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Sie Folgen sind gewöhnlich zunächst schwere Ge- Witter, dann Dauerregen und schließlich frostkalte Machte mit Neuschnee in den Bergen. Mit die­sen Gefahren, mehr oder weniger stark ausgeprägt, muß man in jedem Jahre rechnen. So ist die Furcht des Bauern vor der Maikälte durchaus be­gründet.

Gießen. Goldmann, 5). Groos, Friedrich, Gießen, Kgl. Gutsverwalter in Achelschwang (Obb.). Großmann, K., Gießen. Grüneberg, Karl, Gießen, Rendant und Stadtverordneter in Gießen.

Habenicht, Karl, Meßen, Kaufmann in Lauter- bad). Hast, Aug., Gießen, Oekonom in Steinau a. d. Str. Haubach, Karl, Gießen, Chir. Instru­mentenmacher in Gießen. Hedderich, Karl, Gie­ßen, Scribent in Meßen. Helmold, Ehr., Gießen, Schmied in Gießen. Henkelmann, L., Meßen. Henkelmann, K, Gießen. Herbert, L., Gießen, Bierbrauer und Küfer in Gießen. Herbert, G., Gießen, Zimmermann in Gießen. Hessenberger. Heyer, Will)., Gießen, Bierbrauer in Amerika. Höstreich, G., Meßen, Kaufmann. Jung, Phi- lipp, Meßen. Kattmann, Johann, Agent. Kaufmann, E., Gießen. Kaufmann, H.,' Gießen. Keil, Christian, Meßen. Keudel, Friedrich, Liederbuch, Gutsbesitzer in Rudnia (Rußland). Klein, Ludwig, Gießen. Koch, Karl. Meßen. Köhler, Ludwig, Meßen, Schneidmüller in Gießen.

Die ersten Schüler.

, Einer Liste der Schüler, die im Jahre 1837 bei Gründung der Schule in die Anstalt eintraten finden wir folgende Namen:

Wonnemond mit kleinen Kehlern

Wie wird das Wetter im Mai?

Mfele-Motor-Fahrräderwerden gern gekauft da sie In Konstruktion. Material und Form unübertroffen sind und sich vieltausendfach glänzend be­währt haben.

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Ein Rückblick auf die Gründungsgeschichte.

Reispapier, feines chinesisches Parier.

Reispuder, der feinste Eesichts- puder.

Reißbrett, glattes Brett, auf dem Zeichenpaprer befestigt wird.

Reißen, gewöhnlich volkstüm­licher Ausdruck für Schmerzen bei Muskelrheumatismus. S. Rheu­matismus.

Reißnagel, Reißzwecke, kurzer Nagel, mit flachem, breitem Kopf, mit dem man Zeichenpapier aufspannt oder Zeichnungen an der Wand befestigt.

Reisstärke, aus Reiskörnern ge­wonnenes Kohlehydrat, das zum Stärken von Oberhemden usw. verwendet wird. Reisstärke ist käuflich und wird nach Vorschrift verwendet.

Reißzeug, Kästchen mit allem, was man zur Anfertigung geo­metrischer Zeichnungen benötigt, wie Zirkel, Ziehfeder usw., auch Zirkelkaften genannt.

Reiszucker, aus Reiskörnern ge­wonnener Stärkezucker.

Reizbarkeit. Eine erhöhte Erreg­barkeit des Nervensystems, meist bei Frauen größer als beim Manne. Geht mit gesteigerten Eefühlsausbrüchen einher und ist meist die Folge von Überan­strengungen auf körperlichem und geistigem Gebiet oder von Auf­regungen. Durch grobe Behand­lung, Schelten, Schimpfen, Schreien wird die Reizbarkeit nur noch größer' eine liebevolle Behandlung, gründliche Aus­sprache mit einem Verständnis« vollen Menschen, insbesondere mit dem Gatten, wird Reizbar-

Die Temperaturgestaltung im Mai ist, wie schon angedeutet, erheblichen Gegensätzen unterworfen Im allgemeinen liegt die Durchschnittswärme bei 13 bis 15 Grad Tagestemperatur, wobei natürlich meist eine schnelle Steigerung von Anfang zum Ende des Monats erfolgt. Bekannt ist der Mai durch die Neigung zu schweren Gewittern und verderblichen Hagelschlagen, die dadurch entsteht, weil die Erd- boden-Luftschlcht sich übermäßig stark erhitzt, wäh­rend in relativ geringer Höhe noch sehr kalte Lust- massen smd. w f

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an der Zahl 100, hatten sich in dem Schul - bae zogen um 10 Uhr, der durch

der bestimmten Zeit, bei dem Zeichen

der Glocke in geordnetem Zuge nach der Stadt- Wor!* $rer s^ach sieh durch eine sehr gedrängte Un9 "us allen Ständen die erfreuliche Teilnahme aus, erhöht durch die hohe Anwesenbeit des Herrn Geheimen Staatsrates und Kanzlers der gütfritt^hL * !Lb e DOn Darmstadt. Bei dem hi^ nnrr?^ ?en Schulers in die Kirche ertönte imh oik Or^l mit einem Vorspiele, bis Schüler an? l5re jIa$e eingenommen hatten. Dar-

bfeTben ersten Verse des Kirchen- Es baut' 5n95raU?Jßre5 evangelischen Gesangbuches einem (rhnr e?°ft auf ?ein Geheiß" usw. von

iS Sanger aus der Stadt und der nahen

Umgegend vierstimmig gesungen, nach deren Be- n nTr9 6roßherzogliche Dekan Kirchenrat Dr. G n g e l, em salbungsvolles Altargebet sprach, zum besn gütigen und Segen von oben fffin br?en; ®aterIi$ fürsorgenden Landes-

l^si^' ^m hohes Haus, die höchste Landesbehörde, Psieger, Lehrer und Schüler. Als hierauf em kurzer ansprechender Festchor , Der Herr unser Gott sei uns freundlich und fördere das Werk unserer Hande" mit Musik von M. Kähler öierfhmmig ausgeführt war, trat der Direktor Prof.

rQx&xQCVor den Altar und hielt eine des Xages und der Feier würdige, angemessene Rede, welche, sowie das weihevolle Gebet des Kirchenrats TU«>b nroflJ; lmx2r?? erschienen sind unter dem

Titel.Rede zu der feierlichen Eröffnung der Real­schule zu Meßen, gehalten in der Stadtkirche von S?Älres°r Prof. Dr. Braubach. Gießen 1SJ/ ^?digung der gehaltvollen Rede er- . klarte der Reatschuldirektor die 8 weiter ernannten te^er als m ihr Amt eingewiesen und die Real- schule für eröffnet Der letzte Vers des Kirchenlieds vierstimmig gesungen, und der geistliche Segen beschlossen eine Feierlichkeit welche m der würdevollsten Haltung und der qe- Ipanntesten Aufmerksamkeit der versammelten Menge ;.a2 WC Sntercjfe für die Sache auf eine erfreu- Tag legte. Am Abend hatten fich Die höchsten Staatsbeamten und der Universität nut dem Stadtvorstande, mit Bürgern und mit den Lehrern zu einem festlichen Mahle im Busch'schen ©arten vereinigt bei 150 Personen. Angemessene ? Ä den Landesherrn, die Staatsregierunq, den Großherzogrichen Bürgermeister und Stadtvor- stand beschlossen den festlichen Tag."

Daß die Neugründung einem wirklichen Bedürf- nts der vorwärts strebenden Bürgerschaft entsprach, inndie Schülerzahl von rund 100 bei der Eröffnung schon im Herbst 1837 auf ^3,8 °uf 134 angemad)[en mar. Jtunö 130 Schuler besuchten gegen Ende der 30er Wre oas Pädagogium: an der Stadtknabenschule in? der Stadtrechnung von 1838 die Vesucher- 3°^! 172, an der Stadtmädchenschule 255. Die Höhere ®r£e£lterte Mädchenschule wurde erst am 7. 6. 1841 eröffnet. Nimmt man noch die damals be- Ä" Prwatschulen hinzu, so läßt sich leicht eine <? vvstellung über die Zahl der gesamten Schuliuqend der damals noch nicht 7000 Einwohner zählenden Provinzialhauptstadt gewinnen.

Realgymnasium und Oberrealschule, die beiden Nachfolgeschulen, gedenken heute im engsten Rah­men der Schulgemeinde des Gründungstages. Aus rein praktischen Rücksichten ist eine größere Feier verbunden mit einem Wiedersehenstreffen ehemaliger Lehrer und Schuler am 3., 4. und 5. Juli vorgesehen Angelberger, Oberstudiendirektor

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: diesem Jahre sind die Gefahren eines solchen

Kalteruckfalls vielleicht deshalb weniger groß, weil ! die Baumblüte im wesentlichen Ende April bzw.

Anfang Mai durchkommen wird. Die in dem erst'en Drittel des Mai häufig auftretende vorsommerliche Warme konnte dem Rest der Baumblüte zum ruhi­gen Fruchtansatz Gelegenheit geben, so daß ein eventueller Kälterückfall um die Mitte des Monats weniger großen Allgemeinschaden anrichten e- Es ist natürlich unmöglich, in dieser Hin- Vorhersagen zu machen, wenn auch Ende April die Situation im allgemeinen nicht un­günstig aussieht.

Besonders volkstümlich und gefürchtet sind im . ai dieE i s h e i l i g e n" Man versteht darunter einen besonders scharfen Kälterückfall, der sich etwa in der Zeit vom 11. bis 16. Mai einstellt und in Nord- deutschland beginnt. Zweifellos ist eine gewisse Be- rechttgung vorhanden, diesen Kälterückfall zu fürch- ten, denn es gibt nur wenige Jahre, in denen der Mai ohne Kalteruckfalle verläuft. Fatsch ist es da- diesem Kälterückfall unbedingt um die ?".^e des Monats, also zu den oben angegebenen ..aurf) nach den statistischen Reihen die Kalte sehr häufig zu den erwähnten Daten einbrach und damit die Verbindung mit den Hei igen im Kalender rechtfertigte, so hat es doch 2^1? - nele Jahre schon gegeben, in denen der KEr-uckfall vocher oder nachher, also vor dem 10. Mai bzw. erst nach dem 15. Mai sich einstellte. Es wäre also sehr unklug, nur für die kalendarischen Daten entiprechende Vorsichtsmaßnahmen gegen­über gefährdeten Kulturen vorzunehmen. Der ver- antwortungsbewußte Bauer und Gärtner imrb w a h r e n d d e s ganzen Monats Mai mit besonderer Sorgfalt die Wetterberichte am Radio unb m der Presse verfolgen, in denen auf die Ge- fa^r kommenden Nachtfrostes rechtzeitig hingewiesen

Reisen ist eine Kunst, die verstan­den sein will, wenn die Reise ge­nußvoll sein soll. Vor allen Din­gen soll man sich nicht mit zuviel Gepäck abschleppen, aber doch für jede Gelegenheit gerüstet sein.- Auch im Sommer nehme man für kühle Tage warme Unterwäsche und einen Mantel mit. Der Herr benötigt außer einem Nerse- anzug einen dunklen Abendan­zug, die Dame außer Kostüm und mehreren Blusen ein Abendkleid. Pullover sind immer zweckdien­lich. Vor Antritt der Reise ver­gesse man nicht, den Hauptgas­hahn abzustellen und das elektri­sche Licht auszudrehen sowie sich die Zeitung von der Post nachsen­den zu lassen. Auf der Reise sei man nicht anspruchsvoller als zu Haufe und erweise sich nicht durch ausfallendes Benehmen als Reiseneuling.

Reisende. Wer bei einem R. etwas bestellt, lese vorher den Bestellschein genau und sorgfäl­tig durch (auch Rückseite und Kleingedrucktes). Man unter­schreibe erst, wenn der Bestell­schein vollständig ausgefüllt ist (Nichtzutreffendes durchstreichen). Die R. sind meistens nicht berech­tigt, Anzahlungen oder Raten­zahlungen zu kassieren. Verlangt ein Reisender, der nicht selbst Ge­schäftsinhaber ist, eine Bezah­lung, so lasse man sich vorher die 2-nkasio-Vollmacht zeigen,' zahlt man an einen R., der zum Kas- , Fieren nicht berechtigt ist, so muß man unter Umstanden nochmal > bezahlen. ,

Noch volle zwei Jahre zogen sich die Verhand­lungen zwischen Regierung und Stadt hin, nicht selten über recht untergeordnete Dinge, bis endlich ; dank der Bemühungen des Landtagsabgeordneten Geheimrat Prof. Dr. Ri t gen, des Kreisrats Knorr, der Gemeinderäte Dr. Vogt Aßmus unö ai l, des Buchhändlers H e y e r'sowie des Stadtsyndikus Sund heim eine volle Einigung Mielt werden konnte. Am 2. Dezember 1836 mietete Bürgermeister M. S ch n e i d e r als Schullokal das dem Buchhändler G. Fr. Heyer gehörige Haus in öer Weidengasfe (das spätere Polizeiamt) gegen einen Jahrespreis von 350 fl. Von Anfang an konnten diese Räumlichkeiten kaum ausreichen (auch 'n slGen Gießener Schulen waren in jener Zeit raft durchweb in ungenügenden Mietsräumen zum Teil recht dürftig untergebracht).

Durch Allerhöchstes Dekret vom 26. November L836 wurde der Großherzogliche Professor Dr. W ö ra ubach, geboren in Butzbach, mit einem Ge- !>alt von 800 fl. als Lehrer und gegen eine be­pudere Zulage von 200 fl. zugleich zum provifori- chen Direktor der neuen .Realschule ernannt Nicht Jme mancherlei Verdruß und Schwierigkeiten ging °Lau<2xad) '^gleich an die Ausstattung der Schule nit Mobiliar und Lehrmitteln, wofür der Staat .-e beträchtliche Summe von 5900 fl. zur Verfügung -ellte. Anfangs 1837 erfolgte dann die Ernennung .er übrigen Lehrer (Prof. Dr. Weigand, Dr. Müller -I' entiIrIn& ®- Stein, I. H. Haustein als ordeut- tche Lehrkräfte, F. W. Dickore als Hilfslehrer in ^"chnen und Modellieren, Kantor Schwabe für yefang und Gymnasiallehrer Dr. Köhler für bchrelben) und des Pedellen I. Reitz, der seither lkTenzwächter in Merlau war.

öanfa, August, Gießen, Gutsbesitzer in Egeln bei Magdeburg. Bapst, Max, Meßen, Apotheker in W'lrzburg (f). Kieran, Anton, Gießen, Glaser Gießen. Born, H., Gießen. Büchner, Fried., Gießen, Schulrat m Gießen. Burckhardt, Georg, Gießen, Mechanikus in Gießen. Burckhardt Karl Siefeen, Schlosser in Gießen. Burckhardt, Karl' Gießen, nach Amerika. Busch, Ludwig, Gießen,

ln ®ßBßn- Erama, H., (Ziehen, Revier- forster, Deibel, R., Gießen. Demukh, Wilhelm, Gießen, Bürgermeisterei-Sekretär Gießen. Fa- ber Georg, Meßen, Buchbinder in Baltimore. pel tng, W., Gießen. Ferber, L., Gießen, Scri- beut in Friedberg. Ferber, 21., Gießen, Seri­en in Friedberg. - Friebel, Heinrich, Gießen, Sch osser in Gießen. - Friedrich, W., Gießen - Gail Ferdinand, Gießen, Rentner in Meßen. ö ®ie6ert' Turnlehrer in Neuyork.

Gebhardt, Georg, Gießen, Buchbinder in Gießen. Georg, Ehristian, Gießen, Gärtner in Gießen. Georgi, Friedrich, Rodheim a. 23., Rentner in |

zu? M "praktische Gewerbeschule"

nrs" Porbilduna für die Handwerker für nb Zweckdienlich, eigentlichegelehrte" da- tur schödlich als für gewinnbringend. Regierunysvorschlaa zugleich eine Ü^n^^ Äß Konkurrenz für Universität und Sym­posium erblickte, regte die Stadt neuzeitliche Aeude- rungen im Lehrplan des Gymnasiums an, vor allem Kfirftarfung der Realien und der neueren Sprache.

lieber die am 28. April 1837 erfolgte Eröffnung trProomzialrealschule" gab dieAllgemeine Cchulzeituug" vom 20. 5. 1837 folgenden Bericht: Pas Programln zur Eröffnung der Realschule in Men am 28. April 1837, morgens 10 Uhr, von Jirn Realschuldirektor Prof. Dr. Braubach verfaßt hltte durch sein Erscheinen die Feierlichkeit ange- bndlgt. Sehr zahlreiche Anmeldungen zur Auf- Phme, selbst aus entfernteren Teilen der Provinz, Ab der rege Sinn des Publikums für alles Ge­lb mnutzige und Wohl und Bildung Fordernde Viren ehrende Zeugen von dem Vertrauen das vin im voraus in die Anstalt, wie die hohe Coatsregierung sie geschaffen, setzte, und ließen er.e allgemeine Feier der Weihestunde und ein b-hes Ehren des Tages erwarten. Und so geschah et auch. Sämtliche Lehrer der Anstalt und fast alle

Wir haben es nicht mehr nötig, den zahlreichen Gedichten und Gefangen über denwunderschönen Monat Mai weitere Lobpreisungen hinzufügc oenn wir wissen aus langjähriger Erfahrung, daß auch der Mai wie alles Irdische seine kleinen Feh- ter hat Aber es wäre andernteils miesmacherisch, hinter sämtliche Gedichte und Lobgesänge über den Mai von vornherein das Fragezeichen eines skep- ^chen Abwartens ju malen, denn auch der launigste Mai hat einige Perioden jenes wunderbaren Wet- ers und jener idealen Gestaltung in der freien Na- tUrm^ie ^"£?ort und Lied verherrlicht worden sind.

Man hat den Mai wohl denkleinen Bruder des April genannt, weil er es nicht lassen kann, hin und wieder in die Fehler seines berüchtigten und berühmten Vorgängers zurückzufallen. Aber diese Elgenschast der Launenhaftigkeit, die die Flagge des Ap.s^. geworden ist, haben mehr oder weniger alle Fruhllnasmonate. Die Launenhaftigkeit, die Unz u- o e r.l ass lgkeit des Wetters ist in der F r u h l l n g s m e t e o r o l o g i e, wenn man so lagen will begründet. In der gemäßigten Zone der nobd ichen Erdhalbkugel gibt es keinenbe­ständigen Frühling, die Verteilung von Land und Meer, die Gegenüberstellung von Warmluft aus den Subtropen und Kaltluft aus dem Polargebiet setzen voraus, daß in gewissen Abständen die einzelnen atmospanschen Mächte ihre Meinungsverschieden- heiten zum Austrag bringen. Diese Meinungsver- chledenhelten sind der krasse Wechsel zwi- s ch e n w a r m und kalt, zwischen Sonnenschein und Regentagen, zwischen schwülen Gewitterperio­den und frostkalten Nächten im Mai. Der Mai kann dank der starken Sonnenstrahlung schon eine Tages­temperatur von 25 bis 30 Grad im Schatten auf- brtngen. Es hat nicht wenige Jahre gegeben, in denen der Mai sogar die h ö ch st e T e m p e r a t u r mers gebracht hat. Diesen Möglichkeiten der Uebechitzung durch die hoch­stehende Sonne steht aber die Tatsache gegenüber, daß schon die Nord- und Ostsee-Gewässer nur 10 ®rab Durchschnittswärme aufweisen, daß die bar» über ficgenben Luftmassen sich höchstens auf 15 bis 20 Grad erwärmen. Noch größer ist der Tempera­turgegensatz zum Atlantischen Ozean und insbeson­dere zu den Seeaebieten bei Island und Grönland, wo um diese Jahreszeit die Wassertemperatur noch beim Nullpunkt liegt und aus dem Innern Grön- lanbs sehr häufig katastrophale Schneestürme süd­wärts brausen.

In diesen Gegensätzen der Temperaturen sind die großen Gefahren der Maikälte begründet u^wenn in der ersten, zweiten oder dritten Mai- woche die Temperatur auf 20 bis 30 Grad ansteigt, jo muß dieser Anstieg infolge der aufkommenden Spannungen in der Atmosphäre den Vorstoß der 'm hohen Norden ruhenden Kaltluft herausfordern.

iv?-? ö£rr «ein halbes Jahr später im Januar , erfolgten Antwort desGroßherzoglichen Ober- schulrats , der damaligen obersten Schulbehörde des Landes, wurde Wesen und Zweck der neuen Realschule nochmals gekennzeichnet: sie solle die Jugend vom 11. bis 16. Jahrezur künftigen ein­sichtsvollen Betreibung von Gewerben und Künsten vorbilden, namentlich von solchen, zu denen ent­weder mathematisch - physikalisch - mechanische aber technologisch-chemische Kenntnisse nebst Fertigkeit im Zeichnen unb Mobellieren gehören unb biejenigen jungen Leute mit ber nötigen allgemeinen Schul- bttbuna versehen, bie sich künftig dem technischen totaatsbienft roibmen wollen", eine eigentliche Ge­werbeschule lehnte bie Regierung ab.

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