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Deutsche Schäferhunde vor dem Wertungsrichter

Aus -er engeren Heimat

(Nachdruck verboten.)

32 Fortsetzung.

bin in den Regen

Aber bilde dir ja und merke nichts.

und macht mir nur eine Szene, war ein bißchen spazieren und gekommen."

schrie er haßerfüllt und warf vor die Füße.

Ach, du spionierst wohl?"

Nenne es, wie du willst.

AusstellungDas Theater im freien'.

Die Stahl Frankfurt a. M. veranstaltet in Ver- bindung mit dem Reichsbund der deutschen Frei­licht- und Volksschauspiele e. V. anläßlich des Jah­res der deutschen Festspiele während der Römer« berg-Festspiele vom 1. Juli bis 31. August ei-ne umfangreiche AusstellungD a s Theater im Freien". Neben einem historischen Rückblick, in dem unter Leitung von Universitäts-Professor Dr. Carl Niessen die Entwicklung des Freilichtspiels von den Anfängen der Schauspielkunst über die ein­zelnen Entwicklungsstadien u. a. höfisches Fest- leben und Theater im Barock, Marktbühnen des 17. und 18. Jahrhunderts bis zu den Freilichtbühnen nach dem Weltkrieg gezeigt wird, bringt der Reichs­bund eine große Schau der Freilichtbühnen im neuen Deutschland.

Unser neues Freilichtspiel, von dem Dr. Schlös­ser sagt, daß es keine l'art pour Kart sei, sondern eine im Tiefsten völkische d. h. gemeinschaftsgebo­rene und stammesgebundene Angelegenheit ist, hat in den Jahren der Machtübernahme einen außer­ordentlichen Aufstieg genommen. Durch den Natio­nalsozialismus, der in ihm einen bedeutenden Fak­tor des neuen Kulturwollens sieht, erfährt es im Gegensatz zu früher staatliche Förderung, wirtschaft- liche, dramaturgische und weltanschauliche Betreu-

Wo warst du? will ich wissen!" schrie er.

Gott, spazieren eben. Du hast dich doch sonst nie darum gekümmert, wo ich hingehe. Uebrigens verbitt' ich mir diesen Ton!" versetzte sie trotzig.

Das ist alles so niederträchtig und schamlos! dachte er gequält. Aber ich muß noch Beweise haben. So oder so. Ich gehe ja zugrunde an dieser ewigen Ungewißheit. Mein Gott, wohin treiben wir, wohin führt das alles?

Er sah schlecht aus,, schlief schlecht und war zu keiner Arbeit mehr fähig. Selbst seine früheren Schüler, die ihn unter sichGogassl" nannten, ein Spitzname übrigens, dem man weiter keine Bedeu­tung unterschieben darf, hätten mit ihrem von Gott und der Welt verlassenen Lehrer jetzt Mitleid emp­funden, obwohl Knaben vor dem Stimmbruch das Roheste sind, was es gibt. Zuweilen legte sich En- gasser auch die Frage vor, ob es nicht ein großer Fehler war, Vickis Jugend und Temperament an seine eigene kränkliche Existenz zu ketten. Aber diese Frage war müßig. Nun, wo es einmal geschehen war, hatten Eheleute einander die Treue zu halten, zum Donnerwetter!

Die Büchlkamer Straße war grundschlecht und wegen der vielen Krümmungen nicht zu übersehen. Vielleicht hatte Vicki einen Waldpfad gewählt? Er überlegte und trödelte herum, er ging in den Wald, ging wieder heraus auf die Straße. Die Straße war sicherer. Im Wald konnten keine Autos fahren. Es fing zu regnen an, und Engasfer, der als vorsichtiger Mann selten ohne Schirm ausging, freute sich auf kümmerliche Weise des seinen und spannte ihn auf. Vicki ist natürlich wieder ohne! dachte er tadelnd. Es platschte und goß, und der Schirm erwies sich als unzureichend. Während der Professor mit trüben Gedanken fürbaß schritt, kam ihm ein triefender Radfahrer entgegen.

Sie, Mann, halten Sie mal einen Moment. Haben Sie unterwegs nicht eine junge Dame ge­sehen? Sie hat ein helles Sommerkleid an und ist ohne Schirm."

Meinen Sie die junge Frau bei Doktor Fogg?

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Haber im Hotelzimmer empfingst. Man darf über dein Benehmen gar nicht nachdenken, so gemein ist es!" stieß er hervor.

Das ist ja Wahnsinn, was du da vorbringst", stöhnte sie fassungslos und wurde ganz klein unter diesen Schmachreoen und seiner verzerrten Miene. Sie will ihm erklären, wer damals bei ihr im Hotelzimmer war, aber der Professor läßt sie nicht zu Worte kommen und fährt mit gesteigerter Hef­tigkeit fort:

Habe ich dich nicht gefragt, ob du im Hotel kei­nen Bekannten getroffen haft? Was hast du geant­wortet? ,Nein'. Man kann weit herumsuchen, bis man eine so raffinierte und schamlose Lügnerin wie dich findet"

Aber, Gottlieb"

Still, jetzt rede ich. Und so etwas habe ich aus seiner Armseligkeit hervorgeholt und zu meiner Frau gemacht! Weiß du, was man in der guten alten Zeit mit solchen Weibern angefangen hat? Man hat sie verkehrt auf einen Esel gesetzt und durch die Straßen getrieben, diese--" Und nun folgte

ein Schimpfwort, unter dem Viktoria zusammen- zuckte. Engasfer schrie es mit rotem Kopf und ohn­mächtig vor Wut.

Jetzt ist das Maß voll! dachte Viktoria und ver­ließ betäubt und wortlos das Zimmer. Ihre Lip­pen waren ganz hell und zitterten ein bißchen. Sie schlich die Stiege hinauf und ließ sich auf ihr Bett

nicht ein, ich wär' so dumm

Eure Heimlichkeiten habe ich heraus, ich weiß alles. Nicht wahr, jetzt wirst du blaß, meine Teure. Mit euren sogenannten Narkosen hat es angefangen, dann war das in München, wo du deinen Lieb-

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wählerischer sein, Gottlieb." Wenn ich ihm das mit Fogg erzähle, findet er sicher alles mögliche dahinter überlegte sie.Ich

Nun, du hast genug Grund, es zu verschweigen. Soll ich es dir sagen? Du warst wieder mit diesem Fogg beisammen, mit diesem Kerl. Wenn du Be­weise willst hier? Du hast vergessen, meine Liebe, daß du das Ding im Auto liegenließest!" ' ihr den Handschuh

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Vorschlag: Staffelmieten für Kinderreiche.

Oh, wegen der brauchen Sie keine Angst zu haben. Die zwei sitzen ganz gemütlich im. Trocknen, im Auto. Die geniert der Regen nicht. Wenn Sie jetzt noch eine Viertelstunde geradeaus gehen, kommen Sie direkt hin. Der Wagen steht am Mühlhölzel. Gar nicht zu verfehlen. So ein Auto ist was Feines. Man sitzt drin wie in einem Zimmer und pfeift auf den Regen. Ich sag oft zu meiner Frau"

Schon gut, schon gut, ich danke Ihnen vielmals", hastete Engasfer und beschleunigte seine Schritte. Er preßte den Mund zusammen, daß seine Lippen schmal wurden.

Also doch!

Nach zehn Minuten geriet er an Foggs Zwei­sitzer, aber dieser war leider leer. Nur auf der Polsterung lag einer von Viktorias weißen Stulp­handschuhen, die er genau kannte. Zu allem Heber- fluß war auch noch ihr Namenszug eingestickt. Das war Beweis genug. Jetzt war er endlich am Ziel, aber an welchem? Pfui Teufel! Engasfer steckte angeekelt den Handschuh in die Tasche und blickte sich nach allen Seiten um. Wo waren die beiden hin und was trieben sie? Jeder Gedanke war ein vergifteter Pfeil. Wenn man sich doch das Denken abgewöhnen könnte? Engasfer tappte an den Wald­saum und spähte zwischen die Stämme. Brombeer­ranken schlugen ihm ins Gesicht oder zerkratzten seine Hände. Er rief ein paarmal, aber der Wald, der große Kuppler, blieb stumm. Da gab es der Professor auf und ging mit tauben Knien heim, um Abrechnung zu halten.

Als er in der Villa anlangte, war Viktoria be­reits da und wechselte gerade ihre Strümpfe auf der Couch. Er grüßte nicht und starrte haßvoll ihre seidigen Beine an. Sie schlüpfte in die kleinen roten Pantoffel und sah ihren Mann befremdet an.

Tag, Gottlieb", sagte sie forsch und mit beton­ter Höflichkeit.

Wo treibst du dich denn herum bei diesem Re­gen, wenn man fragen darf?" fragt er lauernd.

Du könntest in deinen Ausdrücken ruhig etwas

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alle näheren Angaben über diese Beamtenlauf­bahnen enthält (Bedingungen, Diensteinkommen, Aufstiegsmöglichkeiten usw.). Die Reichsbahnbirek- tionen übersenden dieses Merkblatt auf Anfordern kostenlos an alle Bewerber.

** Der nächste Schweinemarkt findet am Mittwoch, 30. Juni, in der Diehversteigerungshalle Rhein-Main statt.

erstellten Eigenheime feien als medrrg, die Bauten durchweg als zweckmäßig zu bezelchnem Die Zahlungsbereitschaft der Genossenschaft und ihre Vermögenslage seien gut. Amtmann Martin erstattete anschließend als Vorsitzender des Auf­sichtsrates auch den Bericht des Aussichtsrates und childerte die reibungslose Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat. Die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung böten zu keiner Beanstandung Anlaß. Die Geschäftsführung sei beim Vorstand in besten Händen.

Die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung wurden daher von der Versammlung einstimmig gutgeheißen. Der Verteilung des Reingewinns in der vorqeschlagenen Form wurde zugestimmt. Dem Vorstand wurde für das Jahr 1936 Entlastung er­teilt. Auch der Aufsichtsrat wurde sowohl für das Geschäftsjahr 1935 wie auch für 1936 entlastet. Die satzungsgemäß ausscheidenden Aufsichtsratsmitglle- der Deibel und Launspach wurden wieder- $ Interner angeregten Aussprache befaßte sich dann die Versammlung zunächst mit dem Problem der Untervermietung. Hier wurde besonders heraus- gestellt, daß der Vorstand jeglichem Mißbrauch ent-

Jn den weiteren Ausführungen wurde über die im Sommer 1936 in Angriff genommene und im Frühjahr 1937 beendete Erbauung von Eigenheimen in der Jahnstraße berichtet. Der Vorsitzende gab eine umfassende Schilderung über die Vorbereitun­gen und über die gesamte Anlage der neuen Eigen­heime und vermittelte damit einen klaren Ueberblick über dieses Unternehmen der Baugenossenschaft.

Aus den Erläuterungen zur gedruckt vorliegenden Bilanz und zu der Gewinn- und Verlustrechnung seien nur einige Einzelheiten hervorgehoben. Die Abschreibungen konnten auch im Berichtsjahr wie­der mit 1,25 bis teilweise 2 v. H. mit insgesamt 37 824,76 RM. vorgenommen werden. Bis zum Schluß des Berichtsjahres wurden 73 678,27 RM. für die in der Jahnstraße erstellten Neubauten ver­ausgabt. Die Anzahlungen der Kaufanwärter belie­fen sich auf 27 400,10 RM., so daß aus Mitteln der Genossenschaft 46 278,17 RM. aufgebracht werden mußten. Der Aktivposten der der Genossenschaft zu- stehenden Hypotheken hat sich gegenüber 1935 um 8179,56 RM. erhöht. Die Geschäftsguthaben der Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr um RM. 7264,40 vermehrt. Die gesetzliche Rücklage hat sich um 1390 RM. erhöht. Die Bauerneuerungs-Rückstellung wurde um 3994,46 auf 49,783,48 RM. erhöht. Die Geschäftsunkosten bewegen sich im Rahmen der durch die Gemeinnützigkeitsoerordnung vorgeschrie­benen Grenze. Nach der Gewinn- und Verlustrech- nung verblieb im Geschäftsjahr 1936 ein Gewinn von 8176,73 RM., von dem nach dem Vorschlag des Vorstandes 1363,70 RM. der gesetzlichen Rücklage und 1500 RM. der Bauerneuerungs-Rücklage zugewiesen werden sollen. Zur Verteilung soll außerdem eine vierprozentige Dividende kommen im Gesamtbetrag von 5313,03 RM. Gegenüber der Bilanz für 1935 hat sich die Bilanzseite um 37 953,18 RM. erhöht. Die eigenen Mittel, also das Genossenschaftsvermö­gen, hat eine Steigerung um 12 648,86 RM. auf 352 651,34 RM. erfahren. Der Jahresbericht schloß mit dem Hinweis, daß sich die Genossenschaft in stetiger Aufwärtsentwicklung befindet. Die Aufgabe, die die Genossenschaft im Dienste des Gemeinwohls zu erfüllen habe, sei ebenso groß wie die Verant­wortung im Interesse der jungen Menschen, die ihrem gemeinsamen Leben einen natürlichen Mittel­punkt geben wollten. Dem Gemeinwohl werde die Genossenschaft auch weiterhin zu dienen wissen. (Lebhafter Beifall?)

Im weiteren Verlauf der Versammlung erstattete Amtmann Martin einen umfangreichen Bericht der Prüfungsbehörde, aus dem klar zu erkennen war, daß die Geschäftsführung der Genossenschaft sachgemäß und mit Umsicht erfolgt. Der Porstand und der Aufsichtsrat gingen ihren Aufgaben ge­wissenhaft nach. Die Baukosten für die neu

fallen. Endlose Stunden vergingen, und nichts mar als Grübeln, Grübeln.

Am frühen Morgen, ehe noch jemand auf war, floh sie mit einem kleinen Koffer aus der Villa' und schritt den Weg nach der Bahn, den sie um die gleiche Zeit schon einmal gegangen war.

*

Als sich Fogg von Viktoria getrennt hatte, stiefelte er eine Zeitlang quer durch den Wald. Es regnete noch, aber nicht mehr sehr stark. Feucht glänzten die Baumstämme. Plötzlich gab es Foga einen Ruck.

Ein menschlicher Körper lag schräg über dem Pfad Tutschek. Was war denn mit dem Ver­walter los? Der rührte sich ja gar nicht. Fogg beugte sich nieder und untersuchte. Nun bemerkte er auch, daß Tutscheks Hose voll Blut war, die eint Hand und der Boden. Außerdem hatte der Ver­letzte eine große Beule am Kopf, wie wenn er auf eine Baumwurzel ober einen Stein gefallen märt. Vorsichtiges Zurückstreifen der Beinkleider ergab, daß eine blutverkrustete Schußwunde am linken Oberschenkel vorhanden war. Die Kugel stak noch im Bein. Fogg versorgte die Einschußöffnung be­helfsmäßig mit seinem Taschentuch; hoffentlich blutete es auf dem Transport nicht nach. Tutschek mußte sehr viel Blut verloren haben, denn sein Gesicht war bleich und der Puls kaum zu spiiM Der Fall schien außerdem eine Gehirnerschütterung verursacht zu haben. Eine Waffe war nirgends z« entdecken. Eine Selbstverletzung schien demnach nicht vorzuliegen. Fogg überlegte. Dann hob er Tutschek auf und trug ihn aus dem Mühlhölzel gegen das Dorf zu, was saure Arbeit war, benn der Verwalter war nicht gerade leicht. Endlich sich' tefe Fogg ein paar auf dem Feld werkende Bauern, die ihm halfen, ein Gefährt zu besorgen und den Verwundeten ins Verwalterhaus zu verbringen

Fogg war nie ein besonderer Fxeund dieses Tat- schek gewesen, dieses glatten und raffgierigen Bar- scheu, aber vor einem solchen Unglück hatte jede persönliche Abneigung zu schweigen. Fogg war jetzig Arzt, nichts weiter. Er konnte sich nicht denken,, wer der Täter war. Hin und wieder stöhnte bljl Bewußtlose. Gut, dachte Fogg erleichtert. Solang! er stöhnt, stirbt er nicht.

Dann lief er heim und machte der Anna SB eilt-I Fortsetzung folgt.

Das Unglück ereignete sich hinter einer Kurve, etwa 300 Meter hinter der Haltestelle nach Schwan­heim. Beide Straßenbahnwagen wurden heftig be, schädigt.Einer der Wagenführer trug schwere Fuß­verletzungen davon, während einem Schaffner der Arm abgerissen wurde. Der nach Schwanheim fahrende Straßenbahnzug war mit Sonntagsaus- flüglern stark besetzt, von denen verschiedene Rip­penquetschungen davontrugen. Alsbald nach dem Zusammenstoß waren mehrere Rettungswagen und das Unfallkommando zur Stelle Der Verkehr war durch den Unfall etwa IVs Stunden unterbrochen.

Ein Schüler wird vermiht.

Worms, 24. Juni. (Lpd.) Seit dem 14. Juni 1937 wird der Schüler Georg Detter, geboren am 14. April 1924, wohnhaft in Neu-Isenburg, ver­mißt. Der Junge hat sich ohne Grund von zu Hause entfernt und hat von Worms aus einen Brief an feine Eltern gerichtet. Beschreibung: 1,45 bis 1,48 Meter groß, dunkelblonde Haare, volles Gesicht, trägt braune Kniehose, braune Jungvolkschuhe, grü­nes Sporthemd und blaue Leinenjacke. Sachdien­liche Mitteilungen an die Kriminalabteilung Worms oder die nächste Polizeidienststelle.

Tödlicher Unfall beim Heuabladen.

LPD. Dernbach (Unterwesterwald), 26. Juni. In der Westerwaldgemeinde Dernbach ereignete sich beim Heuabladen ein tödlicher Unfall. Die 19jährige Tochter Hilde des Landwirts Sebastian Weyand stürzte beim Heuabladen aus vier Meter Höhe und schlug mit dem Kopf so unglücklich auf das Wagen­rad eines untenstehenden Wagens auf, das sie das Genick brach und kurz darauf starb.

ausgerüstet sei.

Kreis Wetzlar.

* Niederkleen, 25. Juni. Die Krieger - kameradschaft Niederkleen kann am Sonntag, 11. Juni, ihr 40jähriges Bestehen feiern. Gleichzeitig wird damit das Hüttenberger 23er- bandsfest begangen werden. Das Musikkorps des JR. 81 unter der Stabführung von Musikmeister Leibbrand, Butzbach, wird zur Verschönerung der Veranstaltung beitragen und damit gleichzeitig ihre Verbundenheit mit den alten Kameraden beweisen.

Schwerer Straßenbahnunfall in Frankfurt a. M.

Elf Personen verletzt.

Lpd. Frankfurt a. M., 28. Juni. Auf der eingleisigen Strecke FrankfurtSchwanheim ereig­nete sich gestern um 13 Uhr ein schwerer <51 r a- ßenb ahn Unfall. An einer Ausweichestelle stie­ßen zwei Straßenbahnzüge zusammen, wobei e l f Personen verletzt wurden, darunter einige schwer. ______________

qeqenzutreten habe. Mit großn Aufmerksamkert wurde ein schriftlich eingebrachter Antrag behandelt, : der den Vorschlag brachte, die Mieten m den Hau- , fern der Baugenossenschaft so zu gestalten, daß ins- 1 besondere kinderreichen Familien eine Erleichterung verschafft werde, die für sie fühlbar fei. Es wurde non einigen Mitgliedern besonders betont, dAß es mit zu den Aufgaben der Genossenschaft gehöre, auch ihrerseits dazu beizutragen, die kinderreiche Familie zu unterstützen. Heber die Form und das Ausmaß dieser Unterstützung wurden mannigfache Vorschläge gemacht, die von hohem sozialem Ver­antwortungsbewußtsein zeugten. Der Antrag selbjt wurde von der Versammlung sehr begrüßt und gutgeheißen. Dem Vorstand wurde deshalb an» beimqegeben, sich dieser Frage einmal ernsthaft zu­zuwenden und die Mitglieder der Genossenschaft zu gegebener Zeit zu verständigen, welche Maßnahmen für di- Genossenschaft tragbar und durchführbar feien. Der Vorstand versprach, sich der Frage der Staffelung der Mieten entsprechend der Kmder-

szahl mit aller Sorgfalt anzunehmen.

Mit einem dreifachen Sieg-Heil! auf den Führer fand die aufschlußreiche Versammlung ihren 21b-

I schluß.

gleicher Zeit trafen einigeKdF."-Sonderzuge em, die von Fulda kommend zum Rhein fuhren.

** Reichsbahn stellt Beamtenanwar- ter ein. Die Deutsche Reichsbahn stellt gegen­wärtig und in den nächsten Jahren eine größere Anzahl von Beamtenanwärtern (Dienstanfängern) für ihre technischen Beamtenlaufbahnen ein. Sie hat hierüber jetzt ein Merkblatt herausgegeben, das

WWWeWUWil!

Roman von Walther Kloepffer

Copyright 1936 by August Scherl G. m. b. H., Berlin.

neben der Zucht eine der wichtigsten Fragen, weil nur Hunde mit den besten Charaktereigenschaften und einer gewissen Härte, wie der Züchter sagt, zur Fortzucht geeignet sind.

Die Gießener Ausstellung auf dem Waldsportplatz hat bewiesen, daß ausgezeichnetes Zuchtmaterial vorhanden ist, das den Voraussetzungen entspricht, gut ist im Körperbau, gängig und zuverlässig und dabei von nötiger Härte. Preisrichter Fr. Muller aus Wuppertal-Barmen, ein erfahrener Fachmann auf dem Gebiete der deutschen Schaferhundezucht, sprach sich anerkennend über das vorgeführte Tier- material aus, das sich in den verschiedensten Prü­fungen gut bewährte, so daß eine ganze Anzahl bester Auszeichnungen verliehen werden konnten, die als Ehrenpreise in Form praktischer Geschenke ausgeteilt wurden. Der Preisrichter dankte dem Kreisfachschaftswart Georg Hütten berger (Gie­ßen), der sich der großen Mühe einer solchen Hunde- schau unterzogen und die Vorbereitungen getroffen hatte. Die Ergebnisse der Bewertung folgen.

Aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet waren am Sonntag Schäferhunde auf dem Waldsportplatz zur Schau gestellt, die einen guten Einblick in die her­vorragenden Zuchterfolge dieses besten deutschen Gebrauchshundes bot. Die Ausstellung war zugleich eine Werbung für den deutschen Schäferhund, der sich in aller Welt bewährt hat und der nur durch Kleinzucht in beschränktem Umfange vom Züchter aus für den Gebrauch herangebildet werden kann. Maßgeblich bei dieser Zucht ist der Leistungsbau und der Charakter dieser Tiere, die für die ver­schiedensten Zwecke gebraucht werden, fei es als Wach- oder Schutzhund, als Führer- oder Spür­hund oder für die verschiedensten Ausgaben bei der Wehrmacht.

Der Bedarf an deutschen Schäferhunden ist sehr groß und die deutschen Züchter sind bemüht, sich für eine vermehrte Zucht einzusetzen. Durch intensive Zuchtbestrebungen und vor allem durch aufmerk­same Heranbildung soll dem großen Bedarf ent­sprochen werden. Die Erziehung des Hundes ist

Landkreis Giehen.

* Wies eck, 26. Juni. Der hiesige Steinmetzlehr- fing Hans Schneider erlitt bei seiner Arbeit einen Unfall. Er mußte mit einer schweren Fußverletzung in die Chirurgische Klimt nach Gießen gebracht werden. .

* Alten-Buseck, 27. Juni. Der achtjährige Helmut Scherer stürzte beim Kirschenpflücken vom Baurn und fiel so unglücklich, daß er einen Ab­bruch erlitt. Der Junge mußte zur ärztlichen Be­handlung nach Gießen gebracht werden. .

* Göbelnrod, 27 Juni. Der hiesige 28jährige Zimmermann Heinrich Balser erlitt an seiner Arbeitsstelle bei Gießen einen schweren Un­fall. Er zog sich bei einem Sturz eine schwere Gehirnerschütterung zu, außerdem Prel­lungen am ganzen Körper. Der bedauernswerte Mann mußte in die Chirurgische Klinik gebracht werden. .

h. Treis a. d. Lda., 26. Ium. Im Laufe der vergangenen Woche begingen der Landwirt Joh. Philipp Göbel und seine Ehefrau Katharina das Fest der goldenen Hochzeit. Der Familien­feier am Nachmittag ging am Vormittag eine kirchliche Andachtsstunde voraus, bei der Pfarrer Schmidt, hier, die Glückwünsche der Gemeinde, des Kirchenvorstandes und der Landeskirchenregie­rung zum Ausdruck brachte.

00 Eberstadt, 27. Juni. Heute fand hier unter Führung van Brandmeister A. Felsing die Inspektion der Feuerwehr durch Kreisfeuerwehr- inspektor Bouffier statt. Er begrüßte die fast vollständig angetretene Wehr und umriß m kurzen Worten die Aufgaben, die der Wehr heute gestellt sind. Er nahm dann zunächst das Fußexerzieren ab, das zur vollen Zufriedenheit ausgeführt wurde. Ebensogut und reibungslos verliefen auch die Hebungen an den Geräten. Der Kreisfeuerwehr­führer dankte zum Schluffe den Feuerwehrmännern für ihre guten Leistungen und lobte besonders die Schlagfertigkeit der Wehr. Er wies darauf hin, daß die Eberstädter Wehr mit ihren Geräten vorzüglich

Zur Jahreshauptversammlung der Baugenossen­schaft 1894 Gießen, die am Samstagabend im Re­staurantBurghof" stattfand, hatten sich wieder zahlreiche Mitglieder eingefunben. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Amtmann Martin, hieß die Teilnehmer willkommen. Der Vorsitzende des Vor­standes, Heinrich Schneider, erstattete bann so­fort den Jahresbericht, ber in vielen Einzelheiten über bie wirtschaftliche Lage ber Genossenschaft Aufschluß gab. Er leitete seinen Jahresbericht mit einer allgemeinen Heberschau über bie Entwicklung bes Bauwesens im Reiche ein unb stellte heraus, daß sich bie Liquibität ber Wohnungsunternehmen weiterhin verbreitet habe. Das könne als ein beut- liches Zeichen ber Wiebererstarkung angesehen wer­ben. Gehöre doch bie Erstellung von Wohnräumen für den schaffenben deutschen Menschen zu ben vor­dringlichsten Staatsaufgaben. Der Schwerpunkt liege dabei auf bie Errichtung von Kleinwohnun­gen. Hier falle ben gemeinnützigen Wohnungsbau­unternehmen eine befonbers wichtige Rolle zu. Gleichzeitig aber auch eine große Verantwortung. Die Baugenossenschaft 1894 habe in ben 43 Jahren ihres Bestehens stets eine segensreiche Tätigkeit ent­faltet. '

In seinen Ausführungen über bas Geschäftsjahr 1936 legte ber Referent zunächst bie Zusammen­setzung bes Vorstandes unb bes Aufsichtsrates bar unb «schilderte bereu Zusammenarbeit. Läsgere Aus­führungen waren ber Mitglieder-Bewegung gewid- met. Der Bestaub betrug zu Enbe des Geschäftsjah­res 1935 745 Mitglieder, im Jahre 1936 schieden 265 Mitglieder aus^ neueingetreten find 48, so daß die Mitgliederzahl am 31. Dezember 1936 528 be­trug. Bei dem Austritt der über 200 Mitglieder handelte es sich besonders um solche Mitglieder, bie bisher nur sehr wenig ober gar nichts an Ge­schäftsanteilen einlegten unb eigentlich nur als Mit­glieder auf dem Papier standen. Der Großteil die­ser Mitglieder war während der Inflationszeit ein- getreten. Die Zahl von 528 Mitgliedern stellt einen zuverlässigen Stamm dar.

Der gesamte Besitzstand an Häusern und Woh­nungen verzeichnete am 31. Dezember 1936 130 Ein- unb Mehrfamilienhäuser mit zusammen 267 Zwei- bis Sechszimmerwohnungen. Der buch­mäßige Wert beläuft sich auf 2 170 897,96 mit einer hypothekarischen Belastung von 1915170,21 RM. Die gesamten Nutzungsgebühren betrugen im Jahre 1936 165 817,38 RM.

In Bezug auf ben baulichen unb wohnlichen Zu­stand sind bie Häuser unb Wohnungen vorbildlich. Alljährlich werben sämtliche Bauabschnitte einer Besichtigung unterzogen. Insgesamt wurden im ab­gelaufenen' Jahr für Jnstandsetzungsarbeiten RM. 15 773,05 verausgabt.