175 Drittes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Zwanzig Merkregeln für die Pilzzeit
Nlm.
iin Alltäglichkeit. Oft genug tritt er dort plötz-
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veritW) Ws solcher Grundsätze hat es der tote Punkt öein?„ fcols schwer genug, sein Feld zu behaupten.
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30. Juli,
Wttd-Ü sm MMchesters Berlin, Bayerin,, das musika- Appell statt, an dem der Bannführer teilnimmt.
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Marine-Gefolgschaft 1/116.
Der nächste Dienst findet am Freitag, 20 Uhr, auf dem Oswaldsgarten statt.
Betr.: Schaukästen.
Unter dem Motto: „Hier waren wir" Schaukästen der Einheiten ab sofort mit
s jwJ!" sagte der junge Spatz sehr schrill. „Piep! Und hüpfte ängstlich flatternd fort.
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xll — das meine ich!"
i eine Minute lang geschah gar nichts. Der r^atz saß auf den Steinen und sagte oura?-
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lische Unikum, der Berliner Pianist Gustav Beck, das sind die Namen, die einen Erfolg des Abends gewährleisten. Der Bunte Abend beginnt um 20 Uhr und endet um 22 Uhr.
Hitler-Jugend Bann 116 Gießen.
Vetr.: Gefolgschaften 11/116 und 12/116.
Die Beurlaubung der Gefolgschaften 11 und 12/116 wird mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Für beide Einheiten findet am 2. August ein
Er findet für beide Gefolgschaften in Hungen auf dem neuen Marktplatz um 20.30 Uhr statt. Alle Zeltlagerteilnehmer sind bis zu diesem Zeitpunkt zu erledigen.
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Erster Flug ins Leben
Don Peter Mattheus.
hatte ich bemerkt, daß der Alte mich sehr scharf anblickte, auch wohl, wenn ich vorüber war, stehen blieb und mir nachschaute: indes war mir das nicht auffallend, weil mir dergleichen wohl schon begegnet ist.
Nun aber trat ich einmal auf einem Spaziergang
etwas zur Seite, um, ich weiß nicht was, genauer anzusehen. Da kam der Alte freundlich auf mich zu, entblößte das Haupt ein wenig, was ich natürlich anständig erwiderte, und redete mich folgendermaßen an: „Nicht wahr, Sie nennen sich Herr von Goethe?" — „Schon recht." — „Aus Weimar?" — „Schon recht." — „Nicht wahr, Sie haben Bücher geschrieben?" — „Oh, ja." — „Und Verse gemacht?" — „Auch." — „Es soll sehr schön sein." — „Hm!" — „Haben Sie denn viel geschrieben?" — „Hm, es mag so angehen." — „Ist das Versemachen schwer?" — „Soso." — „Es kommt wohl halt auf die Laune an und ob man gut gegessen und getrunken hat?" — „Es ist mir fast so vorgekommen." — „Na, schaun's, da sollten Sie nicht in Weimar sitzen bleiben, sondern halt nach Wien kommen." — „Hab' auch schon d'ran gedacht." — „Na, schaun's, in Wien ist's gut, da wird gut ge- ^etrunken." — „Hm!" — „Und man
)lung stehen, Bl 's Försters Bel' i wurde, weil tt und weil er Ni rfahren vor
L braucht nicht nur an bestimmte langwierige •lUt rfio.blungen oder diplomatische Bemühungen zu Mr Zwar macht er sich dort mit Vorliebe be- fe r, aber er hat auch sein Feld in der altge-
„Aber sagen's mir doch, was haben's denn geschrieben?" — „Mancherlei, von Adam bis Napoleon. Vom Ararat bis zum Blocksberg, von der Ceder bis zum Brombeerstrauch!" — „Es soll halt berühmt sein?" — „Hm, leidlich." — „Schad', daß ich nichts von Ihnen gelesen und auch früher nichts von Ihnen gehört hab'." — „Sind schon neue verbesserte Auflagen von Ihren Schriften erschienen?" — „O ja, wohl auch." — „Und es werden wohl noch mehr erscheinen?" — „Das wollen wir hoffen." — „Ja, schaun's, da kauf' ich Ihre Werke nicht; ich kauf' halt nur Ausgaben der letzten Hand, sonst hat man immer den Aerger, ein schlechtes Buch zu besitzen oder man muß dasselbe Buch zum zweiten Male kaufen. Drum wart' ich, um sicher zu gehen, immer den Tod der Autoren ab, ehe ich ihre Werke kauf; und von dem Grundsatz kann ich auch halt bet Ihnen nicht abgehen." — „Hm!"
den AngeW" >ilen und dem mauernden W , Einziehung »
M der Stadt Gießen.
Oer tote Punkt.
ki läßt sich einfach nicht verbannen. Immer {rt er in irgendeinem Winkel, drängt sich bei 'erL' er Gelegenheit hervor und macht sich hämisch । 5s ist ein Gefühl der Leere und scheußlichen i jolgEeit, das er dann erzeugt. Ganz so, wie es [er*)latur entspricht, dafür ist er eben der tote
3u dürfen MMieinanderstehen fatal.
ks'ommt auch vor, daß du dir eine größere ns hi» ittfti, liqee für deine Mußestunden vorgenommen hast, iaaen.“ 9e^ die Arbeit flott vonstatten. Doch nach
■ Wich erlahmt dein Eifer und eines Tages bist u des Angeklai lilächllch auf dem 'toten Punkt angekommen. J j Übeit bleibt liegen, sie macht dir keine Freude
icr - ,?le*lene Katze. Und zweitens, wenn doch eine Ml LJ’J1 — dann sind wir zwei beide ja da, nicht/ vrden ihr schon zeigen, daß hier mch^ zu ift für sie. Nun passen Sie mal aus, drau» K mmen Sie ein bißchen absetts und sehen . Die Alte wird ihn sich schon holen.
Iren Sie?" sagte die Dame zweifelnd und fch abwartend neben ihn.
Dornotizen.
Tageskalender für Mittwoch:
slvra-Palast (Seltersweg): „Zum Tanzen ge= n“ — Sänger-Kundgebung 15.45 Uhr auf dem jnhifsplatz.
„Triumph der Heilerkeil" im Stadlthealer Gießen.
und etwa mannshoch über der Erde, und zwitscherte von oben weiter.
„Na...?" sagte die Dame gespannt.
Im selben Augenblick breitete der Kleine unten die Flügel aus,'tat ein paar ungeschickte Hopser und landete glatt neben der Mutter auf dem Sims. Er sagte zweimal höchst befriedigt „Piep!" Die Alte ließ ihm Zeit, sich zu verpusten.
Eine Weile saßen die beiden still auf dem Mauersims. Dann flog die Alte blitzschnell auf den untersten Zweig des nächsten Baumes, kehrte zurück, flog wieder auf den Zweig, kehrte abermals zurück und flog zum dritten Mal. Diesmal blieb sie auf dem Zweig sitzen und lockte. „Piep!" klang ihre Stimme tief und voll zwischen den Blättern hervor. Und „Piep!" klang es vom Mauersims — schrill und "",?Je§ passen Sie auf", sagte der Mann mit dem grünen Hut. „Jetzt passen Sie auf — sie hat's ihm 0 MU einemmal — purr ... — segelte der Kleine vom Sims und flatterte — unsicher zwar, aber doch ganz kräftig — hinüber zu dem Zweig. Er erreichte ihn. Und in einer Orgie von wechselseitigen „Pieps hüpfte er hinter der Alten her, höher hinauf, dem Stamm zu. ... , ,
„Ach ...!" sagte die Dame ganz gerührt. „Ach!
Sowas!" u .
„Ja, ja", sagte der Mann und nickte obdas nun ein Spatz ist oder ein Mensch — diese Mcttter.
Dann rückte er — mit einem energilchen Älaps — den grünen Hut tiefer in die Stirn, drehte sich um und ging rasch davon. Sehr groß, sehr schultrig und sehr männlich. Und ein kleines bißchen verlegen.
Badebekanntschast mit Goethe.
Goethe hat auf seinen vielen Badereisen oft genug merkwürdige Bekanntschaften gemacht und es ist ihm manche lustige Geschichte passiert, die er selbst gern in unnachahmlicher Weise erzählte. Eine solche Badeanekdote aus Goethes eigenem Munde findet sich in den Aufzeichnungen des Jenenser Professors Heinrich Luden, der sich durch seine Geschichte des deutschen Volkes einen Namen gemacht hatte. Danach erzählte Goethe:
In meiner Art auf- und abwandelnd, war ich seit einigen Tagen an einem Mann von etwa siebzig bis achtzig Jahren vorübergegangen der auf sein Rohr mit goldenem Knops gestutzt, dieselbe Straße ging, kommend und gehend. Ich erfuhr, £$ fei ein hochverdienter österreichischer General aus einem alten, sehr vornehmen Geschlecht. Einmal
'".".ÄiwID-.. Sie!" sagte der Mann mit dem grünen rei °e *)H„3as machen Sie denn da?"
gessen und
hält was auf Leute, die Verse machen können." — „Hm!" „Ja, dergleichen Leute finden wohl gar, wenn f' sich gut halten, schaun's, und zu leben wissen, in den ersten und vornehmsten Häusern Aufnahme." — „Hm!" — „Kommen's nur, melden's sich bei mir; ich hab' Bekanntschaft, Einfluß. Schrei- ben's nur: Goethe aus Weimar, Bekanntschaft aus Karlsbad." — „Hm." — „Das Letzte ist notwendig zu meiner Erinnerung, weil ich halt viel im Kopf hab!" — „Werde nicht verfehlen." —
1. Wer glaubt, allein nach diesen Merkregeln rasch ein guter Pilzkenner werden zu können, lasse seine Hände besser weg von den Pilzen.
2. Allgemeine Merkregeln über die Eßbarkeit oder Giftigkeit der Pilze (Märchen von der Zwiebel und dem silbernen Löffel, Verfärbung, unangenehmer Geruch oder Geschmack, ausfallende Färbung usw.) gibt es nicht.
3. Iß nur solche Pilze, die du ganz genau und als unschädlich kennst!
4. Der Anfänger sammle zuerst nur die bekanntesten Arten, wie Pfifferlinge und Steinpilze*, die bei genauem Zusehen gar nicht verwechselt werden können. Erst nach und nach mache dich mit anderen häufigen und unschädlichen Pilzarten genau vertraut. Was du nicht kennst, lasse ruhig rm Walde stehen; nur Rohlinge treten alle Pilze um oder schlagen sie kurz und klein.
5. In Zweifelsfällen wende dich an einen wirklich guten Pilzkenner, an die nächste Pilz-Beratungs- stelle oder an die Deutsche Gesellschaft für Pilzkunde in Darmstadt (Hessische Landesstelle für Pilz- und Hausschwamm-Beratung).
6. Der Pilzreichtum und die Artenzahl unserer Wälder sind viel größer, als meist angenommen wird. Nur leichtsinniHe Prahlhänse kennen „alle Pilze". Vergiftungen sind dann unausbleiblich. Der Steinpilz (Röhrenpilze mit Röhrchen auf der Hut- unterseitr) hat ungefähr 50 ähnlich aussehende Verwandte; Blätterpilze (Verwandte des Champignons und des grünen Knollenblätterpilzes; sie tragen Blätter auf der Unterseite des Hutes) gibt es bei uns ungefähr 1500 verschiedene Arten, deren Genußwert und sonstige Merkmale großenteils überhaupt noch nicht wissenschaftlich erforscht sind.
7. Sammle stets nur frische Pilze. Durchwässerte, zu alte, angefaulte und stark zerfressene Schwämme lasse im Walde zurück.
8. Nimm die Schwämme vorsichtig aus dem Boden heraus, damit du das Pilzgeflecht (die eigentliche Pilzpflanze!) und junge Fruchtkörperanlagen nicht herausreißt und dadurch zerstörst. Entferne sofort im Wald anhaftendes Laub und Erde, damit die Putzarbeit zu Hause einfacher wird. Bedenke aber, daß geputzte und zerschnittene Pilze selbst für den besten Kenner sehr schwer kenntlich werden. Deshalb nur tatsächlich eßbare und einwandfreie Schwämme in den Sammelbehälter!
9. Benutze als Sammelbehälter einen Korb oder einen offenen Kasten im Rucksack, damit die Pilze nicht zermatscht werden und sich nicht erhitzen.
10. Die gesammelten Pilze werden am besten sofort bei der Heimkunft geputzt und zubereitet. Andernfalls lagere man sie an einem kühlen und luftigen Orte bis zum nächsten Tag, wobei sie nicht in großer Masse aufeinander liegen dürfen. Pilze enthalten ungefähr 90 o. H. Wasser und sind leicht verderblich.
* Beim Sammeln von Steinpilzen hüte dich vor Verwechslung mit dem bitteren Gallenröhrling. Dessen Röhren werden im Alter rosa, beim Steinpilz dagegen grünlich. Es gibt noch andere ungenießbare Röhrlinge mit bitterem Geschmack. Deren Fleisch verfärbt sich beim Anschnitt jedoch bläulich, während es beim Steinpilz weißlich bleibt.
ppla!" sagte der Mann mit dem grünen Hut. hm war etwas mit sanftem Platsch auf dem gelandet. Als er sich umdrehte, saß ein jun- xitz da, einer von denen, die die ersten Flug- )< machen. Er sah erschrocken zu dem großen empor, sagte „Piep!" und hüpfte mit ge- aus, daß fi* Flügeln fort. Ziemlich ungeschickt.
ptsächlich am Dame, die vorbei kam, blieb stehen und sbaue, Z kleinen graubraunen Federball voller Mit- iehr 3" d Dann klemmte sie resolut ihr Täschchen un- h feinen i Arm, bückte sich und versuchte, den Spatz niit ^ubm Aen.
'odesurteil
in Erscheinung und beherrscht mit seiner Lange- .'4 pnz offensichtlich die Szene. Müllers haben ach'* • h spielsweise zu einer kleinen Abendgesellschaft . 8.11} • [Ltien. Du lernst einige neue Menschen kennen
Aushau, j'n Anfang ist es auch ganz nett. Bei Tisch Aus es zu einer passablen Unterhaltung, die sich jL,uer Sanger, <Äbr auch noch in zwangloser Form eine Weile y IW alle. Dann aber kommt leider jener Augenblick, r 'J3-15: ÄuFiic if tote Punkt deutlich spürbar wird. Der Haus- 5 yben ift qJHersucht zwar, die Situation durch einige Späß- Allerlei 50[ljC ji retten, aber der tote Punkt bleibt, er er- .'-Lauern" vonWfch als- unbesiegbar. Mit einem höchst unbe- "0er. lß: Unjgjcen Gefühl gehst du später von Müllers nach 'Fun!. 19:
ele- 20.20: NchMs Tages triffst du dich mit einem Bekannten utfd)en Sanger,Är Straße. Gesehen habt ihr euch seit Jahren ^hrhunderthchweshalb die übliche Frage „Wie geht's?" ^udel. 22: No: W Sätze hin und her gehen läßt. Aber dann J»nit einem Male das Gespräch. Schon ist der J|inft da. Vielleicht liegt es daran, daß eure * iXiungen zu locker geworden sind, vielleicht habt I0t1 Wch auch nicht mehr viel zu sagen, weil eure jvl IIJunen vollkommen verschiedene Wege gehen.
,Mills triumphiert der tote Punkt und macht
11. Die Fruchtschicht auf der Hutunterseite (Blätter, Röhrchen usw.) schneide man nicht weg, wenn dieselbe keine Maden enthält. Sie ist reich an wertvollen Nährstoffen.
12. Das Brühwasser schütte man nicht weg, weil es die am leichtesten löslichen Nährstoffe enthält. Pilze, die nur nach dem Fortgießen des Brühwassers „genießbar" werden (z. B. die gefährliche Frühjahrs-Lorchel u. a.), sind nicht empfehlenswert.
13. Pilze sind schwer verdaulich. Sie müssen deshalb bei der Zubereitung stark zerkleinert werden (am besten durch die Fleischmaschine). Außerdem müssen Pilzspeisen gut zerkaut werden. Abends sind größere Pilzmahlzeiten nicht zu empfehlen. Nichtbeobachtung dieser Vorschriften kann Verdauungs- befchwerden verursachen, die mit Vergiftungen nichts zu tun haben. — Vorsicht auch beim Genuß roher Pilze (Pilzsalat u. dgl.).
14. Die meisten Pilzvergiftungen werden durch den grünen Knollenblätterpilz hervorgerufen, der leichtsinnigerweise als Champignon, als Grünling oder als grüner Täubling eingetragen wird. Eine Gabelspitze von ihm kann den Tod herbeiführen. In manchen Jahren hat er in Deutschland bis zu 100 Todesfälle verursacht. Genaue Auskunft über diesen Giftpilz bekommst du durch das Knollenblätterpilz-Merkblatt der Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde, Darmstadt, und durch die reichsbehördlich empfohlene Wandtafel dieses gefährlichsten Giftpilzes, die in einer großen Anzahl von Bahnhöfen als Warnungsmittel ausgehängt ist.
15. Zum Schutze vor dem gefährlichen Knollenblätterpilz sorge man dafür, daß der charakteristische Knollen, der oft tief im Boden steckt, beim Aufnehmen nicht in der Erde zurückbleibt und übersetzen wird.
16. lieber alle vorkommenden Pilzvergiftungen berichte man sofort an die medizinische Fachkommission der Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde (Dr. med. Welsmann, Pelkum bei Hamm, Westfalen), da alle diese Fälle dort rfiit Unterstützung durch das Reichsgesundheitsamt gesammelt und wissenschaftlich, verarbeitet werden. Bei jeder Vergiftung fordere man sofort bei der Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde in Darmstadt einen Fragebogen an, damit die ausführlichen Einzelheiten jeweils sorgfältig festgestellt werden können.
17. Bei den geringsten Anzeichen einer Pilzvergiftung sorge man für sofortige und gründliche Entleerung von Magen und Darm durch Brech- und Abführmittel, wie für rascheste ärztliche Hilfe.
18. Das beste Bekämpfungsmittel der furchtbaren Pilzvergiftungen ist auf jeden Fall die weitgehendste Aufklärung in der Schule (praktische Naturkundeunterricht) und in der Öffentlichkeit durch die Presse, den Rundfunk, Aushang von Merkblättern und Bildern auf den Pilzmärkten, in den Rathäusern, in den Wartezimmern der Aerzte, in Apotheken, in den Schulhäusern, besonders in den Kochschulen usw.
19. Vor dem Ankauf von Pilzbüchern erbitte man Beratung durch die Deutsche Gesellschaft für Pilzkunde in Darmstadt.
20. Rege in deiner Heimat die amtliche Pilzmarkt- Kontrolle, die Einrichtung von Beratungsstellen, von belehrenden Führungen, Pilzausstellungen usw. an, wobei die Deutsche Gesellschaft für Pilzkunde, Darmstadt, gerne hilft.
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a5ben und gleich darauf saß die Mutter neben
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"e jntfflfl mit ihrem Kind. Dann flog sie >af> aus
5 V; tn^ Nauersims, drei oder vier Meter entfernt
tW- Mm Sie ja — ich will ihn fangen", sagte die mie eingangs Hitz.
n5län9*'^' "fr1— wollen Sie'n sich braten?"
Auchth°uS' .31, was Sie da reden!" sagte die Dame szeit- „Ich wohne hier. Ich will mit ihm hmaus-
, xjqenen ®e'; ne )rn un^ füttern. Sie sehen doch, daß er ganz leitsmä&iKrtW) ift, nicht? Und wenn er sich erholt hat, chon breiig. Ml h ihn wieder fliegen."
NuM & fagte der Mann mit einem gewichtigen „e höchst $ 911 t(.,,ba5 ist die sicherste Art, ihn umzubrmgen. !N (o > Und wenn eine Katze kommt?" " .N-ns", sagte der Mann gemütlich, „kommt
ibeN ab- “ ' PönMWl- ° I : I OTT1P
LarU ge< ber W rh nach " 's, I» S'iK sL'L
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। Möglich, daß du deine Kräfte überschätzt täglich aber auch, daß es dir auf die Dauer Lequem ist, die Mußestunden immer wieder . Jr einer bestimmten Sache zu erfüllen. Du ir. Nachdem si .nzufrieden mit dir selber und gehst der Auf- 1 einigen Fällk/Mi großem Bogen aus dem Weg.
nsaufnahme ^Hddoch sollte man es sich zur Richtschnur ma- jedem Falle den toten Punkt zu überwin- Micht ist das natürlich nicht, und es gehört Wchon eine angeborene Gabe dazu ober der em Plädoyer sich nicht unterkriegen zu lassen. Aber
: in dem q[e-di:-id*al genügt auch schon em bißchen Ehrlichkeit ■ - VÄil Uf5er, ein bißchen weniger Hochachtung vor iu v 5 , . .. Förmlichkeiten und das Bestreben, allen
ckt'rektlos fliiiZ b1” des Daseins de beste Seite abzugewinnen, lyi rejnos auig& i ' hni P(- hpr fntp
großer heiterer Abend wird am Freitag, ) ijii im Stadttheater Gießen einige der besten dann dieser bekanntesten Künstler der heiteren Muse ver- leicht dasM üi;^ Claire Schlichting, „die jüngste ko- ,n an Frau lllte" Deutschlands, Oscar Albrecht, einer n sagen was ü'Meten deutschen Humoristen und Ansager, illia daß all ho: M md William B l a ck e r , das komische Tanz- den weseM'Uk, rurt Engel, der aus den Rundfunksen- igt würbe. - Mf bekannte virtuost Xylophomst des Staats-
Mittwoch, 28. Zuli (957
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und Prospekten der während der Hessen-Nassau- Fahrt berührten Orte auszugestalten.
Hitler-Jugend, Iungbann 116.
Zeltlager Grünberg.
Die Besuchszeiten für das Zeltlager „Horst Wes« sel" im Brunnental bei Grünberg sind außer Sonntags nur noch Mittwochs von 15 bis 16 Uhr. Zu anderen Zeiten erhalten Besucher keinen Zutritt zum Lager, und es ist daher zwecklos, das Lager zu anderen Zeiten als die genannten zu besuchen.
Arbeitslosenunterstützung der Kinderreichen.
NSG. Für die Gewährung der Arbeitslosenunta"- stützung besteht bekanntlich keine Sonderregelung für die Lohnklassen I bis IV. Danach können Kinderreiche bei eintretender Arbeitslosigkeit bis zu 100 v. H. ihres Verdienstes bekommen. Es hat sich nun die Frage erhoben, ob bei der Festsetzung der Unterstützungssätze nur die leiblichen Abkömmlinge zu berücksichtigen sind, oder auch Stief- und Pflegekinder. Ein kürzlich herausgekommener Runderlaß der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung vertritt die Auffassung, daß das dem Sinn der am 3. Juni 1937 erlassenen Verordnung über die Höhe der Unterstützungssätze entspricht, wenn auch die Stief- und Pflegekinder wie leibliche Abkömmlinge behandelt werden. Danach haben also auch solche Personen, die zwar keine eigenen Kinder, aber Stief- oder Pflegekinder haben, für die sie Familienzuschlag beziehen, Anspruch auf die erhöhte Unterstützung, wie sie durch die genannte Verordnung eingeführt worden ist.
Auf- und Abrundung von Pfennig-Beträgen.
Dhd. Auf Anfrage der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel hat der Reichskommissar für die Preisbildung in einem Erlaß an die Preisbildungs- und Ueberwachungsstellen zu der Auf- und Abrundung von Pfennig-Beträgen Stellung genommen. Der Erlaß bezieht sich auf Waren, für die Höchst- ober Festpreise festgesetzt sind und die in Teilen der Einheit, auf die sich die festgesetzten Preise beziehen, verkauft werden. Ergeben sich dabei Preise mit Bruchteilen von Pfennigen, so darf eine Aufrundung des Pfennigbetrages nach oben dann erfolgen, wenn der Bruchteil einen halben Pfennig (Reichspfennig) und mehr beträgt. In dieser Auf- runbung ist ein Verstoß gegen bie festgesetzten Höchst- ober Festpreise nur bann zu erblicken, wenn burch die Abgabe von kleinen Einheiten die festgesetzten Preise überschritten werden sollen. Diese Regelung gilt für alle Waren, soweit nicht etwa anderes ausdrücklich angeordnet ist.
preisstopverordnung und nachträgliche Preiserhöhungen.
Dhd. Bei dem Reichskommissar für die Preisbildung wurde in der letzten Zeit mehrfach Beschwerde darüber geführt, daß einzelne Unternehmer, die eine Ausnahmebewilligung zur Erhöhung ihrer Preise erhalten hatten, diese dazu benutzten, um auch für die Vergangenheit Preiserhöhungen durchzusetzen. Nunmehr hat der Reichskammissar solche Preiserhöhungen für unzulässig erklärt. Auch wenn in' den Ausnahmebewilligungen über den Termin des Inkrafttretens nichts gesagt wird, dürfen Preiserhöhungen erst vom Tage der Bekanntgabe ab vorgenommen werden.
Mutti, diese - die schmeckt so gut.
Mutti lächelt, denn Zahnpasta ißt man ja nicht Aber die Zunge ist dennoch stark beteiligt, und da ist die milde Nivea-Zahnpasta eine gute Hilfe, um auch die Kinder zur Zahnpflege anzuhalten«
Bernstein als Schmuck und Werkstoff.
Eine im Krönungsgang des Königsberger Schlosses eröffnete große Bernsteinausstellung hat überraschend gezeigt, welche umfassende künstlerische Bedeutung der Bernstein schon in früheren Jahrhunderten gehabt hat. Jahrzehntelang und fast bis in unsere Tage war dann aber das kostbare Naturgestein, das die Wellen an die Küste des ost- preußischen Landes tragen, zum Erzeugnis kulturloser Nippes- und Andenkenindustrie geworden. Mit der eigenen reichen Sammlung der Stadt bieten wertvolle Leihstücke aus vierzig deutschen und europäischen Museen in der Königsberger Ausstellung eine geschlossene Darstellung der Bernsteinkunst von der mittelalterlichen Madonna bis zur Bernsteinflöte Friedrichs des Großen, vom zierlichen Gebrauchsgegenstand bis zum großen Kabinettschrank des Barocks. Der beste Kenner der europäischen Bernsteinkunst, Dr. Alfred Rohde, der Direktor der Königsberger Kunstsammlung, der diese sehenswerte Schau zusammengestellt hat, hat die reizvolle kulturgeschichtliche Wendung des wunderbaren Naturstoffes vom vorgeschichtlichen Werden bis in unsere Tage in einem bilderreichen „Buch vom Bernstein", das im Ostpreußen-Verlag in Königsberg erschienen ist, geschildert. Er führt darin aus, wie ein neuer Glaube an die Schönheit des warmen, leuchtenden Gesteins im nationalsozialistischen Deutschland wieder zur künstlerischen Formung des Bernsteins gefügt/ hat, dessen naturhafter Zauber selbst noch im kleinen Splitter zum Ausdruck kommt, der zum Symbol der helfenden Gemeinschaft wurde, als es galt, .die Not des Winters zu lindern. Verantwortungsbewußte künstlerische Arbeit wird der Wiederentdeckung des Bernsteins auch weiterhin Erfolg bringen, zumal, wie Rohde sagt, dem künstlerischen Streben der Wille der Führung, aber auch der Glaube des Volkes entgegenkommt, den die politische Entwicklung des nationalsozialistischen Deutschlands fördert: der Glaube an diesen ost- preußischen und damit an einen deutschen Werkstoff. B-
6od)fd)ulnacbrichfen.
Professor D. Dr. phil. Johannes Hempel, Ordinarius für Altes Testament an der Universität Göttingen, wurde in gleicher Eigenschaft an Universität Berlin berufen.
Professor Dr. Karl Uhlig, Ordinarius für Geographie an der Universität Tübingen, ist wegen Erreichung der Altersgrenze von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden


