ttr. 200 Drittes Matt
Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesien)
Samstag, 28. August (937
auch Daß
sorgen, wirb von den Buben vollständig „blank gemacht". Und wie hier beim Kaffeetrinken, so schmeckts dieser kleinen Gesellschaft — wie Verwalter Kloß uns erzählt — vom Morgen bis zum Abend an jedem Tage bei jeder Mahlzeit.
Das Tagewerk der 45 kleinen Feriengäste vollzieht sich folgendermaßen: 7 Uhr Wecken. Frühsport. Feierliche Flaggenhissung. Bettenbauen. Erstes Frühstück. Spiel und Sport vor dem Kinderheim. Zweites Frühstück. Ausmarsch in den nahen Wald oder zum benachbarten Wiesengelände. Spiel und Sport der verschiedensten Art. Rückkehr zum Kinderheim. Mittagessen. Abräumen des Eßraumes. Bettruhe. Bettenbauen. Nachmittagskaffeetrinken. Spiel und Sport auf der Wiese oder im benachbarten Walde, oder Baden und Schwimmen in der Lahn. Gegen 19 Uhr Abendbrot. Nach einiger Zeit gehts „in alle Betten". Man sieht, ein vielseitiger und für die körperliche Entwicklung der Buben vorteilhafter Tagesverlauf. Zu dessen Durchführung gibts reichlich und kräftig zu essen. Schon das erste und das zweite Frühstück sind so bemessen, daß auch die aufnahmefähigsten Bubenmägen voll befriedigt werden. Mittags erhalten die Jungens gute Suppen, ausreichende Fleisch- oder Fischspeisen, Kartoffeln, und vor allem viel Gemüse. Zum Nachmittagskaffee gibts wieder schön bestrichene Brote. Das Abendessen bringt ihnen entweder warme Kost oder belegte Brote. Außerdem erhalten die Jungens in ausreichenden Mengen Obstkost, so daß auch nach dieser Richtung hin allen Erfordernissen genügt wird. Welche Nahrungsmittelmengen für die täglichen Mahlzeiten der Kinder erforderlich sind, zeigt diese Uebersicht für einen Tag: Erstes Frühstück: 90 Brötchen zu je 50 Gramm, 4 Kilogramm Brot, 1/2 Kilogramm Butter, 4 Kilogramm Marmelade
so, daß ich Dank verdiene von denen, die nach mir kommen. ,
Das wären Gedanken, die sich denken ließen, fühlen ließen, in dem leichten Herbst jetzt. Wohl dem, der so lebt, daß er so denken darf.
findet.
Vom Morgen bis zum Abend sind die kleinen Feriengäste des Kinderheims Gießen ständig unter sorgsamster Betreuung durch die Pflegerinnen unter der Oberaufsicht des Verwalters Kloß. Sowohl bei den Mahlzeiten, als auch bei der Erfüllung der kleinen dienstlichen Pflichten im Interesse der Kameradengemeinschaft, beim Spiel und Sport, bei den Ausmärschen, bei den Heimnachmittagen und
erst studierte ich bei Jakobi, dann bei Kammersänger Gura, in Frankfurt bei Rottsieper, in München bei Professor Forchhammer. Meine Reifeprüfung als Sänger legte ich in Berlin ab. So gelang es mir nach siebenjährigem Studium als Tenor an das Stadttheater nach Gießen zu kommen. (Bild: Archiv des Stadttheaters.)
Stuben- und der Küchendienst zu versehen sind, also die Stuben saubergehalten werden, der Kaffee in der Küche geholt und das Geschirr dorthin zurückgebracht wird, versteht sich von selbst. Zu dem Pflichtenkreis gehört auch, daß sich jeder Junge an der Gestaltung von Heimnachmittaaen und -abenden beteiligt, den im Rahmen der HJ.-Arbeit gehaltenen Schulungen und Belehrungen beiwohnt, zur Förderung des gemeinsamen Besten nach Kräften beiträgt, kurzum allen kleinen und doch für die Gemeinschaft so wichtigen Pflichten pünktlich und mit
Oben links: Beim beliebten Bockspringen. — Oben rechts: Hin und wieder wird ein regelrechter Boxkampf eingelegt. Die Zuschauer sind mit größter Aufmerksamkeit dabei.— Unten links: Manche Stunde wird mit fröhlichen Gemeinschaftsspielen verbracht — Unten rechts: Nach vielen Leibesübungen schmecken der Nachmittagskaffee und dick- beftrichene Marmeladebrote besonders gut. — (Aufnahmen [4]: Neuner, Gießener Anzeiger.)
Oer neue Spieltenor des Stadttheaters
Jupp Müller, der neue Spieltenor des Stadttheaters, schreibt: Am 1. Oktober 1910 bin ich in Düsseldorf als Sohn des Oberinspektors M, ge
boren. Ich besuchte das Gymnasium in Münstereifel. Schon als Junge hatte ich starke Neigung zum Singen, und es war mein sehnlichster Wunsch, einmal Sänger zu werden, allerdings gegen den Willen meiner Eltern, die für meinen Gesang kein Verständnis hatten, da ihr Sohn die „solidere Laufbahn eines Juristen, Arztes oder Beamten hätte einschlagen sollen. Nach Beendigung meines Gymnasialstudiums fuhr ich, auf jegliche Hilfe meiner Eltern verzichtend, kurzerhand nach Berlin und hatte das Glück, gute Meister zu finden. Zu-
Leichter HerbO. >
von Felix Memkasten
„Es ist Sommer", sagen die Leute. In dem ewi- - gen Wandel und Wechsel des Lebens ist aber nie \ eiwas, es sei denn, daß just dieses Vorüberwandeln, das Hinübergehen, etwas sei. Des Sommers höchste Zeit ist uns bereits entglitten, das Grün hat nicht mehr die Frische des Heraufkommenden, es dunkelt nach. Dafür reifen die Früchte heran. Früchte und Blumen. „Leichter Herbst", ließe sich sagen. Erste Vorahnung vom Vorübersein einer schönen Zeit. Erste Mahnung, daß aus junges Werden und hohes Sein nun die Rechenschaft zu folgen habe. Die Frucht soll kommen, das Ergebnis, und nach ihr ist die völlige Ruhe erdient, erdient. Aber einstweilen gibt die Sonne noch volle Wärme her, die Pflanzen halten ihr Grün noch an sich, die Blumen sogar zeigen jetzt erst ihre schönste Pracht. Es ist das Mannesalter des Jahres, die beste Zeit der Kraft.
Eine leise Müdigkeit liegt über allem. Wir sind in der Natur, die uns umgibt, selbst ein Stück Natur. Es war schon bei den ältesten Völkern so, daß zwischen dem Leben des Menschen und dem Leben des Jahres ein Gleichklang erhört worden ist, eine Sehnlichkeit erkannt. Aehnlich dem jungen Jahre wächst der junge Mensch heran. Umhüllt und geborgen, noch nichts schaffend, nur alles erwartend und dob'ei insgeheim sich rüstend an Zeit und Kraft, so wachsen sie beide heran, das Jahr und der Mensch. Dann kommt das erste Erwachen zur Lust am Dasein, eine grüne, tolle, frohe Zeit, die eine «eit des Spiels zu sein scheint Und langsam wird die Zeit reifer und schwerer, es sind der frohen Tage^ nun soviel geworden, das Grün glänzt überall' Soll immer nur diese Fröhlichkeit herrschen? Soll darin alles gesagt fein? Aber das langweilt zuletzt, es hat keine Würde, des Lebens Sinn kann nicht erschöpft werden im bloßen Dasein der Tage. Und schon fallen die Schatten eines anderen Denkens herein Und dann sehnt sich der Mensch, reifer geworden, einen Sinn zu haben, eine Aufgabe.
Die Verbundenheit der vielen Jahre wird spürbar, die Verbundenheit mit Geschlechtern, die vor uns waren und ebenfalls gelebt haben von der bloßen Freude bis zum großen Vollbringen und Bemühen, und wir spüren, daß wir zu vieles von ibnen empfangen haben und daß mir das Em- tifonaene weiterzugeben haben an die, die nach uns kommen Die Welt soll gebaut werden, das ist der Sinn Die Jahre hatten ihr Werk an die Jahre
Zeitschriften.
— Unter das Motto Sachsen im Aufbau stellt Reichsstatthalter Mutschmann die Sachsen-Nummer der „Jllustr irten Zeitung Leipzig". Sachsen als dichtest besiedeltes Land Europas und industriereichster Gau des Reiches ist ein Musterbeispiel des Neuaufbaues im Dritten Reich geworden. In mehr als 20 reichbebilderten Artikeln werden die Wesensart des sächsischen Menschen, die Schönheit der sächsischen Landschaft, die Bedeutung der sächsischen Wirtschaft und der Reichtum der sächsischen Kultur geschildert. Besonders wirkungsvoll find vier fortlaufende Seiten mit farbigen Reproduktionen berühmter Gemälde aus sächsischen Museen. Besondere Beachtung verdient auch der wirtschaftliche Teil der Nummer, gibt er doch in seiner Vielgealt ein lebendiges Bild von der Bedeutung und dem Unternehmungsgeist der sächsischen Industrie.
— Was man von der großen Entrümpelung wissen muß, erläutert in einem knappen Ueberblick das neueste Heft der „S i r e n e", der illustrierten Zeitschrift des Reichsluftschutzbundes: Wie wird die Entrümpelungs-Aktion durchgeführt? — Soll man vorsortieren? — Was kostet das Entrümpeln!...; dies und andere Fragen werden hier beantwortet. Das Heft bringt außerdem viele aufschlußreiche Bilder-Aufsätze, z. B.: Beginn eines Fortsetzungs- Bildberichts um ein Dorf, das luftschutzbereit gemacht wird; Das neue Japan — zur Luft und zur See: Flugzeuge: Der Tank, der große Unbekannte des nächsten Krieges; Kampfstofferkrankungen unserer Hausttere u. v. a.
— Das große Herbstmodenhest der „Neuen M o d e n w e l t" (Verlag Ullstein, Berlin), verschafft jeder Frau den notwendigen Ueberblick über die neuen Linien und Farben. Es bringt rund 90 zum großen Teil bunte Modelle: Einfaches und Elegantes, Straßenanzüge und Abendkleider, viele schicke Mäntel, modische Kleinigkeiten und Handarbeiten. — Im literarischen Teil beginnt zugleich ein neuer Roman „Nina" von Elena Oriol. Zu dem Heft gehören außerdem eine Reihe praktischer Beilagen.
Ein Paradies der Ferienkinder
Besuch im Kinderheim Gießen.
Neben dem frohen Genuß ihrer Freizeit müssen die Jungens aber auch bestimmte kleine Pflichten erfüllen. So müssen sie beispielsweise morgens und nach der Mittagsbettruhe ihre Betten bauen. Ihre Spinde, deren jeder eines zur Verfügung hat, müssen stets in tadelloser Ordnung sein. Der Anzug muß sich ebenfalls in guter Ordnung befinden. Damit jeder Junge bis zu einem gewissen Grade sich auch einmal selbst zu helfen weiß, werden von Zeit zu Zeit abendliche Näh- und Flickstunden veranstaltet, bei denen die Jungens von chren Pflege-,,,.. --------- -- . -
rinnen lernen können, wie ein Knopf angenäht oder Heimabenden sind stets mehrere junge Pflegerinnen ein kleiner Riß im Zeug ausgebessert wird, in sorgsamster und anerkennenswerter Weise um täglich abwechselnd von einigen Jungen der l die kleine Gesellschaft bemüht. Dabei werden aber
oder Gelee, 20 Liter Milchkaffee halb und halb. — Zweites Frühstück: 4 Kilogramm Brot, v» Kilogramm Butter, IV2 Kilogramm Wurst oder 6 Kilogramm Tomaten oder Übst. — Mittagessen: 3f/- Kilogramm Fleisch, reichlich Suppe, viel Gemüse und Obst. — Nachmittagskaffee: 4 Kilogramm Brot, */2 Kilogramm Butter, 4 Kilogramm Marmelade oder Honig, 20 Liter Milchkaffee halb und halb. — Abendessen: 10 Kilogramm Brot, 2'/- Kilogramm Butter, 22V2 Liter Milch oder Kakao, 3 Kilogramm Wurst oder 6 Kilogramm Tomaten oder Radieschen.
Eine schöne Sitte herrscht bei den gemeinsamen Mahlzeiten insofern, als vor jedem Essen ein Tisch- pruch als Losung gegeben und ein kurzes gemein- ames Lied gesungen wird. Wer Gelegenheit hat, die blühenden Gesichter und die strahlenden 2hiaen der Buben zu sehen, wer Zeuge davon ist, welchen gesegneten Appetit sie bei der Mahlzeit entwickeln, in welch schönem kameradschaftlichen Geiste sich der „Vernichtungskrieg" gegen alles Eß- und Trinkbare vollzieht, wie musterhaft die Haus- und Tifch- ortmung gewahrt wird, der wird, ebenso wie wir, den Eindruck gewinnen, daß die Buben sich in diesem Ferienheim restlos glücklich und zufrieden fühlen.
bester Kraft entspricht.
An der körperlichen Ertüchtigung der Jungens wird durch Sport und Spiel täglich eifrig gearbeitet. Es werden natürlich keine Wettkämpfe veranstaltet, aber durch allerlei fröhliche Spiele, etwas Bodengnmnastik, Medizinball, Fußball, Keulenwurf ufw., auch durch Schwimmen und nicht zuletzt durch kleine Ausmärsche wird vieles getan, um einerseits bei den Jungens keine Langeweile aufkommen zu lassen, anderseits bei ihnen durch rege körperliche Betätigung im Freien die Kräfte des Körpers und der Seele zu entwickeln und zu stärken, gleichzeitig auch anregend für stets guten Appetit zu wirken. So ist es denn auch kein Wunder, daß diese Bubengemeinschaft zu den Mahlzeiten immer mit bestem Appetit antritt, der selbstverständlich in weitgehender Weise Befriedigung
Sinnvoller Schmuck für den Schiffenberg
Gegenwärtig ist der Kölner Kunstmaler Gräf damit beschäftigt, in fleißiger Arbeit die Wände des Speisezimmers im Komturgebäude des Schiffenbergs zu schmücken. Der Künstler hat — wie wir gestern bereits berichteten — im Zeitraum von etwa acht Tagen die Wände des Zimmers unmittelbar über dem Holzgetäfel mit prächtigen Wappen bemalt, die in fein abgestimmten, doch lebhaft bunten Pastell- Farben gehalten sind. Bei den Wappen handelt es sich um die Geschlechterzeichen ehemaliger Komture des Deutschherrenordens, dem der Schiffenberg in der Zeit von 1323 bis 1809 gehörte. Das Wappen links ist das derer von Brandt, das Wappen in der Mitte das des Grafen Diemar, rechts das derer von Dönhoff. Das nebenstehende Bild zeigt den ausführenden Künstler (links) im Gespräch mit dem Pächter der Domäne Schiffenberg. — (Aufnahmen: Neuner, Gießener Anzeiger.)
weitergegeben und Flüsse, Seen, Meere und Gebirge geschaffen und sind ans Ende des Werkes noch nicht gelangt und sind fleißig wie je zuvor. Der Mensch aber ist ebenfalls geformt aus dem Leben seiner Vorfahren und bildet und wände t und formt und schafft wie sie. Er nennt fein Bauwerk Geschichte. In der kurzen Frist des Lebens kann ein Einzelner wenig tun vollenden rann er nichts aber er kann mittun und fortsetzen und bessern und beitragen. Der Mensch ist etwas Gewordenes, der Mensch lernt eines Tages sehen, daß er aeworden ist, und von da an entrinnt er nicht mehr.
Teil tun. Den Rest Überläßt er enen, die nach ihm Baumeister — oder tZaullem sein werden. Aus Jahren werden die Jahrhunderte und ^arnit Zeit", aus den Geschlechtern der Lebenden wird" das Volk und seine Geschichte Ohnedem hätte die Zeit keinen Sinn, ohnedem hatte der Mensch keinen Sinn.
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begriffen hat, daß er Frucht rrag^.^ hergebracht haben soll, der f 0 f Abgang des
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- eingegangen, aver ^m Schuldner geblieben. Ich > ich oergolten. berer, die vor mir waren
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lieber den Ludwigsplatz in Gießen pilgert eine Kolonne von Buben. Atter etwa von 9 bis 14 Jahren. Jeder trägt sein kleines Gepäck mit sich. Sie marschieren die Licher Straße hinauf. Man sieht es ihnen an, daß sie eine Gruppe von Ferien- lindern darstellen. Und man irrt sich nicht, wenn man das Ziel ihres Weges in dem Kinderheim des Landes-Alters- und Pflegeheims Gießen vermutet. Am gestrigen Freitagnachmittag finden wir diese Annahme bestätigt. Wir begegnen den Buben bei einem Besuche, den wir dieser Heimstätte für die Heranwachsende Jugend und für hilfsbedürftige alte Leute abstatten.
Wir kommen um die Kaffeezeit in das Kinderheim. 45 Buben haben dort gegenwärtig ihren Ferienaufenthalt. Die größte Anzahl der Jungens stammt aus Berlin, die übrigen haben ihr Elternhaus in Frankfurt a. M. oder auf dem Westerwald. Es ist also eine bunt zusammengewürfelte Gesellschaft von Buden, die dort in schönster Harmonie ihre Ferienzeit verbringt. Daß sie diese köstliche Zeit genießen können, verdanken sie zunächst der N S. - D v l k s w v h l- fahrt, dann, aber auch der ausgezeichneten Pflege in dem Kinderheim unter der Oberaufsicht von Verwalter Kloß. Die NSV. liefert für den Ferienaufenhalt die „Munition" in Gestalt der Geldmittel, die Leitung des Kinderheims fetzt die Moneten um in allerlei nahrhafte Sachen, die bei dem gesegneten Appetit der Buben radikal vertilgt merben. Wir sehen bei unserem Besuche als Beobachter des gemeinsamen Kaffeetrinkens der Jungens, daß keiner sich vor einem tüchtigen Teller voll Brote und vor der dazu gehörigen Anzahl Taffen Milchkaffee fürchtet. Der gut bestellte Tisch, für den die aufsichtführenden Pflegerinnen umsichtig
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