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Führers an. Aufrecht im Führer bis vor den Ein-

Um 16.30 Uhr erscheint von brausenden Heill- Rufen begrüßt Reichsminister Dr. Goebbels, wenig später Reichsminister Dr. Frick und Konrad Henlein. Um 16.40 Uhr künden brausende Heil!- Rufe das Kommen des F"'

batnillon der Wehrmacht unter Vorantritt des Spielmannszuges und Musikzuges des IR. 49 und der Fahnen des Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe. Der Einmarsch der braungebrannten und sportgestählten 30 000 Turner in weißer Bluse oder weißem Hemd, der 4800 Tänzerinnen, der 15 000 Keulenschwingerinnen in leuchtenden blauen Turn- onzügen, der 3000 Hitlerjungen in Sporthosen und bloßem Oberkörper sowie der 2000 BDM.-Mädel in Sportkleidung ist ein Schauspiel von außer- ordentlichem Reiz. Eine besondere farbige Note bringen die geschlossenen Blocks der 17 aus je 100 Teilnehmern bestehenden Gaustaffeln in ihrem farbenfrohen Leichtathletikdreß in das Aufmarschfeld.

Der Führer trifft ein.

üeberraschlingsgeschenk der Sudetendeulschen

Sondervorführungen von 5000 Männern und Frauen.

Don unserem Sonderberichterstatter Dr. Stabenow.

Hingabe an das Volk als den Trä­ger des heiligen Vlulerbes der deutschen Unsterblichkeit: der dritte: Die Verpflichtung auf den ftafio- nalsozialismus als die ordnende Formel und bauende Kraft der deut­schen Geschichte.

Unsagbar glücklich sind wir, daß wir zum Ab- schluß des Turn- und Sportfestes dieses unser ge­meinsames Bekenntnis vor Ihnen selbst, mein Führer, ablegen dürfen. Unsagbar glücklich aber sind wir vor allem in dem Bewußtsein, daß sich in dieses Bekenntnis einschließen die leibestüch­tigen deutschen Männer und Frauen in alle r Welt. Nicht wie Jahn und seine Turner vor 125 Jahren sind wir hier in Breslau eingezogen, um der Not unseres Volkes das Opfer des Lebens an­zubieten. Aus Not und Ehrlosigkeit haben Sie, mein Führer, das deutsche Volk z u Größe und Ehre herausgeführt. Darum ist heute hier ein gewaltiger See friedlicher Dolkskraft vor Ihnen aufgestaut, in tiefer Dankbarkeit zu Ihnen, der Sie die Gnade urch die Kraft hatten, auch auf dem Gebiete der Leibesübungen das zu erfüllen, was der Wunschtraum der besten Deutschen eines Jahrhunderts war.

Zur Einheit und Einigkeit zusammengeschweißt, ist der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen heute fähig geworden, von Ihnen, mein Führer, als Stoßtrupp der gewalttgen Idee eines Volkes in Leibesübungen eingesetzt $u werden. Wir ver­sprechen Ihnen deshalb in dieser tief verpflichten­den Stunde: Wir wollen nicht ruhen noch rasten, bis die Leibesübungen wirklich Gemeingut des ganzen deutschen Volkes und damit zu einer uner­schütterlichen Quelle deutscher Dolkskraft geworden sind.

Sie hallen, mein Führer, viele Jahre einen dornenvollen Saatgang zu gehen, heute aber ist ein Ernlelag. Das ganze leibestüchtige deutsche Volk hat sich Ihnen hier in dieser Stunde voll tiefer Innerlichkeit, aber auch voll harten willens zu einem Erntekranz znfarn- mengewunden, und dieser Erntekranz, mein Führer, wird in Zeiten der Not, wenn Sie es befehlen, zum brennenden Opfer­kranz für das Leben des Volkes, und den Bestand des Reiches. Die Wanner, die im Zuge dieses Festes mitmar­schierten, vermögen Volk und Land wehrhaft zu schirmen, und die Frauen, die im Zuge die­ses Festes schritten, sind fähig, ihres Opfers Teil tapfer und kraftvoll zu tragen. Dieses Bewußtsein lebt in den Wannern und Frauen, die vor Ihnen stehen, und lebt in dem Be­wußtsein aller leibestüchttgen Deutschen als dankbare Verpflichtung gegen Sie. Fühlen Sie, mein Führer, die Welle der Liebe, die aus die­sem Bekenntnis zu Ihnen heraufbrandet, hören Sie, wie die Stimmen unserer herzen zu Ihnen rufen: Unser geliebter Führer, Adolf Hitler,

Sieg-Heill

In das Sieg-Heil stimmte die Menge begeistert ein und sang die Lieder der Natton. Das Fest des Friedens, der Kraft und des völkischen Bekennt­nisses war verklungen. Um 19.45 Uhr verließ der Führer die Stadt des Ersten Deutschen Turn- und Sportfestes. Die Fahrt durch die Stadt, vorbei an unübersehbaren, ihm begeistert zujubelnden Men­schenmassen, die die Straßen säumten, Baitone,

60 Mann liefen 960 braune Gestatten in weißer Turnhose drei Runden um die Aschenbahn. Sie lie­fen im Gleichschritt, sie bemühten sich selbstverständ­lich um gute Haltung und richtigen Stil, aber sie liefen daoei ausdauernd 1500 Meter. Ist denn der wahre Zweck einer Laufschule nicht auch dann er­füllt, wenn 1000 Männer in gleich guter Hattung gleich schnell 1500 Meter laufen? Kaum hatten diese schneidigen Kolonnen den Platz durch das Nordtor verlassen, als durch das Marathontor im Süden in wilder Jagd wiederum 1000 Jungen heranstürzten, um einfachste Hebungen im Ringen und im Raufen zu zeigen. Eine Unzahl von Kreisen wurde gebildet und jeder Kreis aus 20 bis 30 Jungen arbeitete sich körperlich gründlichst aus. Man freute sich an Reiterspielen, sah kurze Raufereien (keine Ring- kämpfe, bei denen technisches Können vorausgesetzt wurde!!) und kleine Boxkämpfe. Auch diese Gruppe verschwand ebenso schnell wie sie gekommen war. Wiederum erschienen 1000 Mann mit rund 200 etwa 6 Meter langen schweren Balken in der Arena. Was diese Jungen mit den Balken fertigbrachten!! Sie schwangen gruppenweise das schwere Holz hin und her, warfen den Balken in die Luft, stellten ihn senk­recht, einer kletterte daran hoch, sie bauten Schwebe­balken mit lebenden Stützen und zeigten Hebungen auf dem Balken, zwei Mann versuchten sich gegen­seitig vom Balken zu werfen usw. Die Hebung schloß mit dem blitzschnellen Aufbau einer lebenden Hindernisbahn, über die dann einige Stafetten ge­laufen wurden. 10000 Mann vurden in knapp zehn Minuten körperlich gründlich und sportlich richtig durchgearbeitet.

Mit einem Appell der völkischen Turnbewegung der sudetendeutschen Volksgruppen in der Tschecho- Slowakei fanden die Vorführungen ihren Abschluß. Zwei Abteilungen des deutschen Arbeitsdienstes in der Tschecho-Slowakei marschierten in Uniform (dunkelgrau) mit geschultertem Spaten ein. Ihre blitzsauberen Bewegungen, chre Schwenkungen auf dem Feld, ihrHabt acht", denSpaten faßt" und andere Kommandos wurden exakt verwirklicht.

Die Jugend zog nach einmal ins Stadion, die Frauen und Mädchen in bunten Trachten folgten und dann betraten die Fahnenabordnungen, ach­tungsvoll von der Menge begrüßt, das Feld.

Diese volksdeutsche Gruppe bot mit chren Vorfüh­rungen ein geschlossenes Bild zielbewußten Aufbaues. Und wenn weiter in Betracht gezogen wird, unter welchen ungünstigen Bedingungen diese Aufgaben erfüllt werden, dann müssen wir Deutsche im Reich, denen die Förderung der Leibesübungen durch staatliche Aufsicht zur Selbstverständlichkeit gewor­den ist,-beschämt stehen vor so viel Ovfersinn, den deutsche Kameraden für ihre Leibesübungen auf­bringen.

Daß angesichts dieser Leistung 60 000 Menschen in einen geradezu frenetischen Beifall ausbrachen und daß Zehntausende, die keinen Einlaß fanden, beinahe die Eisentore des Stadions eindrückten, braucht nun nicht mehr besonders betont zu werden.

Die Siegerehrung.

Dann marschierten in die Reihen der Männer die Sieger und Siegerinnen und blumen- geschmückte Mädchen zur Siegerehrung ein . Der deutsche Sieger im Zwölfkampf, Hans Friedrich aus München, als Vertreter aller Sieaer, und die Doppelsiegerin der deutschen Leichtathlettkmeister- schäften, Gisela Mauermeyer, als Vertreterin der Siegerinnen, begaben sich auf die Führertribüne. Adolf Hitler selbst ehrt die Sieger, indem er den beiden Kameraden, die als die Vertreter der Tausende im Eichenkranz vor ihm stehen, Dank und Anerkennung ausspricht. Das Lächeln des Glücks liegt auf den braunen Gesichtern der strahlenden Sieger und derer, die Zeugen dieser Stunde sind.

Gauleiter und Oberpräsident Loses Wagner

führt dann u. a. aus:

Deutsches Turnen und deutscher Sport haben in den Mauern dieser herrlichen Stadt, die lebendiges Zeugnis ablegt für deutsche Kultur aus vergangenen Jahrhunderten, von deutschem Schöpferwillen in Gegenwart und Zukunft spricht, rund 250 000 aktive Angehörige des Reichsbundes für Leibesübungen zusammengeführt. Diese gewaltige Zahl ist nur ein Bruchteil jener Männer und Frauen, die im Ge­samtbund zusammengeschlossen sind. Wenn unser junges Deutschland in den letzten Jahren in steigen­dem Maße auf sportlichem und turnerischem Gebiet Erfolge an seine Fahnen heften konnte, dann ent­scheidend auf Grund des gewaltigen Wandels, der durch den Machtantritt des Nationalsozialismus im Reich herbeigeführt wurde.

vlein Führer! Dieser Gesamtwandel ist und bleibt für alle Zeiten Ihr Werk! Wag die Wett zu Ihnen und zu Ihrem Werk stehen wie sie will. Entscheidender ist jedoch die Tatsache, daß unser ganzes Volk im großen deut­schen Vaterland und darüber hinaus alles Deutschtum der Welt Ihnen in grenzen-

Wagen stehend fährt der Führer bis vor den Ein­gang. Kommandos ertönen: Das Ehrenbataillon präsentiert. Dann meldet der Reichssportführer: Mein Führer! Ich melde Ihnen 80 000 Turner und Sportler des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen, zu letzten Vorführungen vor Ihnen angetreten/ Der Führer tritt an den Rand des Balkons und grüßt die 80 000 mit einem weithin vernehmbarenHeil!", das mit erneuten langan- dauernden Kundgebungen beantwortet wird. Wieder ertönen Kommandos. Die Truppe präsentiert er­neut, und nach altem Brauch gilt das erste Ge­denken in dieser Stunde den Toten. Die Fahnen senken sich, gedämpft spielt die Musik unter dem Donner der Kanonen das Lied vom guten Kame-

Breslau, 30. Juli 1938.

Im Rahmen der Wettkämpfe auf dem riesigen Hermann-Göring-Sportfeld wurden am Freitag und Samstag Mustervorführungen gezeigt, an denen die Wehrmacht, die ff, die SA., der Arbeitsdienst und die Sudetendeutsche Volksgruppe beteiligt wa­ren. Am Samstaonachmittag zeigten 200 ^-Män­ner eine Körperschule ohne Gerät. Die H e e r e s - sportschule Wünsdorf führte in soldatischer Genauigkeit Gymnastik mit Gerät, Hindernisturnen, Bodenturnen und eine Boxschule vor. D>e Kriegsmarine erntete mit ihren Vorführungen jubelnden Beifall und die SA. -Gruppe N o r b -- mark wurde nicht minder herzlich mit Beifall be­dacht. Dann aber folgten die Vorführungen der Sudetendeutfchen Volksgruppe. Diese Vorführungen stellen in ihrem Aufbau, in ihrer Durcharbeitung unter dem Gesichtspunkt der Volks­erziehung etwas so grundsätzlich Neues dar, daß es sich lohnt, darüber nachzudenken und daraus die Nutzanwendungen für unseren deutschen Sport und für den deutschen Vereinsbetrieb überhaupt zu ziehen. 5000 prächtige Gestalten unserer sudeten­deutschen Kameraden und Kameradinnen arbeiteten eine Stunde lang in der Schlesierkampfbahn und 60 000 sich auf den Tribünen drängende Menschen gingen vor Staunen die Augen über. Nach den Klängen eines einfachen Klaviers marschierte zu­nächst eine Gruppe von etwa 400 Frauen in vier Abteilungen ein. Der saubere Aufmarsch und die einheitliche blaue Turnkleidung riefen das Entzücken der Massen hervor. Diese vier Gruppen standen sich in Kreuzform gegenüber und eine Gruppe war im­mer an der Arbeit. Entweder wurden einfache Hebungen mit dem Sprungseil gezeigt oder Hebun­gen mit einem Ball, Hebungen mit Keulen und chliehlich von der letzten Gruppe ganz ohne jedes Gerät.

Alle Hebungen waren bewußt auf die Frau zu- geschnitten, sie sollten zur Anmut in der Bewegung und zur Freude an schöner Bewegung überhaupt erziehen. Diese Grundgedanken sind uns selbstver­ständlich nicht neu, denn auch unser Frauenturnen baut auf den gleichen Grundlagen auf. Neu war lediglich die Art des 23ortrag$, nämlich vier ver­schiedene Gruppen gemeinsam zu beschäfttgen und dabei doch so, daß das Auge des Beschauers immer nur auf diese oder jene Gruppe gelenkt wird. In reizend bunten Kleidern, in ihren Volkstrachten, sprangen dann wiederum etwa 400 Mädels auf den Rasen und führten eine Reihe schlichter, so schöner Volkstänze vor.

Dann waren die Männer an der Reih«! Sie brachten als Erstes eine Laufschule. Unter Lauf­schule haben wir im Reich bisher immer nur eine Hebung verstanden, in der riegenweise gezeigt wurde, wie man richtig und zweckmäßig läuft, um schnell zu werden, eine Laufschule also, deren letzter Sinn die Erreichung der Leistung ist. Und was zeigten die Sudetendeutschen? In 16 Blocks zu

loser Liebe anhangt und in der nationalsoziali­stischen Idee die ideelle Kraft gefunden hat. das Ringen um die Behauptung des deutschen Volkstums erfolgreich zu gestalten.

Der Reichsbund für Leibesübungen ist unsagbar tolz auf diese Stunde, da Sie, des Volkes Führer, >urch Ihre Anwesenheit das Fest krönen, und dieser Stolz wandelt sich bei den Hunderttausenden zu­gleich in den Willen um, fürderhin noch mehr au leisten, weil eine Anerkennung der geleisteten Ar­beit an diesem Tage weiterhin sichtbar geworden ist.

Wein Führer! Vor Jahresfrist weilten Sie in den mauern dieser Stadt aus Anlaß des Deutschen Sängerfestes. Wir waren Zeugen jenes unerhörten Bekenntnisses völkischer Zu­sammengehörigkeit, das nicht befohlen ist, son­dern aus dem Volk und den Herzen der Men­schen hervorbricht. Es ist schwer zu sagen, ob die Stunden von heute und die Tage dieser Woche jene Tage und Stunden zu überbieten vermögen, die sich vor Jahresfrist in Breslau abspiellen. Eines kann aber mit Recht gesagt werden: Die leidenschaftliche Liebe aller Deutschen zum angestammten Volkund zudem mann, der hie Ver­körperung des jungen deutschen Volkes ist, ist heule genau so gewaltig wie damals und spricht heute wie in Zukunft die gleiche Sprache, die der Ausdruck unwandel­barer Treue und zugleich höchster Entschlossen­heit ist. Das Deutschtum der Erde hat sich ge­funden und präsentiert sich im Fest der Deut­schen zum zweiten male vor Ihnen.

Ganz Schlesien und Breslau im besonderen ist unsagbar stolz darauf, daß auch dieses zweite große Fest des Deutschtums der Erde in den Mauern der Gauhauptstadt des Grenzgaues Schle­sien stattfindet. Ich will es ein glückliches Omen heißen und wage zugleich die Hoffnung der Mil­lionen Schlesiier auszusprechen, Breslau möge be­rufen fein, olle großen Feste des deutschen Volks­tums der Erde in feinen Mauern zu erleben. Das deutsche Volkstum der Erde grüßt beim Feste des Friedens, der Kraft und des völkischen Bekennt- nisies seinen größten Sohn Adolf Hitler!

Der Reichsspottsührer spricht.

Für die Sieger und die vielen Hunderttausende, die um den Sieg kämpften und die vielen Millionen deutscher Turner und Sportler aus aller Welt, die dem gleichen Ziel nachstreben, legte anschließend der Reichssportführer von Tschammer und Osten ein glühendes Bekenntnis der unverbrüchlichen Treue ab. Das leibestüchtige deutsche Volk, so sagte er, grüßt Sie, mein Führer, mit heißem Her­zen und voll tiefem Dank. Vor Ihnen stehen, ge­schmückt mit dem schlichten Ehrenkranz, die vielen tausend Sieger, denen das Glück dieser Stunde Lohn für ihr jahrelanges Schäften für Volk und Vaterland ist. Sie sind umringt, mein Führer, von vielen Hunderttausenden von Turnern und Sport­lern, die unter der Fahne ihres Volkes hier zusam- mengeftrömt sind, um ein Bekenntnis abzulegen für die Sache der Leibesübungen.

Drei Ströme sind es, die sich in diesem Be­kenntnis vereinigen. Der erste: Das ewige deutsche Wissen um den Leib als der Quelle der Gesundheit, Kraft und Lebensfreude; der zweite: Die

rohen, während die Hunberttausende in einer stillen Minute der für Großdeutschlaick) Gefallenen des Krieges und her Bewegung gedenken.

Anmut und Schönheit in Leibesübungen.

Auf hebt unsere Fahnen", so klingt es aus den Lautsprechern, die über das ganze Feld verteilt sind, und mit der gleichen Sekunde setzen sich die 4800 Tänzerinnen von her Südtribüne aus in ihren weißen, weiten, wallenden ©eroähhern mit bunten Schärpen in Bewegung und bilden einen weiten Ring. Die innere und äußere Ringkette der Tänze­rinnen trägt Fahnen, die mit ihrer bunten Farben- zusammenstellung ein außerordentlich wirkungs­volles Bild abgeben. Don her Grundform des Ringes aus bilden die Mädchen mit rhythmisch tänzerischen Schritten einen Stern, bann laufen hie äußeren Glieder des Blocks gegeneinander zu, wo über bas ganze weite Feld die Fahnenschwinyerin- nen verteilt sind, die nach dem Takt her Musik die flatternden Fahnen bewegen. Ein Bild, das in feiner leuchtenden, anmutigen Farbenpracht immer wieder Beifall auslöst.

Nun beherrscht her Sport die Friesenwiese. In einem spannenden sportlichen Wettbewerb treten die 100 X 100-Meter-Staffeln her 17 Gaue des Reichs bündes auf den Plan. Die Läufer der einzelnen Gaue haben die 400 Meter breite Querfeite her Friesenwiese zu durchlaufen, so daß zwei fliegende und zwei Pendelwechsel not­wendig sind. Sachsen hatte zunächst vor Baden und Niederrhein die Führung. Aber schon nach 500 Meter übernahmen die Württemberger die Spitze, um sie bis ins Ziel hinein nicht abzugeben.

Noch während des Kampfes der Läufer besetzten 3000 Hitlerjungen imÜBagenrennen" die beiden äußeren Felder, während in das Mittel­feld 2000 Angehörige des BDM. einliefen. Die Hitlerjungen zeigten fröhliche Tummel- und Laaer­spiele, die den Beifall der Zuschauer hervorriefen, auch die rhythmisch - gymnastischen He­bungen, hie die 2000 Mädchen in vier großen Feldern zeigten, bewiesen, daß unsere Staatsjugend eine gründliche und zweckmäßige körperliche Aus­bildung in ihren Formationen erhält. Zugleich aber konnte man auch feftftetlen, wie vorzüglich ihnen der achttägige Aufenthalt in dem großen Zeltlager bekommen war. Alle waren sie frisch, braungebrannt und kerngesund.

Eine weitere Steigerung waren die abschließenden Massenvorführungen her 15000 Tur­nerinnen in ihrer leuchtend-blauen Gleichtracht und von 30 000 Turnern in Weiß. Mit leichten federnden Schritten liefen die Frauen in Reihen in das Feld. Jede Hebunasgruppe löste Beifallsstürme aus. Dann zeigten 30 000 Männer in Hebungen verschiedenster Art Gewandtheit, Ausdauer und Kraft. Am Schluß vereinigten sich Männer und Frauen zum Gesang des LiedesHeiliges Vater­land".

Fenster und alle erhöhten Punkte besetzt hielten, war wieder ein wahrer Triumphzug. Die Ehren- bezeugung auf dem Flughafen erwiesen ein Ba- taillon her Wehrmacht, ff und Polizei. Unter er­neuten stürmischen Heil-Rufen verabschiedete sich der Führer von Reichssportführer, Staatssekretär von Tschammer und Osten, sowie von den anderen Per- sönlichkeiten von Partei, Staat und Wehrmacht. Bald darauf verließ auch Reichsminister Dr. Goeb­bels auf dem Luftwege die schlesische Hauptstadt.

Der Führer ehrt die Bezwinger der Eiger-Nordwand.

Der Führer empfing auf dem Deutschen Tum. und Sportfest in Breslau die vier deutschen Berg, steiger Heinrich H a r r e r, Andreas Heckmaier, Franz Kaspare k und Ludwig Dör g, die als Erste die Eiger-Nordwand bezwungen haben, und überreichte jedem von ihnen mit Worten herzlicher Anerkennung sein Bild mit einer Wid­mung.

©er Führer

im Breslauer Schloßmuseum

Um die Mittagszeit besuchte der Führer (Bau­leiter Wagner und Oberbürgermeister Dr. Fridrich das Breslauer Schloßmuseum. Bei her An- und Abfahrt würben dem Führer von der Breslauer Bevölkerung und den Gästen des Deutschen Tum- und Sportfestes wiederum begeisterte Kundgebungen dargebracht. An der Fahrt nahmen ferner teil: Reichsminister Dr. Frick, Reichsführer ff Himmler und Reichsleiter Bormann.

Oie Ausweispsiichi.

Berlin, 30. Juli. (DNB.) Aus gegebenem An­laß wird daraus hingewiesen, daß nach hem Paßge- etz von 1867 Reichsangehörige und Aus­länder verpflichtet find, sich auf amtliches Erfordern jederzeit über ihre Person genügend auszuweisen. Reichsangehörige über 15 Jahre kommen dieser Ausweispflicht zweck­mäßig durch Dorzeigen irgendeines gültigen amt­lichen Lichtbildausweifes nach, da sie an­dernfalls Gefahr laufen, bis zur Feststellung ihrer Person polizeilich festgehalten zu werden. Für Aus­länder ist diese Ausweispflicht durch die Paßoerord­nung von 1919 zum Paßzwang erweitert wor­den, d. h. alle Ausländer müssen beim Aufenthalt Im Reichsgebiet, wenn sie sich nicht nach der Paß-Straf. Verordnung von 1923 strafbar machen wollen, einen gültigen Heimatpaß oder einen nach deutschem Recht anerkannten Paßersatz bei sich führen. Diese Bestim­mungen gellen insbesondere auch für Personen, die aus dem übrigen Reichsgebiet in das S perr ge- biet im Westen des Reiches reisen. Das Sperrgebiet im Westen des Reiches umfaßt:

A) das gesamte linksrheinische Gebiet,

B) das Land Baden mit Ausnahme der Amtsbe­zirke Tauberbischofsheim, Buchen, Adelsheim, Meß- kirch, Pfullendorf und Ueberüngen,

C) ferner:

1. in Preußen die Kreise Hanau und Gelnhausen sowie den Kreis Hechingen (Hohenzollern);

2. in Hessen die Kreise Offenbach (Main), Darm­stadt, Groß-Gerau-Dieburg, Bensheim, Heppenheim, Erbach, Büdingen und Schotten;

3. in Bayern die Bezirke Aschaftenburg, Alzenau, Dbernburg, Miltenberg und Marktheidenfeld;

4. in Württemberg die Kreise Neckarsulm, Heil­bronn, Brackenheim, Maulbronn, Besigheim, Mar­bach, Haihingen (Enz), Ludwigsburg, Stuttgart, Leonberg, Böblingen, Calw, Nagold, Freudenstadt, Horb, Sulz, Oberndorf und Rottweill

Es bedarf kaum eines Hinweises, daß mit dieser Verordnung Deutschland nur etwas nachholt, was in seinen Nachbarländern schon seit Jahrzehnten gesetz­liche Verpflichtung ist.

Aufenthaltsverbot aktiver ausländischer Wehrmachtsangehöriger in den Sperrgebieten.

Berlin, 30. Juli. (DNB.) Im Reichsgesetzblatt Teil I erscheint in Kürze eine Verordnung über das Verbot des Aufenthaltes aktiver Angehöriger einer ausländischen Wehrmacht in den Sperrgebieten. Nach dieser Verordnung ist in den Sperrgebieten der Aufenthalt für alle aktiven Angehörigen einer ausländischen Wehrmacht verboten. In der Ver­ordnung ist genau angegeben, welche Gebiete als Sperrgebiete in Frage kommen. Die Verordnung tritt mit dem Augenblick der Veröffent­lichung im Reichsyesetzblatt in Kraft. Danach sind alle aktiven Angehörigen einer ausländischen Wehr­macht, die sich zur Zeit in den Sperrgebieten auf­halten, verpflichtet, sofort diese Gebiete zu verlassen. Werden sie nach Jnkrasttrete-i der Verordnung in den Sperrgebieten angetroffen, setzen sie sich der Gefahr der Bestrafung aus.

Mussolini zur Raffenfrage.

Eine entschiedene Antwort an den Papst.

Rom, 30. Juli. (DNB.) Mussolini, der auf seinem Sommersitz Rocca della Caminate weilt, wohnte am Samstag im faschistischen Iugendlager in Forli Vorführungen von Iugendführern bei. 3jt Begleitung des Duce befanden sich Parteisekretär Starace sowie zahlreiche Gauleiter aus Oberitalien. Vor dem Verlassen des Jugendlagers richtete Thiffo* lini an die Gauleiter folgende Worte:Wißt, und jeder soll es wissen, daß wir auch in der Rassenfrage unbeirrt v o r w ärts schreiten werden. Saaen zu wollen, daß der Faschismus irgend jemandem oder irgend etwas nachgeahmt hat, ist einfach absurd." An­schließend unternahm Mussolini an Bord eines vcm ihm gesteuerten breimotorigen Bombers einen Flug längs der adriatischen Küste.

In der Erklärung des Duce darf man offenbar die Antwort auf eine An s prache sehen, die Papst Pius XI. am Freitag vor Schülern gehalten hat. Er hatte dabei festaestellt, man ver­gesse heute, daß das Menschengeschlechtnur ei einzige große, umfassende Rasse sei- Weiter hatte er gesagt, man müsse sich fragen, wie es jemals .^Italien in so schändlicher Imitation nötig gehabt habe, Deutschland nachzuahmen". Wie groß die Bedeutung ist, die man den Worten Mussolinis beimißt, beweist die Tatsache, daß dieser Satz in größter Aufmachung in der gesamten römischen Presse wiedergegeben wird. Das halbamtlicheGior- nale d'Italia^ spricht von den prächtigen Worten des Duce, derLavoro Fascftta" von einer unzwei­deutigen Erklärung, undTribuna" von den klaren Worten Mussolinis.