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m. 24 Erstes Blatt

187. Jahrgang

Zreitag, 29. Januar M7

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Polizei und GS. verbürgen die innere Sicherheit des Reiches.

Eine Unterredung mit dem Reichsführer SS Himmler.

Oie Außenpolitik des neuen Reiches.

Von Dr. Hans von Malottkl.

Vier Jahre sind eine kurze Zeitspanne, zumal im Leben eines Volkes. Wie es aber Momente gibt, die den Einzelnen um Jahre reifen lassen, so kann auch ein Volk das Glück von Entwicklungen haben, die es in kurzer Zeit um Jahrzehnte vorwärts bringen. Wenn der lammende Jahrestag der Grün­dung des neuen Reiches ganz allgemein zu solchen Gedanken führt, so drängen sie sich erst recht dem außenpolitischen Betrachter auf. Denn wie auf allen anderen Gebieten der nationalen Lebensäußerung, so stellen die letzten vier Jahre auch in der Ausein­andersetzung des deutschen Lebenswillens mit der Umwelt eine Schicksalswende dar.Außen­politisch wird die nationale Regierung ihre höchste Million m der Wahrung der Lebensrechte und da­mit der Wiedererrcngung der Freiheit unseres Volkes sehen." So hieß es in bündi­ger Kürze in der Proklamation Adolf Hitlers an dos deutsche Volk. Und was damals als heißer Wunsch, aber auch als schier unlösbare Aufgabe empfunden wurde, tst heute gesicherter Be­sitz und stolze Wirklichkeit!

Die einzelnen Etappen und erregenden Höhe­punkte dieses Marsches zu äußerer Freiheit und Sicherheit sind noch in frischer Erinnerung. Am 17. Mai 1933 sprach Adolf Hitler zum erstenmal im Reichstag über das außenpolitische Programm des neuen Deutschland. Schonungslose Geißelung der Unvernunft von Versailles ging Hand in Hand mit positiven Vorschlägen. Deutlchland habe abgerüstet, es sei endlich Zeit, daß auch die anderen ihr Ver­sprechen einlösen. Dann ein praktisches Angebot: internationale Rüstungskontrolle und Verzicht auf Angriffswaffen. Dazu fei Deutschland bereit, aber alles nur auf der Grundlage der Ehre und Gleichberechtigung. Seine Erklärung, daß Deutschland sich unter keinen Umständen zu einer Unterschrift nötigen lassen werde, die eine Verewigung der Diskriminierung Deutschlands be­deuten würde", schuf klare Verhältnisse.

Niemand dürfte deshalb überrascht sein, als Deutschland sechs Monate später die A b r ü st u n g s- konferenz verließ und sich durch Austritt aus dem Völkerbund seine Handlungsfreiheit sicherte. Dem Starrsinn und Uebelwollen der ehe­maligen Siegermächte wurden die Forderungen des Rechts und der Gerechtigkeit entgegengestellt:Die unumschränkte Zubilligung der Gleichberechtigung ist die unumgängliche moralische und materielle Voraussetzung für jede Teilnahme an internatio­nalen Einrichtungen und Verträgen". Hin und her ging der diplomatische Kampf. Die Dinge spitzten sich zu. Am 17. April 1934 schlug BarthousNein" endgültig die Tür zu. Frankreich verstärkte seine Rüstungen und seine Alliancen. Die Verkündung der zweijährigen Dienstzeit jenseits des Rheins zwang schließlich zum Handeln. Am 16. März 1935 nahm sich Deutschland durch einen Akt der Selbst­hilfe seine Wehrfreiheit wieder, nachdem der normale" Weg sich endgültig als nicht gangbar erwiesen hatte.

Weil die deutsche Außenpolitik eine Politik des Friedens ist, ließ sie es bei dieser Reaktion nicht bewenden, sondern verband sie mit konstruktiven Vorschlägen: In seiner großen Reichstagsrede am 21. Mai 1935 legte Adolf Hitler der Welt ein wahr- l)aft europäisches Programm vor, das in 13 Punkten auf der Grundlage der Gleichberechti­gung nochmals Frieden und Verständi­gung anoot. Neue Wege wurden gewiesen; daß sie bei gutem Willen gangbar waren, zeigte das wenig später geschlossene deutsch-englische Flotten­abkommen. Frankreich blieb im alten Gleis. Un­vernunft und Vormachtsgelüste ließen die franzö­sische Politik nach Moskau gehen. Russenpakt, Locarno - Krise und Rheinlandbesetzung waren die weiteren Stationen einer Entwicklung, die ganz anders verlief, als man am Quai d'Orsay erhofft hatte.

Was aber war ihr Sinn und ihre tiefere Bedeu­tung? Denn die These von den deutschenVertrags­brüchen" war ja nur ein untaugliches Alibi für den schlechten Willen der Gegenseite. In Wahrheit hatte Deutschland ein widernatürliches Formalrecht zer­brochen und damit den Weg für eine bessere Zukunft und für eine wahre Friedensordnung freigemacht. Europa hätte nun und nun erst politisch gesunden und feine natürliche Struktur wie­derfinden können. Aber eben hier liegt die Wurzel dessen, was man die europäische Tragik nennen könnte. Man maß die deutschen Aktionen nicht an den Erfordernissen echten Gemeinschaftslebens, son­dern an jenem Kollektiv-System Versailler und Gen­fer Prägung, das nie etwas anderes als ein Mittel der Niederhaltung Deutschlands war und fein sollte. Die Folge? Man redete aneinander vorbei. Was wir uns als Verdienst anrechneten, nämlich die Beseitigung wahnwitzigen Unrechtes mit friedlichen Mitteln und ohne berechtigte Interessen anderer zu verletzen, das wurde als Fremdkörper innerhalb der Versailler Welt empfunden und als eine Kette von Friedensstörungen". Typisch aber auch bestürzend die Behauptung, Deutschland habe mit der Rhein­landbesetzung FrankreichsSicherheit" gefährdet; mar doch nach denVerträgen" der Schritt auf eige­nem Grund und Boden eineAngriffshandlung!"

Hier von verpaßten Gelegenheiten zu sprechen, ist durchaus am Platze. Denn es ist ge­rade das eigentliche Verdienst und der tiefste Sinn der deutschen Außenpolitik, Tatbestände, die in Ver­sailles mit Bedacht negativ gehalten waren, nicht nur beseitigt, sondern darüber hinaus noch ins Positive gewendet zu haben. So war es z. B. bei der Saar abstimMung. Deutschland begnügte

Berlin, 29. Jan. (DNB.) Der Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei, Heinrich Himmler, erklärte einem Schriftleiter desBer­liner Lokalanzeigers" u. a.: Einer Gefahr vorzubeu­gen ist möglich, 'wenn man die Gefahr erkennt und über eine geschulte Polizei verfügt. Aber wir wol­len die Gefahr a u s s ch a l t e n , wir wollen keine Gefahr mehr fürchten müssen, wenn wir leben und arbeiten. Deshalb habe ich mir zwei Aufgaben ge­stellt: Die Erziehung der Polizei durch bie Gemeinschaft mit der SS. und die Mitarbeit des Volkes in größtem Maße. Natürlich bedarf es auch der Kräfte der Abwehr.

Kampf gegen die Giaatsfeinde.

An unseren Grenzen herum liegen die N e ft e r des Bolschewismus. Staaten, welche diese Gefahr nicht erkannt haben oder nicht erkennen wollen, geben den Agitatoren und Sendboten des Bolschewismus breiten Spielraum. Wir können auch in einem nationalsozialistischen Deutschland, das sich mit der fast hundertprozentigen Einmütig­keit der letzten Volksabstimmung zu Adolf Hitler bekannte, nicht darauf verzichten, stets alle polizei­lichen Mittel zum Kampf gegen den Kom­munismus bereitzuhalten. Das ist die Aufgabe der Geheimen Staatspolizei, die auch dort eingreifen muß, wo die wirksamste Waffe ge­gen den Kommunismus, die Einheit der Nation, durch Eigenbrötler und kleine Gruppen von Staats­feinden gefährdet wird. Wir verfolgen um der Ein­heit der Nation willen nicht nur den Kommunis­mus, sondern alle reaktionären U m - triebe, jeden politisierenden Angehörigen einer Konfession, der Meinungsverschiedenheiten politi­scher Art mit dem Deckmantel konfessionellen Ge­gensatzes austragen will. Wir verfolgen ebenso

Berlin, 29. Ian. (DNB.) Die Reichsprefsestelle der NSDAP, teilt mit:

Der Stellvertreter des Führers, Ru­dolf h e ß, hält heute eine Reihe von Einzelbe- fprechungen ab, die am gestrigen Donnerstag be­reits begonnen haben und in deren Verlauf sämt­liche Gauleiter der NSDAP, dieje­nigen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Fragen, die für die Bevölkerung ihres Gaues von Belang find, dem Stellvertreter des Führers vor­tragen. Diesen Linzelbesprechungen folgt am Frei­tagnachmittag eine Tagung der Reichslei - ter und Gauleiter, in der der Stellvertreter des Führers und der Reichsvrganifationsleiter der NSDAP. Dr. Ley das Wort ergreifen werden. An­schließend werden die Reichs- und Gauleiter sowie eine Anzahl anderer führender Wanner der Partei den Vorabend des 30. Januar im kameradschaft­lichen Beisammensein mit dem Stellvertreter des Führers verbringen.

*

Die Nationalsozialistische Parteikor- respondenz schreibt dazu u. a.: Der deutsche Volksgenosse kennt den Begriff der Gauleitertagung. Er weiß, daß in diesen Stunden-s e i n e eigenen Sorgen und Wünsche, alle die tausendfältigen in jedem Gau verschiedenen Fragen der Einzelfür- sorge für das Wohl der Nation unmittelbar dem Stellvertreter des Führers und feinen engsten Mit­arbeitern dargelegt werden, die wiederum dank der Tatsache, 'daß der Führer die obersten Spitzen

sich nicht mit der Rückkehr der Saar-Deutschen zum Reich, sondern schuf durch die Erklärung des Füh­rers, daß nun kein ernsthafter Streitgegenstand mehr zwischen dem Reich und Frankreich liege, eine Plattform für wahren Aufbau und Verständigung. Sie ist bis heute eben­so unbenutzt geblieben wie andere Friedensbeiträge des Führers.

Dort aber, wo man guten Willen zeigte, ergaben sich stets und selbst in schwierigen Fällen befreienoe Wirkungen. Wir erinnern nur an den Ausgleich mit Oefterreich, an die Achse BerlinRom und nicht zuletzt an jenes deutsch-polnische Abkommen, das zusam­men mit der Danzig-polnischen Verständigung einen der gefährlichsten Punkte des europäischen Lebens stabilisierte. Man wende nicht ein, daß auch seit­her noch Spannungen und Verstimmungen mit dem östlichen Nachbarn nicht ausgeblieben sind. Schwie­rigkeiten und Reibungen sind unvermeidliche Be­gleiterscheinungen im Lebenskampf der Nationen. Vor allem bann, wenn es sich um einen Raum handelt, der durch die Verzahnung deutschen und polnischen Volkstums und durch beiderseitige histo­rische Erinnerungsbilder und Ansprüche belastet und dadurch besonders empfindlich ist. Entscheidend sind nicht die zeitweiligen Schwierigkeiten, entscheidend

jeden, der für eine Konfession irdische Machtan­sprüche erheben zu müssen glaubt.

Kulturelle Arbeit.

Polizei und SS. tun ihre harte Pflicht weil sie von der Größe Deutschlands und der Notwendigkeit dieser Aufgabe überzeugt sind. Das gleiche Korps, das feinen nüchternen täglichen Dienst macht, wirkt auch mit an der Gestaltung und Vermitt­lung deutscher Kulturwerte. SS.-Män- ner gestalteten die Heinrichsseier in Quedlinburg. SS.-Männer formen künstlerische Werke in einer eigenen Porzellanmanufaktur in Allach bei Mün­chen. SS.-Männer fördern durch Grabungen die Erkenntnis der hohen Kultur deutscher Vorzeit.

Für Sicherheit, Sitte und Anstand.

Das Gespräch wendet sich zu den einzelnen Auf­gaben der Polizei: Nehmen wir zunächst die Kri­minalpolizei. Die Zahl der Berufsver­brecher ist durch das rücksichtslose Eingreifen, das seit 1933 Platz gegriffen hat, schon zurückge­gangen. Aber wir werden noch wesentlich weiter kommen. Oder nehmen wir die Verkehrspo­lizei. Wir haben früher 6000 Tote und Hundert­tausende von Verletzten in einem Jahre gehabt. Von dieser Zahl müssen wir herunter, und zwar nicht nur mit Mitteln der Bestrafung der begange­nen Verkehrssünden, sondern mit positivem Zu­packen, wobei Volk und Polizei sich gegenseitig unterstützen. Gegen Verkehrssünder wird scharf vor­gegangen, vor allem gegen diejenigen, welche un­anständig und unritterlich fahren. Hier soll die Mit­arbeit des NSKK. einsetzen. Dor allem aber wird für die Erziehungsarbeit die Mitwirkung des Pg. Dr. Goebbels wertvoll fein, dessen Propaganda­apparat bei der Verbreitung der Grundsätze für

der Partei unmittelbar mit den obersten Spitzen des Staatsapparates in engsten sachlichen und gesetz­lichen Zusammenhang gebracht hat die Anregun­gen der Partei unmittelbar an den Staat herangetragen. Dieses Mal hat die Gauleiter­tagung ein neues Gesicht dadurch erhalten, daß der eigentlichen Taaung eine besondere Bespre­ch u n g des Stellvertreters des Führers m i t j e ö e m einzelnen Gauleiter vorangeht. Hier wird den Problemen, die auf der Tagung in ihrer all­gemeinen Struktur zur Sprache kommen, in allen oft in jedem Gau verschiedenen besonderen Gesichtspunkten auf den Grund gegangen.

Wir denken angesichts dieser Arbeit, an der das ganze Volk den tiefen Sinn der inneren Organisa­tion erkennt, die der Führer unserem nationalen Leben gegeben hat, daran, um wie viel vernünftiger dieser Zusammenklang von Volksfüh­rung und Staatslenkung ist, als es etwa die Methode einer Zeit war, in der Dutzende von Gruppen und Grüppchen, Hunderte von Parla­mentariern, deren Heimat nicht ein Gau, sondern die Wandelhalle und deren Wunsch nicht die Wohl­fahrt der Nation, sondern der parlamentarische Vor­teil war, sichVolksvertreter" nannten.

Der Weg vom Volk zum Staat ist heute einfach und klar geworden. Der Führer hat die Partei von oben bis unten auf dem Prinzip der L e i ft u n g und Verantwortung der Persönlich­keit aufgebaut und sie mitten im Volke verwurzelt. Er hat ihr den Auftrag gegeben, Sprecherin der Nation sowohl im einzelnen Leben des Volksgenossen wie auch in der Einzel­arbeit des Staatsapparates zu fein. Sie verwirk-1

ist vielmehr, daß Deutschland und Polen sich ein Instrument geschaffen haben, um dieser Schwierig­keiten Herr zu werden. Auf die Gesinnung und die innere Einstellung zu den Dingen kommt es an, und wenn das Abkommen mit Polen etwas be­weist, dann dieses, daß man mit dem Willen zur Heilung auch schmerzhafte Stellen berühren darf.

Es würde anders aussehen in Europa, wenn man auch anderwärts in diesem Geiste Außenpolitik treiben und sich nicht auf Grundsätze versteifen würde, die nur der Erhaltung alter Span­nungen und Gegensätze dienen. Solange man sich das Recht zu politischer und militärischer Einkrei­sung des Reiches vorbehält, deutsche Dorleistunaen undVertrauensbeweise" verlangt und die bolsche­wistische Gefahr nicht sehen will, kommt man der vielberufeneneuropäischen Regelung" nicht näher, sondern erhöht nur das europäische Gefahrenrisiko. Es ist demgegenüber ein erfreuliches Zeichen, daß mit Italien und Japan zwei weitere Großmächte sich gegen den Wahn wenden, als sei der Bolsche­wismus eine Staatsform neben anderen und könne aus der Staatengemeinschaft nicht ausgeschlossen werden. Hier liegt das für die kommende Entwick­lung entscheidende und alles beherrschende Problem: die verschiedene Bewertung des Bol­schewismus. Solange hier nicht eine einh"it-

anständiges Verhalten im Verkehr wirksame Hilfe leistet.

Reichsführer SS. Himmler äußerte sich dann über die Bekämpfung der Vergehen und Verbrechen gegen den § 17 5 und über die Bekämpfung der Abtreibung: Wir haben die Aufgabe, neben der unnachsichtlichen und unbarmherzigen Verfolgung der Verführer und der Täter mit den Einrichtungen zum Schutze der Jugendlichen gegen solche Verbrechen zusammen» zuarbeiten.

Sie Konzeniralionslager.

Es kann sich jeder in der Welt heute, wenn er will, davon überzeugen, daß wir die unbedingt not­wendige Einrichtung der Konzentra­tionslager so ordentlich und sauber durch­führen, wie es überhaupt nur nach menschlichem Ermessen möglich ist. Die Konzentrationslager sind für zwei Gruppen von Menschen notwendig: Das sind einmal die Unverbesserlichen, die immer die Funktionäre und Anführer politischer Verbrechen sind. Für diese Menschen werden wir die Tore der Konzentrationslager nicht wieder öff­nen können. Daneben sitzen in den Konzentrations­lagern aber auch Verführte, die noch zu ge­winnen sind. Wir wirken auf sie nicht mit den Mitteln politischer Erziehung, sondern nur mit dem bewahrten Mittel regelmäßiger Ordnung, Arbeit und strenger aber gerechter Disziplin. Die Be­wachung der Konzentrationslager durch die Hun­dertschaften der SS.-Totenkopsverbände verbürgt eine solche Disziplin, aber auch eine gerechte, mensch­liche Behandlung, denn wir sind keine Polizei des Staates gegen das Volk, sondern die aus dem Volke gewachsene Polizei des Füh­rers für das Volk.

licht so in allen Fragen des Tages stets neu den großen Gedanken der nationalen Einheit, die Adolf Hitler als der Führer des deutschen Volkes und Reiches in den großen Problemen der Zeit für Gegenwart und Zukunft Deutschlands ein­setzt.

DieAdolf-Hitler-Echulen-'.

Berlin, 28. Jan. (DNB.) Der Reichsjugend­pressedienst meldet:

Die wirtschaftspolitischen Referenten der Gebiete der HI., die gegenwärtig in München tagen, trafen in Bad Reichenhall ein, wo der Reichsjugend- f ü h r e r, der aus Anlaß der HJ.-Skimeisterschaften in Bad Reichenhall weilt, feine Mitarbeiter über die Erziehungsgrundsätze aufklärte, die er im. Rah­men der vom Führer gegründetenAdolf-Hit­ler - S ch u l e n" zu verwirklichen gedenke. Das Er­ziehungsideal, das ihm vorschwebt, so sagte er, ift iin Hinblick auf Ueberfommenes umwälzend. Die kommenden Schulen der Partei seien gegen­über der Vergangenheit keine reformierende Be­wegung, sondern der Beginn einer Revo­lution der Erziehung. Dr. Ley und er, so kündigte der Reichsjugendführer an, würden bald die Oesfentlichkeit darüber unterrichten. Baldur von Schirach wies seine Mitarbeiter darauf hin, niemals ein Mißverständnis über sein Erziehungsideal auf­kommen zu lassen. Er möchte heute gerade einem alten Grundsatz, zu dem er sich immer wieder be­kannt habe, betonen: Jugend ift eine Hal­tung, mit der man geboren wird und mit der man stirbt.

liche Auffassung erzielt wird, redet man sowohl in der spanischen Frage wie auch hinsichtlich der all­gemeinen europäischen Aufgabe aneinander vorbei, weil die Voraussetzungen und Ausgangspunkte grundverschieden sind.

Es ist das ernsthaft nicht zu bestreitende Verdienst der deutschen Außenpolitik, unabhängig von der verfehlten Versailler und Genfer Methodik neue und furchtbare Energien in das erstarrte europäi­sche Gesamtbild getragen und gleichzeitig Lüe Füh­rung im Kamps gegen die bolschewistische Gefahr übernommen zu haben. So gewiß diese Politik auf die unbedingte Wahrung und Förderung der eine- neu Lebensinteressen bedacht ist und keine Verfäl­schung der Probleme zuläßt, so gewiß ist sie auch europäisch gedacht und wahrhaft konstruktiv. Die Anziehungskraft, die sie in steigendem Maße auf die gesunden europäischen Kräfte ausübt, möchte man, neben der eigenen Erstarkung, als ein Unter­pfand dafür ansehen, daß sich das gesamteuropäische Schicksal, mit dem auch wir verbunden sind, zum Guten wendet.

Alle deutschen Sender, mit Ausnahme öef Deutschlandsenders, wiederholen d i e Reichs­tagsrede des Führers vom 30. Januar atft Sonntag, 31. Januar, von 11 bis 14 Uhr.

Zusammenklangvon Volksführung und Eiaaislenkung

Reichsleiier- und Gauleiieriagung am Vorabend des 30. Januar.