Einzelbild herunterladen

546 D

Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 28. Januar, nachm. 3 Uhr, vom Trauerhause Gießener Straße 74 aus statt.

Wieseck, 26. Januar 1937.

In tiefer Trauer:

Frau Marie Rau Wwe., geb. Schomber Familie Otto Schomber Familie Karl Schomber Ernst Schomber und Frau.

Nach kurzer, -schwerer Krankheit entschlief heute unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Frau Katharine Schomber Witwe

geb. Schäfer im Alter von 63 Jahren.

N öiefei

Aon der

S».: GZ i:*n (tlnen no*?ernentl 9 h?"' d>-« Ä* «i iune

4 l Atausl

&ii *kn P Ä hbie|e krfn j Utl9 berej Re?/m

^5iä" 3u er .,bie 3

MbtiÄ" erttc uni

k' Qs cr'

Ur kii1^

ärfiä "Kto-ärl Die5 'lumor Fell, fe'n te niit leMÄ dieser «nde Zc übcr Sbi)=Säre 'ffhpr 3unei9111 i» 2

E«««dN-

*Unh ihen 211 * nTsch ihrer °®ärenfri

Ö5 scheid und Liech

w *. 3-i-" \

8S** S>nn mir von vSİndas Ms m frühe« AuM. hier lst 52. unb 67. »reih mein ganzAbl meist als richtige der manchmal eti nicht, braucht vu lehr wählerisch J Saumknofpen, e (reibe und was Ameisenhausen u [mb ihm sonst Schnelten als < schast für alles, für den Honig,

Der russische sich gerne als reich, in dem er in erreichbarer statt haust.

In der schö Herbst ist der er kann gewal wichtig, das W heit Qufjuludjen 3n ber fäönei Wut)? wirb b?r l ben chn bie ru hn fein Winke Ws, sondern ti ein Insichselb 'K Anfang I bi! tert der Bären. Meist sind N<n sind Ausn H über drei ls "Ni demnach ist iin Verhältnis zu "i-We von all derartiger Neuank W mit rundem nemen Ohren. Di« Wkaffee, den h ® meiner Ring, W wie bei jun, fertigen Geburti ihren gUnc Wichtige Förch ^ima iRlager zwifch

Je schwächer die Sehkraft, desto nötiger gut passende Äu^enSiaser von Optiker Magnus

Sei ersweg 33 Kassenlieferant

19-22.15

Carmen

Preise von 1L0 - 4.00 RM.

m o r =

Salbtags

Tüchtiges

zum 1. Avril eine

mitBalk., l.St./

Mia-HD.

Pnroir für alle oaufrtim Barieüefüiircr

Marburger

Straße Nr. 241.

Werbe-Drucksachen

liefert BrQhl'sche Druckerei

Keine Zengnisse in Urschrift

lonvern nur Zeugnls- abtchriften Dem Br- werbungsichr?iben bei­legen LichtbilDer unüBewerbungsunter- lagen müssen zur Ver­meidung oon Verlusten aus Der Rückseite Ro­men und Anschrift Des Bewerbers tragen I

darf wie denn das Oldeani, nach den Versiche­rungen der dortigen Pflanzer, von Nashörnern wimmeln soll.

An dieser Stelle soll nur von den zwei deut­schen Schulen gesprochen werden, die der Verfasser selbst kennen gelernt hat, nämlich von der deutschen Schule in Lushoto auf dem Westusambara-Ge- birge und der deutschen Schule auf d e m Olde- oni-Hochland, die schon seit 1931 besteht. Beide Schulen liegen sehr hoch, 1500 bzw. 1800 Meter, worauf bei den Turnübungen viel Rück­sicht genommen werden muß; aber der Aufenthalt dort oben ist so gesund, wie er in Afrika nur sein kann.

Auf dem Oldcani-Hochland, das sich ungefähr 150 Kilometer westlich des Meru-Berges erhebt und die Massai-Steppe von der Serengeti scheidet, sitzen nach Angabe der dortigen Einwohner 7 0 Pflan­zer-Familien, an Seelen ungefähr 300 Weiße, von denen über 95 v.H. Deutsche sind. Unsere Safari in Stärke von drei Autos mit elf In­sassen platzte völlig unvorbereitet in die Schule hin­ein, eine halbe Stunde vorher war uns selbst noch nicht klar, daß wir die Schule besuchen würden. Es war also keine Rede davon, daß sie etwa für Besuch hergerichtet sein konnte; wir fanden sie aber trotzdem in einer deutschen, d. h. mustergültigen Ordnung vor. _________________________

getreten. Die Jungen, die stets stramm stehen, wenn der Lehrer oder sonst ein Erwachsener mit ihnen redet, zeigen die Hände her, ob sie gut gewaschen sind, und dann geht es zu zweien eingeschwenkt aus dem Haus hinaus in den sinkenden Abend hin­über zur alten Schule, die jetzt Mädcheninternat ist, mm Abendessen. Die alte Schule macht, mit ihrem Hof voll Geflügel, um den die Gebäude auf drei Seiten herurnftehen, mehr den Eindruck em es Bauernhofes, als den einer Schule, und wenn auch die Unterbringung der Kinder hier sauber ist, über­all Blumen auf den Tischen standen und die Wände nett dekoriert waren, so ist sie doch, mit europäischen Augen gesehen, denkbar primitiv so daß es vollauf berechtigt erscheint, wenn neben dem neuen Schulgebäude sich bereits die Grundmauern eines zweiten Gebäudes zu erheben beginnen, in dem später 50 bis 60 Mädchen Unterkunft finden sollen. Ueberdies wird diese spartanische Einfachheit den Kindern durchaus nicht als etwas Besonderes erscheinen, wohnen doch alle Pflanzer, soweit sie es vernünftig anfangen, die ersten Monate in Afrika sogar nur im Zelt oder in einer schnell aufgeführten Lehmhütte.

Die Schule, die bis zur Untersekunda geht, beher­bergt heute etwa 50 Kinder, darunter etliche, deren Eltern in Dar es Salaam oder gar in Beira, in Portugiesisch-Ostafrika wohnen, also sehr weit von hier. Der Unterricht dauert im allgemeinen von 7.30 bis 12.30 Uhr, wobei man berücksichtigen muß, daß man in diesem vergleichsweise kühlen Klima doch nicht solche Anforderungen an die Kinder stel­len darf wie in Europa, denn man ist trotz allem immer noch in den Tropen. Die Ferien sind lang, wegen der weiten Wege, die die Kinder teilweise bis zum Wohnsitz ihrer Eltern haben, und möglichst so gelegt, daß sie in die trockenen Zeiten fallen, nämlich vom 15. Juni bis 15. Oktober und vom 10. Dezember bis 15. Januar. Im Gegensatz zu den englischen Schulen gibt diese Schule, wie auch die auf dem Oldeani, keinen Unterricht in Kisuaheli, der Umgangssprache mit den Farbigen. Zwei Engländer und vier Schweizer besuchten sie; sie ist also f a st rein deutsch.

Auf einem Wiesenhügel, der weit ins Land schaut, luftig und frei nach allen Seiten, steht em für dortige Verhältnisse ziemlich großes, einstöckiges Gebäude, aus zwei Flügeln bestehend und einer schmalen, überdachten Eingangshalle in der Mitte, unter der der Stundenplan angebracht ist. Er enthielt Bemerkungen wie Mittagsbettruhe, viele Stunden Deutsch und Englisch, Heimatkunde, dazu Physik, Chemie, Mathematik und Latein, kurz alles, was zu einer höheren Schule gehört. Dor dem Hause auf einer Art Sportplatz spielten etwa sieben oder acht größere Mädchen Ball, begrüßten uns sehr höflich und wohlerzogen und ließen sich dann nicht weiter stören. Es wird, wie ich auf beiden Schulen feststellen konnte, sehr auf sportliche Betätigung und auf einen gewissen Drill gesehen, damit die Jugend Disziplin lernt. Eine besondere afrikanische Regel dieser Disziplin lautet übrigens: nie ohne H ut ins Freie. Die Mädchen hatten denn auch, ob­wohl es erst gegen 9 Uhr morgens und der Him­mel dicht bedeckt war, ihre doppelten Filzhute auf. Schon nach dem Wecken um 6 Uhr finden zehn Minuten Körperschule statt.

20 - 22.30

18. Freitag- Miete Zum erstenmal

Heiterer Tanzabend.

Leitung: Irmg.Zenner, Musikai. Leit: E. Bräuer.

Hierauf Erst-Aufführg. Die schöne

Galathee

Operette von Franz v. Suppe Musikai. Leit.: E. Bräuer, Spielleitung: Paul Wrede.

Preise von 130 bis 4.40 RM.

Aber Schwierigkeiten hin, Entbehrungen her: Auch hier, sah man, wird das Beste geleistet, was die verfügbaren Mittel und die persönlichen Kräfte hergeben wollen, mit dem großen Ziel im Auge: für Deutschland.

Die innere Einrichtung der Schule war denkbar einfach und sehr sinnvoll. Links die Mäd­chen, rechts die Jungen, in der Mitte die Aula, die an der einen Schmalwand einen einfachen Altar aufwies, an der andern das Bild des Füh­rers und ein Hakenkreuz. An dem dort stehenden Klavier übte ein Mädchen, ließ sich aber durch uns auch nicht stören. Im Klassenzimmer des linken Flügels schrieben die kleinen Mädchen gerade, unter Leitung des Lehrers, der tadellos sauber gekleidet war, hier mitten in der Wildnis, das Märchen vom Dornröschen auf, das also den deutschen Kindern im afrikanischen Pari nicht verlorengeht; rechts die Jungen in ihrer Klasse waren gerade mit irgend­etwas Physikalischem beschäftigt, an der Wand hingen Unterrichtstafeln, darunter eine Darstellung des Werdegangs der deutschen Kunstseide. Drei­zehn Kinder sind auf dem Oldeani im vorigen Jahr neu geboren worden, und in der Schule waren dreißig. Unten in einer Senke, etwa 100 Meter tiefer, konnte man das Wirtschaftsgebäude sehen. Das bedingt einen täglich mehrmals zu machenden Spaziergang, der ebenfalls für die nötige Bewe­gung sorgt, aber zur Regenzeit manchmal peinlich wird. Die Schlafräume der Kinder waren hoch und sehr hell, fo daß man trotz des sehr trüben Wet­ters Innenaufnahmen aus freier Hand machen konnte, einige der Betten standen übereinander. Der gemeinsame Was chraum enthielt eine große Zahl im Zement eingelassener Waschbecken und war geradezu militärisch sauber aufgeräumt. Jede Zahn­bürste, jedes Handtuch lag am gehörigen Platz. So kurz unser Aufenthalt war, so nahmen wir doch die Ueberzeugung mit, daß hier im afrikanischen Pari die deutschen Kinder zu Deutschen erzogen werden, und zwar in einer modernen und durchaus den Richtlinien des neuen Deutsch-

Das neue Schulgebäude liegt schön und statt­lich kurz vor dem Ort Lushoto. Man sieht es hell glänzend auf der andern Stzite des kleinen Tales liegen, wenn man von Mombo, aus der Steppe, nach Lushoto hinaufkommt, auf einer Straße, deren besonders gute, völlig europäische Bauart sich da­durch erklärt, daß sie noch von den Deutschen an­gelegt ist. Es war erstaunlich zu sehen, mit welcher Liebe und mit welchem architektoni­schen Verständnis der den Schulbau leitende deutsche Farmer das von einem der Deutschen in der Umgegend geschenkte Terrain behandelte, um einen großen schönen Freiplatz für die gendlichen Turnübungen aus dem ziem­lich steil zu dem kleinen Bach auf der Talsohle ab­fallenden Abhang herauszusparen, wie er sich Schritt für Schritt in den Urwald auf dem Hügel über dem Schulgebäude hineinarbeitete, um ihn zu einer entzückenden Parkanlage zu machen, indem er die schönsten Bäume und Baumgruppen jeweils stehen ließ, nachdem er sie von den Baumwürgem befreit hatte. Der Bach auf dem Talgrund sollte weiter oben aufgestaut werden, um einen Bade - platz zu bekommen und um ein kleines Kraftwerk für die Beleuchtung der Gebäude anlegen zu können. Es ist, bei der Kargheit der Mittel auf diesen Schulen, immer sehr schwer und hält auch auf dieser sehr schwer, dem die Schule zusammen mit seiner Frau leitenden Lehrer eine kleine, abgeschlossene Wohnung zu schaffen, wo er sich des Abends von dem aufreibenden Zusammen­sein mit den vielen Kindern etwas erholen kann. Das zeigt sehr deutlich die Schwierigkeiten, die es für die Lehrer auf diesen doch so wichtigen Posten auf sich zu nehmen gilt.

kfüK umVV-HW Micfmnrkcu aO dnE an Mi ImMu!

für halbe Tage gesucht. o46i Hitlerwall 21 I.

Stenotypistin f. Vertrauensstellung in größerem Jndustriebetr. Frankfurts gesucht. Verlangt wird erste Kraft, die an selbständiges Arbeiten gewöhnt ist, gute Allgemeinbildung und Um* gangsformen besitzt und möglichst schon in der Industrie tätig war. Alter nicht unter 25 Jahren.

Bewerb.mit Lebenslauf, Lichtbild, Zeugnissen u. Gehaltsansprüchen u. 545D an den Gießener Anzeig.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen, leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 36: 11250. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitats- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zett ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

Bücheriisch.

Rudolf Paulsen: Wann der Tag getan . Gedichte. 78 Seiten. Verlegt bei R. K. Jaeckel in Querfurt. (590) Paulsen erhielt 1936 mit Bernelburg und Luserke den zum ersten Male verliehenen Literaturpreis der Reichshaupt­stadt Berlin. Seine Lyrik ist männlich, das Wesent- Hebe klingt aus verhaltenem Wort. Lyrik hat immer mit einem Menschen in seiner Einsamkeit zu tun, wann der Tag getan", den dieser Dichter, seit je 'und heute vor allem mitten im Ringen um die geistige Erneuerung unseres Volkes stehend, m sei­nen stürmischen und unbedingten Forderungen be­jaht. Doch schließt ihn die Stunde seiner einsamen Gedichte nicht ab, er bleibt hingegeben dem ewigen Wechsel der Gezeiten im Kosmos des Draußen und Drinnen, aller gottgeschenkten menschlichen Gemein­schaft unlösbar verflochten.

Wir wandern und fingen! Lieder- buch der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude". Herausgeber: Nationalsozialistische Gemeinschaft Kraft durch Freude", Reichsamt Reisen, Wan- dem und Urlaub. Verlag für Deutsche Musik, Ber­lin S 42, 156 S., 0,30 RM. (333.) Es han- beit sich hier um ein nationalsozialistisches, arbeiten tümliches Singebuch. Der Aufbau der Liedergrup­pen umreißt einen Urlaubstag, beginnend beim Fahnengruß und abschließend mit dem Einholen der Fahne. Die andern Gruppen sind Bekenntnis­lieder, Werkgesänge, Liedgutaus deutschen Gauen", Wanderlieder, eine Gruppe von Tanz- und Volks- weisen und Sonnenwendlieder. Das mit einer Wid­mung von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley ein­geleitete Buch kostet nur dreißig Pfennig.

Weiterbericht

des Reichswefterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Die Großwetterlage befindet sich in einer Um­gestaltung, während sich der Schwerpunkt des hohen Luftdrucks mehr und mehr oon Ost- nach Nord­europa verlagert, die die vom Atlantik ausgehende Wirbeltätigkeit nach Süden abdrängt. Mit dieser Entwicklung kommt auch der Zustrom kühlerer Mee­resluft, der über Ost- und Südwestdeutschland Tau­wetter' brachte, zum Stillstand. Es kann erwartet werden, daß auch in diesen Gebieten die von Nor­den nach Osten in Deutchland vordringende Kaltluft sich mehr und mehr durchsetzt.

Aussichten für Donnerstag: Veränder­lich, mit zeitweiliger Aufheiterung, aber auch ein- zelne Niederschläge, voraussichtlich auch in den Nie­derungen Schnee, meist nördliche bis westliche Winde, leichter bis mäßiger Frost.

Aussichten für Freitag: Bei Luftzufuhr aus Nord bis Ost Fortdauer der leicht unbeständi­gen und kalten Witterung.

Mnlerfporl-lvetlerberichl.

Vogelsberg, Herchenhainer Höhe: Heiter, 5 Grad, 27 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 12 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Sportmöglich­keiten sehr gut. Hochwaldhausen: Bedeckt,6 Grad, 30 Zentimeter Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Sportmöglichkeiten gut.

Sauerland, Winterberg: Nebel, 3 Grad, 30 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 2 Zentimeter Neu- 1 schnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeiten gut.

Rhön, Wasserkuppe: Heiter,4 Grad, 26 cm Gesamtschneehöhe, 5 cm Neuschnee, Pulverschnee, , Sportmöglicheiten sehr gut.

®ul «Wleiles

Simmet

(Stadtmitte) mit elektr. Licht und allen Beauem- lichkeiten per fof. zu verm.Schriftl. Angeb. unt. 0456 anoenGietz.Anz.

gut m^geftattetc | Mietgesuche |

5-Zimm. Wohn, »«kaum

Hies. Industrie - Unternehmen sucht zum baldigen Eintritt jüngeren

r.Vuchhaller mit guten Kenntnissen in der Durchschreibe-Buchführ. sowie auch Lohnbuchualtung, Steno­graphie und Maschinenschreib. Voraussetzg. Handschriftliche Bewerbungen mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften, Referenz, sowie Angaben über Gehalts- ansprüche und frühesten Ein­trittstermin erbeten unt. 550D an den Gießener Anzeiger.

Deutsche Schulen in Deutsch-Ostaftika

Don Dr. Erich R Seilpflug.

Es ist eine bekannte Regel für alle in den Tro­pen lebenden Weißen, daß sie ihre Kinder nach Möglichkeit vorn 6. bis 8. Jahre ab nach Europa in ein Internat schicken sollen, um ihnen dort die nötige Schulbildung zuteil werden zu lassen. Die Gründe sind vielfältig. Die gewichtigsten liegen im Klima und der Gefährdung der Gesund­heit durch d i e Tropen, ein Grund, der aller­dings in den Hochländern des alten Deutsch-Ost- afrika fast wegfällt. Sodann wachsen die jungen Menschen unter der tropischen Sonne zu schnell heran, werden frühreif.Unsere 12jährigen haben oft schon das Körpergewicht und die Größe eines 16jährigen daheim", sagte mir der Lehrer der Oldeani-Schule. In einem vielfach noch wilden Lande mit seinem ungebundenen Leben, in dem die jungen Weißen der herrschenden Kaste angehören und oon klein auf gewöhnt sind, sich bedienen zu lassen, lernen die jungen Menschen nicht, sich unter­zuordnen, zu gehorchen, und sind, wenn sie ein Un­stern dann für dauernd nach Europa verbannt, meist untauglich für unser Leben hier. Dem Vor­teil der Erziehung in Europa steht allerdings der Nachteil entgegen, daß die Kinder jahrelang von den Eltern getrennt sind, so daß be­sonders in den gesunden Teilen des Landes viele Eltern sich nicht entschließen können, ihre Kinder nach Europa ober Südafrika zu schicken, von ben hohen Kosten ganz abgesehen, die das verursacht.

So bestehen im Tanganjika-Territorium, dem alten Deutsch-Ostafrika, eine ganze Anzahl von Schulen für Weiße, für die die Regierung jähr­lich 11 000 Pfund ausgibt, ebenso viel wie für die Jnderschulen im Lande, wogegen aUerbings die Ne­gerschulen 71 000 Pfund kosten. Es bestehen für Weiße im Mandat 13 Schulen, deren Schülerzahl 1933 mit 462 angegen wurde. Unter diesen befan­den sich fünfdeutsche Schulen mit insgesamt 152 Schülern im Jahre 1934, wobei ich bemerken mochte, daß ich die Kinder der Ostafrika-Deutfchen regelmäßig sehr gut Deutsch, aber mit gleicher Ge­läufigkeit auch Englisch habe sprechen hören.

Ausgesprochen deutsche Schulen bestehen natürlich nur in den Gebieten, wo genügend deutsche Fa­milien in der Umgebung sitzen. Bei der Errichtung der Schulen ist aber immer ein hemmender und ziemliche Mehrkosten verursachender Umstand im Spiele: die Schulen müssen, von wenigen Orten abgesehen, Snternattf fein, da die Schulwege oft viele Meilen betragen würden und durch völli­ges Pori, völlige Wildnis führen, durch die man kleinere Kinder unter keinen Umständen schicken

Sckr.Ang. unter 536Da.d.G.A.

Neuzeitliche 4- eventl. 5- Zim.-Wohn. mit allem Bub. u. sep. Eingang, schönem Garten usw.^aiserallec Nr.7vz. vermiet. Näheres daselbst ober Credner- ttraße 38. 7559D

Im Zeichnen gewandter jangerMnnn füreinVermess.- Büro in Frank­furt-Höchst zum sofortig. Eintritt gesucht. Schriftl. Angeb. u. 0451 an d. Gieß. Anz.

Da mein Mäd­chen geg. Früh­jahr heiratet, suche ich f. gleich oder später Er­saß (auch halb­tags), nicht über 20 Jahre, am liebsten».Lande. Beste Zeugnisse Bedingung. 0454 Wil firnemet Prof.Kraemer» Goethestraße 40.

launett-6- AMMch abzugeb.Bestell, erb. wirp.Postk ob. an d.Bierver- lagMichel.Wall- torstr.71,T.2479 Damplsägewerk Lollar B. Nuhn A. G., Lollar | Vermietungen | S-fi-Zim.-WohnuDg mit all. Zubehör sofort beziehbar. Hindenburg- 0452 wall 22II.

Im Hause Hitlerwall 12 5-Mota. m. Bad u. Küche per 1.4.1937 zu vermieten. 493D Näh.: Baubüro H. W.Rinn,

G.m.b.H., Gießen, Hitlerwall 12.

Ulrthfhpfl nrüdthen

JIIUVU/VII zuml.Febr.1937

gesucht. 635D

in Gießen oder näherer Umgeg. Nachweisb. ruh. Mietern, pünkt­licher Mietzahl. Schriftliche An­gebote unt.537D an den Gießener Anzeiger erbet. [Stellenangebote]

Ml.

Betitelet

für den Verkauf von Geräten und Maschinen an

Landwirte gegen boheProvistonv. leistungsfähiger westfäl. Fabrik

gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 0458 andenGietz.Anz.

Wir suchen zum sofortigen Eintritt

perfekte

Stenotypistin Handschriftliche Bewerbungen mit Lebenslauf, Zeugnis-Abschriften, Referenzen sowie Angabe über Gehaltsansprüche an 5390

Beyligenslaedt & Comp. G. m. b. H.

WerkzeuSmaschinenlahrik Biehen.

Nachlässe von 3 bis 20 v. H. er­

halten Sie bei wiederholten Ver­öffentlichungen einer Anzeige)

land angepaßten Weise.

Die deutsche Schule in Lushoto auf den West- Usambara-Bergen liegt nicht so weltabgeschieden, ihr Charakter ist durch die Nähe eines größeren Ortes bedingt. Sie liegt außerdem in einer fast deutschen Umgebung: das Land da oben erinnert lebhaft an das obere Riesengebirge. Sicher ist sie ebenso bedeutungsvoll, vielleicht noch bedeutungs­voller als die Oldeani-Schule, und wenn ich sie trotzdem ein wenig stiefmütterlich behandeln sollte, so darum, weil wir sie gerade im Umbau antrafen und eigentlich mehr die Sorgen des Lehrers und der den Umbau leitenden deutschen Pflanzer mit­erlebten als ben Schulbetrieb, in dem zwar schon bezogenen und feierlich eingeweihten, aber noch immer im Ausbau befindlichen neuen Gebäude mit feinem soliden Mauerwerk und einem Dach aus Zementziegeln (nicht aus Wellblech). Außerdem wurde gerade, nach einem schrillen Pfiff des Leh­rers auf einer Pfeife, in dem breiten Korridor an-

Servier- fräulein auch Anfänge­rin, die etwas Hausarbeit Über­nimmt, zum 15. Febr. ges. Gute Behandlung und Verdienst, sowie Famil.-Anschluß. Zuschr. postlag. 1909 Worms am Rhein. 544D

Von Färberei u. chemischer Rei- nignngs Anstalt werden

Büglerinnen nicht unter 18 I., zum Anlernen gesucht. Ange­lernte ob. einge- arbeit. Kostüm­büglerinnen be­vorzugt. Schrift­liche Angeb. mit genauer Angabe leith.Tätigkeit u.

Zeugnisabschr. u.538Da.d.G.A.

Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Damm: Kleinan­zeigen in die Hei­matzeitung, den GießenerAnzeiger

Die Sommerung

ist das wirkungsvollste Mittel

gegen das Schleudern

bei Eis, Schnee und Nässe!

Warum setzen Sie sich Gefahren aus, wenn Sie diese verhindern können? Lassen Sie Ihre Reifensommern!

Motorwagen-Verkauf sgesell seh. m.b.H.

Gießen, Frankfurter Straße 52/56, Ruf 2847/48

551 A

Stadttheater

DAN U AR

30

TAG DER NAT.- SOZ. REVOLUTION