Ausgabe 
1.10.1938
 
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Gewerbeschule Gießen

Llebigstraße 16

3semestrige unter Staatsaufsicht stehende Fachschule für:

Baugewerbe, Maschinenbau, Maler u.Schreiner Vorbereitungskurse für Elektromeister.

Staatliche Abgangsprüfung.

Sem es ter beginn am r. November.

Auskunft und Prospekte kostenlos.

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der Volksverbundenheit der Polizei fein soll, näm­lich als Polizeiveamter und zugleich als Freund und Reifer der Volksgenossen. Nach diesen Gesichtspunk­ten hat er sein Wirken u-.reits vor der national­sozialistischen Erhebung eingerichtet, als er in jenen Jahren in der Hauptsache die politischen Aufgaben des Polizeidienstes bearbeitete, insbesondere auch den polizeilichen Dersammlungsdienst, wobei alle seine Sympathie auf der Seite derer war, die den; opseroollen Kampf für Deutschlands Erneuerung j und Deutschlands Wiedererhebung zu Größe und Ansehen führten. Die gleichen Grundsätze beherr­schen das Leben und Wirken dieses alten Soldaten und vortrefflichen Beamten auch heute nod), und fie sind es nicht zuletzt, die ihm das hohe Maß von achtungsvoller Wertschätzung eingetragen haben, das ihm in seinem Berufskreise von Vorgesetzten und allen Mitarbeitern, sowie in der Gießener Be­völkerung von vielen Volksgenossen dargebracht wird. , c i n r

Dem Jubilar, der stets auch auf gutes Zusam­menarbeiten mit der Presse bedacht war, gelten am heutigen Tage auch unsere herzlichen Glückwünsche.

rSjähnges Dienstjubiläum an der Universität Gießen.

Am 1. Oktober kann Kassenoberinspektor Karl Müller auf eine. 25jährige Tätigkeit an der Uni­versität Gießen zurückschauen. In den ersten Jahren war er im Unioevfitätssekretariat beschäftigt, 1920 wurde ihm die Verwaltung der Veterinärkliniken und -institute übertragen. Verantwortungsbewußt widmete er sich mit großer Pflichttreue den verwal­tungstechnischen und organisatorischen Aufgaben seines ständig gewachsenen Arbeitsgebietes in der Veterinärmedizinischen Fakultät, mit deren Förde­rung er sich persönlich verbunden fühlt. Die Fakul­tät erkennt dankbar Kassenoberinspektor Mül­lers verdienstvolles Wirken an und hofft, sich nod). lange der erfolgreichen Zusammenarbeit mit ihm erfreuen zu können.

Orthopäden-Tagung in Gießen.

Dom 3. dis 5. Oktober findet in Gießen unter der Leitung von Professor Dr. Pitzen, dem Direk­tor der Orthopädischen Universitätsklinik, die dies­jährige Tagung der Deutschen Orthopädischen Ge­sellschaft statt. Zahlreiche Teilnehmer aus dem Jn- und Ausland haben sich angemeldet.

Die Tagung wird eingsleitet mit einer Ehrung von W. K. Röntgen, dessen Grab sich auf dem Alten Friedhof befindet.

In den wissenschaftlichen Sitzungen wird gespro­chen über:Orthopädie und schaffendes Volk"; Orthopädische Technik";Orthopädie mnd Frauen­heilkunde";Primäre Knochengeschwülste";Ver­erbungsfragen";Vitamine und Hormone". Außer­dem ist noch eine Reihe von Vorträgen angekündigt, in denen zu verschiedenen anderen Fragen Stellung genommen wird.

Ausführlicher werden sprechen: Der Stellvertreter des Reichsärzteführers, Reichsamtsleiter Dr. Bar­tels (München), ferner Prof. Wachholder (Rostock), Prof. Mauz (Marburg), Prof. Anthony (Gießen), Prof. Zur Verth (Hamburg), Dr. Schrader (Kassel), Prof, von Jaschke (Gießen), Prof. Spitzy (Wien), Prof. Herzog (Gießen), Prof. Schinz (Zürich), Prof. Luxemburger (München), Prof. Kreuz (Berlin), Prof. Ostertag (Berlin), Dr. Rohlederer (Berlin), Prof. Storck (Berlin), Prok. Dirscherl (Frankfurt am Main), Dr. Sell (Gießen).

Der Leitgedanke der Tagung ist die Stellung­nahme zu brennenden ärztlichen Fragen der Gegen­wart, insbesondere zu den Aufgaben der Orthopädie in der Gesundheitsführung des deutschen Volkes. Gleichzeitig soll die große Zahl der Hauptthemen die breiten und innigen Beziehungen der Orthopä­die zu den anderen Spezialfächern der Medizin zeigen.

Neben den Sitzungen werden noch ein Reihe von geselligen Veranstaltungen stattfinden. Für die Da­men sind außerdem noch Besichtigungen und Aus­flüge in die Umgebung Gießens vorgesehen.

Wieder normaler Straßenbahnverkehr in der Kaiserallee.

Der Straßenbahnverkehr in der Kaiserallee, der infolge der Verbreiterungsarbeiten und der damit notwendig gewordenen Verlegung der Gleis? eine empfindliche Störung erfahren hatte, kann, wie wir vom Elektrizitätswerk erfahren, heute mittag wie­der in vollem Umfang und in normaler Weise auf­genommen werden.

Obwohl sich kaum jemand aus dem Kreise des Publikums über den erschwerten Straßenbahnver­kehr ernsthaft aufregte, so mußten die Fahrer der Straßenbahnwagen doch immer wieder mit dem Fahrgeld and) einige spitze Bemerkungen quittieren. Jedermann aber wußte auch, daß es sich um eine vorübergehende Maßnahme handeln mußte. Ur­sprünglich hatte man es ja auch anders vor. Man wollte die Omnibusse einsetzen, die aber plötzlich doch nicht zur Verfügung standen. So mußten sich die Fahrgäste eben dazu entschließen, das Stück vom Ludwigsplatz bis zur Persiluhr zu Fuß zurückzu- leyen. Es ging, weil es eben gehen mußte. Heute mittag also wird die Straßenbahn wieder durch­fahren. Auch die Wagenführer werden sehr froh sein, daß das umständliche Fahren im Pendelverkehr aushört.

(Siebener Dochenmarktpreise.

* Gießen, 1. Oft. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Deutsche ferne Molkereibutter, % kg 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stuck 4 bis 9, (Eier, deutsche, Klasse S 13, Klasse A 12% Klasse B 12, Klasse C

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Mäßige Preise. S.-R. Dr. M. Schulze-Kahleyse, Nervenarxt

Saturn im Gegenschein.

Oer gestirnte Himmel im Oktober.

Von Dr. Erwin Kossinna.

Der Monat Oktober ist reich an glanzvollen Pla- netenerschsinungen, denn die vier hellsten Planeten lassen sich gut beobachten. Venus erreicht am 10. Oktober ihre größte Helligkeit als Abendftern, ist jedoch nur noch kurze Zeit nach Sonnenunter­gang tief im Westen sichtbar. Den Südhimmel be­herrscht nad) wie vor Jupiter, der zu Beginn des Monats gegen 2 Uhr, Ende Oktober um Mitter­nacht untergeht. Da sich sein Abstand im Laufe des Monats von 630 auf fast 800 Millionen Kilometer vergrößert, nimmt sein Glanz merklich ab. Jedoch übertrifft er noch bei weitem den Saturn, der am 8. Oktober in den Gegenschein zur Sonne tritt und damit zugleich seine geringste Entfernung von dr Erde erreicht. Mit rund 1260 Millionen Kilo­meter Abstand ist Saturn annähernd doppelt soweit von uns entfernt wie Jupiter. In dieser günstigsten Stellung leuchtet Saturn während der ganzen Nacht und übertrifft den Fixstern 1. Größe Ätair merklich an Helligkeit. Da der Ringplanet sich gegenwärtig im Sternbild der Fische bewegt, das nur schwache Sterne aufweist, erscheint er" in dieser Himmels­gegend als ein auffallend helles Gestirn, das sich durch fein ruhiges gelbes Licht deutlich von den funkelnden Fixsternen unterscheidet.

Dem unbewaffneten Auge bietet Saturn nichts Besonderes; erst das Fernrohr offenbart uns die wahre Gestalt des ringgeschmückten Planeten. Wem es irgend möglich ist, auf einer Sternwarte den Ringplaneten "durch ein größeres Fernrohr zu be­trachten, sollte diese Gelegenheit nicht versäumen. Die Ringe des Saturn bilden nicht nur eine der merkwürdigsten und lange Zeit hindurch völlig rätselhaften Himmelserscheinungen, ihr Anblick ist auch von großer Schönheit und gibt uns eine Vor­stellung von den gewaltigen Kräften, die das Welt­all durchfluten. In kleineren Fernrohren sehen wir nur eine ringförmige Scheide, die sich jedoch bei stärkerer Vergrößerung in drei Ringe auflöst, von denen der mittlere der hellste ist.

Seit Maxwells Untersuchungen wissen wir, daß die Ringe aus zahllosen kleinen Meteoriten bestehen, die den Saturn umkreisen und durch die gewaltige Anziehungskraft straff in der Aequatorebene des Planeten zusammengehalten werden. Die einzelnen Teilchen rotieren um so schneller, je kleiner ihre Bahn ist. Während die äußersten, an der Außen­kante des Ringsystems befindlichen Körperchen 14 Stunden für einen Umlauf benötigen, vollendet der innere Rand bereits in fünf Stunden eine Um­drehung. Der Saturn selbst dreht sich in 1014 Stun­den um seine Achse und zeigt von allen Planeten die stärkste Abplattung, die im Fernrohr sofort auf­fällt. Nach neueren spektrographischen Untersuchun­gen bilden Ammoniakgas und Grubengas wichtige Bestandteile der Saturnatmosphäre, die demnach auch abgesehen von der sehr tiefen Temperatur von minus 150 Grad durchaus lebensfeindlich ist. Die Sonnenstrahlung beträgt auf Saturn nur ein Pro­zent derjenigen auf der Erde.

Von den übrigen Planeten ist mit freiem Auge noch Mars zu sehen, der sich in den Sternbildern Löwe und Jungfrau bewegt und gegen 4 Uhr mor­gens am Osthimmel erscheint.

Der abendliche Fixsternhimmel zeigt bei Beginn der Dunkelheit nur eine geringe Verschiebung der

Sternbilder des Sommerhimmels, da zwar die Fix- fterne täglich um 4 Minuten früher aufgehen, die Abenddämmerung aber ebenfalls immer früher ein­setzt. Gegen 22 Uhr finden wir jedoch die lypiscyen Herbststernbilder hoch am Südhimmel. Es sind dies Pegasus, Andromeda, Perseus und Widder. An das gerade im Süden stehende große Pegasusquadrat, auch Großer Tisch genannt, schließt sich rechts das Sechseck des Pegasus, links die Stern­reihe der Andromeda an. Darunter bemerken wir das Dreieck und die beiden Hellen Sterne des Wid­ders, während über dem zweiten Stern der Andro­meda (von links gezählt) ein milchiger Lichtfleck den berühmten Spiralnebel andeutet, der ein fernes Milchstraßensystem darstellt und nach den neuesten Forschungen über eine Million Lichtjahre entfernt ist. Der Durchmesser dieses etwa drei Milliarden Sonnen umfassenden Sternsystems ergibt sich danach zu rund 100 000 Lichtjahren und entspricht somit der Größe unserer Milchstraße. Durch ein gutes Fern­glas erkennt man bereits die starke Verdichtung der Materie des Andromedanebels nach der Mitte hin.

Die Milchstraße entfaltet an klaren Oktober­abenden ihre volle Schönheit. Don der hell strah­lenden Kapella im Nordoften zieht das reich ge­gliederte Lichtband über die Sternbilder Perseus, Kassiopeia, Kepheus und Schwan zum Adler im Südwesten. Zwischen Perseus und Kassiopeia suchen wir uns mit dem Feldglas den Doppelsternhaufen auf, dessen Abstand auf Grund des Lichtwechsels der in ihm vorhandenen gelben Riesensterne zu 3000 Lichtjahren bestimmt werden konnte.

Im Osten ist das schöne Sternbild des Stiers heraufgekommen. Hier glänzt der rötlich gelbe Al­debaran, umgeben von den weißglitzernden Hya- d e n, einem lockeren Sternhaufen in 130 Lichtjah­ren Abstand. Darüber schimmert das Sieben­gestirn ober die Plejaden, vom Dolksmund Henne mit Küchlein genannt, ebenfalls ein Stern­haufen, aber wenigstens viermal so weit entfernt wie die Hyaden.

Tief am Südhorizont funkelt Fomalhaut im südlichen Fisch, der südlichste in Mitteleuropa sicht­bare Fixstern 1. Größe. Im übrigen erfüllen die vorwiegend aus schwachen Sternen bestehenden Bil­der Walfisch, Fische, Wassermann und Steinbock den Südhimmel.

Wenden wir uns nach Norden, so steht groß der Himmelswagen im Gr. Bären in seiner tiefsten Stellung vor uns. Die gewundene Sternlinie des Drachen führt nach Westen zur hellftmhlenden Wega in der Leier. Der Kleine Bär steht Kopf, denn fein Schwanz ist nach oben zum Polarstern gerichtet.

Der optisch veränderliche Stern Algol im Per­seus hat günstig zu beobachtende Lichtminima am 5. Oktober um 21 Uhr, am 8. um 18, am 25. um 23 und am 28. um 20 Uhr.

Die Sonne wandert auf ihrer scheinbaren Bahn im Oktober kräftig nach Süden; ihre Mittagshöhe verringert sich dabei um 10 Grad ober 19 schein­bare Sonnendurchmesser. Der Mond zeigt folgende Lichtgestalten: erste Viertel am 1., Vollmond am 9., letztes Viertel am 16., Neumond am 23., erstes Vier­tel am 31. Oktober. In der Frühe des 21. Oktober siebt die schmale Sichel des abnehmenden Mondes dicht unter dem Mars.

11%, Klasse D 10%, ausländische 11 bis 12%, Wirsing, % kg 8 bis 10, Weißkraut 8, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben und Karotten 10 bis 11, rote Rüben 10, Spinat 20 bis 25, Römischkohl 8 bis 12, Bohnen, grün 25 bis 30, gelb 25 bis 30, Rosenkohl 30 bis 35, Feldsalat, 1/io 10, Tomaten, % kg 10 bis 25, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 45 bis 70, Rhabarber 12 bis 15, Kürbis 8 bis 9, Pilze 45 bis 50, Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3,15 bis 3,45 Mark, Aepfel, % kg 25 bis 40 Pf., Falläpfel 15, Birnen 20 bis 40, Brombeeren 40 bis 50, Preiselbeeren 40 bis 45, Hauszwetschen 20 bis 25, bulgarische Zwetschen 45 bis 50 Pf., junge Hähne 1 bis "1,20 Mark, Suppenhühner 80 Pf. bis 1,05 Mark, Enten 1,20 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 10 bis 60, Salat 8 bis 15, Salatgurken 10 bis 20, Einmachgurken 1 bis 6, Endivien 5 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 12 Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35, Rettich 5 bis 15, Ra­dieschen, das Bündel 8 bis 10 Pf.

Angleichung des Postdienstes im Lande Oesterreich.

Vom 1. Oktober 1938 an wird der Paketdienst mit dem Lande Oesterreich dem im alten Reichs­gebiet angeglichen. Für Pakete und Postgüter gel­ten fortan die innerdeutschen Vorschriften, Form­blätter und Gebühren. Der Nachnahmedienst zwi­schen dem Altreich und dem Lande Oesterreich wird erst am 1. November 1938 aufgenommen; die Ver­wendung von Nachnahmepaket- und -postgutkarten ist daher erst von diesem Zeitpunkt an möglich.

Eine Zollinhaltserklärung muß in der Regel vor­läufig noch jeder Paketsendung nach Oesterreich bei­gefügt werden, da die Postämter in Oesterreich wie bisher verpflichtet sind, alle Paketsendungen aus dem Altreich abgesehen van bestimmten Aus­nahmen einem Zollamt zur Abfertigung zu ge- stellen. Auskünfte erteilen dje Postämter.

Vom 1. Oktober d. I. an wird der Postzeitungs- dienst im Lande Oesterreich nach den im Altreich geltenden Vorschriften ausgeführt. Es können dann

sowohl die in diesem Lande als auch die im Altreich erscheinenden Zeitungen durch Vermittlung der Post bezogen werden. Ferner können die an Zeitungs­händler und Zeitungsoertriebsstellen gerichteten Zei­tungen als Bahnhofszeitungen ober als Postzei­tungsgut versandt werden.

Nach Beendigung der umfangreichen Vorcrrbei- ten werden am 1. Oktober 1938 im Lande Oester­reich die deutschen Ferngesprächsgebühren eingeführt. Dadurch tritt eine erhebliche Senkung der Gebühren für Ferngespräche zwischen dem alten Reichsgebiet und der Ostmark ein; z. B. ermäßigen sich die Ge­bühren für ein gewöhnliches Dreiminutengespräch am Tage (8 bis 19 Uhr) zwischen Berlin und Wien von 4 Mark aus 2,70 Mark, zwischen München und Wien von 3 Mark auf 2,10 Mark, zwischen Ham­burg und Wien sowie zwischen Köln und Wien von 5 Mark auf 3 Mark. Auch für Ferngespräche zwi­schen Orten im Lande Oesterreich werden die Ge- bühren wesentlich verbilligt. Die im Lande Oester­reich für die Anmeldung eines Ferngesprächs früher vorgesehene Gebühr ist bereits am 1. August 1938 weggefallen. Zum gleichen Zeitpunkt sind die Zu­schlagsgebühren für besondere Gesprächsarten (z. B. Gespräche mit Voranmeldung) den deutschen Ge­bührensätzen angeglichen worden. Im Ortsdienst gelten wegen der abweichenden technischen Einrich- tungen bis auf weiteres noch die bisherigen öster­reichischen Gebühren.

*

** Mieterjubiläum. Am heutigen 1. Okta- ber wohnt der Feldschütz i. R. Karl Schön seit 25 Jahren im Hause des Kaufmanns Hermann Elges, Seltersweg 66. Dieses Jubiläum einer Vierteljahrhundert langen Mietergemeinschaft ist so­wohl für den Mieter, als auch für den Vermieter ein schönes Zeichen der harmonischen Hausgemein- schäft.

** Schulbeginn an der Oeffentlichen Handelslehranstalt Gießen. Die Leitung der Oeffentlichen Handelslehranstalt Gießen gibt bekannt, daß der Unterricht wieder planmäßig am Montag, 3. Oktober, beginnt.

Von meinen Herzbeschwerden befreit

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und zwar durch Klosterfrau-Melissengeist, das berichtet am 22. 4. 1938 Frau Rosalie Sterr (Bild nebenstehend), Hausfrau, Geiselhöring/Bay., Hahnengasse 9-10. Sie schreibt wie folgt:Es ist mir eine Freude, Ihnen meinen Dank und meine Anerkennung für Klosterfrau-Melissengeist auszusprechen. Ich hatte unter Herz­beschwerden gelitten und versuchte Klosterfrau-Melissengeist. Ich nahm immer einen Teelössel aus einen Eßlöffel Wasser. Der Schmerz war wie wcggeblasen. Mein Wunsch ist, daß alle Menschen, die von ähnlick)en Herzzuständen geplagt sind, Klosterfrau-Melissengeist versuchen. Zum Dank werde ich ihn weiterempsehlen."

Diese vorzügliche Wirkung des Klosterfrau-Melissengeistes bei Herzkrankheiten, die nicht auf organischen Fehlern beruhet, ist aus seiner Zusammensetzung er­klärlich. Als Heilkräuter-Destillat enthält er neben der Melisse, die bereits seit Jahrhunderten als Herzstärkung bekannt ist, noch eine Anzahl anderer heilkräftiger Pflanzen, Kräuter und Wurzeln. Durch die Bielfältigkeit der in ihm enthaltenen Bestandteile übt Klosterfrau-Melissengeist eine beruhigende Wirkung auf die ge­samte Herz- und Nerventätigkeit aus. Er hilft so Beschwerden beseitigen, die auf Störungen der Herz- oder Nerventätigkeit zurückzuführen sind, wie Schlaf- oerben oder Kopfschmerzen. Diese Erkrankungen überwindet Klosterfrau-Melissen-

kosigkeit, nervöse Magenbeschwerden oder Kopfschmerzen. Diese Erkrankungen überwindel Klosterfrau-Mel^srn- aeift aus natürliche Weise, weil er deren Ursachen behebt. K ,a

----«- ---n Versuch mit Klosterfrau-Melissengeist! Er ist hoch konzentriert; darum genüat es, iglich einen Teelöffel voll auf einen Eßlöffel Wasser zu nehmen, um den gewünschten IVrMten fiIoft£tftau!OTeHfknqeifVin ^teUnte"

** D i e Gewerbeschule Gießen, die Fachschule für Baugewerbe, Maschinenbau, für Ma» (er und Schreiner, eröffnet am 2. November das neue Semester.

Amtsgericht Gießen.

Am 12. Juni 1938 gingen ber W. H., K. M., K. S. und der H. M., sämtlich aus Watzenborn-Steinberg, gegen 20 Uhr auf der Straße SteinbachGarben­teich. In gleicher Richtung fuhr der H. D. aus Lin­denstruth mit seinem Motorrad. Dieser wollte die vier Angeklagten zunächst ordnungsgemäß links überholen. Er gab mehrmals Signal. Da der Motor­radfahrer glaubte, daß er die Fußgänger nicht links überholen könnte, versuchte er im letzten Augenblick auf der rechten Straßenseite an ihnen vorbeizukom­men. Das gelang ihm aber nicht. Er streifte zwei der Fußgänger und kam selbst mit feinem Motorrad zu Fall. Sämtliche Beteiligten erhielten wegen Uebertretung der Reichsstraßenverkehrsordnung Strafbefehle. Während der Motorradfahrer H. D. seinen Strafbefehl rechtskräftig werden ließ, legten die vier Angeklagten Einspruch ein. Da ihnen in der Verhandlung vor dem Einzelrichter ein Verschulden an dem Zustandekommen des Verkehrsunfalles nicht nachgewiesen werden konnte, wurden sie f r e i ge­sprochen.

Aus ber engeren Heimat.

Landkreis Gießen.

= Daubringen, 30. Sept. Die hiesige K r 11 < gerkameradschaft führt zur Zeit ein Schei­benschießen über mehrere Sonntage durch. Es wur­den bereits sehr gute Ergebnisse erzielt. Die besten Schützen sind bis jetzt Schießleiter Hch. B i e r a u , der mit 12 Schuß 140 Ringe und L. M o h r, der mit 12 Schuß 135 Ringe erreichte. Geschossen wird mit Wehrmannbüchse auf 100 Meter Entfernung auf die 12erRin>gscheibe. Demnächst findet auch das dritte Wanderpreisschießen statt, das ausschließlich für die Ortsansässigen bestimmt ist.

# Daubringen, 30. Sept. Da sich der Post- verkehr in unserem Orte ganz erheblich gesteigert hat, wurde die hiesige P o st st e l l e mit Wirkung vom 1. Oktober ab in eine Postagentur um- geroanbelt. Die Sammlung unserer Schule für den VDA. brachte hier das schöne Ergebnis von 45 Reichsmark.

Kreis Bübingen.

* Unter-Widdersheim, 30. Sept. Der 67 Jahre alte Landwirt Wilhelm Eckel von hier erlitt bei einem Unfall so starke Verletzungen an den Beinen, daß ihm in der Klinik zu Gießen ein Bein amputiert werden mußte. An den Fol­gen dieser Verletzungen ist der bedauernswerte Mann in ber Gießener Klinik verstorben.

Rundfunkprogramm

Sonntag, 2. Oktober. s

6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Evangelische Morgen­feier. 8.45: Kampf und Arbeit. 9:Tanz unterm Erntekranz. 9.45: Dichter unserer Zeit. Hans Leif- helm:Steirische Bauern". 10: Wie schön ist so ein Feiertag! Frohsinn auf Schallplatten. 10.30: Chor­gesang. 12: Musik am Mittag. 14: Für unsere Kin­der. 14.30: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorgloser Melodien. 15.15:Sechs Schütz-linge" hal­ten uns bei guter Laune. 16: Unterhaltung und Sport. 18: Wir bringen mit Gesang tmb Tanz dir diesen schönen Erntekranz. Eine Sendung der Jugend zum Erntedankfest. 18.30: Kleines Mosaik vorn bunten Leben. Mit Beiträgen. 19.30: Sport­spiegel des Sonntags. 20: Nachrichten. 20.15: lieber- nähme. 22: Nachrichten. 22.15: Sportbericht. 22.30: Tanz und Unterhaltung. 24 bis 2: Nachtkonzert. Festliches Konzert.

ZHonfag, 3. Oktober.

6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrich- ten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zux Wevk- paufe. 9.30: Nur Kassel: Nachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für den Garten. 9.50: Wer ist Tier­freund? 10: Schulfunk: Denn wäre nicht der Bauer, so hättest du kein Brot. 11.45: Rus ins Land. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Komponisten der Gegenwart unterhalten uns. Heute: Eric Plessow. 15: Für un­sere Kinder. 16: Nachmittagskonzert. 18: Wir blät­tern zurück. 18.10: Künstler des Alltags. 18.30: Von der braven Infanterie laß ich all mein Lebtag nie. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautspre- cher. 20: Nachrichten. 20.15: Stuttgart spielt auf. 22: Nachrichten. 22.15: Kamerad wo bist du? 22.35: Nacht- und Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtmusik. Schöne Melodien.

Dienstag, 4. Oktober.

6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7; Nachrich­ten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur-Werk­pause. 9.40: Was können wir Frauen besser machen? 10: Das Erbe im Blut. Eine Bauernchronik. 11.45: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrich­ten. 13.15: Mittagskonzert II. 14: O holde Frau Musica! d'Ambrosio Atterberg. 15: Kleines Kon­zert. 16: Nachmittagskonzert. 18: Volk und Wirt­schaft. Wer erhält eine Invalidenrente? 18.30: Klang der Landschaft. Was die Sage erzählt. Hörfolge. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautspre­cher. 20: Nachrichten. 20.15: Meisterkonzerte für die Jugend. 1. Beethoven-Abend. In der Pause: Anek­doten um Beethoven. 22: Nachrichten. 22.20: Poli­tische Zeitungsschau. 22.35: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 2: Nachtmusik.

Sprechstunden der Redaktion.

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