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Kohlermann, ßubroig, Gießen, Kaufmann in Gie­ßen. Kolb, E. Kolb, G. Kratz, Ch. Kühn, K., Gießen, Goldarbeiter in Portland. Lehr, K., Gießen, Bierbrauer in Amerika. Lind, E., Gießen, Konditor in Gießen. Löber, Chr., Gießen, Bäcker in London. Loos, Fr. E., Gießen, Kaufmann in Gießen.'

Mannberger, Fritz, Gießen, Lokomotivführer. Mannberger, A. Matthias, Emil, Gießen, Dreher in Gießen. Merz, H. Müller, 21. Müller, E. Nauheimer, August, Gießen, Maurer­meister. Nispel, L. Noll, Julius, Gießen, Ju­welier und Goldarbeiter in Gießen. Noll, Adolf, Gießen, .Kommerzienrat in Gießen. Noll, Fried­rich, Gießen, Bäcker in Friedberg. Noll, Ludwig, Gießen, Wirt (Pulvermühle) in Gießen. Ockel, Christian, Gießen, Bäcker in Amerika. Peppler, A. Petri, Friedrich. Petri, Christian III., Gie­ßen, Weißbinder in Gießen. Pimper, Karl, Gie­ßen, Schneider in Gießen Pimper, Emil, Gie­ßen (t). Pistor, Karl, Gießen, Oekonom auf Wetzdorf. Plagge, Karl. Plank, Andreas, Gie­ßen, Gerber in Gießen. Rahn, Heinrich, Gießen, Zeichenlehrer in Gießen. Reiber, Jakob, Gießen, Maurermeister in Gießen. Reiß, Bernhard, Gie­ßen. Rinn, Christian, Gießen, Marchand taillevr, Paris. Rühl, Ludwig, Gießen, Fabrikant in Gie­ßen. Rumpf, Christian, Gießen, Kustos an der Universitätsbibliothek Gießen.

Sack, Karl, I., Gießen, Metzger in Gießen. Sartorius, 21., Gießen, Skribent in Gießen. Schaffstädt, G., Gießen, Gelbgießer in Gießen. Schlund, Gießen, Buchbinder in Gießen. Schmoll, Lud., Gießen, nach Amerika. Sch mall, Gießen, Seifensieder. Schmidt, Louis, Gießen, Buch­binder und Etuisarbeiter in Cincinnati, gefallen im Sezessionskrieg. Schneider, G. Schwab, Wilh., Gießen, Schriftsetzer. Schwalb, Balth., Gießen, Dachdecker. Schwan, Heinr., Wirt. Schudt, Ludwig, Müller, Bergermühle bei Lich. Schudt., I., Neumühle, Müller, später Rentner in Gießen. Schultheiß, Ferd., Gießen, Kaufmann in Neuyork. Seim, Wilh., Gießen, Buchbinder in Grünberg. Steinberger, Ad., Gießen, Landgerichtsrat in Gießen. Steinberger, Chr., Gießen, Bäcker in Gießen. Steinberger, Georg, Gießen, in Ame­rika. Bogt, Peter, Gießen, Gastwirt in Gießen. Vogt, Karl, Gießen, Kupferschmied in Gießen. Wallenfels, August, Gießen, Färber. Wallen­fels, Chr., Alsfeld. Wallenfels, Moritz, Gießen, Kaufmann in Frankfurt a. M. Weidig, Adolf, Gießen, Rentner in Gießen. Weitzel. Wenzel, Lud., Gießen, Lithograph. Wenzel, Heinr., Gie­ßen, Distriktseinnehmer. Winkler, Wilh., Heuchel­heim, Dr. phiL, Direktor der Realschule in Bützow, Mecklenburg-Schwerin.

Aus der engeren Heimat.

Spar- und Dorschußverern Wteseck.

£ Wieseck, 27. April. Der Spar- undVor- schußverein Wieseck hielt am Samstag bei Gastwirt K. Erb seine ordentliche Generalversamm­lung ab, die stark besucht war. Der Vorsitzende Lotz eröffnete die Versammlung mit einer Ehrung der verstorbenen Mitglieder. Aus dem vom Vor­sitzenden oorgetragenen Geschäftsbericht war zu ent­nehmen, daß die Kasse im Jahre 1936 eine starke Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen hatte. Die Spareinlagen überstiegen die Auszahlungen, die meist für Bauzwecke gegeben wurden, noch um 17 892 RM. Hier drückt sich das starke Vertrauen der Wiesecker Volksgenossen ihrer Dorfsparkasse ge­genüber aus. Der Umsatz hat sich fast verdoppelt, ebenso die Spareinlagen. Von 34 Kreditgesuchen konnten 33 in Höhe von 31 060 RM. bewilligt werden. Die Guthoben bei Banken betragen einschl. der Barmittel 21148 RM. An Reserven sind vor­handen 11 224 NM. Da alle Geschäfte nur mit eige­nen Mitteln getätigt werden können, ist die Liqui­dität eine sehr gute. An neuen Sparbüchern wur­den 42 Stück mehr als im Vorjahre ausgegeben. 26 Mitglieder traten der Kasse neu bei. Durch Tod schie­den aus 8, durch Aufkündigung 2 und durch Aus­schluß 1 Mitglied. Bestand am Jahresschluß 246

Mitglieder. Im neu errichteten Kontokorrentverkehr waren sehr gute Umsätze zu verzeichnen, ebenso im Kleinsparverkehr. Auch die Schulsparkasse ist er­freulicherweise in starker Aufwärtsentwicklung. Trotzdem für Spareinlagen SVz v. H., für Ter­mingelder bis zu 4- v. H. Zins vergütet werden und für Darlehen nur 5 v. H. zu zahlen sind, verblieb noch ein Reingewinn in Höhe von 614,23 RM., der zur Ausschüttung einer Dividende, sowie zur Zu­schreibung zu dem Reservefonds verwendet wurde. Den Bericht des Aufsichtsrates erstattete der stellv. Aufsichtsratsvorsitzende, Werkmeister Phil. V ö l z e l. Die in allen Teilen sehr günstige Bilanz wurde von dem Rechner Schmitt vorgetragen und im einzel­nen erläutert. Die Bilanz wurde genehmigt und Vorstand und Aufsichtsrat in Würdigung der gelei­steten Arbeit Entlastung erteilt. Der aus dem Auf­sichtsrat satzungsgemäß ausscheidende Ph. V ö l z e l wurde einstimmig wiedergewählt. Der Spar- und Vorschußverein wurde im Jahre 1863 gegründet und kann im Jahre 1938 auf sein 75jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlaß soll eine schlichte und würdige Feier im Kreise der Mitglieder statt- finden. Mit dem Wunsche nach weiterer günstiger Entwicklung der Kasse wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlossen.

egen Meuterei im Zuchthaus vor Gericht.

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Die Große Strafkammer Gießen hatte sich gestern nach dem Zuchthaus Marienschloß in Rockenberg begeben, um dort gegen mehrere In­sassen des Zuchthauses, die wegen Meuterei angeklagt waren, zu verhandeln. Die Strafgefange­nen Heinrich Wendel aus Mainz-Mombach und Julius Peter Jakob Krebs aus Saarbrücken, die zum Teil Zuchthausstrafen von über zehn Jahren zu- verbüßen haben, hatten in der Nacht zum 21.12.1936 unterhalb der Fensterbank ihrer Zelle mit ihnen zur Verfügung stehenden Gegenständen ein großes Loch herausgebrochen. Bevor es aber zur Vollendung ihres Äusbruchvorhabens kommen konnte, wurden sie von zwei Beamten der Nachtwache, die durch die Geräusche in der Zelle aufmerksam geworden waren, überrascht. Der Aus­bruch aus der Anstalt war auch schon in anderen Dingen gut vorbereitet gewesen. Da sie sich gemein­schaftlich als Gefangene zusammengerot­tet und mit vereinten Kräften einen Ausbruch ver­sucht hatten, wurden sie, und zwar Wendel zu einer Gefängnisstrafe von 1 Jahr und 6 M o n a t e n und K r e b s zu einer Gefängnis- strafe von 1 Jahr verurteilt.

Weiterhin hatten sich die Angeklagten Hermann Peter Fertig aus Urberach, Ernst Alfred Pätz

aus Zscheiplitz und Adam K ra f f i tz aus Karlsberg wegen Meuterei zu verantworten. Sämtliche Angeklagten verbüßen zur Zeit in Marienschloß hohe Zuchthausstrafen. So verbüßt Pätz eine Zuchthausstrafe von 15 Jahren, Fertig eine solche von 12 Jahren, während Kraffitz eine ge­ringere Strafe verbüßt. Es wurde den Angeklagten zur Last gelegt, gemeinschaftlich in der Zeit vom September 1936 bis 31. Dezember 1936 im Zucht­haus Marienschloß als Gefangene sich zu­sammengerottet und mit vereinten Kräften einen Ausbruch versucht zu haben. Sie entfern­ten aus ihrer gemeinschaftlichen Zelle zunächst den Kitt der Fenster und ersetzten diesen durch Holzstäb­chen, um dadurch jederzeit die Scheiben unauffällig herausnehmen zu können. Sodann fertigten sie sich aus Messern eine Säge an und durchsägten da­mit mehrere Stäbe des Fenstergitters. Einer der Angeklagten fertigte aus Abfällen eine Strick­leiter an. Die Angeklagten konnten sämtlich der Meuterei überführt werden und wurden zu folgen­den Gefängnis ft rafen verurteilt: Fertig erhielt 1 Jahr und 6 Monate Gefängnis, Pätz 1 Jahr und 9 Monate, der Angeklagte Kraffitz 6 Monate Gefängnis.

Landkreis Gießen.

< Mainzlar, 27. April. Werkmeister Josef Kolter konnte in diesen Tagen auf eine 25jäh- rige Tätigkeit in den Didier-Werken zurückblicken. Dem Jubilar wurden zahlreiche Ehrun­gen zuteil.

h. Treis a. d. Lda., 28. April. Am heutigen Tage kann Frau Helene Fischer, geb. Kuhn, Witwe dahier in körperlicher und geistiger Frische ihren 8 6. Geburtstag feiern. Sie ist die älteste Frau unserer Gemeinde, zwei hiesige Männer sind noch um zwei Jahre älter als sie.

A Eberstadt b. Lich, 27. April. Eine kir­chenmusikalische Abendfeier vereinigte unsere Gemeinde im Gotteshaus zu erhebender Freude und herzlichem Dank. Der bekannte Ba­riton Karl Erwin Tank aus Gießen versetzte seine Zuhörer mit seinem ausdrucksvollen Gesang in tiefempfundene Andacht, die Gottes Angesicht suchte, so wie die großen Tonschöpfer H. Schütz, Fr. W. Händel und Joh. Seb. Bach durch ihre hochbe­gnadete Kunst es erstreben. Der Sänger erwies sich als ihr geeignetes Werkzeug. Ihn unterstützte in vollkommener Weise der Örgelkünstler stuck, fheol. Lind, der theologische Fachschaftsführer zu Gießen. Mögen noch vielen Gemeinden solche köst­liche Abendstunden beschie-den sein.

(D Ettingshausen, 27. April. Anfang No­vember v. I. begannen die beiden Klassen unserer

Schule damit, Geld in die S ch u l s p a r t a s s e ein» zulegen. Seitdem wird von den Lehrern allwöchent­lich eine Kassenstunde abgehalten, in der die Kinder ihre Ersparnisse bringen. Mit welchem Eifer sie dabei sind, beweist die Tatsache, daß sie nunmehr schon fast 700 Mark gespart haben. Es gibt kaum ein geeigneteres Mittel, in den Kindern die Freude am Sparen zu wecken und zu fördern, als gerade die Schulfparkasie. Und so manchem Schüler wird bei seiner Schulentlassung der gesparte Betrag ge­rade für seine Berufsausbildung recht willkommen fein.

> Ettingshausen, 27. April. Die Pfund­sammlung unserer Ortsgruppe hatte tm April ein besonders schönes Ergebnis. Es wurden 85 Pfd. Lebensmittel in den drei Zellen gesammelt. Auch der Werbung für die K i n d e r l a n d Ver­schickung war ein voller Erfolg beschieden. Acht­zehn Kinder können sich bei uns im Laufe des Sommers erholen; außerdem wurde ein Freiplatz für einen SA.-Mann zur Verfügung gestellt. Die­jenigen, die wohl den Willen, erholungsbedürftigen Volksgenossen zu helfen, aber im Hause keinen Platz haben, stellten der Kinderlandverschickung rund sieb­zig Mark zur Verfügung.

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Bekanntmachung.

Der Wochenmarkt am Samstag, dem 1. Mai 1937 (Nationaler Feiertag), fällt aus, dafür findet am Freitag, dem 30. April 1937, Wochenmarkt statt.

Von Dienstag, den 4.2Hai 1937, ab beginnen die Wochenmärkte vormittags um 7 Uhr und enden um 13 Uhr. 2904C

Der auf Donnerstag, den 6. Mai 1937 (Himmel­fahrtstag) fallende Wochenmarkt findet am Mittwoch, dem 5. Alai 1937, statt.

Gießen, den 28. April 1937.

Der Oberbürgermeister: Ritter.

Reklamatiou

406

Rentier

feit meist erheblich eindämmen. Wunder tut oft richtige Ausspan­nung, vielleicht ein Erholungs­urlaub, verbunden mit Ortswech­sel der Umgebung. In schweren Fällen wende man sich an einen Nervenarzt.

Reklamation, 'lat., entbehrliches Fremdwort für Beschwerde, Be­anstandung, Einspruch.

Reklame, franz., die Ankündigung und Empfehlung einer Ware.

Rekonvaleszent, genesend, Ge­nesender; Rekonvaleszenz Ge­nesung.

Rekord, Höchstleistung, Bestlei­stung, namentlich auf dem Ge­biete des Sports.

Rekrut, Bezeichnung des Mili­tärpflichtigen nach erfolgtem Einrücken bis nach der ersten Ausbildung.

Rektale Therapie, Verabreichung von Medikamenten durch den Af­ter. Die Aufnahme ins. Blut ge­schieht bei dieser Art der Dar­reichung sehr rasch. Wird gerne angewandt, wenn die Mittel rascher wirken sollen, wenn der Magen geschont werden soll, oder wenn aus irgend einem Grunde die Aufnahme der Medikamente durch den Mund nicht möglich ist.

Rektor, lat., Leiter einer Schule, aber auch einer Universität.

Relief, franz^ Bildwerk, das er­haben aus einer Fläche lferaus- tritt.

Reliefkarte, die Nachbildung eines Geländes mit Angabe der verschiedenen Höhenunterschiede.

Religion, s. Bekenntnis.

Remen, Riemen, Holzstange mit einem Holzblatt, mit dem ein Kahn oder Boot gerudert wird. Reminiszere, lat., Bezeichnung des zweiten Fastensonntags.

Remis, franz., Stellung beim Schach, die das Spiel beendet, ohne daß einer der Könige matt gesetzt ist, weil kein Spieler mehr in der Lage ist, die Mattstellung herbeizuführen. Das Spiel gift dann als unentschieden.

Remoulade, kalte, dicke Tunke aus Eidottern, Öl, Senf, Zitro­nensaft, Gewürz und gehackter Petersilie und Schnittlauch, wird hauptsächlich zu kaltem Rostbra­ten gereicht.

Renate, weiblicher Vorname lat. Herkunft mit der Bedeutungdie Wiedergeborene"; männl, franz. 5orr Rene.

Rendezvous, franz., Bedeutung begegnet euch"; entbehrliches Fremdwort für Stelldichein, Treffpunkt.

Renforce, franz., Bedeutung = verstärkt, schweres Taftband oder Baumwollstoff mit starker Kette.

Renke,Felchen, Blaufelchen, wohl­schmeckender Lachsfisch der Alpen­feen.

Renommee, entbehrliches franz. Fremdwort für Ansehen oder Leumund eines Menschen.

Rente, s. Unterhalt.

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