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Kommunale Ausbauarbeiten in Lich
Ein
Am 27. Mai ist unsere liebe unvergeßliche Mutter
Frau Katharina Rupp, geb. Peter
für immer von uns gegangen.
Die Beerdigung fand in aller Stille statt
Für die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Dr. Wilhelm Rupp, Stabsarzt
Gießen, Rodheimer Straße 49.
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am Lager.
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6 Schwanenbabys auf dem Eichgärtenteich.
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]) L i ch, 26. Mai. Der starken Bautätigkeit in unserer Stadt ist es gelungen, fast sämtliche bisher noch nicht in Beschäftigung stehende Volksgenossen in den Arbeitsprozeß einzureihen.
Unsere Stadt gehört zu den wenigen Orten unserer Heimatprooinz, die eine H e i m st ä t t e n - siedlung größeren Umfanges hat. Am Kreuzweg, links der Gießener Straße, nach der sog. „Lehmkaute" zu, wurden in den letzten Wochen die Grundsteine für eine Reihe von Häusern gelegt, die für Siedler bestimmt sind. Als Bauherr tritt die Gemeinnützige Eigenheim-Spar- und Wohnungsbau-Aktiengesellschaft in Frankfurt a. M. auf, die von der Stadt Lich ein größeres Baugelände von 2V- hessischen Morgen, das sind 6250 Quadratmeter, zum Preise von 1,50 Mark für den Quadratmeter käuflich erwerben konnte. Von diesem Kaufgeld werden seitens der Stadt den Siedlern zur finanziellen Unterstützung Rückvergütungen für die Dauer von drei Jahren in Aussicht gestellt. Die Wohnungsbau-Aktiengesellschaft baut die Häuser, im ganzen vorerst zehn Stück, zu denen ein Grundstück von je 625 Quadratmeter gehört. Die Häuser messen in ihrem Grundriß 9 zu 7,50 Meter, an der Stallseite etwa 1,50 Meter mehr.,Sie werden im Keller- z geschah Waschküche und die Keller enthalten, im Parterreraum eine geräumige Wohnküche, eine Schlafstube und einen Arbeitsraum. Im Dachraum wird Platz für zwei Mansarden geschaffen. Zu gleicher Erde, mit dem Haus unter einem Dach, befindet sich ein Stall, der genügend Raum für die Aufzucht eines Schlachtschweines und eine kleine Ziegenzucht bietet. Sämtliche Siedler müssen sich verpflichten, Kleintierzucht zu treiben. Der große Garten mit mehr als 500 Quadratmeter liegt bei allen zehn Häusern nach der Südseite zu. Die Stadtverwaltung hat noch die Zustimmung dazu erteilt, daß die Siedler das vor dem Hause liegende Gelände am Kreuzweg, solange die Straße noch nicht richtig ausgebaut ist, unentgeltlich bewirtschaften dürfen. Die Siedler übernehmen die Verpflichtung, an die Wohnungsbau-Aktiengesellschaft eine Anzahlung von 1500 Mark zu entrichten und eine monatliche Miete zwischen 25 und 28 Mark auf die Dauer von 35 Jahren aufzubringen. Nach diesem Zeitpunkt sind die Häuser Eigentum der Siedler. Die Bau
arbeiten werden von hiesigen Handwerkern ausgeführt, die Maurerarbeiten haben vier hiesige Maurermeister übernommen. Die Heimstättensiedlung verpflichtet die Stadt Lich, die Zufuhr von elektrischem Licht und Wasserleitung zu finanzieren und für die Beleuchtung der Straße zu sorgen.
Seit Jahren beschäftigt man sich in unserer Stadt mit der Schaffung eines neuen Sportplatzes. Als nach Beendigung des Weltkrieges der Verein für Rasenspiele gegründet wurde und das Fußballspiel pflegen wollte, mußten sich die Sportler in der ersten Zeit damit begnügen, ihre Spiele auf der großen Weide auszutragen. Später stand ihnen der Platz links der Gabelung der Hattenröder- und Bessinger Straße, wo heute der Viehmarkt abgehalten wird, zur Verfügung. Da aber dieser Platz viel zu feucht ist — nach einem Regen dauert es längere Zeit, bis er wieder spielfähig ist — so ist es im Interesse der Jugend unbedingt geboten, hier Abhilfe zu schaffen. Die Stadtverwaltung ist bereit, den Sportlern entgegenzukommen. In erster Linie ist daran gedacht, den großen Spielplatz hinter der Turnhalle, auf dem in den letzten Jahren schon Turnfeste abgehalten wurden, als Sportplatz auszubauen. Unter Hinzuziehung von Sportsachoerständigen wurde dieser Platz vor einiger Zeit besichtigt. Nach Ansicht der Fachleute wären hier etwa 3000 Kubikmeter Erde zu bewegen, um den Platz waagrecht zu machen, was mit großen Kosten verknüpft wäre. Dazu käme noch die Abdeckung des Platzes mit Kies und Sand, ferner ginge der Stadt wertvolles, nahegelegenes Baugelände verloren. Von anderer Seite wird deshalb der Hopfengarten, neben dem ehemaligen Kratzschen Hause in der Bahnhofstraße, als Sportplatz vorgeschlagen. Dieser Platz liegt ziemlich waagrecht, so daß fast keine Erdarbeiten notwendig wären. Für ihn spricht ferner seine zentrale Lage. Da man schon seit Jahren auch mit der Erbauung eines neuen Schulhauses beschäftigt ist, so könnte wohl die Platzfrage für das neue Schulhaus mit erledigt werden, denn der gesamte Hopfengarten ist etwas größer als 6Vs Morgen. Die Sportbehörde wird diesen Platz in nächster Zeit auf seine Verwendbarkeit hin prüfen. Hoffentlich wird die Sportplatzfrage bald gelöst, damit der Jugend ein Platz zur Derfü-
Nachrtif.
Wir betrauern tief das Ableben unseres lieben Schülers u. Mitschülers
Günther Meidling
Gießen, 28. Mai 1937.
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Freund unseres Blattes teilt uns kurz vor Redaktionsschluß voll Freude die Geburt von sechs Schwanenbabys auf dem Eichgärtenteich mit. Die freudige Botschaft bringen wir hiermit unseren
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gung steht, auf dem sie bei jeder Witterung Gelegenheit hat, ihren Körper zu stählen.
Eine weitere Angelegenheit soll in absehbarer Zeit ihre Erledigung finden: die Erbauung eines städtischen Schlachthauses, die von der Behörde angeordnet ist. Der Stadtrat hat sich schon mit dieser Frage beschäftigen müssen. Einem Plan, ein demnächst freiwerdendes Schlachthaus zu kaufen und als städtisches Schlachthaus einzurichten, wird namentlich von Seiten hiesiger Metzger starker Widerspruch entgegengesetzt. Man darf an diesen zum Teil sehr berechtigten Forderungen der Metzger nicht vorübergehen, zumal wenn man bedenkt, daß einige der hiesigen Metzger ihren 'Betrieb in den verflossenen Jahren unter größter Kostenaufwendung mustergültig eingerichtet haben. Hoffentlich findet auch diese Angelegenheit eine für beide Teile, zufriedenstellende Lösung.
Die Errichtung eines Schwimmbades nimmt, wie wir im „Gießener Anzeiger" schon berichteten, ihren Fortgang. Man rechnet mit einem Kostenaufwand von etwa 5000 Mark, der nicht zu hoch erscheint gegenüber der Errichtung von Schwimmbädern in anderen Gemeinden; allerdings darf man nicht vergessen, daß die Hauptfrage, die Wasserbeschaffung, hier schon gelöst war. Noch im Monat Juni soll das neue Bad eröffnet werden. Die Badepreise will man so niedrig halten, daß es jedem Volksgenossen möglich ist, das Bad zu benutzen. Auch für Erwachsene und Schüler aus den Nachbarorten soll das Bad zugänglich gemacht werden.
Die schon mehrmals geplante Instandsetzung der verlängerten Bahnhofstraße, vom Bahnhof nach der Schiefersteinschen Maschinenfabrik zu, soll noch in diesem Sommer verwirklicht werden. Gelände für den Fußgängersteig zu beiden Seiten der Straße ist genügend vorhanden, es muß aber von der Stadt vorerst noch käuflich erworben werden. Hoffentlich findet auch diese Angelegenheit bald eine glückliche Lösung.
An der großen Arbeitsbeschaffung innerhalb unserer Gemarkungsgrenze hat auch das Reich seinen Anteil. Da nordwestlich und nördlich unserer Gemarkung auch die Reichsautobahn verläuft, so erwies es sich als notwendig, neue Auslade st el- len am Güterbahnhof zu schaffen, damit die Ausladung der für die Reichsautobahn benötigten Materialien rasch vonstatten gehen kann. Eine Anzahl neuer Geleise wurde verlegt und neue Zufuhr-
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und Abfuhrwege geschaffen. Das Gelände für düs Anlage wurde von Privatleuten gepachtet, da bi Anlagen nach Fertigstellung der Autobahn mietet entfernt werden sollen.
lieber alles Erwarten groß ist in diesem Jahr die private Bautätigkeit. Die Brauerei Jhring-Melchior, die mit mehr als 100 Arbeitskräften neben der Schiefersteinschen Maschinenfabrik zu den größten Arbeitgebern unserer Stadt zählt unb somit im wirtschaftlichen Leben unserer Gegend eine sehr wichtige Rolle spielt, beabsichtigt, notwendige Bauarbeiten oon größerem Umfange vorzunehmen. In der Bahnhofstraße sind für dieisn Sommer die Erbauung einer Wurstfabrik und )ie Errichtung eines Spengler- und Jnstallationsze- schäftes vorgesehen. Einschließlich der eingangs erwähnten zehn Häuser der Heimstättensiedlung om Kreuzweg werden im Ganzen 18 bis 20 neue Wohnhäuser in diesem Sommer gebaut werden. Sie verteilen sich auf Menges-, Hungener-, Bahnho Garbenteicher-, Gießener-, Amtsgerichts- und Ring, straße. Die meisten dieser Wohnbauten sollen nadj in diesem Herbst bezugsfertig werden. Es sind w i.
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Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
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