Einzelbild herunterladen

9 Jl.-Spott

6

ieaer-HJ. auf dem r zlmöneburg und

(5:3).

(6:2).

Die Wball-Ergebniffe der Preisklassen

gewinnen.

das als den

Die stromlinienverkleidete 250-ccm-DKW.-Solo- maschine der Auto-Union für die Rekordfahrten der Motorräder. (Preste-Bild-Zentrale-M.)

Abstellt und damit alle Bestleistungen der Kurz» stecken in der kleinen und sechs von acht in der größten Klasse an sich gerissen. Italien und Eng­land stellten die Träger der bisherigen Rekorde.

neuen Rekorde wurden über 5 Kilometer und

mit fliegendem sowie 10 Kilometer und 10 Meilen mit stehendem Start aufgestellt. Winkler steuerte die 175-ccm-Maschine und holte als Höchst- geschwindigkeit über die 5-Meilenstrecke 163.127 Km/st in feiner schnellsten Fahrt heraus. Kluge er­zielte seinen größten Durchschnitt mit 174.03 km/st über 5 Kilometer. Die Maschinen machten einen unbeschreiblichen Krach: die durch die Explosionen im Zylinder verursachten Luftwellen wirkten auf me Nahestehenden wie elektrische Schlage. Daimler- Benz wird am Donnerstag wieder erwartet.

Fußball-Club 1931 ^üddinaShausen.

Rüddingshaufen I Alten-Vuseck I 2:4.

Die hiesige Elf empfing am Sonntag die 1. Elf von Alten-Buseck Das Spiel begann mit einer leichten Ueberlegenheit der Einheimischen. Auch die Gaste tarnen wiederholt gefährlich durch, konnten

Ortsgruppe Gießen im NSFK. marschiert.

Gauklasse.

Tv. Wetzlar MSB Hanau 16:8 (7:3).

Tuspo BettenhausenHess.-Preuß Kassel 9:6 Kurhessen Kassel Kirchbauna 15:4 (7:2) Jahn Gensungen Tuspo 87/09 Kassel 6:6 Spielverein Kassel CT Kassel 8:8 (5:3).

aufgebaute Werk wird.fortgeführt von dem Segel­fluglehrer Dr. König, dem Leiter des Instituts für Leiebsübungen an der Universität Gießen.

Nachdem der seitherige Führer der Ortsgruppe Gießen, Oberregierungsrat Dr. S ch ö n h a l s, nach Alsfeld versetzt worden ist, wird die Ortsgruppe zur Zeit von Regierungsrat Dr G r o e l i n g ge­führt. dem auch die kommissarische Führung des Sturmes 6/75 anoertraut ist.

Handball im Kreis Gießen.

Wenn wir auch diesmal von Ueberraschungen tm Handball verschont blieben, so gab es doch eine Reihe bemerkenswerter Ergebnisse

zert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik 8.30: Werks- konzert. 10: Schulfunk. 10.30: Hausfrau, hör zu! 10.45: Mutter turnt und spielt mit dem Kind. 11.40: Deutsche Scholle 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Aus der Kurhessifchen Wunsch­kiste. 15 Volk und Wirtschaft. 15.15: Meißner und Kellerwald, die Heimat Grimmscher Märchen 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen im Funk 19: Nachrichten. 19.10: Tatü, tata, das Hifthorn bläst! Eine durfte Sendung für alle Weidgenossen 20: Festliches Abendkonzert. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.30: Tanzmusik. 24 bis 1: Nacht­musik.

aus anderen Beziehungen der Kern stammt, überflüssig angesehen würde und entfernt wer- sollte.

Rundfunkprogramm

Freitag, 29. Oktober.

Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkon-

Acht Motorrad-Rekorde auf der Reichsautobahn

Und Aosemeyer immer schneller! - Erfolgreicher dritter Tag.

Ueberraschend kommt hier lediglich der hohe Sieg der Wetzlarer.

Bezirksklasse.

Niedergirmes Münchholzhausen 10:8

Hörnsheim Mtv Gießen 8:11.

Heuchelheim VfL 1860 Marburg 5:10

Man hätte Münchholzhausen wenigstens ein Un­entschieden zugetraut. An einen Spielverlust war

1. Kreisklasse. Gruppe A.

SA°Kampfgemeinschaft Gießen I Klein-Linden 1 3:5. Bei diesem Spiel mußte die SA. auf ihre besten Leute verzichten Nur so ist die Niederlage zu verstehen.

Heuchelheim IVfB -R. Gießen I 1:3. Die Heuchelheimer setzten sich ordenllich zur Wehr, konnten aber gegen die technisch besseren VfBer nicht aufkommen.

Lollar II Rodheim I 1:1. Ein ausge­glichenes Spiel, bei dem sich die Gegner die Punkte teilten.

Rüddingshaufen Alten-Bufeck 2:4. Bei diesem Spiel ging es zuletzt seitens der Rüd- dmgshäuser recht unsportlich her

1. Kreisklasse. Gruppe B.

® G^ßen II 1900 Gießen II 1:0. Em Lokalspiel bei dem der Tormann der 1900er auf Geheiß des Schiedsrichters den Platz verlassen mußte.

Hun gen I Steinberg II; für Steinberg verloren Die Watzenborner traten nicht an

Garbenteich I G r o ß e n - L i n d e n I 5:4 Ein allzuhartes Spiel

Leihgestern I Steinbach I 2:1 Zu diesem Spiel war der angesetzte Schiedsrichter nicht da und die Vereine trugen ein Gesellschaftsspiel aus. Das Spiel wird neu angesetzt.

2 Kreisklasse. Gruppe A.

Flensungen - Oppenrod 1:2 Flensun­gen trat mit nur 10 Mann an und mußte sich auf

Einfachstschulung in Gießen

Was kann her Lunge werden?

aber keinen Erfolg erzielen. Allmählich machte sich Rüddingshaufen frei, konnte aber nur einmal ein- fenden. Bis zur Pause konnte Alten-Buseck aus­gleichen.

Nach der Pause kam die Gästemannschaft auf, konnte aber nicht verhindern, daß der Rechtsaußen der Einheimischen mit wunderschönem Schuß auf 2:1 erhöhte. Durch einen plötzlichen Vorstoß errang Alten-Buseck abermals den Ausgleich. Durch einen Handelfmeter konnte der Gast auf 3:2 erhöhen und das 4. Tor, dem Handspiel oorausging, wurde eben- alls gewertet, wodurch die Mannschaft des Gast­gebers merklich in Verwirrung geriet. Das an sich chöne Spiel beider Mannschaften wurde durch das unsichere Amtieren des Schiedsrichters wesentlich gestört. Mit 4:2 konnte Alten-Buseck als Sieger den Platz verlassen.

Ehrung emes verdienten Turners.

Kameradschaftsabend

des Vereins für Leibesübungen Lollar.

Der Verein für Leibesübungen Lollar 1883 hatte feine Mitglieder zu einem Kameradfchaftsabend in den Saal derGermania" eingeladen Vereinsfüh­rer Karl Brück erinnerte an den 50. Geburtstag des Reichssportführers und gab einen kurzen Rück­blick über das Werden des Reichsbundes Vereins- dietwart Schmidt erstattete einen geschichtlichen Rückblick, in dem er die Zeit vor 1933 Den Gescheh­nissen der letzten 4 Jahre gegenüberstellte Der ge­meinsame Gesang des LiedesDer Gott, der Eisen wachsen ließ", begleitet von einem aus Reichsbund­kameraden zusammengestellten Laienorchester, bildete

DfB °R. Gießen III Daubringen I 4:0. Die technisch besseren VfBer konnten das Spiel hoch gc:----

190

eigenem Platze eine Niederlage gefallen lassen.

Gobelnrod Grünberg 3.2 Grünberg trat mit Ersatzleuten an und mußte den Göbeln- robern die Punkte überlassen

Muschenheim Lehnheim. Die Lehn- Heimer konnten bei den sich in guter Form befind­lichen Mufchenheimern nichts bestellen.

2. Kreisklasse, Gruppe B.

Spiel, bestimmt fein Reitmaß. Als Figaro steht Otto Wernickes ursprünglich-pfiffiger Barbier in der Mitte der Verwechslungs- und Verkleidung komödie, Hans Brausewetters Almaoioa o

kaum gedacht worden. Immerhin entspricht das Er­gebnis dem Spielverlauf. Hörnsheim war keines­wegs drei Tore schlechter, als fein Gegner Beide Mannschaften lieferten sich ein ausgeglichenes Spiel, das die Platzbesitzer nur durch unbeschreibliches Pech verloren. Wenn Heuchelyeim komplett gewesen wäre, hätte ein Sieg Zustandekommen können. So aber entstanden überall Lücken, die von dem Geg­ner geschickt ausgenutzt wurden

1. Kreisklasse.

Hausen MSV. III AR. 9 (Barbara) 14:8 (3:6). Grüningen Holzheim 5:5 (2:4).

Katzenfurt Garbenheim 7:14.

Rechtenbach Dornholzhausen 9:5

Der Ausgang des Treffens in Haufen war die Ueberrafchung des Tages Mit einem fo hohen und einwandfreien Sieg hatte niemand gerechnet. Wenn auch Grüningen bis zur Halbzeit noch mit Zwei Treffern im Rückstand lag, so war es doch möglich, bis zum Schluß noch aufzuholen Das Un­entschieden ist für Grüningen ein sehr günstiges Er­gebnis Garbenheim hatte in. Katzenfurt leichtes Spiel. Zu einem spannenden Spiel kam es in Rechtenbach. Dornholzhausen enttäuschte nach der angenehmen Seite

2. Kreisklasse.

Garbenheim II Tv. Dutenhofen II (kampsl. f. D.). Atzbach Allendorf (Lahn) 14:4.

Lich 1846 Gießen 8:13

Nauborn I/J. 33 (Kampfspielgem.) 7:3 Wetzlar II Ehringshausen 15:7 (10:5) SA 116 Gießen Ruttershausen 9:10 SA 1/116 Tv Londorf 6:3

Die junge Mannschaft des To. Atzbach ist zur Zeit in ausgezeichneter Verfassung, hätte aber trotzdem nie so hoch gewinnen können, wenn bei dem Geg­ner nicht von Anfang an alles schief gegangen wäre. Einen noch höheren Sieg als im Vorspiel konnte 1846 in Lich landen. Die Reservemannschaft des Wetzlarer Tv. siegte hoch Das Treffen auf dem Universitätssportplatz war zu hart. Der Sieg von Ruttershausen war nicht ganz unverdient. Immer­hin wäre auch ein Unentschieden am Platze ge­wesen. Zu einem schönen Spiel kam es in Lon­dorf. Die Mannschaft der SA hatte neue Spieler in ihren Reihen

1900s 9:5-$ieg in Roch!

Eine der größten Ueberraschungen des vergange­nen Handballsonntags ist der Sieg der Spielvereini­gungsleute über den Turnverein Roth auf dessen Platz. Die Rother, die einen Sonntag vorher dem spielstarken To. Münchholzhausen zu Hause das Nachsehen gegeben hatten, standen einer 1900er-Elf gegenüber, die in allen Teilen tadellos zusammen­arbeitete. Die neuen Kräfte führten sich auch gut ein, und fo kam es, daß zu Halbzeit bereits eine 6:2- Fuhrung erreicht war Nach dem Wechsel machten die Einheimischen zwar große Anstrengungen, dem Treffen eine Wendung zu geben, aber durch die Einsatzbereitschaft aller Gießener Spieler wurde der Sieg nie gefährdet Man wird gespannt sein dür­fen, mit welcher Leistung die 1900er am kommen­den Sonntag im Lokalspiel gegen Mto. aufwarten.

0 Gießen III Grüningen I 2:0 Bei diesem Spiel waren die 1900er technisch überlegen. SA. - Kampfgemeinschaft Gießen II Heuchelheim II 3:1 Die SA.-Leute waren den Heuchelheimern technisch und auch körperlich über­legen.

Launsbach Wißmar 2:2 Die beiden Gegner teilten sich die Punkte.

Staufenberg I RodheIm II 6:0. Die Staufenberger waren biefesmal in guter Form bei den Rodheimem langte es noch nicht einmal zu einem Ehrentor. Die Mannschaft der Rodheimer besteht fast nur aus jugendlichen Spielern.

Die hiesige Ortsgruppe des NSFK (bisher DLV.) ist in der Umgruppierung begriffen und wird künf­tig gemeinsam mit den Ortsgruppen Alsfeld und Lauterbach sowie dem Stützpunkt Lollar als Sturm 6/75 im NSFK. die bisherigen Aufgaben des DLV in straffer Zusammenfassung und Ge­bundenheit fortführen

Infolge der Neuorganisation mußte in den letzten Monaten die fliegerische Tätigkeit in den Hinter­arund treten, doch werden jetzt die Arbeiten insbe­sondere auch die Schulung der Flieger-HI. auf dem Fluggelände an den Hängen der Amöneburg und bei Lauterbach sowie die Bauarbeiten neben wehr­sportlicher Ausbildung wieder aufgenommen.

Für die kommende Zeit hat die Ortsgruppe einen schweren Verlust zu verzeichnen. Der Segelflug­lehrer Dr. med. Iancke hat einem auswärtigen Ruf zufolge Gießen verlassen, nachdem er. 41^ Jahre lang unter Einsatz seiner ganzes Kraft die Aus­bildung unserer Jung-Segelflieger in seinen be­währten Händen gehabt hat lieber fein Wirken am Hang und im Bauraum hinaus ist er durch zahlreiche Langstreckenflüge bekannt geworden. Auch beim letzten Rhön-Wettbewerb hat er durch seinen mehrstündigen Flug von der Wasserkuppe nach Worms fliegerisches Können bewiesen Ihm auch ist es zu danken, daß sich zwischen der Ortsgruppe Gießen und der ©egelfliegergruppe Tirlemont in Belgien Beziehungen entwickelten, die zu gegensei­tigen Besuchen und zum Austausch von Erfahrun­gen geführt haben Das von ihm in stiller Arbeit

Mitbetreuer, Kreisberufswalter Pg. Beckmann, vor. Der Gruß an den Führer beendete diese er­frischende, von nationalsozialistischem Geiste ge­tragene (Eröffnungsfeier der Einfachstschulung in Gießen.

Es begann sofort die praktische Arbeit, und . sehr bald mußten die Jungens bereits feststellen, daß diese Einfachstschulung gar nicht so einfach ist!

Im Laufe des ersten Unterrichtsnachmittags er­schienen auch bereits die Vertreter der Gauwaltung der DAF. und konnten sich von dem richtigen An­fang überzeugen. Die Kameraden Eilers und Lang hatten ihren Spaß an den größtenteils sehr aufgeweckten Gießener Jungens

Man ist davon überzeugt, daß hier ein gewaltig-r Schritt nach vorwärts getan ist. Insbesondere soll sich diese Maßnahme so entwickeln, daß sie ein fester Bestandteil im Lehrplan aller Schulen wird lind sie soll sich segensreich auswirken und der Jugend Deutschlands ihren Beruf geben, damit die Schaf­fenden Deutschlands ohne jede Ausnahme einmal Befriedigung in ihrem Beruf finden. Tüchtiges leisten und damit glücklich werden!

Ein Zabr Aefängn 6 wegen Mißhandlung ibres Kindes.

Lpd. Hanau, 27 Oft. Wegen schwerer kör­perlicher Mißhandlung ihres neun Jahre alten un­ehelich geborenen Mädchens verurteilte das Schöf­fengericht Hanau die 28 Jahre alte unverheiratete Auguste Kern zu einem Jahr Gefängnis. Es handelte sich um fortgesetzte Mißhandlungen, die außerordentlich empörend waren Die Ange­klagte hat übrigens noch weitere drei uneheliche Kinder, die von ihrem jetzigen Verlobten stam­men, die aber nicht mißhandelt worden sind. Es besteht der Verdacht, daß das mißhandelte Kind,

einen vortrefflichen Abschluß seiner Ausführungen. Im Mittelpunkt des Abends stand bann die Ehrung eines verdienten Dereinskameraden, des Oberturn» wartes Karl Sigel. Hierzu waren Abordnungen der Turner und Turnerinnen in ihrer schlichen Turnerkleidung auf der Bühne, die im Hintergrund mit dem Reichsbundwappen geschmückt war, ange- treten. Reichsbundkreisführer Dr. Schäfer legte feiner Ansprache die Worte, die am Kopf der Ehrenbriefe des DRL. stehen, zugrundeEwig mahnt vom Anbeginn des Werdens das heilige Wort Vollkommenheit", um dann auf das Wirken des Kameraden Agel näher einzugehen, der fast ein Menschenalter, über 25 Jahre als Turnwart unermüdlich und uneigennützig für die körperliche Ertüchtigung der Jugend tätig war Wie den Sie­gern der Wettkämpfe nur der schlichte Eichenkranz gegeben werde, so sei auch die Auszeichnung, die er heute einem verdienten, vorbildlichen Kameraden überreichen könnte, einfach, aber um fo wertvoller. Mit Worten des Dankes für die Tätigkeit teilte der Kreisführer mit, daß die Führung des DRL. dem Kameraden Karl Agel den Kreisehrenbrief ver­liehen habe und händigte dem Jubilar die Urkunde aus. Der Vereinsführer sprach anschließend den Dank und die Glückwünsche des Vereins aus. Karne- rad Agel,dankte für die hohe Auszeichnung und versprach, auch weiterhin seine Pflicht zu erfüllen. Im weiteren Verlauf des Abends wechselten turne­rische Vorführungen, Orchestervorträge und gemein­sam gesungene Lieder miteinander ab. Den Siegern vorn 84. Feldbergturnfest konnten die Ehrenurkun­den überreicht werden.

espritoolle, witzelnde, schwungvolle Beaumar­chais begegnet wiederum begegnet, denn nachdem wir in der letzten Svielzeit seinenTollen Tag" im Staatlichen Schauspielhaus gesehen haben, gibt man im Deutschen Theater seinenFigaro in Sevilla" Beide Komödien sind durch die Ver­tonungen bekannter geworden als durch die Prosa­fassungen; jene durch MozartsFigaros Hochzeit", diese durch RossinisBarbier"Figaro in Se­villa" den man kurz, wenn auch nicht ganz richtig, als den ersten Teil desTollen Tag" be­zeichnen kann ist jetzt von Dr Wolfgang Drews, dem Dramaturgen des Hauses, neu über­setzt, gestrafft und in eine zeitgemäße Form ge­bracht worden, ohne dadurch an ursprünglichem Charakter einzubüßen: auch hier grollt schon ein wenig von der Empörung desdritten Standes" gegen feudale Willkür, die imTag" offen aus­brechen sollte, aber in dieser frühen Komödie wird der revolutionäre Zorn sogleich durch den heitern Handlungswirrwarr überspielt, den Bruno Hüb­ners Spielleitung bisweilen zu tollsten Wirkungen steigert. Musik leitet die Handlung ein, von Musik ist sie durchsetzt und begleitet, Musik lockert das

Traugott Müllers, die hinter ihrem kühlen Ro­koko eine südliche Landschaft und das Milieu des klei­nen Fürstenhofes ahnen lassen, bilden einen wunder­schönen Rahmen für das Wort, für den Dialog Les­sings, diesen bei aller Leidenschaftlichkeit und Ge­schmeidigkeit nüchternen und sachlichen Dialog, der hier mit vollendeter Kunst gemeistert und gleichsam trans­parentgemacht wird, sodaß seine scharfen Thesen und Antithesen eine überraschend neue Beseelung und Wirkung erhalten. Was aus Lessings Worten ge­bildet wird, wie sich aus ihnen und durch sie die Charaktere abzeichnen und gestalten, wie das Ma­terial der Sprache gehandhabt wird, ohne jemals die Bescheidenheit der Natur" zu verletzen, das ist vorbildlich; wie die einzelnen Stimmen sich unter­scheiden, wie die Töne zu Dissonanzen zusammen­prallen, sich in Harmonien auflösen, wie diese Stimmen geführt, gesteigert und gesenkt werden, das fit eine der großen Leistungen des Spielleiters Gründ gen s, der dazu noch selbst die große Rolle des Prinzen übernommen hat. Die anderen: Bernhard Minetti als eiskalter Marinelli, Ma­rianne H o p p e, die als Emilia überraschende Töne eines hilflosen, verworrenen Herzens findet, Her­mine Körner als ihre Mutter, Friedrich K a y st­ier als ihr Vater, Paul Hartmann als düsterer Graf Appiani. Gegen das Ende ein unerwartetes Erlebnis: Käthe Dorsch, die als Gräfin Orfina das Wort spricht:Wer über gewisse Dinge den Verstand nicht verliert, der hat keinen zu verlieren", führt diese Gestalt mit schriller Stimme und inen Bewegungen wirklich bis an den Rand des Wahn­sinns heran; das bleibt unvergeßlich

*

Von dieser klassisch-kühlen, deutschen, norddeut­schen Tragödie, aus deren Form der Geist der Ber­liner Aufklärung atmet, ist ein sehr weiter Weg , zum DeutschenTheater wo uns der gallisch-1

gibt sich geschmackvoll in die verschiedensten Verkap­pungen und bleibt immer der galante, liebenswür­dige Verführer auf der andern Seite Max G ü l st v r f f s Bartholo und Paul Dahlkes Don Basilio, und inmitten der allgemeinen Verwirrung die freundlich-liebevolle Rosine Fita Benkhoffs. Man kennt die Gestalten von Rossini her. Die Zu­schauer gingen überaus herzlich mit.

Gerhard Bohlmann.

Um die Feststellung der Berufseignung über die psychologischen (Eignungsprüfungen hinaus zu er­weitern, hat die DAF im Vorjahre für die Schul­entlassenen, die keine Lehrstellen finden konnten, sogenannte Einfachst kurse eingeführt. Die Er­gebnisse liegen vor. Sie berechtigen zu guten Hoff­nungen. Im folgenden ein Bericht aus Gießen.

Die Deutsche Arbeitsfront, Gauwaltung Hessen- Nasfau, Abteilung Berufserziehung und Betnebs- führung, und das Gießener Stadtschulamt führen im zweiten Schulhalbjahr 1937 für die letzte Volks- schulklasfe der Goetheschule probeweise die Einfachst­schulung pflichtmäßig durch. Die Einfachstschulung wurde in zwei Raumen der Goetheschule mit einer Ansprache des Schulrates Pg N e b e l i n g er­öffnet. Er zeigte den beiden Kameradschaften von ungefähr je 25 Jungens in verständlicher Weise das Wollen dieser gemeinsamen Arbeit der Deut­schen Arbeitsfront und der Schule auf. Er ging da­von aus, daß nach der Machtübernahme durch den Führer Adolf Hitler die vordringlichste Ausgabe darin bestand, jedem deutschen Volksgenossen wieder einen Arbeitsplatz zu geben. Nachdem diese Auf­gabe gelöst ist, folgt die Losung der zweiten: jedem in den Beruf eintretenden jungen Menschen sei­nen Arbeitsplatz, seinen Beruf und feine Ar­beit zu geben. Er erinnerte daran, daß anfangs Oktober durch die Deutsche Arbeitsfront auf dem Gießener Kreuzplatz die Leistungspyramide ausge­stellt war, die in ihrem Anfang die Einfachst­schulung, die Berufsfindung aufzeigte. Während der Dauer eines ganzen Jahres, wöchentlich drei Stun­den, werden die Jungens unter Aufsicht und An­leitung ihrer Lehrer an verschiedenen Materialien, wie Stoff, Papier, Holz und Eisen, beschäftigt. Sie müssen sich dort unter Benutzung nur der einfach­sten Werkzeuge, z. B. nur ein Messer für die Holz­bearbeitung, mit den einzelnen Materialien aus= einandersetzen. Die Jungens erhalten dort keine Ausbildung, sondern der Arbeitscharakter wird studiert. Es ist selbstverständlich, daß man nach Ab­lauf eines Jahres eine ganz andere Beurteilung über den Arbeitscharakter, die besonderen Anlagen und die (Eignung eines Jungen abgeben kann, als man es bisher auf Grund der psychotechnischen Prüfung durch das Arbeitsamt konnte, die sich nur auf eine ganz kurze Zeit, oft nur über 'eine Stunde, erstreckte. (Er erinnerte daran, daß die Jungens jetzt beim Arbeitsamt waren und dort für einen Beruf vorgemerkt seien. Es wird kommende Ostern festzustellen fein, wieviel Aenderungen in den Be­rufswünschen nach dieser halbjährlichen Einfachst­schulung eingetreten sind, und zwar auf Grund der Feststellung, wo die tafiächliche (Eignung des ein­zelnen Jungen liegt. Ostern wird das Arbeitsamt diese jungen Menschen wieder übernehmen und sie dann in den richtigen Beruf, in ihre Berufe einweisen.

Schulrat N e b e I i n g stellte den Jungens den Vertreter der Deufichen Arbeitsfront und ihren

LPD. Am Mittwoch dem dritten Tag der Inter­nationalen Rekordwoche auf der Reichsautobahn bei Frankfurt a. M., fetzte die Auto-Union mit ihren Wagen und DKW.-Motorrädern die Rekord­jagd mit großem Erfolg fort. Bernd Rofemeyer unternahm verschiedene Angriffe auf feine knapp 24 Stunden alten Weltrekorde über stehenden Kilo­meter und Meile. Diesmal benutzte er nicht wie tags zuvor den Wagen mit der Grand-Prix-Karos- ferie, sondern den wesentlich schwereren Strom- linier. Mit ihm übertraf er feine Vortagsleistung zu dem neuen Meilenrekord von 223,174 km/st. Damit war gleichzeitig ein neuer internationaler Rekord der Klasse 5000 bis 8000 ccm aufgestellt. Anschließend verbesserte Rosemeyer die von ihm elbst gehaltenen internationalen Rekorde der Klasse C (3 bis 5 Liter) über 5 Kilometer, 5 Meilen und 10 Kilometer mit fliegendem Start und brachte auch den über 10 Meilen in feinen Besitz. Mit 340,861 km/st überbot er die bisherige Bestleistung um 105 km/st Ganz zum Schluß stieg dann Bernd" noch einmal in denkleinen" Auto-Union und verbesserte auch noch die bisher von Rudolf (Earacciola gehaltenen internationalen Rekorde über stehenden Kilometer und Meile. Die neuen Best­zeiten lauten hier jetzt auf 169,811 für den Kilo­meter und 199.504 für die Meile.

Damit hat Deutschland durch Bernd Rose­meyer auf Auto-Union alle Kurzstreckenrekorde in dieser Klasse in seinem Besitz.

Der Luftdruck des in höchster Fahrt vorbeikommen- den Auto-Umon-Rekordwagens wirkte selbst auf eine (Entfernung von vier Metern wie ein Schlag

Ein Meisterstück vollbrachte der Rennstall der Auto-Union-D.KW mit feinen 175-ccrn- und 250-ccm-Motorrädern Binnen zwei Stun­den hatten Walfried Winkler und der deutsche Meister Ewald Kluge acht neue Weltrekorde auf-