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nationalsozialistischen Rundfunks wachzuhalten. Sie hätten durch eine neue Dienstvorschrift im Rahmen der Propagandaleitungen der Partei wichtige Auf­gabengebiete erhalten.

..Trotz der erfreulichen Entwicklung im Rund­funk". so betonte Dr. Goebbels,gibt es keinen Anlah. auf den erworbenen Lorbeeren aus­zuruhen. Es soll unser aller Ehrgeiz fein, auf diesem Gebiet nicht nur an der Spitze aller europäischen Länder, sondern an der Spitze aller Länder der Erde zu marschieren. Dieses Ziel kann und wird erreicht werden; ihm sol­len für die nähere und weitere Zukunft unsere

Kräfte dienen."

Der Minister sprach seine Anerkennung darüber aus, daß seiner Forderung nach einer größeren Rücksichtnahme auf die Unterhaltsbedürfnisse der breiten Volksschichten von allen Sendern weitgehend Rechnung getragen wurde. Er wandte sich energisch gegen die sogenannten warnenden Stimmen, die immer wieder glaubten, in diesem Zusammenhang auf gewisse Gefahren aufmerksam machen zu müssen.

Der Rundfunk soll nicht nur Besitz der Schich­ten von Geld und Bildung, sondern Besitz des ganzen Volkes sein. Er hat nicht die Auf­gabe, es dem regelmäßigen Konzert- oder Theater­besucher bequemer zu machen, indem er ihm die Mög­lichkeit gibt, eine Symphonie oder Oper zu Hause am Lautsprecher in Schlafrock und Filzpantoffeln anzuhören, seine Aufgabe ist es vielmehr, den breiten Massen, die meistens weder Zeit, noch Geld, noch Gelegenheit haben, ein Theater oder ein Konzert zu besuchen, Erholung, Unterhal­tung und Entspannung zu geben. Das ist keine Auf­gabe zweiter, sondern eine a l l e r e r st e r Klasse. Es kann nicht Sache des Rundfunks sein, nur künst­lerische Spitzenleistungen zu senden. Er muß seine Darbietungen wenigstens im großen ganzen auf die breiten Massen einstellen; denn er hat ja nicht ein- oder zweitausend begeisterte Kunstkenner und Kunstenthusiasten, sondern er hat eine Nation gls Hörer.

Der Rundfunk kann nicht in einer ständigen Hochspannung der Gefühle leben. Aber für ihn gibt es einen Alltag, der sich wie überall anderswo vom Sonntag unterscheiden muß. Die Stärke eines guten Rundfunkprogramms liegt in der rich­tigen Dosierung zwischen Unterhaltung, Freude, Be­lehrung, Erziehung und Politik. Eines auf Kosten des anderen zu benachteiligen, wirkt sich immer in der Durchschlagskraft und damit auch in der Hörer­zahl des Rundfunks aus.

Ich bin weit davon entfernt, hier einem beque­men Opportunismus das Wort zu reden. Aber ich weiß aus eigener Erfahrung, daß nach Tagen schwe­rer Sorge und Last eine Stunde der Entspannung und unterhaltsamer Erholung oft Wunder wirkt. Und ich kann mir vorstellen, daß es so auch dem deutschen Bauer und Arbeiter geht. Es ist deshalb auch durchaus irrtümlich und greift vollkommen am Wesen des Rundfunks vorbei, zu glauben, daß eine Aufspaltung seiner Arbeit für verschiedene Volks-, Standes- oder Altersgruppen feinem eigentlichen Zweck gerecht würde. Es darf keinen Rundfunk für den Arbeiter oder den Bauern ober den Angestellten oder den Soldaten geben.

Es gibt nur einen Rundfunk des deut­schen Volkes. Appelliert der Rundfunk an den Arbeiter, den Dauern, den Angestellten oder Soldaten, so muß das in einer Weise geschehen, daß unmittelbar das ganze Volk inter­essiert ist, also so. daß auch der Arbeiter mit Genuß die Stunde des Angestellten und der Soldat mit Genuß die Stunde des Dauern an­hören kann. Ist das nicht der Fall, so dient diese Stunde nicht dem Stande, den sie an­sprechen will und schadet der Gemeinschaft, an die sie sich richten sollte.

Reichsminister Dr. Goebbels verwahrte sich energisch dagegen, daß es Aufgabe des Rundfunks fei, Experimente zu machen. Es müsse unter allen Umständen vermieden werden, literarische oder musikalische Jugendstammeleien vor das Ohr der breiten Massen zu bringen, die dafür weder Ver­ständnis noch Zeit noch Geduld haben. Das gelte auch für einen Teil unserer Hörspiele, mit de­nen der deutsche Rundfunk zu gewissen Zeiten ge- radezu überschwemmt wurde. Sie wirkten in ihren gebrüllten Ekstasen auf den Zuhörer aufreizend und abstoßend.Wenn mir", so erklärte Dr. Goebbels, in Bezug auf die Hörerzahl das erste Rundfunk­land der Welt werden wollen, so müssen wir auch den Ehrgeiz haben, den besten, in ter ess an- testen, aktuell st en, bildend st en und unterhaltend st en Volksfunk der Welt zu besitzen. Dazu gilt es alle künstlerischen Kräfte freizumachen.

Die Dezenlralifalion der Verwaltung des Rund­funks muh auch eine Dezentralisation der Programmgestaltung nach sich ziehen. So eindeutig und unantastbar die Füh­rung des Reiches für den Rundfunk durchge- feht worden ist, so großzügig und unvoreinge­nommen sollen seitens der einzelnen Sender die künstlerischen Kräfte ihrer Landschaften mobil gemacht werden. Denn die Reichseinheit ist auch auf diesem Ge­biet kein öder Zentralismus oder Bürokratis­mus, sondern eine lebendige fruchtbare Funk­tion unseres Volkslebens, die sich aller Möglich, kelten im Lande selbst bedient, um aus der

Vielfalt heraus die Einheit zu formen.

Dr. Goebbels erinnerte daran, daß der Rund­funk für die D e u t s ch e n jenseits unserer Grenzen in anderen Ländern und in Uebersee manchmal die -einzige Brücke zum Reich bilde. Wir aber, die wir diesem Deutschland Stimme und Gestalt gäben, hätten darum die Pflicht, da- ür zu sorgen, daß niemand in der weiten Welt sich einer deutschen Heimat auch nur eine Minute zu chämen brauche.

Dr. Goebbels schloß seine Rede mit dem Dgnk an den Führer, der Deutschland seine politische und kulturelle Einigung zurückgab.Der Rund­funk sei das Band, das alle Deutschen diesseits und jenseits der Grenzen geistig und seelisch umschließt. Treu und unbeirrt wollen wir an ihm Weiterarbei­ten, um ihn immer mehr zu einem Träger deut­schen Lebens, deutscher Kunst und Kultur, deutschen Frohsinns und deutscher Lebensfreude zu machen." In diesem Sinne erklärte Reichsminister Dr. Goebbels dieGroße Deutsche Rundfunkaus­stellung 1937" für eröffnet.

Die eindrucksvollen Darlegungen von Reichsmini­ster Dr. Goebbels, die den Aufschwung und die Auf- gäbe des deutschen Rundfunks klar umritten, fanden stärksten Beifall.

Mit den Liedern der Nation erhielt die Eröff­nungsfeier ihren weihevollen Ausklang.

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Auch die übrige Welt scheint auf dem heften Wege, dies endlich einzusehen. Der NichleiniM schungsausschuß jedenfalls sollte diese Tatsache nia< mals aus dem Auge verlieren.

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bie Sowjetunion den britischen Plan zum Scheitern gebracht, in­dem sie einen feiner drei Grundpfeiler zum Sturz brachte. Diese unwiderlegbare Feststel­lung muß hier gemacht werden. Sowjetruhland allein Hal hier die schwere Verantwortung vor der Welt zu tragen.

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Regierungen bereits seit 14 Tagen besaßen, dies«« nochmals zur Stellungnahme zu übersenden. 2)cs Charakteristische für die herrschende Einstellung diesem Ausschuß aber bestand darin, daß es in Grunde belanglos war, welchen Fragebogen men letzten Endes nahm, den englischen, den italienisch« oder die deutschen Vorschläge. Man hätte ja bie Fragen beliebig nach der einen ober anberen Rich tung ergänzen können. Ich erinnere ben Ausschuß baran, baß ich'in ber letzten Sitzung einen solch« Ergänzungsvorschlag machte, ber aber ab- gehnt würbe. Lediglich darauf aber kam es <p, ob man bereit war, loyal in dem Gedankengaiy des englischen Planes, den man angenoy. men hatte, an seine Regierung die eine Frage i stellen: ,

Zu welchem Zeitpunkt ist man bereit, den Spaniern die Rechte kriegführender als Teil der Kontrolle zu gewähren und in welch zeit- licher Verbindung sollte diese Gewährung mit der Frage der Zurückziehung der Freiwilligen gebracht werden?

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Die britische Regierung, auf kr Suche nach einem Ausweg, stellte bann einenF^a gebogen" auf. 3n biefem waren bie Rechte Mriegführender als Teil ber Kontrolle nun aber völlig verschwunden. Sie wurden dagegen mir noch In dem soeben er«

Wenn das nicht der Fall sei, müsse man sich fragen, was denn die Sowjetregierung eigent­lich überhaupt angenommen habe.

Der portugiesische Vertreter eich' tele an den Sekretär des Ausschusses die Fragt, ob es richtig sei, daß bisher kein sowjel' russisches Schiff einen Beobachter an Bord genommen habe, eine Anfrage, die der Sekretär des Ausschußes bejahen mußte. Es wurde also festgestellt, dah trotz des regen Schiffsverkehrs zwischen Sowjetspanien und Sowjetrutz- land bisher nicht ein einziger Be­obachter des Ausschusses an Bord eines sowjetrussischen Schiffes genommen wurde, eine Tatsache, die aufs deutlichste für sich spricht- Irn weiteren Verlaufe der Aussprache mies dtS deutsche Vertreter sodann darauf hin, daß &W Weiterführung der Erörterungen zwecklos wäre, bevor nicht geklärt sei, ob die Sowjetregi^ rung ihren Standpunkt, wonach keine Rechte Kriek führender gewährt werden dürften, aufrechterhalten wolle. Die deutsche Regierung sei zu jeder Mitan' beit am englischen Plan bereit. Sie müsse sich ihre gesamte Stellungnahme vorbehalten, solang' die Sowjetregierung ihren Standpunkt nicht reit' diert habe. Da es keinen Zweck habe, endlose flE tige Diskussionen zu führen, schlage er daher vocr

1. Die Feststellung, daß der britische Plan in­folge der Stellungnahme des Sowjetver­treters nicht weiter behandelt werden könne.

2. Daß der Ausschuß sich vertagen möge, um den Regierungen über die neue Lage 3°

halten.

Botschafter von Ribbentrop

Zur Beantwortung dieser Fragen waren einige Vertreter aber einfach nicht bereit. Ich fürchte, daß der Ausschuß damit der Welt ein wenig erfreuliches Bild geboten hat. Den Schleier des Geheimnisses dieser 1 4 t ä g i g e n Spie­gelfechterei zu lüften und endlich deren wahre Ursache zu bekennen, blieb aber dem Sowjet- oer t r e t e r vorbehalten, der kürzlich erklärte, seine Regierung könne einem wesentlichen Teil des briti­schen Planes, nämlich der Gewährung der Rechte Kriegführender, nicht zustimmen. Eine sehr bequeme Methode: Man hatte den britischen Plan als Dis­kussionsbasis angenommen und damit auch grund­sätzlich die Gewährung der Rechte Kriegführender. Dann hatte man 14 Tage diskutiert und allerlei taktische Kniffe angewandt, um der Frage der Rechte Kriegführender auszuweichen.

Als bann aber enblich Farbe bekannt werben mußte, erklärte man einfach, bah dieser Teil des britischen Planes nicht annehmbar wäre. Die einzig logische Folgerung, die ich aus dieser Handlungsweise ziehe, ist, daß der Welt Sand in die Augen ge st reut werden sollte, und daß man in Wahrheit niemals gewillt war, den britischen Plan zu akzeptieren.

Ich muß sagen, daß mir das Verständnis für diese Verhandlungsmethoden fehlt und daß diese geeignet sind, das Ansehen des Ausschusses in der öffentlichen Meinung noch mehr zu diskreditieren, als das so­wieso schon der Fall ist.

Ich kann an dieser Stelle nicht umhin, noch ein­mal in aller Öffentlichkeit auf die Bedeutung hin­zuweifen, die der Mitarbeit ber beiden spani­schen Parteien bei unserem Nichteinmischungs­plan zukommt. Schließlich sind die Spanier an die­sen Fragen ja auch etwas interessiert! Besonders trifft dies für die Gewährung der Rechte Krieg­führender zu. Mir scheint überhaupt, daß in der Behandlung des britischen Planes durch den Aus­schuß die Gefühle und Wünsche der Spanier oft nur s o nebenbei behandelt wurden.

General Franco ist ein stolzer Patriot. Er ist der Befreier des Landes von ben Mächten der Zerfehung. Er beherrscht ben größten Teil Spa­niens. Das wollten wir nun General Franco Vorschlägen? Wir wollen ihm Kommissionen in die Häsen schicken, die ihm bie Zufuhren zu feiner kämpfenden Truppe kontrollieren sollen. Wir wollen ihm die Kommissionen schicken, die aus feiner kämpfenben Truppe bie Freiwilligen abtransportieren sollen. Wir wollen ihm weiter sonstige Beschränkungen seiner Souveränität zumuten.

Glauben Sie wirklich, daß ein stolzer Spanier, ber im Existenzkampf für das Wohl seines Volkes steht, dies alles hinnehmen würde, wenn man ihm nicht zu mindesten das primitive Recht der Anerken­nung der Rechte Krieg führender, Autorität und Macht zubilligt? Täuschen wir uns

Sowjeirußland Hal den englischen plan zum Scheitern gebracht!

Eindrucksvolle Erklärung des deutschen Botschafters im Richteinnnschungsausschuß.- Beratung ohne Ergebnis.Erne neue sensationelle Feststellung: Alle sowjetrussischen Schiffe fahren ohne Beobachter nach Spanien.

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gab hierauf folgende Erklärung ab: Von den im Nichteinmischungsausschuß vertretenen Staaten

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nicht: Ohne eine solche Gegenleistung wäre allM dies niemals möglich. Der Ausschuß hätte-sonst leiMj wieder eine Ueberrafchung erleben können.

Ich glaube, man sollte sich überhaupt ein für allemal darüber klar sein, daß jede Richtein- mischungsmahnahme dieses Ausschusses, die spanisches Gebiet berührt oder die die Mithilfe der Spanier erfordert, in Zukunft immer bie Gewährung ber Rechte Kriegführenber durch bie im Ausschuß vertretenen Staaten bebingl. Abschließend möchte ich die Lage jetzt, nachdem wir alle Antworten zum britischen Plan überfein, wie folgt zusammenfassen: Auf der einen Seh haben sich 2 6 von den im Ausschuß vertretenen 2? Staaten zu dem Grundgedanken des britischen Pla- nes bekannt. Abweichende Meinungen bestehn

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£ o n b o n, 30. Juli. (DRB.) Der Unteraus­schuß bes Vorsihenben bes Richteinmischungsaus­schusses vertagte sich am Freitag nach breiein- halbstünbiger Sitzung, um ben Regierungen Gelegenheit zu geben, zu ber Lage, bie auf Grunb ber eingegangenen Antworten entstauben ist, Stel­lung zu nehmen. Eine weitere Sitzung bes Aus­schusses wirb einberufen werben, fobalb ber Vor- sihende bies für zweckmäßig hält. Die Sitzung ist somit im wesentlichen ohne klares Ergebnis geblieben.

Die Sitzung wurde von

Lord piymouth

mit einer Erklärung eröffnet, in der er darauf hin- wies, daß sämtliche Antworten bis auf die bulga­rische eingegangen seien. Die Antworten wiesen ein weitgehendes Maß von Uebereinftimmung auf, jedoch bedürften noch einige Punkte der Aufklärung. Was die sowjetrussische Antwort angehe, so bedauere er ihren Inhalt. Er hoffe jedoch, daß

der Bolschewisierung Spaniens. D>i Nichteinmischung ist diesem Ziele hinderlich. DaM . lehnt die Sowjetunion die Rechte Kriegführenb»: f6sunt ab, wohl wissend, daß damit der britische Plan str auf l scheitern muß und der Nichteinmischungspolitik eil Schlag zugefügt wird, von dem sie sich schwer ei' holen kann.

Die Parole Moskaus ist eben Einmischung um jeden Preis. Die Maske, bie bieses Spiel ver- beckte, ist mit betn heute hier abgegebenen Be­schluß Sowjetrußlanbs gefallen. Dies hat viel­leicht insofern fein Gutes, als bie Welt baburch immer klarer sieht, wer ber wahre Störenfried ist. Wir Deutschen wissen seit langem: Wäre S o w j e t r u h l a n b nicht ba, gäbe er keinen spanischen Bürgerkrieg.

wähnten, höchst unklaren Zusammenhang mit der Zurückziehung der Freiwilligen erwähnt. Es ist nur zu verständlich, daß die deutsche und die italienische Regierung daher in der Sitzung über den Frage­bogen sich erneut für die F e st h a 11 u n g andern englischen Plan aussprachen und eine ent­sprechende Fragestellung an die Mächte verlangten. 14 Tage hat sich nunmehr bereits der Ausschuß mit unfruchtbaren Diskussionen über die Frage der weiteren Behandlung des Problemes abgegeben, die eigentlich bei loyaler Einstellung zu dem Plan gar nicht hätte existieren dürfen. Man redete und ereiferte sich, aber letzten Endes lief alles nur darauf hin­aus, zu verhindern, daß in der Frage der Rechte Kriegführender ein weiterer Schritt unternommen werde. Den Höhepunkt bildete am letzten Dienstag eine der seltsamsten Spiegel­fechtereien innerhalb dieses Ausschusses, die ich je erlebt habe.

In langen Debatten konnte man sich über ein Do­kument von Fragen, das nach Inhalt und Reihen­folge genauestens dem britischen Plan entsprach, nicht einigen, um nach 41/2ftünbiger Diskussion zu beschließen, den britischen Plan selbst, den die

bie Sowjetregierung ihren Standpunkt redigieren werde, da es sonst schwierig sein würde, den englischen Plan zu verwirklichen. Zu der deutsch-italienischen Antwort seien weitere Auf­klärungen notwendig, um ein klares Bild zu

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Der Grund für diese Haltung der Sowjetunion llusschuf ~ ' ' ' ' ' in Verb

Der französische Vertreter erklärte danach, er müsse sich dagegen wenden, daß der deutsche Vertreter der britischen Regierung einen Wechsel ihrer Stellungnahme oorgeworfen hätte

Der deutsche Botschafter antwortete hier­auf, daß es ihm fernliege, die britische Regierung in irgendeiner Weise zu verdächtigen, seine Dar- Heilung der Vorgänge entspreche aber den Tat­sachen. Er erkenne gern an, daß die britische Re- gierung ihr Bestes versucht habe. Offenbar habe der Wunsch, zu vermitteln, sie aber unbewußt ver­anlaßt, nicht immer das Gleichgewicht des Planes zu halten.

Der italienische Botschafter G r a n d i erklärte, er sei von der französischen Antwort nicht befriedigt. Er bitte um Aufklärung darüber, ob die Fran­zosen den Punkt 3 des britischen Planes (Gewäh- rung der Rechte Kriegführender) ebenso annähmen, wie die italienische Regierung den Punkt 7 des britischen Planes (Zurückziehung der Freiwilligen) angenommen habe.

Der Sowjetbotschafter M a i s k y versuchte hier­auf in einer längeren Rede die deutsche und die italienische Regierung anzugreifen, indem er be­hauptete, dah sie einer Entscheidung in der Frei­willigenfrage auszuweichen versuchten. Ferner müsse er sich dagegen wenden, wenn der deutsche Ver­treter erklärt habe, daß die Svwjetregierung den britischen Plan grundsätzlich angenommen habe. Sie habe ihn nur als Erörterungsgrundlage ange­nommen.

Der deutsche Vertreter wies dem­gegenüber unwidersprochen daraus hin, daß für die normalen Menschen die Annahme als Er­örterungsgrundtage auch bedeute, dah der Plan in feinen Grundlinien bejaht werde.

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ist klar: Sowjetrußland hat den fpani f cf) e n Bürgerkrieg begonnen. Es rnöch,» M Er ihn auch auf feine Weife beendet sehen, d. h. nui 'che m

Die uns vorliegende schriftliche Erklärung bet Sowjetunion zu dem britischen Plan bedeutet M meine Regierung eine völlig neue Sage. 3d bin der Auffassung, daß es keinen Wert hat, bei dieser Sachlage in eine Erörterung der Einzelheit^ L der vorliegenden Antworten einzutreten. Die Sick , .0 lungnahme meiner Regierung zu dieser neuen Lass mutz ich mir daher nach jeder Richtung Vorbehaltes

haben sich 26 mit den Grundsätzen des britischen Planes vom 14. Juli owie mit seiner alsbaldigen Inangriffnahme einverstanden erklärt. Ein Staat hat sich ausgeschlo sen: Sowjetruhland.

Der erratische Plan besteht bekanntlich aus drei Hauptabschnitten: Wiederherstellung der Kontrolle, Gewährung der Rechte Kriegführender an die beiden spanischen Parteien und Zurückziehung der Frei­willigen fremder Nationen. Es ist wiederholt inner­halb dieses Gremiums und auch von dem britischen Außenminister erklärt worden, daß die drei Teile des drittschen Planes miteinander in Zusammen­hang stehen und ein Ganzes bilden.

Durch die plötzliche glatte Weigerung, den Spaniern kriegführende Rechte zuzugestehen, hat Sowjetruhland den britischen Plan zum Scheitern gebracht.

Ich muh sagen, wir sind in diesem Ausschuß ja manches gewöhnt. Dieses letzte Vorgehen Sowjet­rußlands aber steht doch wohl einzig da. Welche Begebenheiten haben denn zu dieser erstaunlichen Situation geführt?

Am 16. Juli wurde der britische Plan als Dis­kussionsbasis von den 27 Mächten angenommen. Auch die Sowjetunion nahm damit einen der wesentlichen Punkte des brittschen Planes, die Ge­währung der Rechte Kriegführender an Spanien,

allerdings noch über den Zeitpunkt, an dem bie jeinmifd) Rechte Friegführender gewährt werden sollen. Auf binju der anderen Seite hat ein einziger Staat, näm» y, daß reinftimi i grunb

Daß sie dies nicht gerne getan hat, sollte sich alsbald zeigen. Es setzte nämlich ein seltsames Spiel in diesem Ausschuß ein, um die Frage der Rechte als Kriegführende allmählich aus dem Ge­sichtskreis der Ausschußmitglieder verschwinden zu lassen. Der erste Ansatz hierzu zeigte sich bereits in dem britischen Plan selber. Während die briti­schen Vorschläge in klarer, logischer Reihenfolge aus folgenden Abschnitten bestanden:

1. Wiedereinführung eines Kontrollsystems,

2. weitere zu treffende Maßnahmen, um gewisse Lücken in dem Ueberwachungssystem durch die Ge­währung der Rechte Kriegführender zu schließen, und die Zurückziehung der Freiwilligen, zeigte sich in dem Teil des brittschen Dokuments, das von der Ausführung dieses Planes handelt, bereits in der Anordnung eine willkürliche Abänderung, die mit obiger logischer Reihenfolge in Widerspruch stand. In dem brittschen Plan bildete nämlich die Ge­währung der Rechte Kriegführender einen Teil des Kontrollschemas und wurde vollständig unabhängig von der Frage der Freiwilligenzurückziehung be­handelt.

In dem Teil des Planes dagegen, der allein die Durchführung betraf, wurde dieser funbamen» taleGe danke des Planes einfach fal­len gelassen. Es wurde jetzt aus rein politischer Rücksicht die Gewährung der Rechte Kriegführender von einer zufriedenstellenden Durchführung der Zurückziehung der Freiwilligen abhängig gemacht.

Bereits in der einleitenden Sitzung des Aus­schusses des Vorsitzenden war au bemerken, daß plötzlich bei diesen ersten Stellungnahmen zum brittschen Plan nur seltsamerweise fast ausschließ­lich die Freiwilligen-Frage in den Vorder- gründ geschoben wurde, während z. B. der Sowjet- uertreter die Frage der Rechte Kriegführen­der ganz überging, so daß ich mich zu der Be­merkung veranlaßt sah, daß ich keinesfalls zulaffen könnte, die Rechte Kriegführender den Weg des spanischen Goldes gehen zu sehen.

In der zweiten Sitzung hat unser italienischer Kollege mit Nachdruck auf die Unstimmigkeit zwischen dem britischen Plan und dem Durchführungsvorschlag hingewiesen und auf der Einhaltung der Reihenfolge, wie sie von dem Urheber des Planes, der brittschen Regierung, vorgeschlagen war, bestanden. Die Folge waren die schwersten Angriffe in der internatio­nalen Presse gegen Deutschland und Italien, die man einfach beschuldigte, das Problem der Frei- willigenzurückziehung umgehen zu wollen und da- mit_ben britischen Plan zu sabotieren.

In Wirklichkeit tagen die Dinge aber umge­kehrt, denn zunächst einmal war die Zurück­ziehung her Freiwilligen unser eigener de>t scher Vorschlag, und durch die willkürliche und zeitlich völlig vage Abhängigmachung dSr Gewährung der Rechte kriegführender vom Freiwilligenproblem soll­ten in Wirklichkeit oue Rechte Krieg- führender in der^Derfenkung ver-

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