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Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum» schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), Vertreter: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr.Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (beurlaubt). Verantwortlich für den Inhalt bet Anzeigen: Theodor Kümmel. D. 21. VI. 37: 9104. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerel R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs» preis RM.2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der

Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

Mitarbeiter zum Ausdruck gebracht, daß der Frie­den der Welt weit mehr gefördert werden könnte, wenn die einzelnen Völker selbst Gelegen- heit hätten, einander kennenzulernen. Wie richtig diese Ansicht ist, dafür sind nicht nur die Front­kämpferbesuche Beweis genug. Wir können aus den letzten Jahren ohne Mühe zahlreiche andere Beispiele anführen, die das Gesagte deutlich unter­streichen. Erst in jüngster Zeit kehrten deutsche Bergarbeiter aus London zurück, die einen Besuch englischer Bergarbeiter in Deutschland er­widert hatten. Sie äußerten sich ebenso anerkennend über den herzlichen Empfang, der ihnen zuteil ge- worden war, wie die deutschen Austausch- s ch Ü l e r, die vor kurzer Zeit aus Amerika zurück- gekammen sind. Nicht vergessen werden darf auch die Auslandsarbeit der Hitler-Jugend, die es durch die von ihr ins Werk gesetzten Fahrten deut­scher Jugend in fremde Länder gleichfalls erreicht hat, daß mit manchen Vorurteilen gegen das neue Deutschland aufgeräumt wurde. Und schließlich muß noch auf die gewaltige Arbeit der NS.-Gemeinschaft Kraft du.rch Freude" hingewiesen werden, die dadurch, daß sie viele tausend deutsche Arbei- ter als Repräsentanten des Dritten Reiches in an­dere Länder schickt, Brücken von Volk zu Volk geschlagen hat, die sonst nie hätten errichtet werden können. Schon aus diesen wenigen Beispie­len ersehen wir, wie planmäßig und zielbewußt hier von allen Stellen Hand in Hand gearbeitet wird, und die Tatsache, daß diesen Bestrebungen ein so starker Erfolg beschieden ist, mag uns der schönste Lohn sein.

So sehen wir in dem bevorstehenden Besuch der Frontkämpferabordnungen van fünf­zehn Nationen einen weiteren Meilenstein auf dem Wege der Verständigung und Versöhnung der Völker. Wir wissen, daß durch eine derartige per­sönliche Fühlungnahme zwischen Männern, die den Kameraden von der anderen Seite" zu schätzen wissen, dem Werk des Frie- dens ein größerer Dienst erwiesen werden kann, als durch manche Konferenz der üblichen Art. Und wir zweifeln nicht, daß unsere Gäste, wenn sie wieder in ihre Heimat zurückgekehrt sind, dort von unserer friedlichen Aufbauarbeit berichten werden, der un­sere ganze Kraft und unser ganzes Bemühen gilt.

Die Verhaftungswelle imSowjet-paradies"gehtweiter

Moskau, 28. Juli. (DNB.) Die Moskauer Blät- ter veröffentlichen eine neue Liste von hohen und

höchstenBeamten, die, wie es in der amtlichen Mitteilung heißt,für die Erfüllung wichtigster Auf­gaben der Regierung" mit verschiedenen Orden aus­gezeichnet worden sind. Unter ihnen befinden sich auch Abteilungs- bzw. Rayonleiter der G P U., wie Belski, Gendin, Frinowski, Peters, Estrin usw.

Worin die Negierungsaufgaben bestanden haben, kann kein Zweifel sein, wenn man täglich in den Zeitungen lieft, daß die Verhaftungswelle in der ganzen Sowjetunion unge­hemmt w e i t e r g e h t. Aus allen Gebieten der staatlichen, parteilichen und wirtschaftlichen Verwal­tung sind Angebereien und Denunziationen an der Tagesordnung, und die Blätter sind voll von An­zeigen gegenStaatsfeinde" undFaschisten".

So ist, wie diePrawda" meldet, in dem Zuckertrust in der Ukraine beinahe die ganze Leitung abgesetzt worden, ebenso wurden die Direktoren der einzelnen Werke ver­haftet. Das gleiche Blatt berichtet, daß der S ä u b e -

Aus all

ftünf Mitglieder der Nmrga-parbat- «kxpedition geborgen.

Die deutsche Himalaya-Stiftung teilt mit: Von Paul Bauer traf eine Meldung ein, wonach es gelungen ist, fünf der im Lager 4 am Nanga Parbat verunglückten Bergsteiger aufzufinden. Es handelt sich um die Expeditionsteilnehmer Pfeffer, Hartmann, Hepp, Dr. Wien und Fant- Hauser. Sie wurden in der Nähe der Unglücks­stelle am Fuße eines hohen Eisturmes zur letzten Ruhe bestattet.

Zwei weitere Bergsteiger, Müllritter und Göttner, und die neun Träger, die bei dem Un­glück gleichfalls verschüttet wurden, konnten nicht mehr geborgen werden. Die Bergungsarbei­ten waren infolge der Härte der Lawine und des Sauerstoffmangels in der großen Höhe von über 6000 Meter außerordentlich anstrengend.

Das Lager 4, das von der Katastrophe ereilt wurde, war bei den früheren Expeditionen als voll­kommen sicher angesehen worden. Es war jedesmal Wochen hindurch ruhig. In der Umgebung waren nie irgendwelche Lawinen niedergegangen. Die La­wine, die die furchtbare Katastrophe yerbeigeführt hat, ist dadurch entstanden, daß am Hang des Nakiot-Peak-Ausläufers Eismassen abbrachen, die den frisch gefallenen Schnee wegrissen. Die Lawine hat auf der Terrasse, auf der Lager 4 stand, noch

rung, die im ukrainischen Rundfunk durchgeführt wird, auch die Sendeleitung im Don» gebiet zum Opfer gefallen ist. Ebenso hätten, wie diePrawda" weiter mitteilt, die Leiter des Kom­somolsker Jundkommunisten, in Kiew feindliche und Schädlingsarbeit geleistet. Unter die gleiche Ru­brik falle auch die Tätigkeit der Rayon-Organisa­tionen in Winniza, wo auch die Vertreter der Partei mit den Staatsfeinden unter einer Decke steckten. Schließlich berichtet dieJswestija" von der Schäd­lingsarbeit der Behörden in Swerdlowsk.

Wieder ein Jude als Volkskommissar.

Moskau, 27. Juli. (DNB.) Der Zentralvoll, zugsausfchuß der Sowjetunion hat beschlossen, Abraham Lasarsohn Gilinski zum st e l l v e r - tretenden Volkskommissar für die Nah­rungsmittelindustrie zu ernennen. Damit ist wieder ein Jude in den Rat der Volkskommissare der Sowjetunion eingezogen.

er Welt.

400 Meter, auf einer nahezu waagerechten Strecke zurückgelegt und das Gelände in einer Breite von 150 Meter bedeckt. Der Zeitpunkt der Lawine konnte fcftgefteUt werden; sie ging nieder in der Nacht vom 14. zum 15. Juni, wenige Minuten nach Mitter­nacht. Die genaue Bestimmung ist offenbar dadurch möglich geworden, daß mehrere Uhren der Verun­glückten zu dieser Zeit stehengeblieben sind.

Auftakt zum Breslauer Sängerbunbeefeff.

Der erste Sonderzug, der zum deutschen Sängerbundesfest auf dem festlich geschmück­ten Breslauer Hauptbahnhof eintraf, brachte Sänger und Sängerinnen aus Siebenbürgen nach der schlesischen Hauptstadt. Die Gäste wurden vom Obmann des Empfangsausschusses willkommen ge- heißen, der der Freude darüber Ausdruck gab, die deutschen Volksgenossen, die sich in der Fremde seit vielen Jahrhunderten ihr Deutschtum und mit ihm auch das deutsche Lied bewahrt haben, beim gro­ßen deutschen Sängerfest begrüßen zu können. Der Sprecher der Siebenbürger Sachsen dankte für die herzliche Begrüßung.

Kein Wasser auf Obst trinken!

In Sandberg bei Bischofsheim (Rhön) starb eine 42jährige Frau unter schrecklichen Schmerzen. Sie hatte nach dem Genuß von Heidelbeeren Wasser getrunken. Ein ähnlicher Fall ereignete sich in Bad Neustadt a. d. S., wo eine 32jährige zur Kur

weilende Frau aus Berlin an den gleichen Folge­erscheinungen ft a r b.

Keine Grashalme in den Wund nehmen!

Der Landwirt Peter Jungbluth aus Fron­hausen (Rheinprovinz) hatte einen Grashalm in den Mund genommen. Bald darauf stellten sich schwere Vergiftungserscheinungen ' ein, jo daß der Mann in ein Krankenhaus gebracht wer­den mußte. Der Arzt stellte eine Strahlenpilzoer- giftung fest.

Schweres Aulobusunglück bei Toulouse.

In der Nähe von Toulouse ereignete sich ein schwerer Unglücksfall. Auf einer Bahnkreuzung wurde ein vollbesetzter Autobus von einem Zuge erfaßt und etwa 60 Meter weit mitge­schleift. 15 Insassen des Autobusses mußten schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden; der Zustand von acht Verletzten ist besorgnis- erregend.

Wetterbericht

de» Retchswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt

Da dem über Südschweden und der südlichen Ost­see liegenden Tief von Nordosteuropa her immer noch milde Festlandsluft zugeführt wird und es dadurch trotz weiterer Auffüllung feine roetterbe- stimmende Wirkung aufrechterhält, trat die erroar- tete Abschwächung nicht ein. Das Wetter der näch- ften Tage wird sich daher weiter unbeständig und für die Jahreszeit zu kühl gestalten.

Aussichten für Donnerstag: Bei west­lichen Winden stärker bewölkt, kühl, aber meist trocken.

Aussichten für Freitag: Unbeständig und kühl.

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Die Beisetzung findet am Freitag, dem 30. Juli, 15.30 Uhr, auf dem Neuen

Friedhof statt. Von Beileidsbesuchen bitte ich absehen zu wollen.

Für die herzliche Anteilnahme an meinem schweren Verluste, sowie für die Ehrung meines lieben, unver­

geßlichen Entschlafenen sage ich hiermit allen herz­

lichen Dank

Gestern abend entschlief meine liebe Frau, unsere innigstgeliebte Mutter

und Großmutter

J. Wilhelmi, Berßwerksdirektor i. R.

zugleich im Namen unserer Kinder und Enkelkinder

Frau Elisabeth Seibert

geb. Gerlach

Sie mocht.

Am Montag, 26. Juli, nachm. 4.80 Uhr, verschied infolge einer Operation meine liebe Tochter u. unsere Schwester

Anna Weimer

im Alter von 23 Jahren

Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Weimer V., Gemeinderechner

Dau bringen, den 28. Juli J037

Die Beerdigung findet Donnerstag, den 29. Juli, nach­mittags 1 Uhr, auf dem Friedhof des Hessischen Brüder­hausesHephata bei Treysa statt

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