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Nk.t73 Zweites Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Mittwoch. 28. Zuli (937
Aus Natur und Technik.
fliBf in fW ? 3U Kleinschlag für bie Eisenbahn, den Straßenbau
4VUP yivl VP UVUlP Hl VU «t'VUJIlll: und für Ufer- und Dammbefestigungen gewonnen.
Segelfliegen mit Funkgerät.
tungen. So ragen in der Nähe der rechtsrheinischen Marksburg hoch im Gebirge drei große Schornsteine in die Luft, nicht gerade eine Zierde der Landschaft. Spötter erzählen, daß sie zu einer Heizanlage im Innern der Berge gehören, die für eine Beheizung der Rebstöcke bestimmt sei. Sie gehören aber zu einer Blei- und Silberhütte bei Braubach, die dem Auge oorborgen in einem Taleinschnitt liegt. Um die giftigen Abgase der Hütte von den menschlichen Wohnungen fernzuhalten, hat man von der Hütte aus einen Kanal bis an den Berg gebaut und auf sein Ende die hohen Kamine gesetzt, die die Gase frei ausströmen lassen.
rat im Hause müßten also die gleichen Handgriffe erledigt werden, die der Benutzer macht, wenn er sich in seinem Zimmer befindet. Es kommt also darauf an, einen nach zwei Seiten arbeitenden Fernbefehl durch Radiowellen zu übermitteln. Der im Auto mitgesührte Apparat muß mit dem ortsfesten in Verbindung treten und der zu Hause befindliche Apparat muß den im Auto klingeln lassen, wenn ein anderer Teilnehmer die Verbindung wünscht. Die technische Durchführung stößt vor allem auf zwei Schwierigkeiten. Die Benutzung des Apparates im Auto muß in der gleichen Weise vor sich gehen können, wie sonst im Hause, und 'die Vorrichtung im Hause darf sich im wesentlichen nicht von dem gebräuchlichen automatischen Telephon unterscheiden, damit in der Zentrale keine Aenderungen notwendig werden. Das von dem Italiener Dr. Mastin i konstruierte Radiotelephon erfüllt diese Bedingungen, es entspricht den bekannten radiotechnischen Anlagen unter Hinzuziehung einer Relais-Anlage, mit deren Hilfe das Gespräch vom Funk auf- den Telephondraht und umgekehrt übertragen wird.
Lösung der Kurzwellenfrage eingehend zu erörtern, in seiner großen Bedeutung so recht verständlich.
Nur gelegentlich spricht man von den Piloten, die Messungen atmosphärischer und meterologischer Art unter oft schwierigen Bedingungen in beträchtlicher Höhe vornehmen und deren Ergebnisse wissenschaftlichen Berechnungen und auch der Verkehrsluftfahrt zugute kommen. Am wenigsten weiß man wohl aber von den Männern der Luftfahrt, die aus dem Flugzeug heraus Aufnahmen von der Beschaffenheit eines Gebietes herstellen, damit diese zu einem Luftbild oder Kartenwerk vereinigt werden.
Diese Luftbilder mit ihren reizvollen Darstellungen, auf denen sich Straßen, Wege und Flüsse, Gemarkungen, Terrains und dann die Städte mit ihren besonders kenntlichen Hochgebäuden, Kirchen und Türmen hindurchschlängeln, können oft durch die Eigenart dieses Bildes und die Präzision ihrer Wiedergabe den Anspruch erheben, ein Kunstwerk zu sein.
Der Wunsch des Menschen, die Erde mit ihrem Landschaftsbild und der Erscheinungsform von oben „aus der Bo g e l p e r s p e k t i v e" zu sehen und im Bilde festzuhalten, ist schon sehr alt, man braucht nur an die wundervollen Kupferstiche des Frankfurter Künstlers Merian zu denken. Die erste wissenschaftliche Auswertung einer Erfassung der Landschaft und ihre Umwertung zu einem Kartenbild mit den bescheidenen zur Verfügung stehenden Mitteln unternahm vor der Erfindung der Photographie der französische Hydrograph Beautemps Beaupre, der nach Freihandskizzen topographische Karten herstellte. Zum Begründer der modernen Photogrammetrie, des Meßbildverfahrens, photographische Aufnahmen zur Bestimmung der Größenverhältnisse der auf ihnen dargestellten Gegenstände zu benutzen, wurde mit den ersten Luftbildaufnahmen aus dem Ballon der Franzose A. L a u s s e d a t in den Jahren 1852 bis 1859, dem in Deutschland 1867 A. Meydenbauer folgte, auf dessen Anregung 1885 die preußische Meßbildanstalt in Berlin gegründet wurde. Mit der Einführung des stereoskopischen Meßverfahrens im Anfang dieses Jahrhunderts machte die Photogrammetrie weitere Fortschritte. Einen wesentlichen Fortschritt stellte die Erfindung des Reihenbildners dar, eines Apparates, der größere Flugstrecken zusammenhängend durch automatischen Film- oder Plattenwechsel aufzunehmen gestattet.
Man ging immer mehr dazu über, Städte, Landschaften, Forsten und Gemeinden aus der Luft zu vermessen und diese Aufnahmen den Zwecken
Telephonanrufe vom Auto aus.
Selbst beim Vorhandensein einer außergewöhnlich langen Schnur kann sich der Benutzer eines der gebräuchlichen automatischen Telephone nur auf eine recht beschränkte Entfernung vom Wandstecker aus mit seinem Gegenüber unterhalten. Nach Verlassen des Hauses hört jedenfalls die Verbindungsmöglichkeit auf. Wenn man die Absicht hat, das Telephon im Auto mitzunehmen, so ergibt sich die Notwendigkeit einer radio-elektrischen Verbindung zwischen dem „beweglichen" Apparat und der Telephonvorrichtung im Hause des Abonnenten. Drahtlose Telephonie ist bekannt. Im Auto selbst aber wird es, wie in der Frankfurter Wochenschrift „Die Umschau" mitgeteilt wird, vonnöten fein, eine bestimmte Nummer zu wählen, bevor man mit einem anderen Teilnehmer spricht. An dem Appa-
Deutschlands seltenster Hund.
Von Professor Dr. O. Behringer, Tiergarten Heidelberg.
Deutsche Schäferhunde, Boxer, Dackel, Foxe und Vorstehhunde kennt ein jeder. Sie gehören zu unseren häufigsten Hunderassen. Von den großen Hunden sind Doggen und Bernhardiner allgemein bekannt. Anders wird es, wenn wir uns über Neufundländer, Leonberger, Berner Sennenhunde oder gar Hovawarts unterhalten wollen. Da müssen wir uns schon zu langwierigen Erklärungen verstehen oder zu Bildern unsere Zuflucht nehmen.
Es ist dabei bemerkenswert, daß diese selteneren Hunderassen fast alle aus Mitteleuropa stammen. Gerade die weiß-schwarzen Neufundländer sind tn der Hauptsache wohl aus den Hunden hervorgegan- gen, die Fischer aus England und Frankreich nach Neufundland mitnahmen. Dort wurden sie zum Fischfang benutzt, d. h. sie mußten helfen, Netze auslegen und einholen und entwickelten als Gebrauchshunde eine hohe Klugheit und eine große Leidenschaft fürs Wasser. Die zuerst wieder aus Neufundland nach Europa gebrachten Hunde waren die weiß-schwarzen Neufundländer, große prächtige Tiere, die besonders in England lange Zeit Modehunde waren, während die rein schwarzen Neufundländer, an deren Entstehung wohl auch die eingeborenen Labradorhunde mitgewirkt haben, erst viel später nach Europa kamen. Die weiß-schwarzen Neufundländer wurden besonders durch den englischen Maler Edwin Land se er (1802—1873) berühmt, der diese malerischen Hunde gern darstellte- besonders bekannt wurde sein schönstes Hundebildnis „Ein Aristokrat". Noch heute nennt man seitdem die weiß-schwarzen Neufundländer kurz „Landfeer" Diese ursprünglich von den schwarzen Neufundländern in Größe, Körperform, Haarlänge und Kopfbildung verschiedenen, im angenehmen Wesen aber sehr ähnlichen Hunde, liefen bald Gefahr, von den schwarzen verdrängt zu werden, weil bei der Paarung von weiß-schwarzen nut schwarzen Hunden diese sich als vorherrschend (dominant) erwiesen und nicht nur die Farbe, sondern auch die sonstigen körperlichen Merkmale vererbten, so daß meist nur noch die schwarz-weiße Färbung übrigblieb. Es ist deshalb ein großer Glucksfall, wenn einmal noch irgendwo ein Landfeer aufzusln- den ist, der noch neben der weiß-schwarzen Färbung
Weshalb fingen die Vögel?
Von Dr. Heinrich Srieiing.
Einen Maimorgen muß man erlebt haben, man kann ihn nicht schildern. Und wer zu den Spätaufstehern gehört, der wird das Opfer nicht bereuen, wenn er wenigstens einmal zwischen 4 und 5 hinaus in den Park oder Wald geht. Denn niemals singen die Vögel so voll und schön wie am jungen Morgen, und niemals erfüllt die Landschaft ein so hinreißender Liederschall wie kurz nach Sonnenaufgang im Mai. Wie Orgelschwall brandet das Flöten der Amseln, jauchzenden Hymnen gleichen die Weifen der Singdrossel, und wie ein wunderbarer Schmuck am festlichen Gewand der Natur nehmen sich die melodischen Stimmen der Grasmücken, Laubsänger, Rotkehlchen und all der anderen frohen Sänger aus. Aber bei aller Freude an diesem schönen Erlebnis regt sich immer wieder die alte, und doch nie befriedigend beantwortete Frage: Warum singen die Vögel eigentlich — und warum singen sie so schön?
Um uns zu erfreuen, wird der Vogel wohl kaum singen, und wenn er sich selbst die Lebenslust „vom Leibe schmettern" will, dann ist es immer noch wunderbar, daß er es in so prächtiger Form tut, und daß ein jeder Vogel sein eigenes Liedchen hat. Vielleicht aber will er seinem Weibchen gefallen? Auch das kann es allein nicht fein, wenn man auch richtige Paarungsgesänge kennt, denn es gibt auch singende Vogelweibchen, und leicht kann man sich überzeugen, daß der schönste Gesang auf das andere Geschlecht gar feinen Eindruck macht. Und dann — warum fingen die Vögel auch noch, wenn sie längst verheiratet sind und ihre Brut schon heranwächst?
So einfach ist die Sache also nicht. Es muß alles noch einen tieferen biologischen Sinn haben, genau wie die Balzflüge der Bekassine im Frühjahr, das trunkene Gaukeln liebestoller Kiebitzmännchen, das herrliche Kreisen der Raubvögel über dem Horst und das farbenprächtige Hochzeitsgewand vieler Tiere. Die Flugfpiele und Prachtkleider dienen doch zweifellos nicht nur dazu, das Weibchen zu reizen, sondern bedeuten ganz einfach: Ich bin da! Ja, noch mehr: sie sind gleichzeitig eine an art- gleiche Konkurrenten gerichtete Warnung, sich dort niederzulassen, wo die Farbenpracht leuchtet oder wo die Schauflüge der Raubvögel ein Stück Landes beherrschen. Und dieses „S i ch - z e i gen- wollen" scheint auch der tiefere Sinn des Vogelgesangs zu sein.
Wer sich am Badestrand seine eigens geschaufelte Burg sichern will, der setzt sich entweder die ganze Zeit hinein oder aber er steckt ein Fähnchen und eine Namensaufschrift daran, damit jeder weiß: aha, das ist besetztes Gebiet! Besetztes Gebiet — nichts anderes ist auch das Garteneckchen, wo die Amsel singt, das Stückchen Wiese, wo der Kiebitz herumweht. Sie halten ihre „Burg" eben auf ihre Art besetzt, manche zeigen sich, und andere sagen es mit schönen „Worten", aber sie meinen eben doch dasselbe damit! Natürlich ist es in erster Linie das Brutgebiet, welches von den Vögeln durch den Gesang besetzt gehalten wird, und das durch die ansehnlichen großen Arten mit Schauflügen umgrenzt oder durch Farbenpracht gekennzeichnet wird. Zum Brutgebiet gehört dann auch natürlich das Weibchen, das sich der Vogelmann gesichert hat, und vielleicht gehört auch noch ein bestimmtes Jagdrevier dazu, wenn es sich nicht um Arten handelt, die in Kolonien brüten und gemeinschaftlich auf die Jagd gehen. So ist also der Vogel- gefang — übertragen erklärt — ein Privatgrund- stück mit einem Zaun darum, bei dessen Tür ein Schild verkündet: „Hier bin ich! Brutplatz und Weibchen gehören mir. Zudringliche werden höflich, aber bestimmt gewarnt!" Und wenn diese „Verbotstafel" nichts nützt und ein Rivale doch in das „geheiligte" Banngebiet einzudringen wagt, dann gibt es halt eine Rauferei, die oft recht romantisch mit einem regelrechten Sängerkrieg eingeleitet
starten darf, muß der Segelflugschüler nach dem theoretischen Unterricht gleich zu seinem ersten Alleinslug aufsteigen. Natürlich sind hierbei kostspielige Flugzeugschäden und auch körperliche Unfälle nicht immer zu vermeiden, so daß es schon immer wünschenswert erschien, hier eine Verbesserung einzuführen.
Ein Hilfsmittel zur Ueberwindung dieser Schwierigkeiten ist jetzt in einem Sende- und Empfangsgerät für Segelflugschulung gefunden worden. Mit dieser Einrichtung kann der Lehrer jederzeit während des Fluges seines Schülers diesen unterweisen. Auf drahtlosem Wege wird er ihm zum Beispiel falsche Steuerbewegungen verbessern können. Der Lehrer benutzt dazu einen kleinen Sender, der die Sprache auf einen in dem Flugzeug eingebauten, besonders leichten Spezialempfänger überträgt. Zahlreiche Versuche sind mit diesem Gerät schon an- gestellt worden, und zwei Segelflugschulen haben sich mit ihm zufrieden erklärt. Die Bruchgefahr konnte stark herabgemindert und die Lehrzeit der Schüler bedeutend verkürzt werden. Mehr als einmal sind Schüler durch Kommandos, die auf der Funkwelle gegeben wurden, aus gefährlichen Lagen herausgeleitet worden.
Das Funkgerät läßt sich aber auch sonst bei Segelflügen verwenden. Werden längere Flüge an ein und demselben Platz ausgeführt, dann stellt sich bald Ermüdung ein, da ja die aufmunternde Abwechselung wegfällt. Kann dem Flieger dagegen Musik , ober sonstige Unterhaltung gesandt werden, dann wird die Aufmerksamkeit wachgehalten und die Leistung erhöht.
Der „geheizte Berg".
Von Der Vogelschau zur modernen Lustkarte
Von Günter Wolterdors.
Tokio ein Oratorium von Bach von japanischen Künstlern aufgeführt wird. Eben als der sympathische Sprecher die deutsche Ansage beginnt: „Hier ist Tokio, die Stadt im Lande der aufgehenden Sonne stört ein lauter, heller Pfeifton die Sendung. Wir stellen fest, daß sich London, ein Sender des englischen Empire-Weltrundfunks, dazwischengeschoben hat. Auch auf anderen Kurzwellen begegnen wir immer wieder Ueberlagerungs- erfdieinungen. Ein Sender in Havanna auf Kuba hat im 31-Meter-Band unter Telegraphiestorungen zu leiden-, auch Rio de Janeiro wird von einem leichten Pfeifton gestört.
Wie sind diese Störungen zu erklären? Seit etwa vier Jahren ist der Kurzwellenrundfunk in allen Rundfunkländern der Welt in ununterbrochener Fortentwicklung begriffen. In Europa organisierten sogar die kleineren Rundfunklander einen Kurz- .wellen-Programmdienst. Heute gibt es Rundfunk- kurzwellenfender auch in Belgien, Dänemark, Schweden, Ungarn, Tschechoslowake^ Jugoslawien usw. Insgesamt sind in der ganzen Welt annähernd 550 Kurzwellen für Telephonie- und Rundfunksender verteilt, und die Zahl der regelmäßig arbeitenden Kurzwellen-Rundfunksender ist auf e wa 200 angewachsen. Bei der sprunghaften Entwicklung des Kurzwellenrundfunks bedarf die Wellenfrage ^aber dringend einer internationalen Regelung Der Weltrundfunkverein, dessen Wellenkontrollstelle in Brussel heute nicht nur die europäischen Mittel- und Langwellen, sondern auch die in Europa hörbaren Kurzwellenrundfunksender überwacht, hat vor kurzem bereits auf einer Tagung des CCJR. (Commission consultativ internationale des radiocommunication) in Bukarest eine Vorprüfung der Kurzwellenfrage Dorqenommen. Eine internationale Regelung und Wellenverteilung im gegenseitigen Einvernehmen mit den beteiligten Rundfunkverwaltungen der Welt ist um fo notwendiger, als bisher fast alle Rundfunkländer ihren Kurzwellendienst ohne Rücksichtnahme auf andere Länder weiter entwickelt haben. Die Empfangsstörungen, die sich daraus ergaben, haben sich längst in allen Erdteilen empfindlich bemerkbar gemacht, und neben der Wellenknappheit gefährdet auch noch die ständige Leistungssteigerung der wichtigsten Sender den Kurzwellenrundfunk. Die Sendeenergien der bedeutendsten Kurzwellen-Rundfunksender wurden auf 50 kW Antennenleistung erhöht und haben sich gegenüber dem Stand von 1930 verzehnfacht!
Auf unserem Aetherbummel, der bis gegen Sonnenaufgang dauert, wird uns der Entschluß des Weltrundfunkoereins, auf der im nächsten Jahre in Kairo stattfindenden Tagung die Vorschläge zur
Rheinischer Schiefer.
Von den vielen Natursteinen, die das Rheingebiet liefert, ist der Schiefer, der einem ganzen Gebirge den Namen gegeben hat, der wichtigste. Der Hauptort der rheinischen Schieferindustrie ist das durch ! den, Rheinübergang Blüchers (1814) historisch ge- | wordene Kaub. Die dünnen, tafelartig gespalteten Steine werden in der Hauptsache als Dachschiefer, aber auch zu Tisch- und Fußbodenplatten und für den Schalttafelbau verwendet. Aus den brüchigen Abfäsien wird Schiefermehl hergeftellt, das in der Farbindustrie und zum Wegebau, aber auch für die Herstellung von Grammophonplatten benötigt wird. Die früheren Tagebauten im Schiefergebirge sind nach und nach Stollenbauten geworden, weil sich herausgestellt hat, daß der dem Licht und der öonne ausgesetzte Schiefer auseinanderfällt, aber nur, so lange er nicht zu Platten ober anberen Stucken verarbeitet ist. In ber Nähe werben auch Quarzite (Quarzschiefer) in großen Mengen gewonnen und
der Flächennutzung, Eingemeindung, Landesplanung, schließlich auch zu Katasterzwecken dienstbar zu machen. Namentlich in den letzten Jahren fielen dem Luftbild durch die großen Probleme der Arbeitsbeschaffung im Dritten Reich neue Aufgaben zu, nämlich die Unterlagen, Karten und Uebersichts- pläne zu schaffen für die großen Projekte der über ganz Deutschland verteilten Siedlungs- und Verkehrsanlagen, Flußregulierungen, Reichsautobahnen, Landgewinnung, Reichsbodenfchätzung usw.
Es besteht heute die Möglichkeit, aus dem Luftbild Pläne und Karten aller benötigten Maßstäbe herzuftellen. Besonders war es der großmaßstäbliche Luftbildplan im Maßstab 1:10 000 bis 1:1000, der sich allmählich als unschätzbare und unentbehrliche Unterlage herausbildete. /
Die Begriffe „Luftbi 1 dp 1 an" und Luftbildkarte" müssen, wenn man sich fragt, wie der technische Vorgang einer solchen Aufnahme und ihrer Auswertung ist,' auseinandergehalten werden. Der Luftbildplan ist die Aneinanderreihung von Luftbildaufnahmen zu einer zusammenhängenden Uebersicht über ein bestimmtes Gebiet,.während die Luftbildkarte die Umrechnung aller Erscheinungsformen des Luftbildes in die kartographischen Begriffe harstellt.
Die Grundlage beider Darstellungsarten ist bas Luftbilb, bas mit bem Reihenbilbner ausgenommen wirb. Das vom Flugzeug aus senkrecht nach unten aufgenommene Luftbilb zeigt bie naturgetreue Wie- bergabe ber Erboberfläche mit allen Einzelheiten, unb zwar infolge bei außerorbentlichen Präzision unb Schärfe bes Objektivs in viel größerer Genauigkeit unb Vollstänbigkeit, als es bas menschliche'Auge jemals aufnehmen würbe. Don ben Projektionen werben bann bie Abzüge gemacht unb schließlich ber Plan .zusammengestellt.
Der Luftbilbvermessung stehen in ber Gegenwart unb in ber Zukunft noch große Aufgaben bevor, unb so ist man bemüht, in ben Ar- beitsmethoben, ber Schnelligkeit unb auch ber Wirtschaftlichkeit ber wertvollen Präzisionsinstrumente Verbesserungen burchzuführen; fartlaufenbe Versuchsarbeiten, bei benen gleichzeitig bas Personal ausgebilbet wirb, tragen bazu bei, auch biesen Zweig ber wissenschaftiichen Erkunbung unb Aufzeichnung burch ben vorwärtsstrebenben Geist beut- scher Gelehrter unb Ingenieure zu förbern — em Bemühen, bas gelohnt wirb burch bie ehrliche Anerkennung, bie In- unb Auslanb biefen erfreulichen Ergebnissen entgegenbringen.
SimsM durch den KurzwelleMher.
Von W. Diesenbach.
Wir besuchen eines Abenbs eine Kurzwellenempfangsstation in einem ruhigen Berliner Vorort, um ein wenig über Europas Grenzen hinaus Runb- funEfenbunqen aus aller Welt zu belauschen. Was wirb uns dieser Abenb an Ueberseestationen bringen? Wirb es möglich sein, Rundfunkstationen au-, allen Erbteilen zu vernehmen fragen wir Den Lei= ter ber Empfangsstation, ber feit mehreren Jahren ständig ben Kurzwellenrunbfunk beobachtet.
Noch vor zehn Jahren hätte biese Frage mit einem glatten Nein beantwortet werben muffen, denn es gab bamals nur ganz wenige Kurzwellen- runbfunksenber, in Ueberfee z. B. bie norbamerika- nischen Stationen Pit.tsburg unb Schenectaby unb in Europa zuerst nur ben weltbekannten Phüips- Senber in Einbhoven (Holland) der 1927 mit wellenversuchssendungen für Niederlandisch-Jndien begann. Seine großen Erfolge veranlaßten den englischen Rundfunk und manche andere europalsche Sendegesellschaft, sich mit der Kurzwellenfrage zu beschäftigen, wenn damals auch ausschließlich die Mittel- und Langwelle den Aether beherrschten.Be- trachten wir heute di- vielen Kurzw-ll-nründsunk- Bänder im 13-, 25-, 31- und ^M-t-r-B-r-.ch ° wird uns der Sieg der Kurzwelle °'s°nb°r ,W» hätte auch 1916, als die ersten U-b-r,-°.Funkver bindungen auf Langwellen Triumphe f“er*E"- äaran gedacht, daß -inst dl- mißachteten Kurzwel- len, jen® elektrainagnetischen Schw'ngungen m>t de- ncn Heinrich Hertz feine klassischen Ulriche ^u ch- fiihrte, dazu berufen fein wurden, die Derblndung van Erdteil zu Erdteil herzustellen und den Rund- funk über die ganze Welt ä" °erbre,tem
Unsere Empfangsgeräte und Verstarker JinO oe triebsbereit; wir nehmen Welleniabellen und Ku z- wellenpragramme zur Hand denn d^ meisten Kurz wellen-Rundsunkfender verbreiten I” ” ’ gestimmten Erdteil nur kurze Z°nenpr°gramm von -in- bis dreistündiger Dauer über Richt -rav- antennen und wechseln ständigihr-1 Welle, tagllch sogar mehrmals, so daß sich der Kurz . notgedrungen auf einen genauen ,-FsApl . f lassen muh. Im 19.meter.$anb erre gen nur m wunderbarer Lautstärke und Klangrelnheit e e Sendung aus Chikago, übertragen durch. d°n Ku^z ,wellensender in Schenectady. Wir h unb es meldet sich Japan nut . äcf)rt ,n Nachrichtendienst, ber ankunbigt, daß
die bezeichnenben Merkmale der Landseer wie stärker abgesetztey Kopf, höheren Körper, kürzere gewellte Haare unb ähnliche körperliche Eigenschaften aufweist. Außer in Englanb würben in Hollanb, ber Schweiz unb Oesterreich noch von einzelnen Züchtern bie echten Lanbseer weiter gehalten, wäh- renb sie in Deutschlanb fast ganz verschwunben sinb.
Im Tiergarten Heibelberg lebt eine aus Oesterreich stammenbe Hünbin, bie, mit einem aus Hollanb kommenben Rüben gepaart, einen kräftigen Wurf von 9 Welpen mit Hilfe einer schwarzen Amme großzog, worunter glücklicherweise 6 Hün- binnen sinb. Da man bei guter Aufzucht keinerlei Bebenken vor Inzucht zu haben braucht, besteht bie Möglichkeit, biese seltensten Hunbe Deutschlanbs weiter zu züchten. Es ist leiber aber fo, baß überall in ben Stammbäumen nachweisbar, irgenbroann einmal bie schwarzen Neufunblänber wohl aus Verlegenheit eingekreuzt würben, unb es bebarf aller züchterischen Geschicklichkeit, bie echten Laich- seer roieber einmal „herauszurnenbeln". Da bie weiß-schwarzen mit ben Merkmalen ber schwarzen Neufunblänber aber ebenfalls schöne Hunbe sinb, die ihren Besitzern genau soviel Freube machen, so ist es burchaus nicht nötig, solche Hunbe auszumerzen, sonbern auch biese sinb gut unterzubringen. Wem ber gewöhnliche Neufunblänber zu schwarz, ber Leonberger zu einfarbig gelb, ber Bernhgrbiner zu feucht ums Maul unb zu triefäugig, ber Berner Sennenhunb zu klein ist, ber wirb gerne einen weiß-schwarzen Neufunblänber wählen, zumal biese Rasse am liebsten auch im Winter braufeen im Freien ist unb alle bie guten Eigenschaften sich bewahrt hat, bie unsere Vorfahren an ben alten guten Haus- unb Hofhunben, ben Hovawarts, schätzten unb bie wir bei vielen mobernen Hunden vermissen.
Bei allen Züchtungsversuchen, bei bem Bestreben, alte Rassen wieder erstehen zu lassen, die sonst dem Untergang geweiht sind, ist die Mitarbeit weiter Kreise nötig. Es ist dazu kein großes Opfer aufzubringen, sondern nur der Wille, bei solchen Fragen mitzuarbeiten. Mit derselben Liebe, mit ber man einem Fixköter unbestimmter Herkunft das Leben angenehm macht, kann man auch einen wertvollen Rassehund betreuen unb gleichzeitig noch an wissen- scl-astlichen Untersuchungen teilnehmen. Bei Der Lanbseer-Erhaltung ober Wieberherstellung handelt es sich darum, zunächst wieder genügend Material zu haben, um dann später burch geschickte Zuchtwahl ben ursprünglichen Lanbseer roieber erstehen zu lassen. Wer babei mitarbeiten will, roenbe sich an ben Verfasser biefer Zeilen.
Heute stellt bas rheinische Schiefergebirge mit seinen Nachbargebieten eine wertvolle Baustoff- Währenb ber Motorflugschüler erst nach vielen quelle bar.
Schulflügen, bie er gemeinsam mit seinem Lehrer in einem zweisitzigen Flugzeug ausführt, allein
Wer seine Sommerreise an ben Rhein unter« ’ nimmt, wirb bie Gelegenheit einer Dampferfahrt zwischen Koblenz unb Bingen nicht ungenutzt lassen. Eine solche Dampferfahrt bietet bem Auge auch allerlei Anknüpfungspunkte für technische Betrach-


