Einzelbild herunterladen

Ein Vierteljahrhundert ist vergangen...

Erinnerungen aus dem letzten Vorkriegsjahr.

Blättern wir im großen Buch der Geschichte fünfundzwanzig Jahre zurück, so stoßen wir auf das Jahr 1913, das von besonderer Bedeu- tuna ist, weil es das letzte Friedensjahr vor dem Weltkrieg war. In einem seltsamen Durcheinander von Hornungen und Befürchtungen auf die Er- Haltung des Friedens spielten sich die Ereignisse dieses Jahres ab. Auf der einen Seite schien es, als ob der Frieden besser denn je "gesichert sei. Fan­den doch im Jahre 1913 nicht weniger als vier ausländische Fürstenbesuche am deut­schen Kaiserhofe statt. Im Mai dieses Jahres tra- fen der russische Zar Nikolaus II. und das englische Königspaar in Berlin ein, um an der Vermählung der Prinzessin Dikioria Luise mit dem Prinzen Ernst August von Cumberland teilzunehmen. Einen" Monat später stattete das italienische Königspaar dem deutschen Kaiserpaar> einen Besuch in Kiel ab; und noch im selben Monat traf König Albert von Bel­gien in der Neichshauptstadt ein. Trinksprüche wurden gewechselt und Freundschaftsbeteuerungen ausgesprochen. Niemand ahnte, daß diese Fürsten­besuche aus Rußland, England, Italien und Bel­gien die letzten Zusammenkünfte europäischer Souveräne im kaiserlichen Deutschland sein würden.

Auf der anderen Seite fehlte es allerdings auch nicht an mehr oder weniger verhüllten Anzeichen einer kommenden sturmbewegten Zeit. Während der deutsche General Liman von Sanders nach Konstantinopel berufen wurde, um das tür-. kische Heer nach deutschem Muster umzugestalten, wurde in London zwar die Heeresreform Lord Haid an es abgelehnt und damit auch die beab­sichtigte Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in England, wohl aber wurde die britische Flot­tenvorlage von 36 auf 51 Millionen Pfund Sterling erhöht. Zur gleichen Zeit traten zwei Präsidenten ihr Amt an, die auf den Beginn, den Verlauf und das Ende des Weltkrieges den größ­ten Einfluß ausüben sollten. In Frankreich war es Poincarö, in den Vereinigten Staaten Wil- j o n. Besonders die Präsidentschaft Poincarös war schon ein deutlicher Hinweis auf die herannahende Auseinandersetzung der europäischen Mächte. Wer aber konnte ahnen, als im Jahre 1913 der Gene­ral Lettow-Vorbeck zum Kommandanten in Deutsch - Ost-Afrika ernannt wurde, daß es auch in den deutschen Kolonien Afrikas zu einem blu­tigen Dölkerringen kommen würde?

Nicht ohne Reiz ist es, auch die Vorgänge auf einigen Nebenschauplätzen der Weltgeschichte dieses Jahres 1913 zu verfolgen. Eine Vorlage, die die Einführung der Selbstregierung in I r l a n d betraf, wurde vom englischen Unterhaus angenommen. Albanien, das ewige Streitobjekt am Adriati­schen Meer, wurde zum selbständigen Fürstentum erhoben. Und Rußland, das im fernen Osten noch an den Folgen des russisch-japanischen Krieges litt, erkannte die chinesische Oberhoheit über die Mon­golei an, deren Schicksal heute, ein Vierteljahr- Hundert später, wieder im Brennpunkt weltpoliti­scher Ereignisse steht.

Im Jahre 1913 war es auch, als eine der größten Spionageaffären der Welt zum Entsetzen aller in der Entlarvung des österreichischen Generalstabsoffiziers Oberst Redl sichtbar wurde. Oberst Redl, der einen der wichtigsten Posten in der Nachrichtenabteilung des österreichischen Heeres innehatte, hatte jahre­lang sämtliche Aufmarschpläne an Rußland verkauft. Ein in einer Taxe verlorenes Taschenmesser wurde ihm zum Verhängnis..

Inmitten dieser vielen Anzeichen einer schicksals­schweren Zukunft gab es allerdings auch wieder einen schwachen Hoffnungsstrahl: noch. bevor das Jahr 1913 zu Ende ging, stiftete der amerikanische Millionär Carnegie 1,5 Millionen Dollar für den Friedenspalast im Haag. Daß aber auch diese, an sich vom Friedensgedanken getragene Tat nur eine Illusion war, sollte das nächste Jahr beweisen; genau wie der GenferVölkerbund" sich nun, fünf­undzwanzig Jahre später, als eine leere Fiktion er­wies. Zum Schluß mag noch, auch"weil ein inne­rer Zusammenhang mit den kriegerischen Vorgän­gen der nächsten vier Jahre besteht, eines Ereig­nisses aus dem Jahre 1913 gedacht sein. In diesem Jahre gelang es nämlich dem französischen Flieger P 6 g o u ö zum erstenmal einenLooping the loop" auszuführen. Damit war die Fliegerei ihren Kin­derschuhen entwachsen, sie stand bereit, als Waffe eingesetzt zu werden. Ist aber nicht auch dieser Looping the loop", dieser Ueberschlag in der Luft, zugleich ein Merkmal dieser Zeit vor einem Viertel- jahrhundert? Er ist es! Denn alles, was in diesem letzten Friedensjahr ersonnen und geschürt war, ent­weder, um den Frieden zu erhalten ober um den Krieg herbeizuführen, überschlug sich in einem tollen Wirbel, der Europa und die Welt in die größte Kriegskatastrophe hineinriß, die der Erdball bisher je erlebt hat.

ein Zahr des ForischrW.

Sozialpolitischer Rückblick aus dasJahr 1937

Unter den großen Teilsraaen, die für unser Volksleben bedeutungsvoll sind, nimmt die So­zialpolitik nicht die letzte Stelle ein. Es ist ja noch nicht ein Jahrzehnt her, daß der soziale Zwiespalt, der damals durch unser Volk ging, es völlig auseinanderzubrechen drohte. Seit dem Er­laß des Gesetzes zur Ordnung der na­tionalen Arbeit haben wir eine völlige Neuordnung gerade unseres sozialen Lebens. Sind wir hier im Jahre 1937 wesentliche Schritte weitergekommen? Dürfen wir diese Frage be­jahen? Hierauf muß uns unser Rückblick auf die Sozialpolitik des Jahres 1937 zuerst die Antwort geben.

Wir glauben, in. voller Ueberzeugung unsere Frage bejahen zu können, Sehr vieles kann für diese Auffassung angeführt werden. So etwa die Tätigkeit der Sozialen Ehrengerichte, die gerade durch ihre Bestrafung der groben Verstöße gegen die Grundsätze der Betriebsgemeinschaft mit­telbar erweist, wie weit der Arbeitsgemeinschafts­gedanke in den Betrieben 'bereits lebendig gewor­den ist. Auf verschiedene andere Dinge wäre hin­zuweisen, die wir noch erwähnen werden. Wir wollen hier für unsere Auffassung zunächst ein Ar- beitsgerichtsurteil heranziehen, das anscheinend ohne ganz besondere Bedeutung einfach in der Reihe der unendlich vielen anderen Arbeitsgerichtsurteile steht. In der Tat ist auch dieses Urteil des Ar­beitsgerichts Berlin (23 Ca 366/37), das wir mei­nen, kaum weiter beachtet worden. Ein Geselle hatte nach seinem Ausscheiden seinen früheren Mei­ster auf Ueberstundennachzahluna verklagt. Heim­lich hatte sich der Geselle Aufzeichnungen über Überstunden gemacht, von denen der Meister nichts wußte. Das Arbeitsgericht hat die Klage abge- wiesen. Das ist es aber gewiß nicht, was uns das Urteil so bedeutsam erscheinen läßt. Seine Be­gründung ist es vielmehr, worauf es uns hier an­kommt. Das Arbeitsgericht hatte nämlich feftgefteüt, daß während der ganzen Beschäftigungszeit Mei­ster und Geselle vertrauensvoll zusam­mengearbeitet hatten. Deshalb aber hätte der Meister, so sagte das Gericht, einen morali­schen Anspruch daraus gehabt, daß der Geselle ihm die Ueberftunben sofort mitteilte, wenn solche notwendig wurden. Nur wenn der Meister unkameradschaftlich und unsozial gewesen wäre, her Geselle also tatsächlich bei einer sofortigen For­derung auf Ueberstundenbezahlung seine Entlas­sung hätte befürchten müssen, wären heimliche Aufzeichnungen und ein nachträgliches Her­vortreten mit der Forderung vielleicht zu recht­fertigen gewesen.

Versteht man, weshalb uns gerade dieses Ar­beitsgerichtsurteil so bedeutsam erscheinen will? In den ersten Jahren seit dem Erlaß des Arbeitsord­nungsgesetzes sind die aus der betriebsgemein­schaftlichen Einstellung sich ergebenden Pflichten der Betriebsführer mit Recht besonders deutlich herausgearbeitet worden. Aus dem genann­ten Arbeitsgerichtsurteil geht hervor, daß im Jahr 1937 sich neben diesen Erkenntnissen das Verstehen der Pflichten der G e f o l g s ch a f t s m i t- glieder in entscheidendem Maße vertieft hat. Da­mit aber erst ist unsere neue Sozialordnung voll­ständig. Das führt zu einer Sozialpolitik, wie wir sie heute wollen: eine Sozialpolitik, die nicht mehr wie früherArbeitnehmerpolitik" ist, sondern vom Volksganzen ausgeht, und die Sorgen aller Berufsstände zu erleichtern sucht.

Auch auf den Einzelgebieten der Sozialpolitik ist das Jahr 1937 recht ereignisreich gewesen. Zu Be­ginn des Jahres 1937 wurden noch 1 478 237 Ar­beitslose gezählt gegenüber 2 507 955 am 31. Dezem­ber 1935. Im Laufe des Jahres ist dann vollends der Wandel in den Aufgaben des Arbeitseinsatzes eingetreten. Nicht mehr die Sorge um die Unter­bringung von Arbeitslosen beschäftigte uns, sondern die zu lösende Aufgabe, alle Teile unserer Wirt­schaft mit den notwendigen Arbeits­kräften zu versehen. Bereits am 9. Oktober 1936 war die Aufgliederung der Arbeitslosen nach ihrer Einsatzfähigkeit, auch bezüglich des zwischenbezirk­lichen Ausgleiches verfügt worden. Die Arbeitsein­satzpolitik erfuhr 1937 in dieser Richtung einen weitgehenden Ausbau. Sonderregelungen mußten für einzelne Gewerbe und Bezirke getroffen wer­den, so für die chemische Industrie in Mitteldeutsch­land, für das Baugewerbe und für die Landwirt­schaft bei gleichzeitigem Ausbau der bereits im No­vember 1936 durch die bekannten sechs Anordnun­gen geschaffenen Regelungen für die Metallindustrie, für die Lehrlingsausbildung und so fort. Don den sechs Anordnungen, die am 7. November 1936 er­lassen waren, galt die erste der Sicherung eines ge­nügenden Berufsnachwuchses in der Eisen- und Metallwirtschaft sowie im Bau­gewerbe. Sie hatte zum erstenmal ein Ausbil­dungssoll als Pflicht für den Unternehmer festge­legt. Die Durchfiihrungserlasse des Präsidenten der Reichsanstalt vom 15. April 1937 regelten die Fra­gen im einzelnen.

Ganz allgemein sind in dem Ausbildungswesen für die Jugendlichen erhebliche Fortschritte in dem Zahlenmäßigen Ausmaß der Ausbildung erzielt worben. Die Zahl der den Arbeitsämtern gemel­deten offenen Lehr- und Anlernstellen hat sich gegenüber ihrem Tiefststand im Rechnungsjahr 1931/32 vervielfacht. Gleichzeitig ist immer mehr der Notwendigkeit Rechnung getragen worden, durch Gesellen- und Gehilfenprüfungen am Ende der Lehrzeit das Erreichen eines beftimmten Stan­des der Ausbildung zu gewährleisten. Von diesen Prüfungen wollen wir den im Auftrage der Ar­beitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskam­mern herausgegebenen Bericht über die Ergebnisse öer Kaufmannsgehilfenprüfungen 1937 näher hervorheben. In ihrer Mehrzahl meldeten die Prüfungsämter bessere Leistungsergebnisse als in dem Voriahr. Trotzdem können sie noch nicht belrie-

bigen. So erhielten beispielsweise im Bezirk Leip­zig 23,4 v. H. aller Prüflinge im Aufsatz bie Note 4 oder 5, bie gleichen schlechten Noten im Rechnen 35 v. H. Gerabe in b e n Elementar- fächern sinb bie Prüfungsergebnisse oft recht mangelhaft. Hier muß beshalb eingesetzt werben. Hier'muß es unser Bestreben sein, im neuen Jahr dahin zu wirken, baß ähnliche Lücken nicht mehr in Erscheinung treten können.

Am 29. August 1936 hatte ber Führer unb Reichs­kanzler fein Verfügung über bie Auszeichnung als Nationalsozialistischer M u st e r be­trieb" erlassen. Sie hat zu bem großen Lei- stungswettkampf ber beutschen be­triebe geführt. Von bem Reichsorganisations- leiter Dr. Ley sinb am 1. Mai 1937 neben bem bereits ein Jahr zuvor gestifteten Leistungsabzeichen für vorbilbliche Berufserziehung brei weitere Leistungsabzeichen, und zwar für vor­bildliche Sorge um die Volksgesundheit, für vor­bildliche Heimstätten und Wohnungen sowie für vorbildliche Förderung vonKraft durch Freude" gestiftet worden. Bis zum 1. August mußten die Betriebe sich zur Teilnahme am Leistungswettkampf gemeldet haben. Ueber die Leistungsabzeichen führt der Weg zumGaudiplom für hervorragende Lei­stungen". Aus der Reihe der so ausgezeichneten Betriebe schlägt dann der Reichsorganisattonsleiter dem Führer deutsche Unternehmungen zur Aus­zeichnung alsNationalsozialistischer Musterbetrieb" vor.

Neben diesem Wettstreit der deutschen Betriebe um vorbildliche soziale Leistungen für die eigenen Gefolgschaften steht dann der Reichsberufs- wettkampf, dessen Vorbereitungen in ber Zeit um bie Jahreswenbe verstärkt getroffen wurden. Zum erstenmal sind nicht nur die Jugendlichen, sondern alle Schaffenden zur Teilnahme an den Reichsberufswettkämpfen aufgerufen worden. Hierdurch ist ber Wettkampfgebanke auf bie breiteste Grunblage gestellt. Er wirb unsere Sozialpolitik in bas neue Jahr hinüberführen unb für sie von symbolischer Bedeutung sein. Nicht mehr ber Kampf ber Klassen erfüllt unser soziales Leben ber Arbeit, fonbern der Wettkampf ber Betriebe um vorbildliche soziale Leistungen unb ber Wett­kampf ber Schaf fenben um berufliches Können.

Die letzten Tage vor bem Weihnachtsfest brachten mit bem GesetzüberbenAusbauberRen- tenversicherung bas sozialpolitisch behut­samste Ereignis bes abgelaufenen Jahres. Das Gesetz führt bie Sanierung ber Jnvaliben- unb Angestell­tenversicherung durch Beitragsübertragung ber Ar­beitslosenversicherung unb burch Reichsmittel burch, ferner bie Sanierung ber knappschaftlichen Pensions­versicherung ber Bergarbeiter burch Reichsmittel unb einen Zuschuß ber Jnvalibenversicherung als Ge­meinschaftsleistung ber Wirtschaft zugunsten ber mit befonberen Berufsgefahren oerbunbenen bergbau­lichen Urprobuktion. Durch eine Reihe von inein- anbergreifenben Maßnahmen wirb so bas Lohnein­kommen ber Bergarbeiter um 60 bis 70 Millionen erhöht. Auch bie Leistungen ber Jnvaliben- unb An­gestelltenversicherung werben burch bas neue Gesetz unter Berücksichtigung ber bevölkerungspolitischen Ziele bes Nationalsozialismus erheblich gesteigert. Der gleichen Aufgabe soll auch bie ber Arbeitslosen-

Versicherung auferlegte Verpflichtung bienen, in ben nächsten vier Jahren je 270 bis 280 Millionen RM. an ein Sonbervermögen bes Reiches abzuführen, aus bem bie Kinberbeihilfen erheblich erweitert wer­ben sollen.

Das sinb gute Vorzeichen für bie Sozialpolitik im neuenJahr. Sie wirb um so erfreulicher sein, je mehr wir sie nach ber Erkenntnis ausrichten, baß die Frage ber ehrlichen Arbeitsgemeinschaft in ben Betrieben Voraussetzung ist für bie Stärkung bes sozialen Friebens wie für bie Erhaltung unb Vertiefung ber Arbeitsfreube bes einzelnen schaffen­den Deutschen. Dr. Erich Schmidt.

^kleine Dofiftfrbe Nackricktten

Der Führer hat als Dank für die durch die Reise­leitung der drei im Mittelmeer befindlichen KdF.- Schiffe übermittelten Weihnachtsgrüße folgen­des Telegramm übersenden lassen:Den Urlaubern unb Besatzungen ber brei KbF.-Schiffe banke ich für treues Gedenken am Weihnachtstage. Ich er­widere ihre Grüße mit besten Wünschen für ben Verlauf ber Fahrt unb fürs neue Jahr. Gez.: Aböls Hitler."

Auf bem Allgäuer Berghof Alpeck bei Sonthofen würbe bas beutsch-französifche Ski - Iu - genblager eröffnet. Zur gleichen Zeit sinb auch die Flaggen bei ben übrigen Ski-Gemeinschaftslagern zwei beutsch-englischen unb einem beutsch-belgischen Lager gehißt worben. An ben Lagern nehmen ungefähr 150 Mann teil.

*

An Stelle des als Führer des Luftwaffenbundes berufenen Generalleutnants Schweickhard wurde mit Wirkung vom 1. Januar 1938 General­major Keller zum Kommandierenden General und Befehlshaber im Luftkreis I (Stab Königs­berg) ernannt.

In Nordpalästina ist zur Säuberung der Grenzbezirke von arabischen Freischärlern eine auf fünf Tage berechnete militärische Aktion eingeleitet worden. Montag sind wiederum größere Truppen­abteilungen in das von Tiberia, Safed und Akka begrenzte Dreieck entsandt worden. Der nicht mehr nach Syrien entkommene Teil der arabischen Frei­schärler soll seine Waffen versteckt unb sich als Zivi­listen getarnt haben.

General Motors Corporation, einer ber größten Autokonzerne Amerikas, hat beschlossen, 3 0 0 0 0 Arbeiter unb A n g e st e 111 e z u entlassen, infolge des allgemeinen Geschäftsrück­gangs in den letzten drei Monaten.

Der Korpsführer des NSFK. zum Jahreswechsel.

Berlin, 28. Dez. (DNB.) Ein arbeitsreicher Abschnitt im Aufbau des NSFK. geht mit bem Jahre 1937 zu Ende. Wir erinnern uns in stolzer Freube ber Teilnahme bes NSFK am Reichspartei­tag in Nürnberg, wo wir unter ben Augen des Führers marschieren durften und unsere ersten

Sturmfahnen geweiht wurden. Wir erinnern uns ber hanbwerklichen unb zahlreichen fliegerischen Wettbewerbe unb sinb stolz auf bie dabei erzielten ausgezeichneten Einzel- unb Mannschaftsleistungen. Wir verzeichnen ferner mit befonberer Genugtuung eine Anzahl guter Erfolge von NSFK.-Männern auf sportlichem unb wehrsportlichem Gebiet. Der rahmenmäßige Ausbau ber meisten NSFK.-Grup- pen ist nunmehr beenbet, so baß für biefe Gruppen bie Aufnahmesperre bereits aufgehoben werben konnte. Die Auffüllung ber Einheiten mit jungem Nachwuchs aus ber Flieger-HI. unb ben Reser­visten bes fliegenden Personals ber Luftwaffe kann nun erfolgen. So schreiten wir wohlgerüstet im neuen Jahre weiteren Aufgaben entgegen, unter benen ich schon heute erwähnen kann: bie Aus- bilbung im Motorflug im Kleinflugzeug. Als natio­nalsozialistische Kampforganisation werben wir auch im fommenben Jahre in gleichem Marschtritt mit ber Partei unb ihren (Blieberungen weitermar­schieren zur Erreichung unseres großen Zieles. In biefem Sinne wünsche ich allen NSFK.-Führern und -Männern ein glückliches unb erfolgreiches Jahr 1938!

Heil unserem Führer!

Gez. Fr. C h r i st i a n s e n , Generalleutnant.

Der 47 Se mtstag des Stabschefs Lutz».

Berlin, 28. Dez. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler richtete an Stabschef Lutze, ber heute 47 Jahre al t geworben ist, nachstehen- bes Glückwunschtelegramm:Zu Ihrem Geburtstag sende ich Ihnen bie herzlichsten Glückwünsche. Ihr Abolf Hitler." Generaloberst Göring fanbte fol« genben Glückwunsch an Stabschef Lutze:Zu bem heutigen Tage übermittle ich Ihnen, lieber Pg. Lutze, meine und meiner Frau herzlichste Glück­wünsche. Möge Ihnen zur Fortführung Ihrer schwe­ren und verantwortlichen Arbeit für bie Bewegung auch im fommenben Lebensjahr volle Arbeitskraft unb reife Gefunbheit befchieben fein! In alter Kampfverbunbenheit verbleibe ich mit besten Grü­ßen Ihr Göring."

Der Stabsführer ber Obersten SA.-Führung, Obergruppenführer Hertz vg überbrachte im Na­men aller Gruppenführer und ber gesamten SA. Glückwünsche und ein Geschenk als Zeichen engster kamerabschaftlicher Verbunbenheit aller SA.- Männer mit bem Stabschef. Zahlreiche Gruppen­führer überreichten ihm handwerkliche und heimat- schöpferische Geschenke. Im Auftrage des Kultur­kreises der SA. gratulierte Brigadeführer Reichs» kulturwalter M o r a 11 e r. Die StandarteFeld- herrnhalle" brachte bem Stabschef ein Stäubchen. Am Nachmittag begab sich ber Stabschef nach Hannover, wo ihm vom Dberpräfibium, ber (Bauleitung und aus allen Bevölkerungskreisen herz­liche Zeugnisse ber Verehrung zuteil würben. In ben Abendstunden ehrte bie SA. und die Polizei ben Stabschef burch einen Fackelzug.

Aus aller Wett.

Ein Frühwerk töiorgiones im Frankfurter StäbeL

Das Stäbelfche Kunstinstitut in Frankfurt macht Mitteilung von einer sehr bemerkenswerten Ent- beckung. Das Institut erwarb vor kurzem ein venezianisches Tafelbild einesunbekannten Mei­sters aus bem 15. Jahrhundert". Jetzt stellte sich nach der Reinigung bes Gemäldes heraus, daß es sich um ein Frühwerk des großen venezianischen Malers Giorgione (1478 bis 1510) handest. Es stellt die Rettung der römischen Zwillinge Romulus und Remus inmitten einer reich gegliederten arka­dischen Landschaft dar.

Durch ausflrömenbes Gas getötet.

Bei Reparaturarbeiten im Kraftwerk II der Röchlingschen Eisen- und Stahlwerke in Völklingen (Saar) wurde der verheiratete Otto E l y durch aus­strömende Gase getötet. Betäubt wurden sechs Mann; brei von ihnen konnten bereits aus bem Krankenhaus entlassen werben, die anberen befin« ben sich auf bem Weg ber Besserung.

Vorsicht mit Benzin im Haushalt!

Wie gefährlich bie unsachgemäße Verwendung von Benzin im Haushalt ist, zeigt ein Vorfall, ber sich in Bad Kreuznach ereignete. Ein 29jähriges Mäbchen reinigte im Nebenraum ber Küche eines Kaffeehauses Kleider mit Benzin, während in ber Küche eine offene Gasflamme unb auch das Herb­feuer brannten. Da bie Tür zum Nebenraum offen ftanb, entzünbeten sich bie Benzindämpfe unb es gab eine Explosion, burch bie eine Wanb ein­gebrückt unb ein Fenster, zertrümmert würbe. Das Mäbchen unb feine Mutter würben schwer ver­letzt, ein Mann, ber zu Hilfe eilte unb bie Flammen mit Tüchern erstickte, trug erhebliche Brandwunden bavvn. Die beiden Frauen mußten ins Krankenhaus gebracht werben.

Ein Kind durch heißen Kaffee löblich verbrüht.

Ein Unglücksfall ereignete sich am Weihnachts­abend bei einer Familie in Weißenthurm (Bezirk Koblenz). Ein vierjähriges Kind erfaßte eine Kaffee­kanne mit kochend heißem Kaffee und trank daraus. Die Wirkung war furchtbar. Mund und Hals des Kindes wurden vollständig verbrüht. Man brachte das Kind sofort in ein Krankenhaus, wo es aber schon nach kurzer Zeit ben schweren Verletzungen erlag.

16 Opfer eines Amokläufers.

Ein Filipino, ber mit einer abgebrochenen gro­ßen Schere burch bie Hauptgeschäftsstraße von Oakland (Kalifornien) Amok lief, stürmte m mehrere Läden hinein und stach auf alles ein, was ihm in den Weg kam, 16 Männern unb Frauen brachte er zahlreiche Stichwunden bei. Vier der Opfer starben kurz darauf, sechs wurden schwer verwundet ins Krankenhaus gebracht. Der Amokläufer konnte später in einem Filipino-Klub verhaftet werden.

Ich habe Dir ein Bankkonto eingerichtet Du sollst früh lernen, mit Geld umzugehen! Auf der Bank ist Dein Geld in sicherer Verwahrung. Es trägt Zinsen. Du hast ein Scheckbuch und Dein Geld ist stets zu Deiner Verfügung. Und wenn Du später einmal in Geldangelegenheiten Rat brauchst, stehen Dir Bank und Bankier gern zur Seite.

Das private

HYPOTHEKENBANKEN

FREUN]

Bankgewerbe

er tr a u Deiner Bank und Deinem Bankier!

KREDITBANKEN P BIVATBANKIEKS