Neichsleisiungsschreiben der OAF.
Gießener Kurzschriftler zeigen ihr Können.
Im Rahmen des Reichsleistungsschreibens in Kurzschrift, das in der Zeit vom 21. bis 28. November im getarnten Reichsgebiet durchgeführt wurde, hatte die Ortswaltung der DAF. alle Kurzschriftler aus den Gießener Betrieben für Sonntag, 21. November, in die Alte Peftalozzischule zu diesem Wettkampf eingeladen.
Der Kreisreferent für Kurzschrift und Maschinenschreiben Kurt L e i p o l d eröffnete das Leistungsschreiben mit einem kurzen Appell. Er brachte zum Ausdruck, daß diese große Leistungsprüfung eine Gemeinschaftsarbeit aller deutschen Kurzschriftler darstelle. Alle müßten sich dessen bewußt sein, daß unsere Leistung nicht mehr dem Selbstzweck diene, sondern der Allgemeinheit. In diesem Geiste solle jeder sein Bestes geben, damit die Gesamtleistung beweise, daß geschulte Fachkräfte und ein guter Nachwuchs vorhanden seien. Zum Schluß fordert er alle Volksgenossen auf, weiterzuarbeiten und fleißig zu üben, damit sich die Arbeit der deutschen Kurzschriftler würdig einreiht in das große Berufserziehungswerk der Deutschen Arbeitsfront.
Mit der Gesamtleitung des Wettkampfes war von der DAF. der Kreisreferent beauftragt worden. Ihm zur Seite standen eine große Zahl Mitarbeiter der Deutschen Arbeitsfront und der Deutschen Stenographenschaft und einige Volksgenossen, die sich als Ansager, Prüfer, Werter oder Aufsichtsführende in den Dienst der Sache stellten. Es war erfreulich, daß sich auch die Schulleiter der kaufmännischen Berufsschule und der Vogtschen Privat- Handelsschule bereiterklärten, das Reichsleistungsschreiben an ihrer Schule durchzuführen. So war es möglich, daß in Gießen die stattliche Zahl von 420 Wettschreiber zustande kam.
Der Wettkampf sah zunächst ein Richtigschreiben vor. Anschließend folgten die Ansagen für das Schnellschreiben in den verschiedenen Geschwindigkeitsstufen. Es wurden von 60 bis 240 Silben geschrieben. Eine genaue Wertung nach den Reichsrichtlinien hat eine überaus gute Leistung der Gießener Kurzschriftler ergeben, so daß die Aussicht besteht, einige Gaupreise zu erringen. Es ist leider
nicht möglich, die große Zahl der preiswürdigen Arbeiten im Schnellschreiben sowie im Richtigschreiben anzuführen, da der hierfür zur Verfügung stehende Raum nicht ausreichen würde. Nachstehend geben wir die fehlerfreien Arbeiten wieder, die mit der Note „Sehr gut" ausgezeichnet wurden.
2 4 0 Silben: Dora Kern, Fritz Reh.
2 2 0 Silben: Wilma Leipold, Greta Jochum (2).
2 0 0 Silben: Otto Wilhelm, Karl Meister, Richard Strauch, Hans Becker, Gretel Roßkath (2), Agnes Frank (2).
18 0 Silben: Wilhelm Paulus (2).
160 Silben: Georg Bingel, Elfriede Werner, Hilde Eisenacher.
14 0 Silben: Gertrud Jaeger, Walter Zulauf, Hilde Siebert, Ilse Wurm, Erna Knöß, Melitta Rupp, Liselotte Lesch, Erika Hartenfels, Annchen Strauß, Margarete Steller, Elisabeth Rink.
12 0 Silben: Minna Sommerlad, Ernst Fuchs, Anneliese Lesch, Wilhelm Beyer, Heinrich Wahl, Herta Bree, Robert Zöller, Adele Reitz, Willi Michel.
10 0 Silben: Konrad Georg Emmerich, Heinz Busack, Erich Frank, Karl Heller, Elifabeth Metz, Anneliese Adam, Willi Pfeiffer, Ferdinand Müller, Gerhard Adam, Helmut Zimmer, Walter Reuter, Otto Balser, Rudolf Möller, Karl Schieferstein, Theo Otto, Erika Falk, Anni Hartmann, Hilde Menges, Anneliese Riegger, Elfriede Weiß, Helmut Friedr. Schäfer, Karl Heinz Fischer, Willi Dietz, Heinrich Berg, Ewald Brück, Hildegard Henning.
8 0 Silben: Hans Bötz, Hans Braun, Erich Knorz, Artur Kurz, Rudolf Wagner, Theodor Möbus, Heinz Dippel, Heinr. Mootz, Reinh. Hofmann, Artur Sack, Willi Will, Karl Rinn, Erwin Platt, Erwin Schäfer, Willi Roth, Hanni Aßmann, Anneliese Seybicke, Karl Decker, Kurt Binz, Heinz Reinh. Fischer, Willi Amend, Willi Schreier, Karl Dietz, Richard Pfeiffer, Hans Lehnhausen, Otto Mandler, Ernst Schmitt, Rudi Junker, Karl Sommerlad, Wilh. Klug, Theo Gilbert, Artur Leukel, Otto Stein, Annemarie Hermann, Lieselotte Schäfer, Marga Nennstiel, Herta Walther, Ludwig Volpert,
Bernhard Becker, Karl Waldschmidt, Helmut Wagner, Rudolf Kromm.
6 0 Silben: Karl Degen, Hermann Gontrum, Karl Hahn, Heinr. Hölzer, Helmut Sehrt, Friedr. Schmitt, Ernst Hartmannsen.
Bücherllsch.
— Wege der Liebe. Frauenlyrik der Gegenwart. Ausgewählt und herausgegeben von Hanna H o l z w a r t. (Nr. 7382.) Kartoniert 35 Pf., Künstlerpappband 75 Pf., Meisterband (Ganzleinen) 1 Mark. Philipp Reclam jun., Verlag, Leipzig. — (380) — Mit feinem Empfinden für das Bleibende hat Hanna Holzwart eine Anzahl des Schönsten aus dem Schaffen unserer zeitgenössischen Dichterinnen getroffen. Sie läßt nicht nur Agnes Miegel, Ina Seidel, Josefa Berens-Totenöhl, Lulu von Strauß und Torney und Ruth Schaumann zu Worte kommen, sondern auch eine große Zahl junger Dichterinnen, deren Schaffen noch nicht in die Literaturgeschichte Eingang gefunden hat, die aber zu großen Hoffnungen berechtigen.
— Otto Heuschele: Scharnhorst letzte Fahrt. Erzählung. Leinen 2,80 Mark. Strecker & Schröder, Verlag, Stuttgart. — (403) — Diese Erzählung, die mit dem Frühling 1913" beginnt, schildert den harten, unerbittlichen Kampf des Generals um Preußens und Deutschlands Erneuerung. Von der ersten, auch den schwankenden König überzeugenden Begeisterung dis zur todbringenden Fahrt des Schwerverletzten nach Prag ersteht vor uns, packend und spannend, Bild um Bild dieses trotzigen Soldatenlebens, dem aber dennoch die Zartheit und Empfindsamkeit des Herzens nicht mangelt.
— Erich Wildberger: Jungen in Ber- l i n. 198 Seiten. Seinen 4,80 Mark, kart. 3,50 Mark. Franckh'sche Derlagshandlung, Stuttgart. — (424) — Der Krieg zeichnete auch die Jungen in Berlin, die fein Kommando hatten und nur noch eine Autorität kennen: den Krieg. Ihm gehorchen sie und folgen seinem Befehl, wie sie ihn verstehen. Mit dem unverbildeten Blick der Jugend sehen sie die Dinge, wie sie wirklich sind, sie erkennen hinter jeder Maske der Erwachsenen die Tüchtigen und Anständigen, die Spießer, die Drückeberger, die Verräter, und behandeln sie dementsprechend.
— Edle Steine. Ein Kapitel aus der Mineralogie. Don Dr. Heinrich F r i e l i n g. 63 Seiten.
Mit 57 Farbbildern von Walter Wild auf Kunst- drucktafeln und zahlreichen Textabbildungen. 1,50 Mark. Franckh'sche Verlagshaudlung, Stuttgart.
(425) — Von Edelsteinen, die in vielfarbigen, naturgetreuen Tafelbildern gezeigt werden, erzählt Dr. Frieling, was sie dem Menschen an Reiz und Wert, in Glaube oder Aberglaube bedeuten, wo sie gefunden, wie sie verwendet werden, was ihre bezeich. nenden Merkmale sind.
— „Baum und Wald i n Bildern deutscher Male r." 50 Bilder ausgewählt und betrieben von Hubert Schrade. Verlag Albert Gan- gen-Georg Müller, München. Preis 0,80 Mark. (453) — Von je war die Liebe der Deutschen zu ihren Wäldern der Ausdruck ihres Glaubens an die göttliche. Schöpferkraft der, vom Menschen unberührten Natur. Wie deutschen Meistern im Wandel der Jahrhunderte ihre Naturverbundenheit zum künstlerischen Erlebnis «wurde und wie sie, von Meister Bertram und Dürer an bis herauf in die Gegenwart, in ihren Bildern dgvon beredte Kunde geben, das wird in dieser Auswahl aus den reichen Schätzen der deutschen Malerei aufs schönste offenbar.
— WirpflügeneinNeues. Erzählung von Diedrich S p e ck m a n n. (Verlag von Martin Warneck, Berlin. Geb. 3,80 RM.) — (392) — Zur Erfüllung wichtigster vaterländischer Aufgaben ist es nötig, daß uraltes Bauernland geräumt werden muß. Den Meifchen, die es pflügten, wird es nicht leicht sein, sich damit abzufinden, es bedarf vielmehr harten seelischen Ringens, bis sie so weit sind, daß sie anderswo mit unverzagtem Mut ein Neues pflügen können. Hiervon erzählt Speckmann aus wärmstem Mitempfinden heraus, und so gelingt es ihm, den Leser Kampf und Sieg der Heidmarkbauern miterleben zu lassen. Das Buch verdient eine warme Empfehlung.
— Thilo von Trotha: Frauen. Zwölf Novellen. Verlag Ludwig Voggenreiter. Kartoniert 2,50 RM., gebunden 3,50 RM. — (446) — Aus einem ungewöhnlichen Einfühlungsvermögen heraus schildert Thilo von Trotha zwölf Frauengestalten jeweils in einer entscheidenden Stunde ihres Lebens, wo sie vor eine unerbittliche und unaufschiebbare Entscheidung gestellt sind- als Liebende, als Mütter oder als Angehörige ihres Volkes schlechthin. Aus allen Erzählungen leuchtet eine Grundhaltung: die eigene Ehre und die Ehre des Volkes ist das Höchste und Letzte!
Im Namen der Familie:
Frau Emilie Strack.
Gießen, den 30 November 1937.
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Gießen, den 30 November 1937.
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Für die herzliche Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen sagen wir tiefen Dank.
Für die uns beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen erwiesene warme Teilnahme sagen wir herzlichen Dank.
Die Beerdigung findet Mittwoch, 1. Dezember, nachm. um 3 Uhr statt.
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Im Namen der Hinterbliebenen:
August W. Rein.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, Sonntagnacht um 3% Uhr unser einziges, gutes Kind
Erika
im Alter von 7 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen.
In tiefer Trauer:
Familie Karl Schupp Familie Wilhelm Luh Familie Ludwig Schupp Familie Albert Luh.
Aliendorf (Lahn), Grohen-Linden, Bellersheim, den 28 November 1937.
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