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da im Auslande entstanden sind, nun bald für,wenig werden wir zulassen, daß Auslanddeutsche immer verschwinden. So wenig, wie wir wegen ihrer nationalsozialistischen Einstellung von daran denken, uns über die allgemein anerkannten fremden Regierungen unter eine Art von Aus- Regeln des Fremdenrechts hmwegzusetzen, ebenso s nahmerecht gestellt werden.

Die Heimat vergißt euch draußen nicht."

Der Stellvertreter des Führers spricht zu den Ausländsdeutschen.

In seiner Rede beschäftigte sich der Stellvertreter des Führers nach herzlichen Begrüßungsworten an unsere auslandsdeutschen Volksgenossen besonders mit den Aufgaben der Auslandorganisation der NSDAP., über die er das folgende aus führte: Unter der Führung der Auslandorganisation wird auch das Auslanddeutschtum immer mehr von na­tionalsozialistischem Geist erfüllt. Die Auslandorga­nisation der NSDAP, hat die noch lange nach der Machtübernahme in sich zersplitterten, in Klassen­gegensätzen auseinanderklaffenden Deutschen drau­ßen zusammengeführt und sie ver­bunden mit dem Reiche Adolf Hitlers. Die Betreuung des Auslandsdeutschtums im natio­nalsozialistischen Geist erhält eine Unzahl von Deutschen der Nation, die sonst als Kulturdünger in anderen Nationen aufgingen. Von Zeit zu Zeit erfreut sich die Auslandsorganisation der NSDAP, der besonders liebevollen Aufmerksamkeit fremder Politiker. Nämlich der Politiker, die es gerade ein­mal wieder für zweckmäßig halten, wegen irgend­welcher politischer Geschäfte das Schreckge­spenst derdeutschen Gefahr" an die Wand der internationalen Öffentlichkeit zu malen. Und wie sie malen! Unser jüngster Gau der NSDAP, wird zu einer finsteren, geheimnisvollen Organisation. Ihr, meine Parteigenossen draußen, werdet zu Spinnen eines gewaltigen Spionage­netzes. Es ist geradezu gruselig, zu hören, wie ihr das Gift tödlicher Lehren in fremde Völker fragt und große Weltreiche von ihnen bedroht. Und es ist erschütternd zu hören, wie ihr Armen euch dauernd in den Zentralen der NSDAP. mor­gens, mittags und abends melden müßt, um Rechenschaft abzulegen, ich möchte fast sagen, ob ihr gut ober schlecht geträumt habt vom National­sozialismus. Ganz zu schweigen von all den ande­ren geheimnisvollen Dingen, von denen wir selbst auch nichts wissen, die aber diese Politiker wissen, ohne sie bisher preisgegeben zu haben. Doch das wird alles noch kommen, verlaßt euch drauf!

Im Ernst: Scheint es auch lächerlich, so hat es doch Methode. Durch die ewig wiederholten Lügen die schließlich dann auch manch ein ehrlich um den Frieden besorgter Mann nachspricht soll immer von neuem das Gift des Miß­trauens zwischen die anderen Nationen und uns geträufelt werden. Die Drahtzieher wollen um den Preis jeder Lüge verhindern, daß das Vertrauen zum neuen Deutschland auch weiterhin wächst, wie es zu ihrem Leidwesen in den letzten Jahren ge­wachsen ist. Sie wollen den Völkern einreden die guten Kommunisten und die harmlosen Juden, ja, die wollen Völkerverbrüderung, Freundschaft der Nationen, Freiheit der schaffenden Menschen und Frieden auf Erden! Aber die verfluchten Nazis, die haben sich verschworen, mit ihrer geheimnisvollen Organisation einen neuen Krieg zu führen, die wol­len die Völker aufeinander hetzen und Mord und Brand über die Erde tragen. Natürlich wollen die Drahtzieher nichts anderes, als von denen ab­lenken, die wirklich den Frieden der Völker be­drohen. Denn wir sind es ja nicht, die Handels­vertretungen zu Zentralen der Zersetzung der Gast­völker machen. Wir schmuggeln nicht Hetzartikel in in fremden Sprachen in andere Länder. Wir orga­nisieren nicht die Unterwelt anderer Staaten zu Stoßtrupps des Bürgerkriegs.

Mik reinem Gewissen können wir die Erklärung abgeben: Dir wollen den Nationalsozialismus nicht anderen Völkern als Gift einträufeln! Dir wollen ihn ebensowenig andern Völkern aufzwingen. Wir wollen ihn nicht einmal an andere Völker verschenken. 3m Gegenteil: Wir sind eifersüchtig darauf bedacht, den National­sozialismus für uns zu behallen. Und glaubt man wirklich, daß wir so dumm sind, daß, wenn wir schon eine Spionageorganisation auf­ziehen wollten, wir dann unsere so sichtbaren Stützpunkte, Ortsgruppen und Landesgruppen draußen dazu benutzen würden? Wollten wir wirklich einen geheimen Nachrichtendienst in anderen Ländern uns schaffen, dann würden wir klugerweise uns Bestehendes zum Vorbild nehmen, z. V. den so ausgezeichnet arbeitenden weltumspannenden Geheimdienst eines Landes, in dem unsere AO. besonders oft dunkler Ab­sichten verdächtigt wird.

Die wirtlichen Aufgaben der Gruppen unserer Auslandsorganisation haben sich dieser Tage erst an einem Beispiel gezeigt: In Schanghai fuhren die Angehörigen des dortigen NSKK. unter Todesverachtung in die unter Granatfeuer liegen­den Stadtteile und retteten Leben und Gut vieler unserer Landsleute. Das Einstehen füreinander, die Hilfe in der Not wie sie auch in den Winter­hilfsaktionen draußen zum Ausdruck kommt, das sind die Ergebnisse des Organisierens innerhalb der Ausländsdeutschen. Was wir durch die Auslands- organisatton weiter tun, ist nichts anderes, als was jede andere Nation auch tut: nämlich die Zu­sammengehörigkeit zwischen der Heimat und ihren Angehörigen draußen betonen und stär­ken. Wir machen das organisatorisch vielleicht gründlicher als andere wir sind nun mal Deutsche. Aber das Ziel ist nichts anderes, als die Einheit der Söhne und Töchter unseres Reiches diesseits und jenseits der Grenze. Wenn andere auch noch so gewaltige Zeitungsartikel schreiben und noch so gewaltige Reden halten. Die national­sozialistischen Deutschen sind ihren Gastlän- bern gegenüber loyal, ebenso wie sie loyale Bür­ger ihrer eigenen Heimat sind.

Dann nahm Rudolf Heß die feierliche Weihe von 78 Fahnen der Ortsgruppen und Landesgruppen der Auslandsorganisation der NSDAP, vor. In seinem Schlußwort rief er den Ausländsdeutschen und Seefahrern zu: Wenn ihr wieder zurückkehrt in die fremden Lande und auf eure Schiffe, bann sagt benen braußen bie Heimat gedenkt aller Deutschen in der Welt. Die Heimat nimmt Anteil an ihrem Schicksal, nimmt Anteil an ihrem Leid, an ihrer Not wo immer sie als Deutsche stehen. Nehmt die Gewißheit mit hinaus: Die Heimat vergißt euch draußen nicht, denn i h r seid ein Teil von uns! Sagt draußen, daß ihr das Land eurer Väter gesehen, und daß es größer und stolzer ist, als ihr es erträumtet. Geht hinaus und berichtet: Deutschland lebt und wird leben, weil ein Adolf Hitler lebt und weil ein Gott im Himmel lebt, der mit Deutschland ist. Das Sieg-Heil auf den Führer schloß die Ansprache des Stellvertreters des Führers.

Meis- und Erholungsheime für deutsche Künstler

Reichskulturwalter Hinkel über die Altersversorgung der Kulturschaffenden.

Berlin, 28. Aug. (DNB.) Den Anlaß der be­vorstehenden Eröffnung neuer Alters- und Erholungsheime für die deutsche Künstlerschaft benutzte ein Vertreter des Angriff", um mit Reichskulturwalter Hans Hin - k e l ein Gespräch über die Altersversorgung der deutschen Kulturschaffenden zu führen.

Reichskulturwalter Hinkel stellte eingangs fei­ner Ausführungen fest, daß die Zeit, in der man Künstler" aleichBohemiens" setzte, endgülttg vor­bei ist.Wir hatten uns vorgenommen", sagte Hinkel,die folgenden vier Fragen zu lösen:

1. Die einzelnen künstlerischen und mit der Kunst in Tuchfühlung stehenden Berufe ständig in klarster und knappster Form zusammenzufügen. 2. Die so geschaffenen Berufe von fremdrassigen und unbe­rufenen Menschen zu säubern. 3. Den künstlerischen Nachwuchs besonders zu pflegen und zu fördern. Wichtig ist, daß gerade hier das Problem der Aus­wahl besonders behutsam und so tolerant wie mög­lich angefaßt wird. Wir betrachten uns weder als Kunstpäpste, noch als Leiter von Behinderungs­anstalten. 4. Für die Veteranen der Kunst zu sorgen.

Um zunächst die atterschlimmste Armut einzudäm­men, gründete Dr. Goebbels die Spende Künstlerdank". Ihre Mittel stehen ben Aermsten vom Theater, von ber Musik, der bilbenben Kunst und bem Film zur Verfüaung. Um bie größte Not unter Dichtern unb Schriftstellern zu lindern, hat Dr. Goebbels dieS ck i l l e r - S t i f t u n a" in Weimar in unmittelbare Verbindung mit der Reichs­schrifttumskammer gebracht. Dazu ist später die D r.- Goebbels-Stiftung gekommen, die das Ver­mögen der früheren Bübnenaenoffenschaft zusam­menfaßt und verwaltet. Als besonders segensreich hat sich schließlich dasHilfs werk bildende Kunst" erwiesen.

In diesem großen Zusammenhang sind die Er- holungs- und Altersheime weitere Etapven. In den nächsten Wochen schon wird in einem bekannten Ost­seebad ein einzigartig schönes unb in jeber Hinsicht mustergültiges Altersheim für Bühnenkünstler er­öffnet. Die Komponisten, unter ihremKomponisten- papa" Paul (Bräner, bauen auf einem ber schön­sten Flecke Thüringens, ihr Heim. Die Buchhändler haben in Leipzig ihre Schule für Iungbuchdändler eröffnet und welchen bald wieder ein paar Schritte weiter gehen. Das erste aller dieser Heime, das Haus Artistik, ist in Oberwiesental im Erz­gebirge im vollen Betrieb. Es wurde aus den Ein­nahmen amTag der .Artistik" bezahlt, an dem bie Artisten auch die ausländischen auf ihre Gagen und die Direktoren der Varietes und Kaba­retts auf ihre Einnahmen verzichteten. Wie gewal­tig der Plan der Altersversorgung ist, sieht man erst, wenn man bedenkt, daß heute allein 96 000 Berufsmusiker zu betreuen sind (bie wir trotz Ra­dio und Tonfilm wieder auf ihre Arbeitsplätze ge­

bracht haben, ohne die technische Entwicklung irgend­wie zu stoppen), 38 000 Bühnentätige, Zehntausende von Malern, Graphikern und Architekten, Tausende von Schriftstellern, Filmschaffende uff.

Das Ziel, das uns Dr. Goebbels stellt ist: die Künstler und Kulturschaffenden mit einer allge­meinen Altersversorgung für das zu belohnen, was sie durch ihr Schaffen der Nation gegeben haben. Das Ziel der allgemeinen Alters­versorgung ein Millionenprojekt müssen und werden wir in ber nächsten Zukunft erreichen."

Die Verleihung des frankfurter Goeiheprettes E. G. Kolbenhehers Festrede über Goethe.

Am Geburtstage Goethes versammelten sich wie alljährlich im Goethehaus zu Frankfurt a. M. die Mitglieder des Verwaltungsrates desFrankfurter Goethepreifes", um im Kreise zahlreicher geladener Gäste dem diesjährigen Preisträger Dr. Dr. e. h. Erwin Guido Kolbenheyer den Preis zu übergeben. Mit der Toccata in d-moll von Bach, gespielt von Professor Hoehn, wurde die feier­liche Verleihung eingeleitet, worauf als Vertreter des Oberbürgermeisters Stadtrat Dr. Keller aus­führte, daß die Versammelten an geweihter ge­schichtlicher Stätte zusammengekommen seien, um einen schöpferischen Menschen unserer Zeit im goethischen Sinne zu feiern und zu ehren. Zum elften Male verleihe die Stadt Frankfurt den von ihr zur Förderung bedeutender Gestalter der Ge­genwart geftifteten Goethepreis. Nach der Satzung solle der Preis einer mit ihrem Schaffen bereits zur Geltung gelangten künstlerischen Persönlichkeit zuerkannt werden, deren Wirken einer dem An­denken Goethes gewidmeten Ehrung würdig sei. Die einstimmige Wahl des Kuratoriums der Stif­tung sei auf Kolbenheyer gefallen in Würdigung feiner vielseitigen Leistungen auf dem Gebiete der Dichtung. Das Kuratorium begrüße in diesem er- tefenen Kreise des geistigen Deutschland den Preis­träger als einen der Besten unseres Volkes, der nie von sich und feinem deutschen Wesen abgeirrt ist Stadtrat Dr. Keller überreichte darauf Dr. Guido Kolbenheyer die Urkunde, die folgenden Wort­laut hat:

Im Jahre 1937 verleiht die Stadt Frankfurt am Main den von ihr gestifteten ,Goethepreis' dem Dichter und Denker Dr. Dr. e. h. Erwin Guido Kolbenheyer aus Solln bei München. Die Ehrung gilt dem großen Dichter und Gestalter, dem Meister gleichermaßen des geistesgeschichtlichen Entwicklungsromans wie des Schauspiels, der aus der Unbeirrbarfeit seines Wesens stets für die Rein­heit und die Wiedergeburt deutscher Art gewirkt hat."

Der Dichter dankte in bewegten Worten und be­tonte, welch ein Lob es für ihn bedeute, daß feine Werke im Namen Goethes gewürdigt würden. Diese Verleihung bedeute aber auch für ihn höchste Verantwortung, der er sich immer bewußt bleiben wolle. Er kam dann auf die kulturelle Entwicklung in Deutschland in den letzten Jahren zu sprechen und sagte, daß erst nach der Befreiung des deut­schen Volkes im vergangenen Jahre durch die Wiederaufrichtung der Wehrfreiheit auch die kul­turelle Entwicklung habe entscheidende Fortschritte machen können.

Im Anschluß daran nahm Stadttat Dr. Kel­ler die Ehrung zweier Ausländsdeutschen, Dr. Jansen und Dr. K h u n, durch die Verleihung der Goetheplakette vor. Beide, die jetzt in Reading (Pennsylvania) wirken, hätten durch ihr Eintreten für das Deutschtum im Auslande sich diese Aus­zeichnung verdient. Mit dem Gesang des Liedes Grenzen der Menschheit" von Schubert, Text von Goethe, gesungen von Rest Fischer vom Frankfur­ter Opernhaus, klang die Feierstunde aus. Am Vor­abend von Goethes Geburtstag veranstalteten bas Freie Deutsche Hochstift" unb bas Frankfurter Goethe-Museum eineGoethe-Geburtstagsfeier", in ber Erwin Guibo Kolbenheyer, ber dies- jährige Goethepreisträger, in feiner Festrede über Goethes Denkprinzipien unb ber biologische Na­turalismus" sprach.

Ehrung Wilhelm Holzamers.

Arn Abenb des 30. Todestages Wilhelm Holz- a m e r 5 hatten sich die Mitglieder des Holzamer- Bundes sowie die Vertreter der Partei und ihrer Organisationen in Niederolm, dem Geburtsort des Dichters, eingesunden, um die Asche in das Rat­haus überzuführen, wo ihr eine vorläufige Ruhe­statt bereitet ist, bis der Bund mit den Vertretern des Ortes eine endgültige, dem Dichter geziemende Ruhestatt geschaffen haben wird.

In den Worten der Begrüßung, die die Vertreter des Holzamer-Bundes an die Lesergemeinde Holz- amers richteten, kam zum Ausdruck, daß der große Sohn der rheinhessischen Heimat noch nicht genug in unserem Volke bekannt sei, daß sein Gedanken­gut noch lange nicht so weit Allgemeingut geworden sei, wie er es wirklich verdiene. Dann wurde die Asche zum Rathaus übergeführt. Dor der Rathaus­tür sprach der Dichter Nikolaus Schwarzkopf über das Werk und das Leben Holzamers. Er zeigte, wie Holzamer, der außerordentlich begabte junge Mensch, allmählich in die große Welt kam, wie er in ber Zeitströmung des Naturalismus dieser Modekrankheit nicht erlag, sondern sich sein gesundes Urteil bewahrte.

Am Sonntag fand in einer Gedenkfeier die Ehrung des Dichters statt. Der Literarhistoriker Dr. Walther Linden (Leipzig) sprach überHolzamer und seine Stellung in der deutschen Dichtung". Er wies darauf hin, daß Holzamer in seiner Heimat­

kunst weit mehr geschaffen habe, als man gewöhn­lich unter dem einengenben Begriff verstehe. Dann sprachen ber Dichter Anton Dörfler (Nürnberg) unb ber Schriftsteller Wilhelm Michel (Darm- ftabt). Zum Abschluß der Feier las Dr. Walther Linben einiges aus ben Werken Holzamers. Ab- schliehenb dankte ber Dorsitzenbe bes Holzamer- Bunbes allen, bie teilgenommen hatten unb gab ber Hoffnung Ausdruck, daß Holzamer in weiten Teilen unseres Volkes mehr als bisher erfolgreich für bie beutsche Welterkenntnis wirken möge.

Oer italienische Film Scipio Africanus.

23 e n e b i g , 28. Aug. (DNB.) Der italienische FilmScipio Africanu s, besten Erfolg bei der Internationalen Filmkunstschau in Venedig be­reits berichtet wurde, wird von dem gleichen Grund­gedanken getragen, ber auch bie beiden anderen auf ber Filmschau gezeigten italienischen Filme be« herrschte. Zwar wechseln bie Epochen, in benen bie Hanblungen spielen; gemeinsam ist ben Filmen Scipio Africanus,Conbottieri" unb berBron­zenen Schilbwache" bie Ibee bes römischen Imperiums. Auf biefem Gebauten würbe im Scipio Africanus mit dem Einsatz einer über das gewöhnliche Maß hinausgehenden Vielheit von Kräften ein historisches Filmwerk aufgebaut. Eine heroische Idee gibt zwar dem Film seine Haltung, aber das wirkliche Wesen des Römertums, feine sittlichen Kräfte und der Wille zur Größe, auf denen das Imperium errichtet wurde, find aus ben Sil­bern kaum zu erkennen. So entstaub ein äußer­lich blenbenbes, aber nicht burch innere Überzeu­gungskraft wirkeubes Werk. Es ist ber Stil ber Großen Oper" mit allem Glanz, aber auch allen Schwächen, der biefen Film kennzeichnet.

Das Hauptgewicht bes Films liegt auf ben Mas­senszenen, bie in ber Darstellung ber Schlacht von Zama ihren Höhepunkt finben. Dieser Kampf ist technisch eine Glanzleistung ersten Ranges. Ob sie aber imftanbe ist, bie Bebeutuug jener großen Aus- einaubersetzung ber beiden um bie Herrschaft rin­genden Welten im Ablauf ber Weltgeschichte auch nur einigermaßen klar zum Bewußtsein zu brin­gen, kann bezweifelt werden. Kaum einem ber Schauspieler ist es gelungen, Persönlichkeiten bar­zustellen, bie ber große Gedanke des Films ver- langt hätte. Alles ist auf Theatralik abgestellt. So enttäuscht sehr der Darsteller des Titelhelden, Anni­bale N i n ch i. Die Rolle hätte den stärksten Ein­satz kraftvoller Persönlichkeit erfordert, wenn sie der historischen Gestalt des Scipio hätte gerecht werden sollen. Glaubwürdiger gab Camillo P i - lotti den Hannibal. Eine durchaus eigenartige, gänzlich von jeder Schablone abweichende Leistung, die sich künstlerisch aus der Gesamtheit auffallend beraushob, gab Francesca Braggiotti in der Rolle des Sophonisbe. Als Regisseur wirkte Camillo Gallone.

Aus aller Wett.

Der Mesiefonntaa in Leipzig.

Leipzig, 29. August. (DNB.) Die Leipziger Herbstmesse weist zwei charakteristtsche Merkmale auf. Soweit der Jnlandbedarf in Frage kommt, ist das die erste Messe, die vollständig auf die durch die Preisstoppverordnung geregelte Preisbasis abge­stellt ist. Weit bedeutsamer ist das neue Gefickt der Leipziger Messe, das sie durch die deutschen Werk- und Rohstoffe bekommen hat. Sämt­liche Fabrikationszweige haben sich dieser Grund­materialien weitgehend bedient, und auch der Ver- arbeifungsinbuftrie ist es gelungen, sie für ihre Er­zeugung zu übernehmen. Der Begriff berN e u - heite n", ber, soweit er Form unb Tönung betraf unb für frühere Messen immer ausschlaggebenb war, tritt auf ber jetzigen Leipziger Mustermesse in ben Hintergrund benn wichtiger ist bie Tatsache ber Materialbeschaffung unb ber Qualität. Beibes wirb in Verbinbung mit ben beutschen Werk­stoffen auf ber Messe sehr gut unter Beweis ge­stellt. Der Besuch am Messesonntag entsprach ben Erwartungen. Es waren aber fast in erster Linie Geschäftsinteressenten, die sich einfanden. Selbstverstänblich ist ber Sonntag noch viel zu Orientierungszwecken benutzt worben. Das gilt na­mentlich von ben auslänbischen Besuchern, von denen viele aus Oesterreich, Ungarn, Frankreich und Norwegen erschienen waren. Die deutsche Ein­käuferschaft zeigte sehr große Nachfrage und sucht ihren Bedarf für die Herbst- und Wintermonate zu decken. Teilweise wurde auch schon für das Früh­jahr disponiert.

Viel beachtet werden auch die L ä n d er­schauen, namentlich die Ausstellung der Nieder­lande, und die Spezialausstellungen. Besondere An­strengungen hat die S p i e l w a r e n i n d u st r i e gemacht, die viel Winterspiele zeigt, ferner bie Mu - fifinftrumenteninbuftrie Sehenswert ist bie Textil- unb Bekleibungsmesse, bie im Zeichen von Zellwolle unb K u n st s e i d e steht. Auch bie Leberwareninbustrie zeigt viele Kombinationsmöglichkeiten für bie neuen Leberartikel. Sehr reichhaltig ist das Messeangebvt in Kunst- unb Galanteriewaren sowie in Sport­artikeln, bei benen gleichfalls neue Werkstoffe ver- roenbet werben. Wirtschaftlichkeit unb Zweckmäßig­keit finb bie beiben Faktoren, bie bie außerorbent- lich angewachsene Baumesse beherrschen. Nach biefer Richtung hin finbet basHaus aus beutschen Werk­stoffen" lebhafteste Beachtung.

Trauerparade für Konteradmiral Waßner.

Kiel, 28. Aug. (DNB.) Auf dem Marinefrieb- hof fanb bie Trauerfeier für den Marineattach6 an ber deutschen Botschaft in Lonbon unb an ber beutschen Gesanbtschaft in Den Haag, Konterabmi- rat Waßner, statt. Auf ben Reichsbienstgebäuben unb ben im Hasen liegenben Schiffen würben bie Flaggen auf Halbmast gesetzt. An ber Spitze bes Trauergefolges sah man ben Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generalabmiral Dr. h. c. Raeber ben beutschen Botschafter in Lonbon, von Rib­bentrop, Vertreter ber englischen und ber hol­ländischen Kriegsmarine, Vertreter des Auswärtt- gen Amtes, den Landesgruppenleiter der NSDAP, in Englanb, bie Kommanbierenben Abmiräle ber Marinestationen ber Ostsee unb ber Norbsee unb ben Befehlshaber im Luftkreis VI neben vielen Ver­tretern ber Wehrmacht unb der Partei. Vom Frieb- hofstor bis zum Skagerrak-Denkmal, vor bem ber Sarg aufgebahrt war, bildeten Abteilungen ber Marineschule Kiel Spalier. Am Sarge, den bie Reichskriegsflagge bockte, hielten Offiziere der Kriegsmarine die E^mwache. Während eine Kom- vanie ber SuftrocZ' hinter bem Ehrenmal Auf­stellung genommen hatte, standen an beiden Seiten

eine Ehrenkompanie des KreuzersKarlsruhe", der Schiffsartillerieschule Kiel, der Marineschule Kiel und der I. Schiffsstammabteilung der Ostsee. In einer schlichten Trauerfeier wurde der Verdienste des Toten in Krieg und Frieden gedacht, dem 1918 der Pour le M6rite verliehen worden war. Einem Choral folgte dumpfer Trommelwirbel. Dann setzte sich die Trauerparade in Bewegung. Ein Offizier vom KreuzerKarlsruhe", dessen Kommandant Admiral Waßner einst war, ging mit den Orden des Verstorbenen dem Sarg voran, den 8 Unter­offiziere trugen. Als das Lied vom guten Kame­raden verklungen war, krachten drei Salven über das Grab.

Antibolschewistische Ausstellung im Rahmen des Nürnbergerparteitages

Nürnberg, 28. Aug. (DNB.) Im Rahmen des Reichsparteitages 1937 veranstaltet die Reichspropa- gandaleitung der NSDAP, vom 5. bis 26. Septem­ber inderNorishalle in Nürnberg eine große antibolfchewistifche Ausstellung, die erstmals bisher noch nie gezeigtes Mate­rial bringt, das in gründlicher und langwieriger Arbeit von maßgebenden Stellen der Partei, der Behörden und Sachkennern zusammengetragen wurde. Allen Volksgenossen soll klar und eindeutig ein Bild von der verderbenbringenden Wühlarbeit ber kommunistischen Internationale unb ber Ko­mintern gegeben werben. Mit ber Gesamtleitung unb ber Ausgestaltung ber Schau würbe der Leiter des Instituts für deutsche Kultur- und Wirtschafts­propaganda, Architekt Pg. Waldemar S t e i n e cf e r, betraut.

Reichslagung des Gustav-Abolf-Vereins.

In Kaiserslautern begann bie Reichs­tagung bes Gustav-Abolf-Vereins, ber Hilfsorgani­sation für die evangelische Diaspora diesseits und jenseits der Reichsgrenzen.- Neben den Leitern des Gustav-Adolf-Werkes aus dem Reich hatten sich zahlreiche Vertreter deutscher evangelischer Aus­landsgemeinden aus Polen und den baltischen Staa­ten, aus Ungarn und Siebenbürgen, Oesterreich, Jugoslawien, Brasilien und Argentinien versam­melt. Einer Gruppe von 40 Batschka-Psälzern wurde ein jubelnder Empfang bereitet. Die Tagung begann mit Festgottesdienstes in allen Kirchen ber Stabt. Auf ben Kanzeln stauben Leiter ber evan­gelischen Auslanbsbiaspora. Zu einer einbrucksvol- len Kunbgebung gestaltete sich bie Festversammlung. Nach einem Grußwort des Präsibenten, Professor Gerber (Leipzig), sprach Dr. Zimmermann im Namen ber volksdeutschen Gäste aus ber Batschka, sübslawischer Lanbschaft zwischen Donau und Theiß. Er schilderte den harten Kampf der pfälzischen Auswanderer, die inmitten einer frem­den völkischen Umwelt ihr deutsches Volkstum und ihren evangelischen Glauben bis auf den heutigen Tag bewahrten. Zugleich dankte er dem Verein für feine Hilfe, die wesentlich dazu beiaetragen habe, daß die deutsche Volksgruppe in der Batschka die Verbindung mit der Heimat nicht verlor.

Reichswettbewerb der Flugzeugmobellbauern.

Auf bem Segelfluggelände der westdeutschen Se­gelflieger in Borkenbergen bei Dülmen fanden die Reichswettbewerbe für Segelflug- m o d e l l e statt, die in diesem Jahre zum dritten Male ausgetragen wurden. Zu ben Vorführungen ber jungen Mobellbauer, bie aus allen Gauen des Reiches mit ihren selbstgebauten Flugzeugen erschie­nen waren, traf auch der Korpsführer des NSFK., Generalleutnant Christiansen, ein. An fünf Startstellen brachten bie Junaen ihre in Bauart, Größe unb Antriebsweise vielfältigen Modelle zur Schau. Der erste Tag galt bem Wettbewerb ber Benzinmotor-Mobelle, beren Zahl auf 49 gestiegen ist. Als bestes Mobell wurde bas ber Gruppe West-