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Dienstag, 2b. Mover IM

187. Jahrgang

Nr. 250 Erstes Blatt

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Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: vrühlsche llniverfitätsdruckerei 8. Lauge in Sichen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7

io es dabei LZerhättnisie

Als

praktischen Politik solidarisch sind. Darüber hinaus aber ist der Welt auch die Ge-

tischen Kurses. Vom General Ismet Jnönü ist bekannt, daß er vom Nutzen enger Beziehungen der Türkei zu Sowjetrußland überzeugt war. Hierbei muß, um Irrtümer auszuschalten, betont werden, daß für die Komintern in der Türkei kein Platz ist. Kommunistische Wühlereien sind selten, und wo sie aufgedeckt werden, werden sie unerbitt­lich ausgemerzt. Unleugbar hat aber die UdSSR. Anziehungskraft auf den alten General besessen. Jahrelang hat die Türkei noch Nutzen von der Rückendeckung durch Rußland gehabt, als sie ihre ersten Gehversuche auf dem politischen Parkett des Westens machte und dabei vor allem England gegen sich hatte. Solange die Türkei nicht Herrin über

herrschte.

In diesen Zeiten tiefster nationaler Erniedrigung wuchs im Herzen des Freiherrn vom Stein die große Sehnsucht nach einem neuen Reich, das im Innern ein Staat der Freiheit und des Rechtes und nach außen ein Reich der Kraft und Größe werden solle. Seine klär in die Zukunft sehenden Augen und seine in Blut und Boden wurzelnde Art erkannten die Notwendigkeit einer kraftvollen Selbstverwaltung des deutschen Volkes, das in freier und tätiger Mitarbeit ander öffentlichen Verwaltung und den Aufgaben des Staates, ebenso wie der Gemeinden, seine Fähig­keiten entwickeln und die nationale Einheit erleben müsse.

Als Freiherr vom Stein im Jahre 1807, vom König in höchster Not gerufen. Preußischer Mini­ster des Innern wurde, begann er alle seine Er­fahrungen, die er als Landrat in Wetter an der Rühr gesammelt hatte, im großen Umfange zu ver­werten.Man muß die Nation daran gewöhnen, ihre eigenen Geschäfte selbst zu ver­walten" schrieb er an Hardenberg, als er daran ging, die preußische Städteordnung zu schaffen, die zur Grundlage der deutschen Selbst­verwaltung werden sollte. Ihm schwebten eine deutsch-germanische Gliederung der staatlichen Ver­waltung und der Gemeinden vor und in seinen Schriften sind die Grundsätze der germa­nischen G e fo l g sch a fts - und Führer­idee klar entwickelt.

Aber seine Grundsätze sind nicht am grünen Tisch und aus Theorien geboren, sondern organisch aus einer Reihe Erfahrungen aus den tatsächlichen Zu-

Ordnungsideal, zu dem sich beide Ra­tionen bekennen und mit dem sie ihr gegen­seitiges Verhältnis auf eine dauerhafte und ver­trauensvolle Basis zu stellen vermochten. Be­ruhend auf den Grundbegriffen der Gerechtig­keit x und der Achtung fremden Wesens und fremder Interessen, ist dieses Ordnungsideal aber nicht auf die deutsch-italienischen Be­ziehungen beschränkt. Es hat vielmehr allge­mein gültigen Lharakter. Deshalb glaubt man in Deutschland wie in Italien auch zu der Auffassung berechtigt zu sein, daß der deutsch-italienischen Politik ein beispiel­hafter und vorbildlicher Zug inne- wohnl, und man wünscht nichts mehr, als daß der realistische, die Lebensrechte und Lebens­notwendigkeiten der Völker achtende und berück- tigende Friedenswille, von dem sich Deutsch­land und Italien leiten lassen, auch zur Richlschnurderzwischenslaatlichen

ihre Meerengen war, lag ihr sehr viel an der Ver­bindung mit der UdSSR. Die wirtschaftliche und militärische Rüstung der Türkei ist ebenfalls mit russischer Hilfe erfolgt, zu überaus günstigenDum- ping"-Bedingungen!

Die Neigung Ismets, in der Freundschaft zum Kreml einen unveränderlichen Bestandteil der tür­kischen Außenpolitik zu sehen, wurde aber nicht von allen maßgebenden Faktoren des Landes geteilt. Inzwischen hat sich zwischen Ankara und Moskau einiges geändert. Im Zusammenhang mtt dem abes­sinischen Krieg und der spannungsreichen Lage im Mittelmeer hat England seiner traditionellen türkenfeindlichen Politik ein Ende gemacht und die Freundschaft der Türkei gesucht, die um so unbedenklicher gewährt wurde, als die Beziehungen zu Italien stets im Schatten türkischen Miß­trauens gegen die junge Mittelmeer-Großmacht ge­standen haben. Es ist aber eine durch zwei Jahr­hunderte erhärtete geschichtliche Erfahrung, daß die Türkei als Besitzerin der Meerengen und als Ufer­staat des Schwarzen und des Mittelländischen Mee­res immer wieder dahin kommt, zwischen Moskau und London wählen zu müssen. Die Freiheit der

nur noch dem Chef des Großen Generalstabes, Marschall Fewsi Cakmak, gleich, der seit 1924 Len Auf- und Ausbau der türkischen Wehrmacht

geht und andere Interessen hat, so ist es doch eine Erfahrungstatsache, daß ungeachtet der geographi­schen Entfernung ein Verhältnis bestimmter inter­kontinentaler Wechselwirkungen zwischen der alten und der neuen Zeit besteht. Wie Europa an der Wohlfahrt des amerikanischen Erdteils inter­essiert ist (und nicht nur aus wirtschaftlichen Grün­den) und Larin mit eine der Voraussetzungen des

wißheil gegeben worden, daß diese Soübarifäf zweier starker und aufstrebender Völker keine Herausforderung oder Bedrohung anderer bedeutet, sondern als eine gemein­same Bürgschaft für den allgemeinen Frieden und gegenüber den ihm und dem Kulturerbe der zivilisierten Welt drohenden Gefahren wir­ken will. Ls handelt sich weder um eine exklusive Blockpolitik noch um eine Allianz mit undurchsichtigen und gar aggressiv en Zielen. Das Ziel bei­der Rationen ist vielmehr klar durch den Mund der beiden Staatsmänner verkündet worden: Ein wirklich fruchtbarer Frieden, der die Fragen, die sich aus dem Zusammen­leben der Völker ergeben, nicht mit Stillschwei­gen übergeht, sondern sie löst".

So wurde das Zusammentreffen Hitler-Mus­solini und die Völkerkundgebung auf dem Mai­feld ein Appell an alle aufbauenden und ver- skändigungswilligen Kräfte in der übrigen Welt. Im letzten und eigentlichen Sinne ist es eine neue Völkermoral und ein neues

ständen und Notwendigkeiten, in denen das deutsche Volk lebte, entwickelt worden, wie sie Stein in der praktischen Verwaltungsarbeit kennengelernt hat. Er verband die äußere Staatsform mit dem Wol­len des Deutschen. Er band die deutschen Menschen an das Ganze, verpflichtete sie der Gemeinschaft und machte sie doch, indem sie ein Teil des Ganzen waren, innerlich frei. Er machte erstmalig den Ver­such, einen modernen Staatsorganis­mus auf dem Prinzip einer germa- Nischen Selbstverwaltung aufzubauen. Von der kleinsten Gemeinde, vom Dors über die Kreise, Regierungsbezirke, Provinzen bis zum Staat, mußte nach -seinem Willen die Mitwirkung der Bürger gehen, wenn sie den Staat und alles, was er umfaßte, als ihr gemeinsames nationales Eigentum betrachten sollten.

Ich habe nur ein Vaterland und das heißt Deutschland", so schrieb Freiherr vom Stein, x als er in der napoleonischen Zeit in der Verban­nung in Petersburg lebte, an den Grafen von Münster. Sein heißer Wille und sein feuriges, ge­waltiges Herz führten ihn durch alle Jahre der Not und Erniedrigung der Nation seinem Ziel ent­gegen. Er war der große Gegenspieler Napoleons; der geistige Führer der nationalen Erhebung von 1813, der in Liebe zu seinem deutschen Vaterland 'alles, was er besaß, hinopferte. Von Napoleon ver­trieben und von seinem König verlassen, mußte der große Staatsmann in der Verbannung in Prag, in Brünn und Troppau, später in Petersburg und Moskau seine Zeit abwarten, die endlich den Sieg der Nation über die fremde Bedrückung kündete.

Wenn die Frucht seines Wirkens auch nicht zur völligen Reife gedieh und sein tragisches Lebens­ende ihn daran hinderte, seine großen staatsmänni­schen Gedanken zu verwirklichen, so blieb sein Werk doch die Grundlage, auf der der preu­ßische Staat jene neuen Kräfte entwickelte, die ihn fähig machten, ein neues Reich der deut­schen Nation zu gründen. Ernst Moritz Arndt hat in der Lebensschilderung des Freiherrn vom Stein die Größe und Leidenschaft dieses deutschen Staatsmannes mit den Worten abgeschlossen: Ewig dauere das Gedächtnis dieses deutschen Man­nes. Frisch stehe seine Tugend in dieser gewaltigen Zeit vor uns, damit wir wissen, wie mir handeln und leiden sollen, wenn das Vaterland uns auf­ruft!"

Reichsaußenminister Freiherr von Neurath erläutert die Grundlagen der deutsch-italienischen Freundschaft

eigenen Wohlergehens erblickt, so nimmt man auch jenseits des Ozeans in einer gewiß spezifischen Weise Anteil an der Gestaltung des europäischen Schicksals. Die räumliche Trennung mag es dabei mit sich bringen, daß die europäischen Verhältnisse und Entwicklungen, aus so großer Ferne gesehen, mitunter einer Verzeichnung und Mißverständnissen unterliegen. In jedem Falle aber wird ein politisches Faktum vom Range des Mussolini-Besuches in Deutschland mit seiner eindrucksvollen und unantastbaren Dokumen-

Verfügung über die Meerengen hat der Türkei eine Abkühlung gegenüber den Sowjets eingetragen. Der Brand in Spanien hat zudem die Gefahren deutlich gemacht, die durch das rote Rußland ver­körpert werden. Auch macht man sich in Ankara Gedanken über den Wert eines sowjetrussischen Freundes, bei dem die Revolution ihre eigenen Kin­der frißt! Schließlich hat man oft genug Anlaß gehabt, sich über sowjetrussische Bevormundungs­manieren zu ärgern.

Der Rücktritt Ismet Jnönüs in einem solchen Augenblick ist sicherlich interessant. Doch geht es zu weit, anzunehmen, daß nun die Loslösung von der russischen Freundschaft die unmittelbare Folge sein wird. Man wird sich vielmehr weiterhin vornehmlich auf die englische Freundschaft stützen, ohne des­wegen Moskau vor den Kopf zu stoßen. Die oberste Richtschnur aber wird mit Sicherheit die sein, in der kommenden Zeit so neutral wie irgend möglich zu sein. Die Haltung der Türkei auf der Konferenz von Nyon war bezeichnend: Schutz der eigenen Küsten vor fremden Piratenschiffen, Aus­übung der Seekontrolle durch England und Frank­reich und auch Italien, Ausschaltung der Sowjet-

fiabmeftoe»feiinber$ütfeii <$tne neue Völkermoral und ein neues Ordnungsideal

Don unserem W <$. D.-Derichtersiattei.

___der letzte Sproß der Reichsfreiherren vorn und zum Stein am 26. Oktober 1757 geboren wurde, lag das tausendjährige Erste Reich deutscher Nation im Sterben. Oester­reich und Preußen, Bayern und Sachsen und alle kleinen Fürsten hatten längst den Reichsgedanken aufgegeben. Dasheilige römische Reich" deutscher Nation führte nur noch ein Scheindasein und ver­fiel endlich der Auflösung. Als der Freiherr vom Stein im besten Mannesalter stand, unterwarfen sich die deutschen Fürsten, die so stolz auf ihre Rechte und Freiheiten dem Reich gegenüber gepocht hatten, im Rheinbund dem Willen Napoleons und Kaiser Franz von Oesterreich legte die Krone des Reiches nieder, das einst das ganze Abendland be­

reitet.

Die neue Türkei verdankt dem kleinen, zähen «schwerhörigen und bei aller Verbindlichkeit hart­näckigen und strengen General sehr viel. Mit dem Blick des Strategen sorgte er für die Ausdehnung des Bahnnetzes, das sich in zehn Jahren von 2500 auf 6500 Kilometer vergrößerte. Die von ihm eingeleitete Politik der wirtschaftlichen Funfiahr- pläne schuf die Grundlage zu einer heimischen In­dustrie, die zwar teuer zu stehen kommt, aber die Abhängigkeit vom Ausland mindert und bafjer -----------------

Strenge^auf häufigen und gefürchteten ^pektions- staatsfekretäre eingeführt und schenkt der Heram reifen9fümmerte sich Ismet um die Errichtung eines bildung einerkemalistisch erprobten, aber auch

neuzeitlichen straffen Verwaltungsapparates. fachlich geschulten zweiten Fuhrergeneration Aus-

. Sein Nachfolger Celal Bayar ist ein Mann merksamkeit. Es war vor allem Ismet Jnonu selbst,

der Wirtschaft der allerdings bisher nur Voll- der auf die Notwendigkeit der zielbewußten Fort­

strecker berWeisungen Atatürks und seines Minister- führung der 1919 begonnenen kulturellen politischen Präsidenten wa^ D^e amMche Sprache der Zeitun- und wirtschaftlichen kemaly ttschen«Revolution durch aen milUn dem Wechsel den Abschluß des Militari- Heranziehung junger Kräfte hmrmes

fdjen und politischen Ausbaues s°h?n. der von Ismet Eine in politischen und d.plomat,scheu Krepen Snönü geleitet wurde, während nun di- neue Zeit me such erörterte Frag- Pt tu bes a u,6 n p o I r- das ftärtere tzervorbreten wirtschaftlich geschulter°«nm General Ismet Jnonu Persönlichkeiten verlange. Die maßgebende Zeitung ^,Tan", die sich damit nicht begnügte, sondern weiter» gehende Voraussagen machte, wie Verfassungsände- Tung, Aenderung des Wahlgesetzes, Schaffung eines verjüngten Parlamentes und eines Senates, wurde strafweise mit einem zehntägigen Erscheinungsver­bot belegt. Es ist auch für die Türkei belanglos, oj ffich dem Parlament ein Senat anfügen wird ober iob die Abgeordneten auf Grund einer Reichsliste -gewählt werden sollen. Wesentlicher ist schon b i e Äachwuchsfrage in ber Führung, mit ber -man sich bisher so gut wie gar nicht befaßt hat. Erst iim vergangenen Jahr hat man politische Unter-

Dem Begründer der deuischen Selbstverwaltung

Zum 180. Geburtstag des Reichsfreiherrn vom und zum Stein.

Dom Deichs- und preußischen Minister des Innern Dr. Wilhelm Frick.

Ankara, 26. Okt. (DRB. Funkfpruch.) IRinifferpräfibent Ismel 3 n ö n ü über­reichte dem Präsidenten der Republik fein Rücktrittsgesuch, das angenom­men wurde. Der Präsident der Republik be-, auftraate den bisherigen wirtfchaftsminifter Neuyork, 26. Okt. (DNB.) Das Neu-

Eelat Bayar mit der Bildung Yorker Hearst-Blatt ,,3d u rna l and

-i-v«7ä,,«5

Präsidenten vorgelegte Minifterlifte wurde NeurathDer Sinn der deutsch-italie-

von Atatürk gebilligt. In dem Kabinett nischen Freundschaft":

Bayar ist lediglich das besuch des italienischen Regierungschefs Be-

num mit Dr. Dulusi A l a t a s neu beseht Mussolini in Deutschland und die Begeg- worden. Als ^achfolger von Celal Bayar! ^er Führer der beiden großen Nationen im wurde der Landwirtschastsmmifter S d) a 11 r Europas rft über die unmittelbar beteilig1

Kesebir zum Wirlschaftsminister ernannt. ten Völker hinaus in der ganzen Welt als ein e - -.u historisches Ereignis von starker politischer Strah-

Die Türkei ist in den letzten Jahren arm an I t..nn<.frncx pmnfunhpn morden Das Interelfe

innerpolitischen Ereignissen gewesen. Es gibt weder ^ngsk f mpf gewesen sein als das

Parteikampfe, noch Kabimttskrlsen.^ Der beutf^:itai|eni|-^e Verhältnis zwar nach' wie vor

des Staates ist zwardemokratisch , doch herrscht , &em Fundament der im Vorjahr mit dem v u r e i li e p o l i 11 s che Pa r t e t und in iljr, wie ita[jen,|j)en Außenminister Graf Ciano geführten Ser^asppt ?r5 sffii He S Besprechungen beruht, aber seitdem doch auch eine

fdjen Republik ^schielst, ist berB i s durch den Gang der internationalen Geschehnisse 6ia atspr aslb e nte ni £ eim al A a t k beöingte kraftvolle Fortentwicklung genommen hat. beftimmenb und entscheidend. Man kann ^also die I &em besuch Mussolinis in Deutschland hat Türkei als autoritär geleiteten Staat im parlamen-1«. r Qnfnmmenaehen ber beiben Nationen seine tarisch-demokratftchen G-waud b-z-ichn-n Durch ^1g-h-n Jtatanen Jeme

biß innerpolitische Ruhe erklärt es sich auch, daß I ^hren. Zugleich wurde aber auch nach außen hm dieser Staat den amtsältesten Außenminister der I heuffirh bnfe e? firfi im Verbältnis Zwischen politischen Bühnen Europas und des Vorderen WsMand ch t u meknea-

Orients besitzt, Dr. Aras, dessen einprägsamer Deufichland und Italien n ich um t m ta r, Kopf mit der dunkeln Brille überall bekannt ist. , .' $' , .. , . . Stils bandelt son-

Seit 1925 hat aber auch der Posten des Minister- b «°tts pol ti k al ten ötN s Jadeit M Präsidenten in ber Türkei keine Veranberung mehr I oern um .....9 . . ~ -

erfahren, bis s;" eine amtliche Verlautbarung verkünbete,

tation des Friedens- und Verständigungswillens zweier großer Nationen ein Ereignis sein, das über Europa hinaus auch für Amerika nicht ohne Wert Politik überhaupt werde. und Bedeutung ist, und das dazu beitragen möge.

Wenn der amerikanischeKontinent auch ben Blick für die .konstruktiven und dem Geschehen in Europa ferner steht unb aus seinen f r i e d e n s e rh a l t e n d e n Kräfte der alten Lebensbedingungen heraus in vielem, eigene Wege > Welt zu schärfen.

dem um eine von Führung und Volk Xurtei reine Hjeranoerung meyr i V1 hpfräffiat/ aeaen jeden Sval- 5.«>.,rs.%

S.M.. 3nönii .m.n

Iun^edsurla^ eilten unb werde Mwischen I if)ren poetischen Kalkulationen betrachten zu kön- durch den Wirtschaftsminist nen glaubten, hat es auch bei dieser Gelegenheit

vertreten. Es dauerte nicht lang und man wußte, I.Statt den neuen geschichtlichen Reali-

dieser Gesundheitsurlaub emes kem täten und Möglichkeiten Rechnung zu tragen, war-

ästigen Mannes m den sechziger Jasiren nur die!^ ein XeiI ber Weltpresse mit Darstellungen auf, U e b e r l e 11 u n g- 3 u einem R u ck t r,tt f, {n benen baIÖ Deutschland, bald Italien als ber 3>er, um ber Verfassung Genüge zu tun, allerbmg Vetraaene" der Ackile Berlin Rom erschien ober nun erst beim Zusammentritt ber Nationalversamm- ''^^uckte das Mißtrauen dritte? Staaten hing in Ankara, endgültig vollzogen worden if. rvachzurufen, indem man die Begegnung Hitlers

Damit ist eine ber brei wichtigsten Figuren des mit Mussolini als ein finsteres Komplott ausmalte, politischen Bildes ber neuen Türkei ausgeschaltet. &enen Kosten vor allem die mitteleuropäischen Län- Geneml Ismet Jnönü, früher unter dem w tragen haben würden. Verlauf und Ergeb- Namen Ismet Pascha bekannt, hat, nach dem Ende nig beö Mussolini-Besuches hat die Hinfälligkeit des Weltkrieges, sogleich den Anschluß an die von sicher Verdächtigungen ber beiben Mächte wie auch General Mustafa Kemal Pascha geleitete onatod^ Bemühungen, Deutschlanb unb Italien gegen- tische Volkserhebung gefunben, wurde Ge-1 ^uanber auszuspielen ober ihre Zusammenarbeit neralstabschef ber Revolutionsarmee, später Kom-1 -y hagatellisieren, erwiesen.

manbeur der Fronttruppen. Sn biefet Steaung bat Wett hat einmal zur Kenntnis nehmen

Ghasi Mustafa" Kernafi hervorragenben Anteil an können, bah Deutschland und fallen n ich t

den schweren, aber schließlich vorn Sieg gekrönten e t w a n u r w e l a n s ch a u l i ch e V e r u h -

Kämpfen gegen die Griechen. Sein heutiger Farni- rungspunkte haben, sondern auch h 1 n-

lienname Jnönü ist eine ArtAdelstitel" zwei- sichtlich der Zielsetzungen der

mal hat General Ismet Pascha die Höhen von ...........

Jnönü gegen die Griechen siegreich behauptet. Nach I dem Siege von Asyon-Durnluponar, dem Cannae ber Griechen auf kleinasiatischem Boden, unb bem <§inzug in Smyrna würbe General Ismet zunächst!

türkischer Unterhändler bei den Waffenstillstands- Verhandlungen von Mudania unb ging dann als Delegationsführer nach Lausanne, wo er im Juli 1923 den Friedensvertrag unterzeichnete, durch den bie Türkei ihre Unabhängigkeit sicherte. 1924 über- -nahm der General bas Präsibium im Kabinett, trat halb darauf vorübergehend zurück, übernahm üdiesen Posten erneut im Frühjahr 1925 und hat «ihn bis zum Herbst dieses Jahres ununterbrochen nnnegehabt. 21 n ber Seite des Staatschefs Kemal Atatürk kam General Ismet Jnönü an Bebeutung