Oer 1. Mai in Gießen
Marschgruppe I
im
20.00
Marschgruppe II
21.00
7.15
Mrschordiwiig, Anordnungen für den Umzug
s
Bootshaus.
unteren
auf Oswaldsgarten. sind angetreten.
i hitterwall, Spitze
SS.-Standarte.
in der Ludwigstraße, Spitze Ecke Ludwigstrahe / Vleichstrahe.
Amt Reisen, Mandern und Urlaub.
Die Rheinfahrt am 2. M a i fällt aus.
8.30 Uhr: Iugendkundgebung
11.15 Uhr: Sämtliche Betriebe
^eranstaltungSfolge:
Freitag, 3 0. April.
Uhr: Maisingen des BDM. in den einzelnen Giehener Ortsgruppen.
Uhr: Gemeinsames Maisingen des Giehener BDM. auf dem Brandplah.
Samstag, 1. Ul a i.
Uhr: Mecken und Morgengruh, ausgeführt vom Musikzug der SA.-Standarke 116 und vom Musik- und Fanfarenzug des Jungvolks. — hissen der Fahnen.
11.30 Uhr: Abmarsch beider Marschgruppen zum Oswaldsgarten.
12.00 Uhr: Kundgebung auf dem Oswaldsgarten.
Mir verweisen im übrigen auf die in dieser Zeitung bereits veröffentlichten allgemeinen Richtlinien für den 1. Mai.
Marschgruppe II.
Marfchleiter: Slnrmhauptführer Bender.
A u f st e l l u n g in der Ludwigstrahe, Spitze Lcke Vleichstrahe.
Anmarsch nur vom Ludwigsplah her.
Teilnehmer und Reihenfolge:
Spielmannszug und Kapelle des 32L 116.
Abordnungen der Wehrmacht.
Fahnengruppen der Ortsgruppen. Arbeitsfront. Jungvolk.
Ehrenbereitschaften der politischen Leiter, der RSVO., des 3V.
Reichsarbeitsdienst 160 Mann.
NS.-Sludentenbund marschiert vor der Universität.
Der Spielmanns- und Fanfarenzug des 3D. marschiert in der Mitte der Marschgruppe II.
handel, Handwerk und Gewerbe, alle Geschäfte, Innungen, Kraftfahrzeuggewerbe.
Sämtliche staatlichen Behörden und Betriebe. Universität mit allen Kliniken. Sämtliche Reichs- und Landesbeamten und Angestellte. Alle Schulen, auch privatschulen. (Antreten um 11 Uhr im Hofe des Realgymnasiums.) Geistliche Behörden.
Den Schluh bilden 30 Mann SS.
Marschweg: Vleichstrahe, hindenburgwall. Horst-Wessel-Wall, Oswaldsgarten.
Angetreten um 11.15 Uhr, Abmarsch um 11.30 Uhr.
Anordnungen für beideMarschgruppen:
Vis auf die uniformierten Abordnungen wird in Achterreihen marschiert. Für die uniformierten Abordnungen gelten ihre Dienstvorschriften.
Eine bestimmte Reihenfolge innerhalb der Betriebe und zivilen Teilnehmer besteht nicht. Die Aufstellung erfolgt in der Reihenfolge der Ankunft.
Aufmarsch und Absperrung auf Oswaldsgarten durch die $ 2L
Kreisleitung Wetterau der RLDAP.
Die Vetriebsführer und Vetriebsobmänner haben dafür zu sorgen, dah alle Betriebe vollzählig an- treten.
Betriebsfeiern dürfen am 1. IHai erst nach Beendigung der Hauptkundgebung abgehalten werden.
Hauptaufmarschleiter ist SA. - Standartenführer Lutter. Den Anordnungen der SA.-Männer (kenntlich durch weihe Binde) ist unbedingt Folge zu leisten.
Der Umzug erfolgt in zwei Marschgruppen:
Marschgruppe I.
Marschleiter: Sturmbannführer Förster. Aufstellung im hitterwall, Spitze an der
SS.-Standarte.
Anmarsch nur durch den hitterwall oder Moltkestrahe von der Richtung Moltkeslrahe her.
Teilnehmer und Reihenfolge: Spielmannszug und Musikzug der Standarte 116. Fahnengruppe der SA., RSKK., H3. Ehrenstürme der SA„ RSKK.» H3. Werkscharen marschieren bei ihren Betrieben. Sämtliche Betriebe: Reichsbahn, Tabakindustrie, Stadt Giehen, Banken, Wehrmacht-Verwaltung, heeresbauamt, sämtliche Betriebe der Privatindustrie, GA., Biebertalbahn usw.
Freie Berufe: Aerzte und Mitarbeiter (auher Kliniken), Rechtsanwälte mit Personal, Versiche- rungsbüros usw.
Angestellte, Hausgehilfinnen, Reichsnährstand.
Den Schluh bilden 30 Mann der SS.
Marschweg: hindenburgwall, Goethestrahe, Seltersweg, Kaplansgasse, Vahnhofstrahe, Reustadt, Oswaldsgarten.
Angetreten um 11.15 Uhr, Abmarsch um 11.30 Uhr.
neinjchaftsfilm.
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Volkes.
Vetr. 3ugendfilrnstunde „Die Tochter des Samurai“.
Ich weise nochmals auf die Jugendfilmstunde am 2. Mai im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, hin. Eintritt 20 Pf. Antreten jeder Mädel- und Jungmädel- gruppe um 10 Uhr am Lichtspielhaus, Bahnhofstraße.
Mädelgruppe 2/116 Giehen-Rord.
Am Freitag, 30. April, tritt die Mädelgruppe um 20 Uhr pünktlich am Brandplatz zum Mailieder- singen an.
Am Samstag, 1. Mai, treten wir um 7.45 Uhr am Brandplatz zur Jugendkundgebung an.
Am 1. Mai ist ab 14 Uhr Kluftverbot.
Von der Universität.
Don der Pressestelle der Universität Giehen wird uns mitaeteilt:
Professor Dr. Büttner, Oberarzt der Medizi- nischen und Nervenklinik der Universität Gießen, hat zum 1. April 1937 die Leitung der inneren Abteilung des städtischen Krankenhauses in Görlitz Schlesien) übernommen. Der Herr Reichserziehungs- Minister genehmigte die Beurlaubung als Dozent für zwei Semester.
Der Reichs- und preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat Professor Dr. Aul er in Gießen beauftragt, auch im Som- merfemester 1937 die Vertretung der Betriebswissenschaft in der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Marburg zu übernehmen, unter Beibehaltung seiner Lehrtätigkeit in Giehen.
Schont die Wiesen!
I NSG. Bei dem schönen Frühjahrswetter geht ■ man hinaus. Vater, Mutter und Kind wandern sich müde, sie suchen Rast. Wie da die saftigen Wiesen
Großes Wecken der Wehrmacht.
Am morgigen nationalen Feiertag findet, neben den an anderer Stelle unseres heutigen Blattes noch einmal angekündigten Veranstaltungen der Partei, auch ein.Großes Wecken der Wehrmacht in Gießen statt. Das Wecken wird zwischen 6 und 7 Uhr unter dem Befehl eines Offiziers, mit den Spielleuten und der Regimentsmufik an der Spitze, gefolgt von einem Begleitkommando in Stärke eines Zuges, durch folgende Straßen marschieren: Abmarsch 6 Uhr vom Schützenhaus durch Kaiserallee, Ludwigsplatz, Gartenstraße, Neuen Säue, Schulstraße, Marktplatz, Mäusburg, Kreuzplatz, Seltersweg, Frankfurter Straße, Friedrichstraße, Röntgen- straße, Ludwigstraße, Bleichstraße, hindenburgwall, hitterwall, Moltkestrahe, Licher Straße zur Kaserne. Bund Deutscher Mädel, Unfergoull6.
Velr. 1.2Hai.
Am 1. Mai haben alle Mädel und Jungmädel Kluft zu tragen. Ab 14 Uhr ist Kluftverbot Sofern die Einheiten noch nach 14 Uhr antreten müssen, sind Dolkstanzkleider anzuziehen. Die Mädel- und Jungmädelgruppenführerinnen sind mir für die Durchführung der Anordnung veront-
locken! Ohne alle Bedenken spaziert die ganze Familie, Vater, Mutter und Kind, über die frische Saat hinweg zu dem jungen Wiesengrün, das so herrlich zur Rast einlädt. Daß aber von den erbarmungslosen Tritten die zarten Halme knicken und zu Grunde gehen, überlegt man nicht. Obwohl in den städtischen Anlagen von Einzelnen die Grundflächen beschritten werden dürfen? Jeder Halm ist im Zeichen des Vierjahresplanes wertvoll und kostbar! Er ernährt die Kuh, die Kuh gibt Milch, aus der die Butter und andere wichttge Nahrungsmittel gewonnen werden. Außerdem: wehe, wenn der Feldschütz kommt und die ganze Familie, womöglich mit einem ganzen Hausrat, Rast halten sieht! Der Sonntag nähme dann einen ziemlich unharmonischen Ausklang. Seid daher einsichtig und überlegt: auch am Wegrande läßt sich herrlich rasten, von dem aus man die jungen sprießenden Wiesen dauernd im Blick hat. Die Wiesen sollte man nicht zertrampeln!
Heute Maienbiasen!
Am heutigen Freitag, 30. April, von 19 Uhr ab, findet Maienblasen vom Turm der Johanneskirche aüs statt. Vorttagsfolge: 1. Choral: Lobe den Herren, den mächtigen König. Stralsund 1665. — 2. Schäfers Sonntagslied. Conradin Kreutzer. — 3. Volkslied: „Der Mai ist gekommen".
Aus der Frauenarbeit in Gießen.
Alle gaben zum Dankopfer der Nation?
Willst du dich ausschließen?
NSG. Als weitere Ortschaften, die sich hundertprozentig in das „Dankopfer der Nation eingetragen haben, werden die Orte Nieder-Bes- f i n g en und Rabertshausen im Kreis Gießen gemeldet. Auch in G r o ß e n - B u s e ck , S t e i n h e i m und R o d h e im haben sich sämtliche haushalte eingezeichnet. ro. . e ,
In Weidenhausen im Kreis Biedenkopf zeichnete sich die gesamte Schuljugend bis zum Aller- kleinsten mit 175 Kindern beim Sturm 4/88 em!
Ohne Paßvermerk keine Steife nach und durch Oesterreich.
DNB. Nach §2 Ziffer 1 des Gesetzes über den Reiseverkehr mit Oesterreich vom 24. August find Pässe von Reichsangehörigen mit Wohnsitz oder ständigem Aufenthalt im Inlands für Reisen nach und durch Oesterreich nur gültig, wenn der Geltungsbereich des Paffes von der zuständigen Paßbehörde ausdrücklich auf das Gebiet des Bundesstaates Oesterreich erstreckt ist.
Seit Inkrafttreten dieses Gesetzes hat sich gezeigt, daß täglich Reisende, die sich nach Oesterreich begeben und in Bayern die Grenze überschreiten wollen, von den Paßkonttollbehörden zuruckgewiesen werden müssen, weil der Reisevermerk nach Oesterreich im Paß fehlt.
Die Reisenden werden daher in eigenem Interesse gebeten, die geltenden Vorschriften genauestens zu beachten.
** Dienstjubiläurn. Man schreibt uns: Auf eine 40jährige Dienstzeit im Dienste des Hess. Staates kann heute der bei dem Hess. Hochbauamt Gic- ßen tätige Bauinspektor Joh. Sälzer zurückblicken. Nach Vollendung seiner fachlichen Ausbildung und Ablegung der Staatsprüfung trat er am 30. April 1897 in den Dienst des Hess. Wasserbauamtes Worms
Die Mitglieder der Frauenschaft und des Frauenwerks der Ortsgruppe Gießen-Nord vereinten sich zu einem Gemeinschaftsabend im Caf6 Ebel. Die Leiterin, Frau Stand fuß, gab einen umfassenden Bericht über die Tätigkeit der Arbeitsaemein- schaften des Frauenwerks. Die Gruppe Volkswirtschaft-Hauswirtschaft zeigte die Verwertung von Fisch, die praktische Verwendung von Gemüsen und Gerichte von Magermilch mit Kostproben, während der Abend der Gruppe Erziehung-Schulung einen Vortrag über Kunstseide und" Zellwolle und eine Anleitung zum Weben brachte. In der Gruppe Hilfsdienst hörten die Teilnehmerinnen von der Arbeit des Roten Kreuzes, die Gruppe Grenzland- Ausland zeigte in einem Referat den Aufbau und die Arbeit der Auslandsorganisationen der NSDAP, und Erlebnisse von einer Reise in Rußland. Mit einem Rückblick auf den Geburtstag des Führers forderte die Leiterin die Frauen auf, weiterhin in Treue mitzuarbeiten am Aufbauwerk der Bewegung.
Der zweite Teil des Abends brachte einen Dorttag von Frau Bischof über „den Sinn des 1. Mai". Es folgten dann Gedichte und Gesänge aus dem „Oratorium der Arbeit" von Georg Böttcher, das am 1. Mai im Rundfunk zu hören fein wird. Frau Kasten sang aus diesem Oratorium: „Schaffende Arbeit ist Weltengebot" und andere Teile. Gemeinsam wurde gesungen: „Wach auf, wach auf, du deutsches Land".
Zum Schlüsse des Abends verteilte die Leiterin an ihre Amtswalterinnen die Zeichen der Mitarbeit und ermahnte sie, in enger Verbundenheit und Treue weiter mitzuhelfen in der Frauenarbeit. F. K.
Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: heute abend findet die Erstaufführung der Oper , „Der Günstling" von Rudolf Wagner-Regeny und ; Caspar Neher statt. Damit nimmt das Stadttheater , zum erstenmal eine moderne Oper in seinen Spiel- plan auf, die seit der Uraufführung in Dresden im Februar 1935 ein lebhaftes Echo gefunden hat. Dem Textbuch zum „Günstling" liegt Büchners Bearbeitung des Dramas „Maria Tudor" von Victor Hugo (1832) zugrunde; es enthält auch einige andere zum Teil wörtliche Zitate aus Büchners Schriften. Musikalische Leitung Kapellmeister Paul Walter. Spielleitung: Wolfgang Kühne. Bühnenbilder: Karl Löffler. — Leitung der Chöre: Ernst Bräuer. — Die in eigener Werkstatt hergestellten Kostüme sind angefertigt nach Entwürfen von Sophie Buchner, ausgeführt von Willi End - r i ch. Die Intendanz macht darauf aufmerksam, daß infolge Beanspruchung des Orchesters in Bad-Nau- heim außer der heutigen nur noch zwei Vorstellungen stattfinden können, und zwar am 4. Mai und 10. Mai. Die Mittwoch-Miete vom 12. Mai muß, da das Orchester schon in Bad-Nauheim beansprucht wird, auf Montag, 10. Mai, vorverlegt werden. Diese Vorstellung, welche die erste Opern-Dorstel- lung mit dem neuen Orchester ist, findet als 30. Vor- stellung der Freitag-Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr.
Der deutsche Weister des Liedes Heinrich S ch l u s u u s singt am 7. Mai in der Neuen Aula der Universität Werke von Schumann, Beethoven, Trunk, Pfitzner und Wolf. Das Konzert dürfte von den Musikliebenden Gießens dankbar begrüßt werden, nachdem der Künstler mehrere Jahre nicht in Gießen fingen konnte.
Die Heimatvereinigung „Schiffenberg“ hält am Sonntagnachmittag auf dem Schiffenberg ihre diesjährige Hauptversammlung ab. Anschlie- ßend findet eine Familienzusammenkunft statt.
Aus der Stadt Gießen.!
Festlicher Mai.
Es gibt keinen Monat, der dem Mai vergleichbar wäre. Denn alles, was an leuchtender pracht und prangender Schönheit die Erde schmückt, ; bringt er gleich einer berauschenden Symphonie zur vollen Entfaltung. Der Mai erscheint wie ein , begnadeter Märchenprinz, dem die Blumen sroy- lockend ihre Kelche öffnen und dem auf seinem seitlichen Zuge die Vögel ihre schönsten Lieder finden. Wenn der Mai im Lande ist, jubiliert die Daselns- lust in Wald und Flur, und alles scheint einzustim- men in einen großen Lobgesang der Freude.
Freilich noch ehe der erste Maientag seine goldenen Lichter anzündet, geistert der mystische Spuk der Walpurgisnacht. Aü der Schwelle des Wonnemonds steht diese Erscheinung aus altersgrauen Zeiten wie ein überliefertes Geheimnis, das drohend Respekt erheischt. Die Nacht der hexen der Teufel und Dämonen hat sich jedenfalls auch bis in unsere Tage behauptet, und wenn hier und da noch Walpurgisfeuer angezündet und lärmende Veranstaltungen durchgeführt werden, so ist das der Nachhall jener Bemühungen, mit denen unsere Vorfahren sich einst der gefährlichen Einwirkung böser Geister zu erwehren trachteten.
hinter dieser symbolhaft anmutenden bedrohlichen Finsternis aber strahlt die sieghafte Helligkeit des ersten Mai. Es ist deshalb kein Wunder, wenn der erste Mui, den wir jetzt als Feiertag der nationalen Arbeit festlich begehen, in alten Sitten und Gebräuchen unseres Volkes hohe Bedeutung genoß. Entweder am ersten Mai selbst, oder am ersten Sonntag im Mai gab es in den menten deutschen Landschaften, vor allem beim Landvolk, jenes fröhliche Treiben, das mit dem Mulfingen begann und mit dem Tanz unterm bändergeschmuck- ten Maibaum seinen Höhepunkt erreichte. In Zu^ sammenhang damit stehen auch heute noch vielfach im dörflichen Leben allerlei Bräuche, wie heische- umzüge, feierliche Flurgänge und lustige Spiele auf dem Anger.
Maientage sind Tage blühenden Werdens und freudiger Hoffnung. „Es steht die Welt in Blüte, in Blüte steht mein Herz", sang der Dichter Hermann Löns, und wer vermöchte sich der Lieblichkeit und romantischen Schönheit dieses Monats zu entziehen, der einem Hymnus auf Jugendkraft und immer wiederkehrende Neugeburt gleicht. Dem Bauer sind allerdings die allzu schönen Tage dieses Monats nicht sehr willkommen, und er hält sich lieber an eine alte Regel: „Maimonat kalt und windig, macht die Scheuern voll und pfündig." Aber Maien- fröfte sind auch ihm unnütze Gäste und er ist froh, wenn Servatius, der letzte Eisheilige, still vorübergegangen ist.
Mit dem Mai beginnt die schöne Jahreszeit ihren festlichen Reigen. Und mögen die Tage zunächst auch noch unbeständig und gelegentlich weniger einladend sein: die Wunder der Schönheit offenbart dieser Monat dennoch, und sein Blütenduft liegt auf allen Wegen, wie der Atem unvergänglicher Schöpfung. Sch-
Dornolizen.
Tageskalender für Freitag.
wörtlich. v .
Bei der Jugendkundgebung m Gießen und in den anderen Standorten des Kreises Gießen werden nur die Mädel- und Jungmädelgruppenwimpel rnttge- bracht. Sämtliche Einheiten müssen spätestens 8.15 Uhr am Kundgebungsplatz angetreten, fein.
Jede Mädel- und Jungmädelgruppenführerin gibt mir bis zum 3. Mai einen kurzen Bericht über den Verlauf des Nationalen Feiertags des deuffchen
Dame verrichtet noch heute ihre Haushaltsarbeiten völlig selbständig.
** Sterb efälle in Gießen. Es verstürben in Gießen: am 17. April: Matthias Heimes, Schneidermeister, 71 Jahre, Licher Straße 74. 18.: Wilhelm Eckhardt, Bezirks-Zollkommissar, 57 I., Löber- ttaße 10. 19.: Maria Erb, geb. Dörr, 69 I., Son- lensttaße 12; Juliane Noll, geb. Wolf, 73 I., Bleich- ttaße 9. 22.: Paul Lenzi, Bäcker, 47 I., Ludwig- ttaße 60; Joh. Glöckle, Korbmacher, 76 I., Löwengasse 5; Elisabeth Jöckel, 68 I., Licher Straße 74. 23.: Antonie Weber, geb. Haas, 61 I., Memeler Straße 9. 24.: Karl Mulch, Reichsbahn-Obersekretär, 60 I., Dammsttaße 34; Karoline Häusler, geb. Ploch, 48 I., Liebigsttaße 63. 25.: Friedrich Jakob Becker, Händler, 68 I., Seltersweg 52. 26.: Frihjof hohagen, 2 Tage alt, Brandplatz 1. 29.: Margarete Lipp, geb. Pfeiffer, 69 I., Steinstrahe 84.
** Viehmärkte in Gießen. Am kommenden Dienstag, 4. Mai, findet hier Rindvieh-(Nutz- vieh-)Markt statt. Am Mittwoch, 26. Mai, wird Schweinemarkt abgehalten.
** Fundgegenstände werden am Freitag nächster Woche im Hofe der Polizeidirektion öffentlich versteigert.
Schöffengericht Gießen.
Wegen fahrlässiger Tötung hatte sich vor dem Schöffengericht der L. D. aus Lauterbach zu verantworten. Er fuhr am 8. November 1936 mit seinem Personenkraftwagen auf der Straße Lauterbach—Maar. Zunächst war schönes Wetter, später setzten Regenschauer ein. Auf eine Entfernung von 120 Meter sah er einen Motorradfahrer aus einer tiefer gelegenen Mulde herankommen, der auf der falschen (linken) Straßenseite fuhr. Der Beifahrer des Angeklagten machte ihn noch auf das verkehrswidrige Verhalten des Motorradfahrers aufmerksam. Der Angeklagte gab Signal und hat bann auch gesehen, daß der Motorradfahrer nach dem Signal den Kopf hob. Er verlangsamte die Fahrt seines Wagens. Trotzdem streifte der Motorradfahrer den Wagen, und zwar rutschte er an der linken Wagenseite entlang und kam zu Fall. Er flog sechs Meter weit in den Straßengraben, blieb dort liegen und starb nach seiner (Einlieferung ins Lauterbacher Krankenhaus, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben, an den erlittenen Verletzungen. Da dem Angeklagten nicht nachgewiesen werden konnte, daß er den Unfall des Motorradfahrers verschuldet hatte, ihm auch wegen seiner Fahrweise keine Fahr-
Tageskalender für den Rationalen Feiertag des deutschen Volkes.
7 bis 7.30 Uhr, Wecken; 8.30 Uhr, Jugendkund- gebung; 12 Uhr, Hauptkundgebung. — Gloria- Palast, Seltersweg: „Die Tochter des Samurai", der deutsch-japanische Gemeinschaftsfilm. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Treffpunkt in Paris .
Tageskalender für Sonntag.
Stadttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr, „Ernstes und heiteres um Rudolf Presber", 15. Morgenfeier; 20 bis 22.45 Uhr, „Die Dorothee". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Die Tochter des Samurai", deutsch- japanischer Gemeinschaftsfilm. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Treffpunkt in Paris". — Ober- hessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 11 bis 13 Uhr, Ausstellung von Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen von Lotte Droese. — Heimatvereinigung Schiffenberg: 16 Uhr, Hauptversammlung auf dem Schiffenberg; anschließend Familienzusammen- kunst. — Reichsfachgruppe Imker: 14 Uhr, Jahreshauptversammlung im Hotel hopfeld.
Erstaufführung „Der Günstling“ im Gießener Stadttheater.
Stadttheater: 20 bis 22.15 Uhr, „Der Günstling . — Gloria-Palast, Seltersweg: „Die Tochter des Samurai", der deutsch-japanische Gemeinschaftsfilm. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: 61
Paris". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 16 bis 18 Uhr, Ausstellung von Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen von Lotte Droese. — Gießener Ruder-Gesellschaft: 20.30 Uhr, Treffen im
ein. hier war er einige Jahre tätig, worauf er zum Hess. Hochbauamt Mainz versetzt wurde. Seit 1912, also seit 25 Jahren, ist Herr Sälzer dem Hess. Hochbauamt Gießen zugeteilt. Bei diesem Amte sind Herrn Sälzer die Dienstgeschäfte eines Bezirksbaubeamten übertragen, hauptsächlich Hai er Bauten zu betreuen und Neubauaufgaben durchzuführen, die im Bereiche der Hess. Landesunioersität liegen. Diesem dankbaren Aufgabengebiet entspricht auch der schöne Erfolg, mit dem Herr Sälzer ihm Dorgeftanben hat. Zielsichere und gerechte Dienst- uhrung verschafften ihm die Achtung und Zuneigung sowohl bei seinen Mitarbeitern und anderen Dienststellen, als auch bei der Handwerkerschaft. Der Jubilar steht im 62. Lebensfahr.
** Arbeitsjubiläum. Am gestrigen Donnerstag, 29. April, konnte Herr Oswald Quast aus Großen-Linden, Vorarbeiter der Temperei bei der Firma Bänninger G. m. b. h., sein 25- jähriges Arbeitsjubiläum begehen. Um 8 Uhr ver- ammelten sich die Arbeitskameraden an dem festlich geschmückten Arbeitsplatz des Jubilars zu einer schlichten Feier. Es wurden hierbei Herrn Quast durch den stellverttetenden Betriebsführer, Herrn Dr. Pauly, Dank und Anerkennung für die in 25 Jahren der Firma geleisteten Dienste ausgesprochen. Ferner wurden von 4 Vertretern der Ge- olgschast in schönen Worten Glückwünsche zum Ausdruck gebracht. Wertvolle Geschenke wurden sowohl von der Firma, als auch von der Gefolgschaft überreicht.
** Eine Achtzigjährige. Am 2. Mai kann Frau Magdalene Adam Witwe, In Löbershof 3 wohnhaft, ihren 80. Geburtstag begehen. Die alte
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