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Susannes Tochter.

Vornan von Hedda Westenberger.

Copyright by Carl Duncker, Verlag, Berlin W 35.

9 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Wie solche kleine Frauenzimmer doch dumm an- gezogen sind... denkt er lächelnd. Dann steht er auf, greift über Sabine hinweg und nimmt das Köfferchen mit großem Schwung an sich:So, Fräulein Sabine, das hätten wir. Und nun gehen Sie nur, den anderen Krimskrams wird schon irgendein dienstbarer Geist holen, ich hoffe doch, es ist jemand an der Bahn."

Unö hinter ihr und Frau Neumann her steigt er als letzter aus dem Abteil.

Draußen steht Igor Michailow. Seine Augen haben mit einer kleinen Unruhe alle Ausfteiaenden abgetastet es waren wenige darunter, die er gern als Herrn Lyk begrüßt hätte. Aber dieser da, der nun zuletzt aus dem Wagen steigt, ist ihm wirklich der am wenigsten angenehme: Heiliges Väterchen, wenn das Herr Lyk rft, dann wird es harte Tage auf der Farm geben. Diese Augen und das Kinn und diese bewegliche herrische Art, sich um­zusehen!

Aber Michailow bleibt keine Zeit mehr, sich län­ger zu entsetzen, Herr Lyk kommt auf ihn zu. Michailow murmelt, etwas befangen, ein paar Be- grußungsworte und fühlt einen kräftigen Hände­druck und einen prüfenden Blick über seinen ganzen Menschen hin ja, eigentlich durch ihn hindurch.

Gleich morgen, denkt Michailow und fühlt sich bedrückt, wie zu der Zeit, als er noch ein kleiner Schuljunge war, gleich morgen werde ich meine Bucher nachtragen, ich Trottel, daß ich es nicht schon vorher getan habe...

Und mit übergroßer Hilfsbereitschaft und Eifer schwingt er sich in das Abteil, um die Lykschen Koffer zu holen und sie einem der herumstehenden Burschen zu übergeben, damit er sie aufs Gut bringe. Damit hat er eine Weile zu tun, und Lyk ist indessen mit seinen Damen um den Bahnhof herum und ein Stück die Landstraße entlang ge­gangen.

Lyk redet in einer lauten und erregten Fröhlich­keit. Genau so, sagt er befriedigt, habe er sich dies

Krankenversicherung ist auch im Urlaub wirksam.

DNB. Die Fürsorge der Krankenversicherung be­gleitet den versicherten Volksgenossen und seine be­rechtigten Familienangehörigen auch in seinem Ur­laub, wenn er sich überhaupt irgendwie im Reichs­gebiet aufhält. Erkrankt er unterwegs, so erhält er ebenso wie zu Hause ärztliche, zahnärztliche und dentistische Hilfe, sowie Arznei und Heilmittel und notfalls Krankenhauspflege. Selbstverständlich muß er einige Ordnungsvorschriften beachten, um seiner Krankenkasse die geschäftsmäßige Abwicklung zu er­möglichen und für sich selbst eine Minderung seiner Ansprüche zu verhüten. So muß er bei Erkrankung seiner Krankenkasse die erforderliche Mitteilung zu- kommen lassen, sich einen Krankenschein besorgen (25 Pf. Gebühr und Freiumschlag mit genauer An­schrift gleich beifügen!) und den Zeitpunkt des Ein­tritts der Arbeitsunfähigkeit sofort mitteilen. Ist Krankenhauspfleae erforderlich, so ist die Einwei- sungsgenehmigunh sofort zu beantragen.

Der Versicherte kann im Bedarfsfall jeden Kas­senarzt, jeden Kassenzahnarzt und jeden Kassen­dentisten in Anspruch nehmen. In Eilfällen, insbe­sondere wenn ein Kassenarzt usw. nicht zu errei­chen ist oder wenn Gefahr für Leib ober Leben besteht, darf der Versicherte auch jeden anderen Arzt usw. in Anspruch nehmen. Dies gilt jedoch nur für die Gewährung der ersten Hilfe.

Werden Arznei oder Verbandsmittel benötigt, so wird sie der Kassenarzt verschreiben. Die Apotheke ist bann verpflichtet, sie ohne Berechnung auszuhän- bigen. Die Verordnungsgebühr von 25 Pf. muß na­türlich bezahlt werben. Wirb in bringenben Fäl­len ein Nichtkassenarzt aufgesucht, so ist bie von biesem verordnete Arznei zwar selbst zu bezahlen, der Betrag wirb jeboch von ber Kafse ersetzt.

Der Versicherte braucht also nur bie selbstverstänb- lichen Orbnungsoorschriften einzuhalten, um ben vollen Schutz ber gesetzlichen Krankenversicherung überall zu genießen. Zweckmäßig ist es, wenn er sich vor Antritt seiner Reise von seinem Betriebs­führer eine Bescheinigung über seine Krankenkassen- mitgliebschaft geben läßt unb biefe Bescheinigung

Hier hastet die DAI. nicht.

NSG. Die Deutsche Arbeitsfront einschließlich der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" betreut im Rahmen ihres Tätigkeitsgebietes in zunehmendem Maße Vereinigungen, Gemeinschaften oder Teil­nehmerkreise, die sich die Förderung kultureller, ge­selliger oder sportlicher Zwecke zum Ziele gesetzt haben, zum Beispiel Freizeitheime, Betriebssport­gemeinschaften, Singgemeinschaften, Sammlerge­meinschaften usw. Es wird darauf hingewiesen, daß diese Gemeinschaften und Vereinigungen nicht Dienststellen oder nachgeordnete Aemter der Deut­schen Arbeitsfront, oder ber NSG.Kraft durch Freube" find, fonbern rechtlich selbständige Organi­sationen mit eigener finanzieller Verwaltung, die durch die Deutsche Arbeitsfront oder die NSG. Kraft durch Freude" lediglich gefördert und be­treut werden. Die Deutsche Arbeitsfront bzw. die NSG.Kraft durch Freude" hastet Dritten gegen­über nicht für Verbindlichkeiten dieser Gemein­schaften.

*

** Dienstjubiläum. Dieser Tage waren es 25 Jahre, daß das Gefolgschaftsmitglied Pfleger Johann August A l t h a u s bei der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Gießen eingetreten ist. Seinen Dienst hat er bisher gewissenhaft ausgeübt und wird von seinen Mitarbeitern als guter und treuer Ka­merad geschätzt.

** Goldene Hochzeit. Der Amtsobergehilfe i. R. Georg S ch r ö b e l, Gnauthstraße 6, kann am kommenden Freitag, 30. Juli, mit seiner Ehefrau Margarethe, geb. Möller, in geistiger und körper­licher Frische das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Der Lubilar, der aus Niedernhausen (Kreis Dieburg) stammt und am 15. Dezember 1857 gebnren wurde, diente im Jahre 1879 in Mainz be;- T-R. 117, wurde im Jahre 1881 zum J.-R. 116 v ;t, wo er bis 1889 Dienst tat. Dann wurde er in die Gen­darmerie übernommen unb war in Gießen, Hungen, Romrob unb Schotten tätig. Am 1. Oktober 1900 würbe er an bas Kreisamt Gießen versetzt unb wirkte hier bis zu feiner Versetzung in ben Ruhestanb (1. Fe­bruar 1926) in vorbilblicher Gewissenhaftigkeit unb Pflichttreue. Herr Schröbel, ein echt deutscher Mann mit vortrefflichem Charakter, unb feine Ehefrau er­freuen sich in weiten Kreisen besten Ansehens.

** Zahlungsanmahnung. Die Stadtkafse mahnt Ziele ber- Grunb- unb ©onbergebäubefteuer, bas 1. Ziel bes Beitrages zur Hanbwerkskammer, ferner zur lanb- unb forstwirtschaftlichen Berufs­genossenschaft unb bas 2. Ziel ber Kanal-, Müll­abfuhr- unb Straßenreinigungsgebühren zur um- gehenden Zahlung an.

NSG. Mitgliedskarte unb Partei­abzeichen. Wie mitgeteilt wirb, ist bie zum Teil verbreitete Ansicht, baß bie Volksgenossen, bie

einen Antrag zur Aufnahme als Mitglied in die NSDAP, gestellt haben, erst nach zwei Jahren bie Mitgliebskarte ber Reichsleitung erhalten, unzu- treffenb. Die Mitgliedskarten werben vielmehr von ber Reichsleitung in München Zug um Zug nach Eingang ber vom Gauschatzamt eingereichten An­träge ausgestellt und über ben zuständigen Orts­gruppenleiter bem Anwärter ausgehänbigt. Vom Tage ber Aushänbigung an barf bas Parteiabzei­chen getragen werben.

9er Leistungskamps her deutschen Betriebe.

NSG. Der (Bauobmann ber Deut­schen Arbeitsfront, Gauwaltung Hes­sen-Nassau, hat an alle Betriebsführer unb Hanbwerksmeister im Gau folgenben Auf - r u f erlassen:

Vor zwei Tagen ist ber Aufruf bes Gau­leitersVorwärts zur Ta t!" in allen Zei­tungen bes Gaues erschienen. In biesem Aufruf hat ber (Bauleiter sich an alle Betriebsführer unb Hand­werksmeister gewandt mit der Aufforderung, sich an dem Leiftungskampf der deutschen Be­triebe zu beteiligen.

Ich gebe nunmehr die einzelnen Bestimmun­gen bekannt, die notwendig sind, um ein Lei­stungsabzeichen zu erwerben.

Grundbedingung ist, daß der Betrieb vollkommen arisch fundiert und geleitet ist. Eine weitere Grund­bedingung ist, daß die Verbundenheit zwischen Be­triebsführer unb Gefolgschaft vorbildlich sein muß. Weniger das Geld, sondern ber im Betrieb herr­schende Geist unb bie Verbundenheit dienen als Maßstab für die Auszeichnung.

Betriebe, die auf einem bestimmten Gebiet bereits etwas geleistet haben, können ein bestimmtes Leistungsabzeichen erwerben. Vorbildliche Sorge um die Volksgesundheit, vorbildliche Heim­stätten und Wohnungen, vorbildliche Förderung vonKraft durch Freude", sowie vorbildliche Be­rufserziehung bedingen die Grundlage für ein Lei- stungsabzeichen. Vorbildliche sozialpolitische Gestal­tung und Sorge um das Wohl des deutschen Men­schen sind ebenfalls die Grundlage.

Jeder Betrieb, auch der kleinste, kann sich an diesem Leistungskampf beteiligen. Vor allem bitte

Aus der engeren Heimat.

Landkreis Gießen.

<£ Daubringen, 27. Juli. In unserer Ge­meinde herrscht gegenwärtig rege Bautätigkeit. Dieser Tage wurden zwei Wohnhäuser fertiggestellt; für zwei weitere Wohnhäuser an der Gießener Straße wurden die Baupläne genehmigt. Mit dem Ausschachten und den Maurerarbeiten wurde be­reits begonnen. Die Kinder unserer Schule holten in diesen Tagen aus dem Wald einige Eimer voll Himbeeren und stellten sie der N S. - Frauenschaft zur Geleebereitung für das WHW zur Verfügung.

wg. Großen-Buseck, 27. Juli. Der hiesige GesangvereinGermania" unternahm am Sonntag mit dem größten Teil der Sangesbrüder und deren Frauen in zwei Omnibussen einen Aus­flug in den Taunus. Die Fahrt führte über Gie­ßen und Wetzlar nach Braunfels, wo nach kurzer Rast das Schloß besichtigt wurde. Dann fuhr man weiter über Weilburg nach dem Luftkurort Hassel- born, wo man zur Mittagspause blieb. Das Haupt­ziel war der Feldberg, von dem aus ein weiter Rundblick genossen werden konnte, lieber Königstein und Bad Homburg fuhr man zurück nach Bad- Nauheim. Dort wurden die Stadt, die Kur- und Parkanlagen besichtigt. Erfüllt von all dem reichen Erleben des Tages langte man am Abend wieder im Heimatdorfe an.

> Saasen, 27. Juli. In unserem Orte kann man gegenwärtig von einer wahren Fuchsplage reden. Die Tiere streifen frech in das Dorf, holen sich ihre Beute unter dem Geflügel und verschwin­den sofort wieder in den nahe angrenzenden Ge­treideäckern. Infolge der günstigen Witterung und nach dem Behang der Bäume zu urteilen, kann mafi hier mit einer guten Obst ernte rechnen. In jüngster Zeit wurden in unserer Gemeinde ver­schiedentlich Baumfrevel verübt. Bäumchen wurden abgebrochen, stark beschädigt, oder gar aus der Erde gehoben.

8 Leihgestern, 27.Juli. Der am Waldrande am östlichen Abhang des Mühlbergs gelegene Kleinkaliberschießstand wurde am Sonn­tag durch den Beigeordneten Damm seiner Be­stimmung übergeben. Der Stand war im Jahre 1929 vom Jungdeutschen Ovden errichtet worden und genügte den Anforderungen nicht mehr. Den Grund und Boden hatte die Gemeinde seinerzeit kostenlos überlassen. Nach Auflösung des Jungdeut­schen Ordens verfiel die Anlage. Die hiesige Krie­ge r k a me r a d s ch a f t, die durch eine freund­schaftliche Vereinbarung den Stand mitbenutzt hatte, leistete einige notwendige Erhaltungsarbeiten. Um nun das vom Kyffhäuferbund geforderte Gruppen­schießen durchführen zu können, mußte der Stand verbreitert und die Schießbahn durch Abhebung waagrecht gelegt werden. Große Schwierigkeiten bot der schottrige Grund. Die Kriegerkameradschaft hat diese Arbeiten, die weit über 200 Arbeitsstunden er­forderten, in freiwilliger Arbeitsleistung durchgeführt. Auf Anregung beschloß hierauf die Gemeinde, den Schießstand vorschriftsmäßig auszu­bauen. Don der hiesigen SA. und Angehörigen des KleinkaliberschüAenvereins wurden hierauf auch freiwillige Arbeitsleistungen ausge­führt. Die Hauptarbeit, die Ausschachtung für den Scheibenstand, konnte nur durch Sprengungen aus­geführt werden und wurde in dankenswerter Weife von der Gemeinde veranlaßt, desgleichen die Ein­richtung des Scheibenstandes und die Einfriedigung. Der Stand mit feinen sechs Schießbahnen dürfte nun allen Anforderungen genügen und eine der schönsten Anlagen dieser Art in der Umgegend sein. Seine Weihe erhielt er damit, daß am Sonntag­nachmittag das Kyffhäuserbundesschie- ß e n der hiesigen Kriegerkameradschaft mit den Kameradschaften Großen-Linden und Watzenborn- Steinberg durchgeführt wurde.

L i ch, 27. Juli. Das neue Waldschwimm­bad erfreut sich eines guten Besuches aus allen Kreisen unserer Bevölkerung. Namentlich aus den

ich, daß das Handwerk bei diesem Leistungs­kampf nicht zurücksteht, sondern regsten Anteil nimmt.

Anträge zum Leistungskampfder deut­schen Betriebe müssen folgenden Wortlaut haben: Ich bewerbe mich für meinen Betrieb um die Ver­leihung der AuszeichnungNationalsozialistischer Musterbetrieb" und melde mich hiermit zum Lei­stungskampf der deutschen Betriebe für das Arbeits­jahr 1937/38 an." Diesem Antrag beizufügen ist eine eingehende Begründung, die lückenlos darlegt, wie weit der Gedanke nationalsozialistischer Gemein­schaft bereits verwirklicht ist. Alle Anträge sind an mich persönlich einzureichen unter folgender An­schrift:Gauwaltung der Deutschen Arbeitsfront, (Bauobmann, Frankfurt am Main, Bürgerstraße 69/77." Auf Grund des Antrags wird dann eine Überprüfung durch mich persönlich vorgenommen. Der Antrag muß von dem zuständigen Betriebs- obmann unterzeichnet sein.

Ich hoffe, daß eine übergroße Anzahl von Be­trieben des Gaues und des deutschen Handwerks sich an dem Leistungskampf der deutschen Betriebe beteiligt und bewirbt. Einreichungstermin ist jemeils der 1. August jeden Jahres Alle Anträge müssen also bis spätestens zum 1. August 1937 bei meiner Dienststelle sein.

Ein freudiger Wettstreit und Messung der eige­nen Leistung mit der Leistung anderer muß sich entwickeln, um auf diesem Wege das hohe und ge­waltige Ziel zu erreichen, das der Führer anstrebt und das die Grundlage einer deutschen Wirtschafts­gestaltung und eine sozialpolitische Grundlage sein muß, die das ewige Deutschland braucht.

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Kreis Alsfeld.

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hen, daß die Schaffung des Bades einem gJ Bedürfnis entsprach.

die Besitzer auf den Siedern angebracht h machen sich die Spatzen gar nichts, im Gegeit sie benutzen diese als Ruheplatz. Hier kann nut meinsames Vorgehen aller interessierten etwas nützen: das Abschießen und das Ze der Nester. Letzteres sollte man aber nicht Ki überlassen, sondern durch Erwachsene vorne lassen. Neben den Spatzen treten hi den l Tagen weitere Schädlinge in den Gärten auj sind die Kohlweißlinge, die jetzt mässe Vorkommen und ihre Eier am Kohl' jeglicher ablegen.

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von 1% Kubikmeter je Minute aus großer il gefördert wird.

Kreis Friedberg.

± Münzenberg, 27. Juli. Das Münzenö Sommerlager für BDM. und Jungmädels ftattete im GasthausZum Löwen" einen 2 gemeinfchaftsabend. Bei Volkstänzen, len und Gesang erlebten die Besucher einige

Stunden. Am Sonntag eröffnete der Kij g e r d e r e i n sein diesjähriges Preis schieß« Gleich am ersten Tag würben recht gute Gr erzielt.

Kreis Bübingen.

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ö£> Lich , 27. Juli. An der 21 u s I a b e fte r« der Güter für die Reichsautobahn, die i- letzten Monaten unterhalb des hiesigen Güter/yh Hoss fertiggestellt wurde, herrscht gegennöt Hochbetrieb. Baumaterialien aller Ach zum Bau der nördlich unserer Stadt herführ^ Reichsautobahn benötigt werden, werden aus ß wagen verladen und zur Baustelle bei Steiib gebracht.

= Lich , 28. Juli. Morgen vollendet Frau J Helmine Christine Kreider Wtw., geb. SHj in körperlicher und geistiger Frische das 8 0. bensjahr.

ch Cid), 26. Juli. Ein Gang um die Stadt den Beobachter feftftetten, welch großen S die Spatzenplage verursacht. Viele nah, Stadt gelegenen Weizenäcker auf diese es die Schädlinge besonders abgesehen j mit leeren Aehren da. Aus Vogelscheuchen,

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Nachbarorten, besonders auch aus der Stadt ra ßen, finden sich täglich viele Badelustige bor> Von der Gelegenheit, das Schwimmen zu erl,^ machen ebenfalls viele Volksgenossen Gebi^ Man kann aus dem starken Besuch den Schluß

Zeit herrscht in unserem Bade Hochbetr| alle verfügbaren Wohnungen sind besetzt. Die $ bäder erfreuen sich großer Beliebtheit. Wiede-: wurden in letzter Zeit über 200 Bäder an ' Tage verabreicht. Der überaus größte Teil Kurgäste, von amtlicher Seite mit 462 angegiii J »m wohnt im Kaufmanns-Erholungsheim und L : blinden-Erholungsheim, daneben im Kinder vom Roten Kreuz und im Jugendfamilienheim - Fürsorgezöglinge mit durchschnittlich 14 Kim)k_.._ seit Beginn der Badezeit. Die seither offene N delhalle am Wasserturm erhält an beiden S:i leichte Wände mit großen und breiten Glassensiei - Für Musikaufführungen hier ist die Erricht 3' eines Podiums gegenüber dem Wasserturm gep«:a / < J Große Hoffnungen knüpft man an die jetzig' Pumpversuche an dem.alten Bohrloch, aus dem 'V , starke Sole von 28 Grad und einer (Ergiebig, 5

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nete sich dieser Tage ein schwerer Verkehrsms . Der Inhaber der hiesigen Maschinenhandlung Ei n- Son Neu stieß, als er rüdmärts mit seinem Auto o seinem Anwesen herausfahren wollte, mit ein Lastkraftwagen zusammen. Bei dem Zusammen^ wurde Neu von einem Teil einer Maschine, di: auf feinen Wagen geladen hatte, so heftig am ii terfopf getroffen, daß er eine schwere V: l e tz u n g erlitt und für lange Zeit das Bem fein verlor. Der bedauernswerte Mann mußte d» die hiesige Sanitätskolonne in bedenklichem j stände zur ärztlichen Behandlung nach Gießen.

bracht werden. ___

+ Alsfeld, 27. Juli. In unserer Stadt c« rW ' ' ~ " - ' Kauf

Brunsbichel vorgestellt und genau so auch die ganze Landschaft. Ja, wenn er ehrlich sei, komme es ihm vor, als habe er das alles schon einmal gesehen merkwürdig, wie einem oft die fremdesten Gegenden vom ersten Augenblick an ganz bekannt sein könn­ten. Als ob man plötzlich vor der Erfülluna eines Traumes stände, den man sich einmal gewünscht hat.

Die Damen gehen neben ihm her, hören zu und lächeln versonnen. Frau Neumann bleibt ein paar­mal stehen, in den Anblick der Berge versunken, auf denen in unwahrscheinlichem Rot das Abend­glühen einsetzt. Und Sabine?

Sabine ist es auf einmal unsagbar schwer zu­mute.

Da geht sie, zur Seite eines fremden Mannes und einer fremden Frau in einem unbekannten Land und in ein fremdes Haus. Sie bliebe am liebsten stehen und meinte. Wie vertraut, wie voll von Wärme war doch Berlin. Es gab Menschen, mit denen man reden konnte, die Du zu einem sagten und Sabine und Binchen. Es gab vier Wände, und es waren die eigenen ...

Sabine schluckt heftig und wagt kaum aufzusehen. Warum muß sie das nur jetzt gerade erkennen, auf einem harmlosen Weg vom Bahnhof zum Guts­haus, auf einer Straße, auf der warm und tröft= lich die Sonne liegt, und in einem Land, das mit zum schönsten auf Erden gehören soll? Aber viel­leicht ist es sehr schwer, allein zu sein, wenn man Schönes sieht... überlegt sie weiter.

In diesem Augenblick holt Michailow die drei ein. Lyk dreht sich zu ihm um und macht die Damen mit ihm bekannt.

Michailows Augen bleiben erstaunt an Sabine hängen. Nicht die Tochter? Wer ist sie bann? Eine Verwandte? Nein, Lyk redet sie mit Fräulein Sabine an. Eine Hausangestellte vielleicht? Unmög­lich, dann hätte Lyk sich in seinen Briefen nicht so angelegentlich für ihr Zimmer eingesetzt. Also eine Freundin?

6r geht zufällig neben Sabine, betrachtet ver­fehlen ihr etwas strenges, herbes Profil und ihren unerschlossenen Mund, der so hellrot ist, wie bei kleinen Kindern.

Er empfindet eine kindliche Freude darüber, daß dieses Mädchen an seiner Seite geht und daß sie dort oben auf dem Gut in seiner Nähe wohnen wird. Sie ist so lieb anzusehen, man fühlt sich gut neben ihr. Sie rührt einen, und man weiß nicht, warum. Und mit dem feinen Instinkt, den so heimat­

lose Burschen von Michailows Art zuweilen haben, spürt er in den spärlichen Worten, die sie spricht, ihre große Traurigkeit. Traurig, kleines Täubchen? Warte, Igor Michailow weiß, wie man Täubchen 3um Lachen bringt. Du wirst mich noch anstrahlen mit deinen Nixenaugen, warte du nur...

Und zwischen den Antworten, die er auf Lyks viele und bunte Fragen geben muß und den Er­klärungen, die er den Neulingen über die Um­gegend schuldig zu sein glaubt, streut er Sabine mit halblauter Stimme kleine, weiche Freundlich­keiten hin: wie hübsch es sein werde, wenn sie frühmorgens die Füchse besuchen komme; wie schön es sei, wenn drüben der ganze Wald blau von Heidelbeeren stehe; wie berauschend es dufte, wenn der Flieder norm Haus in Blüte stehe; ob sie gern schwimme, er werde für sie den See von den See­rosen frei machen...

Langsam hebt Sabine den Kopf. Langsam gleitet ein kindliches Lächeln über ihr Gesicht, vorsichtig suchen ihre grauen Augen den Mund des Sprechers, ob der Mund denn so gut und warm sei, wie seine Worte, und dann auf einmal fällt es wie ein Panzer von ihr ab; warum ist sie denn überhaupt traurig? Kann sie nicht auch hier Menschen finden, mit denen es sich reden läßt, die es gut mit ihr meinen? Ist sie nicht jung, und ist es nicht schön und spannend, so in ein neues Leben hinein zu schreiten?

Als sie den größeren Teil des Weges zurückgelegt haben, unterhält sich Sabine bereits mit Michailow, als kenne sie ihn schon eine ganze Weile.

"Ich habe noch nie einen lebendigen Fuchs ge­sehen. Gleich morgen früh muß ich sie mir an sehen wenn ich darf. Sind sie sehr wild? Beißen sie nicht?"

Aber Michailow, der bisher in der liebenswürdig­sten Weise auf alles und jedes Antwort gegeben hat, zögert plötzlich und starrt die Landstraße ent­lang. Ihren entgegen kommt eine junge Frau in einem hellen weiten Kleid. Jetzt scheint sie un­schlüssig, ob sie weitergehen soll. Aber dann geht sie doch weiter, geht langsam auf die vier Menschen zu und dicht an ihnen vorbei.

Michailow zieht tief den Hut. Die junge Frau mdt kurz zurück, ein flüchtiger Blick trifft Sabine, öie neben Michailow geht.

Sin fur^es Schweigen entsteht. Dann nimmt Michailow, etwas verlegen und hastig, das Ge-

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Fortsetzung folgt.

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einigen Tagen ein :__a___WMavu,V|lll w.., .

ihn, Herrn Lyk, unbedingt persönlich wollen.

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3a, er habe gesagt, er sei an Herrn Lyk sohlen worden. Es gehe natürlich um eine ® und da ohnehin auf dem Gut während der 2 mermonate noch jemand gebraucht würde, sei vielleicht empfehlenswert, sich diesen Mann einmal kommen zu lassen. Er habe einen ganz» chmbaren Eindruck gemacht.

Lyk ist nicht sehr bei der Sache, man ist ffl dicht vor dem Gut angetanat. Lyks Augen ma..> unaufhörlich ringsum:Ah, das Haus! Siehl sehr gemütlich aus. Und der schöne alte b Fräulein Sabine! Da haben wir ja ein exemplar von einem alten Tiroler Stadl! Und

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spräch wieder auf, aber der leise Kontakt, der vor zwischen Sabine und ihm war, ist nicht n Sabine wird wieder still und einsilbig, Michei murmelt schließlich unklar eine Entschuldigung i wendet sich Herrn Lyk zu. Es gäbe einiges, faf immer noch etwas in Hast, was man viel recht bald besprechen müsse.

wird der Beobachtungsturm der Farm sein, wahr? Der Blick von hier aus ist wirklich granbi^

Nur flüchtig und mehr aus der Gewohnheit^ aus, ein einmal angefangenes Gespräch zu 3U bringen, wirst er hin, daß man ihm also Mann einmal vorführen solle. j

Und jetzt sind wir wirklich da, meine DaS^ Michailow stößt das Gatter auf, und LykA als erster hindurch, um sich jenseits mit uw' triebener Willkommensoerbeugung aufzustellen.

Und zwei Augenpaare sehen Sabine entg^P aber sie hält die Augen gesenkt.

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Michailow lächelt höflich, aber etwas gezwuE @oii ... ... ab: es sei zum Beispiel »»Mie Tagelöhner dagewesen un& mk- unbedingt persönlich SÄi

5a", gibt Lyk zurück und dreht sich nach Vorübergegangenen um,ja, das kann ich denken. Aber faaen Sie, wer war diese Dame? interessantes Gesicht."

Michailows Kinnbacken arbeiten.Eine männin von mir, Herr Lyk, und sogar eine fernte Kusine. Sie ist drüben in der Villa Exzellenz Caselli als Gesellschafterin."

So, so", Lyk dreht sich noch einmal um. da haben wir ja eine reizvolle Nachbarschaft/

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