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vereinbar ist. Aber ganz abgesehen von dieser Erwägung ist auf dem engeren Boden der Donauländer die Bildung irgendeiner Interessengemeinschaft, und wäre es auch nur die Verpflichtung, nicht gegeneinander zu arbeiten, mit einer Regierung Khmer, die durch eine Militäralllanz mit der Sowjetunion an die Wühlarbeit der Dritten Internationale gegen die gesellschaftliche und staatliche Ordnung aller ihr weltanschaulich feindlichen Länder gekoppelt ist. Daran würde sich auch nicht viel ändern, wenn die Bindung zwischen Prag und Moskau eines Tages eine flawisch-pan- flawistische Färbung erhielte.
Henlein bleibtseinemKurstreu
Der Ministerpräsident empfängt Abgeordnete der Sudetendeutschen Partei.
P r a g , 28. Ian. (DNB.) Am 28. Januar empfing der Ministerpräsident Dr. Hodza, eine Abordnung der Sudeten deutschen Partei Konrad Henleins. Die Abordnung legte dar, daß die Sudetendeutsche Partei nicht die Anschauung cmzu- erkennen vermöge, daß die Lage durch bloße Derwaltungsmaßnahmen grundlegend und dauernd so gebessert werden könne, daß die von Konrad Henlein eindeutig vorgeschlagene Verständigung Zustandekommen könne. In der Hauptsache komme es darauf an, daß Durchführungsgesetze zurVerfassung sowie weitere Gesetze die Sicherheit böten, daß die Verfassung sich auch voll und ganz auswirke. Die Sudetendeutsche Partei betrachte die jetzt vom Ministerpräsidenten eingeleitete Aktion als den Abschluß des 1926 begonnenen Versuches, die nationalpolitischen Verhältnisse der Tschechoslowakei auf dem Verwaltungswege zu bessern. Sie sehe in den Grundlagen der gegenwärtigen Verhandlungen der Mehrheitsparteien für das Sudetendeutschtum keine Möglichkeit, die nationalpolitischen Verhältnisse befriedigend zu lösen. Sie bleibe jedoch ihrer bisherigen politischen Linie treu. Sie werde auch die gegenwärtigen Verhandlungen unter Vorbehalt der sachlichen Kritik nicht zu stören versuchen. Sie werde freilich nach wie vor für die staatspolitische Gesamtlösung in der Tschechoslowakischen Republik eintreten und ihren Rechtskampf mit vollem Einsatz weiterführen.
Der Ministerpräsident erklärte, er finde es begreiflich, daß die Sudetendeutsche Partei als oppositionelle Partei sich das volle Recht der sachlichen Kritik vorbehalte. Die Regierung sei dazu berufen, schöpferische Arbeit zu leisten, wobei sie mit allen positiv eingestellten Kräften rechnen wolle. Er sei davon durchdrungen, daß die tschechoslowakische Verfassung die volle Möglichkeit bietet, auch noch die ungelöst gebliebenen Nationalitätenprobleme der Tschechoslowakischen Republik zu lösen. Die Regierung werde in dieser Richtung einen vollen Erfolg erzielen. >
Starke Diskonterhöhung in Frankreich.
Paris, 28. Jan. (DNB.) Die Bank von Frankreich hat am Donnerstag ihren Diskontsatz, der ab 15. Oktober 1936 2 v. H. betrug, um 2 v. H. auf 4 v. H. heraufgesetzt. Die Verdoppelung des Diskontsatzes hat in französischen Wirtschaftskreisen großes Aufsehen erregt. Das „Journal" sagt, die Diskonterhöhung auf das doppelte des bisherigen Satzes fei ein Zeichen dafür, daß die Abwertung in Frankreich nicht das erwartete Ergebnis gehabt habe. Man habe auf einen starken Rückfluß der Kapitalien und auf reichliche Geldflüssigkeit gerechnet, die eine Herabsetzung des Zinsfußes ermöglicht hätte. Diese Hoffnung hat sich nicht verwirklicht. „Journee Industrielle" nimmt den französischen Sparer in Schutz, der guten Willens sei. Wenn er gegenwärtig beiseitestehe, so müsse man sich fragen: Weshalb? Gewiß brauche der Gouverneur der Bank von Frankreich nicht die Schlußfolgerung aus dieser Frage zu ziehen, aber d i e Regierung müsse es tun.
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In England hat die Heraufsetzung des französischen Bankdiskonts zum gegenwärtigen Zeitpunkt Ueberrafchung hervorgerufen, t>a man geglaubt hatte, daß diese Heraufsetzung e r st nach Abschluß der Verhandlungen über einen englischen Bankkredit von 50 Millionen Pfund für Frankreich erfolgen würde. Die endgültige Ankündigung der englischen Anleihe ist nach dem „Daily Telegraph" verzögert worden, da sich in der Frage der Sicherheit, die Frankreich bieten könne, Schwierigkeiten ergeben haben. Wie „Times" meldet, wird es sich bei der englischen Anleihe um kurzfristige Bankkredite handeln, die eine günstige Wirkung auf den französischen Kursoerlauf haben sollen. Die geplante Anleihe findet in England keinesfalls von allen Seiten Unterstützung. So erklärt „Daily Expreß", daß man die Summe von 50 Millionen Pfund besser zur Unterstützung der englischen Notstandsgebiete verwenden würde, als sie den Franzosen Zv geben, die das Geld doch nur dazu benutzen würden, um d i e Aufrüstung ihrer Verbündeten zu sinanzidren.
Frankreichs Lustrüstung.
Erregte Kammerdebatte.
Paris, 28.Ian. (DNB.) In der Kammeraussprache über die Landesverteidigung wandte sich der rechtsgerichtete Abgeordnete Dupont gegen den kommunistischen Einfluß imH e e r e und warf dem Luftfahrtnunister vor, diese Einflüsse dadurch unterstützt zu haben, daß er zahlreiche höhere Militärs, die von der kommunistischen „Hu- manite" als umstürzlerisch bezeichnet worden waren, von der Beförderungsliste gestrichen bade. Luftfahrtminister Pierre C o t erklärte unter Beifallsstürmen der Linken, daß er sich bei der Organisierung des französischen Luftheeres überhaupt nicht um die Politik kümmere, sondern nur die Leistung werte.
Der radikalsozialistische Abg. Archimbaud, der seine Informationen aus sowjetrussischer Quelle schöpft, glaubte unter Anspielung auf Italien und Deutschland eine weitere Aufrüstung Frankreichs zur See und zur Luft befürworten au müssen. Als der Redner der Befürchtung Ausdruck gab, daß diese Staaten Frankreich in den
nächsten Jahren auf dem Gebiete der Flottenbauten übertrumpfen könnten, kündigte der Berichterstatter des Marineausschusses an, daß eine Gesetzesvorlage die Inangriffnahme eines weiteren Teiles des Flottenbauprogramms vorsehe.
Der Hauptschriftleiter des „Echo de Paris" de Kerillis versuchte die Kammer von der angeblichen französischen Unterlegenheit zur Luft zu überzeugen. De Kerillis wollte sodann glauben machen, daß die französische Luftfahrt „nur über 180 wirklich moderne und verwendbare Jagdflugzeuge verfüge und etwa 160 vollkommen unbrauchbare Apparate" besitze. An Bombenflugzeugen verfüge Frankreich über 350 moderne und 150 vollkommen unbrauchbare Apparate. (?) Die etwa 150 Flugzeuge, die an das bolschewist i s ch e Spanien geliefert worden seien (!),
hatten dort ihre Unbrauchbarkeit bewiesen. Der französische Luftfahrtminister habe zwar vor dem Senatsausschuß erklärt, daß Frankreich 14 Deooitine- und sechs Potez-Apparate an das bolschewistische Spanien geliefert habe, aber er wisse, daß weitere geliefert worden seien. Als de Kerillis einen Artikel des „Populaire", dem Organ des Ministerpräsidenten, vom August 1934 Dorlas, in dem es heißt, die passiven Luftverteidi- gungsübungen schafften unter der Bevölkerung eine Kriegspsychose, sie müsse sich weigern, den Anordnungen der Behörde Folge zu leisten, begannen auf der Rechten unbeschreibliche Lärmszen e n, die auf der Linken mit Pultdeckelgeklapper beantwortet wurden. Abgeordnete der Rechten und der Linken beschimpften sich gegenfeitig als Verräter und Spione.
Erhebliche Besserung im Hochwassergebiet des Ohio.
Werden die Missisfippi-Nämme hatten?
Diese Luftaufnahme von der überschwemmmten Stadt L o u i s v i l l e am Ohio gelangte auf dem Funkwege nach Europa. Sie zeigt das gewaltige Ausmaß der Katastrophe, durch die Hunderttausende ihr Obdach verloren. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
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Die Lage im Ueberschwemmungsgebiet hat sich infolge des Rückganges der Flut des Ohio erheblich gebessert. Die Obdachlosenzahl nahm allerdings zu und beträgt jetzt über eine Million. Die genaue Zahl der Toten dürfte nie festgestellt werden können. In Louisville wurden ganze Bootsladungen Leichen geborgen. Der Leiter des Bundesgesundheitsdienstes gab bekannt, es sei jetzt genügend Typhuslymphe in die Flutgebiete gesandt, um über eine Million Menschen zu impfen.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nunmehr auf das Mississippital, namentlich auf die Stadt Cairo, sowie auf Memphis. Falls nicht neuer Regen einsetzt, wird nicht erwartet, daß der Wasserstand des Mississippi 15 Meter übersteigt. Tausende arbeiten fieberhaft an der Verstärkung der Mississippi-Dämme. Gcneralstabschef G r a t g berichtete Präsident Roosevelt, daß nach Ansicht der Armeeingenieure die Mississippi-Dämme den Anprall der Flut aufhalten würden.
Der amerikanische Kriegsminister hat angesichts der bevorstehenden Flutkatastrophe im Mississippital die Räumung des gesamten Stromgebiets von Norden nach Süden in einer Ausdehnung von 1600 Kilometer und einer Breite von 160 Kilometer angeordnet. Fast alle Städte, die am Strom liegen, werden damit von der Regierung aufgegeben. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
11 Todesurteile in Moskau beantragt.
Oer Staatsanwalt trägt dem bolschewistischen Propagandabedürfnis Rechnung.
Moskau, 29. Jan. (DNB.) Dem skrupellosen Propagandabedürfnis der bolschewistischen Gewalthaber ist Rechnung getragen worden Sowjetstaatsanwalt Wyschinski beantragte in der Donnerstagsitzung des Moskauer Theaterprozesses für alle 17 Angeklagten die Todes st rafe durch Erschießen. In seiner Anklagerede kehrten d i e gegen Deutschland und Japan gerichteten ungeheuerlichen Ausfälle wieder, die bisher im wesentlichen den „Geständnissen" der Angeklagten überlassen waren. Ein großer Teil der Anklagerede war jedoch, ihrem heuchlerisch-propagandistischen Zweck entsprechend, mehr gegen b en Trotzkismus als gegen die trotz- kistischen Angeklagten gerichtet. „Unser Prozeß zeigt", so erklärte Wyschinski in zynischer Scheinheiligkeit, „wie tief die trotzkistischen Banditen, Möroer, Spione und Halsabschneider gesunken sind." Was den Beweis der Schuld anlange, entnehme er in erster Linie der Vergangenheit der Angeklagten und ihren Geständnissen Der Staatsanwalt fragte u. a.: „Wo sind Beweise, wo Dokumente, wo sichtbare Spuren des Komplottes?" und beantwortet diese Fragen, daß es deren gar nicht bedürfe, denn es handele sich um eine Verschwörung, da genügten Geständnisse und Indizien!
Bolschewistische Lügen entlarvt.
D 51 o, 28. Jan. (DNB.) Zu der Aussage des Angeklagten P j a t a k o w im Moskauer Theaterprozeß, er fjabe im Dezember 1936 Trotzki auf einem deutschen F lugzeug in Norwegen einen Be-
such abgestattet, um mit ihm den geplanten Hochverrat gegen die Sowjetregierung zu verhandeln, hat hier beträchtliches Aufsehen erregt. Der Ch e s des Zentralpaßkontors, in dessen Händen die Überwachung Trotzkis lag, äußerte sich dahin, daß er einen solchen Besuch für sehr unwahrschein- l i ch halte, da Trotzki seit Dezember 1936 unter ständigerBewachungder Staatspolizei stand, die den ausdrücklichen Befehl hatte, niemanden zu Trotzki hineinzulassen. Auch die norwegische Luftfahrtbehörde hat einwandfrei festgestellt, daß im Dezember 1936 überhaupt fein deutsches Flugzeug in Norwegen gelandet sei. An diesem typischen Beispiel ist die Verlogenheit der Behauptungen der Anklage bzw. der Aussagen der Angeklagten im Moskauer Theaterprozeß wieder einmal schlagend bewiesen.
Ein dritter Theaterprozeß gegen die Feinde Stalins.
Warschau, 28. Jan. (DNB.) Nach einer über Riga nach Warschau gelangten Moskauer Meldung wird im April ein dritter Theaterprozeß gegen angebliche Trotzkisten in Moskau eröffnet werden. Auf der Anklagebank werden der Chefredakteur der „Jswestia", Bucharin, der bisherige Militärattache der Sowjetbotschaft in London, Putna, der Adjutant des Marchalls Tucha- tschewfki, Smuty, der frühere Außenminister der Ukraine und Sowjetgesandte in Paris, R a - kowski, einer der nächsten Freunde Lenins, R y- k o w, und eine Reihe weiterer alter Bolschewisten Platz nehmen. Eine Moskauer „Tatze"-Meldung bestä
tigt die Verhaftung des Zarenmörders Beloborodow, dem die Beteiligung an illegalen Organisationen gegen die Regierung vorgeworfen wird. Auch die Sch Ui e- ster und die Tochter Trotzkis sollen in Krasnojarsk verhaftet worden sein. Die Schwester war die erste Frau des erschossenen Bolschewisten Kamenew.
Aeichstaqung der Reichssiudentensührung.
Braunschweig, 28. Jan. (DNB.) In Braun- schweig trafen sich die Amtsleiter der Reichsstudentenführung und die Gaustudentenführer aus dem ganzen Reich. Der Reichsstudentenführer Dr. Scheel betonte, daß sämtliche Amtsleiter ausnahmslos ihre Studien mit gut, teilweise mit sehr gut beendet hätten und ging bann auf die Vergangenheit der studentischen Entwicklung ein, die manche schwere Stunde aufzuweisen hätte. An diesen Mißgeschicken dürfe man aber nicht irgendjemanden die Schuld geben, sondern sie liege ganz allein bei den Studenten selbst. DasZiel derStudentenführung müsse in der Einigung des deutschen Studenten t u m s liegen. Der örtliche Studentenführer müsse der Betreuer und Vertraute seiner Studentenschaft sein. Die Voraussetzung dafür sei aber d i e Leistung und das geistige Niveau, das ein Studentenführer unbedingt auf= weisen müsse. Dazu gehöre auch charakterliche Fähigkeit, Einsatzbereitschaft und Opferwilligkeit. Im übrigen sollten nur solche Studenten mit Führerstellen betraut werden, die über eine gewisse Reife verfügen, zumindest aber bereits längere Zeit an einer Hochschule eingeschrieben sind.
Dr. Scheel ging dann auf das Verhältnis zur Hitlerjugend ein und sagte dabei, es fei unser Wille und unsere Pflicht, die Arbeit der Hitlerjugend in vorbildlicher Weise auf der Hochschule fortzusetzen. Gerade durch die Erziehung der Hitlerjugend komme heute ein ganz anderer Mensch auf die Hochschule, als er es vor 1933 gewesen fei. Diesem Menschen gegenüber aber hätten die Hochschulen sehr hohe Verpflichtungen.
Nie Geldaufwendungen für die Offizierslaufbahn.
Berlin, 27. Jan. Gegenüber irrigen Meinungen über die geldlichen Aufwendungen, die mit der Ofsizierslaufbahn verbunden seien, weist das Reichskriegsmini st erium darauf hin, daß die Uebernahme eines Bewerbers von der Sicherstellung eines bestimmten Kapitals selbstverständlich nicht abhängig gemacht werde. Alle derartigen Gerüchte entbehrten jeder Grundlage. Gefordert werde lediglich, daß für die e r ft e Uniform- beschaffung usw. bei der Beförderung des Fahnenjunkers zum Leutnant ein Betrag von 800 Mark zur Verfüguno stehe. Vom Zeitpunkt des Entschlusses eines Vaters, feinen Sohn Offizier werden zu lassen, bis zu dessen Beförderung zum Leutnant vergingen, wie das Ministerium weiter sagt, 3*/2 Jahre, vom Tage der Einstellung eines Fahnenjunkers bis zu seiner Beförderung zum Leutnant 2V4 Jahre; es fei also weitgehend die Möglichkeit geschaffen, während dieser Zeitspanne den Betrag durch entsprechende Rücklagen aufzubringen. Sonstige geldliche Anforderungen würd'-n bei der Offizierslaufbahn nicht gestellt. Erwünscht sei nur, daß der Fahnenjunker einen monatlichen Zuschuß von etwa 20 Mark erhalte.
Oie „Hindenburg-Spende".
Berlin, 28.Jan. (DNB.) Am Mittwoch trat unter Vorsitz des Landesdirektors Dr. von Win - terfeldt-Menkin das Kuratorium der Hin- denburgfpende im Haufe des Reichspräsidenten zusammen. Der von Ministerialrat Dr. K a r st e d t erstattete Jahresbericht ergibt, daß die Stiftung des verewigten Reichspräsidenten und Generalfeldmarschalls in den zehn Jahren ihres Bestehens rund zehn Millionen Reichsmark vor allem an Kriegsbeschädigte und Kriegerhinterbliebene, darüber hinaus auch an andere notleidende Volkskreise ausgezahlt hat. Allein durch Vermittlung der Geschäftsstelle wurde bis Ende 1936 57 000 Personen mit größeren einmaligen Unterstützungen geholfen. Die weiteren Beratungen galten der zukünftigen Arbeit der Stiftung.
Kleine politische Nachrichten.
Reichsminister Dr. Goebbels stattete' der Reichsleitung des Reichsarbeitsdienstes in Berlin-Grunewald einen Besuch ab. Dr. Goebbels wurde vom Reichsarbeitsführer Reichsleiter H i e r l durch die Räume geleitet. Der Chef des Dienstamtes Generalarbeitsführer von Gönner gab eine Uebersicht über Aufbau und Organisation des Reichsarbeitsdienstes, der Chef des Planungsamtes, Generalarbeitsführer Th ole ns, schilderte den planmäßigen Einsatz des Arbeitsdienstes, während der Chef des Erziehungs- und Ausbildungsamtes Generalarbeitsführer Dr. Decker über Fragen der Erziehung und der Führerausbildung Bericht erstattete. *
Der japanische General Ugaki hat den Auftrag zur Kabinettsbildung zurückgegeben,da wegen des Widerstandes der Armee die Regierungskrise nicht gelöst werden könne. Extrablätter berichten, daß Ugaki seine Beziehungen zur Armee abgebrochen habe, indem er auf seinen Generalstitel verzichtete.
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Der holländische Vizeadmiral de Graaf, der für den Posten des Völkerbundskommissars in Danzig vorgesehen war, hat dem Völkerbundssekretariat mitgeteilt, daß er nicht in der Lage sei, diesen Posten anzunehmen.
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Der belgische Ministerpräsident van Zeeland gab dem Senat davon Kenntnis, daß Dander- velde als Gesundheitsminister zurückgetre- t e n sei und daß der König den sozialistischen Abgeordneten Vauters zu seinem Nachfolger ernannt habe. Van Zeeland betonte, daß Gegensätze doktrinärer Art den Gesundheitsminister zum Rücktritt bewogen hätten. Die Veränderung innerhalb des Kabinetts bedinge jedoch keine Neuorientierung. Es bleibt abzuwarten, ob der neue Minister, der wie Dandervelde zum linken Flügel der belgischen Sozialdemokratie gehört, nicht ebenfalls eine Ein-
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