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kantabrischen Erzbergbaues oben schon erwähnt, am 24. August genommen wurde. Nach der Ein­nahme Santanders befindet sich nun die ganze Nordküste Spaniens im Besitze Francos mit einzi­ger Ausnahme eines kleinen Streifens in der alt- fpanifcken Provinz Asturien, einem ungemein malerischen, von tiefen Fjorden eingeschnittenen Küstenstreifen, dessen wildzerrissene, schluchtenreiche Gebirgszüge an der Grenze der Provinzen Asturien und Santander die Hohe von 2600 Meter über­schreiten und daher militärischen Operationen na­mentlich in vorgerückter Jahreszeit erhebliche Schwierigkeiten bereiten dürften. Die Hauptstadt Asturiens, das kleine Oviedo, dessen wuchtige Kathedrale und finstere Adelspaläste von längst vergangener Größe zeigen, verteidigt sich ähnlich wie der Alkazar von Toledo seit langem mit gro­ßem Mut erfolgreich gegen rote Belagerer, wäh­rend die Hafenstadt Gijon im Besitz der Bolsche­wisten ist. Es wird vermutlich das Bestreben Fran­cos sein, nach der Einnahme Santanders nun auch hier mit den Resten der bolschewistischen Herrschaft aufzuräumen und das tapfere Oviedo zu entsetzen, um dann den Rücken frei zu haben und alle Kräfte, auch die der Flotte, an den andern Fronten ein­setzen zu können. Wo das geschehen wird, läßt sich im Augenblick noch nicht erkennen. Ein Druck auf die Aragonfront bei Huesca könnte unter Umstän­den die Bolschewistenherrschast in Barcelona ins Wanken bringen, andererseits ist dies sicher das schwerste Stück der Arbeit, die Franco noch bevor­steht, da, wie schon gesagt, hier sich die Bolsche­wisten auf separatistische Strömungen in der kata­lanischen Bevölkerung stützen können. Eine andere Möglichkeit besteht in der Trennung Barcelonas von den Machthabern in Valencia durch einen Vor­stoß bei Teruel, wo die nationalen Linien nicht mehr allzuweit von der Küste entfernt sind (etwa 120 Kilometer). Eine Offensive vor Madrid würde zweifellos erheblicher Anstrengungen und eines be- trächtlichen Aufwands an Kriegsmaterial bedürfen, da hier die Bolschewisten natürlich ihre Verhältnis- mäßig besten Leute versammelt haben und Moskau sicher alles tun würde, um durch Nachschub von Waffen, Munition und Truppen die moralische Schlappe eines Verlustes der Hauptstadt auf alle Fälle zu vermeiden. Im Süden an der andalusischen Front könnte eine Offensive die kriegswirtschaftlich bedeutsamen Häfen von Almeria, Mittelpunkt des südspanischen Erzbergbaus, und Cartagena, wichtig­ster Flottenstützpunkt an der spanischen Mittelmeer­küste in Francos Besitz bringen. Man sieht, es gibt die verschiedensten Möglichkeiten und eine Reihe lohnender Ziele für die weiteren militärischen Ope­rationen der nationalspanischen Armeen.

Daß die Eroberung Santanders besonders i n Italien große Beachtung gesunden hat und nach Zeitungsberichten aus Rom dort und in vielen andern Städten des Landes mit Umzügen und Flaggenhissen jubelnd gefeiert worden ist, nimmt nicht wunder, wenn man erfährt, daß italienische Freiwillige an der Eroberung Santanders nicht un­wesentlich beteiligt waren und von General Franco der Ehre würdig befunden wurden, als erste in die befreite Stadt einxurürfen. Es ist begreiflich, daß man in Italien diesen Anteil der faschistischen Legio­nen an der Eroberung Santanders besonders her­vorhebt, nachdem britische 3eitungen vor nicht sehr langer Zeit das Wirken der italienischen Frei­willigen auf dem spanischen Kriegsschauplatz in un­gebührlichster Weise geschmäht und herabgesetzt hatten, was in Rom mit vollem Recht sehr übel vermerkt worden war. Die so in der römischen Presse zum Ausdruck kommende freimütige Be­tonung der tätigen Anteilnahme Italiens an dem Schicksal Spaniens in seinem Lebenskampf gegen den Bolschewismus unterstreicht auch noch einmal mit aller Entschiedenheit den bemerkenswerten Satz aus der Rede Mussolinis nach Beendigung der Landungsmanöoer auf Sizilien:Obwohl nur im Vorbeigehen, so sei es doch aufs kategorischste ge­sagt, daß wir im Mittelmeer den Bolsche­wismus aber irgend etwas Aehnliches nicht dulden werden!" Damit weiß nun auch Eng­land genau, woran es ist, wenn dieser Punkt in den bevorstehenden Besprechungen mit Rom über das beiderseitige Verhältnis im Mittelmeer zur Sprache kommt. War es früher England, das wäh­rend der letzten zwei Jahrhunderte stets alles dar­angesetzt hat, um zu verhindern, daß eine russische Flotte einmal aus dem Schwarzen Meer den Weg frei finden könnte ins Mittelmeer, so ist es heute Italien, das die Festsetzung des Bolschewismus an den Küsten des Mittelmeeres nicht dulden wird. Die dreiste Durchbrechung des Nichteinmischungs­abkommens durch Moskau, das die von ihm oder dem Valencia-Ausschuß gecharterten Schiffe zum Transport von Truppen, Waffen und Munition, zum Teil sogar anscheinend unter gröblichem Miß­brauch der britischen Handelsflagge wozu ihm die seltsam laschen britischen Gesetze bisher bequeme Handhabe gaben, durch die Dardanellen und das Mittelmeer zu den rotspanischen Häfen ungeniert einsetzt, ist schon eine harte Geduldsprobe für die italienische Regierung und sollte in London doch zu der Ueberlegung Anlaß geben, daß die Freiheit des Waffenhandels, der hier offenbar noch nicht ein­mal in allen Fällen England selbst zugute kommt, dort ihre Grenze finden muß, wo das Interesse aller Friede und Ordnung liebenden Völker auf eine Beendigung des bolschewistischen Greuelregi- ments in Spanien und eine Rückführung Spaniens in den Kreis der abendländischen Kultur gerichtet sein müßte. Dr. Fr. W. Lange.

Belgische Gäste der Lustwaffe.

Berlin, 27. Aug. (DNB.) Auf Einladung des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehls­habers der Luftwaffe, Generaloberst Göring, ist in diesen Tagen der Chef der Königlich-Belgischen Luftverteidigung, Generalleutnant D u v i o i e r, Gast der deutschen Luftwaffe. Generalleutnant Duvivier erwidert damit den Besuch des Staats­sekretärs der Luftfahrt, General der Flieger Milch, den dieser der belgischen Luftwaffe in Brüssel abgestattet hat. In Begleitung von General­leutnant Duvivier befindet sich der Chef der König­lich-Belgischen Militärluftfahrt, General I s e r e n t e n t. Die Gäste trafen auf dem Flugplatz Staaten ein, wo sie von Generalleutnant von Witzen­dorff begrüßt wurden. Nach Besuchen bei dem Reichskriegsminister und dem Reichsluftfahrtmini­sterium, wo die belgischen Ossiziere von General Milch empfangen wurden, galt die erste Besichti­gung dem Jagdgeschwader Richthofen in Döberitz. Den beiden belgischen Generälen wurden die Tradi­tionsbänder des Geschwaders überreicht. Die belgi­schen Ossiziere legten am Ehre nmal einen Kranz mit den Farben Belgiens nieder. Be­sichtigungen der Luftkriegsschule, der Luftkriegs­akademie und der Lufttechnischen Akademie in Gatow, der Flakabteilungen in Lankwitz und Bran­denburg, einer Fliegerersatzabteilung und einer Fliegerschule vermittelten ein Bild von dem Auf­

bauwerk in der deutschen Luftwaffe. Ein Besuch des Henschel-Flugzeugwerkes rundete das Bild ab. Eingefügt wurde ferner eine Besichtigung des Ar­beitslagers Ruhnsdorf. Der belgische Gesandte gab ein Esten, an dem neben Generalfeldmarschall von Blomberg, General Milch und anderen Offi­zieren der Luftwaffe Botschaftsrat Fürst Bismarck u. a. teilnahmen. Als Abschluß des Besuches fand ein kameradschaftliches Zusammensein im Hause der Flieger statt.

KvF."-Hote<s bei den Ordensburgen.

Köln, 27. Aug. (DNB.) Reichsorganisations­leiter Dr. Ley nahm in Köln die Ausmusterung der Führeranwärter für die Ordensburgen aus den

Lübeck, 27. Aug. (DNB.) Der diesjährige Elbe- chiffahrtstag in Lübeck steht im Zeichen des für 1938 vorgesehenen Anschlusses des Mittel­landkanals an die Elbe und beschäftigt sich mit dem Ausbau der Elbe zum Großschiffahrtsweg. Wird doch die Elbe in dem ab 1938 dicht geschlosse­nen deutschen Wasserftraßennetz die Nord-Süd-Achse bilden, die die Verbindung zwischen dem größten deutschen Hafen Hamburg und dem Hafen Lübeck herstellt. Nach einleitenden Worten von Dberbür- jermeifter Dr. Drechsler (Lübeck) und des Prä- identen des Zentraloereins für deutsche Sinnen» chiffahrt und Leiters der Reichsverkehrsgruppe Binnenschiffahrt, Dr. Welker (Duisburg), ent­wickelte Staatssekretär Königs in großen Zü­gen ein umfassendes Bild von der deutschen Was- erstrahenpolitik und den Zusammenhängen zwischen Elbe und Mittellandkanal. Der Staatssekretär er­innerte an die Aufhebung der internatio­nalen Stromakte und wies auf das neue Strom-Regime hin, das unter der Voraussetzung entsprechender Gegenseitigkeit keinen Unterschied in der Behandlung deutscher und fremder Schiffe vor- ehe, was auch für die Frage der Schiffahrtsab­gaben gelte. Die Staaten, die mit Deutschland an den Segnungen der großen Pläne Teil hätten, brauchten keine Garanten dafür, daß die deutsche Regierung der Verpflichtung zur Erhaltung der Ströme und zur Gewährung der Freiheit der Schiffahrt nachkomme. Deutschland sei immer be­reitwillig genug gewesen, der Tschechoslowa- fei für den Ausbau der Elbe und die Förderung der Elbeschiffahrt seine Erfahrungen zur Verfügung $u stellen und Lösungen zu suchen, die der beiber» eitigen Schiffahrt, die nicht an den Landesgrenzen Halt machen könne, die höchsten Entwicklungsmög­lichkeiten sicherten. Die Leistungsfähigkeit der Elbe oll durch Regulierungsmaßnahmen und Bereitstel­lung von Zuschußwasser soweit gesteigert werden, daß das Regelschiff des Elbeverkehrs, der 700-Ton- nenkahn, der bei vollbeladenem Zustand einen Tief­gang von 1,75 Meter hat, auch in den trockensten

Rom, 27. Aug. (DNB.) Der spanische Staats­chef, General Franco, hat an Mussolini ein Telegramm gerichtet, in dem es u. a. heißt:Im Augenblick des Einzuges der tapferen Le­gionäre in Santander, die in brüderlicher Kameradschaft mit den nationalen Truppen für die Kultur des Abendlandes und gegen die bolschewistische Barbarei einen der größ­ten Siege dieses Krieges errungen haben, ist es mir ein Bedürfnis, meine aufrichtige Bewun­derung für den Mut und die Geschicklichkeit zum Ausdruck zu bringen, mit der diese Verbände den Vormarsch durchgeführt haben." Der Duce hat auf dieses Telegramm geantwortet:Ich bin besonders erfreut, daß di e Truppen der italieni­schen Legionäre während zehn Tage harter Kämpfe einen bedeutenden Beitrag z u dem Siege von Santander geliefert haben und daß dieser Beitrag heute in Ihrem Telegramm seine Anerkennung findet."

Mussolini erhielt ferner ein Telegramm des Be­fehlshabers der italienischen Freiwilligen in Spa­nien, in dem es heißt, alle Legionäre seien stolz, die Ideale des Vaterlandes nach Spa­nien gebracht und dort im Namen und zum größeren Ruhm des faschistischen Italiens und im Namen des Kaisers und Königs und des Duce g e - kämpft und gesiegt zu haben. In seiner Antwort sprach Mussolini feine vollste Anerkennung für die Leistungen der Freiwilligen aus und er­klärte, Italien sei stolz auf feine Spa­nienkämpfer. Außerdem erhielt der Duce vom Befehlshaber der Schwarzhemden, General T e - ruzzi ein Telegramm, in dem es heißt, alle Schwarzhemden hätten in heldenmütigster Weise ihre Pflicht erfüllt und den Befehl ihres Duce ausgeführt.

Nach einer Meldung der Agentur Stefani haben die italienischen Freiwilligen in den Kämpfen, die zur Einnahme von Santander führ­ten, nach den bisherigen Feststellungen vom 14. bis 23. August folgende Verluste erlitten: gefallen 16 Offiziere und 325 Mann; verwundet: 60 Offi­ziere und 1616 Mann.

Santanders Leidenszeit.

Grauenhafte Mordtaten desBolschewisrnus

Santander, 27. Aug. (DNB.) Heber die Leiden der Bevölkerung der Provinz Santander unter der 13 Monate währenden Schreckensherr­schaft der Bolschewisten werden jetzt erschütternde Einzelheiten bekannt. Die Zahl der unter dem Sow­jetregimezum Tode verurteilten" und von der Kommune ermordeten Einwohner beträgt für die genannte Zeit in Santander, Stadt und Provinz, insgesamt 9 0 00. Viele von ihnen sind an Händen und Füßen gefesselt in die Bucht von Santander geworfen worden. Allein in der Nähe des Leuchtturmes liegen nach Aussagen eines Einheimischen, der den Mordszenen selbst bei« gewohnt hat, ungefähr 500 Leichen auf dem Mee­resgründe. Am 27. Dezember v. I. wurden 150 nationalgesinnte Einwohner aus den Gefängnissen geholt und mit Maschinengewehren und H a n b g r a n a t e n e r m o r b e t. Die Opfer sol­len sämtlich gefaßt in ben Tob gegangen fein unb fterbenb ein nationales Lieb gesungen haben, bas einer unter ihnen erst wenige Stunden vor dem Blutbad komponiert hatte.

Die Ernährung der Bevölkerung bestand seit Monaten in der Hauptsache aus Reis. Viele Wochen

westdeutschen Gauen vor. Weiterhin gab der Reichs­organisationsleiter Öen Plan bekannt, in der Nähe der Ordensburgen Hotels für dieK d F." - Urlauber zu errichten, die jeweils 2000 Betten enthalten sollen. Jedes Jahr sollen deut­sche Arbeiter einmal in der Lage fein, einen Ein­blick in das Leben der Ordensburgen zu gewinnen und einen Begriff von der harten Schule des Füh­rernachwuchses zu bekommen. Diese Maßnahme trage auch der Tatsache Rechnung, daß in den Schulungssälen der Ordensburgen, in denen die weltanschauliche Schulung durchgeführt wird, unmöglich gesellschaftliche Veran­staltungen ftattfinben können.

Elbeschiffahrt und Mittellandkanal.

Dem mitteldeutschen Wirtschaftsgebiet wird der Weg zur Elbe erschlossen.

Franko an Mussolini.

Oer Anteil der italienischen Legionäre am Sieg von Gantander.

Zeiten zu 70 v. H. bis 75 v. H. ablaben kann. Ge­genüber weitergehenben Wünschen bat Staats­sekretär König zu bedenken, daß es sich bei diesem Bauziel um das Aeußerste dessen handele, was die Ingenieure der Natur für die Verbesserung der Elbe abzuringen hofften. Die Kanalisierung der Saale schreite fort, und der Elster-Saale-Kanal werde der Elbeschiffahrt ben Weg nach Leipzig öff­nen. Alle biefe Bauten würben mit allen Mitteln gefördert und jedes Jahr ein fühlbare Verbesserung bringen. Der Mittellandkanal öffne der mitteldeutschen Wirtschaft über die Elbe ben Weg bis nach Prag. Dor allem aber weise er der mit­teldeutschen Wirtschaft einen billigen unb günstigen Frachtwea zur Ostsee. Die Erkenntnis, baß wir in ber Ostsee neue Hanbelspositionen zu erwer­ben hätten, sei erst in den Jahren der national­sozialistischen Regierung wieder entdeckt worden. Der Redner gab auch der Heberzeugung Ausdruck, daß der Mittellandkanal bei seiner vollen Inbe­triebnahme als ein wertvoller Zuwachs für die Abwicklung des Verkehrs aus dem Ruhrgebiet und auch aus dem braunschweig-hannoverschen Erz­gebiet empfunben werden wird. Staatssekretär Kö­nig erklärte, daß er an dem Schleppmonopol auf den westdeutschen Kanälen festhalte. Wir können auf dem verhältnismäßig engen Kanal die höchste Leistung nur bann herausholen, wenn wir ben Schleppbetrieb in staatlicher Hanb behalten unb durch hochgezüchtete Schleppkraft eine gleichmäßig hohe Mindestgeschwindigkeit der Schleppzüge sicher­stellen. Der Hafen von Lübeck sei am 1. April preußischer Kommunalhafen geworden. Mit dem Hinzutreten der Finanzkraft Preußens werde es möglich werden, ihn in einer Form a u s- 3 u ba u e n , wie es dem Anschluß der Elbe an das westliche Wasserstraßennetz und den zukünftigen Aufgaben Lübecks im Hanbel ber Ostsee entspricht. Damit schließe sich bann auch ber Ring, ber Mit- teldeutschlanb über den Mittellandkanal unb die Elbe mit ber Ostsee verklammere.

hindurch gab es weder Milch noch Fleisch noch Brot, obwohl Santander eine der land­wirtschaftlich reichsten Provinzen Spaniens ist. Die Bevölkerung Santanders hat sich während der gan­zen Zeit nie zum Bolschewismus bekannt. Die von ben Bolschewisten herausgegebenen Geldscbeine wurden von den Geschäftsleuten trotz der dafür an- gedrohten Strafen fast nirgends in Zah­lunggenommen An Stelle des Geldverkehrs war eine Art Tauschhandel getreten. Die we­nigen landwirtschaftlichen Erzeugnisse wurden von den Bauern meistens gegen Gebrauchs­artikel e i n g e t a u f d) t. So wurden z. B. für drei Eier ein Paar Bastschuhe geboten.

Leber 40000 Gefangene.

WeiteresBorrücken der nationalenTrupPen.

Salamanca, 28. Aug. (DNB.) Der natio­nalspanische Heeresbericht meldet, daß an der San­tander-Front im östlichen Abschnitt die natio­nalen Truppen Santon a besetzt haben, wo sich elf feindliche Bataillone ergaben. Im westlichen Abschnitt wurde die Linie von Trasie. ra er­reicht und vier Höhen, ferner die englische Grube und der Ort A y u e l a im Norden von Cabezon be la Sal besetzt Die Materialbeute erhöht sich fortgesetzt. Die Zahl ber Gefangenen be­trägt in ben verschiebenen Zonen über 40 000. Unter dem erbeuteten Material befinden sich auch Munitionslager. Auf dem Flughafen von Albericia sind 30 Flugzeugmotoren gefun­den worden. Die Verbindungen zwischen Santan­der und Bilbao sind wieberhergestellt.

An ber A r a g o n - F r o n t übt ber Gegner wei­terhin einen Druck auf unsere Stellungen aus; seine Angriffe würben aber sämtlich zurückgeschlagen, wo­bei er starke Verluste erlitt. Die von den bolschewi­stischen Sendern verbreiteten Nachrichten, wonach die Marxisten angeblich unmittelbar vor Saragossa ständen, sind vollkommen falsch. Wo der Feind in unsere Linien eingebrochen war, wurde er wieder vertrieben. An der Soria-Front griff der Gegner die von uns in den letzten Tagen er­oberten Stellungen an und wurde zurückgeschlagen. Don Madrid machte der Gegner einen Ä n - griffsversuch im Abschnitt des Westparks, wurde aber zurückgeschlagen unb erlitt starke Verluste.

Sowsttflieaer setzen ihre Provokationen fort.

Wieder zwei britische Schiffe angegriffen.

London, 27. Aug. (DNB.) Nach einer Reu- termelbung aus St. Jean be Luz sollen zwei weitere englische Dampfer, dieMa­rian Moeller" und berAfrican Traber" bei Ver­lassen des noch im Besitz der Bolschewisten befind­lichen Hafens von Gijon mit Bomben be­worfen sein. Man glaubt, daß eines der Schiffe ein Leck erhalten habe. Das englische Kriegsschiff Forefight" fei zu Hilfe geeilt. Die britische Admi­ralität teilt mit, daß auf denAfrican Traber" zwischen Gijon unb Bordeaux Bomben abgeworfen worden seien. Das Schiff sei leck ge­worden. Weder dieMarian Moeller" noch der African Trader" stehen auf der Lloyds-Liste. Mit diesen neuen Angriffen wächst die Zahl der zwei­felsfrei von den Bolschewisten angegriffenen Han­delsschiffe in diesem Monat auf 15.

Ein aus Katalonien in Salamanca eingetroffe- ner Flüchtling hat Beweise dafür mitgebracht, daß bolschewistische Flugzeuge, mit na- tionalspanischen Abzeichen versehen, ausländische Schiffe bombardieren, um den Ein­druck zu erwecken, als handele es sich um Heber- griffe nationaler Flieger. Er berichtet, daß er auf dem Flugplatz ber Bolschewisten in Reus zwei Flugzeuge mit ben Abzeichen natio­naler Apparate landen sah und daß diese Abzeichen unmittelbar nach der Landung ent­fernt und wieder übermalt wurden. Diese Methoden der Bolschewisten, einen internationalen Konflikt auf Kosten Francos heraufzubeschwören, sind auch von anderen kürzlich aus sowjetspanischem Gebiet eingetroffenen Flüchtlingen bestätigt wor­den.

Das Stuttgarter Treffen der Ausländsdeutschen.

Die Tage von Stuttgart, da über 10 000 AuS landsdeutsche aus aller Welt in dieserStadt der Ausländsdeutschen" ein machtvolles Bekenntnis zur Heimat, zum Deutschland Adolf Hitlers oblegen werden, lenken erneut unsere Aufmerksamkeit auf die große Gliederung der Partei, der die Be­treuung der Reichsdeutschen im Ausland obliegt: die Auslandsorganifation der NSDAP.

Wenn wir uns die Leistungen vor Augen halten, welche die Auslandsorganisation unter der tatkräf­tigen Führung ihres Gauleiters Bohle, der selbst Auslandsdeutscher ist, bereits 3U verzeichnen hat, dann denken wir unwillkürlich daran, wie zersplit­tert und zerklüftet früher die Reichsdeutschen im Ausland gewesen find. Gewiß, es gab eine Reihe von Verbänden und Vereinen, welche es sich zum Ziel gesetzt hatten, die Deutschen politisch und kul­turell zu betreuen, aber es fehlte allen diesen Or­ganisationen die einheitliche Zielsetzung und Marschrichtung, wobei jedoch festgestellt sei, daß die Schuld daran nicht so sehr die Aus­ländsdeutschen traf, sondern die Heimat, deren füh­rende Männer es nicht immer verstanden haben, Brücken von der Heimat zu den Deutschen in ber Welt zu schlagen.

Pioniere des Deutschtums legten bereits mehrere Jahre vor ber Machtübernahme den Grundstein zur Schaffung der Auslandsorganisation ber NSDAP., welche im Jahre 1931 ins Leben ge­rufen wurde. Ziel und Aufgabe dieses jüngsten Gaues ber Bewegung ist es, die Deutschen in aller Welt, wohl gemerkt, nur bie Reichsdeutschen (nicht die Volksdeutschen, welche zwar deutscher Sprache und deutscher Abstammung sind, aber eine fremde Staatsangehörigkeit besitzen) politisch, gei­stig und kulturell zu betreuen unb bafür Sorge zu tragen, daß bie Verbindung mit der Heimat fest und eng wird, weil nur aus dieser engen unb vom Geist des Nationalsozialismus getragenen Zusam- menarbeit ein erfolgreiches Wirken gewährleistet ist.

Wir erwähnten bereits, baß in bie Auslanbs- organifation der NSDAP, nur Reichsdeutsche auf­genommen werben können. Aus dieser Zielsetzung heraus sind auch bie zehn Gesetze der Auslands­organisation zu verstehen, aus denen klar unb ein­deutig hervorgeht, daß es niemals, wie man leider noch immer in einer gewissen Auslandspresie lesen kann, Aufgabe der Auslandsorganifation fern kann, sich irgendwie in die inneren Verhält­nisse des Landes einzurnifchen, in dem sie arbei­ten. Das erste Gesetz lautet:Befolge bie Gesetze bes Lanbes, dessen Gast du bist", bas zweite:Die Politik deines Gastlandes lassen dessen Bewohner machen. Dich geht die innere Politik eines fremden Landes nichts an. Mische d i ch nicht in diese, auch nicht gesprächsweise!" In diesen Punkten heißt es dann weiter:Bekenne dich stets und überall als Parteigenosse, mache dem neuen Deutschland Ehre, sieh in jedem Deutschen draußen deinen Volks­genossen und hilf ihm, sei nicht nur Mitglied, son­dern auch Mitkämpfer, schließe dich deinen Partei­genossen an!"

Wenige Jahre zielbewußter und einsatzbereiter Arbeit haben genügt, um die Reichsdeutschen im Ausland zu einem festen und geschlossenen Block zusammenzuschmieden. Mit heißem Herzen verfolgen sie den Wiederaufstieg ihrer Heimat, alle Kräfte setzen sie daran, um auch ihrerseits mitzuwirken an dem Erstarken des Vaterlandes. Bei den Wahlen und Volksabstimmungen bekennt sich das Aus- landsdeutschtum hundertprozentig zum Führer, und bie großen Feiertage ber Nation, wie beispiels­weise der 1. Mai, sehen in allen Ländern, in denen Reichsdeutsche wohnen, diese zu eindrucksvollen Kundgebungen vereint. Wir finden unter den Aus­ländsdeutschen genau so bie Deutsche Arbeitsfront, die NSV., das Winterhilfswerk usw., wie es in der Heimat der Fall ist, Zielsetzung und Marschrichtung sind die gleichen. Daß die Äuslandsorganisation be­reits in mehr als einem Falle in besonders schwie­rigen Lagen sich als wirkungsvoller unb erfolg- reifer Helfer ber Ausländsdeutschen gezeigt hat, wird von neuem durch die Entwicklung in China gezeigt, wo alle Maßnahmen getroffen sind, um den dort wohnenden Deutschen zu helfen, Frauen und Kinder aus dem Kampfplatz Schanghai abzube­fördern usw.

Dieses erfolgreiche Arbeiten der Auslandorgani­sation hatte zur Folge, daß der Führer am 30. Ja­nuar dieses Jahres Gauleiter Boyle zum Chef der Auslandorganisation im Auswär­tigen Amt ernannte, damit klar unb einbeutig zum Ausbruck bringenb, daß die Arbeit der Aus­landorganisation ihre staatliche Verankerung ge­funden hat. Es ist für uns seit langen Jahren eine Selbstverständlichkeit, daß Staat und Partei gleich­berechtigt und nebeneinander stehen. Diese Er­kenntnis hat sich leider noch nicht überall im Aus­land durchzusetzen vermocht, wo man zwar die diplomatischen Vertretungen des Reiches als etwas Gegebenes betrachtet, aber der Meinung ist, daß die Auslandorganisation als Gliederung ber Partei kei­nerlei Anspruch barauf erheben dürfe, als Vertre­tung der Reichsdeutschen angesehen zu werden. Ja diese Ablehnung der Auslandorganisation geht viel­fach so weit, daß man sie ber Spionage unb ähn­licher Machenschaften beschulbiat, hat boch auch so­eben erst Winston Churchill betont, baß die Aus- landorganisation in England bas Weltreichunter- wühle . Daß bies nichts anderes als eine üble Verleumdung darstellt, wird zur Genüge durch die zehn Gesetze der Auslandorganisation entkräftet, deren wichtigste wir bereits oben angeführt haben.

Wir müssen mit allem Nachdruck darauf Hinwei­sen, daß die Auslandorganisation ber NSDAP, genau so als repräsentative Vertretung bes beut- scheu Volkes anzusehen ist wie bie Staatsbehörben, unsere diplomatischen Vertretungen. Schon aus bie- sen Erwägungen heraus ist auch bas Verbot ber Auslanborganisation in gewissen ßänbern völlig un- gerechtfertigt. Die Tage von Stuttgart werden aller Welt erneut klar und eindringlich vor Augen füh-