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Am Rande der Mrnationalen Aiederlaffung.

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Ein Abschnitt der Internationalen Niederlassung in Schanghai, der durch Sandsack­barrikaden geschützt ist. Links, wo man die Rauchwolken sieht (ein Pfeil bezeichnet die Stelle), war eben eine Bombe niedergefallen. (Ässociated-Preß-M.)

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Japanische Marinetruppen beim Eindringen in ein vom Kampf bereits zerstörtes Dorf bei Schanghai. (Scherl-Bilderdienst-M.)

sogenannten Entschädigungen waren bedeutungslos), um das Deutschtum an der Wurzel zu treffen. Ein . Fleck auf der Weste spielte keine Rolle für die neuen Männer

Mitunter macht auch die Natur einen Strich durch unüberlegte Methoden. Als während des Weltkrieges und in den ersten Jahren danach die Getreidepreise hoch standen, wurde in den Ber­einigten Staaten von Amerika der Acker­bau rücksichtslos über die gefährliche Klimagrenze des 101. Längengrades hinaus nach Westen, aus­gedehnt. Die Regenarmut glaubte man mit Tief­bearbeitung zur Aufspeicherung der Frühjahrs­niederschläge überwinden zu können. Millionen von Hektaren Prärieboden wurden aufgepflügt, aber das Ergebnis ist, daß Gebiete, größer als Deutschland, sich jetzt in eine vegetationslose Staubwüste verwandeln. Dieselbe Kunde kommt in diesem Sommer aus Kanada. Die Berichte lauten dahin, daß fast in der halben Provinz Sas- katschewan und in einem Teil von Alberta der Ge­treidebau wird aufgegeben werden müssen. Das Land muß liegenbleiben, bis es sich wieder mit seinem ehemaligen natürlichen Graswuchs bedeckt und als Viehweide verwendet werden kann, denn es empfängt zu wenig und zu kurze Zeit dauernde Niederschläge, um der dörrenden Sonnen­wirkung zu widerstehen, sobald der Pflug es auf­gerissen hat. Die Natur selbst schränkt die forcierte Getreideproduktion ein.

Keine Exportware.

Der Stellvertreter des Führers hat in Stuttgart vor Tausenden in der ganzen Welt ver­streut wohnenden und jetzt zu kurzem Aufenthalt in ihre Heimat zurückgekehrten Reichsdeutschen zu dem Märchen Stellung Genommen, daß der Na­tionalsozialismus die Ausländsdeutschen benutze, um in den Gaststaaten zersetzend zu wirken und gleichzeitig Spionage zu treiben Er hat mit treffenden Formulierungen dieses Geschwätz abge­tan, er hat bei dieser Gelegenheit erneut unter­strichen, was oft und oft schon zum Ausdruck ge­bracht worden ist, daß der Nationalsozialismus keine Exportware darstellt, daß er weder an andere Völker abgetreten aber ihnen gar aufge­drängt werden soll, sondern ausschließlich für Deutschland und das deutsche Volk bestimmt ist, also auch ihm ganz allein vorbehalten bleibt. Gerade das Auslandsdeutschtum, das unter dem ewigen Gerede von dernationalsozialistischen Gefahr" am meisten zu leiden hat, ist ihm für diese Feststellung besonders dankbar, hatte sich doch schon weitgehend die Auffassung verankert, daß jeder Deutsche im Ausland besondere Missionen zu erfüllen habe, die mit einer loyalen Einstellung seinem Gaststaat gegenüber nicht in Einklang zu bringen wären. Wir wissen, aus welchen Quellen diese Verleum­dungen und Verdächtigungen kommen, wir wissen, was mit ihnen bezweckt wird Wenn man also von einer Vergiftung des Auslandes sprechen will, dann kommen dafür nicht die nationalsozialistischen Deut­schen, sondern die Giftköche in Frage, die methodisch die Aufwiegelung anderer Staaten gegen Deutsch­land betreiben. Wenn sie aber meinen, mit ihrer Praxis in die Reihen unserer deutschen Volksge­nossen, die draußen ihrem Broterwerb nachgehen müssen, Verwirrung hineintragen zu können, dann haben sie sich grimmig getäuscht. Wie alle bis­herigen Tagungen der Ausländsdeutschen, so hat auch die jetzige Stuttgarter Kundgebung gezeigt, daß das Auslandsdeutschtum einig und geschlossen dasteht. Gerade das ist aber ein Verdienst des Na­tionalsozialismus. B. R.

Ausländsdeutsche Hilfe.

Stuttgart, 30. Aug. (DNB.) Der Stabsamts­leiter der Auslandorganisation, SA.-Standarten­führer Ruberg, gab vor den Hoheitsträgern und Politischen Leitern im Auslande einen Üeberblick über die erfolgreiche innere Ausrichtung der aus­landdeutschen Arbeit der AO. Im vergangenen Jahre wurden insgesamt 2 696 000 RM. von den Auslanddeutschen für das WH W. geopfert. In Spanien wurde ein großzügiges Hilfswerk ein­geleitet, das bis zum Dezember 1936 den 8000 Volks­genossen, die aus Spanien flüchten mußten, aus eigenen Mitteln 1 300 000 RM zur Linderung der größten Not zur Verfügung stellen konnte." Das deutsche Volk leistete dem Aufruf zur Unterstützung der Spaniendeutschen in einem Maße Folge, das alle Erwartungen übertraf. Rund drei Millionen Reichsmark wurden für die Spaniendeutschen ge­

sammelt. Auch in letzter Zeit wurde für die in China bedrohten Volksgenossen ein Hilfswerk ein­geleitet. Neben verschiedenen Fragen der inneren Organisation behandelte Stabsamtsleiter Ruberg auch die Arbeit des Rückwanderungsamtes der AO. und gab bekannt, daß im ersten Halbjahr 1937 9975 Rückwanderer durch die Fürsorgearbeit der AO. betreut worden sind, die ihnen den Aufbau einer neuen Existenz in der Heimat ermöglichte.

Das Ende des Bauernstreiks in Galizien.

W a r s ch a u , 30. Aug (DNB.) Die polnische Re­gierung hat in einem von Ministerpräsident Skla- dowski unterzeichneten Bericht zu den Unruhen in Klein-Polen Stellung genommen. Der Be­richt beschäftigt sich mit den Hintergründen und dem Verlauf des von der Bäuerlichen Volks­partei in Szene gesetzten Bauernstreiks. Terro­

ristische Banden hätten vielerorts Unruhen anzu- zetteln versucht, Wege verbarrikadiert, Gebäude an­gezündet, Obstbäume gefällt, Telegraphenleitungen durchschnitten und sogar Brücken zerstört. Selbst zu Angriffen auf die Polizei sei aufgehetzt worden. Das Ende der verlogenen und räuberischen Ak­tion war", so heißt es in dem Bericht,daß im Verlaufe der Unruhen 41 Personen getötet und mindestens 34 verwundet wurden. Auf der Opferliste steht kein einziger von den Anführern, die den Bauern Straflosigkeit in Aussicht gestellt hatten, sich dann aber an sicheren Orten verbargen, ohne sich um das Schicksal der Verhetzten zu küm­mern. Auf ihr Haupt kommt das vergossene Blut der Bauern? Der Mißbrauch des Erinnerungstages an einen polnischen Waffensieg zur Proklamierung eines Bauernstreiks wird unvermeidlich Konsequen­zen vor allem für die Anführer nach sich ziehen. Das weitere Verhalten der Regierung kann durch derartige Vorkommnisse nicht beeinflußt werden. Sie

wird weiter eine allmählige Besserung der Lage des Bauern anstreben und Ruhe und Drbnung im Staate sicherstellen."

Gegen die deutsche Schule in Ostoberschlesien.

Kattowitz, 30. Aug. (DNB.) Der Schlesische Sejm nahm innerhalb weniger Minuten in der Form eines Dringlichkeitsantrages einen Gesetzent­wurf an, der das private Schulwesen in der Wojwodschaft Schlesien neuen Bestimmungen unterwirft, die sich vor allem gegen das deut- s ch e Schulwesen auswirken.

Das Gesetz schreibt im wesentlichen vor, daß eine private Volksschule nuroon Kindern besucht werden darf, die nicht rpeiter als drei Ki­lometer entfernt wohnen. Das bedeutet in seiner praktischen Auswirkung, daß von 2800 Kin­dern, die die privaten deutschen Volksschulen in Ost­oberschlesien besuchen, in Zukunft rund 2000 Kinder auf den Besuch dieser Anstal­ten verzichten und eine staatliche Minderhei­tenschule besuchen müssen. Der Unterricht an diesen staatlichen Minderheitenschulen kann dem deutschen Unterricht nicht gleichgesetzt werden, weil an ihnen fast ausschließlich Nationalpolen als Lehr­kräfte tätig sind.

Eine weitere Bestimmung schreibt vor, daß die polnischen Schulbehörden die Errichtung von nicht- polnischen Privatschulen versagen können, wenn genügend staatliche Schulen vorhan­den sind ober aber vom wirtschaftlichen Gesichts­punkt aus ein Bebürfnis für eine Privatschule nicht vorliegt". Diese Bestimmung, bie jeder Auslegungs­möglichkeit Raum gibt, läßt bei ben in letzter Zeit besonbers zutage tretenden deutschfeindlichen Tendenzen in Ostoberschlesien bie begreifliche Befürchtung zu, daß es der deutschen Volksschule im Hinblick auf bie Auswirkungen des Artikels über bie Drei-Kilometerzone künftig unmöglich gemacht wirb, neue Privatschulen zu er­richten.

Oer Held von Boyen.

Generalmajor a. D. Busse, der erfolgreiche Verteibiger b e r Feste Boyen, ist im 81. Lebensjahr zur großen Armee abberufen wor­ben. Mit ihm ist ein Führer aus bem Weltkriege bahingegangen, ber unter ben schwierigsten Um- stäuben seine Pflicht erfüllte unb ber burch sein Ausharren auf seinem von ber Russenflut umbran- beten Posten mithalf, bie Entscheidungsschlacht bei Tannenberg zum vollen Erfolge zu führen. Busse, bamals noch Oberst, hatte erst wenige Monate zu­vor ben Befehl über bie Feste Boyen erhalten, die an jener Stelle liegt, wo bas weite Gebiet zwischen bem Mauer- und dem Spirding-See, also bie Kette

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ber ostpreußischen Seen unb Sümpfe passiert wer­ben kann. Hier, beim Städtchen Lötzen, laufen fünf Eisenbahnlinien, die sich vor Lätzen zu drei Strecken vereinigen, zusammen. Wer also diese Brücke durch das unpassierbare Gelände in ben Händen hatte, der konnte bequem bis an die Weich­sel vorstoßen. Busse kannte ben Wert seiner mit Waffen unb Mannschaften nicht allzu üppig aus» gestatteten kleinen Festung, zwischen beren Wällen ganze viertausenb Waffenträger lagerten. Als nun in ben ersten Wochen bas deutsch-russischen Ringens

Adele Sandrock

In ihrer Wohnung in Charlottenburg ist am Montag gegen Abend bie bekannte Schauspielerin Adele S a n d r o ck einem schweren Leiden e r - legen. Die allseits beliebte Künstlerin, bie beson­ders auch als Filmschauspielerin außerordentlich erfolgreich gewesen ist, hat ein Alter von 74 Jahren erreicht. Sie wird, ihrem Wunsche entsprechend in bie Familiengruft nach Wien auf bem Friedhof in Matzleinsdorf übergeführt wo auch ihre Eltern beigesetzt sind.

Adele Sandrock wurde am 19 September 1864 in Rotterdam geboren Schon mit 16 Jahren be­trat sie nicht ohne Erfolg in Berlin die Bühne; später kam sie nach Meiningen, wo sie jedoch so wenig gefiel, daß Kainz sich geroeigert haben soll, mit ihr zusammen zu spielen. Ihr Weg führte sie dann abermals nach Berlin, später nach Moskau, weiter nach Wien, wo sie 1889 imFall Clsmenceau" mit einem Male weltbekannt wurde und sich am Burgtheater zur großen Tragödin ent­wickelte. (Aus dieser Zeit stammt ihre ausgezeich­nete Sprechtechnik, die wir viel später noch im Film an ihr bewundert haben.) Um ihrer eigen­artigen Rollenauffassung willen war sie von den Kollegen wie vom Publikum gleichermaßen be­wundert, wegen ihrer Temperamentsausbrüche von der Direktion aber nicht minder gefürchtet. Dies führte schließlich zum Bruch mit der Burgtheater­leitung; die Sandrock begann ein Wanderleben als Gastdarstellerin, wobei Wien und Berlin ihre Stütz­punkte bildeten. Damals spielte sie u. a. auch den Hamlet. 1908 zog sie sich ins Privatleben zurück, blieb dem Theater anderthalb Jahrzehnte fern, wurde erst 1922 der Bühne zurückgewonnen und ging ins charakterkomische Fach über In Wildes Bunburry" hatte sie beim ersten Wiederauftreten einen sensationellen Erfolg; seitdem spielte sie in zahlreichen Rollen an ersten Berliner Bühnen. Im stummen Film trat sie nur wenige Male auf; erst Der Tonfilm gab ihr eine weit über Berlin hinaus­reichende Popularität. Hier ist sie durch zahllose Rollen auch in der Provinz zu einer der volkstüm­lichsten Darstellerinnen geworden, bis vor nicht sehr langer Zeit ein Unfall bei der Arbeit ihrem

unverwüstlich scheinenden Spieltemperament ein Ziel setzte. Zu den bekanntesten Filmen der Sandrvck gehörtenIhre Majestät die Liebe",Der Kongreß tanzt",Morgenrot",Das schöne Abenteuer",Dse Töchter der Exzellenz" undKleines Mädel gro­ßes Glück". Eine stattliche Gemeinde treuer Kino­besucher wird heute mit aufrichtiger Trauer der Schauspielerin gedenken, die dem Film eine lange Reihe unvergeßlicher Gestalten geschenkt hat. Diele werden bei diesem Abschied noch einmal ihre hohe und hoheitsvolle Gestalt vor sich sehen, die strengen Züge der ehemaligen Tragödin, und die tiefe, grol­lende Stimme der alten Generalinnen und Exzel­lenzen vernehmen, die sie so oft gespielt hat. Und auch in manchen Anekdoten wird das Andenken an Adele Sandrock lebendig bleiben.

Don den Aossiitener Zugvögeln.

Rund 1OOOOO von den Millionen von Vögeln, die alljährlich über die Kuriscbe Rehrung nach Süden ziehen, werden von der Rofsittener Vogel­warte mit Kennringen versehen, damit ihr Zug genau beobachtet werden kann, und von diesen werden durchschnittlich 3500 in jedem Jahr zurück, gemeldet. Rund 20000 Briefe bringt der Postbote den Raturforschem jährlich ins Haus. Oft sind es abenteuerliche Schicksale, die sie in den südlichen Ländern erleben; davon wird in ..Reclams Uni- nerfum einiges erzählt. Rus Afrika kommen oft genug Berichte, daß Störche in die Hände von Eingeborenen gefallen sind; in fünf Fällen wurden Storche mit Pfeilen in ihrem Gefieder nach Deutsch­land zurückgesandt, so daß die Vogelfvrscher fich an ethnographischen Kollegen wenden mußten, um nach den Merkmalen der Pfeile festzuftellen, von welchem Regerstamm der Storch gesichtet und getötet war Sv gelang es, den Zug eines solchen Storches einwandfrei festzulegen. 3n Frankfurt an der Oder wurde auf einem Rest ein Storch entdeckt, der in einem Flügel einen Pfeil trug; das Tier wurde gefangen, vom Pfeil befreit und wieder freigelassen, hatte dasselbe Geschick aber von neuem unter afrikanischer Sonne. Als bei Sevilla in Spanien ein Storch mit einem Pfeil abgeschossen wurde landte man diesen nach Rossitten. obwohl der Vogel keinen Kennring von dort trug, ein Zeichen dafür, wie weit schon die Kunde von der Fvrscherarbeit

Rvssittens gedrungen ist. Das Staatliche Museum für Völkerkunde in Berlin stellte fest, daß Reger in der Gegend des Kilimandscharo den Pfeil auf den ihnen unbekannten Vogel abgeschvsien hatten. Ein britischer Distriktskommisiar im Sudan teilte der Vogelwarte mit, daß dort ein Storch gefangen wurde, der in Pommern einen Kennring erhalten hatte; der Ring wurde von dem Häuptling ^es Maidob-Stammes zurückbehalten, weil sein Dol ihn als ein sichtbares Zeichen der @rmuiiguiig von seiner Gottheit auffaßte.

Gin Storch, der im Kreise Elbing als Restjunges beringt und dann nach Westfalen verfrachtet worden war, wurde dort auf einem künstlichen Rest frei aufgezogen und flog dann ab. Wenige Wochen später wurde von drei Stellen in der Rähe der Seine gemeldet:Wir haben ihren Storch gefangen!' Absender waren der französische Tierschuhverein von Sens, das zoologische Museum der Stadt und der Bürgermeister, der sich mit seinem Schreiben an den Führer wandte und ihm die Ankunft des seltenen Gastes in den Mauern seiner Stadt mitteilte. Den weitesten Weg von allen Zugvögeln, die von der Rossittener Vogelwarte beringt worden sind legte eine Flußseeschwalbe zurück, die am 1. Juli 1934 den Kennring erhielt und am 19. Dezember desselben Jahres in der Rahe von Kapstadt gefunden wurde.

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Studienrat Dozent Dr. phil. habil. Hans Volk- mann ist unter Berufung in das Beamtenoerhält- nig zum o. Professor im preußischen Landesdienst ernannt worden Der Reichserziehungsminister hat Prof. Volkmann mit Wirkung vom 1 Juni 1937 ab in der Philosophischen Fakultät der Universität Greifswald eine freie Planstelle mit der Ver­pflichtung verliehen die alte Geschichte in Vor­lesungen und Hebungen zu vertreten. Gleichzeitig hat er ihn zum Direktor des Instituts für Alter­tumskunde, Abteilung Althistorisches Seminar, der Universität Greifswald ernannt

Der ao Professor Dr. Philipp Le r sch von der Technischen Hochschule Dresden ist mit der ver­tretungsweisen Uebernahme der neuerrichteten Pro­fessur für Psychologie und Pädagogik an der Uni­versität Breslau ab 1 Oktober 1937 beauftragt worden. Sein Spezialgebiet ist Charakterologie.

Meisterleistungen auf der Internationalen Filmkunstschau.

Venedig, 30. Aug. (DNB.) Von der Inter- nationalen Filmkun st schau verdient der englische FilmEdge of the World (Die Ecke der Welt) Erwähnung, der unter der Spiel­leitung von Michael P o w e 1 von der Joe-Rock- Production hergestellt worden ist. Es ist ein ernstes Gemälde in düstergrauen Tönen, aber voll reich­stem Stimmungsgehalt, von einer der äußeren In­seln im hohen Norden Schottlands, einer verlasse­nen Oede. Wie die Menschen gegen die Elemente kämpfen und schließlich ihrer Macht weichen müssen, zeigt die Filmhandlung. Die Menschen haben harte Gesichtszüge, klare, wie vom Irdischen abgewandte Augen, sie sind so erfaßt, wie sie leben, unge­schminkt, ganz aus ihrem rauhen Dasein heraus- gegriffen. Der Beifall bewies, daß zum Erfolge keineswegs immer aufs Aeußerliche gerichtete An­strengungen erforderlich sind.

Der Tobis-FilmVersprich mir nichts" wirkte durch seine flotte Handlung und vor allem durch die hinreißende Darstellung der Hauptperso­nen (Luise Ullrich, Viktor de K o w a). Und wenn Heinrich George im spannendsten Augen- blick sehr gewichtige Worte von Kunst und Künst­lern ausspricht, so gibt er dem Film ganz unauf» fällig einen besonderen Ton, der ihn über den Durchschnitt hinaushebt. Dies hat man insbeson­dere in Venedig gefühlt.

Der französische Sacha - Guitry - FilmL e s Perles de la Couronne (Die Perlen der Krone) nimmt durch seinen originellen Aufbau unb feine glänzende regietechnische Aufmachung gefan­gen. In flüssiger Erzählung, erfüllt von geist- sprühenden Gedanken, reiht sich eine wahre Kette von bezaubernden Bildern aneinander. In dem schrankenlosen Flug durch Zeit und Raum wurde die Kamera mit meisterhaftem Können eingesetzt.

Starken Eindruck machte der englische Dokumen- larfilm von der Krönung König Georgs VI Der japanische KulturfilmKyoiku Nippon", der ein anschauliches Bild von dem hohen Stand des ja- panischen Schulwesens vermittelte, war inhaltlich interessant.