Oie Reit- und Fahrausbildung der HL
Zahres-Appell der Freiw. GaiNchen Feuerwehr
Kirchliche Nachrichten
ein sich ein
Schlußq-sang schloß der Selter den Abend In 06. licher Weise. Eine Tellersammlung für das W5)W. taa). für die Ostmark erbrachte etwa 14 Mark
+ Birklar, 1. April. Am Donnerstag trafen auf unserem Hofgut zehn italienische Arbeitskräfte ein, um die Sommerarbeiten verrichten zu helfen.
)—( Ruppertsburg, 1. April. Einen schonen Verlauf nahm der Heimatabend, den unsere Schule im Saale des Gastwirts Schlörb veran- taltete. Nach einem gemeinsam gesungenen Liede rügen drei Schüler der zweiten Klasse Gedichte innooll vor, die die Heimat verherrlichten, die trotz hrer Schönheit im 18. und 19. Jahrhundert von mehr als 200 Ruppertsburgern verlassen werden mußte. Sie zogen nach Ungarn, an die Wolga, nach Schlesien, nach Polen, Nordamerika, Kanada, England, Argentinien, Uruguay und Brasilien. Wie es zu diesen Auswanderungen kam, und wie es den Auswanderern erging, das wurde in einer offenen
Die Anfänge der Gtraßenbeieuchlung der Stadt Gießen.
Lm Dienste der Krastfahrt
Großzügiger Neubau für den Kundendienst.
Die anerkannte Freiw. Gail'fche Feuerwehr e. V. hielt in chrem Kameradschaftshelm ihren diesjährigen Jahresappell ab. Er wurde von idem Wehrleiter, Oberbrandmeister Münch, geleitet, der nach Begrüßung der zahlreich erschiene- nen Kameraden dem Schriftwart der Wehr, Brandmeister Otto W a hl , das Wort zum Jahresbericht erteilte. .,
Aus dem ausführlichen Jahresbericht tft zu entnehmen, daß alle Befehle für die Wehr, nachdem sie zur Feuerlöschpolizei erhoben ist, von dem Reichsführer ff und Chef der Deutschen Polizei kommen. Die Wehr hat hierdurch im vergangenen Jahre bereits einige Erneuerungen vornehmen müssen. Im Zuge dieser Neuorganifierung wurde den Kameraden das Hoheitszeichen verliehen und damit rein äußerlich zum Ausdruck gebracht, daß die Feuerwehr keine außerhalb stehende Organisation mehr ist. Mit der Unterstellung der Wehr unter die Polizei als Hilfsorgan der Ortspolizei- behörde hat das frühere Vereinsleben aufgehort zu bestehen und einer Auffassung der Pflichten im Sinne nationalsozialistischer Lebensgrundsatze Platz gemacht. .
Dom Führer Und Reichskanzler wurde im Jahre 1937 das einheitliche Reichsfeuerwehrehrenzeichen gestiftet, das bei der erstmaligen Ausgabe am Erntedankfest 1937 den Kameraden Seb. Müller, Ludw. W ack, Heinr. Breit!) er, Willi Feuerbach, Ernst Römer und Karl Balser durch Brandinspektor Lenz für 25jährige treue Dienstzeit verliehen worden ist.
Die Gail'sche Wehr hielt 17 Hebungen ab, ine zum Teil gmeinsam mit der Gießener Freiwilligen Feuerwehr ausgeführt wurden. Im Herbst sand
In Watzenborn-Steinberg wurde Motorrad gestohlen. Der Dieb setzte darauf und fuhr los. Durch einen Zufall sah Kriminalpolizeibeamter, der die Sache zu bear-
Giehen. Iohanneskirche. 18 Uhr: Passionsandacht; Pfr Ausfeld. — Kteln-Cinden. 20: Passionsandacht. — Llch. 20: Passionsandacht; Stiftspfarrer Kahn.
Donnerstag, den 7. April.
Gießen. Zohanneskirche. 20 Uhr: Bibelbesprechung; Pfr. Ausseld. — Daubringen. 20: Passionsandacht.
Freitag, den 8. April.
Gießen. Kapelle des Allen Friedhofs. 20 Uhr: Passionsandocht. — Kirchbera. 20: Passionsandacht.
Evangelische Stadlmission Gießen, Löberstraße 14. Sonntag, 3. April. 8.30 Uhr: Morgenandacht; 13.30:
in drei Gangarten, Schritt, Trab und Galopp, Leicht- traben, theoretisches Fahren, Beherrschen der Griffe am Fahrlehrgerät, Kenntnis der Verkehrsordnung und Verkehrszeichen. Besonderer Wert wird auf allgemeines Wissen der Pferdepflege gelegt. Die Prüfungen werden durch den Beauftragten des Reichs- infpekteurs abgenommen.
Um einen erfolgreichen Aufbau des HJ.-Reltwesens zu gewährleisten, sind in allen Banndienststellen der HI. Sachbearbeiter eingesetzt, die in enoer Verbindung mit den örtlichen Dienststellen des NSRK. arbeiten. Die Prüfungen für den Reiterschein finden bis Ende April statt. Alle HJ.-Reiter, im besonderen aus den ländlichen Einheiten, werden aufgefordert, an den Prüfungen teilzunehmen. Alle Anfragen sind an die Sachbearbeiter für das Reitwesen in den Banndienststellen oder an die Gebietsführung Hessen- Nassau (13), Wiesbaden, Adolf-Hitler-Haus, Abteilung Leibeserziehung/ Reitwesen, zu richten.
RUHL SeMersweg Nr. 67
adiO Telephon Nr. 3170
eparaturen
in vielen Hunderten von Fächern alles enthält, was erfahrungsgemäß gebraucht wird.
In einem zweiten Bauwerk befinden sich moderne Wagenpflege-Einrichtungen. Für den Abschmier- dienst stehen Einrichtungen zur Verfügung, die innerhalb weniger Minuten den Oelwechsel im Kurbelgehäuse gestatten, die Oelnachfüllung in Minuten sicherstellen, die Reinigung des Motors durch Oel unter Druck durchführen lassen usw. Meßgeräte gestatten die genaue Beobachtung der Arbeitsvorgänge und der Abfüllungen.
Ein anderer Raum ist für die Wagenrelnigung zweckmäßig eingerichtet worden. Für den Kunden, der eine Reparatur an seinem Wagen, die Abschmierung, die Reinigung seines Wagens abwarten will, sind besondere Aufenthaltsräume vorhanden. r , ri r. . , ...
Für die 65 Mann starke Belegschaft sind vorbildliche hygienische Einrichtungen geschaffen. Ein großer Gemeinschaftsraum mit schönem Bildschmuck bietet angenehmen Aufenthalt während der Arbeitspausen. .
Die Anlage in ihrer Gesamtheit laßt erkennen, daß sie auf Jahrzehnte hinaus ihren Anforderungen entsprechen wird.
Stabführung seines Dirigenten, Musikmeister Albert Schleuse, in gewohnter Weise übernommen. Nach gemeinsamem Gesang von „Lobe den Herren, o meine Seele!" begrüßte der Leiter, PfarrerD ö ll, die Mitglieder und ihre Angehörigen. Der Chor sang hierauf im bunten Wechsel Volkslieder und geistliche Chöre; er erntete verdienten reichen Beifall. Zwischendurch wurden von den sangesfreudigen Gästen eine Reiye gemeinsamer Lieder gesungen. Ausgeführt wurde dann ein Stück „Die Weiber von Löwenberg", ein Spiel nach einer geschichtlichen Begebenheit aus dem Dreißigjährigen Kriege. Die zweite Aufführung brachte „Bilder aus Max und Moritz", frei nach Wilhelm Busch. Beide Aufführungen fanden reichen Beifall. Nach der Dortrags- folge trat die Kaffeepause ein, bei der noch manches gemeinsame Lied gesungen wurde. In seinem Schlußwort dankte der Leiter allen, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten, besonders dem Chor und seinem Dirigenten, sowie den Mitspielerinnen bei den zwei Spielen. Nach dem
NSG. Im Rahmen der körperlichen Erziehung und Ertüchtigung der deutschen Jugend hat die Hitler- Jugend in ihren Sondereinheiten vor allem auf dem Lande auch die Reitausbildung übernommen. Die Ausbildung im Reiten und Fahren ist nicht allein eine sportliche Aufgabe, sondern sie ist vor allem ein dringendes Erfordernis im Sinne der vormilitärischen Ausbildung des deutschen Reiternachwuchses.
Mit Begeisterung haben Hunderte von Hitler- jungen im Gebiet Hessen-Nassau diese Arbeit ausgenommen und sich mit ganzem Herzen dem Reiten verschrieben. Die HJ.-Reiter sind in ihren Einheiten zu einer Sportleistungsgrüppe „Reiten und Fahren zusammengefaßt und erfahren durch das NSRK. ihre Ausbildung. Das Ziel jedes Jungen ist es, den Rer- terschein zu erwerben, der die Voraussetzung zum Eintritt bei einem berittenen ober fahrenden Truppenteil bildet. Der Dienst der HJ.-Reiter ist aus diesem Grunde auf die Erfüllung der Bedingunaen des Reiterscheines abgestellt: Dorreiten eines Pferdes
3n den vergangenen Monaten ist am Rande unserer Stadt, an der Marburger Straße, ein Neu- bau herangewachsen, der in allen seinen Teilen dem Kraftfahrzeug-Verkehr dient. Die Opel-Verkaufsgesellschaft hat dort neue und zeitgemäße Anlagen für Reparaturen, Wagenpflege und Krast- ftoffoerforgung geschaffen. Diese Anlagen sind jetzt fertiggeftertt und konnten gestern ihrer Bestimmung übergeben werden. Ein Betriebsappell bildete deä feierlichen Auftakt für die Inbetriebnahme der neuen Werkstattanlagen. Geschäftsführer Schmidt hielt eine kurze Ansprache, in der er auf die hohe Bedeutung der Motorisierung hinwies und die Verpflichtungen umriß, die allen, die in den neuen Räumen zu wirken haben, im Dienste der Volksgemeinschaft gestellt sind.
Bei einem Rundgang durch die Anlagen gewinnt man rasch den Eindruck, daß dort gleicherweise sorgfältig und großzügig geplant und gebaut worden ist. Eine große Werkstätte gestattet bie Arbeit an 10 und 15 Wagen zu gleicher Zeit. 50 Automechaniker und Schlosser haben in diesem großen Werkstattraum bequem Arbeitsplätze. Alle notwendigen technischen und maschinellen Einrichtungen sind vorhanden. In unmittelbarer Verbindung mit der Werkstatt befindet sich ein Ersatzteillager, das
Schulstunde gezeigt, die als kurze Zusammenfassung der im letzten Winter behandelten Unterrichtsganzheit „Deutsche in aller Welt" klarlegte, wie die politische Not, d.h. das Fehlen des starken Vaters Staat, dessen Söhne uvld Töchter zwang, m die Fremde zu ziehen, um sich dort ihren Lebensunterhalt zu suchen. Was aus den Antworten und Er- 1 * 3 * * 6 zählungen der Kinder zu erkennen war, wurde dann durch Aufführungen dargestellt. Vier Bilder zeigten: Russische Werber im Dorfwirtshaus zu Ruppertsburg im März 1766, die Ankunft der elf Ruppertsburger Familien in der Wolgasteppe, Kasperle bei den Urwaldkolonisten in Brasilien und Kasperle bei den Siebenbürger Sachsen. Das Programm brachte dabei auch viele passende Gedichte und Lieder. Einen schönen Schluß bildete die Ansprache von Lehrer Dr. Kammer aus Dillingen. Er verstand es, den vielen Teilnehmern deutlich zu zeigen, in welch großer Zeit wir leben.
Kreis Alsfeld.
Q] Alsfeld, 1. April. Gestern fand im Sitzungssaal der Gewerbeschule die S e m e st e r s ch l u ß- feier der Gewerbeschule statt. Der Leiter der Anstalt, Gewerbestudienrat Latsch, gab m seiner Ansprache einen Ueberblick über die Entwicklung der Schule seit dem Jahre 1924 bis 1938, und er konnte die erfreuliche Tatsache feststellen, daß der Besuch der Schule wieder im Aufstieg begriffen fei. Kreishandwerksmeister Koch (Alsfeld) wies in feiner Ansprache auf die Wichtigkeit der Ausbildung der technischen Arbeitskräfte für die Arbeit des Vierjahresplans und für den Handwerkerstand allgemein hin. Bürgermeister Dr. V ö l f i n g überbrachte den zur Entlassung kommenden Schulern der Oberklasse namens des Kuratoriums der Gewerbeschule die Glückwünsche der Stadt Alsfeld zur bestandenen Abgangsprüfung und erklärte, daß die Stadt auch ferner die Gewerbeschule tatkräftig un- terftüfeen werde. Die Abgangsprüfung unter dem Vorsitz von Regierungsbaurat O h a u s (Alsfeld) bestanden 6 Schuler sämtlich mit der Note „Gut . Die Schule hatte im vergangenen Winter einen Besuch von 46 Schülern aufzuweisen. Im Anschluß : an die Feier, fand eine Besichtigung der ausgestellten Zeichenarbeiten durch die Gäste statt. An der Feier nahm auch der frühere, langjährige verdiente Leiter der Schule, Rektor i. R. Schindel (Alsfeld) teil.
Sonntagsschule; 15: Gemeinschaftsstunde (nur für Mitglieder); 16: Jungfrauenstunde: ?0.15: Evangeli- sationsvortrag. — Mittwoch, 6. April. 20.30. Bibel- stunde.
Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirchliche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Sonntag, 3.2Iprtl. 20.30 Uhr: Evangelisationsstunde. — Mittwoch den 6. April. 20.30: Bibelstunde. — Donnerstag, 7. Apnl. 20.30: Jugendbundstunde.
Christliche Gemeinde, Zu den Mühlen 2. Sonntag,
3. April. 9.45 Uhr: Erbauungsstunde; 20.30: Evangeli-
fation. — Dienstag, 5. April. 20.30: Bibel- und Ge- betftunbe.
Bund freikirchlicher Christen, Gemeinde Gießen. Großer Steinweg 4 H. Sonntag, 3. April. 11.30 Uhr. Sonntagsschule; 20.15: Bibelstunde — Mittwoch,
6. April. 20.15: Bibel- und Gebetstunde.
Die Christengemeinfchaft (Bewegung für religiöse Erneuerung), Marburger Straße 15. Sonntag, Den 3. April. 7.30 Uhr: Menschenweihehandlung.
Neuavostolifche Gemeinden Gießen, Händelstraße 1 und Ederstraße 13. Sonntag, 3. April. 9.30 Uhr^Gottesdienste; 16: Gottesdienste. — Mittwoch, 6. April. 20.30: Gottesdienste.
Katholische Gemeinden.
Samstag, den 2. April.
Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichtgelegenheit.
Sonntag, den 3. April. Pasfionssonntag.
Gießen. 6.30 Uhr: Beichtgelegenheit; 7: hl. Messe (hl. Kommunion der Männer); 8: Spendung der hl. Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt und hl. Kommunion der Schulentlassenen; 10.15: Militärgottesdienst; 11.15: Singmesse mit Predigt; 20: Saften- predigt und Andacht. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Cid). 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Dortrag und Andacht. — Caubach. 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: Christenlehre und Andacht — -Hiööa. 8.15: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 17.30: Vortrag und Andacht. — Scholten. 10.30: Hochamt mit
Es fällt heute schwer, eine klare Vorstellung von । der nächtlichen Dunkelheit unserer städtischen Straßen vor 100 bis 120 Jahren zu gewinnen. Da auch noch keine Schaufenster in Der heutigen Art bestanden, konnte auch von diesen Orten keine Beleuchtung der Straßen ausgehen. Bis kurz vor oder nach dem Weltkriege, ehe das elektrische Licht seinen Einzug in unsere Dörfer hielt, gab es nur in einigen Orten durch einige wenige Petroleumlaternen eine notdürftige Beleuchtung. In stockfinsterer Nacht blickte man nach oben, nach den Häuserfronten, um Den richtigen Weg zu finden.
Im Jahre 1817 erhielt Gießen feine erste Straßenbeleuchtung, bestehend aus 56 Hang- und 33 Wandlatemen; erstere mit 2 oder 3 Lichtern. Die Hanglaternen hingen vielfach an einer über die Straße gespannten Kette. Die Laternen waren zum Auf- und Abziehen-Mittels eines Seiles eingerichtet, damit sie mit Oel gefüllt, angezündet und ausgelöscht werden konnten. Die Anschaffungskosten für eine Hanalaterne betrugen rund 24 Gulden, für eine Wandlaterne 13 fl. 30 Kreuzer. Für die Bearbeitung und Aufstellung eines Laternenpfahles erhielt bet Zimmermann 27 und und der Schlosser gegen 14 fl. Die jährliche Unterhaltung machte 260 fl. aus. Drei Laternenwärter hatten die Laternen zu bedienen, die Lampen und den Glaskasten zu reinigen. Dafür erhielten sie eine jährliche Besoldung von 96 fl., sodann zwei Paar Schuhe, alle Jahre ein Paar Hosen und alle zwei Jahre einen Rock von Linnentuch, einen Kittel. Die Besoldung des Laternen-Jnspektors (es war im Jahre 1823 ein Herr Koch) betrug jährlich 90 fl.
Die Kosten der Beleuchtung richteten sich vor allem nach dem Preis des Oeles, das nach den Befreiungskriegen rar und teuer war und erst nach und nach billiger auf den Markt tarn. So betrugen die Ausgaben für Oel, Dochte u. berg!. 1819 = 2100 fl., 1820 = 2000 fl., 1821 = 1700 fl., 1822 - 1500 fl. . _ L t
Die Beleuchtung fetzte tm September em und
eine große Schlußübung statt, bei der der Vertreter der Behörde Lob über die Schlaafertigkeit der Wehr aussprach. Im Winterhalbjahr sanden einige Schulungsabende statt, die für die theoretische Weiterbildung der Kameraden wertvoll waren. Als besonders erfreuliche Mitteilung gab der Schriftart Den Kameraden bekannt, daß im verflossenen Jahre kein Sterbefall.zu verzeichnen war. Es wurde stattdessen all der braven Kameraden im Reiche gedacht, die beim Einsatz ihrer Person bei der Bekämpfung des Feuers ihr Leben lassen mußten. Die Wehr beteiligte sich im abgelaufenen Jahre an zwei Feuerwehrtagungen, und zwar in Bübingen und in Nieder-Bessingen.
Der Wehrleiter ernannte aus Anlaß besonderer Berienfte die Feuerwehrmänner Heinrich D e e g , Karl Reuter und Karl Franz zu Oberfeuerwehrmännern. Durch das Ausscheiden des Kam. Ludwig Wack aus dem Führerrat wurde Kam. Friedr. Bender zum Zeugwart und Kam. Willi Feuerbach zum Beisitzer im Führerrat ernannt. w
Nach Erledigung des übrigen Teiles der Tagesordnung ergriff das Ehrenmitglied, Kreisfeuerwehrführer Bouffier das Wort und dankte allen Kameraden für ihre freiwillige Einsatzbereitschaft.
Zum Schluß gab der Wehrleiter noch einige Bestimmungen und Anordnungen bekannt und ermahnte alle Kameraden, auch im neuen Geschäftsjahre ihre Pflicht zum Segen der Volksgemeinschaft freudig zu erfüllen.
Mit einem Sieg-Heil auf den Führer des Groh- deutschen Reiches, Adolf Hitler und mit dem Gesang der National-Hymnen wurde der Jahresappell der Freiw. Gail'schen Feuerwehr beendet.
endete im April. Falls aber im Mai und August noch trübes Wetter oder „ungünstige Verhältnisse" einsetzten, so wurde auch in diesen Monaten noch einige Zeit beleuchtet. Die tägliche Beleuchtung währte von einbrechender Nacht bis um Beginn des neuen Tages, so daß z. B. Ende Dezember die Laternen von 4 Uhr abends bis 8 Uhr morgens ihr „Licht leuchten" ließen.
Zur Bestreitung der ersten Anschaffungskosten hatte die Stadtverwaltung ein Kapital (in „Partialobligationen" zu 50, 75 und 100 fl.) auf die zu errichtenden Laternen ausgenommen und mit 3 v. H. verzinst, jedoch schon in den ersten sechs Jahren wieder abgetragen. Zur Bestreitung der laufenden Ausgaben mußten die Metzger von jedem Stück Vieh, das sie zum „feilen Verkaufe" schlachteten, pro Pfund eine Kleinigkeit abgeben. Und die Gastwirte, deren Gästen die Straßenbeleuchtung besonders zugute kam, mußten von jedem Maß verzapften Weines 2 Kreuzer entrichten.
Anfänglich war ein eigener Laternenkassenver- walter bestellt und besoldet worden. Dessen Geschäft übernahm jedoch schon nach einigen Jahren der städtische Rentmeister, um die Ausgaben zu verringern. _
Mit 89 Straßenlaternen wurde vor 120 Jahren der Anfang unserer städtischen Beleuchtung gemacht. Sie vermochten die engen Gassen und die wichtigsten Straßenecken und -kreuzungen nür notdürftig zu beleuchten. Und heute! Eine Unzahl von hellstrahlenden Bogenlampen, die einer täglichen Bedienung nicht mehr bedürfen, gibt Straßen und Plätzen fast Tageshelle! F. H.
Motorrad-Diebstahl in Watzenborn-Steinberg.
Evangelische Gemeinden.
Samstag, den 2. April.
Gießen. Iohanneskirche. 14 Uhr: Beichte für die Konfirmanden und deren Angehörigen aus der Lu- kasaemeinde. — Hungen. 13: Vorbereitung für Das hl. Abendmahl.
Sonntag, den 3. April.
Gießen. Sladlkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Becker; 11; Kindergottesdienst für die Markusgemeinde; Pfr. Becker; 14: Vorstellung der Konfirmanden aus der Markusgemeinde; Pfr. Becker; 18: Gottesdienst. Fohanneskirche. 9.30: Konfirmation der Konfirmanden der Lukasgemeinde und Feier des hl. Abendmahls; Pfr. Bechtolsheimer; 14: Vorstellung der Konfirmanden der Johannesgemeinde und der Militärgemeinde; Pfr. Ausfeld; 17: Beichte und Feier des hl. Abendmahls für die Militärgemeinde; 18: Lic. Trommershaufen. — JoljanncsfaaL 20: Bibelbesprechung; Pfarrassistent Paetow. — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst der Luthergemeinde; 17: Vorstellung der Konfirmanden der Luthergemeinde. — pelruskapelle. Wetzlarer Weg 59. 9.30: Gottesdienst; Pfr. Trapp; 14.30: Vorstellung der Konfirmanden der Petrusgemeinde; Pfr. Trapp — Dieseck. 9.30: Vorstellung der Konfirmanden; Pfarrassistent Paetow. — Kirchberg. 10: Vor- stellunq der Konfirmandinnen; 14: Vorstellung der Konfirmanden. — Heuchelheim. 9.30: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden; Kollekte; 11: Kindergottesdienst (Abt. 1); 13: Kindergottesdienst (Abt. 2). — Klein-Cinden. 9.30: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden; 10.45: Kindergottesdienst. — Watzenborn-Steinberg. 9: Konfirmation und Feier des hl. Abendmahls. — Garbenleich. 13: Vorstellung der Konfirmanden. — Hausen. 10: Vorstellung der Konfirmanden. — Albach. 12.30: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden; Kollekte. — Steinbach. 10: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden; Kollekte. — Cid). 10: Stiftsdechant Kahn; Kollekte; 14: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden; Kol- lekte. — Äieder-Vessingen. 10: Stiftspfarrer Naumann. — Cangsborf. 11: Konfirmationsfeier; Kollekte. — Bettenhausen. 9: Konsirmationsseier; Kol- lekte — Hungen. 10: Konfirmation, anschließend Feier des hl. Abendmahls. — wirberg. 10: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden. — Beitsberg. 13: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden.
Montag, den 4. April.
Collar. 20 Uhr: Passionsandacht. — Mainzlar. 20: ' Passionsandacht.
Mittwoch, den 6. April.
Predigt. e w .,
Dienstag, den 5. April.
Gießen. 20 Uhr: Fastenandacht; 20.30: Bibelstunde.
Mittwoch, den 6. April.
Hungen. 7.30 Uhr: hl. Messe.
Freitag, den 8. April.
Gießen. 20 Uhr: Kreuzwegandacht.
vefsentNcher Sonntagsdienst.»
Polizei: Telefon 2751, nur in dringende« Notfällen Telefon 01.
Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Tel- ^5) a?uptpostamt: Beschrankter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr.
Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr.
Sanitätskolonne: Telefon 2500. Sonntagsdienst für Aerste.
Arzt: Dr. med. Mehl, Ludwigstraße 28.
Zahnarzt (nur in dringenden Fällen):
Dr. Gonter, Seltersweg 75.
beiten hatte, das gestohlene Motorrad, das er an der Nummer erkannte, an einer Straße in Gie - 3 e n stehen. Das Motorrad wurde sichergestellt. Der Dieb, der seinen Raub verkaufen wollte, wurde ermittelt. '
600 italienische Landarbeiter im Gau Heffen-Naffau eingetroffen. NSG. Zur selben Stunde, als Frankfurt und der ganze Gau zum Empfang des Führers rüsteten, trafen in der Gauhauptstadt die ersten italienischen Landarbeiter ein. Bei ihrer Ankunft auf dem Hauptbahnhof wurden sie herzlich begrüßt. Zu ihrem Empfang waren der Kgl. Italienische Generalkonsul in Frankfurt, Marchese Ferrante di R u f - fano, Landesbauernführer Dr. Wagner, der Kgl. Italienische Konsul Spinielli in Mannheim, der Gauleiter der Faschistischen Partei, Cav. Giovanni Jviglia, und der Präsident des Landesarbeitsamtes Hessen erschienen. Ein Musik- und Spielmannszug der SA. grüßte die italienischen Gäste mit der „Giovinezza". Die italienischen Gaste bezogen dann in Frankfurt Quartier, wo der Präsident des Landesarbeitsamtes Hessen die Gäste willkommen hieß und der Frankfurter italienische Generalkonsul seine Landsleute begrüßte. Im Auftrage des Gauleiters empfing Landesbauernführer Dr. Wagner die Helfer in der Erzeugungsschlacht in unserem Gau. Mussolini habe sie im Geiste der untrennbaren Freundschaft und der gegenseitigen Hilfe geschickt, und wir wüßten ihnen Dank dafür.
Von den 700 Landarbeitern und Landarbeiterinnen find noch am gleichen Tage 100 nach Kassel weitergeleitet worden, während 600 in Hessen- Nassau bleiben. Die Zahl bedeutet fast ein Drittel der bei uns augenblicklich notwendigen Arbeitskräfte. Die Italiener werden eine spürbare Unterstützung der Arbeit unseres rhein-mainischen Landvolks in der Erzeugungsschlacht fein.
Landkreis Gießen.
§ Steinbach, 1. April. Am Mittwochabend hielten die Evangelische Frauenhilfe und der Evangelische Frauenchor Steinbach ihren Schlußabend im Saale des „Einhorn". Der Abend war, wie alljährlich, sehr gut besucht und der Saal bis auf den letzten Platz besetzt. Die Ausge- . ftaltung des Abends hatte der Frauenchor unter
Wir alle gehören dem Führer


