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Vas Deutschland will

Oer Inhalt der deutschen Antwortnote.

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30. Juli. (DNB.) Die Antwort

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lienzen die Kontrolle zur See, zu Lande und

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Sowjetrußland will den plan löten

Feststellung des Blattes der englischen Arbeiterpartei.

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Tud) deutscher Auffassung muh im Interesse eil er hermetischen Abschnürung der spanischen

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n britisch« gebracht, in* irundpfeiler zu rlegban Jeflfte n. SowjelruhW tantroodung m gen.

Es ist besonders hervorzuheben, dah Deutschland alles getan hat. um dem britischen plan zum Erfolg zu verhelfen. Es ist aber selbstverständlich, wenn der deutsche Vertreter erklärt hat, er sei sicher, dah die Reichsregierung einer Bespre­chung von Einzelheiten des britischen planes nicht zustimmea könne, solange nicht grundsätz­lich die Haltung der Sowjetunion in der Frage der Gewährung der Rechte Krieg­führender einwandfrei und posi­tiv geklärt wurde.

da. gäbt» ütgerhlW lt auf ton' n. Der S# . diese Tatsache

bet sehen, d.h. Spaniens. I e hindeM.

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$ vom 14. Juli befürwortet tiverDurchführungder i n m i s ch u n g in Spanien.

üstung wäre 1 »8 hätte, sonst 2 n können.

ttrhaupl ein fi' h jede Ilichle Ausschusses, h die die Wh kunfl immer V iführender öatj Staaten beblnf.

-°ge jetzt, na en Plan übers f der einen L Huß vertretenen des britischen Meinungen beit »unkt, an dm werden sollen, iger Staat,Bi

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er ist Deutschland einverstanden, daß den erkriegsparteien die Rechte Kriegführender zu- igt werden, um so mehr, als sie einen wesent- Teil des Kontrollschemas bilden. Wenn chland weiter vorschlägt, daß diese Anerken-

Ausdehnung der Schwierigkeilen."

Feststellung in zuständigen englischen Kreisen.

Wich wiedergegeben. .

.Dir diplomatische. Korrespondent desDaily ^ttold" ist der Ansicht, daß

in britische plan praktisch bereits tot fei.

Eirvi man ihn noch nicht gänzlich getötet habe so Milif), weil niemand den Mut gehabt habe, ihm ^!)desstoß zu versetzen. So habe denn dle 2ln- XH Lord Plymouths, die Sitzung zu vertagen, * 1!lbirfeit ausgelöst. Seine Erklärung, daß sie 3 »Hs weiterer Aufklärungen notwendig sei, nennt ^rforrefponbent illusorisä). Die Lage sei im Ge- 0' Wl sehr klar.

Smjetruhland fei entschlossen, den plan zu «kn, wünsche aber nicht, die Verantwortung

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berichten und Zelt zur Ueberlegung zu haben, was für die Rettung der Nichtein­mischung getan werden könne.

demgegenüber versuchten der englische und uii der französische Vertreter eine Erörte- yna der Frage herbeizuführen, ob es nicht doch iviDolI wäre, zu erklären, zu welchem Zeitpunkt lim Gewährung der Rechte Kriegführender erfolgen Lire, selbst wenn die Sowjetunion auf ihrem glcibpunft beharre. Diese Anregung wurde jedoch - (n ihrer Unlogik von dem deutschen und krt italienischen Vertreter a b g e l e h n t. Die Aus- ixciche schloß schließlich mit dem eingangs erwähn- le»Beschluß, dle entstandene Lage den Regierungen $11I Ueberprüfunfl zu berichten.

Korrespondent macht sich die Worte des deutschen Vertreters zu eigen und meint, 26 von den 27 Nichteinmischungsstaaten hätten den britischen Plan gebilligt.

Sowjelruhland aber st ehe allein da. Riemand könne sich eine klare Vorstellung darüber machen, welche neuen Schritte unter­nommen werden könnten, um das Richtein­mischungsabkommen zu erhalten.

Jetzt steht der Londoner Ausschuß wieder einmal vor einer fristlosen Vertagung. Mit einer neuen Sitzung könne man, wenn überhaupt, dann erst für eine Ende nächster Woche rechnen.

Der diplomatische Korrespondent derDaily Mail" schreibt als Einleitung zu seinem Bericht über die gestrigen Beratungen, Sowjetruß- lands Weigerung, die Kriegführenden-Rechte den beiden Parteien in Spanien zuzugestehen, habe den Nichteinmischungsausschuh zum Sinken gebracht.

Erkenntnisse in Frankreich.

Paris, 31. Juli. (2)9153. Funkspruch.) Die P°- riser Morgenpresse zeigt sich hinsichtlich der Londo­ner Nichtemmischungsbesprechungen r echt P e 1 H 5 mistisch. Man betonte allgemein, daß Die Gegen­sätze, die zwischen England und Frankreich auf der einen Seite, Deutschland und Italien auf der ande­ren und nicht zu vergessen S o w z e t r u ß l a n d auf der dritten Seite beständen, so groß seien daß die vorhandene K l u f t n u r s ch w erub e r brückt werden könne. Wahrend die Rechtsb atter zugeben, daß Sowjetrußland die größte Verantwor­tung an einem etwaigen Scheitern der augenblick­lichen Bemühungen tragen wurde versuchen die marxistisch und kommunistisch angehauchten Organe selbstverständlich, Deutschland und Italien die Schuld in die Schuhe zu schieben.

Die rechtsstehende ZeitungEpogue schreibt, die Moskauer Regierung habe durch ihre Haltung die Verantwortlichkeit für einen Mißerfolg über­nommen.

Die sowjelrussischen Forderungen konnten auf keinen Fall anerkannt werden, denn es würde Moskau stets ein leichtes fein, später zu erklä­ren daß die Zurückziehung der Freiwilligen noch nicht endgültig durchgeführt sei und dah die Anerkennung der beiden Parteien als krieg­führende Mächte daher verfrüht wäre. Die fomjetrussische Forderung, die marotfani-

lich, daß eine solche im Verlaufe der nächsten Woche, stattfinden werde.

Zu dem Ausgang der gestrigen Sitzung des Nicht- einmischungsausschusses schreibt der diplomatische Korrespondent von Reuter unter Hinweis auf die am Freitag infolge der sowjetrussischen Er­klärung klar zu Tage getretenen Meinungsver­schiedenheiten,

die britische Regierung sei vor allem bemüht, die Tür offenzuhalten,

Zu diesem Zwecke hoffe man, daß weitere (Er­läuterungen der deutschen, der italienischen, der portugiesischen und der sowjetrussischen Antwort beigebracht würden, und daß die endgültigen Ansichten der Regierungen nicht jede Möglichkeit eines Kom­promisses ausschließen würden, wobei daran er­innert werde, daß alle in Frage kommenden Regie­rungen wiederholt ihren Willen zur Nichteinml- schungspolitik betont hätten. Gleichzeitig lasse die Tatsache, daß 14 Tage vergangen seien, seit der britische Plan als Erörterungsgrundlage angenom­men worden sei, auf ein Scheitern des Appells von Lord Plymouth zur Beschleu­nigung schließen, und die Aussicht, daß die eng­lischen Vorschläge jemals in die Tat umgesetzt wer­den würden, sei anscheinend gering.

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Bewahrung h ich in der Luft möglichst gleichmäßig wirk- ber JteimlinT '

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ßm b o n , 31. Juli. (DNB.) Zur Sitzung des inmischungsausschusses wurde am Freitag- ni in zuständigen englischen Kreisen art, daß zwar in einigen Punkten eine gewisse ereinftimmung geherrscht habe, daß aber

die grundlegenden Meinungsverschiedenheiten über der Rechte kriegsführender unvermeid- liiherweise in der Zukunft Schwierigkeiten be­reiten würden.

e Aussprache, die der einleitenden Rede Lord ymouths gefolgt sei, habe einige Male einen sehr »haften Charakter angenommen. Schließlich habe

nung des Standes von Kriegführenden von beiden Parteien auch auf das Gebiet der Land- und Luft­kriegführung ausgedehnt wird, so liegt dies im wohlverstandenen Interesse der Humanisierung des Krieges. Denn damit würden die Parteien an die Haager Landkriegsordnung und Genfer Konvention zur Verbesserung des Loses der Verwundeten und Gefangenen sowie an das Verbot der Verwendung von Gas im Kriege gebunden.

Endlich ist Deutschland auch damit einverstanden, daß die ausländischen Staatsangehörigen aus Spa­nien zurückgezogen werden. Es wird dabei zunächst vorausgesetzt, daß die beiden Bürgerkriegsparteien ihre Zustimmung erteilen; ferner muß gewähr­leistet fein, daß die zurückzuziehenden ausländischen Staatsangehörigen außerhalb Spaniens verbleiben.

Schließlich muh auch eine befriedigende Lösung hinsichtlich der Zubilligung der Rechte krieg­führender an beide Parteien vorliegen. Da die Organisierung der Zurückziehung ausländischer Staatsangehöriger in innerem Zusammenhang mit der Anerkennung der Rechte kriegführen­der steht, müssen nach deutscher Auffassung beide gleichzeitig ohne Vorleistungen verwirklicht werden.

! Aundsätzlich ist daher Deutschland einverstanden Wchem System der Anbordnahme von Beobach- durch Schiffe, welche spanische Häfen anlaufen, I ll)P|W oir mit dem Hafenkontrollsystem sowie mit der tvv»vvlfffirn>ad)ung der Landgrenzen. Allerdings wünscht chland, daß eine Verstärkung der bisherigen Überwachung eintrete. Dabei wird davon aus« igen, daß der jetzt nur noch teilweise Dor­ne einseitig wirksame Seepatrouillendienst ganz aufzugeben wäre.

hierfür zu tragen.

was Sowjetrußland verlange, sei praktisch ^r-desstoh.

> diplomatische Korrespondent der «Times

'Ji von einernicht-abgeschlossenen Beratung. .. , jfj |cj gesprochen worden über die Haupt-

WssplA wi^.^oerschiedenheiten, bevor m^n .ubereinge- haroüf Kjl [Ol^ei sei, sich zu vertagen Die nächste Sitzung ungen i heuptausschusses werde nicht vor Mitte n chs Ä ftattfinben.

Vorsitzende und seine Mitarbeiter hatten rHen,a j,^r < ' ^tlich gefühlt, dah es noch zu früh sei, zu I vx 1 Schluß zu kommen, daß keine llebere -

über den britischen plan jemals erreicht rönne sei aber auch unmöglich, zu . i dampfen, dah irgendein wesentlicher For -

*Urth<' schritt erzielt worden sei.

A diplomatische Korrespondent des «Dail y ykr apV* schreibt u.a , S o w | e t r u ß l a n d ^.wie vorausgesehen war, ^as 9 ^gsabtommen dem Zusa m m en b r u ch si cher Art und Weise nahegebracht, -ver

Landon, 31. Juli. (DNB. -Funkspruch.) Der ere Teil der Londoner Morgenpresse ist in der . nblung und Beurteilung des Ergebnisses der gingen Sitzung des Hauptausschusses des Nicht- Mijchungsausfchusses ziemlich zurückhaltend, iuierhin sprechen die meisten Blätter von einem ntititn Stillstand in den Verhandlungen. - N 'Itteri y**1 WEeud ist, wie weitgehend die Presse es ver- \die Haltung S o w j e t r u ß l a n d s , E 7/ Dir Allein für die erneute Unterbrechung m den n3 s-rL neuen ! Mahlungen verantwortlich ist, an den Jigger zu stellen. Von den während der Achtung vil^g abgegebenen Erklärungen findet die des ^kttschen Vertreters die größte Beach- t, leg Sie wird von den meisten Blättern aus-

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I ". nm, uv. muh. \4jyvo.) jjvh unimorp u ^Qn nöl* d e r deutschen Regierung auf den eine moj Wchen Vorschlag r " u -£"----x

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aber Sowjeck > r Ausschuß beschlossen, sich zu vertagen um ' v. ;_..M |en Vertretern zu ermöglichen, auf Grund der lägen Erörterungen in eine neue Rück - lache mit ihren Regierungen einzu- jm. Es habe daher den Anschein, daß nur ein inger Fortschritt erzielt worden sei. Der Mei- «p,.-anm,u^"SSunter schied' zwischen dem Sowjetbot-

? _ hritaL rjd|a|ter auf der einen Seite und dem deutschen und ' oliti»|«i italienischen Vertreter auf der anderen Seite Ä CB« M erweitert. Die bestimmten und beub

1 ।e IN) w Hjen Erkürungen biefer Vertreter hätten bie A u s- hvung ber Schwierigkeiten enthüllt, .ien sich der Ausschuß gegenübersehe. Eine roci« dieses Spiel Sitzung des Unterausschusses sei noch nicht abgegebenen ^enOgültig festgesetzt worden, jedoch sei es wahrschein- M. Dies Hal

die well babuk'rJ vahre SlörenM f langem: Döh|

schen Soldaten ebenfalls als Ausländer zu be­trachten. könne auherdem von Frankreich aus naheliegenden Gründen unmöglich anerkannt werden.

DerJour" teilt voll und ganz die Ansicht der Epoque" und bemerkt in einer fetten Überschrift, daß Sowjetrußland den englischen Plan torpediere. Die Antwort des deutschen Botschafters von Ribbentrop sei sehr energisch ge­wesen. Er habe die Sowjetregierung heftig ange­prangert und sie für den Mißerfolg de.s englischen Planes verantwortlich gemacht. Wenn die augen­blicklichen Bemühungen des Ausschusses unwirksam blieben, so würde die gütlichen Maßnahmen, wie die ständige Vertagung, auch nichts nützen, und es sei zu befürchten, daß oas ganze Nichteinmi­schungssystem zusammenbreche.

DasEcho de Paris" unterstreicht ebenfalls die unnachgiebige Haltung Moskaus und legt be­sonderen Nachdruck auf die Feststellung, daß es

der französischen Regierung unmöglich sei, die Auffassung zu teilen, wonach die marokkani­schen Truppen des Generals Franco Ausländer seien.

Der Außenpolitiker des Blattes, Pertinax, dem man vorwirft, in sehr intimen Beziehungen zu der hiesigen Sowjetbotschaft zu stehen, behauptet unter Hinweis auf die deutsch-italienische Forderung nach gleichzeitiger Behandlung der Frage ber Anerken­nung ber beiben Parteien als kriegführenbe Mächte und ber Zurückziehung ber Freiwilligen, baß diese Theorie bie Anerkennung bebeuten würde.

Der Lonboner Berichterstatter besJournal" nimmt kein Blatt vor ben Munb, um ber Moskauer Regierung bie Wahrheit zu sagen.

Alle diejenigen, dle bisher noch in Illusionen über die wahren Absichten Moskaus schwebten, seien jetzt aufgeklärt. Sowjetruhlands Haltung könne niemanden überraschen, denn seit Beginn

des spanischen Bürgerkrieges hätten die Mos­kauer Vertreter stets versucht, den Konflikt auf die anderen europäischen Großmächte auszudeh­nen. Sie verfolgten dabei lediglich den Ratschlag Lenins, der sich einen Erfolg der Weltrevolution nur durch einen Krieg zwischen den kapitalisti­schen Staaten versprach, heute hätten sie wieder einmal ihr wahres Gesicht gezeigt, in dem sie die Verabschiedung des englischen planes ver­hinderten, der von 26 Staaten angenommen worden sei.

Der deutsche Botschafter von Ribbentrop sei also in ber Lage gewesen, bie bolschewistischen Ma­növer anzuprangern unb zu beweisen, baß Sowjet- rußlanb bas einzige Lanb sei, baß sich einem Plan wibersetze, ben alle zivilisierten Staaten angenom­men hätten.

Der nationale Heeresbericht.

Salamanca, 31. Juli. (DNB.) Der natio­nale Heeresbericht vom Freitag lautet:

Front von Biscaya, Siria, Avila unb Mabrib: Nichts Neues.

Fronten von Santanber, Asturien unb Leon: Leichtes Geschützfeuer.

Front von Aragon: Der Vormarsch un­serer Truppen würbe fortgesetzt. Im Abschnitt von Albarracin würben bie Dörfer Torriente unb Sebano sowie anbere wichtige Stellungen besetzt. Der Feinb hatte große Verluste unb verlor 12 Ge­fangene, 4 Maschinengewehre, 120 Gewehre unb viel Munition. Ferner würbe eine Menge Vieh erbeutet. Eine Aanzahl Milizen ist in bas nationale Lager übergegangen.

SübarMee: An ber Front von Sranaba versuchte ber Feinb anzugreifen. Er mürbe zurück­gewiesen unb mußte fliehen. Er hatte zahlreiche Verluste unb verlor ziemlich viel Kriegsmaterial.

Palästina-Bericht vor dem Mandatsausschuß.

Erklärungen des englischen Kolonialministers.

Genf, 30.Juli. (DNB.) Der Manbatsaus- schuß bes Völkerbunbes trat am Freitag unter bem Vorsitz von Orts (Belgien) zu einer .außerorbentlichen Tagung zusammen, um bie P a. lästina-Frage zu prüfen. In ber öffentlichen Sitzung, ber zahlreiche Vertreter arabischer unb- bischer Organisationen beiwohnten, erinnerte ber Vorsitzenbe baran, baß sich ber Ausschuß bisher nicht mit ben Unruhen in Palästina, bie vom April bis Oktober 1936 dauerten, beschäftigen konnte, ba bie englische Regierung nicht in ber Lage gewesen sei, bie gewünschten Mitteilungen zu machen. Aus biesem Grunbe habe bie Prüfung ber Jahresberichte ber Manbatsmacht für 1935 unb 1936 bis jetzt zurückgestellt werden müssen.

Oer englische Kolonia Minister Ormsby-c^ore

gab längere Erklärungen über ben Palästina- Bericht ab. Englanb sei sich vollkommen bewußt, so .führte er u. a. aus, baß es Palästina als Man­batsmacht verwalte. In keinem anberen Gebiet seien, internationale Interessen so verwickelt wie hier. Schon währenb bes Weltkrieges sei unter ben alliierten Hauptmächten in bem sogenannten Sykes- Pico-Abkommen Einverstänbnis barüber erzielt wor­ben, baß Palästina ein internationales Gebiet werben solle. Jetzt sei ber Augenblick gekommen, um bie politischen Geschicke bieses Lanbes in ber Zu­kunft ins Auge zu fassen. Es müsse geprüft werben, wie am besten ein Plan für einebessere R e - g i e r u n g" Palästinas im Einklang mit bem Geist bes Dölkerbunbspaktes unb ber Balfour-Er­klärung zum Nutzen aller Teile ber Bevölkerung in Palästina unb unter Berücksichtigung ber bortigen weitverzweiten internationalen Interessen ausge­arbeitet werben könne. Mit seinem Gutachten für ben Völkerbunbsrat übernehme ber Ausschuß eine schwere Verantwortung. Es sei seine Pflicht, zu einem unabhängigen Urteil zu gelangen.

Rachdem sich das englische Parlament das Recht vorbehalten habe, den endgültigen plan zu prüfen, habe der Völkerbundsrat und der Man- datsausfchuß das gleiche Recht. Es dürfe jedoch kein Mißverständnis obwalten. Eine vorläufige Zustimmung ober Ablehnung würde weittra­gende Folgen haben. Zustimmung bedeute Be­sprechungen mit den Juden und Arabern dar­über, ob sie zu Verhandlungen bereit seien. Sie bedeutete auch die Ausarbeitung von Entwür­fen für Verträge und finanzielle und militä­rische Rebenabmachungen, sowie die Ausarbei­tung einer neuen Mandatsform für diejenigen Teile Palästinas, für die England das Völker­bundsmandat beibehalten wolle.

Das von ber englischen Regierung verfolgte Ziel sei in bem Bericht ber Palästina-Kommission klar bargelegt. Es hanbele sich um bie Beendigung bes Manbats über Transjorbanien unb ben größten Teil Palästinas zum Zweck ber Schaf­fung zweier unabhängiger unb sou­veräner Staaten, eines arabischen unb eines jübischen, unb um bas Verbleiben gewisser Plätze Palästinas teils bauernb, teils möglicherweise nur zeitweilig unter britischem Manbat. Nach Auffas­sung ber Regierung stelle ber Plan in biefer Rich­tung bie beste unb aussichtsreichste Lösung der Krise bar. Die Krise müsse gelöst werben, wenn in jenem Teile unb ben umliegenden ßänbern Friebe, Fortschritt unb georbnete Regierungsverhältniise be­stehen sollten.

Der Kolonialminister legte schließlich Wert auf bie Feststellung, baß bie englische Regierung nicht gebunben sei unb sich burch bie Einzelheiten bes in bem Palästinabericht übermittelten Planes nicht festgelegt habe.

Arabische undiüdischeAbordnunaenmGenf

Genf, 30. Juli. (DNB.) Die nach Genf ent- fanbte Aborbnung bes Arabischen Hohen Rates hat bem Manbatsausschuß eine Denkschrift überreicht, in ber bie Vorschläge bes Peel-Berichtes noch einmal eingehenb kritisiert werben. Es sei eine merkwürbige Rechtsauffassung, wenn man ben Ju- ben Eigentumsanspruch an einem Lande deshalb zugestehe, weil ihre Vorfahren es vor 2000 Jahren bewohnt hätten. Der Untersuchungsausschuß könne

sich nicht das Recht anrnahen, den Juden ben be* beutenbften unb fruchtbarsten Teil Palästinas an ber Küste und im Norden des Landes zuzuteilen und 300 000 Araber unter jüdisches Joch zu bringen.

Wenn man im Heiligen Lande wirklich Gerech­tigkeit und Frieden malten lassen wolle, so könne man nichts anderes tun, als Artikel 22 der

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Dölkerbunbssatzung loyal auszuführen, wo es heiße, gewisse Gemeinwesen, bie ehemals zur Türkei ge­hörten, hätten eine solche Entwicklungsstufe erreicht, baß sie vorläufig anerkannt werben können unter ber Bedingung, sich von den Ratschlägen eines Man­datars in der Verwaltung so lange leiten zu lassen, bis sie im Stande seien, sich selbst zu regieren. Die Araber hielten diesen Zeitpunkt für gekommen und seien bereit, die Belange bes (Empi­res in ihrem Lanbe ebenso zu gewährleisten, wie bie Lebensrechte der jüdischen Minderheit.

Gleichzeitig ist eine Abordnung des jüdischen Nationalrates von Palästina unter der Füh­rung des Großrabbiners Menzion Aziel in Genf eingetroffen, um in Zusammenarbeit mit zionisti­schen Stellen die zuständigen Völkerbundskreise über die Ansichten und die Haltung der jüdischen Bevöl­kerung Palästinas zu unterrichten.

Wetterbericht

des Relchswetterbienstes. Ausaabeort Frankfurt

In der Großwetterlage hat sich jetzt die Umge­staltung vollzogen. Ein über der Biscaya liegendes Tief bedingt bei östlichen Winden die Zufuhr wär­merer und trockener Festlandsluft. Nur in großen Höhen herrscht noch die alte West- bis Nordwest­strömung, was zur Ausbildung von Gewittern An­laß geben kann. Im allgemeinen wird sich aber das Wetter während des Wochenendes freundlich unb warm gestalten.

Aussichten für Sonntag: Bei mäßigen Winden um Ost wolkig bis heiter, warm unb trocken, jeboch örtliche ©eroitterbilbung durchaus möglich.

Aussichten für Montag: Meist noch freundlich und warm.

Lufttemperaturen am 30. Juli: mittags 23,4 Grab Celsius, abenbs 14,1 Grab; am 31. Juli: morgens 13,8 Grab. Maximum 25,3 Grab, Minimum heute nacht 8,7 Grab. (Erbtemperatnren in 10 cm Tiefe am 30. Juli: abends 20 Grab; am 31. Juli: morgens 15,8 Grab. Sonnenscheinbauer 12,8 Stunben.

Hauptschriftleiter: Dr Friebrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bes Hguptschriftleiters: Ernst Blum­schein Verantwortlich für Politik unb für bie Bilber: Dr Fr W Lange (beurlaubt), Vertreter: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Or.Hans Thyriot; für ben übrigen Teil: Ernst Blumschetn. Anzeigenleiter: Hans Beck (beurlaubt). Verantwortlich für ben Inhalt ber Anzeigen: Theobor Kümmel. D. A. VI. 37: 9104. Druck unb Verlag: Brühlsche Unioerfitätsbrucferet R Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs­preis RM 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr Einzeloerkaufs­preis 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit der

Illustrierten 5 Pf. mehr

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Junt 1935 gültig.