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Oie Eröffnung -erGrünen Woche

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fast

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inen die bedrohten Wintersaatfelder

war

Winterglanz.

Von Hermann Hesse.

Nun war vier Nächte und drei Tage

zur Guillotine geführt worden. Die liberaleNews Chronicle" erinnert an die Worte Dantons auf dem Wege zur Richtstätte:Wenn die Revolution alle ihre Kinder verzehrt hat, dann verzehrt sie sich selbst". Von den Genossen Lenins würden bald nur noch Stalin und Trotzki übrig bleiben.

Kinderstube im afrikanischen Urwald.

Freundliche Erinnerungen an die Kinderwelt bei Negerstämmen im Buszi- und Gbandilande in Afrika hat sich Dr. Germann von seinen For- schungs- und Sammlungsreisen bewahrt, und er entwirft in der LeipzigerJllustrirten Zeitung" ein Bild dieses Kinderlebens, das im Gegensatz steht zu den Vorstellungen, die wir uns gewöhnlich machen. Er hebt hervor, wie die Kleinen von den Eltern und Verwandten geradezu verhätschelt werden; er hat nie gesehen, daß ein Kind durch Schläge ge­straft oder auch nur hart angefahren wurde, und wenn die Männer im Beratungshause sitzen, spielen und lärmen die Kinder ohne jede Scheu um sie herum, ohne daß ihnen jemand wehrt. Die Jungen sind daher im allgemeinen nette, fröhliche und zu­trauliche Kerlchen, die bald die besten Helfer des weißen Mannes wurden, wenn es galt, aus der väterlichen Hütte die von ihm begehrten Samm- lungsgegenstände herbeizuschleppen. So läßt uns Dr. Germann auch einen Blick in die eigentliche Kinderstube tun.

Die ersten drei Monate hindurch erhalten die Säuglinge ausschließlich die Mutterbrust, da man

Lissabon, 29. Jan. (DJIB.) Die portugie- fische Regierung veröffentlichte am Donnerstagabend eine Rote, die sich vor allem mit einem angeb­lichen Vertrag mit Deutschland über eine Ausbeulung der portugiesischen Kolonie Angola beschäftigt.

3m ersten Abschnitt der Rote wird mitgeteill, daß die letzte Lügenmeldung über die Angola-Frage ihren Ursprung in Basel hatte. Es heiße darin, daß Adolf Hitler am 30. Januar den angeblichen Vertrag über Angola be­kanntgeben werde. Die Rote erklärt hierzu, daß die portugiesischen Auslandsvertretungen An­weisung erhalten hätten, diese Behauptungen in aller Form zu dementieren. 3m zweiten Abschnitt der Rote werden die Ursachen des dauernden Entstehens derartiger Lügenmeldungen untersucht. Ferner wird festgestelll, daß st ä r k e r e geschäftliche Beziehungen Portugals und seiner Kolonien mit Deutschland nicht bestehen. Auf wirtschaftlichem Gebiet hät­ten diese Gerüchte somit keinerlei Unter­

lagen. 3hre Ursache sei vielmehr in der poli­tischen Lage Europas zu suchen.

Ein weiterer Abschnitt zeigt auf, daß die Ur­heber dieser Zeitungsenten im Lager der poli­tischen Feinde des neuen Portugals zu suchen sind. Es heißt dann wörtlich: Unkenntnis portugiesischer Verhältnisse mag die Verbreitung der­artiger Gerüchte erleichtern. Es steht jedoch fest, daß die Verleumder die Verhältnisse in Portugal sowie Portugals politische und mora­lische Stellungnahme gegen den Kom­munismus genau kennen, hier sind die Urheber zu finden. Es find die gleichen, die die Marine- revolte angezettelt und die Bombenanschläge verübt haben. Die Rote schließt mit der Feststellung, daß die portugiesische Regierung ihren Kolonial­besitz weder verkaufen noch irgend­einer Macht zur Ausbeutung übertra­gen, verpachten oder aufteilen wird, und zwar aus staatsrechtlichen Gründen als auch aus vaterländischer Gesinnung.

Eingeborene unter dem Gowietstern. Die kommunistische Wühlarbeit in Französisch-Nordafrika.

Paris, 30. Jan. (DNB.) Im Senat gab

Liigenfeldzug um Portugals Kolonie Angola.

portugiesische Regierung weist durchsichtige prestemanöver energisch zurück.

Dreizehn Todesurteile in Moskau

Die neuen Opfer des Gtalinfchen Dlutrausches.

zu belassen. Kriegsmarineminister Gasnier D u - p a r c wies darauf hin, daß Frankreich eine st a r k e Flotte brauche, um im Kriegsfälle feine Ver­bindungen zu den überseeischen Besitzungen gewähr­leisten zu können. Frankreich sei heute nur noch durch das Londoner Abkommen vom März 1936 gebunden und die zweite Flottenmacht Europas.

Das Flottenbauprogramm für 1937 sehe zahl­reiche Neubauten vor. Der Oberste Kriegsrat der Marine habe gefordert, die französische Flotte auf mindestens 850000 Tonnen zu brin­gen. Man roerfre diesem Rat folgen müssen. Die Dünkirchen" sei bis auf die Bestückung fertig­gestellt. Sie werde mit 33-cm-Geschützen ausgerü­stet und maschinelle Einrichtungen für die Bedie­nung der Artillerie zeigen, wie sie noch auf keinem anderen Schiff vorhanden seien. Jedenfalls könne dieDünkirchen" als das modern st e Kriegs­schiff der Welt bezeichnet werden.

DieKabinettsbildungmFapan

General Hayashi betraut.Die Armee fordert Ausschaltung der Parteien.

Tokio, 29. Jan. (DNB.) Der Kaiser betraute auf Vorschlag des Fürsten Saionji den früheren Kriegsminlster General Hayashi mit der Bil­dung des neuen Kabinetts. Die Armee wird für das neue Kabinett den Ehef des militärischen Er­ziehungswesens, General Sugiyama, als Kriegs'minister zur Verfügung stellen. Die Militär-

nator Roux-Freisining ein erschütterndes Bild über die wirtschaftliche Lage in Al» g e r i e n. Die Eingeborenen stürben vor Hunger. Die öffentliche Meinung werde von der panis- lamitischen Bewegung und von den Kom­mun i st e n untergraben. Man sehe jetzt die Ein­geborenen mit erhobener Faust unter der roten Fahne mit Sichel und Ham­mer marschieren. Algier und die Departements von Constantine und Oran seien mit kommunisti­schen Agitatoren überschwemmt. An zwei Orten habe man versucht, die Rathäuser zu stürmen. Der Großmufti von Algier sei ermordet worden. Der kommunistische Zellenleiter in Oran gehe unter den Augen der Polizisten mit einem Maschinenrevolver bewaffnet spazieren. Diese französische Erde werde in Sowjetrepubliken verwandelt.

Der Unterstaatssekretär im Innenministerium verteidigte die französische Politik in Algerien. Er griff dann scharf den sogenanntennationalen Zusammenschluß" unter der Führung des Abbs Lambert an. Sämtliche Versammlungen die­ser Partei schlössen mit dem RufTod den Juden!" Die Tätigkeit dieser Partei habe in Oran und in Bone zur Einrichtung einer Sonderpolizei geführt. Frankreich, die zweite Flotten­macht Europas.

TrotzdemnochVerstärkungderSeestreitkräfte

Paris, 29. Januar. (DNB.) In der Kammer sprach sich der ehemalige Kriegsmarineminister P i ä t r i gegen die einheitliche Kommandogewalt aus. Es sei zweckmäßig, es bei einer möglichst e n - gen Z u sa mm e narbeit der drei Generalstäbe

kreise wollen an das neue Kabinett folgend? Forderungen stellen: Der Schwerpunkt feiner Tätigkeit muß an der Stärkung der Lan­desverteidigung liegen. Neben dem Kabinet muß ein Z e n t r a l r a t geschaffen werden, der ur= ter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten steht. Da; parlamentarische S y st e m und die Wah- ordnung müssen einer Reform unterzogen wer­den. Das Kabinett und die Staatsführung mch unabhängig von den politischen Par. t e i e n sein. Dem neuen Kabinett sollen nur Män­ner mit neuen Gedanken angehören, die sich für bie Erneuerung des Staates überzeugt einsetzen.

Der mit der Kabinettsbildung beauftragte Gene­ral Hayashi ist 61 Jahre alt. Er war seinerzeit in Frankreich in besonderer Mission verwendet worden und ist dann als Mitglied der japanischen Abordnung in Genf tätig gewesen. Im Jahre 1934 wurde er Kriegsmini st er. Er trat von feinem Posten im Herbst 1935 anläßlich des Attentatcz des Oberstleutnants Aizawa zurück. General Su. g i y a m a, der als Kriegsminister in das neue Kabinett eintreten soll, steht im 57. Lebensjahre, Gr war als Vertreter der japanischen Regierung an den Arbeiten der Genfer Abrüstungskonferenz bi« teligt und wurde 1928 stellvertretender Kriegsmi, nister. Später wurde ihm das Kommando der zwölften Infanteriedivision übertragen. Im Boi. fahre wurde er mit der Aufsicht über das militari, sehe Erziehungswesen betraut. Zum Nachfolger Sugiyamas als Chef des militärischen Erziehungs, wesens ist fein bisheriger Stellvertreter General Nakamura ausersehen.

unterbrochen Schnee gefallen, ein guter, kleinflocki­ger, haltbarer Schnee, und in der letzten Nacht mar er glashart gefroren. Wer nicht täglich vor seiner Tür gefegt und geschaufelt hatte, war jetzt be­lagert und mußte zur Hacke greifen, um Haus­eingang, Kellertor und Kellerluken freizulegen. So war es vielen im Dorf ergangen, und sie werkel­ten murrend vor ihren Häusern, in Schaftstiefeln und Fausthandschuhen und mit Wolltüchern um Hals und Ohren gewickelt. Die Ruhigen freuten sich, daß der große Schnee vor dem Frost gekommen

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Moskau, 30. 3anuar. (DRV. Funkspruch.) 3m Moskauer Thealerprozeh wurde heute früh das Urteil gefällt. 13 Angeklagte, darunter der frühere stellvertretende Kommissar der Schwerindu­strie, pjatakow, und der frühere Verkehrs­kommissar und spätere stellvertretende Ehef der Wegebauverwaltung, Serebrjakow, wurden zum Tode durch Erschießen verurteilt. Radek und der frühere sowjetrussische Botschafter in London und stellvertretende Kommissar für aus­wärtige Angelegenheiten, Kokolnikow, sowie der Kraftwagenlenker Arnold erhielten je zehn 3ahre Gefängnis. Der Angeklagte Stroi­low acht 3ahre Gefängnis.

Die Todesurteile im Moskauer Theaterprozeß haben in London kein besonderes Aufsehen her­vorgerufen. Verwundert ist man höchstens darüber, daß Radek, Sokolnikow, Arnold und Stroilow mit Gefängnisstrafen davongekommen sind.Die bol­schewistische Revolte trifft ihre eigenen Kinde r", lautet der Satz, mit dem die Blätter den Prozeßausgang kennzeichnen.Daily Tele­graph" schreibt, sämtlicheAngeklagten" hätten von Anfang an die ihnen zur Last gelegten Verbrechen eingestanden" Verbrechen, die so phantastisch seien, daß selbst ein krankhaftes Gemüt nur schwer­lich davon überzeugt sein könne, und die i n einem Irrenhaus entstanden zu sein schienen. Die Welt, die den Verlaus des Theater­prozesses mit wachsender Bestürzung verfolgt habe, werde wahrscheinlich ihr Urteil dahin fällen, daß wieder einmal Gegner der jetzigen Sowjetregierung geopfert worden seien, um die katastrophalen Fehlschläge so vieler Unternehmungen dieser Regierung zu verschleiern.

Das Rothermere-BlattDaily Mail" schreibt, die­ser schändlicheProzeß" habe das ganze Sowjet­regime in abstoßendster Weise bloßge­stellt. Er sollte denRosaroten" in England die Augen öffnen, über den Charakter der mörderischen Demagogen, die sie öffentlich bewunderten. Nach der Beseitigung der 13 Genossen von Radek werde der SowjeUchlächter mit einer neuen Gruppe von Opfern aufwarten, die ebenfalls hinge- richtet würden. Wie in der französischen Revolution müsse ein endloser Terror letzten Endes eine verzweifelte Reaktion Hervorrufen. Bekanntlich sei Robespierre sehr bald nach Danton

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sehen vermochte, begann ich auch ihn zu hören; er fang nämlich. Eine Weile suchte ich vergeblich zu erraten, was er finge, denn er ging wegen der Kälte sehr rasch, und ich hörte nur vereinzelte Töne. Dann kam ich ihm näher unu hielt mich von da an unbemerkt hinter ihm. Er lief eilig, die linke Hand in die Tasche gebohrt, und er stolperte öfters auf der rauh und ungleich gefrorenen Straße. Aber er fang unaufhörlich, eine Viertelstunde und eine halbe Stunde lang und vielleicht noch länger, bis wir am Dorfe waren und er in die erste, schon dunkle Gasse entschwand. Immer mußte ich nach­denken und mich besinnen, was für ein Lied das doch wäre, das der Kleine fang. Es klang wie ein rechtes Abendlied zu diesem Tage, wie ein Lied aus unvergeßlich reichen, dennoch fernen und dunkel gewordenen Kinderzeiten. Der Knabe fang keine Worte, er fang nur la und li und so, aber es war immer dieselbe Melodie, nur wenig verändert, jedes­mal ein klein wenig anders, la li lalo, und die Melodie war so bekannt, so selbstverständlich, daß ich leise mitsingen mußte. Aber das Lied kannte ich nicht. Vielleicht ist es doch eine vergessene Kinder­melodie gewesen. Ich glaube aber nicht. An sol­chen Wundertagen hört man viel Töne und sieht viel Dinge, die einem oft gehört und oft gesehen und uralt wohlbekannt erscheinen, und man hat sie doch nie gehört und nie gesehen.

Berlin, 29. Jan. (DNB.) Die unter Mitwir­kung des Reichsnährstandes veranstaltete Ausstel­lungGrüne Woche Berlin 1937" wurde heute vormittag durch Ministerpräsident Generaloberst ©Öring feierlich eröffnet. Oberbürgermeister und Stadtpräsident Dr. Lippert wies u. a. darauf hin, daß diesmal auf derGrünen Woche" zum erstenmal auch die Kleingärtner ver­treten seien. Die vier Jahre nationalsozialistischer Arbeit in Deutschland hätten auch auf diesem Ge­biet eine Umwertung der Werte gebracht. Das Kleinste stehe hier neben dem Größten, ohne be­fürchten zu müssen, daß Rangstreitigkeiten entstehen konnten. Die 117 000 Kleingärtner der Weltstadt Berlin seien Zeuge für die Verbundenheit zwischen Großstadt und Land. Wichtig fei, daß jeder, ob er über 100 Morgen oder über 100 Quadratmeter ver­füge, sein Bestes tue, um der Volksgemeinschaft zu dienen.

Reichsernährungsmimster R. Walther Darrö

führte dann u. a. aus: Wenn ich auf das zurück­liegende Jahr zurückblicke, dann kann ich mit Ge­nugtuung feststellen, daß die Arbeit des letzten Jahres die Früchte einer treuen Kameradschaft ge­tragen hat. Wir sind zwar heute noch auf Teil­gebieten unserer Ernährung von der Einfuhr aus dem Auslande abhängig. Unsere Gegner aber, die hoffen, uns ebenso wie im Weltkriege durch Er­schwerung der Einfuhr von Nahrungsmitteln aus dem Auslande ihren Absichten gefügig zu machen, verkennen die Voraussetzungen. In den letzten Jahren konnten mir unsere Selbstversorgung so stark steigern, daß die jetzt noch bestehende Ab­hängigkeit nicht mehr als politisches Druckmittel verwendet werden kann. Wenn es uns gelang, nicht zum wenigsten durch unsere Maßnahmen auf dem Gebiete der Marktordnung, den Jnlandanteil im Gesamtverbrauch von Nah- rungs- und Futtermitteln von etwa 66 v. H. im Jahre 1927 auf 83 v. H. im Jahre 1935 zu steigern, so zeigt diese Tatsache, daß mir auf dem rich­tigen Wege sind.

Dieser Erfolg zeigt aber auch die Bedeutung, rnelche die Landwirtschaft im Rahmen der gesamten Volkswirtschaft einnimmt. Nach Jahren der Ein­schränkung, wie sie die Zeitverhältnisse nach 1918 mit sich brachten, sind die Aufwendungen

Milch von Kühen und Ziegen im westafrikanischei Urwald nicht kennt. Allmählich werden sie an ge­kochte Maniokawurzeln oder getrocknete grüne Ba­nanen gewohnt, und es wird ihnen wohl auch Reis gegeben. Dabei werden freilich nicht viele Umstände gemacht, um den Kleinen das Essen beizubrinqen. Man hält einfach eipen Löffel mit dem flüssigen Maniokabrei etwa einen halben Meter über das Gesicht und läßt die Suppe herabträufeln. Das Kind schreit natürlich und sperrt dabei sein Mäulchen auf, so daß die Suppe nun hineinlaufen kann, die das Kind wohl oder übel hinunterschlucken muß. Die Mutter läßt dem Kleinen jedoch eine liebevolle uniö sorgsame Pflege angedeihen. Der kleine Körper wird peinlich sauber gehalten, indem er täglich mit an» gewärmtem Wasser abgewaschen wird. Den ganzen Tag über ist der ständige Aufenthalt des Kindes auf dem Rücken der Mutter, wo es mit gespreizten ' Beinchen in das Tragtuch eingebunden sitzt. Wohloi die Mutter auch geht, trägt sie das Kind mit, bo< nicht schutzlos und unbeaufsichtigt in der W« bleiben kann.

Haden die Kinder erst das Laufen gelernt, über' ; läßt man sie mehr sich selbst. Die Mädchen werden früh von den Müttern zur Hausarbeit herangezo­gen; sie müssen Wasser herbeischleppen, Holz zur Feuerung Zusammentragen oder auch die jüngeren Geschwister betreuen. Die Knaben genießen ihre Freiheit länger; sie treiben allerhand Bewegungs­spiele, meist in der Nachahmung dessen, was ihre Väter tun. Besonders sind Bogen und Pfeil ein beliebtes Spielzeug. Wenn die Knaben beranroai? sen, wird ihre wichtigste Aufgabe das Wächterairt auf den Farmen, wo sie auf einem hohen Gerü't sitzen und mit Steinschleudern Vogel, Affen unü andere Räuber verjagen, die aus dem angrenzen­den Urwald kommen und über die Früchte her Fel­der herfallen. Erst im 10. Jahr setzt bei den Une­ben eine wirkliche Erziehung ein; von da ab werden sie von den alten Männern des Stammes nd < allem vertraut gemacht, was sie wissen müssen.

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Sochschulnackncktten.

Geh. Rat Professor Dr.-Jng. e. h. Otto Berndt, der entpflichtete Ordinarius für Maschinenbau ai der Technischen Hochschule Darmstadt, wurde am 29. d. M. 80 Jahre alt. Geh. Rat Berndt gehört zu den markantesten Lehrerpersönlichkeitei der Darmstädter Hochschule, wo er 35 Jahre lan.Z gewirkt und dreimal das Rektoramt ausgeübt h<u- Auch an der Frankfurter Universität hat Geh. Rat Berndt Vorlesungen gehalten. Vor zehn Jahrei trat er in den wohlverdienten Ruhestand.

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schützte. Aber hier wie anderwärts sind die Ruhigen sehr in der Minderzahl, und die meisten schimpften weinerlich über den allzu harten Winter, rechneten einander ihren Schaden vor und erzählten Scyauer- geschichten von ähnlichen strengen Jahrgängen. Aber im ganzen Dorfe waren kaum zwei oder drei Leute, zu denen dieser wunderbare Tag nicht von Sorgen und Aeraer, sondern viel mehr von Freuden, Glanz und Gottes Herrlichkeit sprach. Wer irgend konnte, der blieb in Haus und Stall, und wer etwa hin­aus mußte, der wickelte Frostlappen um Kopf und Seele und ließ seine Sehnsucht keine anderen Wege gehen, als zurück zur verlassenen Ofenbank, wo zwischen den grünen Kacheln die gegossene eiserne Wärmplatte glühte. Und doch war es ein Tag, den die Stadtleute keinem Maler glauben würden, viel jubelnder, blauer und blendender als der lachendste Hochsommertag. Der Himmel stand rein und blau bis in unendliche Fernen offen, die Wäl­der schliefen unter dickem Schnee, die Berge blen­deten wie Blitze ober leuchteten rötlich oder hatten lange, märchenblaue Schatten an, und zwischen allem lag glasgrün der noch nicht gefrorene See, spiegelhell in der Nähe, und in der Ferne dunkel­blau und schwarz, von glänzenden schneeweißen Landzungen rings umfaßt, auf welchen nichts Dunk­les war als die dünnen und frierenden Reihen kahler, nackter Pappelstämme. Und durch die Luft und durch den unendlichen Himmel schwärmte prah­lend und schwelgerisch das ungeheure Licht, von jedem Hügel und jeder Matte und jedem Stein im Schneeglanz zurückgeworfen und verdoppelt. Es flimmerte in ungebrochenen Wogen über weiße Flächen hm, glühte am Wald und an fernen Ber­gen in goldenen Rändern auf, zuckte in haarfeinen Blitzen diamanten- und regenbogenfarbig durch die Lüfte, ruhte satt und süß auf gelbem Schilf und in

den grünen, jenseitigen Seebuchten aus und machte sogar alle Schatten mild, bläulich weich und wesen­los, als müßte heute an diesem Tag des Glanzes jeder letzte widerstrebende Flecken mit Helligkeit durchdrungen und gesättigt werden. An solchen Ta­gen ist es unmöglich, an ein Nachtwerden zu glau­ben, und wenn am Ende doch die Dämmerung sinkt, ist es wunderbar, zu sehen, wie all der gleißend kühne Glast sich langsam hingibt, müde wird und eine Hülle sucht, obwohl nach diesen Tagen auch die Nächte, selbst wenn kein Mond scheint, niemals völlig dunkel werden. Und auch darum sind solche Schneetage so lang, weil der reine Winterhimmel und die Unbändigkeit des Lichtes uns klein und froh und zu Kindern macht, so daß wir noch ein­mal die Erde im Glanz der Schöpfung sehen und noch einmal ohne Bewußtsein der Zeit wie Kinder hinleben, von jeder Stunde überrascht und keines Aufhörens gewärtig. So ging es mir, als ich gegen das Ende dieses Tages, von einer weiten Wande­rung zurückkeyrend, beim Verlassen des schon fin­stern Waldes mein Dorf im roten Abenddufte da­liegen sah. Ich hatte schneidend kalte, freie Höhen besucht, von denen ich Hügelzüge, Wälder, Acker­land, See und ferne, blanke Alpengipfel betrach­tete, und war durch todesstille, bläuliche Winter­wälder gestreift, wo außer dem ängstlichen Seuf­zen überladener Stämme kein Laut zu hören war. Ich hatte im Bergwald den roten, vorsichtigen und doch dreisten Fuchs und am schilfigen Ried die dun­keln Wildenten belauscht, war über eine Stunde lang einem Schwarzspecht nachgelaufen und hatte an einer tief verwehten Hügellehne die kleine Leiche einer erfrorenen Goldammer gefunden. An einer bevorzugten Stelle hatte ich, zwischen roten Föhren­stämmen hindurch, den gleißenden breiten Gipfel des Glärnisch gesehen, war auf dem doppelten Lo­denboden meiner Winterhofe manchen schrägen Hang hinabaeschlittelt und den ganzen Tag, mit Ausnahme eines Forsthüters, keinem Menschen be­gegnet. Aber allein war ich nicht gewesen.

Und nun schritt ich ermüdet und fröhlich heim­wärts in der schon rasch zunehmenden Dämmerung, ein wenig steif in den Beinen und ziemlich ausge­hungert, aber zufrieden. Heute war ein guter Tag gewesen, ein reiner, köstlicher, unvergeßlicher, und der ist hundert halb gelebte und vergessene Tage wert. Und in der Dämmerung, auf der schneebe­deckten, blaß leuchtenden Landstraße ging etwas Kleines vor mir her, das ich einzuholen suchte. Als es noch vielleicht hundert Schritte entfernt war, erkannte ich es als einen kleinen Buben, der auf dem Kopf die viel zu große wollene Nebelkappe seines Vaters und in der Hand einen leeren Eimer trug. Im selben Augenblick, da ich ihn deutlich zu

für Betriebsinventar, Maschinen und Geräte außev ordentlich stark gestiegen. Gerade an Maschine, wurden im Jahre 1936 von der Landwirtschaft bei Menge und dem Werte nach etwa dreimal soviel abgenommen wie im Jahre 1932, und zwar rund 240 Millionen gegen rund 84 Millionen Mark. Insgesamt gesehen Dürfte die Landwirtschaft im Jahre 1935/36 für die wichtigsten Setriebsausi gaben rund dreiviertel Milliarden Mark mehr auf- gewendet haben als im Jahre 1932/33.

Das deutsche Landvolk macht also die größten Anstrengungen, um das ihm im Vierjahresplan gt» steckte Ziel zu erreichen. Im Zeichen dieser Aufgabe steht auch die Grüne Woche. Sie soll e i n G e s a int- bild über d i e deutsche Ernährungs- läge geben, sie soll den Weg zeigen, den das deutsche Landvolk zu gehen bestrebt ist; sie soll aber auch an­dererseits dem Verbraucher zeigen, welche Aufgaben ihm im Rahmen dieser großen Arbeit zukommen. Wir haben daher in diesen Tagen auch den deutschen Forschungsdienst, d. h. die landwirtschaftliche Wissenschaft, in Berlin zusammen- berufen, damit die vielfältigen Ergebnisse der mi|i senschaftlichen Forschung eingehend besprochen un) in die Zusammenarbeit eingebaut werden können.

Ich sagte schon, daß sich dieGrüne Woche" auch an den Verbraucher wendet. Dem Städter soll die Aufgabe klar gemacht werden, die ihm als Verbraucher unserer Rah- rungsmittet durch die Rottage Deutschlands er­steht. Deutscher Volksgenosse in der Stadt: hilf uns durch verständnisvolle Diszi­plin, unserem geliebten Führer die Unabhän- gigkeit des Reiches zu sichern! Deutsche Frauen und Mädchen, wir vertrauen auf eure Befähi­gung. durch richtiges Einkäufen auf dem Markt uns zu unterstützen. Richtiges Einkäufen als Hausfrau fetzt aber hausfrau- wirtschaftliches können voraus.

Zur Ergänzung der Erzeugungsschlacht der Land­wirtschaft ist es notwendig, die Ernährungs­weise des deutschen Volkes dem anzupassen, mi? der deutsche Boden hergibt. Daneben fordern wir das deutsche Volk auf, mit dem, was uns die deutsche Erde geschenkt hat, sorgsam umzu­gehen und jede Verschwendung von Nahrungs­mitteln zu unterlassen. Das ist der Sinn der Pa­roleKamps dem Verderb". Wir wollen, daß mit-