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Montag, 1. August OZ8

188. Jahrgang

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Gietzener Anzeiger

Adolf Eitler mit dem Reichssportführer aus der Tribuns während des Festzuges. (Scherl-M.)

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die Marfchordnung.

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Turner mit ihres Fqhflea box dem Breslauer Rathaus

Fahnenschwingerinnen vox der Führertrihüne,

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sonders die stattliche Gruppe der S u d e t e n deut­schen, die unter der Fahnengruppe des Sudeten­deutschen Turnoerbandes den ganzen Platz füllt. In prachtvoller Ordnung marschieren die etwa 100 Mann starken Marschblocks der Jugend in dem langen Zuge, denen die Trachtengruppen folgen. Hin und wieder hatte es leichte Stockungen gegeben, wenn die Reihen, die unmittelbar an der Führer­tribüne vorbeizogen, Blumen hinüberreichten oder versuchten, vom Führer einen Händedruck zu er­halten.

Denn als die ersten der Ausländsdeutschen, von denen viele wohl zum ersten Male in ihrem

Den Abschluß dieser Marschsäule bilden die eutschen Volksgruppen im Ausland " die Ausländsdeutschen. Hier ist es be-

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Das deutsche Volk in Leibesübungen huldigt dem Führer.

Ein imposanterKestzug.OerFührer ehrt die Sieger.-Tage deutschen Volkstums in Breslau

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Leben den Schöpfer Grohdeutschlands aus nächster Rahe sahen, nahten, da gab es kein hallen mehr. Zwar kamen die ersten Kolonnen noch in guter Ordnung vorbei, als es dann I aber eine erneute Stockung gab, durchbrachen | junge Mädchen als erste

chrem festlichen Weiß bilben geschlossene Gruppen, und viele unter ihnen tragen die rote Schleife des Siegers auf der Brust. 1 So zieht Gruppe um Gruppe, Gau um Gau, mit Jubel empfangen und begleitet, an dem Führer porbei, der immer wieder und wieder für die endlosen und herzlichen Kund­gebungen danken muh. Als das Schild des Gaues Ostmark sichtbar wird, steigert sich der Bel all zum Orkan. An der Spitze schreiten die Tiroler, dahinter die vielen reizvollen Trachten aus der Steiermark, dem Kärntner Land, aus Salzburg, Ober- und 'Nieder-Oesterreich.

Das Deutschtum im Ausland vor dem Führer.

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Die Massenvorführungen aus der Friesenwiese.

Bor der großartigen Szenerie der Friesen- wiese, jenes gewalttgen Aufmarschplatzes des Breslauer Sportfeldes, wickelte sich am Nachmittag in Anwesenheit des Führers vor mehr als 400 000 Zuschauern die Schlußfeier des Deutschen Turn- und Sportfestes ab, an der 80 000 Turner und Turnerinnen, Abordnungen der Gliederungen der Partei und der Wehrmacht beteiligt waren. Rach dem Aufmarsch der Teilnehmer und Fahnen und einer würdigen Totenehrung gaben Vor­führungen und Wettbewerbe einen Ge» samtüberblick über die bei diesem Fest so eindrucks« voll in die Erscheinung getretenen deutschen Leibes­übungen. Mit der Siegerehrung und der Führerhuldigung klang das Fest aus.

Die Friesenwiese ist rings von festen Tribunen» baute i eingefaßt. Beherrschender Blickpunkt ist der 36 Meter hohe Führerturm, dessen Brüstung nach dem Felde zu ein Hoheitsadler schmückt. Das ganze Feld ist von einem Wald von Fahnen eingefaßt. Die gegenüberliegende Seite beherrschen zwei hohe Richtungstürme, deren einer das Hakenkreuzbanner und der andere die Fahne des DRL. ziert. 80 000 aktive Teilnehmer, 8000 Vereins-, Tradttions- und Reichsbundfahnen ziehen ein. Auf der oberen Halste marschieren die Formationen und Gliederungen der NSDAP., SA., ff, NSKK, NSFK., Politische Leiter, HI. und Reichsarbeitsdienst mit ihren Fah­nen auf. Den Aufmarsch beschließt das Ehren-

3m Ru war der ganze plah vor der Führer« lribüne von Begeisterten überschwemmt und die Absperrketten zerrissen, hatte der Führer ein­mal einer die Hand gereicht, so griffen sofort Hunderte von Händen nach ihm. Als sich die Schuhstaffet durchzwängte, wies der Führer sie lächelnd zurück. Rur allmählich kamen die Züge

wieder in Fluß.

Den Sudetendeutschen folgten die Deutschen aus Belgien, Dänemark, Estland, Lettland, Litauen, Polen, die aus Siebenbürgen und dem Banat und die Deutschen aus Ungarn, ebenfalls mit ihren prächtigen Trachtengruppen, die auf diese Weise zeigten, daß die Deutschen auch im Auslande der Väter Sitten und Art bewahrt haben. Dem Gau Ausland, Kreis Seefahrt, zog die M a r i n e - H I. voran. Dann folgten als letzte Gruppen die Deut­schen aus Uebersee: Argentinien, Brasilien mid Chile, aus Südwestafrika, Italien und endlich auch vier Turner aus Amerika. Den Schluß bildeten die Deutschen aus den Niederlanden. Immer wieder kam es zu minutenlangen Kund» gedungen. Es war erhebend, zu sehen, wie die deut» chen Brüder und Schwestern aus allen Teilen der Welt überwältigt von dem Eindruck dieser Stunden ihrer Rührung nicht mehr Herr werden konnten. Als die letzte Gruppe vorbeigezogen war, drängten die Massen unaufhaltsam auf den Platz bis an das Podium, auf dem der Führer stand. Eine starke Absperrkette schaffte endlich so viel Platz, daß die Schwerk riegsbe sch ädigten in ihren Selbst­fahrern in einer langen Reihe vor der Tribüne auf­fahren konnten, wo der Führer jedem von ihnen die Hand drückte. Unter ergreifenden Ausbrüchen der Liebe und Verehrung verließ dann der Fichrer seinen Platz. Nach dem Festzug begrüßte der Fuh» rer im Hotel Monopol die zum Deutschen Turn« und Sportfest in Breslau weilenden Führer der deutschen Volksgruppen, die ihm von ff-Obergruppenführer Lorenz vorgestellt

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abebbt.

Alle deutschen Gaue marschieren.

Den Beginn machen nach den Reichsbundfahnen» gruppen die Gaue Bayern, Mittelrhein und Hessen. Bei den Bayern marschieren me vier Eigerwand-Vezwinger voran, die mit Sonder­beifall bedacht werden. Mit dem Gau Hessen kommen auch seine reizvollen Trachten, und ihnen schließt sich der endlose Zug der Turner und Sportler in ihrer Festkleidung oder in ihren Sport- trachten an. Jede Gruppe hat trotz der einheitlichen Klettrung doch die Eigenart ihres Stammes und ihrer Heimat zum Ausdruck zu bringen gewußt. Dir von der Waterkant haben Fischergruppen nut» gebracht, die Westfalen ihren Kiepenkerl, die Dith­marscher ihre Schwerttänzer, den Flensburgern gehen reizende Wappenträgerinnen voran, und so hat jeder Gau und jede Gruppe ihre Besonderheit, die das Bild außerordentlich belebt. Mustergültig ausgerichtet marschieren die Sportler vorbei, auch sie alle in chrer Sportkleidung, die Fechter in leuch­tendem Weiß grüßen mit blitzender Klinge, die Leichtathleten und Fußballer marschieren in ihrem Hunten Dreß, die Schützen in ihrer grünen Uniform. Bei allen Gauen bilden den Abschluß die Fahnen- schwii-ger. Die Staffelläufer und die in leuchtendem Blau gekleideten Turnerinnen, die Tänzerinnen m

General-Anzeiger für Oberhessen vru» und Verlag: vrSHIsche Univerfilätsdruckerei R. Lange in Sietzen. Schristlettnng und Seschästrftelle: Schvlstratze r

Breslau, 31. Juli. (DNB.) Das deutsche Turn- und Sportfest erhielt am Sonntag nach achttägigem glanzvollen Verlauf seine Krönung durch die An­wesenheit des Führers, der am Morgen den Fest- zug der 150 000 Turner und Sportler auf dem Schloßplatz abnahm und am Nachmittag auch dem erhebenden Ausklang mit der Ehrung der Sieger beiwohnte. Der heitere Himmel der letzten Woche lachte auch dem Schlutztag. Ein herrliches Bild bot der sonnenüberflutete S ch l o ß p l a tz mit den bis ru 20 Meter Höhe ansteigenden Tribünen, die ihn auf allen Seiten einfaßten. Auf der Haupttnbune gegenüber der Oper war ein mehr als drei Meter hohes Hakenkreuz, von einem Kranz aus Eichen­laub umrahmt, aufgebaut. Unmittelbar vor der Ehrentribüne war ein logenförmiger Vorbau für den Führer und feine engere Begleitung errichtet, die mit rotem Tuch ausgeschlagen war und in feiner Mitte das Freiheitszeichen der nationalsozialistischen Revolution und am Fuße einen Kranz aus leuch- tenden Hortensien trug. Diesem Vorbau gegenüber war ein mächtiges Podium für die Musikkorps errichtet. Auf der Ehrentribüne sah man zahlreiche Ehrengäste aus Staat, Wehrmacht und Bewegung, die leitenden Persönlichkeiten des Deutschen Reichs­bundes für Leibesübungen und der in Breslau vertretenen volks- und auslanddeutschen Gruppen. Am Zugang zum Schloßplatz war 40 Schwerkriegs­beschädigten ein bevorzugter Platz eingeraumt worden.

Der Führer kommt.

Kurz nach 8.30 Uhr klingen brausende Heil-Rufe i vom Opernplatz herüber. Zugleich geht vor der Ehrentribüne die Standarte des Führers hoch. Lang­sam schreitet d e r F ü h r e r durch die Fahnenstraße auf den Schloßplatz, wo ihn unbeschreiblicher Jubel empfängt. In der Begleitung des Führers sah man die Reichsminister Dr. Frick, Dr. G o e b bels und Dr. Lammers, Reichsfuhrer ff Himmler, die Reichsleiter Bormann, Bouh- ler, Reichssportführer von Tschammerund Osten, Gauleiter Joseph Wagner, den Kom­mandierenden General des VIII. Armeekorps, Gene­ral der Infanterie Busch, Admiral S a a l w ä ch - er, den Kommandeur des Luftgaukomman­dos VIII, Generalmajor Dankelmann, wah­rend ihn auf der Ehrentribüne Reichsminister Rust, Reichsorganifationsleiter Dr. L e y Reichs- arbeitsführer Hi er l, Reichsstatthalter S k n ß - | Inauart, zahlreiche Staatssekretäre und Gau- [eiter, sowie der Führer der Sudetendeutschen, Kon- rad Henlein, erwarteten.

Die Huldiauua des Festzuges.

Nachdem der Reichssportführer dem Führer den i Festzug gemeldet hatte, kündigen Fanfaren und k Kanonenschläge den Beginn des Vorbeimarsches an.

Mit Rücksicht auf die engen Straßenverhaltnisse der Altstadt und die gewaltige Beteiligungsziffer wa­ren drei Züge von je fünf bis sieben Kilometer Länge gebildet worden. Während an der Nordse:te zwei Gruppen einmarschieren, kommt im Gegenzug Ke Mittelgruppe durch die Fahnenstraße der West­seite,, die an der Spitze das neue Banner des DRL., flankiert von zwei Fahnen des Dritten Reiches, führt Nach den Bundesfahnen und den alten Tra­ditionsfahnen des Bundes, die den weiten Platz ganz mtt ihren leuchtenden Farben und den silbern sunkelöden Fahnenspitzen erfüllen, zieht m Zwolfer- reihen das Heer der deutschen Turner und Sport­ler, nach Gauen geordnet, ein. Es sind alle deut­schen Stämme, die hier vorbeimarschieren. Jede der Gruppen empfängt begeisterter Beifall. Vor dem Führer aber fliegen die Fahnen und die Hande hoch; strahlenden Auges mit jauchzenden He l - Rufen ziehen die Heeressäulen der deutschen Leibes­übungen an dem Manne vorüber, der ihnen in Stuttgart den Weg in die Einheit und damit m die Gemeinschaft gewiesen hat, die hier einen so ge­waltigen und imponierenden Ausdruck findet. Der Platz ist erfüllt von frohem und endlosem Jubel, der während des dreistündigen Aufmarsches nicht