Nr 505 Zweites Blaff
Eichener Anzeiger (Aeneral-Anzeiger für Oberhesten) 51. Dezember |957A. Januar 1958
Fröhliches Neujahr.
Bon Friedrich Bubendey
Wer schaffen will, muß fröhlich sein! Theodor Fontane.
Nüchterne Menschen sagen uns vor der Jahres- wende immer wieder gern: es läge gar kein Grund vor, oom Neujahrstage viel Aufhebens zu machen, weil dieser Tag ja.mur eine rein kalendermäßige Bedeutung habe. Menschen dieser Art bestätigen nur das Wort „Alle Dinge sind immer das, wofür wir sie ansehen!" Bleiben wir an der Oberfläche des Kalenderblocks hängen, dann freilich können wir nicht das geheime Raunen der Schöpfung in uns hören. Dann spüren wir auch nichts davon, daß die Natur sich in den Tagen und Nächten der Jahreswende aus U)rer Totenstarre löst, daß die Sonne den tiefsten Stand ihrer Himmelslaufbahn überschritten hat, daß sich allüberall neue Lebenssäfte und Lebenskräfte regen, daß etwas Neues, Verheißungsvolles kommen will, nämlich: e i n neuesJahr!
Aus dem Mythos unserer germanischen Vorfahren wissen wir, daß sie den Beginn des neuen Jahresringes mit ehrfurchtsvollem Staunen entgegensahen und in gläubiger, freudevoller Hoffnung das Wiedererwachen der Natur, das Herannahen des Frühlings, den neuen Aufstieg der Sonne mit Feiern und Umzügen begrüßten. Geht es uns Menschen der Gegenwart nicht ähnlich? Liegt nicht am Neujahrstag auch etwas Neues, Unbekanntes vor uns, dem wir entgegensetzen? Breitet sich nicht ein weites Feld vor uns aus, an dessen Rand wir stehen, und auf das wir nun unfern ersten zögernden Schritt tun? Darauf allerdings wird es ankommen, wie wir diesem Neuen und Unbekannten entgegensetzen. Ob unser Schritt zögert, weil uns vor der Weite des Feldes bangt; oder ob wir zögern, weil wir noch einmal tief Atem holen wollen, bevor wir mit festem Zutrauen und innerer Kraft das unbekannte, unbestellte Feld des neuen Jahres betreten.
Der große Deutsche Johann Gottlieb Fichte ruft uns in diesem Augenblick zu: „Laßt uns froh fein über den Anblick des weiten Feldes, das wir zu bearbeiten haben! Laßt uns froh sein, daß wir Kraft in uns fühlen und daß unsere Aufgabe unendlich ist!" Froh sein! Das ist die^Forderung des Neujahrstages. Denn in diesem Frohsein finden wir ganz von selbst die Kraft, derer wir zur Bestellung des vor uns liegenden Feldes bedürfen. Dieser Kraft in uns müssen wir bewußt sein! „Baue auf deine Kraf t", so hat uns Adolf Hitler immer wieder aufgerufen, „und hoffe nicht auf die Hilfe der anderen. Du verdienst sie bann gar nicht. Du mußt in dir selbst verankert sein und mußt dich mit festen Füßen auf diese wankende Erde stellen!" Und ein andermal führt er aus: „Nur die Kraft ist zu allen Zeiten berechtigt gewesen, Ansprüche zu stellen, niemals die Schwäche!"
Wir aber wollen in dem neuen Jahre, das vor uns liegt, Ansprüche stellen! Oder etwa nicht? Es soll uns doch Glück und Erfolg bringen! Wir wünschen es den andern. Wünschen wir es also auch, uns! Wir wollen auf dem zu bestellenden Felde ernten und es zu etwas Tüchtigem bringen. Wie aber das bewirken? Mit Zittern und Zagen? Mit tränenvollem Gram? Mit rückblickenden Träumereien?
Du wirst es nie zu Tücht'gem bringen Bei deines Grames Träumerein;
Die Tränen lassen nichts gelingen, Wer schaffen will, muß fröhlich sein.
Wohl Keime wecken mag der Regen, Der in die Scholle niederbricht;
Doch golden Korn und Erntesegen Reift nur heran bei Sonnenlicht.
Gleichviel, ob mir Menschen des 20. Jahrhunderts mit unseren technischen Künsten die Nacht zum Tage machen können: zuletzt bedürfen wir alle des Sonnenlichtes, um froh und stark zu sein, um Korn und Erntesegen, in welcherlei Gestalt auch, reifen zu lassen Froh sein ist eine innere Haltung und heißt letztlich nichts anderes als: zum Leben ja sagen! Wer aber das Leben stolz bejaht, trotz aller Widerstände und Wirrnisse, trotz aller Unverständlichkeiten, auf die mir im Geschehen und Dahingehen des Lebens stoßen, der wird auch froh sein, dem wird das neue Jahr auch ein frohes Jahr werden!
Zu diesem Frohsein und zu dieser aus dem Frohsein erwachsenden Kraft sind wir aber auch verpflichtet. Unserer Familie, unserer Sippe, unserem Volke gegenüber! Wir stehen nicht allein auf dieser Welt. Wir sind nicht um unser selbst willen geboren. JDejtn: „Wir sind nichts! Unser Volk ist
alles!" Dieses Wort weist uns den Weg für das neue Jahr, dessen Ziel uns wiederum Adolf Hitler genannt hat: „Aufbauen wollen wir eine wahre Gemeinschaft! Aus Bauern, Bürgern und Arbeitern muß wieder werden ein deutsches Volk!" Was uns den Schritt auf das weite Feld des neuen Jahres so leicht macht, ist ja auch das, daß mit uns ein ganzes Volk marschiert. So wie Robert Ley es aussprach, so.ist es: „Das Volk marschiert, und du marschiere mit! Denn es ist dein Schicksal, dein Los — dein Glück und deine Größe!" Wer möchte zu diesen Forderungen nicht ja sagen? Laßt uns am Neujahrstage, der weit mehr ist als ein toter Kalendertag, dieses Ja aussprechen! Treten wir alle an zum Appell und marschieren wir mit unferm deutschen Volke hinein in ein fröhliches, neues Jahr, auf daß wir schaffen können!
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Oes Lahres letzte Stunde.
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Seltsam! Diese Worte Theodor Fontanes, sie sprechen auch von Fröhlichkeit und Sonnenlicht.
(Ausnahme: Elisabeth Hase, Frankfurt a. M.)
Deutschlands Kampf um dieFriedenssicherung Außenpolitischer Rückblick auf dasJahr1937
Zweierlei drängt sich vor jedem Versuch einer außenpolitischen Jahresbilanz auf: der in immer schnellerem Tempo und immer größerem Ausmaß sich vollziehende Wandel der getarnten internationalen Verhältnisse, der in geistiger wie machtpolitischer Hinsicht ein völlig neues Weltbild heraufführt, und anderseits die unbeirrbare Folgerichtigkeit und das erfolgreiche Wirken der deutschen Politik in dieser Zeit allgemeinen Umbruchs. Wenn allerdings ein namhafter französischer Publizist, eben aus diesem Empfinden heraus, der deutschen Diplomatie kürzlich das Zeugnis ausstellte, „Vorteile erzielt zu haben, wie sie sich die Völker sonst nur um den Preis eines kostspieligen Krieges erkaufen konnten", so spricht aus solchem Urteil im Grunde mehr Neid als tieferes Verständnis für das Geschehen dieser Zeit.
Gewiß war die deutsche Außenpolitik gerade auch im Jahre 1937 erfolgreich, begründete sie endgültig die gesicherte Großmachtstellung des Reiches und seine aktive Anteilnahme am internationalen Geschehen, brach das Fundament einer abgelaufenen Epoche — die Cinkreisungspolitik — um ein weiteres zusammen. Aber all das war weder ein blinder Glückszufall, noch das bloße Ergebnis geschickten diplomatischen- Wirkens. Entscheidend ist vor allem die Fruchtbarkeit, *bas Zukunftsträchtige der Ziele und Methoden der nationalsozialistischen Außenpolitik, die Klarheit und Natürlichkeit des von ihr vertretenen Weltbildes. Der Schlüssel zum Erfolg, aber auch zum Verständnis liegt zuletzt in dem wahrhaft konstruktiven Charakter einer Politik, bie^ Erfolg hat, weil sie sich nicht ben geschichtlichen Notwendigkeiten und Erfordernissen der Zeit entgegenstemmt, sondern tatkräftig und mit friedlichen Mitteln auch im Dölkerleben der so lange mißhandelten Natur zum Siege verhelfen will.
Freilich, was für uns Grund zur Zuversicht und Zufriedenheit ist, wird von einem nicht unmaßgeblichen Teil der übrigen Welt nur als neuer Anlaß zur Sorge, zur Unruhe empfunden. Den falschen Göttern einer vergangenen Epoche immer noch verhaftet, will diese Welt das Geschehen der Zeit nicht als einen Gesundungsprozeß begreifen und daran auch zu chrern Teil mitroirfen, sondern sucht vielmehr in erster Linie nach Möglichkeiten, um bas Rad einer Entwicklung aufzuhalten, die einem in Versailles wurzelnden Denken unbequem und fremd erscheinen mag, unter höheren Gesichtspunkten nichtsdestoweniger notwendig und unausbleiblich ist.
Der Widerstreit dieser beiden Kraftströme bildet nach wie vor den Urgrund aller internationalen Spannungen und drückte auch den weltpolitischen Entwicklungen des Jahres 1937 seinen Stempel auf. Das zeigte sich selbst bei dem Krieg in Spanien und dem im Sommer zum Ausbruch gelangten fernöstlichen Konflikt. An sich schicksalhaftes Geschehen, trägt beides doch — vor allem in der Art der internationalen Behandlung und Bewertung — das typische Gesicht dieser Zeit, wurden fundamentale Probleme dieser Epoche dadurch aufgeworfen. Im Falle Spanien war es die Frage nach der Rolle Sowjetrußlands im Rahmen der Staatengemeinschaft, die hier, wie vielleicht noch nie zuvor, nach einer Entscheidung drängte, die aber wegen der falschen Einschätzung der Sowjetunion durch die beiden Westmächte nicht jeye Lösung fand, die gesunder Menschenverstand und europäisches Verantwortungsgefühl forderten. Man ließ es bet der „Nichteinmischungspoliti k", weil maßgebende Mächte sich nicht zu einer klaren anti- bolschewistischen Entscheidung und einzig sinnvollen Bewertung des Geschehens in Spanien aufraffen konnten. Ja, das Sokidaritätsgefühl der europäischen
Si vester im engsten Kreis.
Geschichte einer Überraschung
ünn Peter Mattheus.
„Diesmal", sagte Herr Pitter, „gehen wir frühzeitig zu Bett Silvester fällt aus!"
Er zog sich mit einem Ruck die Weste glatt und machte ein Gesicht, aus dem eiserne Entschlossenheit sprach.
„Schade", meinte feine Frau. „Ich dachte gerade — weil wir doch Oktober umgezogen sind und unsere neue Wohnung eigentlich noch gar. nicht richtig eingeweiht haben. ."
„Wieso?" fragte Herr Pitter. „Steinbergs waren doch schon ein paarmal hier und Brauns auch."
„Und Querfurts? Und Hackeburgers? Und Tütes? Und Schilds sind auch schon lange fällig... und bei Santers waren wir erst neulich wieder em- geladen..."
„Großer Brahmaputra!" sagte Herr Pitter entsetzt — „Das allein sind ja schon zehn Personen. Soll ich vielleicht Papierketten durch die Zimmer spannen und Lampions und Fähnchen aufhängen? Glaubst du, ich werde mir die schönen neuen Tapeten gleich wieder verhunzen lassen? Neeee ..! Kommt nicht in Frage! Und überhaupt — das alles, wo wir jetzt kein Mädchen haben??? Wir gehen ins Bett!"
Und dabei blieb es.
Blieb es wirklich so? Nicht ganz!
Drei Tage vor Neujahr klingelte das Telephon.
„Was macht ihr eigentlich Silvester?" fragten Steinbergs. .
„Nichts", sagte Herr Pitter mit Würde. „Wir gehen schlafen."
„Hm — wir wollten nämlich zu euch kommen Wir dachten uns das nett, so ganz gemütlich zu viert beisammen zu sitzen, einen anständigen Punsch )u trinken und .. "
--Höri mal, das ist sogar eine Idee! sagte Herr Pitter rasch. „Zu viert mit Punsch und einem ernsthaften vernünftigen Gespräch ins neue Jahr zu rutschen — ohne dieses blödsinnige Getue mit dem Glockenschlag Zwölf . das ließe ich mir gefallen. Also kommt ihr?"
„Was macht eigentlich euer Radio?" fragten Steinbergs.
„Kapsttt", sagte Herr Pitter lakonisch. „Aber ihr kommt doch trotzdem, nicht?"
„Wir kommen!" —
Am Silvesterabend um neun klingelte es. Frau ^Pitter rückte rasch noch einmal die Gläser auf dem festlich gedeckten Tisch zurecht. Herr Pitter ging tiufmad)en.
^,N' abend", sagte er fröhlich, als Steinbergs zur Tür herein kamen. Dann ritz er die Augen auf und
sank stumm gegen die Wand. Denn hinter Steinbergs tauchten Brauns auf, dahinter Querfurts, Hackeburgers, Tütes, dann Schilds und Santers und noch viele mehr Eine endlose Kette von Menschen wälzte sich an ihm vorüber — lauter gute Freunde und Bekannte Jeder trug den Mantel unterm Arm, sagte feierlich „Guten Abend" unb' verschwand im Schlafzimmer. Alle Frauen hatten gelbe — alle Männer blaue Polohemden an. Den Schluß des Zuges bildeten zwei Hausmädchen, die einen verhüllten Waschkorb trugen, und ein drittes, das zwei Markttaschen und eine Schüssel schleppte.
Während die letzten noch an Herrn Pitter vorüberzogen, hatten die ersten bereits abgelegt und standen im Eßzimmer um den reizend gedeckten Tisch und die entgeisterte Frau Pitter herum.
„Seht mal das kleine Tischchen! Niedlich, nüch?" sagte Frau Hackeburger.
Und dann war der Tisch im Handumdrehen ab- geräumt, an die Wand geschoben und in ein Büfett verwandelt, auf dem zauberhaft schnell Platten mit belegten Brötchen, Schüsseln mit Salat und Torten und Kuchen erschienen
„Wir haben uns unseren kleinen Bedarf gleich mitgebracht", erklärte Frau Hackeburger mütterlich der gänzlich fassungslosen Frau Pitter. „Wir wollten doch mal endlich eure Wohnung einweihen, nüch?"
„Aber .. aber Steinbergs —"
„Och, die haben euch natürlich nur angerufen, damit ihr auch bestimmt zu Hause seid. War alles verabredet, mein Kind."
In der Zwischenzeit strudelte draußen um Herrn Pitter eine Rotte wilder Männer herum, die von Herrn Schild angeführt wurde
„Du hast dich um gar nichts zu kümmern, verstehst du? Nur Fragen mußt du uns beantworten: Wo finden wir eine Punschterrine für dreißig Personen? Habt ihr irgendwo einen großen Topf, in dem wir die Würstchen wärmen können? Sind das alle Eßbestecke, die ihr habt? Wo liegt bei euch der Korkenzieher?"
Herr Pitter gab alle Auskünfte in einer Art Traumzustand. Drinnen schmetterte ein Grammophon los, und aus dem Wohnzimmer daneben ertönte gleichzeitig Tanzmusik aus dem Lautsprecher. Sogar einen Radioapparat hatten sie mitgebracht und angeschlossen. Als Herr Pitter durch die Tür blickte, sah er ein buntes Gewühl von Tanzenden — lauter blaue und gelbe Polohemden. Er rang die Hände
„Lieber Himmel, was werden bloß Bergmanns sagen?"
Bergmanns — das war die Partei unter Pitters. Alte betagte Leute.
„Nur keine Angst, bei Bergmanns hab' ich heute früh B"l"ch gemach^' rief Herr Bronn Ihm zu „ich hab' gesägt, ihr hättet heute abend Gäste. Sie
sollten sich nicht wundern, wenn's ein bißchen laut würde."
Herrn Pitter blieb — mit Verlaub zu sagen — die Spucke weg.
Nach einiger Zett stieß er, noch immer etwas benommen, auf seine Frau und setzte sich Hand in Hand mit ihr in eine Ecke. Die Wohnung kam ihnen eigentümlich fremd vor. Es wimmelte von essenden, trinkenden, tanzenden und außerordentlich aufgekratzten Menschen.
„Ein wilder Völkerstamm..." murmelte Frau Pitter.
„Eine richtige Verschwörung", sagte er.
Um zwölf wurde das neue Jahr gebührend eingeleitet.
Um eins tanzte Herr Querfurt (zweihundertsechzehn Pfund) einen Krakowiak, daß die Wände zitterten.
Um halb zwei läutete es vorn. Dor der Tür stand ein altes verhutzeltes Männchen und sagte schüchtern:
„Entschuldigen Sie gütigst — mein Name ist Bergmann. Meine Frau, wissen Sie, hört ja nicht mehr gut — die schläft. Aber ich .. könnten Sie nicht .."
Er bekam ein Glas Punsch, Pfannkuchen und Würstchen in die Hände gedrückt und wurde in einer geschützten Ecke untergebracht, aus der er nur ab und zu auftauchte, wenn das Punschglas leer war
Gegen drei Uhr trat em bedauerlicher Mangel an Würstchen ein. Und um halb vier war auch das letzte Tröpfchen Punsch hinüber Die lieben Gäste brachen auf.
Herr Pitter brachte den alten Herrn Bergmann, der sich in sehr seliger Stimmung befand, persönlich die Treppe hinunter und lieferte ihn behutsam ein Stockwerk 'tiefer' ab. Als er hinter dem letzten Gast die Haustür abgeschlossen hatte, ging er mit seiner Frau noch einmal durch die Wohnung.
„Ganz hübsch werden wir morgen zu tun haben", sagte er und kratzte sich den Kopf. „Aber eigentlich roar’s doch sehr nett, nicht?"
„Sehr!" sagte Frau Pitter gähnend, „ßie-ie-ie-be Leute
Dann gingen sie schleunigst zu Bett.
Am nächsten Morgen um neun klingelte es.
„Das wird die Post sein", meinte Herr Pitter, schlaftrunken, kroch aus den Federn, zog sich den Bademantel über und ging öffnen.
Es war aber gar nicht die Post. Draußen stand eine rundliche rotbäckige Frau und lachte ihn an.
„Prosit Neujahr!" sagte sie vergnügt und drängte sich an ihm vorbei.
„Da staunen Sie wohl was? Ich bin nämlich die 2Iurron’-tefraii die für heute bestellt ist — von Herrn und Frau Hackeburger."
Herr Pitter nahm gerührt die Hand der Frau und drückte sie.
„Wenn das nicht Organisation ist..sagte er. Unb dann: „Es gibt noch gute Menschen!"
Woraus er sich eiligst wieder ins Bett verfügte.
Zeitschnffen.
— „D i e Kun st", Monatshefte für Malerei, Plastik und Wohnkultur, 39. Jahrgang, Heft 4, Januar 1938. Verlag F. Bruckmann, München. In Karlsruhe wird eine Ausstellung von Zeichnungen und Aquarellen Moritz von Schwinds gezeigt Mit einer Reihe der schönsten Blätter ist ein Aufsatz von Arthur von Schneider illustriert. Von der Ausstellung der italienischen Regierung in Berlin sind eine erhebliche Anzahl der ausgestellten Werke den öffentlichen Museen entnommen. Eines der Hauptwerke, das Gemälde von Segantini, „Die beiden Mütter" ist ausgezeichnet in der Wiedergabe. Unter den Bildnisplastiken von Anton Fiedler wird gezeigt die Büste des Marschalls Badoglio, die Fiedler al» Stipendiat der Deutschen Akademie in Rom geschaffen hat. Langheinrich macht auf die Bilder aufmerksam, die die Chiemseer Malerin Frau Hede Berber- Credner von einer Studienfahrt aus den afrifant- schen Kolonien heimbringt. Feulner zeigt Büsten aus dem Haus Keßler, Frankfurt a. M. Eine vorzügliche Reproduktion eines bisher unbekannt gebliebenen Werkes von Jan Steen zeigt die Tochter des Künst- lers. Im zweiten Teil findet man Abbildungen eines reizenden Gartenhauses von Architekt Hans Volkart, Stuttgart, dessen Inneneinrichtung das gleiche persönliche Gesicht zeigt, wie seine äußere Gestaltung. Auch die zwei Arzthäuser von Volkart aus unserer Nachbarstadt Alsfeld und Weinheim a. B. fallen durch ihre sichere, ruhige Linienführung auf. Schönes Gebrauchsgeschirr der Porzellanfabrik Rosenthal, Töpfereien der Werkstatt Wim-Mühlendyck aus dem Westerwald und handgeknüpfte Teppiche aus dem Thüringer Wald runden das Heft ab.
Lwchschulnachnchten
Professor Dr. Friedrich Pietrusky, Direktor des Instituts für gerichtliche und soziale Medizin an der Universität Bonn, ist von der Kaiserlich Leopoldinisch-Karolingischen Deutschen Akademie der § Naturforscher in Halle zum Ehrenmitglied ernannt worden.
Dem nb. ao. Professor Dr.-Jng. Robert 23 rüber I i n f an der Technischen Hochschule Charlotte n bürg ist unter Ernennung zum Ordina- I rius der Lehrstuhl für praktische Elektrotechnik an der Technischen Hochschule Aachen übertragen I worden.


