würdig aber ist, daß sie in dem bekannten Roman „Gullivers Reisen" von Swift, der 150 Jahre früher erschienen war, oorausgesagt wurden; dabei stimmte nicht nur die Zweizahl der Monde, sondern Swift nahm für den einen von ihnen eine Umlaufszeit von 10 Stunden, für den andern von 20V, Stunden an, recht nahe der Wirklichkeit, denn tatsächlich braucht der schnellere Mond 7,7, der langsamere 30 Stunden zu seinem Umlauf. Da auf dem Mars die Tage etwa ebenso lang sind wie auf der Erde, der schnellere der beiden Monde zu einem Umlauf also weniger als einen Tag braucht, so ist die Folge, daß er vom Mars aus gesehen, im Gegensatz zu allen andern Sternen, im Westen auf- und im Osten untergeht. Auch diese Eigentümlichkeit würde nach der Swiftschen Voraussage, allerdings auch auf den langsameren Mond, zu- treffen.
Aber nicht nur die Prophezeiungen von Romanschriftstellern, sondern auch die von Astronomen gehen mitunter in sehr merkwürdiger Weife in Erfüllung. Nachdem der sonnenferne Wandelstern Neptun aus den Störungen, die er auf Uranus ausübt, vorausberechnet und dann fast genau an der berechneten Stelle gefunden worden war, ergab sich natürlich die Frage, ob die Auffindung weiterer Planeten auf diese Art möglich sei. Der amerikanische Astronom Lowell, der in vielen Punkten seine eigenen Wege ging, mitunter aber seinen Fachgenossen gegenüber recht behalten hat, errechnete aus den Störungen anderer Wandelsterne einen Planeten noch jenseits des Neptun, von dem sich aber zunächst keine Spur zeigen wollte. Vor einigen Jahren wurde indessen ein Wandelstern
„Pluto" entdeckt, und dieser stimmt in der Tat fast ganz genau mit dem von Lowell berechneten überein. So fand Lowell für die Sonnenentsernung des von ihm vorausgesagten Wandelsterns die 43fache Erdentfernung, während sich später für Pluto die 39,5fache ergab. Die „Exzentrizität", die die Abweichung der Bahnform von der Kreisform mißt, gab Lowell mit 0,20 an, während sich für Pluto 0,25 ergab; diese nahe Uebereinstimmung ist deshalb besonders wichtig, weil alle bekannten großen Planeten, mit Ausnahme des Merkur, sehr viel kleinere Exzentrizitäten haben, z. B. Venus 0,007, die Erde 0,017, Mars 0,09, Jupiter 0,05 usw., auch die Stelle, wo der Planet der Sonne am nächsten kommt, gab Lowell ziemlich richtig an (205 gegen 220 Grad) und so noch mehrere andere sogenannte Bahnelemente. Nur in einem Punkt irrte er sich gründlich: Er nahm als Masse das Siebenfache der Erdmasse an, während aller Wahrscheinlichkeit nach die Masse des Pluto wesentlich kleiner ist als die der Erde. Bei so geringer Masse aber kann Pluto die Störungen, die den Ausgangspunkt der Loryell- schen Rechnung bilden, unmöglich veranlaßt haben — und die nahe Uebereinstimmung entpuppt sich als bloßer Zufall.
Immerhin ist dieser Zufall noch nicht so merkwürdig wie der, dem ein Komet seine Entdeckung verdankt; einer Sternwarte war am 14. Februar 1896 durch ein chiffriertes Telegramm die Entdeckung des Kometen gemeldet worden. Bei der Entzifferung des Telegrggnms unterlief ein nicht unbeträchtlicher Fehler; das Fernrohr wurde demnach auf eine ganz falsche Stelle des Himmels gerichtet — aber siehe da, auch dort stand ein Komet.
Die Ueberschwemmung des Mississippi.
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In Amerika drohen die Fluten jetzt auch die Dämme des Mississippi zu sprengen. Dieses Bild von der Ueberschwemmungskatastrophe zeigt das Wasser, in ein Jndustriewerk eindringend. (Associated-Preß-M.)
GA -Gruppe Hessen führendimSkisport
NSG. Am Sonntag, 24. Januar, fanden am Kahlen Asten bei Winterberg die Skipatrouillenläufe der SA.-Gruppe Westfalen statt. Es beteiligten sich hierbei Mannschaften der SA., der HI., des RAD., des DLV., des Heeres und der Luft- gaureserve. Die Gruppe Hessen startete mit drei Mannschaften in der Mittelgebirgsklasse. Trotz der Stärke und Kampfkraft der Mittbewerber gelang es den Mannschaften der Gruppe Hessen den ersten und zweiten Sieg in hervorragender Zeit und in blendendem Stil zu erringen. Um so mehr ist dieses bemerkenswert, als die Laufzeiten der beiden siegreichen Mannschaften die besten Zeiten des Tages waren und beträchtlich unter der Bestzeit der kasernierten Einheiten lagen.. Die wehrsportlichen Bedingungen des Wettbewerbes, Ballonabschietzen, wurden von den Mannschaften der Gruppe Hessen strafpunktfrei und ohne Zeitverlust erfüllt.
SA. bei den Ski-7Neislerschaflen der Sporlgaue XII und XIII.
NSG. Bei den am 28. bis 31. Januar in Gersfeld stattfindenen Gaumeisterschaften im Skilauf der Sportgaue XII und XIII wird sich die Gruppe Hessen im Langlauf über 18 Kilometer mit 23 SA.-Männern, im Sprunglauf mit 6 SA.-Män- nern, im Abfahrts- und Torlaus mit 10 SA.-Män- nern und in der Staffel über 4X10 Kilometer mit 3 Mannschaften beteiligen.
Mit größter Sorgfalt werden die Vorbereitungen für diese Läufe betrieben, weil ihr Ergebnis maßgebend für die Zusammenstellung der drei Mannschaften ist, die die SA.-Gruppe Hessen in den Wintersportmeisterschaften der NSDAP, in Rottach- Egern vom 19. bis 21. Februar vertreten werden.
Das Vierländer-Eishockey-Turnier.
Rieher See schlägt Stockholm 2:1.
Vor etwa 1500 Zuschauern wurde am Montagabend im Olympia-Eisstadion das Spiel SC. Rießer See gegen Schwedens Vertreter, Göta Stockholm, ausgetragen. In einem außerordentlich schnellen, technisch auf hoher Stufe stehenden Treffen gelang Bayerns Meister ein knapper 2:1-Sieg.
In der ersten Pause zeigten Eva Pawlik, der Berliner Lorenz und Kaspar ihre Kür. Ebenso begeisterten Beifall zollten die Zuschauer in der zweiten Pause, als die Engländerin Megan Teylor ihr großes Können bewies.
Dor der Meisterschafts-Entscheidung im Gau Hessen?
Im Gau Hessen dürfte der am Sonntag abermals spielfreie Spielverein Kassel den Meisterschaftshafen erreichen. „Hessen" Bad Hersfeld verlor am letzten Sonntag beide Punkte an Kassel 03 und wird Mühe haben, auch gegen Germania Fulda eine Niederlage zu vermeiden. Kurhessen Marburg wird gegen SC. 03 Kassel kaum etwas ausrichten können, dagegen könnte es für den Tabellenletzten Niederzwehren gegen den immer mehr nachlassenden Meister Hanau 93 zu einem Punkt reichen Kewa Wachenbuchen und VfB. Friedbxrg sind ziemlich gleich
wertige Mannschaften, so daß eine Punkteteilung zu erwarten ist.
I.-Sp.-V. 1926 Steinbach
Hungen — Steinbach 0:2.
Am Sonntag weilte die erste Mannschaft des Fußballsportoereins Steinbach zum fälligen Verbandsspiel in Hungen. Die Steinbacher konnten einen sicheren 2:0-Sieg erringen, obwohl die Mannschaft mit Ersatz antreten mußte. Man hofft, daß die Mannschaft durch diesen Sieg wieder etwas an Selbstvertrauen gewonnen hat.
Die Jugendelf wartete vergeblich auf den Gegner, die zweite Jugend von VfB.-R. Gießen, und kam so kampflos zu zwei Punkten
*
Dor Fußballsportverein Steinbach hielt in diesen Tagen seine Generalversammlung ab. Vereinsführer Otto Gerhard erstattete den Geschäftsbericht über das verflossene Jahr, der erkennen ließ, daß sich die Mannschaften des Vereins gut hielten und schöne Erfolge erzielten. In finanzieller Hitisicht ist die Lage des Vereins weniger glücklich, da durch die Schaffung eines neuen Sportplatzes die Mittel ziemlich angespannt wurden, andererseits keine Einnahmen zu verzeichnen waren, da die meisten Spiele auf dem Platz des Gegners ausgetragen wurden. Nach der Erstattung des Berichtes legte der Vereinsführer fein Amt nieder. An feine Stelle wurde das seitherige Vorstandsmitglied Otto Schmidt I. zum Vereinsführer bestimmt. Im weiteren Verlauf der Versammlung erstattete noch der Spielausschuß* sowie der Jugendleiter Bericht. Dem gesamten Vorstand wurde Entlastung erteilt. Aus dem Vorstand schied Andreas Deuker aus. Der neue Vereinsführer ernannte sodann nachfolgende Mitarbeiter: 2. Vereinsführer Karl Reufchling, Kassenwart Karl Pfeiffer, Schriftführer Karl Gerhardt, Jugendleiter Karl Reufchling, Pressewart Karl Häuser, Dietwart Hch. Freitag, Spielausschußobmann L. Wagner, Ballwart Karl Becker, Beisitzer Ernst Heckroth, Ernst Burger, Kasfenprüfer Andr. Deuker und Karl Häuser.
DnL. Hochamt 2, Fußball.
Iugendgruppe Gießen.
Am Sonntag, 31. Januar, werden folgende Spiele ausgetragen:
Klein-Linden — Watzenborn-Steinberg (Schiri wird von Klein-Linden angefordert); Leihgestern gegen Spvgg. 1900 (Schiri wird von Leihgestern angefordert); Großen-Linden II — Lich (Weinandt, Leihgestern); Spvgg. 1900 II — Steinbach (Scharf, Wißmar); Garbenteich — Allendorf (Buß, Steinberg); Wißmar — Rodheim (Erb, Daubringen); Launsbach — Krofdorf (Arnold, Vetzberg); Saasen gegen Daubringen (Beck, Flensungen); Großen- Buseck — Alten - Buseck (Hofmann, Wieseck); VsB.-R. III — VfB.-R. IV (Scharf, Wißmar); Staufenberg — Heuchelheim II (Eckhardt, Staufenberg).
Die erstgenannten Vereine sind Platzverem und haben den Schiedsrichter, sowohl den Gegner, rechtzeitig über den Spielbeginn zu benachrichtigen.
Hermann Kirchner, Jugendgruppenleiter.
Jahreshauptversammlung des Turnvereins 1883 Lollar.
Der Turnverein 1883 hielt feine Jahreshauptversammlung ab. Die von Vereinsführer Karl Brück erstatteten Berichte ließen erkennen, daß der Verein in guter Entwicklung begriffen ist. Dann legte der Ehrenturnwart Karl A g e l in längerer Ausführung einen Tätigkeitsbericht des gesamten Turn- und Sportbetriebes vor, dem zu entnehmen war, daß im Turnen und in der Leichtathletik sehr Erfreuliches geleistet wurde. Es wurde nochmals das Feldbergfest genannt, bei dem der Verein in der 50X100-Meter-Staffel den Emanuel Schmuck-Schild zu verteidigen hatte und hierbei unter stärkster Konkurrenz auf den dritten Platz verwiesen wurde, was immer noch als großer Erfolg zu werten war. Die Neuwahl des Vereinsführers ergab die einstimmige Wiederwahl des Kameraden Karl Brück. Dieser nahm das Amt an und versprach auch sich weiterhin in den Dienst der guten Sache zu stellen. Die seitherigen Mitarbeiter wurden erneut in den Führerrat berufen. Der Rechnungsbericht verzeichnete ein Guthaben. Es erfolgte die Entlastung des Führer- rares und die Wiederwahl der Rechnungsprüfer. Der Haushaltsplan für 1937 wurde genehmigt. Infolge der Vielseitigkeit der Sportarten, die gepflegt werden, kam durch einstimmigen Beschluß eine Satzungsänderung dahin zustande, daß der Verein
von nun an den Namen „Verein für Leibesübungen 18 8 3 e. V. Lollar" führt.
Anschließend wurde die Bildung einer Altersriege vorgenommen. Sie wird in Kürze mit einer einmaligen Uebungsstunde in der Woche beginnen. Einige Kameraden, die mehr als 45 und 50 Jahre Mitglied sind, wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Schließlich wurde über die Turnhallenfrage und die Neuherrichtung der Laufbahn des Waldsportplatzes gesprochen. Kameraden, darunter ein Zögling, wurden wegen guten Besuches der Uebungsstunden mit dem Abzeichen des RfL. ausgezeichnet.
Kurze Sporknotizeu.
Elli Rosemeyer-Beinhorn wird sich nicht am Oasenflug beteiligen. Die deutsche Beteiligung an diesem Wettbewerb beschränkt sich daher auf Karl Schwabe, Wolfgang von Gronau, Frhr. Speck von Sternburg und Oberführer Thomsen.
Die Thüringer Viererbob-Mei st er- schäft, die am Dienstag auf der Wadebergbahn in Oberhof ausgetragen wurde, endete mit dem Sieg von Bob „Strolch II" mit Führer Hansen und Bremser Ulrich.
Henner Henkel steht bei den internationalen Hallentennis-Meisterschaften in Bremen bereits unter den „letzten Acht". Bei den Frauen griff Hilde Sperling jetzt in die Ereignisse ein und gab ohne Satzoerlust Frau Weber das Nachsehen.
Oberheffen.
Kreis Friedberg.
pb. Butzbach, 26. Jan. Heute wurde der älteste Einwohner unserer Stadt, der Altmeister Friedrich Grauer, zur letzten Ruhe gebettet. Mit chm ist ein Handwerker von altem Schrot und Korn dahingegangen. Er war Schmiedemeister und Wagenbauer, Mitbegründer der Schmiedeinnung im Kreis Friedberg, Ehrenmitglied verschiedener Vereine und nahm bis zu seinem Lebensende — er stand im 91. Lebensjahr — regen Anteil an allen Geschehnissen der Zeit. Bei Vollendung seines 90. Lebensjahres wurden ihm mannigfache Ehrungen zuteil.
+ Münzenberg, 26. Jan. Die NS. - Ge - meinfchaft „Kraft durch Freude" veranstaltete im Gasthaus „Zum Löwen" einen Dorfgemeinschaftsabend, der von Ortsgruppenleiter Metzger mit Worten der Begrüßung eingeleitet wurde. Der Abend brachte u. a. ein schönes Wetterauer Volksspiel, das lebhaften Beifall fand. Der Leiter der Spielschar, Studiendirektor Philipps (Friedberg), brachte eine Reihe von Mundartgedichten zum Vortrag, die sehr beifällig ausgenommen wurden. Gemeinsam gesungene Lieder hielten die Teilnehmer des Abends in schöner Kameradschaft noch geraume Zeit beisammen.
Kreis Schotten.
c. Schotten, 22. Jan. Der Ausbau der Verbindungsstraße Schotten—Laubach und nach Gedern wird ständig fortgesetzt. Die scharfen Kurven hinter dem Falltorhaus sind wesentlich erweitert und verbessert worden, nun wird auch mit der scharfen Kurve auf der Straße nach Gedern durch den Stadtwald eine Umgestaltung und Geradelegung vorgenommen. Auch diese Dsrbindungs- straße wird an vielen Stellen Kleinpflaster erhalten. — Das neue Kurhaus Vogelsberg (das ehemalige Lehrerheim) hat eine große Erweiterung erfahren und einen großen Anbau sowie vier geräumige Garagen erhalten. — Am Bockzahl, dicht unter dem Sportplatz, an einer geschützten und landschaftlich schönen Stelle wird im Laufe dieses Jahres ein neues HI. - Heim für die Jugend der Stadt entstehen. — Der Gesangverein „Schottener Männerchor" feiert vom 7. bis 9. August fein 100jähriges Jubiläum. Das Fest soll in großem Stile festlich begangen werden. Auch von Amerika, dem dortigen Bruder- .verein „Schottener Männerchor Neuyork", erwartet man Besuch. Viele befreundete Gesangvereine aus der näheren und weiteren Umgebung sind zu dem Fest eingeladen. Der Niddatal-Sängerbund wird sich geschlossen an dem Fest beteiligen. Gestern abend fand in dem Singsaal der Turnhalle im Beisein der politischen Stellen, der Stadtverwaltung, der Vereine und sonst interessierter Teile eine eingehende Besprechung über das Fest statt, das zu einem großen Tag für Schotten ausgestaltet wird. Ein besonderer Arbeitsausschuß wurde gebildet, auch die NS.-Gemeinscha,r Jfraft durch Freude" wird bei dem Fest wirksam mithelfen. Mit den Vorbereitungen zur Jubiläumsfeier wird bald begonnen. — In den Anlagen gegenüber dem Postamt plant der Turnverein die Errichtung eines Turnvater-Jahn-Denkmals. Der Platz ist durch den Neubau der Brücke über die Nidda sehr verschönert und erweitert worden, er wurde früher auch von dem Verein als Turnplatz benutzt. Die Erinnerung hieran soll durch das Denkmal wachgehalten werden.
)—( Ruppertsburg, 26. Jan. Ein seltenes Jagdglück hatten die Jäger bei der Treibjagd, die in den Graf-Solms-Laubacher Waldungen abgehalten wurde. Im Distrikt Dörnberg erlegte man drei Sauen und im Distrikt Forstwiese einen stattlichen Keiler, ebenso konnte ein Fuchs durch Kugelschuß zur Strecke gebracht werden. — Die erste Verdunkelungsübung klappte hier tadellos. Die Einwohnerschaft zeigte, daß sie erkannt hat, worauf es ankommt.
Kreis Alsfeld
* Alsfeld, 26. Jan. In dem Kreisort Leu- s e l wurde nachts aus den Gärten von sechs Gehöften die zum Trocknen aufgehängte und infolge der Kälte fteifgefrorene Wäsche der Familien dieser Häuser g e'st o h l e n. Es wird vermutet, daß es sich bei diesem Wäschediebstahl en gros um die Tat einer Diebesbande handelt, die ihre Beute mit Hilfe eines Kraftwagens fortgeschafft hat. Die Ermittlungen sind im Gange.
xy Nieder-Gemünden, 25. Jan. In der Wirtschaft von Otto S ö d l e r. fand am Samstag die Generalversammlung des Gesangvereins „E i n t r a ch t" statt. Vereinsführer Otto Schlaf- f e r hieß die Sänger willkommen. Besonderen Gruß entbot er dem anwesenden Gründer des Vereins, Bauinspektor Werner. Die Versammlung ehrte sodann das verstorbene Ehrenmitglied Karl Pabst I. Aus dem Jahresbericht ging hervor, daß der Verein auch im abgelaufenen Jahr verschiedene Male an die Oefsentlichkeit trat. Insbesondere nahm er am Kreis-Wertungssingen in Lauter teil. Dankes- roorte widmete der Vereinsführer dem Dirigenten Lehrer Graulich (Burg-Gemünden). Die Rechnung wurde geprüft und für richtig befunden. Es verblieb ein Ueberfchuß. Dem Rechner P r e i ß konnte Enllastung erteilt werden. Der Vorstand bleibt in der seitherigen Form bestehen. Lediglich an Stelle des seitherigen Schriftführers wurde
Sangesbruder Hch. Pfeil bestimmt. Um fleißigeren Singstundenbesuch anzuregen, wurden vom Verein erstmalig Ehrennadeln für fleißigen Singstundenbesuch gestiftet. Die Mitglieder Hch. ® er« b i g, Wilh. Seeger, Hch. Pfeil, Aug. Becker, Wilh. Schmidt und Otto Schlosser konnten damit ausgezeichnet werden. Sangesbruder Werner berichtete noch über die Gründung des Vereins im Jahre 1909.
xi? Nieder-Ohmen, 25. Jan. Der Gesangverein „Eintracht" blickt in diesem Jahr auf eine 75jährige Sangestätigkeit zurück. Dieses Ereignis gibt dem Verein Veranlassung, in Verbindung mit dem Sängerkreis Ohm-Lumdatal eine Jubiläumsfeier in größerem Umfang zu veranstalten. Als Festtage sind der 5., 6. und 7. Juni vorgesehen. Der Sängerkreis wird für den Hauptfesttag die Vereine des oberen Bezirks zu einem Wertungssingen aufrufen. An jenem Tage wird bann auch
Der Luftschutz ruft Sage nicht: Kein! Sage: Ja! Und frage dich ein!
eine neue Standarte der Vereine ihre Weihe erhalten. Man rechnet damit, daß mehr als 700 Sänger sich am Hauptfesttag in Nieder-Ohmen treffen werden. Die Vorarbeiten zu diesem Fest sind eifrig im Gange.
# Ober-Ohmen, 25. Jan. Der S A. - Sturm 3/116 hielt in der Wirtschaft „Zur Krone" einen Kameradschaftsabend ab. Nach einem Marsch durch das Dorf und nach der Einbringung der Fahne in den Saal, sowie nach einem Fahnenspruch hielt Sturmführer Klingelhöfe'' d:. Begrüßungsansprache und überreichte anschließend vier Kameraden das SA.-Sportabzeichen. Im Anschluß daran gelangte von der Schar Ober-Ohmen in einer eindrucksvollen, neuartigen Form das Spiel „Deutschlands Freiheit" zur Aufführung. Lchrer Dönges (Merlau) sprach noch über die besonderen Ausgaben der SA. Sturmführer Klingelhöfer dankte anschließend allen Mitwirkenden. Mit dem Gedenken an den Führer klang der offizielle Teil des Abends aus.
ss. Grebenau, 23. Jan. Bei einer dieser Tage auf Schwarzwild durchgeführten Jagd konnten zwei Tiere erlegt werden, und zwar ein schwerer Keiler und ein Ueberläufer.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
(D Gleiberg, 24. Jan. Burg Gleiberg mit ihren Gasträumen erfreut sich ob der Besonderheit ihrer Schönheit und Lage immer der Bevorzugung als Veranstaltungsort ' von Feierlichkeiten. In dieser Erkenntnis und gleichsam als Bekenntnis zu dem Symbol unserer engeren Heimat hielt der Sturm 21/M 147 des NSKK., der sich um die preußische Umgebung des Gleibergs erstreckt, am Samstagabend auf der Burg einen Kameradschaftsabend. Von allen Seiten strömten zu Fuß und mit Autos die NSKK.-Männer mit Angehörigen und Gästen zur Burg hinan. Die von fleißigen Händen geschmückten und mit Hakenkreuzfahnen ausgestatteten Räume, insonderheit der große Festsaal, füllten sich bald mit frohen Men- Ichen, zu deren Stimmung die NSKK.t-Kapelle aus Wetzlar mit ihren flotten Weisen wesentlich beitrug. Obersturmführer Schlierbach widmete den Gasten und Kameraden herzliche Begrüßungsworte, m denen er auch auf die jüngst dem NSKK. zu- geteilten besonderen Verkehrserziehuügs-Aufgaben und die daraus entstehenden Verpflichtungen gegenüber Volk und Vaterland hinwies. Stto-Heil und die Nationallieder hallten begeistert durch die Hallen. Bei Wort, Lied und Tanz zeigte sich dann der rechte Gemeinschasts- und Kameradschaftsgeist, dessen sich der Sturm stets rühmen darf. Besonderen Anklang und viel Lachen lösten die humorgewürzten Sturm-Chronikberichte eines poesieb^gab- ten Kameraden aus. Die Lose zu einer mit schönen und vielen Gewinnen ausgerüsteten Verlosung waren im Nu vergriffen. Der gerade auf der Burg weilende Schulungslehrgang von Amtswaltern aus dem Kreis nahm an dem Abend teil, und es herrschte allenthalben bis in die tiefe Nacht eitel Freude im Geiste einer starken Volksverbundenheit.
0 Krofdorf, 24. Jan. Das Fest der goldenen Hochzeit konnte bei guter Gesundheit das Ehepaar Johannes Schmidt und Wilhelmine, geb. Bender, begehen.
0 Lützellinden, 25. Jan. Die Luhmülle r e i g e n o ss e n f cha ft hielt bei Gastwirt A r - nold ihre Generalversammlung ab. Der erste Vorsitzende, Landwirt L. Hölz, leitete die Versamm- lung. Der Rechner Johannes Hofmann erstattete den Kassenbericht, der in Ordnung befunden wurde. Im Verlaufe der Versammlung wurde angeregt die Straße, die zur Mühle führt, ausbessern zu lassen. Ferner sollen in der Mühle technische Verbesserungen aetroffen werden.
* Franken.bach , 24. Jan. Dieser Tage wurde in unserem Orte die erste Verdunkelungsübung durchgeführt. Die Hebung nahm, von einigen unbedeutenden Mängeln abgesehen, einen befriedigenden Verlaus.
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' Wer an feine @elbb iMen tann, Z'ege fid) hier wirb nur fia.
Ii Mhl bie schlanke! fett aber die stärkere
j Mr gelangen. Das
I Itiiltn geschieht am bi I k«Mumenstengels, I flauere samenbesetzte (
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Sämereien, wie Nus Minen, Sonnenblume fiM mit dem Futter Bur. Diese Art der j )otr Zweckmäßigkeit, unb Glatteis nicht was besonders wichl
■ ieier wird ihr nn A | Jenn über AchtRau i ^quellen dieser mm । jen, sinket man । n Hungertods versa - i^iten gestaltet |id . eMn, die in einsch! »fWige zu haben ir H nrnflsroeite dar|teller f I, wenn man sich I us Weichholz verfett Uftiirn mit einer Misch Mi- oder Rinderial,
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