jahre lang ununterbrochen lernen ..."
Merkwürdiges Gestein.
Der Professor der Geologie T., der ehemals an der Universität Berlin wirkte, hatte zu einer Vorlesung mehrere der häufig auftretenden Gesteine mitgebracht, die er vor sich auf das Katheder legte. Während er zum. Schreiben an die Wandtafel ging, spielte ihm ein Student den Schabernack und legte zu den Gesteinsbrocken auf dem Katheder heimlich ein Stück Dachziegel. Sich seinen Hörern wieder zuwendend, tat der Pofessor so, als habe er den Schabernack nicht bemerkt. Er fuhr in seinem Vortrage fort und zeigte, wenn er auf einen der vor ihm liegenden Steine zu sprechen kam, diesen seinen Studenten. Zuletzt deutete er auf das Stück Dachziegel und erklärte: „Und dies hier ist ein Stück bodenloser Frechheit."
Verblüffende Antwort.
Der große englische Staatsmann Oliver Cromwell konnte nach langem Schweigen plötzlich in heftige Aufwallung geraten, wenn er bei einem seiner Untergebenen Widerstand oder auch nur Unverständnis festzustellen glaubte. So konnte er sich eines Tages mit einem der Bedienten, der seit langem eine Vertrauensstellung innehatte und der sich' deshalb eine gewisse Freiheit herausnehmen konnte, über einen bestimmten, an sich geringfügigen Punkt nicht einigen. „Bin ich verrückt oder du?" fragte schließlich Cromwell, dem die Zornesader schon bedrohlich anschwoll. — „Nun, Sire, Sie werden sich doch keinen verrückten Bedienten halten?" lautete die Antwort.
Späte Erkenntnis.
Mit tiefem Seufzer ließ Herr Müller das dicke Buch finken, das er soeben zu Ende gelesen hatte. „Ach, meine Teure", wandte er sich an seine Gattin, ,,wie wunderbar ist doch die Natur! Wenn ich ein Buch wie dieses hier ,Die Wunder der Natur' gelesen habe, dann erkenne ich ganz, wie klein und unbedeutend wir, die Herren der Schöpfung, eigentlich sind." „So?" erwiderte die Gattin, „dazu mußt du erst ein Buch von 500 Seiten lesen? Das wissen wir Frauen schon längst.", . .


