Einzelbild herunterladen

IM

im 55.

Wiesentreu

fammlungen teilnehmen. Die Wehrversammlungen sollen der Prüfung und Ergänzung der Wehr­pässe, der Kriegsbeorderungen und der Wehr­paßnotizen dienen, eine Belehrung der Wehrpflich­tigen über ihre Pflichten und die Bekanntgabe von Bestimmungen ermöAichen. In ihnen sollen schließ­lich die Personalkarteien geprüft und Meldungen und Gesuche vorgebracht werden können. Wehr­pflichtige der Reserve können zweimal im Jahre zu ihnen herangezogen werden, Wehrpflichtige der Landwehr und des Landsturms einmal im Jahre, und zwar im November oder April. Zu diesen Ver­sammlungen wird öffentlich eingeladen. Befteiun- gen von der Teilnahme können durch die Wehr­meldeämter oder Bezirkskommandos, jedoch nur in besonderen Ausnahmefällen, erreicht werden. Un­vorhergesehenes Fehlen muß spätestens am Tage nach der Versammlung unter Vorlage von entspre­chenden Bescheinigungen, entschuldigt werden.

OrtsgruppeAuswärtigesAmt" in der Auslandorganisation der NGOAp.

Auslande umfaßt.

Oie Tschechoslowakei gegen ihre polnische Minderheit.

Warschau, 30. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die polnische Presse veröffentlicht einen Bericht über neue Zwangsmaßnahmen der Tschecho­slowakei gegen Angehörige der polnischen Minder­heit. Es handelt sich um die plötzliche Kündigung von Polen in verschiedenen Verwaltungs­behörden mit dem Hinweis auf den Artikel 22 des Gesetzes über den Schutz des Staates". Unter den plötzlich entlassenen Polen seien solche, die seit z w a n z i g I a h r e n auf den letzten Arbeitsstellen beschäftigt gewesen seien, ohne daß gegen sie jemals der Vorwurf der Illoyalität erhoben worden wäre. Die Tschechoslowakei könne nicht erwarten, daß die polnische Öffentlichkeit diese Kündigungen für einen Beweis des tschechischen Wunsches nach einer Besse­rung der Beziehungen nehme.

Kleine volitiscbe 7tad>ri(bfen.

Der frühere Direktor von Wolffs Telegraphischem Büro Dr. jur. Heinrich Mantler, ist am Sonn­tagabend nach langer schwerer Krankheit im Alter von 76 Jahren in Berlin* gestorben.

Der Führer und Reichskanzler hat den bisherigen deutschen Gesandten in der südafrikani­schen Union, Wiehl, zum Ministerialdirektor im Auswärtigen Amt ernannt, wo dieser die Lei­tung der w i rt s ch a f t s p o l i t i s ch e n Ab­teilung übernommen hat.

Aus aller Welt. 15000 Kilometer mit einem Sportflugzeug in 15 Togen.

Der deutsche Flieger Major H a e r l e , der am 14. November auf dem Flughafen Stuttgart-Böblin­gen mit seinem Sportflugzeug Klemm 35 zu einem Fernflug nach Niederländisch-Jndien ge­startet war, ist am Montag in Batavia ge­landet. Haerle hat damit eine Strecke von an­nähernd 15 000 Kilometer in 15 Tagen zurückgelegt, nachdem er in Buchir sogar 2 Tage ungewollt Aufenthalt nehmen mußte, um die Genehmigung zur Ueberfliegung des Irak einzuholen. Der fliege­rische Erfolg dieses Fluges mit einer tägli­chen Streckenleistung von weit über 100 0 Kilometer verdient insofern besondere Beachtung, als das Flugzeug Haerles mit einem Hirth-Motor von rund 80 PS ausgerüstet ist und eine normale Serienkonstruktion des Leichtflugzeugbaues Klemm darstellt. Major Haerle, der sich mit diesem Langstreckenflug um den Hindenburg-Pokal bewirbt, wird voraus­sichtlich nach kurzem Aufenthalt den Rückflug nach Deutschland antreten. Der Flug über Sofia-Istan­bul Bagdad Kalkutta Rangoon Sin- gapore ist reibungslos verlaufen. Lediglich vor Aleppo mußte er von der Dunkelheit überrascht, eine Zwischenlandung auf freiem Felde vor­nehmen. Ein durch die Landung verursachter Rei­fenschaden wurde schnell behoben, und bereits am nächsten Morgen konnte Haerle seinen Flug nach Bagdad fortsetzen, nachdem er die Nacht unter den Tragflächen seiner Maschine verbracht hatte. Bei den oft schwierigen klimatischen Verhältnissen des Orients kommen Haerle reiche Erfahrungen zu­gute. Haerle, der sechs Jahre seiner Jugend in der Türkei verbracht hatte, unternahm 1929 eine Mo­torradfahrt über Kairo, Damaskus und Bagdad.

Gegenwarts ragen

des deutschen Tierschutzes.

Der Leiter des Reichstierschutzbundes, Oberbürger-

Berlin, 29. Nov. (DNB.) Im Roten Saal der Deutschlandhalle fand ein B el r i e b s g e m e i n- fchaftsabend des Auswärtigen Amtes statt. Nach einleitenden Worten des Fachschafts- gruppenwalters Gesandten Landmann, der 1931 die Landesgruppe Guatemala gründete und zu den ältesten Mitarbeitern der Auslandorganisation ge­hört, und des Betriebszellenobmannes' K a l i tz k e überbrachte Staatssekretär ff - Oberführer von Mackensen die Grüße des Reichsaußenministers.

Gauleiter Bohle schilderte sodann den gemein­samen Weg, der in den vier ersten Jahren nach der Machtergreifung nunmehr zu der Einheit von Par­tei und Staat im Geiste des Nationalsozialismus ge­führt hat. Als Sinnbild für die erste Etappe dieser Entwicklung verkündete der Gauleiter die Errich­tung derOrtsgruppe Auswärtiges Amt" in der Auslandorganisation der NSDAP., die die Parteigenossen unter den Beamten des Auswärtigen Amtes sowie die Beamten, Angestell­ten und 'Arbeiter des Auswärtigen Dienstes

Kolumbuseier -er Funkindustrie.

Empfänger als Muster der Gemeinschastsarbeit.Lehr- und Wanderjahre" Ihres Rundfunkgerätes.

Don unserem Sonderberichterstatter.

>>Ä'

11

lbktn i,h 15 '««feil

' «"mii. n.

wiw 'ilfswerk

5 9e tn e i n. dn>« finbef olidarj, Uag, bet werden sich IRännet Person.

l sk und btt * Spot, front gegen Mn sie "d nehmen, Geschlossen. Solibariläl t jeder för- e Tat in Darum tety ^sozialistisch mmler!

hens CtÄn mschte, M widerlich, ja er etwas in rrge verliest, tsache stoßen rs zwar en n nurQul i schuhend­es erflära? !r soeben 5 ie das & - gegerä ir ausO chtenM ie i femtyM

Sick fine hOMich ixt jeder- r von der tt)m eben- giertes Ad m ihn nid ^um drill» Städte bar* ir das W nterbliebeni' ind schuld!! rgten, sie t > wieder { ichten. Uefr och heute fc >ieW e" eing$

Mittels ;e untersO iden Wohl Wohlfahsi» oar im W i der M s hatte. D des Mtk^ - hatte W oar aus dl' Familie/ berung, e waren J eit aus * Städte W

mit *;

StA Sol'dao le W*! Solidi' allen Wj

len

sönlichkeit.

Auszeichnung eines deutschen Auslandarztes.

Der'Führer und Reichskanzler hat den Di­rektor des Deutschen Kriegerkurhauses Davos-Dorf, Dr. Dr. Georg Burkhardt, zum Professor er­nannt. Dr. Burkhardt leitet das vom Reichsausschuß der Kriegsbeschädigtenfürsorge, dem Deutschen Roten Kreuz und anderen karitativen Organisationen ge­gründete Kriegerkuchaus seit 1918.

Villa-Romanu-Preis 1938 für den Bildhauer Toni Stadler.

Der Villa-Romana-Preis für 19 3 8 wurde dem Bildhauer Toni Stadler in München verliehen. Toni Stadler, ein Sohn des Malers Toni Stabtier, ist 1888 in München geboren. Von 1914 bis 1918 stand er als Offizier im Felde. Stadler, der Schüler von August Gaul in Berlin, Hahn m München und Maillol in Paris war, wurde 1934 vom Preußischen Kultusministerium mit dem Rom- Preis ausgezeichnet. Werke von ihm befinden sich in den Galerien von Berlin, München, Stuttgart und Duisburg. Die Villa Romana e. V. (Ge­schäftsstelle W 8, Mauerstraße 39), ist eine Grün­dung von Max Klinger und Verlagsbuchhandler Georg Hirzel; sie wurde auch von dem Maler Gra­fen Kalckreuth gefördert. Die Stiftung besitzt m Florenz die jenseits des Arno gelegene Villa Ro­mana, in der seit dem Gründungsjahre 1905 deutsche Bildhauer und Maler nachhaltige Förderung erfah­ren haben.

schnäuzig passiv? Weil der Ingenieur mit seinen < ganzen Apparaturen einschließlich Miniatursender durch gewöhnlichen Kaninchendraht rings von der Außenwelt abgeschirmt ist. Er sitzt wie alle seine Kollegen von derEntwicklung" in einer Art Affenkäfig aus Draht, und diese durch­sichtige und luftige Angelegenheit genügt vollkom­men, um das Versuchsgerät vor dem Ansturm aller Töne zu verteidigen, die durch den Aether heran­schwirren.

Die Lehr- und Wanderjahre eines Rundfunk­apparates von feiner Geburt bis zum Verlassen der Fabrik sind von unzähligen Examen und Bewäh­rungsproben überschattet. Hat so ein neuer Apparat im Hirn eines Konstrukteurs Gestalt gewonnen oder erlebte einer der Drahtkäfiginsassen die Geburt einer neuen Idee, dann setzt sogleich eine Gemeinschafts­arbeit größten Stiles ein: nirgends springt einem so sehr wie hier in die Augen, daß aller technische Fortschritt die Gemeinschaftsarbeit zur Voraussetzung hat. Fieberhaft stürzen sich Modell­zeichner, Mechaniker, Prüfer, Entwickler auf den Säugling, und jeder trägt nun dazu bei, ihn hoch­zupäppeln und ihm dann das Leben mit peinlichen Prüfungen so schwer wie möglich zu machen. Daß er sich dann trotzdem oder gerade deswegen zu einem hoffnungsvollen Fabrikationsmodell durch­mausert, verdankt er dem präzisen Zusammenwir­ken aller Beteiligten. Vom Modellzeichner und feinem Gegenpart, dem Entwicklungsingenieur hängt das Gelingen ebenso ab wie von den Kon­strukteuren und Mechanikern in der Werkstatt, den Ingenieuren an den Prüfständen, an den Meßge­räten, wo Trennschärfe, Empfindlichkeit, Frequenz, Entzerrung, Lautstärkeregelung und tausend andere Eigenschaften immer wieder durchgeprüft werden.

Sind diese Lehrwochen überwunden, dann tritt der Empfänger die Wanderwochen an. Ein Inge­nieur begibt sich mit ihm auf Reisen, und in der Praxis, d. h. unter den an bestimmten Orten gegebenen Sendebedingungen hat der Apparat Lei­stungsproben zu geben. Wehe, wenn er etwas nicht kann. Kann er was, dann ist sein Weg in die Serienfabrikation, d. h. in die Welt offen. Vorher läßt er sich aber noch den am besten für ihn geeig­neten Lautsprecher verpassen, und wieder spielt ein ganzer Apparat aufeinander eingeschulter Fach­leute. Er muß alle Stimmodulationen über sich er­gehen lassen. Eine davon wird ihm sitzen wir an- ; gegossen, sie wird vom Lautsprecherfachmann mit feinstem Unterscheidungsvermögen herausgefunden. Und diese Stimmverleihung ist so etwas wie letzte : Oelung, bevor der Examenskandidat mitsumma - cum laude zum Verkaufsobjekt promoviert.

Dr. Buresch.

meister Staatsrat Dr. Krebs (Frankfurt a. M.), hatte die Beiratsmitglieder des Reichstierschutzbundes zu einer ersten Sitzung nach Frankfurt eingeladen. Nach Worten der Begrüßung gab Staatsrat Dr. Krebs einen Bericht über die derzeitige Lage des deutschen Tierschutzes. Der Bericht ließ erkennen, was bisher geschehen, und welche Fülle von Auf­bauarbeit notwendig ist, um dem deutschen Tier­schutz zu der Geltung zu verhelfen, die ihm zu­kommt. Anschließend sprach Ministerialrat Dr. Giese vom Reichsinnenministerium über die Tier­schutzgesetzgebung in Deutschland. Seine Ausführun­gen zeigten, daß der Führer mit der Schaffung dieses Gesetzes eine kulturelle Tat vollbracht hat, dis ihresgleichen in der Welt sucht. Er betonte, daß es nun gelte, diesem Gesetz durch Erziehung aller Volksgenossen zum Tierschutz auch lebendige Kraft zu geben. Hierauf traten die Beiratsmitglieder in die Beratung der Tagesordnung ein. Z. B. wurde die Frage erörtert, ob Hunde als Zugtiere verwen­det werden dürften und ob die Benutzung blinder Pferde als Zugtiere zu verbieten fei. Es wurden ferner brauchbare Vorschläge zur Unterbindung des Kettenhandels mit Schlachtpferden gemacht. Die tier­quälerischen Zustände in den Wander-Tierschauen und die Beschäftigung von Pferden unter Tag, fer­ner die Ausfuhr von Katzen zu Vivisektionszwecken waren Gegenstand eingehender Aussprache und Be­ratung. Auch die Frage, wie der in vielen Städten bestehenden Katzenplage zu begegnen sei, wurde leb­haft erörtert. Schließlich wurde die Frage der Ein­führung von Mindestmaßen für Vogelkäfige be­raten. Die Tatsache, daß durch falsche Beschirrung von Haustieren unbewußt viele Quälereien verur­sacht werden, gab dem Leiter des Reichstierschutz­bundes Veranlassung, über Maßnahmen zu spre­chen, durch die die Tierquälereien künftig auf ein Min­destmaß beschränkt werden. Dr. Hab eck vom Reichsernährungsministerium sagte weitgehende Un­terstützung des Reichsernährungsministers zu. Die Besprechung brachte eine Fülle von Anregungen, deren Auswertung sich für die notleidenden Tiere günstig auswirken werden. Zum Schluß dankte Mi­nisterialrat Dr. Giese dem Leiter des Reichstier­schutzbundes, Dr. Krebs, für die tatkräftige und zielbewußte Führung.

75 Jahre Höchster Farbwerke.

Anfang Januar 1938 besteht das Werk Höchst der IG. -Farbenindustrie 75 Jahre. Aus bescheidenen Anfängen heraus begannen die drei Gründer des Werkes, Luzius, Brüning und Dr. Meister, vor 75 Jahren mit der Farben­fabrikation. Sie legten mit dem Höchster Werk mit den Grundstock zu dem heutigen Weltunternehmen IG.-Farbenindustrie. Auch heute noch ist das Werk Höchst innerhalb des Konzerns eines der größten und bedeutendsten und trug entscheidend zur Ent­wicklung des gesamten Unternehmens bei.

(dftOt-

fäüf.

ÄK 'iife

sy

V

Berlin, im November.

Wissen Sie, was einei n t e l l i g e n t e Sk a l a" ist? Das klingt wie eine Scherzfrage. Aber es ist i das Ei des Kolumbus! Nehmen wir an, Sie sind der Besitzer eines modernen Rundfunkgerätes. Dann kennen Sie die Leiden und Freuden des Feierabends, die für den zünftigen Rundfunkfreund darin bestehen, sich auf einen sagen wir hübschen Schlager einzuschaukeln. Den finden Die nach eini­gen, für die Allgemeinheit nicht immer heilsamen Versuchen meinetwegen in Brüssel. Die ersten Takte rauschen hin ... da, Heulton, Knattern, Störung! Na, er wird schon durchkommen, denken Sie, aber Budapest hat es heute in sich, es kratzt und quäkt. Damit ist es also nichts. Sie sind schon wieder am Suchen. Will es das Unglück, daß gerade keine andere Kapelle in der Welt nach Ihren Wünschen pielt, dann bleibt es auf dem Apparat hängen: er taugt wieder malgar nichts".

Ja, mein Freund, hätten Sie dieintelligente Skala"! Dann würden Sie im Tone lächelnder Überlegenheit zu ihrer Frau sagen:Schade, heute ist es nichts mit Brüssel, wir haben da wieder die starke Ueberlagung mit Kairo", oder Sie würden bei einem Mißerfolg mit Turin erklären:Das wundert mich nicht weiter bei der kleinen Feld­stärke des Turiner Senders." Das alles geht aus derintelligenten Skala" auf einen Blick und ohne die Voraussetzung technischer Vorkenntnisse für jeden hervor. Sie unterscheidet sich von anderen Skalen nur durch feine kleine Ungleichheiten ihrer Unter­teilung.

Das sieht goldeinfach aus. Aber wieviel Tüf­telei, wieviel Geduld, wieviel Fehlschläge und mühselige Berechnungen gehören dazu, um von Jahr zu Jahr die Entwicklung unse­rer schon so hochentwickelten Empfangsgeräte vor­anzutreiben. Kaum ist die Funkausstellung vorüber, dann hocken in den Laboratorien die Ingenieure schon wieder über ihrenEntwicklungsmodellen" und basteln daran herum.

Entschuldigen Sie, wir basteln nicht, wir experimentieren, das heißt: wir verändern plan­mäßig!" verbessert mich in. einem großen Berliner Werk ein junger Ingenieur, dessen mühselige Klein­arbeit ich, hinter ihm stehend, schon eine ganze Weile verfolge.Wir lesen in dem Innern eines Empfängers wie in einer Fibel", meint er nach­sichtig und ergreift mit ruhiger Hand einen win­zigen Lötkolben. Er ist dabei, irgendein Einzelteil äuszuschaukeln", neben ihm steht ein Minia­tursender. der ihm Wellen auf Wunsch von Bestimmter Frequenz in seinen Empfänger schickt Wieso aber verhält sich dieser Empfänger allen an­dern Sendern der Außenwelt gegenüber so kalt-

Kunst und Wissenschaft.

Gesellschaft für deutsches Strafrecht."

Der Präsident der Akademie für Deutsches Recht hat auf Grund des Gesetzes über Beamtenver­einigungen die deutsche ßanbesgruppe der3 n t e r= nationalen Kriminalisten Bereini­gung" und dieDeutsche strafrechtliche Gesellschaft" für a u f g e I ö ft erklärt und das Vermögen der beiden Vereinigungen auf die neu- gegründeteGesellschaft für deu t s ch es Strafrecht" übergeleitet. DieGesellschaft für deutsches Strafrecht" dient der wissenschaftlichen Pflege des Strafrechts im Geiste des Nationalsozia­lismus; sie ist korporatives Mitglied der Akademie für Deutsches Recht. Ehrenpräsident der Gesellschaft ist der Präsident der Akademie für Deutsches Recht. Der Vorstand setzt sich aus neun Mitgliedern zu­sammen; den Vorsitz führt Prof. GrasGleispach (Berlin).

Professor Stengel Leiter desReichsinstituts für Geschichte des älteren Deutschlands".

Der Führer und Reichskanzler hat Professor Stengel zum Leiter desReichsinstituts für Ge­schichte des älteren Deutschlands" (Monumenta Germaniae historica) berufen. Stengel ist der Sohn des verstorbenen Marburger Romanisten Max Ed­mund Stengel; er wurde 1879 geboren. Nach sei­nem Studium in Lausanne, Greifswald und Ber­lin promovierte er 1902 in Berlin und erlebte hier zum erstenmal Ziel und Organisation der Monu­menta, an denen er dann als Mitarbeiter von 1903 bis 1905 tätig war. Seine Habilitation fand 1907 in Marburg statt, wo er 1922 zum ordentlichen Professor ernannt wurde. Sein Hauptarbeitsgebiet ist mittelalterliche Geschichte sowie Erforschung der Urkunden derselben Zeit. Mit Stengel haben die Monumenta Germaniae historica" in ihrer Form alsReichsinstitut" einen hervorragenden Leiter

erhalten.

Professor Walz-Wiesenlreu f.

Der Vorsteher der Chirurgischen Klinik der Gra­zer Universität, Professor Dr. Peter Walz- Wiesentreu, dessen wissenschaftlicher Ruf weit über Oesterreichs Grenzen hinausging, ist im 55. Lebensjahr gestorben. Professor Walz-W' ' war eine im nationalen Leben sehr bekannte Per-

Jleichswerte Hermann Göring

Franksurt a. M., 29. Nov. (DNB.) Die Zeit- i IschriftD e r V i e r j a h r e s p l a n" teilt zu dem 'Besuch des Ministerpräsidenten Göring bei den ' !Reichswerken Salzgitter u. a. folgendes mit: Die »Steigerung der Förderung aus den Gruben der Meichswerke ist in einem Ausmaß angeordnet und ; toorbereilet, daß bis zum Ende des nächsten Jahres i «mehrere Millionen Tonnen Erz den Eisenhütten an [ ft er Ruhr zur Verfügung gestellt werden können. ; Damit soll eine sofort fühlbar werdende Erleichte- nung der jetzigen Eisenschwierigkeiten erreicht Wer­ften. Die Reichswerke greifen um diese Aufgabe M erfüllen zunächst ihre am leichtesten abzu- foauenben und günstigsten Erzlager an. Die neue Hütte wird in vier Bau stufen errichtet nverden. Die erste Baustufe soll bereits Ende 1939 nn Betrieb genommen werden und eine Erzeu- »gungsfähigkeit von 1 Mill. Tonnen Mohstahl haben. Die andern Baustufen werden ,parallel dem Fortschreiten der Erzförderung msbe- ssondere aus den geplanten großen Tiefbau- sschachtanlagen vollendet.

Die erste Baustufe der Hütte wird am Ende eines U5 Kilometer langen Stichkanals liegen, der «troa in der Mitte zwischen Braunschweig und «Peine vom Mittellandkanal abzweigt und in einen 3000 Meter langen Hüttenhafen endet. Damit ist die Benutzung des Wa ser- ro e g e s sowohl für die Kohlenzufuhr zur Hütte als aauch für die Beförderung des Erzes zu den Ruhr- nverken gegeben, bei bester Ausnutzung des Fracht- vahnraums für Hin- und Rückfracht.

Die Hütte wird eine Kokerei zur Erzeugung Les Hochofenkokses, eine Hochofenanlage mit aacht Hochöfen, ein Thomas stahl werk und ein Walzwerk umfassen, außerdem die notwendigen Mebenanlagen, wie Kraftwerk, Laboratorium usw. Die Verbindung zwischen den Erzgruben einerseits mnd Hütten und Hasen anderseits wird durch eine VErzbahn mit einem Gleisnetz von etwa 50 Kilo- nmeter hergestellt. Während das Gichtgas der Hoch­öfen restlos in der Hütte verwandt wird, steht eine beträchtliche Menge an hochwertigem Hochofengas nur Abgabe als Ferngas zur Verfügung. Damit wird der Hütte eine besondere Bedeutung als neuer -Stützpunkt der Ferngasversorgung im mitteldeut­schen Raum gegeben.

Oie Wehrüberwachung.

In einer gemeinsamen Verordnung haben der Reichskriegsminister und der Reichsminister des Jn- mern die Wehrüberwachung für die Wehr- Pflichtigen des Beurlaubtenstandes geregelt. Die Verordnung tritt am 1. Dezember 1937 in Kraft. Danach wird die Ueberwachung der Beurlaubten im Frieden bei den Wehrpflichtigen wirksam, wenn sie der Krsatzreserve zugeteilt oder zuruckgestellt sind, aroenn sie als Freiwillige der Wehrmacht, des Arbeitsdienstes oder der Verfügungstruppe ange- » mommen wurden, oder wenn sie der Reserve ober Landwehr angehören. Unwirksam ist Vie Wehrüberwachung in Friedenszeiten für alle Wehrpflichtigen der Ersatzreserve vom Be­ginn der Wehrpflicht bis zur M u st e r u n g , für Die Ersatzreseroe II und die L a n d w e h r 11, wenn sie keine Mobilmachungs eint et - l'JLung haben und auch für die Jahrgänge 1901 bis 11912, die ohne Mobilmachungseinteilung sind.

Die der Ueberwachung unterstehenden Personen müssen dafür sorgen, daß schriftliche Mitteilungen Der Wehrersatzdienststellen s i e jederzeit er- rr eichen können, müssen also einen Wohnungs­wechsel mitteilen, auch den Antritt einer Reise von üingerer Dauer als 60 Tagen und die Rückkehr, den Antritt einer Wanderschaft usw., Gestellungs- und Einberufungsbefehlen folgen und an Wehrver-

Oer Neubau des Reiches.

Staatssekretär Stuckart

über die Bedeutung der Gemeinden.

Breslau, 29.Nov. (DNB.) Der Staatssekre- itär im Reichsinnenministerium und Reichsgruppen- roalter des NSRB., ^-Oberführer Stuck art, hielt in Breslau einen Vortrag überVerfassung und Verwaltung im Dritten Reich . Bei der Neugliederung des Reiches soll nach einer jahrtausendelangen Zersplitterung der deutsche Staat geschaffen werden, dessen Gliederung nach abermals einem Jahrtausend noch als (finnooll anerkannt werden muß und der idie nationale Einheit des deutschen Volkes für alle Zukunft gewährleistet.

Die Deutsche Gemeindeordnung steltt Die kommunale Selbstverwaltung aller deutschen Gemeinden auf eine eittheitliche Grundlage. Auf dem von ihr bereiteten Boden soll sich der Neubau des Reiches von unten herauf vollenden. In der Großstadt muß unser Streben dahin gehen, bas Wissen um die Selbstverwaltung und Ras Bewußtsein um die Gemeinschaft zu ver­tiefen. Dies wird bei ganz großen Verhältnissen eine besondere gesetzliche Gestaltung erforderlich machen. Bei den ländlichen Gemeinden ist idie Arbeitslast von Jahr zu Jahr gewachsen. Es müssen Maßnahmen zur Hebung der 23er- iwaltungskraft getroffen werden. Die ehren­amtliche Leitung der ländlichen Gemeinden ssoll nach Möglichkeit erhalten bleiben, da durch Die Berufung des Amtsleiters aus dem Kreise der Volksgenossen ein besonders vertrauensmäßiger .Zusammenhang mit der Einwohnerschaft besteht. Man wird jedoch dem Gemeindeleiter ausr ei­chende Hilfskräfte zur Seite stellen müssen. Dabei sind Gesetz und Ziel der Staatsführung die mnverrückbaren Schranken, innerhalb deren sich jjede gemeindliche Betätigung zu halten hat.

Für den Neubau des Reiches ist es erforderlich, Daß die verschiedenen Rechtsregelungen in iden Ländern immer mehr durch ein ein­heitliches Reichsrecht auf allen Lebens» gebieten ersetzt werden. In diesem Zusammenhang «st die Schaffung der finanzwirtschast- g i ch e n und f i n a n z r e ch t l i ch e n Voraus­setzungen für die Durchführung des Naubaus außerordentlich wichtig. Zur Verwirklichung der Voraussetzungen gehört die Verteilung der Aufgaben, die den verschiedenen Verwaltungs­bezirken obliegen, und die Verteilung der ^finanziellen Einnahmequellen, also «eine Verteilung der Aufgaben zwischen dem Staate 1 Einerseits und den Gemeinden und Gemeindeoer- ; Länden andererseits. Zu diesem Zweck ist die Her- Leiführung der Gleichheit im Etats- und s Rechnungswesen aller Länder erforder- llich. Die Vereinheitlichung des ©teuer- irechtes ist eine wichtige Vorbedingung zur Durch- 1 Führung dieser Aufgabe. Das Gesetz bestimmt, daß Der Finanzausgleich bis spätestens 1. April 1938 zu erfolgen hat. Das Ziel ist für die Zukunft klar: Es nvird nur noch Reichs- und Gemeindesteuern geben!

Wetterbericht

des Aelchswelterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Mit dem raschen Abbau des über Frankreich lie­genden Hochdruckgebietes ist nunmehr ein lieber» greifen der in Norddeutschland sich abspielenden Störungstätigkeit nach Süden zu erwarten. Dabei wird Kurhessen stärker von der Wetterverschlechte­rung erfaßt werden, als das Saargebiet und die Rheinebene südlich des Taunus.

Aussichten für Mittwoch: Von Nord­westen her vordringende Milderung mit Regen­fällen, wolkig bis bedeckt, auffrischende Winde aus West bis Nord.

Aussichten für Donnerstag: Unbestän­dig, bedecktes Wetter, milder als seither.

Lufttemperaturen am 29. November: mittags 4,3 Grad Celsius, abends 2,8 Grad; am 30. November: morgens 1,3 Grad. Maximum 4,5 Grad, Minimum heute nacht 0,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 29. November: abends 2,8 Grad; am 30. November: morgens 1,9 Grad. Niederschläge 0,1 mm.x

naupridjriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter des Hauptschristleiters: Emst Blum- schein Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr Fr W Lange, für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein Anzeigen­leiter Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel D A X 37: 10 031. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckeret R Lange. K.-G., sämtlich in Gießen Monatsbezugs- preis RM 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr Einzelverkaufs- preis 10 Pf und Samstags 15 Pf.» mit der

Illustrierten 5 Pf mehr

Zur Zeit ist Preisliste Nr 4 vom 1. September 1937 gültig.