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die

Hohe Gefängnisstrafen gegen 21 Anhänger CodreanuS.

Bukarest, 1. Juki. (DNB. Funkspruch.) Nach einer sechstägigen Verhandlungsdauer wurde das Urteil in dem Prozeß gegen 21 Anhänger

gende Erkenntnisse sind es, die den Nationalsozia­listen bei seiner sozialen Arbeit leiten:

Im Mittelpunkt aller Gedanken und Taten steht der deutsche Mensch und damit das deutsche Volk. Alles und jeder hat dem Wohlergehen, der Gesunderhaltung und der Fortentwicklung des deut­schen Menschen zu dienen. Alles, was dem Volke dient, ist recht und ehrenhaft und alles, was ihm schadet, ist schlecht und unehrenhaft. Allein die Ar­beit in der Gemeinschaft und für die Gemeinschaft führt zum Wohlstand und Glück des einzelnen. Wirtschaft und Sozialismus sind keine Gegen­sätze, sondern praktisch ein und dasselbe, das eine ist ohne das andere nicht denkbar. Unser Sozialis­mus ist Wirtschaft, und umgekehrt muß der beste Wirtschaftler auch zugleich der beste Sozialist sein.

Der Nationalsozialismus ehrt einen männlichen Sozialismus. Wir versprechen kein bequemes Leden und maßen uns nicht an, das Paradies herberzu­zaubern. sondern wir wissen, daß alles, was der Mensch an Gütern gewinnen will, vorher durch ihn oder andere erarbeitet werden muß. Einem Volke wird nichts geschenkt. Sein Lebenserfolg liegt einzig und allein in seiner mühsamen Arbeits­leistung. Daraus folgert der Grundsatz, daß je höher ein Volk entwickelt ist, um so größer seine Ansprüche an das Leben sind desto größer auch seine Leistungen sesn müssen.

Aus all liefen' grundsätzlichen Erkenntnissen proklamieren wir Nationalsozialisten den .Lei­stungskampf der deutschen Betriebe". Die Meldung zur Teilnahme werten wir daher als Willensbe­kundung, sich in die deutsche Schicksals- und Lei­stungsgemeinschaft eingliedern zu wollen. Die Teil­nahme bedeutet ein eindeutiges Bekenntnis zum Nationalsozialismus und zu unserem Führer Adolf Hitler!

Lpd. Frankfurt a. M., 30. Juni. Aus Anlaß des 65. Geburtstages von Geheimrat Professor Leo Frobenius und des 40jährigen Jubiläums der Frankfurter Kulturmorphologischen Ein­richtungen veranstaltete das Forschungsinstitut für Kulturmorphologie eine Reihe von Feiern, die einen Einblick in die bisher geleistete Arbeit gaben. Die ausländische Wissenschaft sowie zahlreiche Ver­treter des Geisteslebens nahmen an dem Jubiläum teil. Der Grundgedanke aller Glückwunschschreiben, Grußtelegramme und Ansprachen bei dem Festakt im Neuen Saal des Völkermuseums war die An­erkennung der deutschen Kulturmorphologie für das richtunggebende Denken.

So betonte Professor Fischer, der die Grüße des Internationalen Vorgeschichtlichen Komitees und der holländischen Wissenschaft überbrachte, in wie vielfältiger Weise das Werk des Frankfurter Gelehrten das holländische Denken beeinflußt habe. Graf Caporiacco überbrachte die Grüße der italienischen Wissenschaft und betonte, daß Italien dem Werk von Geheimrat Frobenius besonderes Interesse entgegenbringe, weil Italien ihm die großzügigste Förderung der Kenntnis seiner Kolo­nien zu danken habe. Die Huldigung der dänischen Wissenschaft überbrachte Professor Thomsen (Kopenhagen).

Die Grüße und herzlichen Wünsche der national- spanischen Regierung des Generals Franco über­brachte Professor Santa O l a l l a (Burgos) und betonte, daß die spanische Wissenschaft Geheimrat Frobenius die großartige Bestätigung der Tradi­tion spanischer Entdeckerart danke. Insbesondere sei

Um den Abtransport der Freiwilligen.

Much ohne die Zustimmung Sowjet- rutzlands."

Eine Medaille

für mutige junge Forscher gestiftet.

Lpd. Frankfurt a. M., 30. Juni. Die Feier­lichkeiten des 40jährigen Bestehens der Kultur- morphologischen Forschung in Frankfurt und des 65. Geburtstages des Geheimrats Frobenius erhiel- ten ihren Höhepunkt mit der Gründung der Deut- Aschen Gesellschaft für Kultur-Morphologie. Kurator W i s s e r eröffnete am Donnerstagmittag die Grün­dungssitzung und teilte mit, daß noch herzliche Gruß­telegramme von Ministerpräsident Göring, Reichs­minister Seldte, Gauleiter Sprenger und vielen an­deren Freunden und Förderern des Instituts einge­gangen seien. .

Geheimrat Professor Frobenius gab m gro­ßen Umrissen ein Bild der bisher geleisteten Arbeit und des gegenwärtigen Standes der Kulturmorpho­logie, mit der sein'Lebenswerk unzertrennlich ver­bünden sei. Er begründete ausführlich den Zweck der afrikanischen Expeditionen und schilderte die Ent­stehung seines großen folkloristischen Ar­chivs, das heute bereits auf 70 0 00 Exzepte angewachsen sei. Die Proben, die Geheimrat Frobe­nius daraus zeigte, lassen die Hoffnung zu, daß es gelingen wird, auf dieser Grundlage eine Ge­schichte des menschlichen Gei st es zu entwickeln. Diese große Arbeit fortzusetzen und auszuwerten, sei in erster Linie Aufgabe der neuen Gesellschaft.

Die Deutsche Gesellschaft für Kultur- Morphologie hat bereits eine Medaille geschaf­fen, mit der junge, mutige Forscher ausgezeichnet werden sollen. Geheimrat Frobenius überreichte die Medaille dem jungen Forscher Schulze» K a m p f h e n k e l, der jüngst durch seine Amazonas- Expedition bekannt geworden ist.

Der Geschäftsführer der neuen Gesellschaft, Dr. Volchard, erläuterte dann kurz die nächsten Aus­gaben, von denen die Vorbereitung und Durchfüh­rung von Forschungsreisen, die Unterstützung und Herausgabe wissenschaftlicher Veröffentlichungen und der Ausbau des volkskundlichen Vortragswesen--' dis wichtigsten sein werden. Den Ehrenvorsitz hat Ober­bürgermeister Staatsrat Dr. Krebs übernommen.

London, 1. Juli. (Europapreß.) Ueber Sitzung des Nichteinmi.schungsausschus- s e s vom Donnerstag wurde eine Verlautbarung herausgegeben, in der bestätigt wird, daß alle im Hauptausschuß vertretenen Mächte mit Aus­nahme Sowjetrußlands dem englischen Plan zum Abtransport der Freiwilli- gen aus Spanien zugestimmt haben. Der sowjet- russische Vertreter, so heißt es dann ausdrücklich in der Verlautbarung weiter, habe, wie schon öfters, Schwierigkeiten für die Durchführung des Planes, insbesondere für die Handhabung der Ha­fenkontrolle, gesehen und seine Regierung erneut

Die neuen Flottenzusahvetträae

London, 30. Juni. (Europapreß.) Im Anschluß an die Unterzeichnung der neuen Flottenzu­satzverträge über die nunmehrige Höchst- tonnage für Großkampfschiffe über» reichte England zwei europäischen Mächten und den Vereinigten Staaten eine gleichlautende Erklärung, in der betont wird, England habe vorläufig nicht die Absicht, von der neu festgesetzten Höchstgrenze Gebrauch zu machen und würde seine Großkampf­schiffe bis auf weiteres auf 40000 Tonnen be­schränken.

Die französische Regierung hat, wie hier verlautet, die Mächte dahingehend unterrichtet, daß sie bei ihren Kriegsschiffbauten die bisherige Höchstgrenze einhalten würde, solange nicht andere Vertragsstaaten diese Grenze überschritten. Die Antwort der zweiten europäischen Macht liegt hier noch nicht vor, doch vermutet man in London, daß sie ähnlich lauten wird.

lieber die Haltung der übrigen interessierten Mächte zu den neuen Zusatzverträgen wird hier be­tont, daß diese Frage für Italien erst in dem Augenblick aktuell werden dürfte, in dem das eng­lisch-italienische Abkommen in Kraft trete.

Auch Sowjetrußland ist von den Ergeb­nissen der Verhandlungen und der Haltung der ein­zelnen Mächte in Kenntnis gesetzt worden, hat sich bisher aber noch in keiner Weise geäußert. Die Stellung der Vereinigten Staaten wird in unterrichteten englischen Kreisen dahin umrissen, daß die Vereinigten Staaten wie England vorläufig kaum von der neuen Höchstgrenze Gebrauch machen würden und ihre endgültige Haltung von den Flot­tenplänen Japans abhängig machen würden. Ja­pan wird voraussichtlich ebenfalls von der neuen Höchstgrenze amtlich in Kenntnis gefetzt werden, doch glaubt man in London, daß Japan feine bis­herige Haltung nicht aufgeben werde.

Gründung einerDeutschen Gesellschaft für Kuliurmorphologie".

Prof. Leo frobenius 65 Jahre alt.

Schnelle Sühne.

Mit einer Schnelligkeit, wie sie dem energischen Zupacken des nationalsozialistischen Staates gegen­über allen Schwerperbrechern entspricht, sind die mehrfachen Mörder und Autobanditen Gebrüder Götze in berlin h i n g e r i ch t e t worden. Ihre Serien von Kapitalverbrechen hatte berechtigtes Aufsehen dadurch erregt, daß sie mit einem kaum noch begreiflichen Maß von Zynismus, Brutalität und Raubgier begangen wurden. Die Verhandlun­gen vor dem Berliner Gericht verstärkten dann noch das abschreckende Bild jener beiden Unter­menschen, die selbst vor Gericht die ftechste Gewissen- losigkett zur'Schau trugen. Die beiden wurden neun- bzw. elfmal zum Tode verurteilt.

Im neuen Deutschland ist für solche Gangstertypen kein Platz. Der nattonalsozialisttsche Staat kann nicht dulden, daß auf der einen Seite die ganze Nation sich mit äußersten Kräften um den Ausbau und die Sicherung des Reiches müht und daß gleich- zeittg Unterwelttypen verkommenster Art eine solche strebsame Nation als willkommenes Plünderungs­gebiet behandeln. Die Volksgemeinschaft hat einen berechtigten Anspruch auf den energischen Schutz vor solchen Schwerverbrechern.

Dem entsprach die Tatkraft, die Schnelligkeit und die zum Besten der Allgemeinheit notwendige- Härte, mit der die maßgeblichen Instanzen den Fall Götze durchführten. Der Prozeß vor dem Berliner Sonder- gericht gegen die beiden Götzes begann am 13. Juni. Am 22. Juni wurde das Gesetz gegen Straßenraub mittels Autofallen verkündet,- das auf solche Untaten die Todes st rase setzt. Am 24. Juni erfolgte dann das Urteil, noch am gleichen Tage, an dem der Statsanwalt feine Anklagerede gehalten hatte. Wenn irgendwann bei der Verfolgung eines Schwerverbrechens, dann entsprach dieses Urteil und seine rasche Dollstteckung dem Volksempfinden. Die rasche Sühne, die die Verbrechen der beiden Götze gefunden hat, wird die Volksgemeinschaft in dem Bewußtsein bestärken, daß ihre Arbeit am neuen Staat unter dem wachsamsten Schutz steht, und wird nach der anderen Seite hin in sehr erwünschter Weise abschreckend wirken. W.

Bekenntnis zur deutschen Schicksals- und Leistungsgemeinschaft.

Reichsorganisationsleiter Dr. Ley ruft die deutsche Wirtschaft zum zweiten Leistungskampf der deutschen Betriebe" auf.

Sinnvolle Ordnung der deutschen Normung

ReichSwirtschastsminister Funk auf dem Bankett des Internationalen Normenausschusses.

die Arbeit von Geheimrat Frobenius über die Vor­geschichte Afrikas für Spanien von außerordent­licher Wichtigkeit.

Kurator Wisser konnte als Vorsitzender des Kuratorium des Forschungsinstituts für Kultur- morphohlogie zahlreiche Vertreter von Partei, Staat und Wissenschaft begrüßen.

Der Führer und Reichskanzler hatte folgendes Telegramm an Geheimrat Frobenius ge- fandt:

Für die mir von der 40-Jahrfeier der Kultur­morphologie telegraphisch übermittelten Grüße sage ich Ihnen herzlichen Dank. Ich verbinde damit meine besten Wünsche für weitere erfolgreiche Ar­beit des Forschungsinstituts für Kulturmorphologie an der Universität Frankfurt a. M.

(gez.) Adolf Hitler."

Weitere Glückwunschtelegramme hatten übersandt das Auswärtige Amt, Oberpräsident Prinz Philipp von Hessen, Sven Hedin, Reichsbankpräsident Dr. Schacht, der Emir von Transjordanien, das Kultus­ministerium von Nationalspanien, die Universitäten von Rom, Lissabon, wissenschaftliche Jnstttute in Neuyork, Prag, Stockholm, Florenz, Paris u. a.

Der Vertreter des Frankfurter Oberbürgermeisters, Stadtrat Dr. Keller, ging ausführlich auf das Werk von Geheimrat Frobenius ein und überreichte dem Gelehrten die Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt.

Ministerialdirigent Seel überbrachte die Grüße des Reichsministers des Innern Dr. Frick.

Im Anschluß an den Festakt wurde in den er­neuerten Räumen des Völkermufeums die Aus­

stellungErgebnisse der Frobenius-Expeditton 1937 bis 1938 nach Niederländisch-Jndien" eröffnet.

Die Jubiläumsfeierlichkeiten nahmen am Nach­mittag ihren Fortgang mit einem Festvortrag den Professor Dr. Oswald Menghin (Wien) überGeist und Boden" hielt. ' , .

Am Abend fand ein Empfang durch den Ober­bürgermeister der Stadt Frankfurt a. M., Staatsrat Dr. Krebs, statt, bei dem Professor Dr. Otto ein- lebendiges Bild des Forschers Frobenius ent­warf. Professor Dr. Wilhelm Filchner sprach über den Menschen Frobenius, dem er all die Eigenschaften nachrühmte, die einen Forscher aus­zeichnen.

um Rat ersucht.

Im übrigen wurde in der Donnerstagssitzung des Nichteinmischungsausschusses noch der Zusam­mentritt des Vollausschusses für den 5. Julr ange­kündigt. In dieser Sitzung soll der englische Plan den 27 im Nichteinmischungsausschuß vertretenen Mächten zur Billigung vorgelegt werden Falls der Plan die Zustimmung aller Mitglieder des Vollausschusses erhält, so soll er noch in der kom­menden Woche beiden spanischen Knegsparteien vorgelegt werden. In verschiedenen englischen Zei­tungen wird bereits heute darauf hingewiesen, daß der Plan auch ohne die Zustimmung Sowjetrußlands nach Barcelona und Bur­gos weitergeleitet werden würde. In der letzten Sitzung des Hauptunterausschusses wurde ein Uebereintommen über die Finanzi-e- rung des Planes zur Zurückziehung der frei­willigen aus Spanien erzielt. Nur einige Punkte blieben noch offen, bei denen der Sowjetvertreter wiederum Einspruch erhob. Da dieser jedoch der einzige ist, der gegenüber den letzten finanziellen Vor chlägen Einwendungen zu machey hatte, sind sowohl der Vorsitzende des Hauptunterausschusses wie auch dessen Mitglieder entschlossen, . unter Außerachtlassung der Sowjetoppo - s i t i o n weiterzuarbeiten.

Francos Antwort an London

Besprechungen Sir Robert Hodgsons im Außenministerium.

London, 30. Juni. (Europapreß.) Der englische Generalbevollmächtigte in Burgos, Sir Robert Hodgson, ist am Donnerstag im Flugzeug in London eingetroffen. Er begab sich im Laufe des Nachmittags ins Auswärtige Amt. Eine Bespre­chung mit Ministerpräsident Chamberlain ist jedoch erst für Freitag vorgesehen, da der Minister­präsident durch die Entwicklung der Sandy s- Angelegenheit stark in Anspruch genommen ist. Im Zusammenhang mit der Rückkehr des englischen Ge­neralbevollmächtigten in Burgos veröffentlichen die Blätter am Donnerstag eine von Sir Robert Hodgson zusammengestellte Liste von 190 eng­lischen Untertanen, die von nationalspani­schen Truppen gefangengenommen worden sind. 90 englische Gefangene befinden sich noch in einem Lager bei Burgos, während 100 bereits im Austausch-Verfahren nach Valencia gebracht wor­den sind. Dabei wird betont, es seien alle Maß­nahmen getroffen worden, um eine gute Behand­lung der englischen (Befangenen sicherzusteNen. Auch wird erklärt, daß sich die Gefangenen in keiner Ge­fahr befänden.

Das Interesse der englischen politischen Kreise gilt im Augenblick vor allem der nationalspani­schen Antwort auf die englischen Vorstellungen zu den Luftangriffen auf englische Schiffe. Besondere Beachtung findet die Tatsache, daß Sir Robert Hodgson noch am Tage seiner Ankunft im Außenministerium vorsprach. Obwohl die englische Regierung den von General Franco gemachten Vorschlag zur Errichtung eines Sicher- h e i t s h a f e n s an der Mittelmeerküste gutzuhei- ßen scheint, bildet die Frage, ob mit einer solchen Maßnahme nicht auch die Rechte einer kriegführen­den Macht automatisch an General Franco zuge­standen sein würden, noch ein vorläufiges Hinder­nis. Im übrigen ist England nach wie vor bemüht, die Abreise des internationalen Ausschusses zur Un­tersuchung der Auswirkungen von Bombenangriffen zu beschleunigen.

Codreanus verkündet. 14 Angeklagte, darunter der Vorsitzende der ParteiAlles für das Land , (Slime, wurden wegen Aufwiegelung gegen die oziale Ordnung und wegen Zugehorigkett zu einer verbotenen Vereinigung zu je 7 Jahren Gefäng­nis, zu 20 000 Lei Geldstrafen und sechs Jahren Ehrverlust verurteitt. Cantacuzino und ein weiterer Angeklagter, die beide flüchtig sind, wurden in Abwesenheit zu je neun Jahren Gefängnis, 120 000 Lei Geldstrafe und sechs Jahren Ehrverlust verurteilt. Drei Angeklagte echielten fünf Jahre Gefängnis und 20 000 Lei Geldstrafen mit sechs

Berlin, 30.Juni. (DNB.) Als offizieller Aus­klang der vom 21. Juni bis 2. Juli stattfindenden Internationalen Normentagung (Isa- Tagung) fand im Haus der Flieger in Berlin ein Bankett statt, das die Normenfachleute aus 20 Ländern mit den Vertretern von Partei, Reichs-, Staats- und Kommunalbehörden, der For­schung und der Lehre, der Technik und der gewerb­lichen Wirtschaft vereinigte und seine besondere Be­deutung durch die Anwesenheit von Reichswirt­schaftsminister Funk erhielt. Nachdem der Präsi­dent des deutschen Normenausschusses, Baurat Dr.- Ing. Neuhaus die Anwesenden' begrüßt hatte, ergriff

Reichswirtschastsminister Funk

das Wort.

Der Minister ging auf die lügenhaften Presse­nachrichten ein, die bei manchen der ausländischen Gäste wohl die Meinung hervorgerufen hätten, hier ein Land zu finden, in dem n i cbt nur Werk­stoffe genormt würden, sondern auch die Menschen und die Geister genormt seien. Diese Mei­nung und der falsche Begriff von einerUnifor­mierung" beruhe auf einem Irrtum, der nur aus einer unrichtigen Einstellung der tiefgehenden Wandlung zu erklären sei, die das deutsche Volk und das deutsche Staatswesen in Verfolg der natio­nalsozialistischen Revolution durchgemacht, haben. Die gesunde persönliche Initiative könne sich heute genau wie einst entfalten, aber nicht mehr im Kampf gegen andere Einzelinteressen im

Jahren Ehrverlust, während ein Geistlicher, der ein Reuebekenntnis abgelegt hatte, zu einem Hahr Ge­fängnis, 10 000 Lei Geldstrafe und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt und ein anderer Geistlicher aus dem gleichen Grunde freigesprochen wurde. Das Urteil wurde verkündet, nachdem die Verteidigung für Freispruch plädiert hatte. Da die Auslandspres e keinen Unterricht echalten und die rumänische Presse nur wenig Berichterstatter gestellt hatte, dre aber über den Prozeß nichts veröffentlichen durften, ist es unmöglich festzustellen, worauf sich der Urteils- spruch eigentlich gründet.

Verkürzter Arbeitsdienst für österreichische Studierende.

Berlin, 30. Juni. (DNB.) Auf Ersuchen des Reichserziehungsministers hat sich der Reichsarbeits­führer bereit erklärt, für die Reifeprüflinge der österreichischen Mittel- bzw. Oberschulen, die die Ab­sicht haben, das Studium an einer Hochschule zu ergreifen, einen verkürzten dreimonatigen 21 rbeitsbienft durchzuführen, mit dem die An­gehörigen der Geburtsjahrgänge 1918 und später ihrer gesetzlichen Arbeitsdienstpflicht genügen. Daher hat der Reichserziehungsminister nunmehr durch Er­laß vom 28. Juni 1938 angeordnet, daß die Steife- Prüflinge der österreichischen Mittel- und Oberschulen vom Sommer 1938 vor Beginn ihres beabsichtigten Studiums an diesem breimonatigen Arbeitsdienst teilnehmen.

Einführung der reichsdeutschen Beförderungssteuer in Oesterreich.

Am 1. Juli 1938 tritt die reichsdeutsche Beförderungssteuer in Oe st erreich in Kraft. Mit dem gleichen Zeitpunkt werden die öster­reichischen Eisenbahnverkehrssteuern und die öster­reichischen Kraftwagenverkehrssteuer außer Kraft gesetzt. Für die Benutzung der Reichsbahn tritt die steuerliche Veränderung. nicht in Erschei­nung. Eine Erhöhung der steuerlichen Belastung im gewerbsmäßigen Kraftfahrzeugverkehr wird durch die Einführung der an sich höheren reichsdeutschen Beförderungssteuer an Stelle der österreichischen Kraftwagenverkehrssteuer nicht hervvrgerufen. In einem gleichzeitig mit der Verordnung ergangenen Erlaß an die Oberjinanzpräjidenten hat der Reichs­

eigenen Volk, sondern im Kamps für die gemein­samen Interessen aller Deutschen.

Aus dieser Einstellung heraus ergebe sich auch unser Verhältnis zur Normung, wie sie von dem deutschen Normenausschuß betrieben werde. Die Re­gierung lege in großen Richtlinien den Kurs fest, der dem aufgerichteten Ziel zustrebe, im übrigen bemühe sie sich, alle Kräfte frei zu machen, die gewillt und fähig seien, diesem Ziel zuzusteuern. Vielen werde kaum bewußt, wie tief die Normung in das tägliche Leben eingreife und uns aus unserem ganzen Lebensweg begleite: Von der Geburtsanzeige und der Wiege bis zur Aschenurne, die in Deutschland genormt seien. In über 6000 Blättern des deutschen Normenwerkes seien die viel­fältigen genormten Wege einer sinnvollen Ordnung unterworfen.

Reichswirtschaftsminister Funk'berichtigte in diesem Zusammenhang eine andere falsche Vorstel­lung, nämlich das Märchen von der deut­schen Autarkie. Die Schwierigkeiten im Außen­handel sämtlicher Länder im vergangenen Jahrzehnt hätten uns veranlaßt, unsere eigenen Wege zu gehen. Dies habe zu einer Umstellung unseres Außenhandels geführt, eine Erscheinung, die übri­gens nicht nur Deutschland eigentümlich ist. Nichts sei so falsch, wie uns daraus den Vorwurf des Autarkiestrebens zu machen. Selbsterhaltung sei etwas grundsätzlich anderes als Autarkie als Selbstgenügsamkeit, und selbstgenügsam wolle Deutschland durchaus nicht sein. Die Erzählung von einer deutschen Autarkie sei also ein Märchen und nicht einmal ein schönes.

Berlin, 1. Juli. (DNB.)' Reichsorganisations­leiter Dr. Ley erläßt zum zweitenLeistungs - kämpf der deutschen Betriebe" folgenden Aufruf an die gesamten deutschen Betriebe:

Der Führer spricht:Unser Volk ist ein an­deres Volk geworden, die Menschen sind andere Menschen geworden. Wer daran heute noch zwei- elt, möge bedenken, daß diese Menschen, die sich heute freudig zum Leistungskampf der deutschen Be­triebe' bekennen, noch vor kaum fünf Jahren bereit waren, durch Wirt sch pftskämpfe eine Minderung der Produktion herbeizuführen. Während in anderen Ländern ein Streik den anderen jagt, kann das nationalsozialistische Deutschland die Arbeiter und Unternehmer zu einem Leistungskampf der deut- chen Bettiebe' aufrufen."

Diese Worte des Führers bedeuten höchste An­erkennung und beste Bestätigung der Richtigkeit des Schaffens der Deutschen Arbeitsfront. Der Gedanke des Wettkampfes, Tat geworden durch den Be­rufswettkampf aller Schaffenden und zur höchsten Vollkommenheit gesteigert durch denLeistungs­kampf der deutschen Betriebe" mit seinen Leistungs­abzeichen für vorbildliche Berufserziehung, vorbild­liche Sorge um die Volksgesundheit, vorbildliche Heimstätten und Wohnungen, vorbildliche Förderung vonKraft durch Freude" ist ein von der NSDAP., in deren Auftrag die DAF. handelt, eingeschlagener neuer Weg der sozialen ^Betreuung der schaffenden Menschen. Dieser edle Wettstreit ist der praktische Ausdruck für die revolutionäre Auffassung von der gemeinsamen sozialen Ehre, welche erst- und einmalig im nationalsozialistischen Deutsch­land verwirklicht wurde und damit auch der ganzen Welt leuchtendes Vorbild geworden ist. Fol-