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An die Veiriebsfiihrer des Kreises Wetterau

Oer 30. Januar 1937.

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as tut der Erzeuger zur Lösung der Jettsrage?

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Brafensoße

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An diesem Nachmittag mutz das ganze deutsche Volk Rundfunk hören!

dem Kunden deutschem Gut den Weg bahnen und deutscher Leistung den Markt erobern. Deshalb stehen alle Schaufenster im Wettbewerb deutscher Jugend unter der Parole:

Wir werben für deutsches Gut und deutsche Leistung!

Betriebsführer und junge Gefolgschaft rufen wir zu solcher Leistung auf. Fördere jeder mit ganzer Kraft an seinem Platz das gemeinsame Werk. Nehmt teil am Schaufensterwettbewerb im 4. Reichs- berusswettkampf der deutschen Jugend!

Die Inhaber von Einzelhandelsgeschäften werden gebeten, dem Schaufensterwettbewerb die entspre­chende Unterstützung durch Zurverfügungstellung von Schaufenstern zuteil werden zu lassen. Obwohl der Schaufensterwettbewerb eine Teilaufgabe des RBWK. 37 darstellt, ist hierzu eine besondere An­meldung erforderlich. Den Betriebsführern gehen Anmeldekarten zum Verteilen an die in Frage kom­menden Gefolgschaftsmitglieder zu.

Aufruf zum Schaufensterwettbewerb für junge Kaufleute.

Die Hoheitsträger der Ortsgruppen und Stütz­punkte haben die nähere Anweisung wegen cneses Tages bereits erhalten.

Samstag Betriebseinschränkungen im Postdienst.

Von dem Leiter des Postamts Gießen wird uns

Wasser- und Elektrizitätswerke.

In jedem Fall müssen alle Maßnahmen je nach örtlichen Verhältnissen so getroffen werden, der aufgestellte Grundsatz gewahrt bleibt:

mitgeteilt: .. .....

Am Samstag, 30. Januar, finden, um möglichst allen Gefolgschaftsmitgliedern des Postamtes Die Teilnahme am Gemeinschaftsempfang zu ermög­lichen, folgende Betriebseinschränkungen statt:

Die Schalter des Postamts 1 (Bahnhofstraße) und des Stadtposta^ts (Neuen Baue) bleiben in der Zeit von 11 bis 16 Uhr geschloffen, mit Ausnahme je eines Schalters zur Entgegen­nahme von Telegrammen und Ferngefprachs-

anmeldungen. £ .

2. Die um 11 Uhr beginnende zweite Ortsbrief- zustellung fällt aus.

3. Die Nachmittaqspaketzustellung, die sonst um 14.30 Uhr beginnt, wird e. F. etwas spater gelegt. *

Aus Anlaß des Gemeinschaftsempfangs der Rede des Führers wird beim Po st fcheckamt Frank­furt a. M die Schlußzeit für Buchungsauf­träge am 3 0. Januar von 10 auf 8 Uhr vor- oerlegt. Die Schalter des Postscheckamts werden um 12 Uhr geschlossen.

Sie schmeckt gut uni) sti'eckt gut unb bindet gut unb biäunt gut!

Sie, die wohlschmeckende Knorr Bratensotze, hilft auch, wenn die Götze zu knapp, zu dünn ober zu hell ist. Man braucht nur 1 Knorr Bratensotzwürfel fein zerdrücken, glattrühren, einige Minuten vor dem Anrichten zum Fleisch gießen und dann mit durchkochen. Hauptsache dabei:

BDM., wo die Mädel in achter Kameradschaft sich gegenseitig ausrichten und abschleifen.

Die Hausfrauen, die ihre Schützlinge begleiteten, freuten sich mit an den guten Leistungen. Mögen zu Ostern sich recht viele Hausfrauen melden, die ein Mädel in ihren Haushalt aufnehmen, um es ür diesen wichtigen Frauenberuf vorzubereiten!

Schulschlutz wegen Diphtherie.

Auf Veranlassung des staatlichen Gesundheits- amtes ist am heutigen Freitag die neue Pestalozzi, chule in den Eichgärten wegen zahlreicher Diphthe­rie-Erkrankungen unter den Kindern bis auf wei­teres geschlossen worden. Schon seit etwa acht Tagen ind unter den Kindern zweier Schulklassen zahl­reiche Diphtheriefälle oorgekommen. Seitdem sind die Erkrankungen aber nicht zuruckgegangen Jom dekn sie haben sich immer mehr ausgebreitet, so daß es die Gesundheitsbehörde aus Vorstchtsgrun- den und um eine Uebergreifen auf andere Schulen zu vermeiden für zweckmäßig erachtet hat, den Schulunterricht in der neuen Pestalozzifchule bis auf weiteres schließen zu lassen.

Die Kreiswaltung Gießen der Deutschen Arbeits- ront teilt mit:

Aus Anlaß des 5. Jahrestages der Machtüber­nahme durch den Führer findet an diesem Tage von 13 bis 16 Uhr die Uebertragung aus Ber­lin statt. Wegen der außerordentlichen Wichtigkeit derselben ist Volksempfang vorgesehen

Da der 30. Januar auf einen Samstag fallt, ist es notwendig, daß diejenigen Betriebe, die in der raglichen Zeit Feierabend machen, den Betriebs­chluß so weit vorverlegen, daß möglichst allen Arbeitskameraden Gelegenheit gegeben wird, Die Uebertragung zu Hause am eigenen Rundfunkgerät zu hören, da das Abhören der Uebertragung im Betrieb nach Feierabend wegen ihrer ver-?rutnch langen Dauer nicht zweckmäßig erscheint.

Bei mehrschichtigen Betrieben ist zu erwägen, ob in gleicher Uebereinfunft ein Schichtwechsel wah­rend dieser Zeit nicht vermieden werden kann. Da­bei ist zu berücksichtigen, daß die dann im Betrieb Anwesenden in die Lage versetzt werden, die Ueber­tragung aus Berlin abzuhören. Die gleiche Rege­lung gilt selbstverständlich für überhaupt durch- arbeitenbe lebenswichtige Betriebe, wie z. B.: Gas-,

mit feiner gesamten Dienststelle nach Frankfurt a. M. übersiedeln. Man hat Frankfurt zum Dienst- sitz dieser bedeutsamen Kommandostelle des Natio­nalsozialistischen Kraftfahrerkorps gewählt, weil sich von hier aus wegen der günstigeren Lage und Ver­hältnisse eine bessere räumliche Betreuung all der Einheiten und Ausbildungsstätten des weitgreifen­den Obergruppenbereiches ermöglichen läßt.

Bekanntlich find der Obergruppe West sechs Mo­torbrigaden unterstellt, und zwar die Motorbrigaden Niederrhein, Westfalen, Niedersachsen, Frankfurt a. Mai, Darmstadt und Kurhessen.

Der Iischtag der deutschen Studenten.

Von dem Studentenführer der Gießener Studen­tenschaft wird uns mitgeteilt:

Am 3. Februar findet der Fischtag der deutschen Studenten statt, worauf vor kurzem schon in der Presse hingewiesen wurde. Dieser Tag ist gedacht als Auftakt eines positiven Einsatzes der deutschen Studenten für die Verwirklichung der Ziele, die durch den Vierjahresplan gesteckt worden sind. Im Vordergrund des Vierjahresplgns steht der Kampf um die Sicherung der Ernährungsfreiheit des deut­schen Volkes. Das deutsche Studententum ist sich dieser schwierigen Aufgabe bewußt und wird wie schon so oft sich auch hier vorbildlich einsetzen.

Die Gießener Studentenschaft wird den Fischtag der deutschen Studenten im Beisein von Vertretern von Partei und Staat im Studentenhaus begehen.

Das Papiergeld in der Lustpumpe.

Lpd. Worms, 28. Jan. Vor einigen Tagen meldete ein 16jähriger Bursche den Verlust von 1100 Mark an, die er auftragsgemäß bei einer Sparkasse hätte einzahlen sollen. Bei seinen mit Bedenken aufgenommenen Angaben verwickelte er ich schließlich in solche Widersprüche, daß er einge- tehen mußte, die 1100 Mark Papiergeld unter» cf) tagen zu haben. Das Geld, das in einer Fahrradluftpumpe versteckt worden war, konnte dem Eigentümer wieder zurückgegeben wer­den. Dem jugendlichen Täter konnten im Verlaufe feiner Vernehmungen nicht nur noch weitere Unehr­lichkeiten zum Nachteil feines Arbeitgebers nachge- roiefen werden, sondern auch zwei bei feinen Eltern verübte Wohnungseinbrüche, bei denen ebenfalls Geld aestohlen worden war. Das hoff­nungsvolle Früchtchen wurde dem Amtsgericht zu­geführt und in Hast genommen.

Rundfunkprogramm.

Samstag, den 30. Januar.

4. Jahrestag der nationalen Erhebung.

6.308.00 Uhr: Vom Reichsfender Berlin: Früh­konzert des Landes-Sinfonie-Orchesters.

8.008.45 Uhr: Großes Wecken.

8.509.20 Uhr: Feierstunde der Schuljugend.

9.2012.00 Uhr: Konzert. Dazwischen Funkbericht vorn Vorbeimarsch der ßeibftanbarte Adolf Hitler.

12.00 Uhr: Unterhaltungs und Blasmusik.

13.0016.00 Uhr: Abgabe der Regierungserklärung durch den Führer und Reichskanzler.

17.0018.00 Uhr: Vom Reichssender Königsberg: Unterhaltungskonzert. Es spielt das Große Or­chester des Reichssenders Königsberg.

18.0019.00 Uhr: Vom Reichssender Stuttgart: Volksmusik.

19.0022.00 Uhr: Vom Reichssender Berlin: Militär- und Unterhaltungsmusik mit Berichten vom historischen Fackelzug der SA., SS. und der weiteren Gliederungen der Partei.

22.00 Uhr: Vom Deutschlandsender: Nachrichten. An­schließend: Internationale Wintersportwoche in Garmisch-Partenkirchen.

22.302.00 Uhr: Vom Deutschlandsender: Nachtmusik.

Briefkasten der Redaktion.

tRechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.l

k. tt. in D. Sofern die Urenkel nicht voll- ober halbbürtige Geschwister sind, können sie die Ehe miteinander eingehen.

und daß dieser in einem Kubikzentimeter ent­haltene Staub einen Bruchteil eines tausendstel Gramm wiegt. Wie ungeheuer dicht diese Staub­massen die Luft über den großen Städten durch­setzen, echellt eine Berechnung, die ergab, daß über Neuyork ständig eine Million Kilogramm Staub­teilchen schweben und über Paris fast vier Millio­nen Kilogramm. Wenn nun die Schneeflocken durch die Luft sinken, nehmen sie, je dichter sie fallen, ge­waltige Mengen dieses Luftstaubs mit sich. Auch über dem freien Feld, über dem die Luft natürlich viel weniger staubreich ist, ist die Staubaufnahme t durch die Schneeflocken so groß, daß auf einen Oua- 1 brahneter Boden in sechs Wochen bis zu fünf Kilo­gramm Staub abgelagert werden können. Da nun der Staub nicht nur Ammoniak, sondern auch zahl­reiche andere Bestandteile, wie etwa Ruß, enthält, die dem Boden Nährstoffe zuführen, kann der : Schnee also wirklich mit Recht als der Dünger des armen Mannes betrachtet werden. Und auch als < Luftreiniger, denn die Massen von Staub, die er auf dem Erdboden absetzt, entnimmt er der Luft, daher denn auch der Staubgehalt der Luft vor unb nach einem Schneefall große Unterschiede ausweist. Wozu noch kommt, daß sich auf einer länger lagern­den Schneedecke auch der ständig zu Boden sinkende Luftstaub und Ruß ansammeln, die beim Schmel­zen des Schnees dem Boden zugute kommen.

Ganz deutlich kann man die günstige Wirkung der Schneedüngung an den Stellen beobachten, die die Wissenschaft alsSchneetälchen" bezeichnet: Ril­len der Erde, in denen sich während der Winter­monate der Schnee besonders ansammelt, wodurch sie daher gründlichergedünkt" werden, als ihre Umgebung. Die Folge hiervon ist nämlich, daß ge- rabe in diesen Schneetälchen die Planzen viel üppi­ger gedeihen und sich gewissermaßen sogar als Pflanzengesellschaften, als sog.Schneetälchenflora" von den benachbarten Gewächsen unterscheiden las­sen. Uebrigens läßt sich auch im freien Land Die Beobachtung machen, baß überall, wo während bes Winters längere Zeit hinburch Schnee lag. im Sommer der Pflanzenwuchs besonders reich aus­fällt. Das hängt natürlich auch damit zusammen, baß beim Auftauen bes Schnees dem Boden außer demDünger" auch die erste unb zum Keimen der Pflanzen lebensnotwendige Wassermenge zugeführt wird.

Nicht bei uns, aber in anderen Ländern ist dem Schnee noch ein anderer Nutzwert Vorbehalten. Bei den Völkern des hohen Nordens und Ostens, den Eskimos und den Bewohnern der sibirischen Steppe und bei den Tibetern wird während des Winters statt mit Wasser nur mit Schnee gekocht. Allerdings bleibt der Schnee in diesen Ländern verhältnismä­ßig rein und kann daher ohne besonderen Nach­teil verkocht werden. In Afghanistan gilt der Schnee, den man dort von den mit ewigem Schnee bedeckten Stellen der Berge holt, als Material zur Herstellung süßer Sveisen, die namentlich in Kabul viel und gern gegessen werden.

In den warmen Ländern ist der Schnee oft eine solche Kostbarkeit, daß es zu einem recht ertrag­reichen Handel mit den weißen Flocken kommt. So in Darjeeling, der in den südlichen Vorbergen des Himalaya gelegenen Stadt, wo es manchmal jahre­lang überhaupt keinen Schnee gibt. Scheint es wie­der einmal, wird der Schnee gleich gesammelt und schaufelweise verkauft zum Kühlen der Lebensrnit­tel. Auch der Schnee, der bis tief in den Sommer hinein auf dem 3300 Meter hohen Aetna liegt, wird, wenn die warme Jahreszeit kommt, von der Bevölkerung gesammelt, in großen Blöcken abtrans­portiert und dann als Ersatz von frischem Eis ver­kauft.

Dornotizen.

Tageskalender für Freilag.

Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr: Heiterer Tanz­abend und Erstaufführung der OperetteDie schöne Galathee". Gloria-Palast, Seltersweg:Kinder­arzt Dr. Engel". Lichtspielhaus, Bahnhofitraße: Die Frau des anderen". Oberhessischer Kunst- verein, Turmhaus am Brand: 17 bis 18 Uhr: Aus­stellung der Delgemälöe, Aquarelle unb Tempera von Professor Otto Bill.

heilerer Tanzabend" undDie schöne Galathee" im Sladtthealer Gießen.

NSG. Die Verbraucher sollen keineswegs bie Fettfrage allein lösen, es wirb vielmehr alles getan, um von der Erzeuger seite her durch eine möglichst umfangreiche und gleichmäßige Fettanlie­ferung bie Versorgung sicherzustellen.

Die Fettversorgung würbe angesichts der be- schränkten Einfuhrmöglichkeiten noch größere Schwie­rigkeiten machen, wenn es nicht gelungen wäre, schon in den ersten beiden Jahren der Erzeugungs­schlacht eine erhebliche Steigerung der Eigenerzeugung zu erzielen. Nach den bisher vorhandenen Unterlagen ist der Butteranfall im Jahre 1936 um rund 7 v. H. höher gewesen als 1932. Dabei ist besonders erfreulich, baß auch im Augenblick bie Milchablieferung eine sehr viel gün­stigere Entwicklung zeigt, als in ben vergangenen Jahren unb als im allgemeinen angenommen würbe. In den Molkereien wurden im Monat No­vember 1936 um rund 13 v. H. Milch angelie­fert, die Dollmilchverarbeitung um rund 20 v. H. unb ber Frischmilchabsatz um 0,7 v. H. gesteigert. Infolgedessen war bie Butterherstellung um runb 29 v. H., bie Hartkäseerzeugung um runb 23 v. H. unb ber Weichkäseanfall um runb 27 v. H. größer, als im November 1935. Diese Entwicklung hat verschiebene Ursachen. Abgesehen von ber günstigen Futterernte bes vergangenen Jahres ist hieran der Ausbau ber molkereimäßigen Erschließung, die ver-

Von ber Kreiswaltung Wetterau der Deutschen Arbeitsfront wirb uns ge­schrieben: .

Wir rufen hiermit zum dritten Male alle im Einzelhandel tätigen jungen deutschen Kaufleute zum Schaufensterwettbewerb im 4. Reichsberufs­wettkampf der deutschen Jugend in der Zeit vom 28. Februar bis 6. März 1937 auf. Die Vielzahl aller Schaufenster des deutschen Einzelhandels sind das Spiegelbild der für das Volk arbeitenden Wirt­schaft und ihrer Leistung..

Unabhängigkeit durch Arbeit und Leistung ist der von allen Volksgenossen zu begreifende und zu erfüllende Sinn des deutschen Wirtschaftens. Schon zu aller Zeit war es Aufgabe und Verdienst des deutschen Kaufmannes, Witter zu sein «zwischen wirtschaftlicher Leistungskraft unb den Dervrauchs- wünschen des einzelnen Volksgenosfen. Der Einzel­handelskaufmann als der letzte Mittler zum Ver­braucher wird in der entscheidenden Begegnung mit

besserte Futtermittelverwertung in den Betrieben, ganz besonders aber die Einführung der pflicht­mäßigen Milchkontrolle beteiligt.

Seit November 1935 konnte innerhalb eines Jah­res die Zahl der konttollierten Kühe von 1,4 au 3,6 Millionen Stück gesteigert werden. Ende 1936 wurden damit runb 36,4 v. H. unseres Milchkuh­bestandes kontrolliert, während es 1935 nur 14,3 v. H. gewesen waren. Auch die SchweinesetterFeu- gung liegt heute erheblich höher als im Jahre 1932. Hier ist allerdings zu bemerken, daß eine verhält­nismäßig starke Abhängigkeit von der jeweiligen Futterversorgung besteht.

Mit Rücksicht auf die trotz aller Anstrengungen nur begrenzten Möglichkeiten der Erzeugunassteige- rung bei Butter, Schweine- und Rinderfett hat Staatssekretär Backe auf dem 4. Reichsbauerntag in Goslar die Ausdehnung der Rapsanbaufläche auf 120 000 bis 150 000 Hektar gefordert. Obwohl eine so umfangreiche Ausdehnung des Oelsaat- anbaues nur auf Kosten anderer Fruchtarten erfol­gen kann, soll dieser Weg begangen werden, da er die einzige Möglichkeit bietet, bie Lieferung von Fetten unb Deien aus der heimischen Landwirtschaft in nennenswertem Umfange z:. steigern. Es ge­schieht also alles, um die durch Einschränkung des Verbrauches erleichterte Fettversorgung von ber Er­zeugungsseite her weiter zu verbessern.

* ©ie Auszahlung der Gehälter, Ruhegehalts- und Hinterbliebenen- b e z ü g e beim Postamt Gießen findet wegen der Feierlichkeiten am 30. bereits am Freitag, 29. Januar, statt. t .

** 18. Musikalische Abendfeier m der Johanneskirche. Die Vortragsfolge der 18. Musikalischen Abendfeier, die am Sonntag, 31. Jan., 17 Uhr, in der Johanneskirche stattfindet, bringt von I. S. Bach die Kantate:Ich lasse dich nicht für Tenor, Baß, Flöte, Oboe d'amore, Geige und 5hor; die b-moII-Suite für Flöte und Streich- guintett. Hch. Schütz ist vertreten mit einer biblischen Szene für Sopran, Tenor, Baß, Chor, Streich­instrumente und Orgel:Der zwölfjährige Jesus im Tempel"; einem geistlichen Konzert für Sopran unb Tenor:Schasse in mir Gott ein reines Herz . Die Solopartien werben gesungen von W. Sturm, Tenor; E. Fleischhauer, Baß; M. Rebe- l i n q, Sopran. Die Soloflöte spielt R. Meyer, Oboe d'amore W. Weber, Geige A. Rein. Die Leitung des Abends hat I. Nebeling. Es sei auf den Besuch dieser Veranstaltung besonders hm- geroiefen. Der Eintritt ist frei.

** Die Kameradschaft der Baltikum- und Freikorpskämpfer Gießen hielt am Donnerstag imStuttgarter Hof" unter Führung von Fritz Anderer ihren Kameradschaftsabend ab, der in erster Linie der Eingliederung in dem ReichsbundKyffhäuser" gewidmet war. Kamerad­schaftsführer Anderer gab eine Uebersicht über bie Entwicklung ber Dinae und forderte zum Zusam­menschluß aller ber Kameradschaft noch sernstehen- ben ehemaligen Freikorpskämpfer unter ber neuen Führung auf. Anschließend berichtete der stellver­tretende Kameradschaftsführer W e i ß e n st e i n über die letzte Führersitzung. Er gab einen Ueber- blick über die notwendigen organisatorischen Arbei­ten für die Eingliederung in denKyffhäuserdund" und gab auch bekannt, daß die beantragten Ur­kundenEinsatz für Deutschland" bearbeitet unb später in feierlicher Form überreicht werben sollen. Anschließend würbe burch ben Kamerabschaftsführer Anderer ber Führerbeirat bestimmt. Die Kamerab­schaft wird am 6. unb 7. Februar anläßlich ber Straßensammlung für bas WHW. zum erstenmal öffentlich in Erscheinung treten.

Im Einvernehmen mit dem Stubentenwerk werden folgende Gerichte gereicht: 1. Fischfrikadellen mit Kartoffeln und Sauerkraut; 2. Fischkarbonaden in Senftunke mit Kartoffeln; 3. Auflauf mit Räucher­fisch und grünem Salat; 4. Kohlrouladen mit Kar­toffeln. Möge diese Veranstaltung dazu beitragen, daß in jeder Familie ein Fischgericht mindestens ein­mal jede Woche auf den Tisch kommt.

Deutsches Frauenwerk.

Abteilung Volkswirtschaft-Hauswirtschaft.

Eine Zwischenprüfung der Haushaltslehrmädchen fand am Mittwoch in der Berufsschule statt und wurde von ber Kreisabteilungsleiterin Frau Mathy und Frau Rektorin Weitzel durchge- führt. Von den Mädchen, die jetzt zu Ostern ihre Abschlußprüfung machen, konnte schon eine gute Leistung erwartet werden. Die Mädchen waren eifrig bei ber Sache unb zeigten Geschicklichkeit und beachtliches Können. Die theorettschen Aufgaben be­standen in einfacher Haushaltsbuchführung, Berech­nung der Ausgaben beim Einkauf und in schrift­lichen kleinen Arbeiten, wie Bestellungen oder Aus­fällen von Anschriften und dergleichen. In der prak- tischen Arbeit wurde im Waschen und Bügeln ein­facher Wäschestücke geprüft, das tägliche Reinigen der Zimmer verlangt und die Herstellung eines Mittagessens ausgeführt. Auch in der Beantwor­tung weltanschaulicher Fragen zeigten die Mädchen sich der neuen Zeit gewachsen; hier ist es der

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Zum erstenmal findet heute abend einHeiterer Tanzabend" im Stadttheater statt. Das Programm besteht aus bunten Tänzen, meistens heiteren Cha­rakters. Die Gesamtleitung führt die Tanzmeisterin Irmgard Zenner. Mitwirkende find: Erika Dienstage, Giesela Kern, Hilde Lesch, Monika Schneider, Friedel Schön, Hilde Schrör, Irmgard Zenner; 'Otto Belloff, Elevinnen und das Kinder­ballett. Die musikalische Gesamtleitung hat der Kapellmeister Ernst Bräuer. Die in eigener Werkstadt hergestellten Kostüme sind angefertigt nach Entwürfen von Sophie Buchner, ausgeführt von Willi E n d r i ch. Hierauf findet die Erstauf­führungDie schöne Galathee" Operette von Fr. Suppe statt. Die musikalische Leitung führt der Kapellmeister Ernst Bräuer. Spielleitung: Paul W r e b e. Die Titelrolle singt Ilse L a s k u s. fer­ner wirken mit: Friedel Fornallaz, Heinrich Hub, Paulus Kuen. Das Bühnenbild schuf Karl L ö f f - l e r. Die in eigener Werkstatt hergestellten Ko­stüme sind angefertigt nach Entwürfen von Sophie Buchner, ausgeführt von Willi Endrich. Die Vorstellung findet als 18. Vorstellung ber Freitag- Miete statt. Anfang 20 Uhr, Enbe 22.30 Uhr.

Hitler-Jugend Bann 116 Gießen.

Bdr.: Theaterbesuch.

Folgende Aufführungen können von uns besucht werden: Mittwoch, 3. Februar: Heiterer Tanzabend und bie OperetteDie schöne Galathee". Preis 1 Mark. Mittwoch, 10. Februar: bas Schauspiel Wasser für Canitoga". Preis 50 Pfennig. Die Be­stellungen ber Karten müssen spätestens am Mon­tag (vor einer Mittwochvorstellung) um 18 Uhr an bie Kulturstelle des Bannes gegeben werden.

Motorobergruppe West des 71GKK. jetzt im Gau Heffen-Nastau.

NSG. Der Führer der Motorobergruppe West, Obergruppenführer Seydel, wird zum 1. Febr.