Ausgabe 
28.12.1937
 
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Der litauischeStaatspräsident hat aus Anlaß des Weihnachtsfestes die vom Kriegsgericht im Neumann-Saß-Prozeß zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilten Gefangenen Kwanka, Grau, Kuhn, Rie­gel und Lapins begnadigt

Arbeitsdienst in Griechenland.

h Athen fand im Beisein des Ministerpräsi- ler Metaxas die feierliche Vereidigung der kn 300 freiwilligen Mitglieder des neugegründe-

dem Kurort Weißer Hirsch bei Dresden begeht 29. Dezember der Geheime Oberbaurat i. R.

allem unter dem Zeichen des Einsatzes den zweiten Dierjahresplan. Die

g, 27. Dez. (DNB.) Die Japaner sind Offensive auf die Provinz Schantung

König Leopold III. von Belgien wird zu einem längeren Privataufenthalt in K i tz b ü h e l (Nord- tirol) eintreffen. Der König, der dort als Winter« sportgast weilen wird, hat eine Privatvilla für die Dauer seines Aufenthaltes gemietet.

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Die Gemahlin von Dittorio Mussolini, dem ältesten Sohn des italienischen Regierungs­chefs, ist am Montag glücklich von einem Knaben entbunden worden, der auf den Namen Guido getauft wird.

Anläßlich des Weihnachtsfestes begnadigte Gene­ral F r a n c o 25 zum Tode Verurteilte, unter ihnen eine Sowjetrussin, die bei Brunete gefangen wurde, ein Pole und drei französische Marokkaner.

Der Gouverneur der syrischen Provinz, Dje» s i r e h, der vor einigen Tagen auf einer Auto­reise entführt wurde, ist von sofort ausge­sandten Truppen wieder befreit worden. Der syrische Innenminister hat schärfste Maßnahmen gegen die Täter angekündigt.

Aus aller Wett.

Ein Eisenbahner wird 100 Jahre alt.

gönnen habe, werde augenblicklich zu einem wich­tigen Ereignis. Die Bolschewisten seien sich über die Notwendigkeit 'eines schnellen Handelns klar geworden *unb bemühten sich deshalb, durch unauf­hörliche Angriffe unter hohen Verlusten den Wider­stand der nationalen Truppen in Teruel zu brechen.

Abbau der britischen Botschaft in Hendaye.

London, 28. Dez. (DNB. Funkspruch.) Wie Daily Telegraph" meldet, wird der britische Bot­schafter in Spanien, Sir Henry C Hilton, dessen augenblicklicher Sitz die Grenzstadt Hendaye ist, sich auf Urlaub begeben. Man erwartet jedoch nicht, daß er auf seinen bisherigen Posten zurückkehren wird Die kürzliche Ernennung von Sir Robert H o d g s o n als britischer Agent in Salamanca habe die britische Botschaft in Hendaye von der Aufgabe befreit, als Vermittlungsstelle zu General Franco zu dienen. In Barcelona sei England durch einen Geschäftsträger vertreten. Unter diesen Umständen könnten die Funktionen der britischen Botschaft in Hendaye allmählich abgebaut werden.

Heuer Schlag gegen die Kirchen in Sowietruhland

Warschau, 27. Dez. (DNB.) Nach Meldungen aus Moskau hat die GPU. ein neues Mittel ge­funden, um den wenigen noch nicht geschlossenen Kirchen in der Sowjetunion den Todesstoß zu ver­setzen. Danach ist eine Verordnung erschienen, wo­nach vom 1. Januar 1938 ab öie Steuern, mit denen die Kirchen und Bethäuser belegt werden, u m

Spaten und Aehren 1937.

Ein Querschnitt durch die Leistung des Veichsarbeitsdienstes.

Hugo van den Bergh, der 1837 in Koblenz geboren wurde, seinen 100. Geburtstag. Im Kriege 1870/71 führte van den Bergh eine der er ft en Eisenbahntruppen des preußischen Heeres, nachdem er bereits bei Königgrätz mit­gekämpft hatte. Zahlreiche Eisenbahnbauten, vor allem Brücken, u. a. die große R h e i n b r ü ck e in Koblenz, sind sein Werk. Vor 34 Jahren trat van den Bergh in den Ruhestand, nachdem er zu­letzt den Posten eines stellvertretenden Eisenbahn­direktionspräsidenten bekleidet hatte. (Scherl-M.)

Die deutschen Teilnehmer am Sternflug nach hoggar unterwegs.

Die deutschen Flieger Ministerialdirigent M ü h l i g- Hofmann und sein Begleiter Oberregierungsrat Dr. Mülberger sowie Oberleutnant Goetze und sein Begleiter Leutnant von Harnier, die jeder an Bord eines Messerschmitt-Flugzeuges von 240 PS an dem Sternflug nach Hoggar teifrtehmen, der vom Aeroklub vckn Frankreich und vom Aero-

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, b-wa eiir Provinzialhauptstadt Tsinan vorgerückt, k Mh heftigen Kämpfen außerhalb der Urnwal-

M) (gelang es japanischen Abteilungen in Tsinan umringen. Die Chinesen ziehen sich in südlicher itt.iny auf T a i n g a n zurück. Japanische Flug- u:e folgen ihnen beständig und fügen ihnen )|ie:-e Verluste zu.

Der portugiesische Ministerpräsident S a l a z a r empfing am Montag Professor L a u t e n s a ch , Greifswald (früher in Gießen), den Führer der deutschen Abordnung von Wissenschaftlern, die zur. 400-Iahrfeier der Universität Coimbra nach Portugal gekommen sind. Professor Lautensam überreichte dem Präsidenten sein WerkPortugal .

ten griechischen Arbeitsdienstes statt, der sich aus Studenten und Arbeitern zusammensetzt. Der Arbeitsdienst, der uniformiert ist, erhält eine eigene Fahne und eine Musikkapelle. Sein Wahl- spruch lautet:Alles für Griechenland." In Athen unterhält der Arbeitsdienst ein eigenes Heim. Seine erste Arbeit ist die Bepflanzung der Ilissoufer mit großen Bäumen. Später wird er die Umgestaltung und Verschönerung der öffent­lichen Plätze und Anlagen Athens übernehmen.

Nachlassen derbollchewiftischen Angriffe auf Teruel.

Bilbao, 27. Dez. (DNB.) Auch am Montag, dem 12. Tag des bolschewistischen Versuches, Teruel zu erobern, dauerten die Kämpfe an. Die natio­nalen Flieger bombardierten heftig die feindlichen Stellungen am Stadtrand und die Nachschubstraßen. Sie brachten den Bolschewisten große Der- l u ft e bei, was zur Folge hat, daß die bolschewi­stischen Angriffe auf die Festung Teruel, die haupt­sächlich von Ausländern durchgeführt wer­den, merklich nachlassen. Obwohl die Bol­schewisten ihre besten Kräfte den zur Befreiung an», rückenden nationalen Truppen entgegenwerfen, müssen sie langsam zurückweichen. Den nationalen Truppen unter General Aranda ist es bereits gelungen, einige taktisch wichtige-Höhen zu besetzen. Auf beiden Seiten treffen immer neue Verstärkungen ein.

Haoas meldet, das nationale Oberkommando sei über das Einkreisungsmanöver der nationalen Truppen außerordentlich befriedigt Die Teruel- Schlacht, die wie ein strategischer Zwischenfall be-

pdion b er ost asiatischen Volker stets itrter wird. Bisher hat Holland ähnlich wie Eng- <W, gestützt auf eine Jahrhunderte alte koloniale Erj'hrunM es stets verstanden, Schwierigkeiten in- Urjalb der Eingeborenenbeoölkerung durch ge- chcktes Ausspielen des einen Volksstammes und )et einen Schicht gegen die andere zu überbrücken. Ku!) die Tatsache, daß durch -den Aufbau der m- iei?n Verwaltung bei den Eingeborenen die Auf- :af|jng geweckt wird, daß sie selbst einen entschei­den Einfluß bei der Verwaltung des Gebietes nisiiben, dient dazu, bestehende Gegensätze abzu- chvöchen. Aber ob dies System auch in Zukunft krdlg haben wird, muß abgewartet werden. Im- ner größer wird die Zahl der aus Indien kommen- )er eingeborenen Studierenden, die in Holland ! on m u n i ft if d) e n Einflüssen ausgesetzt ne:i)en. Moskau arbeitet in Niederländisch-Indien eh geschickt unter Benutzung nationaler Emanzi- laiwnswllnsche und setzt mit feiner Wühlarbeit ibiraü ein, wo es einen schwachen Punkt in der fcoDnialDerroaltunfl bemerkt. Diese Arbeit wird arn'am, aber ständig weitergefuhrt. Ihre Gefahren neben von den heute in Holland regierenden Krei­en nur zum Teil erkannt. Man glaubt, durch die JllManertennung der Sowjetrepublik und durch las Bestehen eines Konzentrationslagers in Neu­guinea und die üblichen polizeilichen Maßnahmen ri »er Richtung genug getan zu haben.

Sius dieser Einstellung und aus dem Festhalten in einem überspitzten sogenannten Liberalismus rfnrt sich auch vielfach die holländische Haltung, )ie immer wieder bedauerlicherweise zu einer Be- afting der deutsch-niederländischen B e - jii b u n g«c n führt. Der Kampf Deutschlands gegen jer Bolschewismus, den Feind jeglicher Kultur, Di ix in feinen Notwendigkeiten nicht richtig er» a/r.L Es gibt immer noch Zeitungen in Holland, - je Versteckt oder offen von einer deutschen Dro- Lurj sprechen, eine Auffassung, die in Deutschland Lik'tens ein erstauntes Achselzucken auslösen kann. :)a> diese Zeitungen sich dabei zu Werkzeugen des Jormunismus machen, darüber sind sie sich selbst i:ft nid)t klar. Andererseits kann erfreulicherweise j ?ft|2ftellt werden, daß innerhalb der Bevölkerung ilae Verständnis für die von Moskau drohenden Oei hren wächst und daß man vielfach eine ge- rttti? Beurteilung des deutschen Kampfes gegen i'.if bolschewistische Gefahr findet.

p befindet sich auch Holland trotz seiner durch t'omschaft und Volkscharakter bedingten fast l-rchwörtlich gewordenen äußerlichen Ruhe heute n iner ernsten Zeitenwende. Auch für dies zähe Nvl der Bauern, Seeleute und Kolonisatoren gilt e» eue Wege zu finden, von denen es abhängen n wie sich die weitere Zukunft des Landes und Her Nation gestaltet. Der Einsatz hierbei ist hoch, I:»n eit es sich doch darum, ob es möglich sein wird, Henmon den Vätern ererbten wertvollen Besitz jen- f'itt! der Meere den zukünftigen Generationen zu erfylten.

HmmumstischeGellerale kommen m China wieder ans Ruder.

2d n b o n , 28. Dez. (DNB. Funkspruch.) In den ferchten der Morgenpresse aus dem Fernen Osten firtin Meldungen von Reuter starke Beachtung, tißrnd) öie Kommuni st en in China immtzr riet) die Leitung an sich reißen. Reuter weist auf Lie Reise Sun Fo s, des Sohnes von Sun Jat Gfcn nach Moskau hin, wo er die chinesische $):Üegi2rung in den Verhandlungen mit den Sowjets nititieten soll. In den letzten Wochen seien in China fimi3)l auf politischem wie militärischem Gebiete g H)heid)e personelle Veränderungen vorgenommen mtrien, mit dem Ziel, die militärischen Operationen Cliins wirksamer zu gestalten- So seien beispiels- nifi' die chinesischen Streitkräfte in den Provinzen (sfcnfi, Schensi, Suiyuan und Ningsia unter ij:c; Kommando von Schu Teh gestellt, der dtk e frühere kommuni st ische Armee b e fftigt habe. Mao Tse-Tung, der Leiter p« einstigen chrne fisch en Sowjetregie- rnur g jei zum Gouverneur von Kansu er« TTiinlt worden, während Chao Wen-Lai, her Che des abgesetzten chinesischen Sowjet- Mi itärrates zum Gouverneur von E, chn n s i ernannt worden sei.

Sifiian von den Japanern genommen

120 v.H. erhöht werden. Es kann kein Zweifel bestehen, daß die Kirchen nicht in der Sage fein wer­den, diese Steuer aufzubringen, denn nach der Ver­fügung hätte die kleinste gegenwärtig in Moskau von den Gläubigen noch erhaltene Kirche im Jahre 25 000 Rubel zu zahlen. Es ist offenbar auch die klare Absicht der GPU., auf dem Umweg über diese enorme Besteuerung die christlichen Gemeinden zur S ch I i e ß u n g der Kirchen zu zwingen.

Wann Überaltern

deutsche Kriegsschiffe?

Berlin, 28. Dez. (Prio.-Tel.) Deutschland hat am 18. Juni 1935 mit England ein zweiseitiges Flottenabkommen geschlossen, das, in die­ser Zeit der Aufrüstung, das einzig wirksame In­strument der Rüstungsbeschränkung ist Dieses Flot­tenabkommen ist nun durch einen Zusatzvertrag er­weitert worden Zur Beschränkung des Flottenbaus gehört auch die Feststellung, wann Kriegsschiffe als überaltert zu gelten haben, da erst diese Ter­mine die Möglichkeit lassen, neue Schiffe auf Kiel zu legen. Im allgemeinen gelten Schlachtschiffe mit 26, Flugzeugträger mit 20 und andere Kriegsschiffe mit 13 bis 20 Jahren als veraltet. Da aber Deutsch­land unter den Zwangsbestimmungen des Versailler Vertrages Schiffe nicht nach eigenem Ermessen bauen konnte, so sind Sonderregelungen getroffen worden: Die Schiffe derDeutschland"-Klasse gelten mit 15 Jahren nach ihrer Indienststellung als ver­altet. DieDeutschland", die 1933 in Dienst gestellt wurde, wird also 1948 nicht mehr gezählt werden. Aehnlich werden auch die leichten Kreuzer der Städte-Klasse nach 15 Jahren als überaltert ange­geben, so daß die im Jahr 1929 in Dienst gestellte Königsberg" 1944 aus der Schiffsliste gestrichen werden kann.

Kieme politische Nachrichten.

Am Todestage des ehemaligen Regimentschess des JR. 67 Generaloberst v o n S e e ck t legten der Kom­mandeur des Regiments, Oberst Machol^, sowie der Kommandeur des Traditionsbataillons des ehe­maligen Alexander-Garde-Grenadierregiments Nr. 1, Major Rohr, am Grabmal auf dem Berliner Jn- validenfriedhof im Auftrag des Oberbefehlshabers des Heeres sowie für das Regiment Kränze nieder.

Berlin, 28. Dez. (Priv.-Tel.) Reichsbahn, Kraftverkehr und Kleinbahnen über­schneiden sich infolge der technischen Entwicklung in ber wirtschaftlichen Nutzung in fast allen Ländern, und zwar mit schädlichen Folgen: nur in Deutsch- land hat schon vor Jahren die ordnende Hand des Staates eingegriffen, der es natürlich nicht jedem rechtmachen kann, der aber den Grundsatz durchzu­setzen vermag, daß alle diese Verkehrsmittel nach bester Möglichkeit aufeinander abge stimmt werden Dr. Wilhelm Kleinmann, der Staats­sekretär im Reichs- und Preußischen Verkehrsmini­sterium, hat sich nun in einem Gespräch mit einem Schriftleiter des Berliner Tageblattes über dieses Problem geäußert.

Er scheidet die spezifischen Wirkungsgebiete von Reichsbahn und Kraftwagen sehr klar: Infolge wie­derholter Umladungen dauerte ein Bahntrans­port etwa von Gelsenkirchen dis Langenberg, also in einer Luftlinie von 30 bis 40 Kilometer, früher vier Tage: hier ist ein natürliches Wirkungsgebiet des Kraftwagens. Zwar ist die Fahrtdauer eines Eilgüterzuges von Köln nach Berlin durch Verringerung der Anhaltestationen von 3 6 auf 14 Stunden herabgesetzt worden; aber ge­rade die Verringerung der Stationen erweitert den Zubringerdienst des Kraftwagens.

Aber auch die Kleinbahn, die soviel bespöttelt wird, hat ihre fBeöeutunp einmal für die Erntebe­wegung und dann für die Raumplanung, die auch

Eine der stolzesten Taten, die der National­sozialismus zur Wlederaufrichtung einer kommenden deutschen Dolksgemeinschas vollbracht hat, war d i e Gründung des Reichsarbeitsdienstes! Ihr seid nicht mehr wegzudenken und seid auch niemals mehr wegzubringen! Es ist beglückend für uns, zu wissen, daß durch euch ein neuer Garant geschaffen wurde für die ewige Stärke Deutschlands, für die Größe unseres Volkes und unseres Reiches." Diese Worte sprach der Führer auf dem diesjährigen Reichsparteitag zu den vor ihm auf der Zeppelin­wiese aufmarschierten Arbeitsmännern und Ar­beitsmaiden. Schwer und hart ist der Weg gewe­sen, den der Reichsarbeitsdienst und sein Vorgän­ger, der noch auf freiwilliger Grundlage beruhende Nationalsozialistische Arbeitsdienst, gehen mußte. Aber gerade weil ihm nicht alles so leicht in den Schoß fiel, weil er sich seine Stellung erst er­kämpfen mußte, bildet er jetzt einen so festen und unzerstörbaren Block, der aus dem Leben unseres Volkes nicht mehr fortzudenken ist. Jahr um Jahr gehen rund 400 000 junge Deutsche durch den Reichsarbeitsdienst, dem der Führer den ehren­vollen und verpflichtenden NamenSchule der Na­tion" gegeben hat, werden im Geist des National­sozialismus zu Kameradschaft, Verantwortungsbe- wußtsein und Einsatzbereitschaft erzogen, schaffen mit dem Spaten Neuland für unser Volk, um die Ernährung des Volkes aus eigener Scholle sicher- zustellen und uns von der Einfuhr von Lebens­mitteln so unabhängig wie möglich zu machen

Das Jahr 1937 ist in jeglicher Hinsicht für den Reichsarbeitsdienst ein Jahr des Erfolges gewesen. Die weltanschauliche Ausrichtung des jun­gen Deutschen in der Art, wie sie in dieser Organi­sation des Dritten Reiches ihre Pflegestätte fand, hat weit über die Grenzen des Reiches Anerken­nung und Bewunderung ausgelöst. Die Zahl der Ausländer, welche sich durch persönlichen Augen­schein ein Bild von dem im Arbeitsdienst herrschen­den Geist machen wollten, ist in ständigem Zuneh­men, und wir können mit besonderer Genugtuung feststellen, daß man gerade dieser Erziehungsauftzade ein besonders starkes Verständnis entgegenbringt. Auch die Tatsache, daß der Führer im Arbeitsdienst, ganz gleich in welcher Stellung er sich befindet, in seiner Aufgabe als Erzieher politischer Füh­rer fein muß, ist in diesem Jahr besonders in Er­scheinung getreten. Der weitere Ausbau der Führer­schulen des Reichsarbeitsdienstes gibt die Gewähr, daß auf diesem Wege erfolgreich fortgeschritten wer­den wird. Der Wunsch der Oeffentlichkeit, einen Ein­blick in die Ziele und Aufgaben des Reichsarbeits­dienstes zu gewinnen, hat in diesem Jahr weitest­gehende Erfüllung gefunden. Der Reichsarbeitsdienst hat mehr als einmal Gelegenheit gehabt, durch be­sonders gut zusammengestellte Sonderschauen im Rahmen großer Reichsausstellungen den Besu­chern zu zeigen, daß er nicht nur rein wissenschaftlich eine erhebliche Rolle spielt, sondern auch als Kul­turträger und Kulturschöpfer mehr und mehr in Er­scheinung tritt.

Rein arbeitsmäßig stand das Jahr 1937 vor

die Ansiedlung von Industrien in ländlichen Gegen­den vorsieht. Aehnlich wie der Kraftwagen, ist die Kleinbahn wichtig für den Zubringer - und V e r t e i l e r ö i e n ft der Reichsbahn. Nun sind aber vielfach die Kleinbahntarife y o h e r als die Reichsbahntarife. Sollen bestehende und neue In­dustrieanlagen auf dem Land nicht schlechter gestellt werden, so müssen neue Vereinbarungen zwischen der Reichsbahn und den Kleinbahnen die Besei­tigung dieser Nachteile versuchen. Dr. Kleinmann kündigte schon für die nächste Zeit eine befriedigende Regelung an.

Zur Raumplanung gehört auch der Bau von Schnellbahnen zwischen Großstädten oder Wirtschaftszentren und Siedlungsgehieten. Schon bisher hat die Reichsbahn seit Jahrzehnten durch Stadtbahnen ungeheure Wohngelände erschlossen, obwohl der Betrieb der Stadtbahnen fast immer im rein prioatwirtschaftlichen Sinn unrentabel ist: der öffentliche Nutzen und die Ausweitung der Wirt- schafts- und Siedlungsgelände hebt freilich diese mangelnde Rentabilität des einzelnen Stadtbahn­netzes wieder auf. Der Staatssekretär stellt dann fest, daß auch der frühere Wettstreit zwischen Reichs- «bahn und Wasser w.e gen heute zu einer wohl- tätiaen Ergänzung geführt hat daß die baldige Vollendung des Mittellandkanals eine drin­gend nötige Entlastung des mächtig aufstrebenden Verkehrs im mitteldeutschen Gebiet bringe.

Zusammenarbeit zwischen Hermann Göring und dem Reichsarbeitsdienst hat erneut reiche Früchte getragen, und wenn der Reichsarbeitssührer auf dem Parteikongreß erklären konnte, daß die vom Reichsarbeitsdienst im Haushaltsjahr 1936/37 aus­geführten Landeskulturarbeiten einen jährlich rote» verkehrenden Mehrertrag für die Ernährung von rund 50 000 Volksgenossen darstellen, so zeigt diese Tatsache schon zur Oenüae, einen wie außerordent­lich wichtigen Faktor Der Reichsarbeitsdienst im Rahmen unserer Volksernähruna darstellt. Es würde zu weit führen, eine ausführliche Darstel­lung über die Fortschritte zu geben, die bei all' den großen und kleineren Arbeitsoorhaben erzielt worden sind. Es ist überall mit Riesenfchritten vorwärts gegangen. Ein Ereignis nur wollen mir hier herausgreifen: dis Einweihung des Dorfes Hierlshagen im Sprottebruch. Durch die Ur­barmachung brachliegenden Geländes hat der Reichsarbeitsdienst hier überhaupt erst die Vor­aussetzungen zur Ansiedlung deutscher Bauern ge­schaffen. So war es ein schöner Gedanke, in der Namensgebung dieses Dorfes dem Reichsarbeits­dienst und seinem Schöpfer ein Denkmal zu setzen.

Noch einen Faktor wollen wir erwähnen, der in dem hinter uns liegenden Jahr eine sehr erhebliche Nolle gespielt hat: den Einsatz des Reichsarbeits­dienstes bei K a t a st r o'p h e n. Ob wir nun an die Sturmkatastrophen an der Nordsee oder an die Unwetterschäden in Mittel- und Westdeutschland denken, oder an all' die zahllosen Brände und Un­glücksfälle, bei denen durch den Einsatz der jungen Mannschaft Menschen und Güter gerettet werden konnten, überall hat es sich gezeigt, daß der Reichs­arbeitsdienst ein treuer Helfer in der N o t ist, daß die Arbeitsmänner unter Hintansetzung des eigenen Lebens in die Bresche springen, wenn es gilt, Notstände zu beseitigen. Auch der Einsatz bei der Einbringung der Ernte darf nicht vergessen wer­den. Groß sind öie Aufgaben, die der Reichsarbeits­dienst im Rahmen seines Landeskulturprogramms in den kommenden Jahren und Jahrzehnten durch­führen soll. Genaue Berechnungen haben ergeben, daß für den Zeitraum von mindestens 100 Jahren genügend Arbeitsmöglichkeiten vorhanden sind.

Seite an Seite mit ihren männlichen Kameraden haben auch die Arbeitsmaiden in diesem Jahr ihre Pflicht und Schuldigkeit getan. Der vom Führer unlängst angeordnete weitere Ausbau des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend bildet einen weiteren Markstein auf dem Wege zur allgemeinen Arbeitsdienstpflicht für die weibliche Jugend, welche ja an sich im Reichsarbeitsdienstgesetz bereits ihre gesetzliche Verankerung gefunden hat. Die Arbeits­maid hat sich schon heute als treue Helferin in Zehn­tausenden von deutschen Familien einen ehrenvollen Platz geschaffen und ist ebenfalls aus dem Leben unseres Volkes nicht mehr fortzudenken. Die Parole des Reichsarbeitsdienstes für das Jahr 1938 lautet: Vorwärts, Einsatz aller Kräfte für Führer und Volk.

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