Aber er war der letzte, der das Schwergewicht des Heeres unbedacht in die politische Waagschale wars. ,<Die Knochen des pommerschen Grenadiers waren ihm zu schade, um auf dem Balkan zu bleichen." Freilich, ein „fauler Frieden, der der Befürchtung ausgesetzt ist, jeden Tag, jede Woche gestört zu werden", war auch nicht nach seinem Sinn. Er wollte Deutschland so stark wissen, daß „er selbst den Zeitpunkt bestimmen könne, wo ein Kampf für das Land, für die Nation mit den geringsten Opfern, mit der geringsten Gefahr verknüpft war". Darum blieb es auch nach den Einheitskriegen seine stete Sorge, daß Deutschland eine Wehrrüstung besaß, die seiner gefährdeten Stellung in der Mitte Europas entsprach. Darum setzte er sein ganzes staatsmännisches Geschick daran, im Kampf gegen pazifistischen, liberalen und ultramontanen Unverstand die großen Militärvorlagen der letzten Jahre seiner Kanzlerschaft zur Durchführung zu bringen. Im Ringen um sie fand er das stolze Soldatenwort, das uns Frontkämpfer im Weltkrieg geleitete, und zu dem wir uns, seitdem der Durchbruch des Führers zur Wehrhoheit Deutschland wieder ein starkes Heer, eine achtunggebietende Flotte und eine aufstrebende Luftmacht beschert hat, von neuem freudigen Herzens bekennen dürfen: „Wir Deutsche fürchten Gott, sonst nichts in der Welt!" B.
Aruba N W I.
Von einem Mitarbeiter.
Nachdruck verboten!
Oranje ft ab (A r ub a), im Februar.
Wer weiß in Europa, wo Aruba liegt? Man kann tausend gegen eins wetten, daß noch vor wenigen Jahren nicht einmal die Holländer etwas mit diesem Begriff anzufangen wußten, obwohl die kleineJnfel,die Aruba heißt, z u m w e st - indischen Kolonialbesitz der Niederlande gehört. Die normalen Landkarten werden die Insel kaum verzeichnen. Und erst seit kürzester Frist ist das winzige Eiland überhaupt in den Kreisen bekannt geworden, die etwas mit Erdöl zu tun haben. Weniger als 30 Kilometer Land und nur an wenigen Stellen mehr als 6 Kilometer breit ist Aruba der See von Maracaibo im Staate Venezuela an der Nordostküste Südamerikas vorgelagert und war — abgesehen vielleicht von einer schmalen Zone rings um Oranjestad, kaum mehr als nackter Fels. Erst durch den Bau der größten Erdölraffinerie der Welt ist die Insel wirtschaftlich so erschlossen worden, daß die rund 12 000 Einwohner nicht mehr gezwungen sind, ihre Existenz zum größten Teil in Venezuela, auf dem Festland, zu suchen.
Die tropische Lage der Insel, 12 Grad südlich des Aequators, schuf auch noch mancherlei andere schwierige Probleme. So gibt es auf Aruba nur eine einzige bescheidene Süßwasserquelle, die fich zudem noch in einem schwerzugänglichen Tale befindet. Dieser Quelle verdankt die einzige Farm der Insel ihr Bestehen, und in ihrem Bereich findet sich stellenweise üppiger Pflanzenwuchs. Die gesamte übrige Bevölkerung aber war bis vor wenigen Jahren gezwungen, ihren Bedarf an Süßwasser aus den umfangreichen Zisternen zu decken, die in jedem Hause das kostbare Regenwasser auffangen. Da aber die Niederschlagsmengen nur gering sind, kam es früher häufig vor, daß der Inhalt der Zisternen rasch erschöpft war und das Wasser zu teuren Preisen eingeführt werden wußte. Erst eine vom holländischen Staat im Jahre 1932 errichtete Anlage zur Gewinnung von Süßwasser aus dem Meere behob wenigstens für Oranjestad als Haupthafen der Insel die ärgsten Wasserschwierigkeiten. Für die landwirtschaftliche Erschließung aber reichen auch diese Mengen nicht aus, so daß der Bedarf der Insel an Lebensmitteln nahezu vollständig vom Festlande eingeführt werden muß.
Wenn dennoch das Leben auf Aruba bis vor wenigen Jahren in geradezu paradiesischer Ruhe und Beschaulichkeit dahinfloß, so vor allem wegen der unendlichen-Genügsamkeit der Einwohner, aber auch dank der ausgezeichneten holländischen Verwaltung, die das Menschenmögliche tat, um die Daseinsbedingungen der Bevölkerung zu ^verbessern. Das Jahr 1927 brachte dann eine entscheidende Wende. Bis dahin fehlten selbst in Oranjestad beinahe alle Bequemlichkeiten der modernen^ Zivilisation; es gab weder elektrisches Licht, noch Straßenbeleuchtung, von Zeitungen, Hotels, Restaurants oder Kinos ganz zu schweigen. Die Straßen der Stadt waren ungepflastert, Automobile waren eine Seltenheit, und von regelmäßiger Arbeit konnte bei der auf der Insel verbliebenen Bevölkerung kaum gesprochen werden.
Im Jahre 1927 aber wurde Aruba von zwei großen Erdölkonzernen „entdeck t", und damit wurde die Insel in ein Tempo hineingerissen, das selbst in modernen Industrieländern nicht eben üblich ist. Heute werden auf Aruba in der größten Raffinerie der Welt jährlich etwa 12 Millionen Tonnen Rohöl raffiniert, woraus fich der deutsche Bedarf mehr als zweimal decken ließe. Und der Schiffsverkehr der Insel ist dem Tonnengehalt nach größer als der europäischer Festlandhäfen.
Die Frage drängt sich hiernach auf: Was konnte die Erdölfirmen veranlassen, auf einem nackten Felseneiland, das bis dahin kaum erschlossen war, so große Werte zu investieren? Warum wurden die Raffinierien nicht in Venezuela selbst, wo das Rohöl gewonnen wird, gebaut? Nun, es waren vor allem wohl zwei Gründe, die die Amerikaner veranlaßten, nach Aruba zu gehen und den Schiffstransport des Rohöls bis zur Raffinerie in Kauf zu nehmen. Bereits im Jahre 1927 mußten die amerikanischen Kapitalisten mit dem Ableben des greisen Präsidenten von Venezuela, Gomez, rechnen, der seit mehr als zwanzig Jahren fein Land mit eiserner Hand beherrscht hatte. Und sie mußten
befürchten, daß nach dem Tode von Gomez in Venezuela revolutionäre Unruhen ausbredjen würden, so daß es schon deshalb geraten schien, die unmittelbaren Kapitalinvestitionen zur Erdölgewinnung und -Verarbeitung auf das notwendigste Maß zu beschränken.
Ein zweiter Grund kam noch hinzu, und er ist vermutlich der entscheidende gewesen. Die Einfahrt jur See von Maracaibo ist nämlich so flqch, daß nur kleine Schiffe von wenigen tausend Tonnen sie benutzen können.
Für die großen Ueberfeetanföampfer also war Maracaibo nicht geeignet, und so entschloß man sich, nach Aruba zu gehen, wo für die neue Raffinerie eine eigene gewaltige Hafenanlage geschaffen wurde. Innerhalb von kaum Jahresfrist wurden bereits das Kraftwerk und die ersten Verarbeitungsanlagen der Raffinerie in Betrieb genommen, und von Ende 1929 ab konnten dort täglich bereits 15 000 Tonnen Rohöl verarbeitet werden. In ständigem Pendelverkehr versorgen heute einige dreißig Zubringertankschiffe von 2000 bis 4000 Tonnen Größe die Raffinerie mit Rohöl, deren Endprodukt von großen Ozeantankschiffen mit einem Fassungsvermögen von 15—20 000 Tonnen nach allen Teilen der Welt wieder verfrachtet wird. Für gewöhnlich lagern im Hafen der Raffinerie gleichzeitig 15 bis 20 Tankdampfer, ohne Unterbrechung wird bei Tag und Nacht geladen oder gelöscht, und es ist außerordentlich eindrucksvoll zu beobachten, wie riesige Ozeanschiffe, die in leerem Zustande haushoch über die Piers hinausragen, in knappen zehn Stunden beinahe bis zur Reeling im Wasser versinken.
Selbstverständlich hat die Einrichtung der großen Erdölraffinieranlagen das Beschafft-
§ungsprobtem für die Einwohnerschaft der nsel völlig umgestaltet. Während früher die Insel im größten Teil des Jahres ohne Männer war, die auf dem Festland Beschäftigung und Brot suchen mußten, findet heute ein lehr erheblicher Teil der männlichen Bevölkerung Arubas direkt ober indirekt durch die Raffinerie seine Existenz auf der Insel selbst. Gleichzeitig aber hat die Industrialisierung für Aruba auch einen ansehnlichen Bevölkerungszuwachs gebracht. Die Zahl der In- selbewohner stieg in den letzten Jahren von etwa 12 000 auf heute etwa 20 000, darunter freilich mehr als 7000 Ausländer, die etwa dreißig verschiedenen Nationen und allen Rassen und Farbenschattierungen angehören.
Auch das Gesamtbild der Insel hat sich unter dem Einfluß dieser Industrialisierung vollständig gewandelt. Alle Straßen von Oranjestad sind heute asphaltiert, die die Insel durchziehenden Wege werden in gutem Zustand gehalten, ein starker Auto- mobiloerkehr belebt zuAeich die Gesamtwirtschaft des kleinen Eilands, Hotels, Restaurants, Kinos und Tanzlokale gehören heute in Oranjestad zur Selbstverständlichkeit, und zugleich mit der paradiesischen Ruhe von früher ist die Arbeitslosigkeit auf der Insel völlig geschwunden. Unter dem Aequator wird man kaum ein Fleckchen Erde finden, wo ebenso intensiv gearbeitet würde, wie auf Aruba. Heute ist die Insel, die bis dahin für Holland wohl kaum mehr als eine reine Derwaltungsangelegenheit war, ohne Zweifel ein wichtiger und wertvoller Bestandteil des Kolonialreichs, und die Zeit ist sicherlich nicht mehr fern, da Aruba in der ganzen Welt ebenso bekannt fein wird, wie das benachbarte Curaxao.
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Insolvenzen
1937:
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Als in der Zeit der Wirtschaftskrise Zehntausende von Unternehmungen zusammenbrachen, da haben nicht nur erschreckend viele Arbeiter und Angestellte dadurch ihre Stellung verloren. Auch die Gläubiger dieser in Konkurs geratenen Unternehmungen verloren Hunderte von Millionen Reichsmark. Die Jnsolvenzverluste des Jahres 1930 betrugen 778 Mill. Reichsmark. Sie stiegen im folgenden Jahre auf 901 Mill. RM. und betrugen 1932 rund 815 Mill. RM. Schon im ersten Jahr nach der Machtübernahme zeigen sich an einem e r - ftaunlichen Rückgang der Jnsolvenzverluste die Merkmale des Wirtschaftsauf- lchwunaes, erneuter Hoffnung auf weitere wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung und einer Besserung
der Schuldnermoral. Der Konkurs wird nicht mehr als eine Angelegenheit angesehen, sich auf Kosten der Gläubiger gesund zu machen. So gingen im Jahre 1933 die Jnsolvenzverluste von 815 auf 34-1 Mill. RM. zurück. In den kommenden Jahren sind sie noch weiter gesunken, und zwar auf 201 Mill. RM. im Jahre 1934. Das letzte Ergebnis aus dem Jahre 1936 nennt 168 Mill. Reichsmark Jnsolvenzverluste. Da im vergangenen Jahr die beantragten Konkurse und Vergleichsverfahren gegenüber 1936 um 14,5 bzw. 26 v.H. abgenommen haben, kann man annehmen, daß auch die Jnsolvenzverluste noch weiter zurückgegangen sind. Diese Zahlen sind ein Beweis für die wirtschaftliche Gesundung der Betriebe.
Fachbücher steigern die Leistung.
OasSchristturnderEchaffenden.-WerkSbibliotheken bedürfen einer Ergänzung
In den letzten Jahren hat der Deutsche Buchhandel feine Ausfuhr in fremde Länder recht erheblich steigern können, bester Beweis dafür, welcher Wertschätzung sich das deutsche Schrifttum erfreut. Unter den Büchern, die in fremde Länder gehen, nimmt das deutsche Fachbuch — und zwar im weitesten Sinne des Wortes — eine bevorzugte Stellung ein. Wir denken dabei nicht nur an die wissenschaftlichen Werke, wie z. B. an medizinische Bücher, die sich ja bekanntlich einer besonders starken Wertschätzung erfreuen, sondern an jedes Fachbuch, das Handel, Gewerbe, Industrie u. a. m. zum Gegenstand hat.
Diesem deutschen Fachbuch noch eine weit größere Verbreitung als bisher zu sichern, dient eine Fachbuchwerbung, die im Auftrag des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda im engsten Einvernehmen mit der Reichsschrifttumskammer zur Durchführung gelangt. Die erhöhten Ansprüche und Forderungen, die im zweiten Vierjahresplan an olle Deutschen gestellt werden, machen es jedem einzelnen zur Pflicht, feine Leistung zu steigern. Das Wort Hermann Görings „Jeder schaffende Deutsck)e muß fein fachliches Können zur Meisterschaft steigern", darf nicht umsonst gesprochen sein.
Dqs deutsche Fachbuch nimmt im deutschen Schrift- tum einen ehrenvollen Platz ein. Die Veröffentlichungen der letzten Jahre lassen deutlich erkennen, wie in den zahlreichen Neuerscheinungen deutsche Gründlichkeit und deutscher Forschergeist ihren Niederschlag gefunden haben. Fachbücher gibt es für alle ©ebi'ete unseres Lebens; jeder, ob er nun in einem kaufmännischen ober industriellen Betrieb tätig ist, ob er ein Handwerk betreibt oder einen akademischen Berus ausübt, hat die Möglichkeit, aus diesen Fachbüchern stets den neuesten Stand der Entwicklung zu ersehen, seine Kenntnisse zu erweitern, womit er sich am Ende selbst den besten Dienst erweist.
Facharbeiter find heute sehr begehrt. Wer auf seinem Gebiet etwas Tüchtiges zu leisten vermag, braucht fich um fein weiteres Fortkommen keine
Sorgen zu machen. Deshalb kann auchdasFach- b u ch dazu beitragen, den Begriff des ungelernten Arbeiters völlig aus der Öffentlichkeit verschwinden zu lassen. Im Leistungskampf sowie im Be- rufswettkampf hat es sich gezeigt, welche Vorteile sich für den ergeben, der in seiner Fachliteratur Bescheid weiß. Die Deutsche Arbeitsfront läßt sich im Rahmen der von ihr durchgeführten Berufsschulung die Förderung des Fachbuches besonders angelegen fein. Die Sieger im Reichsberufswettkampf werden Fachbücker als Auszeichnung erhalten. In den nächsten Jahren sollen darüber hinaus alle diejenigen mit dem Fachbuchgeschenk ausgezeichnet werden, die im Leistungswettkampf gut abgeschnitten haben.
In diesem Zusammenhang sei auch auf d i e Werksbibliothek hingewiesen, deren Ziel es ist, den Gefolgschaftsmitgliedern nicht nur Unterhaltungslektüre und weltanschauliche Werke in die Hand zu geben, sondern eben auch bas Fachbuch. Hier liegt nun aber noch manches im Argen, was durchaus der Abstellung bedarf. Es genügt nicht, wenn in den Werksbibliotheken die Standardwerke der Bewegung und andere politische Bücher vorhanden sind. Der von mancher Seite gehörte Einwand, daß das Fachbuch „nicht gefragt" würde, ist keinesfalls stichhaltig; denn wenn das Fachbuch nicht gefragt wird, so wird der Grund hierfür meistens darin zu suchen sein, daß eben das Vorhandensein von Fachbüchern in der Werksbibliothek unter den Gefolgschaftsmitgliedern nicht bekannt ist.
Wir zweifeln keineswegs daran, daß die Parole „Jedem schaffenden Deutschen ein Fachbuch" von allen Beteiligten gern ausgenommen wird. Der deutsche Arbeiter hat stets bewiesen, wie sehr ihm seine Weiterbildung und sein Weiterkommen am Herzen liegen, wie sehr er bestrebt ist, seine Kenntnisse zu vermehren. Wenn nun auch die Werksbibliotheken diesem Ruf nach stärkerer Berücksichtigung' des deutschen Fachbuches Folge leisten, dann werden sie damit ihrer Gefolgschaft gewiß einen guten Dienst leisten.
Kunst und Wissenfchast.
Ausklang der Wiesbadener INediziner-Tagung.
Die 50. Jubiläumstagung der Deutschen Gesellschaft für innere Medizin in Wiesbaden schloß mit der Besprechung der akut-entzündlichen Erkrankungen des Zentralnervensystems. Geheimrat Förster (Breslau) gab einen Ueberblick über Erscheinungen, die bei Gehirngeschwülsten auf den Sitz hindeuten. Professor Dr. Pette (Hamburg) befaßte sich mit der Kopfgrippe und der svi- nalen Kinderlähmung; er konnte zeigen, daß die rechtzeitige Erkenntnis der spinalen Kinderlähmung erheblich vorwärts gebracht worden ist. Eine erfolgversprechende Behandlungsmethode ist die Serumsanwendung. Professor Regelsberger (Erlangen) berichtete über die von ihm gefundene Methode der Bestimmung der Schlaftiefe. Professor Schenk
Wir alle gehören dem Führer
(Danzig) belichtete, daß Kopfschmerzen häufig durch die Gefäßkrämpfe bedingt seien und daß sie durch verschiedene Kreislaufhormone wirkungsvoll bekämpft werden können, lieber die in der letzten Zeit mehrfach erörterte sogenannte bulgarische Kur gegen die Folgeerscheinungen der Kopfgrippe ließ Professor Pa ne grossi (Rom), der Leiter des von der Königin Helena von Italien gegründeten und nach ihr benannten Forschungsinstituts berichten. Die bulgarische Kur beruht auf einem aus der Tollkirschwurzel gewonnenen Alkaloid. An zahlreichen Beispielen konnte der Vortragende die zum Teil überraschenden Erfolge zeigen.
Buntes Allerlei.
30 Tage auf einem Floß im Ozean.
Ein achtzehnjähriger Fischer aus Burma, der 30 Tage auf einem Floß ohne Nahrung und Wasser zubringen mußte, ist der einzige Ueberlebende von der Mannschaft eines Fischerbootes, das von Rangoon vom Sturm hinaus auf die See getrieben würbe. Er wurde in Colombo auf Cenlon von dem englischen Dampfer „Sangor" aufgefischt, der ihn in der Bai von Bengalen mit zwei anderen auf einem Floß treibend auffand. Der Offizier der Nachtwache sah auf dem Wasser ein zersetztes Stück Tuch flattern, der Dampfer drehte bei, und das ausgesetzte Boot fuhr zu dem Floß, auf dem drei Leute lagen. Zwei davon waren im Sterben, während der jüngste von ihnen noch etwas Lebenskraft zeigte. Als die drei an Bord genommen waren, starb einer von ihnen in der nächsten Stunde, der zweite am folgenden Tage. Der Kapitän trat in drahtlose Verbindung mit Madras und ließ sich ärztliche Anweisungen geben, um den Kranken richtig zu behandeln, aber es schien fast, als ob jeder Lebenswille in ihm erstickt fei. In den 30 Tagen waren die Leute 900 Seemeilen weit getrieben. Trotz der furtbaren Erschöpfung des jungen Menschen gelang es schließlich doch, durch sorgfältige Behandlung in einem Krankenhaus von Colombo ihn auf den Weg der Besserung zu bringen.
Abenteuer auf der pflanzenjagd
Captain F. Kingdon Ward, ein englischer Botaniker, der schon eine Fülle seltener neuer Pflanzen aus Asien nach Europ^i gebracht hat und besonders durch feine Entdeckung des blauen tibetanischen Mohns bekannt geworden ist, hatte auf seiner letzten Expedition über die Nordgrenze von Burma hinaus, von der er kürzlich nach Indien zurückgekehrt ist, eine Reihe von Abenteuern zu bestehen. Er wollte ursprünglich über ein Jahr auf der Pflanzenjagd in Westchina zubringen, ab ex er wurde, gleich nachdem er China betreten hatte, in Fu Hai verhaftet, weil er feinen Paß hatte und erst nach drei Wochen wieder freigelaffen. Alle feine Bemühungen, einen Paß für eine Expedition nach China zu erhalten, schlugen fehl, und so wandte er sich nach dem Grenzgebiet von Burma in Tibet, wo er vier Monate auf der Suche nach neuen Pflanzenschätzen zubrachte. Dabei erreichte er den höchsten Berg in Burma an der Grenze, der über 5700 Meter hoch ist, und unternahm einen Versuch, einen Zugang zur Spitze zu erkunden, bei dem er in etwa 4800 Meter gelangte. Er war der erste Europäer, der der Spitze des Bergriesen nahe kam.
Brutofen in der Natur.
Um die Vogelmutter zu ersetzen, erfand der Mensch die Brutmaschine. Auch manche Tiere sehen sich in der Natur nach Brutöfen um, um das lästige Brüten zu ersparen. Die Krokodile steigen an Land, legen ihre Eier in den heißen Sand und überlassen das Brüten der Sonne. Manche Reptilien kratzen Termiten- und Ameisenhaufen an und legen dort ihre Eier hinein. Die Termiten und Ameisen sorgen in ihrem Bau für eine gleichmäßige, stete Temperatur. Das merkwürdige dabei ist, daß die Ameisen, die über jeden Fremdkörper in ihrem Bau, tot ober lebendig, herstürzen, diese Eier in Ruhe lassen. Auch Vögel suchen sich manchmal künstliche Brutgelegenheiten. Die Großfuß- hühner in Australien kratzen riesige Komposthaufen zusammen, durchsetzt von welken Blättern und an- deren Organismen. Wenn auch Weibchen und Männchen bei dieser Arbeit in trauter Gemeinschaft bleiben, kratzt doch der Vater bedeutend mehr zusammen als ine Mutter. Die Gärungswärme in diesem Kcktnposthaufen steigt bis zu 35 Grad. Ventilationsröhren sorgen für eine gleichbleibende Temperatur. In diesen Kompofthaufen legt das Groß- iußhuhn seine Eier. Bei mehrjähriger Benutzung Des Komposthaufens wächst der Hügel bis zu einer Höhe von 4—5 Meter. Andere Großfußhühner in vulkanischen Gebieten legen sogar die Eier in die noch warme Asche eines Krateroerges. H. P.
£twzzs für die Kinder
LDir büchen fiafetflodißnplätuhcn
Dr. Oetkers
Backpulver
3-5 Tropfen Dr. Oetkers Bodwl Bittermanbe!
50 g LDeijenmehl
I geßt. Teel (3 g) Dc Oetker s „Bochin"
125 g grobe fjaferflochei»
4 Eßl Öl
75 g juihcr - 1 Ei
Die fiaferflochen werben mit dem Öl unb einem Eßlöffel des Juxhers unter ßänbigem Rühren golbgelb geröstet Danach läßt man fie erkalten. Das Ei wirb mit bem restlichen juch er unb bem Bachöl cedit schaumig geschlagen unb bann bas mit dem.Boehm" gemischte unb geflehte Mehl unb zuletzt bie ßaferstochen bojugerührt Auf ein gefettetes Blech setzt man mit 2 Teelöffeln walnußgroße Häuschen Ergebnis 20-25 Stück. Bachzeit: 25-30 Minuten bei Mittelhitze. Bitte ouettttribee!


