4 M
M M
SH
-M
M
I w
M
Ur. 100 vietter Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhellen)
Hreitag, 30. April 1937
Der Junge ist mit Begeisterung bei seiner Arbeit. — (Werkaufnahme.)
kräftige Betriebe immer
mehr. Die Zahl der Ar-
Der Mann in vorderster Front.
Wehr im Dienste des Lölkes
Im Laboratorium mit Freude bei der Sache.
Am Zeichentisch wird eifrig geplant. (Aufnahmen [4]: Neuner, Gieß. Anz.)
Sonntag, 2. Mai.
r
eine starke deutsche wirken zu sehen.
Der Rundfunk am 1. Mai.
Alle Sendungen des Tages sind Reichssendungen.
6 Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Morgenmusik. 9: Christliche Morgenfeier. 9.45: Bericht vom Start des „Radrennens rund um Frankfurt". 10: Sonntagmorgen ohne Sorgen. 10.30; I
So kann auch in unserem Gießener Wirtschaftsbezirk am morgigen nationalen Feiertag von jedermann mit Recht der reiche Segen der Arbeit gepriesen werden „Wieder in der Arbeit Segen, wie in froher Ernte stehen!" Ein prächtiges Wort, das unsere Herzen freudig bewegt! Zwar wissen wir, daß noch manche harte Wegstrecke vor uns liegt, bis wir zu der glatten Bahn kommen, die wir alle für unseren Marsch in die Zukunft ersehnen. Aber wir wissen auch, daß uns allen ein Mann voran-
ner der Steine und Erde konnten bald kräftig die Hände regen. Ihre Arbeit brachte die unmittelbar angeschlossenen Betriebe wieder in flotten Gang. Und nicht lange dauerte es, bis die ganze riesige Maschinerie des Arbeits- und Wirtschaftslebens wieder in Lauf war und ein immer kräftigeres Tempo nahm. In Gießen wuchsen ganze Stadtteile neu empor. Der Wohnungsnot wurde mit Nachdruck zu Leibe gegangen. Arbeitsbeschaffung und verständnisvolle soziale Maßnahmen griffen wunderbar ineinander und trieben die Entwicklung des Volks- und Wirtschaftslebens auf allen Gebieten immer weiter aufwärts. Der Geist der Gemeinschaft, durch den hohen Sinn der Kameradschaft und dSr unlöslichen Verbundenheit aller Volksgenossen täglich neu belebt und vertieft, machte das Schaffen zur Freude und ließ es zu gedeihlicher Frucht wachsen. Neben der Bautätigkeit in der Stadt galten die produktiven Maßnahmen der nationalsozialistischen Regierung auch allen übrigen Gebieten der
Das Kunstwerk unter der Hand seines Meisters.
treffenden Maßstab für die richtige Beurteilung seiner von der Not getroffenen Volksgenossen; oft hörte man das vorschnelle und ungerechte Wort von den „Faulenzern", die „nichts schaffen wollen". Auf beiden Seiten viel Ungerechtigkeit und Mangel an Verständnis und Mitgefühl. Alles schien verschüttet, was man jahrelang als Segen der Arbeit empfunden und preisen gehört hatte.
*
Der Frühlingssturm der großen politischen Erneuerung seit dem Jahre 1933 brachte auch unserer engeren Heimat in kurzer Zeit auf wirtschaftlichem Gebiet die glückliche Wendung zum Besseren. Adolf Hitler, der Führer der deutschen Nation, setzte mit machtvoller Kraft den Hebel am richtigen Ende
Aufgabe zusteht, mit weiblichem Sinn und mit der unerschöpflichen Tiefe weiblicher Herzensgüte den Männern die Last des Alltags zu erleichtern und die heranwachfesde Generation auf gute Wege zu führen, geraten durch die schwere seelische und körperliche Not auf die geradezu entgegengesetzte Seite ihrer natürlichen Aufgaben.
Das waren unsere Eindrücke und Gedanken im Jahre 1931 bei dem Besuche in den arbeitstoten Hüttenhallen von Buderus in Wetzlar. Und nicht freundlicher wurden unsere Eindrücke und Ausblicke, als wir im Jahre 1932 eine Reihe weiterer oberhessischer Betriebe in allen Gegenden unserer Heimatprovinz besuchten. Ueberall versanken lebens-
Wieder seine Hände regen Wieder durchs Fabriktor gehn; Wieder in der Arbeit Segen Wie in froher Ernte stehen.
Woike.
Zum fünften Male begehen wir den Nationalen ! Feiertag des deutschen Volkes. Ueberall werden am heutigen Vorabend des Festtages eifrig die Hände geregt zum Schmuck der Stadt und der Häuser. Alle Schaffenden stehen innerlich bereits im Zeichen des Gemeinschaftstages. Morgen marschiert wieder der Universitätspröfessor neben dem Manne aus der Werkstatt; gleichen Schrittes sehen wir den Beamten oder den Arzt neben dem Volksgenossen aus dem Bauberuf oder aus der Kolonne des Straßenreinigungsbetriebes in Reih und Glied einherschrei- 'en; der Soldat findet sich in dieser Marschkolonne usammen mit seinen Brüdern, die ihm in oieler-
Chorgesang. 11.15: Froher Sonntagmorgen. 12: Musik am Mittag. Als Einlage 13 bis 13.15 Uhr: Sport am Sonntag. Berichte von der Strecke: Radrennen um Frankfurt. 14: Kinderfunk. 14.45: Das Volk erzählt. 15: Deutsche Scholle. 16: Sonntagnachmittag aus Saarbrücken. Ein bunter Melodienwirbel. 18: Der Maien ist kommen, und das ist ja wahr! 18.30: „Der Ruf zum Werk" (Ursendung). Hörspiel von Hanns Trautner. 19.15: Schöne Stimmen. 19.40: Sportspiegel des Sonntags. 20: Alldem Preuß Staatstheater, Kassel: „Tosca". Musikdrama in drei Akten. 22.20: Nachrichten.
Montag. 3. Mai:
6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik zur Frühstückspause. 10: Schulfunk. 11.15: Hausfrau, hör zu! 11.45: Landfunk. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten — Offene Stellen. Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von zwei bis drei. 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Kinderfunk. 15.45: Kammermusik. 16.15: Von Felsakrobaten, Gletscherflöhen und Hüttenwanzen. Eine unterhaltsame Viertelstunde. 16,30: Unterhaltungskonzert. 17.30: Rhein und Main in der Wirtschaft der Welt. Funkbericht zur Wirtschaftstagung. 18: „Stuttgart spielt auf". Heitere Feierabendmusik. 19: Grundsteinlegung in der Heimbeschaffungsaktion der Hitlerjugend. Es spricht der Jugendführer des Deutschen Reiches: Baldur von Schirach. 19.30: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: „Am Donauquell und auf der hohen Baar ..Ein froher Schwarz- waldheimatabend. 22: Nachrichten — Grenzecho.
an: er schuf Arbeit! Damit machte er die Menschen wieder glücklich und zufrieden. Zwar ging nicht alles von heute auf morgey. Jedoch die Anlaufzeit war nur von kurzer Dauer. Dann aalt wieder für viele Menschen das herrliche Wort, das in dichterischer Form dieser Betrachtung vorangestellt ist. Wo wenige Monate AUDor noch alle Räder stillstanden, die Kraft der menschlichen Arme feierte, der schaffensfroheGeistder Arbeiter in den Konsttuk- tions-Büros oder in den Laboratorien niederae- zwungen war, überall da wurde es lebendig und immer lebendiger.
Wie überall im Reiche, so wurde auch in Gießen und in unserem heimischen Wirtschaftsbezirk vor allem das Baugewerbe als
Gegen der Arbeit.
Einst und Heute im Gießener Wirtschastsbezirk.
wirtschaftliche Schlüssel
stellung wieder mit neuer Kraft erfüllt. Die Män-
sväter arbeitslos auf der Straße liegen. In den Städten und den Dörfern sind die Arbeitsämter zu Stempelstellen herabgesunken Tausende von kräftigen Männern geben sich vor ihren Eingängen käalich ein Stelldichein. Drinnen in dem Raume wird ein Stempel aufs Papier gedrückt. Der Mann bot damit für diesen Tag das stecht auf das jämmerliche Almosen der Arbeitslosenunterstützung erworben Das ist alles, was das Reich für seine ichaffenskräftigen Menschen tut. Jünglinge verkommen seelisch und körperlich in dieser furchtbaren 2eit Ernste Männer, durch den Einsatz ihres Lebens und ihrer Kräfte während der Kriegsjahre ui lebendigen Kündern des Gemeinschaftsgeistes oeworden, zerbrechen innerlich unter der furcht- taren Geißel der Arbeitslosigkeit und werden zu Verächtern von Recht und Gesetz, von Sitte und Mksrnoral. Alte Männer, die ein Leben lang nach ren strengen Begriffen der Pflicht und der straffen Tilüvlin gewirkt haben, kennen sich m dieser Welt nicht mehr aus. Frauen und Mädchen, denen die
Arbeit. Unsere engere Heimat wurde schon bald erfaßt von der weithin ausstrahlenden Kraft des Baues der Reichsautobahn. Dazu kam eine Reihe weiterer großer Aufbauwerke. In Stadt und Land wuchsen die Arbeitsgelegenheiten wie Pilze aus der Erde. Viele Orte Unserer engeren Heimat konnten ’ dank der segensreichen Regierung Adolf Hitlers schon nach wenigen Monaten die erfreuliche Tatsache melden, daß bei ihnen keine Arbeitslosen mehr vorhanden seien.
In Gießen erlebten wir die seltene Tatsache, daß dem Arbeitsamt ausreichende Arbeitskräfte aus unserer Stadt und der engeren Umgegend zur Bewältigung aller Arbeitsaüfgaben bald nicht mehr zur Verfügung standen Von weither mußten Männer herangeholt werden, um im Gießener Wirtschaftsbezirk allen Arbeitsaufgaben entsprechen zu können. Diese Maßnahme hatte die erfreuliche Folge, daß auch in vielen anderen Orten, die verkehrsgeographisch nicht besonders günstig liegen, schon seit Monaten der Begriff der Arbeitslosigkeit keine aktuelle Bedeutung mehr hat. Wir erleben es gerade in diesen Wochen, daß durch den Bau der Reichsautobahn innerhalb des Kreises Gießen und der angrenzenden Bezirke viele zusätzliche Arbeitskräfte aus anderen Gegenden herangeholt werden müssen, weil in unserer engeren Heimat arbeitslose Menschen erfreulicherweise nicht mehr vorhanden sind. In der Nähe von Winnerod wurde für diese Männer ein großes Barackenlager errichtet, in dem sie ein behagliches Unterkommen in der Nähe ihres Arbeitsplatzes finden und infolgedessen nicht mehr am Morgen und am Abend die oft Dutzende von Kilometern langen Wege von und nach ihren Heimatorten zurücklegen müssen.
Die großartige Bautätigkeit im Zuge der Reichsautobahn und die vielfachen Arbeitsaufträge aus der Wiederaufrichtung unserer Wehrmacht haben kein Arbeitsgebiet unserer engeren Heimat unberührt gelassen. In den Fabriken sausen die Maschinen wieder mit voller Kraft. Aus den Werkstätten der Handwerksmeister hört man die frohe Botschaft emsiger Arbeit. An den Tischen der Ar- beiter der Stirn ist eine Fülle von Aufgaben des produktiven Schaffens täglicher Gesellschafter der Menschen. In den Ladengeschäften machen sich die Auswirkungen der wiedererstandenen Arbeit auf allen Gebieten in eindrucksvoller Weise geltend. Die Männer verdienen wieder, die Frauen können wieder einkaufen! Das ist eine schöne Sache für unsere Frauen, aber nicht minder erfreulich für unsere Männer. Arbeit und nochmals Arbeit ist die Parole jedes Tages. Und mit der wiedererstandenen Arbeit kommen auch ihr Erfolg und zugleich der frohe Sinn der Menschen und der zuversichtliche Glaube an die deutsche Zukunft unter der Führung Adolf Hitlers zum Ausdruck.
Wir verzichten darauf, in diesem Zusammenhänge unseren Lesern Zahlen aufzutischen. Dafür seien einige überzeugende Hinweise angeführt. Wo früher große Arbeitslosigkeit der Facharbeiter bestand, ist heute ein geradezu beklemmender Mangel an Facharbeitern vorhanden. Die Frage des Nachwuchses, von den zuständigen Stellen mit aller Tatkraft angepackt, wird hier eine der dringlichsten Aufgaben der Zeit. Wo früher arbeitslose Eckensteher zu sehen waren, erblickt man heute allenfalls gegen Abend einige Volksgenossen, die sich auf dem Heimweg von der Arbeit auch einmal kurz in den Straßen um- schauen und sich dabei vielleicht eindrucksvoll jener Jahre erinnern, da sie hier gezwungenermaßen untätig herumstanden. Während einst die meisten Menschen „geladen", d. h. stark mißvergnügt waren über ihr unerträgliches Schicksal, sieht man heute Männer und Frauen mit ganz anderem Sinn und mit zuversichtlicher Geisteshaltung. Und wo man einst eine auf dem Wege des Verderbens schon weit vorgeschrittene Jugend bemerkte, da- treten einem heute prächtig disziplinierte junge Menschen voll Arbeitsfreude und voll Arbeitsstolz entgegen, die sich ihres Wertes und ihrer Verpflichtungen nicht nur in der engeren Heimat, sondern auch für die große Gemeinschaft unseres Volkes bewußt sind. Und wo wir einst in Gießen nur eine kleine Zahl von Waffenträgern der Nation im Ehrenkleid des deutschen Soldaten sahen, da erleben wir jetzt dank der Großtat unseres Führers täglich die Freude, wieder
beitslosen stieg von Monat zu Monat, schließlich von Woche zu Woche an. Haß, Verzweiflung und Bitterkeit griffen immer mehr um sich. Wer durch die Geißel der Not von dem Segenstisch der Arbeit ausgeschlossen war, sah in denen, die noch schaffen konnten, einen unverdient Bevorzugten des Glückes, sprach ihn als Feind an. Wem das Glück vergönnt war, noch schaffen zu können, verlor vielfach den
schreitet und uns den Weg ebnet, der schon weit größerer Schwierigkeiten Herr geworden ist und durch die Kraft seines Geistes und seines Willens Taten von gewaltiger Größe vollbracht hat, die auch wir in unserer engeren Heimat noch vor weni- gen Jahren nicht so schnell erhofft hatten. Dieser Mann ist der Führer des deutschen Volkes Adolf Hitler. Hinter ihm und mit ihm marschieren in der geschlossenen Kolonne des deutschen Volkes auch unsere Volksgenossen der engeren Heimat. Wir alle wissen, daß die glückliche Wende in unserem Leben und Wirken nur diesem einen Manne zuzuschreiben ist. Und darum sind wir uns auch einig in dem Bewußtsein, daß ihm, unserem Führer, unser Dank und unsere Gefolgschaftstreue für den weiteren Marsch gebührt. Diesen Dank und diese Treue wollen wir dem Führer am morgigen nationalen Feiertag durch unseren geschlossenen Aufmarsch erneut bekunden, damit er daraus noch mehr Kraft schöpfen kann für die Fortführung seines großen Er- neuerungs- und Aufbauwerkes zum Segen der deutschen Nation. B.
Berlin, 29. April. (DNB.) Die deutschen Rundfunksender bringen am Samstag, 1. Mai, nachstehendes Programm: 5 Uhr: Morgenspruch. Allerlei Volksmusik. 6 Uhr: Bergarbeiter musizieren. 7 Uhr: Blasmusik. 8 Uhr: Festliche Musik. 8.30 Uhr: Jugendkundgebung im Olympiastadion des Reichssportfeldes. Es sprechen der Jugendführer des Deutschen Reiches, Reichsminister Dr. Goebbels, der Führer. 9.20 Uhr: Orchesterkonzert. 10 Uhr: Festsitzung der Reichskultur- tammer. Rede des Präsidenten der Reichskulturkammer, Reichsminifter Dr. Goebbels, und Verkündung des Nationalen Film- und Buchpreises. 11.10: Marschmusik. 11.25: Bericht von der Fahrt desFührers zum Lustgarten. 12 Uhr: Staatsakt im Lustgarten. Begrüßungsansprache: Neichsminister Dr. Goebbels. Ansprache des Neichsorganisationsleiters Dr. Ley. Rede des Führers. 13.30 Uhr: Bunte Musik. 15Uhr: Tanz unterm Maienbaum. 16 Uhr: Musik im Frühling. 18 Uhr: Oratorium der Arbeit. 19.15 Uhr: Der Mai ist gekommen! 20 Uhr: Echo des Nationalfeiertages. »litt durch die Ereignisse des 1. Mai. 2Ö.30 eschwingte Weisen. 21.55 Uhr: Nachrichten.
22 Uhr: Abendkundgebung und Großer Zapfenstreich im Lustgarten. Rede des Reichsführers SS. und Chefs der deutschen Polizei Heinrich Himmler. 22.45 Uhr: Tanzmusik.
ei Hinsicht die Vorbedingungen für seinen Dienst mit der Waffe schaffen. Kurzum: Gießen wird wieder das gleiche Bild der Arbeitskameradschaft und der seelischen Harmonie zeigen, wie wir es überall im neuen Deutschland sehen. Und ba gehen unsere Gedanken in die Anfangszeit dieses Jahrzehnts zurück, wir vergleichen das Einst mit dem Heute.
Frühsommer 1931. Wir weilen zu einer Besichtigung in den Buderusschen Eisenwerken in Wetzlar. Diel Interessantes ist zu sehen. Eifrig sind rußgeschwärzte Männer an der Arbeit. Glühendes Metall fließt in die Gießformen und Apparate. Unermüdlich rattern die Maschinen und wuchten die Krane, rollen Transportwagen hin und her. Und bernoch ist auch ein falscher Klang an dieser Stätte der Arbeit. Es ist die bedrückende, ja lähmende stille in manchem Arbeitssaal, die als Fremdes an das herz des Besuchers greift. Auf unsere Frage hören wir, daß hier die Arbeit stillgelegt werden mußte. Ein furchtbares Wort: Stillegen der Arbeit! Ein Wort, das unendlich viel Not und Elend in sich schließt. Wo wenige Monate zuvor noch Hunderte von Menschen ihr täglich Brot verdienen konnten, ist nun die Stille des Wirtschaftstodes eingetreten. Fast findet in der Zeit des unaufhaltsamen Niederganges mancher wenig oder gar nichts mehr dabei. Nur die Betroffenen, die Leidenden der Notzeit gehen mit verbitterten Mienen durch den Tag. Daheim das grausige Gespenst des Hungers md der Entbehrung. Kinder, der Stolz und die Hoffnung der Eltern, büße» die elementarste Kräftigung für ihr Leben ein. Mangel an Ernährung, Mangel an seelischen Aufbaukräften stehen als Notzeichen auf ihrem jungen Lebensweg. Frauen und Matter reiben sich körperlich und seelisch auf Schafsinswillige Männer, die Fäuste und die geistigen Kräfte in produktiver Arbeit zu rühren gewohnt, missen am Abend des Tages nicht, ob sie nicht wenige Tage


