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geblüht hat, ist schon $onia geerntet. Die anderen Imker aber warten und hoffen und mühen sich. Große Vorbereitungen sind getroffen. Wenn zu | Hause mit dem Ernten nichts mehr sein sollte, wer-. den die Imker mit ihren Bienen in andere Gebiete wandern, wo noch eine gute Tracht lockt. Die Völ­ker werden einaesverrt, allerdings kunstfertig so, daß sie reichlich Luft haben, und in einer Nacht auf schnellen Lastautos an den guten Platz gebracht. Wenn dort die Glocken den Morgensegen einläuten, sind die Dienere meist schon wieder an der Arbeit und sammeln. Bringt später der Imker seine Bienen wieder heim und erntet den in der Fremde ge­wonnenen Honig, sind seine Kunden über diesen Honig oft erstaunt. Er ist ja in Farbe und Ge­schmack so anders, wie die fremde Tracht van der Heimattracht verschieden ist. Das wird in diesem Jahre wohl öfter vorkommen und den Honigfreun­den eine gute Gelegenheit geben, nickt nur neue HLTiigernten kennenzulernen, sondern Dadurch auch eine reiche Abwechslung im Honiggenuß zu haben Jede Art ist ja ein wenig anders zusammengesetzt, als die andere. Deshalb beeinflußt jede Art den Körper ein wenig anders. Von allen deutschen Honigen aber gilt dasselbe: Jeder Honig ist voll­wertig! Jeder ist aus deutschem Boden unter dem Strahl der Sonne kristalliserte Kraft und vollkom­mene Nahrung, geeignet, deutsche Menschen zu stär­ken, zu gesunden, zu erfreuen. A.

** 60 Jahre alt. Am heutigen 28. Mai kann Major a. D. Ferdinand von Hannecken in aller Frische seinen 60. Geburtstag begehen. Der Jubilar wurde in Metz geboren und im Jahre 1898 Offizier im Leibaarde-Jnfanterie-Regiment 115 in Darmstadt. Den Weltkrieg machte er an zahlreichen Abschnitten der Westfront mit. Nach dem Kriege gehörte er dem hessischen Freikorps und dann bis Mitte 1922 der damaligen Reichswehr an. Infolge eines Kriegsleidens mußte er am 1. August 1922 den Abschied nehmen. Seit Herbst 1922 ist er in der hiesigen Reichsbankstelle tätig, wo er noch heute feine Arbeitskraft dem Dienste für unser Volk widmet.

** Geschäftsjubiläum. Am heutigen 28. Mai kann der Inhaber der Buchbinderei und Papierhandlung Christian Franz, Plockstraße 8, auf das 35jährige Bestehen seines Geschäftes zurück­blicken. Herr Christian Franz hat sein Unterneh­men aus kleinen Anfängen zum heutigen Stand ent­wickelt und ist jetzt noch täglich mit aller Kraft an der Arbeit.

** Kommunale Steuern und Gebüh­ren. Die Vorauszahlungen auf die Gewerbesteuer und die Bezahlung der Kanal-, Straßenreinigungs­und Müllabfuhrgebühren für 1937 ist von der Stadtverwaltung terminmäßig festgesetzt worden. Die Zahlungen sind alsbald zu leisten. Die Anfor­derung der kommunalen Grund- und Sonderge­bäudesteuer erfolgt in den nächsten Wochen.

** Schweinezwischenzählung. In den Gemarkungen Gießen und Schiffenberg findet am 3. Juni eine Schweinezwischenzählung statt. Die Zah­lung dient lediglich zu statistischen Zwecken.

*^Der Skagerrak-Teich wird gefüllt. Nachdem die Gestaltung des Skagerrak-Platzes, über die wir vor einigen Tagen berichteten, abgeschlossen ist, strömt seit gestern das Wasser in das große Teichbecken ein. Der Wasserzustrom wird so regu­liert werden, daß der Wasserspiegel eine Höhe er­hält, bei der der Lorbeerkranz auf dem Steinsockel des Teichbeckens gerade auf der Wasserfläche schwimmt.

** Vom Bezirk Oberhessen der Deut­schen Lebensrettunasgesellschaft. Nach erfolgreich abgelegter Prüfung konnte dem Bade­meister Bernhard Funk aus Friedberg und dem Otto Bork aus Lützellinden die Urkunde für den Lehrschein mit goldener Nadel überreicht werden.

** Seinen Verletzungen erlegen. Der 16 Jahre alte Schüler Günther M e l ch i n g aus Forsthaus Haina, der wie wir tzestern bereits berichteten auf der Fahrt mit seinem Fahrrad nach Gießen zur Schule von einem Motorradler an­gerannt wurde und in die Chirurgische Klinik ein­geliefert werden mußte, ist dort gestern mittag an seinen schweren Verletzungen leider verstorben.

** Der Bund heimattreuer Schlesier (Deutscher Ostbund) hielt am gestrigen Don­nerstag imPfälzer Hof" seine Monatsoersamm­lung ab. Bezirksgruppenleiter Kostorz gedachte derHindenburg"-Mannschaft und ihrer Verdienste. In einer gedrängten Uebersicht über die Verhält­nisse in der Heimat, in der überall außerordentlich vroduktive Aufbauarbeit geleistet wird, berichtete i)er Redner auch über das Arbeitslosenproblem in Oberschlesien, zu dessen Lösung 23 000 Facharbeiter und 33 000 Landarbeiter außerhalb Schlesiens unter- gebracht wurden. Zu den großen Kanal- und Stra­ßenbauten ist u. a. in Oberschlesien die Erbauung des ersten großen SA.-Dorfes getreten, dessen Grundsteinlegung durch den Stabschef der SA. Lutze erfolgte. Anläßlich des Sängerbundestages in Breslau beteiligt sich auch die Gießener Orts­gruppe an der Reise in die angestammte Heimat. Die Schlesier schließen sich den Sonderzügen der Sänger an. Die Einzelheiten für diese Fahrt wur­den eingehend besprochen. Am 10. Juli wird der Feriensonderzug nach Ostpreußen geführt, dem im vergangenen Jahre großes Interesse auch von den nicht aus dem Osten stammenden Volksgenossen ent- gegenaebracht wurde. Auch in diesem Jahre erfolgt die Fahrt wieder auf ausdrücklichen Wunsch der Bundesleitung zur Werbung für den deutschen Osten. Die Sonderzüge sind die beste Werbung für den deutschen Osten und für die Aufbauarbeit der Reichsregierung. Im nächsten Monat findet ein Vortrag über Ostpreußen statt, der eine Werbung für die Reise nach dem Osten darstellen soll.

Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 370: Abschluß eines neuen Han­delsabkommens mit Columbien. 371: Die

Grundsätze für die Zuteilung von Ausfuhrkontin­genten in Polen.

Mrembeni) des ünlerbanns 1/116 (Gießen).

Ein Volk ist so viel wert, wie seine Führer wert sind." Adolf Hitler.

In der würdig geschmückten Aula des Realgym­nasiums war am Dienstag die gesamte Führer­schaft des Unterbannes 1/116 (Gießen) an^etreten. Im Rahmen einer schlichten Feierstunde, die unter dem LeitwortFührertum" stand, sprach im Auf­trage des in Weimar weilenden Bannführers, Adju- tant des Bannes,

Llnterbannführer Dölzing

in einer längeren Rede überFührertum und Gefolgschaft". Er führte u. a. folgendes aus: Während in der Welt Aufruhr, Streik und Bürger­krieg herrscht, arbeitet Deutschland in Ruhe und Ordnung an seiner Erstarkung. Wenn der Führer gesagt hat:Unser ganzes Leben verläuft zwischen Führung und Gefolgschaft", so hat er damit an das Geheimnis unserer Kraft gerührt. Denn immer wenn Eingkeit und Zusammenarbeit zwischen Füh­rung und Gefolgschaft besteht, dann muß ein Volk groß und stark werden! Mit dem WortEin Volk ist so viel wert, wie seine Führer wert sind", hat der Führer uns aber eine weitere wichtige Auf­gabe, ja unsere sich immer wiederholende Lebens­aufgabe gestellt: die F ü h r e r a u s l e s e. Zunächst müssen also aus den Reihen des Deutschen Juna- volks die Tüchtigsten ausgewählt werden; ebenso sollen dann die wahren und wirklichen Führer in der HI., SA. und SS., nachdem sie den Reichs­arbeitsdienst und die Wehrmacht würdig durch­laufen haben, politische Führer des deutschen Volkes werden. Wirkliches Führertum aber verpflichtet. Jeder Führer muß, bevor er führen will, gehorchen gelernt haben. Führertum ist für den National­sozialisten ein Auftrag der Gemeinschaft an ihn, eine bestimmte Arbeit vorbildlich für die Gemein­schaft zu leisten. Ein wahrer Führer wird seinen Gefolgsmannen so vorleben, wie sie leben sollen, das Vorsterben wird dann auch einmal dazu ge­hören.

Führer und Gefolgschaft aber gehören unauslös­lich zusammen, denn keiner wäre ohne den andern denkbar. Autorität wahren und dennoch Kamerad sein, das ist die wahre Kunst, die jeder beherrschen muß. Zum wahren Führer muß man geboren sein. Jeder aber von uns muß unentwegt an sich selbst arbeiten und sich selbst am strengsten in Zuckt nehmen. Wer sich von fremdem Aufputz freihätt, wer sich seinen Kameraden gegenüber so gibt wie er ist, der wird am leichtesten die Brücke von Herz zu Herz bauen können. Der HI.-Führer kennt keinen Unterschied zwischen Dienst und Privatleben. Das Führeramt eines HJ.- Führers läßt sich nicht in bestimmten Dienststunden ausüben, es verpflichtet ihn über die Stunden hin­

aus. Es ist überhaupt mehr als ein Amt, es ist eine Berufung.

Zum Schluß zeichnete Unterbannführer Döl- z i n g den HJ.-Führern das Bild eines vorbildlichen Führers mit folgenden Worten: Eure Aufgabe heißt: Pflicht, Verantwortung, Sorge für die anderen! An eurem Idealismus sollen die euch anoertrauten Kameraden ihre Kraft und Haltung schöpfen. Wissen sich die HJ.-Kameraden mit ihrem Führer eins, so ordnen sie sich willig unter, dann sind Führung und Gefolgschaft eine unzertrennbare Gemeinschaft. Treue, Liebe und Ge­horsam den Führern gegenüber sind dann eine Selbstverständlichkeit. Jedem Befehl folgt begeisterte und voller Einsatz in blindem Vertrauen auf ihren Führer. Jeder von ihnen dient an seiner Stelle in bedingungsloser Hingabe an die große Idee. Das Gesetz von Führertum und Gefolgschaftstreue ist deutsches Leben geworden in dem Ruf:Führer befiehl, wir folgen!"

Nach diesen alle Hörer beeindruckenden Worten sprach

llnterbannführer Hühl

au feiner Führerschaft und gab anschließend die Be- förberungen des Gebietsführers und die Ernennun­gen des Bannführers aus. Unterbannführer Rühl wies darauf hin, daß das, was den Führer aus­macht, nicht durch Uebernahme eines Amtes oder durch eine Beförderung erworben werden kann. Nationalsozialistisches Führertum besteht nicht in den Abzeichen, Sternen und Schnüren, die auf der Uni­form getragen werden. Diese Schnüre und Sterne sollen nur eine Anerkennung sein.

Im Anschluß daran befaßte sich der Unterbann­führer mit den kommenden Sommeraufgaben der Gießener Hitler-Jugend. Am 6. Juni wird auf allen Gießener Sportplätzen der Reichssportwettkampf der Hitler-Jugend durchgeführt. Vom 8. bis 14. Juli wird die gesamte Gießener HI. im Rahmen der großenHessen-Nassau-Fahrt" den Spessart in Fahrtengruppen zu zwanzig Mann durchwandern. Schließlich findet am 21. und 22. August in Gießen eine Theatertagung des Gebietes, sowie das Ge­bietssportfest statt. Da die Bedeutung gerade der beiden letzten Veranstaltungen weit über den ört­lichen Rahmen unserer Stadt hinausreicht und Gie­ßen erneut in den Mittelpunkt des GebietesHessen- Nassau" rückt, bedarf es zu deren mustergültiger Durchführung einer sorgfältigen und umfangreichen Vorbereitung. Gerade hierbei wird es vor allem auch auf den Einsatz und die vorbildliche Mitarbeit der Führer der Einheiten ankommen. Weiterhin rotes der Unterbannführer alle Führer darauf hin, daß in diesem Sommer ihr Hauptbetätigungsield die körperliche Ertüchtigung sei. Eine Aussprache be­schloß den Abend.

Aus der engeren Heimat.

Schöffengericht Gießen.

Der 36 Jahre alte Friedrich Greb aus Vaden­rod (Kreis Alsfeld) war geständig, als Bote bei einer gemeinnützigen Organisation in Alsfeld einen Betrag von etwa 140 Mark unterschlagen zu haben. Dieses Geld war ihm zu seiner Dienstlichen Eigenschaft zu treuen Händen überlassen worden, um es bei einer Kasse auf das Konto der Organi­sation einzuzahlen bzw. es zur Auszahlung an eine dritte Person zu bringen. Das Schöffengericht ver­urteilte den Angeklagten zu vier Monaten Ge­fängnis und zur Kostentragung. Straferfchwe- rend wurde berücksichtigt, daß es sich bei dem unter­schlagenen Betrag um gemeinnützige Gelder han­delte. Strafmildernd kam die Unbestraftheit des An­geklagten in Betracht, ferner daß er geständig war.

Der mehrfach vorbestrafte Wilhelm Philipp II. aus Dorheim, 36 Jahre alt, war geständig bzw. überführt, eine verschlossene Bretterbude erbrochen und aus dieser Altmetall entwendet zu haben. Mit Rücksicht darauf, daß der Angeklagte bereits einmal einschlägig vorbestraft ist, verurteilte ihn das Ge­richt zu einer Gefängnis st rafe von vier Monaten. Außerdem wurde der Angeklagte zur Tragung der Kosten verurteilt. Strafmildernd kam in Betracht, daß der Angeklagte in schweren wirt­schaftlichen Verhältnissen lebte, Straferschwerend wurde die einschlägige Vorstrafe des Angeklagten in Betracht gezogen.'

Unter Ausschluß der Öffentlichkeit verhandelte das Schöffengericht gegen den O. H., 53 Jahre alt, und die S. Sch., 24 Jahre alt, beide aus Wolf (Kreis Büdingen) und wohnhaft daselbst, eine An­klage wegen Abtreibung. Die Mitangeklagte Sch., die seither im Vorverfahren durch ihre Aussagen den Angeklagten H. und sich selbst stark belastet hatte, bestritt in der gestrigen Hauptverhandlung jegliche strafbare Handlung. Da ein schlüssiger Beweis für die Schuld der Angeklagten nicht erbracht werden konnte, mußten die Angeklagten mangels Beweises freigesprochen werden. Die Kosten hat die Reichskasse zu tragen.

Landkreis Gießen.

* Wieseck, 27. Mai. Beim Holzspalten verletzte sich der 11 Jahre alte Ernst Hamel von hier mit dem Beil so erheblich an der linken Hand, daß die Hilfe der Chirurgischen Klinik für den Jungen in Anspruch genommen werden mußte.

§ Allendorf a. d. L d a., 27. Mai. Gestern abend entlud sich über der hiesigen Gemarkung ein aus südwestlicher Richtung kommendes heftiges Gewitter. Hierbei schlug der Blitz in das vor einigen Jahren erbaute Wohnhaus des Lehrers Schöne ein, glücklicherweise ohne zu zünden und ohne größeren Schaden anzurichten. Es wurden lediglich kleinere Beschädigungen an der Lichtleitung

und in einem Zimmer festgestellt. Die Hausbe­wohner kamen mit dem Schrecken davon.

* Lumda, 27. Mai. Der 13 Jahre alte Wilhelm Schäfer von hier stürzte so unglücklich, daß er mit einem Oberarm bruch nach Gießen in die Klinik gebracht werden mußte.

Wleseck I Klein-Linden I.

Wiesecks 1. Mannschaft der Fußballabteilung vom Turnverein Wieseck wird kommenden Sonntag die gleiche Mannschaft des Turnvereins Klein-Linden zu einem Freundschaftsspiel zu Gast haben. Den Gästen geht ein guter Ruf voraus. Die Mannschaft ist sehr spielstark. Die Einheimischen werden alles aufbieten müssen, um ehrenvoll zu bestehen.

Vorher stehen sich die neu aufgestellte 2. Wiesecker Jugendmannfchaft der gleichen des Turnvereins Klein-Linden gegenüber. Die Gäste dürften die meisten Siegesaussichten haben.

Kreis Schotten.

)( Ruppertsburg, 26. Mai. Ein Fest im Sinne echter Volksgemeinschaft war das Wald- f e st, das die Waldarbeiter des Graf-Solms- Laubacher Reviers Ruppertsburg am Sonntag in und bei ihrem herrlich gelegenen Häuschen im Pflanzgarten feierten. Forstmeister Kreis­jägermeister O st h e i m, Förster Becker, Bürger­meister und Ortsgruppenleiter Lind waren er­schienen, um sich mit und unter ihren Arbeitern zu freuen. Kaffee und Kuchen, von den Arbeiterinnen zubereitet, mundeten vortrefflich, für andere Ge­tränke und Speisen hatten edle Spender reichlich gesorgt. Bei dem ftöhlichen Gesang schöner Wald­lieder, heiterer Unterhaltung und den Klängen der kleinen Ruppertsburger Dorfkapelle gingen die Stunden rasch dahin. Bis um die Mitternachts­stunde wurde das Tanzbein geschwungen. Es war nicht das erstemal, daß ein solches Fest gefeiert wurde, aber das diesjährige zeigte, daß man es immer besser versteht, dieses Maifest schöner und passender auszugestalten.

Kreis Alsfeld.

LPD. Alsfeld, 27. Mai. In dem Kreisorte Schwarz war die 76 Jahre alte Frau Katharine S t ö p p l e r auf der Dorfstraße mit dem Füt­tern von Hühnern beschäftigt. Durch einen plötzlich herannahenden Motorradler erschrak die Frau und lief dabei dem Motorradler vor die Ma­schine. Bei dem Zusammenprall erlitt die Greisin innere Verletzungen, denen sie im Kreiskranken­haus erlegen ist.

Som Kalsmunt-Turm abgestürzt.

LPD. Wetzlar, 27. Mai. Am Donnerstagvor- mittag beobachteten Schülerinnen der gewerblichen Berufsschule, daß von dem Turm der Ruine

Kalsmunt eine Gestalt herunterstürzte. Die Ermittlungen ergaben, daß es der 15jährige Hans Vollmar aus Wetzlar war, der schwere Verletzungen davongetragen hatte, die seine Verbringung ins Krankenhaus erforderlich machten.

Kreis Wetzlar.

LPD. Wetzlar, 27. Mai. lieber dem Lahntal ging am Mittwochabend ein schweres © e witter nieder, das heftige elektrische Entladungen brachte. In dem Kreisort B i f f e n b e r g verur­sachte ein Blitzschlag ein Feuer, bei dem eine Scheune mit Stall und ein Holzschuppen nieder- brannten.

# Wißmar, 27. Mai. Dieser Tage ist hier mit dem Bau d e s Kriegerdenkmals be­gonnen worden. Die Maurerarbeiten werden von den Unternehmern Pfeiffer und Todt ausge­führt. Der Zusammenschluß der Spar- und Darlehenskasse und der Landwirt­schaftlichen Bezugs - und Absatzgenof­fenschaft ist nunmehr vollzogen. Mit der Füh­rung der Kassengeschäfte wurde der Buchhalter Wil­helm Becker beauftragt. Die Gemeinde hat in der alten Schule bei der Bürgermeisterei geeignete Räume zur Verfügung gestellt.

erfolgreicher Abschluß desMarburger Segelflieger-Lehrgangs

LPD. Marburg, 26. Mai. Der S e g e l f l i e - gerlehrgang des Unioerfitätsinftituts für Lei­besübungen, an dem sich auch Segelflugschüler der Universitäten Frankfurt a. M. und Bonn beteilig­ten, ist zu Ende gegangen. Insgesamt wurden in dem Lehrgang 74 Studenten und Studentinnen, darunter elf aus Frankfurt und sieben aus Bonn, geschult. Von den Anfänaergruppen wurden 544 Gleitfliegerstarts durchgeführt und dabei 22 Gleit­fliegerprüfungen A bestanden. Die Fortgeschrittenen fcf)ulten im Windenschleppverfahren und erzielten bei 209 Windenstarts fünf B-Prüsungen. Die rest­lichen Teilnehmer, die bereits die Prüfungen B oder C abgelegt hatten, schulten im Flugzeugschlepp. Vier Teilnehmer erflogen die Prüfung C, sechs erwar­ben die Genehmigung für Flugzeugschlepp. Insge­samt wurden bei 842 Starts 42 Prüfungen bestan­den, darunter von zehn Studentinnen die Gleitflie­gerprüfung.

Belgische Flugzeuge landen im Flughafen Rhein-Main.

LPD. Frankfurt a. M., 27. Mai. Nachdem zu Beginn des Sommerflugdienstes erstmalig eng­lische Verkehrsflugzeuge im Flugyafen Rhein- Main eintrafen und die Flugzeuge der nieder­ländischen und der schweizerischen Luft- verkchrsunternehmen schon seit langem hier landen, werden nunmehr auch belgische Flugzeuge plan­mäßig unseren südwestdeutschen Lufthafen ansteuern. Vom l.Juni ab versieht die belgische Luftverkehrs­gesellschaftSabena" den Dienst auf der neuen deutsch - belgischen G e m e i n s ch a s t s- linie Frankfurt Brüssel London, die bis Ende Mai und ab September von der Deut­schen Lufthansa, während der Monate Juni bis August von dem belgischen Unternehmen beflogen wird. Das erste belgische Flugzeug trifft am 1. Juni um 11.15 Uhr, von LondonBrüssel kommend, im Rhein-Main-Gebiet ein. Ebenso wie die Lufthansa verwendet auch die Sabena auf dieser wichtigen Flugstrecke, die im Flughafen Rhein-Main un­mittelbare Anschlüsse nach MünchenWien, Mai­landRom und StuttgartZürich besitzt, die be­währten und wegen ihrer hervorragenden Flug­eigenschaften beim Reisepublikum geschätzten Ju 52- Flugzeuge der Junkerswerke. Diese Maschinen, die neben der dreiköpfigen Besatzung 14 Fluggäste befördern, legen die Entfernung FrankfurtBrussel in 1%, FrankfurtLondon in nur 3% Stunden zurück. Die Ankunft der belgischen Fliegerkameraden kennzeichnet aufs neue die führende Stellung des Flughafens Rhein-Main im internationalen euro­päischen Flugverkehr.

Eine Derbrecherbande unschädlich gemacht.

Sie hatten es auf parkende Aukos abgesehen.

LPD. Frankfurt a. M., 27. Mai. Seit Ende Januar 1937 trieb eine Verbrecherbande in Frankfurt a. M. und Umgegend ihr Unwesen, deren Haupt ein ehemaliger Fremdenlegionär war. Sie bestahl vornehmlich parkende Autos, Lieferwagen und Speditionsfuhrwerke. Nach langwierigen und schwierigen Ermittlungen ist es der Kriminalpoli­zei nun gelungen, durch überraschenden Zugriff fünf Angehörige der Bande dingfest zu machen. Der Anführer und fein Freund konnten zwar im letzten Augenblick noch mit einem gestohle­nen Auto bis zur österreichischen Grenze fliehen. In Grassau bei Traunstein wurden auch diese bei­den Haupttäter fest genommen und der Wagen beschlagnahmt. Die Gauner führten ihre Slutoberaubungen in der Hauptsache so aus, daß sie Autos stahlen und mit den gestohlenen Wagen auf Parkplätze fuhren. Dort stahlen sie aus Nachbar­autos, was ihnen in die Hände fiel. Mit den gestoh­lenen Autos unternahmen sie auch Reisen in die umliegenden Städte. Um das Benzin waren sie nicht verlegen. Wenn sie nicht zufällig bei den Auto- beraubungen auch Tankscheine erwischten, zapften sie aus parkenden Autos Benzin ab. Bis jetzt konn­ten dieser Kolonne etwa 15 Autoberaubun- gen und 10 Autodieb stähle, sowie einige Einbrüche und ein geplanter Raubüberfall nachge- wiesen werden. Damit ist aber die Reihe der straf­baren Handlungen noch nicht erschöpft. Die Ermitt­lungen werden fortgesetzt.

faeut sich, alles cmf den feinen Kuchen, van ITiuttwt gebacken mit fy.Oetktt's 'Backpuli^,. ßacftiri!