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besonders zu Gast geladen, neben der Zahl der regelmäßig während des Winterhalbjahres ver­pflegten Kinder.

Major a. D. Martin Wronsky, Vorstandsmit­glied der Deutschen Lufthansa, vollendet sein 60. Le­bensjahr. Gleichzeitig scheidet er aus dem Vorstand der Deutschen Lufthansa aus, dem er seit ihrem Be­stehen angehört hat, und wird in den Aufsichtsrat der Gesellschaft berufen, von dem er mit Sonder­ausgaben betraut werden wird. Der Reichsminister der Luftfahrt Generaloberst Göring hat ihm sei­nen Dank für seine Verdienste um die Entwicklung des deutschen Luftverkehrs, insbesondere um die erfolgreiche internationale Betätigung der Deutschen Lufthansa ausgesprochen.

Jour" erfährt, daß 1200 Nordafrikaner in Paris, die der aufgelösten freimaurerischen VereinigungN o r d a f r l k a n i s ch e r Stern" nahestanden, in die kommunistische Partei Nordafrikas eingetreten seien, die am 1. De­zember 1936 in Paris unter Mitwirkung desNord­afrikanischen Stern" eine Kundgebung veranstaltet habe.

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In Chauxde Fonds (Schweiz) wurden nach einem schweren Ueberfall von Kommunisten und Sozialisten auf Mitglieder derNationale Jugend" zwei Kommunisten verhaftet, die in dringendem Verdacht stehen, den Anführer derJeunesse Natio­nale", Dr. Eugsne B o u r q u i n, erschlagen zu haben.

Adjutant des Sowjetmarschalls Tuchatschewski von der GPU. verhaftet.

Kopenhagen, 26. Jan. (DNB.) In Fort­setzung der Verhaftungen, die den Aussagen der Angeklagten im Moskauer Theaterprozeß folgen, ist, wie eine Warschauer Meldung derPolitiken" besagt, in Moskau auch Kapitän Smuty, der Adjutant des stellvertretenden Kriegs- ministers und sein eng st er Mitarbei­ter, festgenommen worden. Die Verhaftung Smu- tys, der Ukrainer und ein Freund des Gene­rals P u t n a ist, erfolgte unter dramatischen Um­ständen im Gebäude des Generalstabes durch eine Abteilung F e l d g e n d a r m e n unter Leitung eines GPU.-Kommifsars. Kriegsminister Woroschilow hatte anschließend an diesen Vorgang, der im Generalstab ungeheueres Aufsehen erregte, eine dreieinhalbstündige Besprechung mit sei­nem Stellvertreter, Marschall Tuchatschewski. in Gegenwart des Chefs der GPU. Jeschow.

Vom Kronzeugen zum Angeklagten.

Moskau, 26. Jan. (DNB.) In der Dienstags- sitzuna des Moskauer Schauprozesses schilderte der Angeklagte Stroilow, der schon an den Vor­tagen durch seinen an Naivität grenzendenGe- ständnis"-Eifer aufgefallen war, mit der Ausführ­lichkeit eines verlogenen Hintertreppenromans, wie er in den Jahren 1930 und 1931 als technischer Sachverständiger einer Sowjethandelsvertretung in Westeuropa angeblich gezwungen worden sei, gegen die Sowjetunion Wirtschaftsspionage zu betreiben. Bemerkenswert war lediglich die Aussage diesesZeugen", daß die Zustände in den westsibirischen Kohlengruben und Jn- dustrieanlagen in ihrer Entsetzlichkeitbei­spiellos" gewesen seien. Vergasung der Gruben,

Brände, Katastrophen mit unzähligen Todesopfern, unbeschreibliche Lebens- und Arbeitsbedingungen der Stachanow-Sklaven, unerhörte Mißstände in der technischen Ausrüstung der Betriebe und der Gruben und viele andere Ungeheuerlichkeiten mehr seien im westsibirischen Industriegebiet an der Tagesordnung gewesen. Um die groteske Operetten- haftigkeit des ganzenProzeß"-Unternehmens auf­zuzeigen, sei erwähnt, daß eben dieser selbeAnge­klagte" Stroilow im Prozeß gegen den reichsdeut­schen Ingenieur Stickling, der Ende des ver­gangenen Jahres zunächst zum Tode verur­teilt und dann zu zehn Jahren Gefängnisbe­gnadigt" wurde, alsHauptbelaftungs- zeuge" auftrat. Sein jetziges eigenesGeständ­nis" charakterisiert zur Genüge, daß man in Moskau sehr schlechtes Theater spielt.

Oer Tschekamord in Paris.

Paris, 27. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die Oeff- nung der Leiche des ermordeten Russen Dimitri N a v a ch i n e hat zu der überraschenden Feststel­lung geführt, daß Navachine nicht durch Schüsse, wie man auf Grund des Fundes von drei Patro­nenhülsen am Tatort zuerst vermutete, sondern durch vier Stiche mit einem Dolch ge tötet worden ist. Auch eine Röntgendurchleuch­tung zeigte kein Geschoß. Der Untersuchungsrichter hat mit den Anwälten des 1930 in Paris ver­schwundenen ehemaligen Generals Kutjepow, dessen Fall der GPU. zugeschrieben wird, Maßnah­men besprochen, um eine Verjährung zu verhüten, falls die Untersuchung der Ermordung Naoachins Anhaltspunkte zur Aufklärung des Falles Kutje­pow ergeben sollte.

Nationale Erfolge bei Aranjuez.

Zlüchtlingsberichie über die grauenvolle Zustände in Malaga.

Salamanca, 27. Jan. (DNB. Funkspruch.) Bolschewistische Truppen griffen erneut a m Frontabschnitt Aranjuez die Stellung der spanischen National-Truppen bei Questa de la Reina an. Die ausländischen Führer der Bolschewisten hatten dabei den Befehl erteilt, s e l b st unter größten Opfern an Menschenleben vor­zugehen, um in den Besitz dieses wichtigen Stra­ßen- und Eisenbahnknotenpunktes zu gelangen. Der erste Aufklärungsvorstoß wurde von besonders aus- gewählten bolschewistischen Söldnern ausgeführt. Die spanischen National-Truppen brachten ihnen durch Maschinengewehrfeuer und Handgranaten große Verluste bei, die die Bolschewisten veranlaß­ten, sich sofort wieder zurückzuziehen.

Ein bei Malaga entflohener Angehöriger der Guardia Civil berichtet, daß in Malaga grauen­volle Zustände herrschen. Bisher sind rund 2 0 00 national gesinnte Spanier ermordet worden. In der Stadt herrsche völlige Anarchie. Verschiedentlich sei es zu Schießereien zwischen den bolschewistischen Organisationen gekommen. Schwere Krankheiten, darunter einige Fälle von Schwar­zen Pocken, seien ausgebrochen. Die Lage werde noch trostloser, da keine Medikamente vor­handen seien, und es an Aerzten fehle, da diese größtenteils erschossen worden seien. An vielen Stellen brenne die Stadt. Raub und Mord seien an der Tagesordnung. Nach bolschewistischem Mu­ster würden die noch vorhandenen Wertekollekti­

viert". Die Teuerung sei sehr groß. Eine alte Frau sei von bolschewistischen Banditen zu Tode gequält worden, da sie bei einem Bomben­angriff nationaler Flieger, der vier Benzintanks vernichtete, den Namen Gottes anrief.

Maschinengewehre im Rücken!

Das Schreckensregiment der Internationalen Brigade.

L o n d o n , 27. Jan. (DNB. Funkspruch.)Daily Mail" berichtet, daß unter den Milizen in Madrid eine offene Meuterei gegen die sowjetrussi­schen Machthaber ausgebrochen sei. Gefangene teil­ten mit, daß die Spanier, die jetzt noch für die Bolschewisten kämpften, General Franco sofort die Tore der Stadt öffnen würden, wenn sie nicht durch sowjetrussische Maschinenge­wehre im Rücken in Schach gehalten würden. Die berüchtigte Internationale Brigade habe die Schützengräben der R e s e r v e st e l l ü n - gen mit Maschinengewehren besetzt, die auf die eigene Frontlinie gerichtet seien. Jeder, der den Befehlen der bolschewistischen Gewalthaber nicht sofort nachkomme, werde hinterrücks e r s ch o s- s e n. Die Gewißheit, daß ihre Familien Furchtbares erdulden müßten, wenn sie flüchteten, verhindere ganze Abteilungen der bolschewistischen Miliz, zu den nationalen Truppen überzulaufen.

Aus aller Welt.

Aeichstagung der Inneren Mission.

Berlin, 26. Jan. (DNB.) Im Rahmen der Reichstagung der Inneren Mission gab der Zen­tralausschuß für Innere Mission einen ßmp- fan9, an dem zahlreiche Leiter der Inneren Mis- slon aus den ausländischen Kirchen und aus dem ganzen Reich sowie Vertreter der kirchlichen Be­hörden teilnahmen. Im Laufe des Abends gab der Bischof der Siebenbürger Sachsen, Dr. C l o n - dys (Hermannstadt), der tiefen Verbundenheit des st^enbürgischen Sachsenvolkes mit dem deutschen Mutterland und seiner Kirche Ausdruck und wies darauf hin, daß die siebenbürgische Kirche durch die Jahrhunderte hindurch sich für die Wah- rung der deutschen Kulturgüter verantwortlich ge­suhlt habe. Sie sei auch heute noch Trägerin des -üolkstums, indem sie neben die Verbundenheit des r-iij69 Gemeinschaft des Glaubens stelle. Am Schluß der Reichstagung versammelten sich in der Berliner Dreifaltigkeitskirche die Leiter und Vor­stände der Inneren Mission unter dem Vorsitz des Präsidenten, Pastor Frick (Bremen). Der Direktor des Zentralausschusses, Pastor Schirmacher, entbot einen besonderen Gruß dem neuen Bruder­verband, dem Evangelischen Zentralverein für In­nere Mission in Oesterreich, und dankte den evan­gelischen Gemeinden für -die Opferbereitschaft, mit oer sie auch im vergangenen Jahr die Werke der christlichen Liebestätigkeit getragen hätten Reichsminister Dr. Goebbels stiftet Preise für den

ReichsphotowettbewerbVier Jahre Aufbau".

Reichsminister Dr. G o e b b e l s hat für die besten amateurphotographischen Arbeiten aus dem Reichs­photowettbewerbVier Jahre Ausbau" drei Ehrenpreise zur Verfügung gestellt. Weiterhin gelanoen eine größere Anzahl Geld- und Buchpreise zur Verteilung. Ausgabe des Photowettbewerbs ist es, alle deutschen Amateurphotographen zur Mit­arbeit an der großen AusstellungGebt mir vier Aahre Zeit!" aufzurufen. Unerschöpflich sind die Möglichkeiten, die das pulsierende Leben des neuen Deutschland dem Photographen bietet. Alle kraftvol­

len, gefunden Aeußerungen unseres neu erwachten nationalen und sozialen Lebens gilt es im Bilde einzufangen. Alle deutschen Volksgenossen, soweit sie Amateurphotographen sind, können sich an dem Wettbewerb beteiligen. Die Bedingungen sind in sämtlichen Photohandlungen erhältlich.

Waller Gropius

erhall einen Lehrstuhl an der Harvard-Universität.

Der bekannte deutsche Architekt Walter Gro­pius ist auf den Lehrstuhl für Architektur an der Harvard-Universität in. Neuyork berufen worden. 750000Obdachlose im amerikanischen

Ueberschwemmungsgebiet.

Der Vorsitzende des Roten Kreuzes, Admiral G r a y s o n, schätzte die Zahl der durch die Ueberschwemmungen in den elf mittel- und westamerikanischen Staaten obdachlos gewordenen Einwohner auf 7 5 0 0 0 0. Für die sofortige Unter­stützung dieser Unglücklichen brauche das Rote Kreuz wenigstens 10 Millionen Dollar. Das Unterhaus hat bereits einen Nachtragshaushalt in höhe von 899 Millionen Dollar angenommen. Roosevelt erklärte, daß jeder Lent dieses Fonds für die Opfer der Katastrophe benutzt werden würde.

Wenn auch der Wasserstand des Ohio bei Cin­cinnati nicht weiter gestiegen und an einigen Stel­len sogar gefallen ist, so wird doch eine neue Hochflut befürchtet. Auch der Missisfippi steigt südlich von Cairo (Illinois) ständig weiter. Am Dienstag wurde auch über Ostarkansas der Aus­nahmezustand verhängt. Zahlreiche weitere Ortschaften wurden geräumt, die Zahl der Toten steigt ständig. In verschiedenen Gegenden sind Boote mit Flüchtlingen gekentert. So ertranken in Vaducah (Kentucky) 14 Personen, als ein vollbe- sehtes Boot umschlug. In dem überfluteten Louis- ville wütete in einer Lackfabrik ein verheerender

Japans Erzhunger und Erzreserven.

Von unserem gr.-Korrespondenien.

Schanghai, Januar.

Die Eisenoersorgung ist neben der Sicherung des Oelbedarfs das Hauptproblem der japanischen in­dustriellen Organisation. Vielleicht das allerwich­tigste, wenn man bedenkt, daß durch die Produk­tionssteigerung der japanische Eisenoerbrauch von 2 Mill. Tonnen im Jahre 1933 auf 4 Mill. Ton­nen 1935 gestiegen ist, und im laufenden Jahre sicherlich noch erheblich höher sein wird. Allein für die Stahlerzeugung würden 5,5 Mill. Tonnen Roh­eisen gebraucht werden, was einer Erzmenge von 10 Mill. Tonnen gleichkommt. Japan sucht seine eigenen Erzvorkommen mit allen Mitteln auszunutzen und die verbesserten Methoden zur Ver­hüttung armer Erze kommen ihm sehr zugute. 1931 stellte sich die Förderung in Japan auf 208 000 Tonnen, in den Kolonien auf 176 000 Tonnen, und die Erzeinfuhr belief sich auf 1,5 Mill. Tonnen, 1935 waren die entsprechenden Mengen 533 000, 242 000 und 3,4 Mill. Tonnen.

Die in Japan gefundenen Eisenerze sind sämtlich von niedrigem Eisengehalt, und die ge­samten Reserven belaufen sich auf weniger als 150 Mill. Tonnen, von diesen können jedoch nach einem Gutachten der japanischen geologischen Gesellschaft nur 40 Mill. Tonnen als produktionsfähig bezeich­net werden. Die wichtigsten Minen liegen in Ka­rn ai sh i, 400 Kilometer nördlich von Tokio und Kut- chan, auf der Nordinsel Hokkaido. Ob sich die Pro­duktion noch über das letzte Jahr hinaus steigern läßt, ohne unwirtschaftlich zu werden, erscheint zweifelhaft. Dagegen bieten die koreanischen E i s e n m i n e n sehr gute Aussichten, der Abbau ist im laufenden Jahr außerordentlich verstärkt worden, und man rechnet mit einer jährlichen Aus­beute von 600 000 bis 1 Mill. Tonnen, wodurch die japanische Einfuhr entsprechend entlastet werden wird. Die Mandschurei, die man ja zu dem japanischen Wirtschaftsgebiet rechnen kann, erscheint in der Statistik der japanischen Erzeinfuhr nur mit einer geringen Zifter, weil die Eisenerze hier an Ort und Stelle verarbeitet werden. Es ist bekannt, daß die neuen Showa-Eisenwerke in Anshcm, die in den letzten Jahren mit deutschen Maschi­nen errichtet wurden, bereits zu den größten Stahlwerken der Welt gehören. Sie produzieren jetzt jährlich 450 000 Tonnen Roheisen und 400 000 Tonnen Stahl. Dabei verarbeiten sie ausschließlich mandschurische Erze, besonders aus den Eifenvor­kommen in der Nähe von Anfhan, die zwar nur 35 v. H. Eisen enthalten, aber im Tagesbau leicht zu fördern sind. In dieser Verwertung der man­dschurischen Erze liegt die eine große Hoffnung Ja­pans, sich in seiner Eisenversorgung selbständig zu machen.

Von den ausländischen Lieferanten erscheinen China und Malaya mit den höch­sten Ziffern. Von den chinesischen Eisenvorkommen befinden sich die ergiebigsten in japanischen Händen, und diese liegen in einem Gebiet, das einer inten­siven japanischen Erschließung und Durchdringung entgegengeht. Es handelt sich dabei um die Eisen- vorkommen im Süden der mongolischen Provinz T s ch a ch a r, ungefähr 500 Kilometer nordöstlich von Peking. Die Mutungsrechte in Tschachar hatten sich die Japaner bereits vor Jahren gesichert, aber die unsicheren Verhältnisse dieses von Banditen und irregulären Truppen heimgesuchten Gebietes mach­ten eine ersprießliche Arbeit unmöglich. Seit einem Jahr ist der Nsenbezirk in einer losen und in­offiziellen Form an Mandschukuo ange­gliedert. Es befindet sich dort eine Abteilung von Mandschukuo-Truppen (feine Japaner), denen sich ein chinesischer General, der mit Mandschukuo sympathisiert, angeschlossen hat. Die häufigen Ueber- fälle haben aufgehört, japanische Truppen befinden sich in unmittelbarer Nähe und könnten im Ernst­fälle jederzeit eingreifen. Wie weit die Arbeiten im

Eisengebiet von Tschachar bereits gediehen sind, ist nicht bekannt. Die Japaner halten aus verständ­lichen militärischen Gründen vorläufig die Ver­öffentlichung von Zahlen zurück. Die Tschachar-Erze werden exportiert und erscheinen in der japanischen Statistik mit etwa einer Million Tonnen. Es sind durchweg hochwertige Erze von 60 bis 70 v. H. reinem Eisengehalt.

Der größte Eisenoersorger Japans blieb auch im vergangenen Jahr die m a l a y i s ch e Halbinsel. Sie lieferte fast 1,5 Millionen Tonnen und stellte zusammen mit Britisch-Jndien, den Philippinen und Australien 6 2 v. H. des japanischen Imports. Die malayischen Erze besitzen 64 bis 70 v. H. reinen Eisengehalt und die Vor­kommen gelten fast als unerschöpflich. Da Japan der größte Eisenerz künde von Süd­ost a s i e n ist, haben japanische Gesellschaften ver­schiedene große Minen aufgekauft. Die Surimedan- Grube in Jehore gehört der Jshihara-Minen-Gesell- schaft und beliefert Japan allein jährlich mit 500 000 Tonnen Erz. An zweiter Stelle steht die Zungun- Grube, aus der die Japanische Minengesellschast jährlich 350 000 Tonnen fördert. Dieselbe Gesell­schaft besitzt noch Minen auf den Philippi­nen, deren Gesamtförderung sogar noch umfang­reicher ist. Aber Japan kann im Ernstfälle nicht mit einer sicheren Versorgung aus Malaya rechnen, und infolgedessen wird die Förderung in Man­dschukuo und in Tschachar in jeder Weise gepflegt werden.

Oie Regierungskrisis in Japan.

Die Wehrmacht

lehnt Beteiligung am Kabinett Ugaki ab.

Tokio, 26. Jan. (DNB.) Nach verschiedenen Versuchen des Chefs des militärischen Erziehungs­wesens, General S u i g y a m a , des Vizekriegs- ministers, General Umezu und des früheren Kommandeurs der IV. Division, General Täte- k a w a, zwischen General Ugaki und der Wehr­macht zu vermitteln, faßte die Wehrmacht den Be­schluß, keinen Minister für das Kabinett Ugaki zu stellen. Kriegsminister T e r a u ch i erklärte Ge­neral Ugaki, daß kein General zur An­nahme eines Mini ff e rpostens bereit sei. Die Wehrmacht habe nicht das Vertrauen, daß Ugaki die vom Heere für u,.umgänglich gehaltenen Reformen durchführen könne. Die Wehrmacht wünsche eine friedliche Lösung der Krise und er­suche Ugaki daher, seinen Auftrag an den Kaiser zurückzugeben.

General Ugaki erstattete am Mittwochvormittag dem Kaiser Bericht über seine ergebnislosen Ver­handlungen mit der Armee. Die japanische Presse schreibt, daß angesichts der starr ablehnenden Hal­tung der Armee, die eine schwere innere Krise zeige, Ugakis Beauftragung gegen st ands- l o s geworden sei. Die offensichtlichen Spannungen zwischen dem Heer und den Kreisen, die die Beauf­tragung Ugakis anregten,, und ihn jetzt mit allen Mitteln zu stützen suchten, müßten im Gegenteil noch schärfer werden. Die gesamte Presse, die auf feiten Ugakis steht, und deshalb starke Kri­tik an Kriegsminister Terauchi übt, sieht lieber einen Verzicht Ugakis als die Heraufbeschwörung neuer folgenschwerer Entwicklungen.

Die Agentur Domei meldet, daß vor General Ugakis Hauptquartier Angehörige des pa­triotischen Arbeiter - und Bauernbün­de s in dem Augenblick verhaftet wurden, als Ugaki das Haus betreten wollte. Die Verhafteten trugen ein Schriftstück bei sich, das Ugaki zum Verzicht aufforderte. Der General sei ge­zwungen gewesen, einen Hintereingang zu benutzen, da eine große Menschenmenge das Haus versperrt hätte.

Brand. Auch hier sind mehrere Personen bei Ret­tungsversuchen ertrunken. Allgemein macht sich der Mangel an Trinkwasser bemerkbar.

Sturm und Frost in Norddeutschland und Dänemark.

Im nordwestdeutschen Küstengebiet herrschten wei­ter starke Winde in Stärke von 7 bis 8 aus Ost- Südost, die um Helgoland bis auf Stärke 9 auf­frischten. Bei schärfer werdendem F r o st in Bremen wurden minus 10,1 Grad gemessen hat in einigen Gegenden Schneetreiben eingesetzt.

Südoststurm und Eis behindern auch den Ver­kehr in Dänemark. In einer Reihe von Sunden und Fjorden staut sich Packeis bis zu fünf Meter Höhe, was eine vollständige Lahmlegung des Schiffsverkehrs zur Folge hat.

Deutscher Fischdampser mit 12 Mann im Sturm gesunken.

Der deutsche FischdampferUhlenhorst" ist ein Opfer der orkanartigen Stürme der letzten Tage geworden. Seine aus 12 Mann bestehende Be- atzung fand den Seemannstod. Die national« ozialistifche deutsche Seefahrt trauert mit den Hinterbliebenen um ihre Kameraden. Die vom Füh­rer geschaffene Stiftung fürOpfer der Arbeit auf See" hat sich der Hinterbliebenen angenommen.

Strenger Frost in Ostpreußen.

Der seit mehr als 14 Tagen in Ostpreußen an­haltende strenge Frost ohne Schnee, eine für diese Gegend ungewöhnliche Witterungserscheinung, hat in den beiden letzten Tagen stark zugenom­men. Am Dienstag meldet Treuburg, das im Reichsgebiet als Ort mit der kältesten Jahresdurch- chnittsternperatur gilt, daß hier wie im ganzen Osten der Provinz 20 Grad unter Null ge­messen wurden. Nicht nur die zahlreichen Binnen­gewässer, sondern auch das Frische und das Kurische Hass sind vollständig zugefroren.

Starke Schneefälle in Norditalien.

Spät, aber mit um so größerem Ungestüm, ist nun auch in Norditalien der Winter eingekehrt. Aus zahl­reichen Städten der oberitalienischen Tiefebene wer­den ausgiebige Schneefälle gemeldet. Mailand ist vollkommen eingeschneit. Die Gartenanlagen mit den unter der Schneelast sich biegenden Bäumen zeigen ein winterliches Bild, wie man es sonst meist nur in nördlicheren Regionen sieht. Auch in Verona, Triest und Fiume ist viel Schnee gefallen.

Brandkatastrophe in einem norddeutschen Dorf.

In einer der letzten Nächte wurde das Dorf Wie­penkathen bei Stade (Niederelbe) von einer Brand kata st rophe heimgesucht. In einem Bauernhaus brach Feuer aus, das sich infolge des Sturmes in kurzer Zeit auf Scheune und Ställe ausdehnte. Der Sturm jagte die Flammen und

Der Oberbannführer im Stabe der Reichsjugendfüh­rung Kurt Petter wurde vom Jugendführer des Deutschen Reiches zum Inspekteur der neuen Adolf-Hitler-Schulen ernannt.

(Presse-Jllustration-Hoffmann-M.)

Funken über das ganze Dorf. Bald standen das Schulhaus und mehrere weitere Häuser in hellen Flammen. Jngesamt wurden elf Gebäude in Asche gelegt. Den Wehren gelang es unter Auf­bietung aller Kräfte, einige vom Feuer bereits er­faßte Gebäude zu erhalten. Gegen Morgen war die Wehren unter Wasser gesetzt wurden, sind von oben bis unten in Eis gehüllt.

Großfeuer in der Berliner Friedrichstraße.

In einem Hause der Berliner Friedrichstraße brach ein Großfeuer aus. Vier Menschen, die im Schlaf überrascht worden waren, mußten den Sprung auf das Sprungtuch wagen: ein weiterer konnte über eine Leiter gerettet werden. Einer der Abgesprungenen erlitt schwere Verletzungen. Die grimmige Kälte behinderte die Löscharbeiten emp­findlich, denn das aus zwölf Rohren gegebene Was­ser war im Nu gefroren. Ein Feuerwehrmann, der sich ohne Rauchschutzgerät zu weit vorgewaat hatte, sank leblos zusammen: er war einer schweren Rauchvergiftung erlegen. Der durch das Feuer und die Wassermengen angerichtete Schaden ist beträcht­lich. Die Ursache des Brandes konnte noch nicht er­mittelt werden.

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