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DieEröMungderSludenlen-Wellmeisterschasten

eine ausgestellte Flaschenreinigungsmaschine stünd­lich bis 7000 Flaschen im Großbetrieb zu reinigen vermag, sind auch neue Typen für mittlere Lei­stungen entwickelt worden. Auf der Molkerei-Lehr­schau der Ausstellung wird auch eine Flaschenwasch­maschine mit elektrischer Beheizung gezeigt. Das vollendetste auf diesem Gebiet stellt eine Kannen­waschmaschine bar, die nicht nur die äußere und innere Reinigung und Sterilisierung vollautomatisch vornimmt, sondern auch eine Vorrichtung für das Austropfen und Sammeln der Restmilch besitzt. Diese Maschine vermag in der Stunde 400 Kannen zu reinigen. Eine andere in Betrieb gezeigte Fla­schenmilchanlage arbeitet folgendermaßen: In einer Lauge von 40 bis 50 Grab werden die Flaschen geweicht, dann mit einer Lauge von 65 Grad aris- und abgespritzt. Hierauf folgt wieder ein Weichen in einer Lauge von 70 Grad und ein mehrmaliges Aus- und Abspritzen. Der gleiche Prozeß wieder­holt sich zum dritten Male unter Verwendung von Wasser, das stufenweise von 40 Grad bis 10 Grad kälter wird Daß auch für das Auswaschen von Käseformen Maschinen nötig sind, wird mancher Besucher zum erstenmal auf dieser Ausstellung fest­stellen Er findet in den Hallen eine solche Maschine, die in einer Stunde 12 000 Formen wascht. In die gereinigten Flaschen wird die Milch automatisch, ohne mit menschlicher Hand in Berührung kommen zu können, gefüllt und verschlossen. Auch auf diesem Gebiet sind Kleinmaschinen für Flaschenverschluy entwickelt worden, die stündlich mehr als tausend

Berlin, 25.Aug. (DNB.) Am 24.August ver­lieh gegen Mitternacht das Junkersflugzeug Ju 52 D- ANOYRudolf von Thüna" der Deutschen Lufthansa mit der Besatzung Direktor Freiherr vonGablenz, Flugkapitän U n t u ch t und Ober­funkermaschinist Kirchhoff den Flugplatz Kabul (Afghanistan) zum Fluge nach dem 2500 Kilometer entfernten Ansifan (Südweslecke der chinesischen Provinz Kansu), das nach elf Flugstunden um die Mittagszeit erreicht wurde. Rach einstündiger Zwi- fchenlandung flog die Maschine nach Sulschou w e i t e r, wo sie ebenfalls planmähig eintraf. Dieser Flug wurde unternommen, um einen weiteren Luft­weg nach dem Fernen Osten zu ergründen, hierbei wurde zum erstenmal das Pamir-Hoch­gebirge, der nördliche Teil des Himalajagebirges, überflogen.

Berlin, 25. Aug. (DNB.) Die Reichsregierung veranstaltete zu Ehren der ausländischen Delegierten des XI. Milchwirtschaftlichen Weltkongresses im Mar- morsaal des Berliner Zoo einen Empfang. Reichs­minister Darre begrüßte die ausländischen Dele­gierten, die Mitglieder des Diplomatischen Korps und die deutschen Ehrengäste.

Präsident M a e n h a u t (Belgien) dankte für die großzügige Organisation, den Takt, die Hingabe und den Eifer, mit dem der Kongreß durchgeführt wor­den sei. Man könne schon heute sagen, daß der Berliner Weltmilchkongreß der wohlgelun­genste von allen bisher veranstalteten gewesen sei. Die Teilnehmer würden in ihren Heimatländern mit Begeisterung von dem berichten, was sie in Deutschland gesehen hätten. Insbesondere gelte dies hinsichtlich der Organisation und dem Einsatz der deutschen Landwirtschaft im Rahmen des Vier­jahresplanes.

Namens der deutschsprechenden Nationen sprach der Führer der Schweizer Delegation, Direktor Dr. F e i ß t (Bern). Mit großem Interesse habe man den agrarpolitischen Umbruch in Deutschland und die Maßnahmen des Reichsbauernführers verfolgt. Er habe jetzt feststellen müssen, daß Deutschland ein Reich der Ordnung und der Ver­antwortung geworden sei. Das deutsche Bauerntum sei zur Grundlage des Volkstums ge­macht worden. Der Bauer sei heute in Deutschland nicht mehr Unternehmer, sondern der erste Diener des Staates.

Für die englischsprechenden Delegationen dankte der Führer der englischen Delegation Earl o f

um einen neuen Weg nach Ostasien zu erkunden, der etwa 2 0 0 0 K i l o m e t e r kürzer ist als die Strecke über Indien. Da der Flug von Kabul aus fast durchweg über unbewohntes, teils wild zerklüfte­tes Hochland führte, das teilweise noch uner­forscht ist, bedeutet dieser Flug auf einem bisher unbekannten Weg nach dem Fernen Osten eine neue Tat der deutschen Handelsluftfahrt.

20 Jahre deutscher Lustverkehr!

Im August 1917 wurde die erste Flugstrecke der Welt eröffnet.

In diesen Tagen sind 20 Jahre verflossen, fett im August 1917 d i - deutsche Heeresver­waltung eine der Luftpostbeförderung dienende Fluglinie zwischen Dünaburg und der Halbinsel Krim einrichtete, die die erste plan­mäßig betriebene Luftoerkehrsstrecke der Welt war. Im Sommer 1918 folgte dann die erste innerdeutsche Luftpoststrecke Berlin Hannover Köln. Auch der erste Personenluftoerkehr wurde in Deutschland eröffnet: Am 5. Februar 1919 nahm die damalige Deutsche Luftreederei den Flugdienst auf der Strecke Berlin Weimar auf In viereinhalb Stunden erreichte man Weimar, für damalige Verhältnisse eine ausgezeichnete Leistung. Noch im Frühjahr 1919 wurden zwei weitere Per­sonenflugstrecken, Berlin Hamburg und B e r l i n K ö l n, in Betrieb genommen. Die Be­hauptung englischer Zeitungen, die im August 1919 eingerichtete Flugstrecke London Paris sei die erste Personenfluglinie gewesen, trifft also nicht zu. Die damals in Deutschland als erstes Kabinen­flugzeug auf den Strecken der Luftreederei verwen­dete JunkersF 13" ein Ganzmetall-Tiefdecker mit vier Fluggastfitzen, steht, wenn auch nur noch als Zubringerflugzeug auf Nebenstrecken, noch heute nach 18 Jahren im Dienst ein Beweis für deutsche Qualitätsarbeit.

Flaschen verarbeiten. . .

In der Lehrschau der Ausstellung wird eine be­sonders interessante V e r p a ck u n g s m a s ch i ne für Butter gezeigt. Ihr Merkmal ist die hohe Genauigkeit des Gewichtes der handelsmäßig ver­packten Ware. Wie nötig eine Genauigkeit solcher Verpackungsmaschinen von etwa ein Viertel v. H. sind zeigt die Ueberlegung, daß, wenn bei täglich 2000 Verpackungen eine Zugabe von je zwei Gramm vermieden wird, täglich vier Kilogramm Butter ein­

weiter und fügte von sich selbst aus noch heftige Schmähungen der jüdischen Rasse hinzu. Als der Vater des Mädchens erfuhr, daß der Verehrer der Tochter Jude fein, verbot er ihm das Haus. Weiß verkehrte in der Abwesenheit des Vaters trotzdem immer wieder mit dem Mädchen. Das Gericht ver­urteilte den Juden wegen fortgesetzten Verbrechens der Rassenschande zu vier Jahre drei Monaten Zuchthaus und vier Jahren Ehrverlust.

Rheindarnpferfahrl der Attveleranen.

Auf Einladung des Bundesführers des Deutschen Reichskriegerbundes Kyffhäuserbund Oberst a. D. Reinhard, werden aus dem ganzen Reichsgebiet etwa 250 Altveteranen aus den Einigungskriegen von 1864, 1866 und 1870/71 zum kameradschaftlichen Treffen vom 26. d. M. bis zum 4. September sich in Bad Ems einfinden. Aus dem Landesgebiet Rhein nehmen etwa 15 Altveteranen teil, deren jüngster 87 Jahre und deren ältester 96 Jahre alt ist. Am Montag findet eine Rheindampferfahrt von Brau­bach nach dem Deutschen Eck statt. Dort wird der Landesgebietsführer, Oberstleutnant a. D. Born­haufen, eine Ansprache halten.

Schweres Flugzeugunglück in England.

In der Grafschaft Hampshire stießen zwei Flugzeuge der englischen Luftstreitkräfte zusammen, wobei drei Flieger den Tod sanden. Ein Flugzeuginsasse versuchte, sich durch Fallschirmab­sprung zu retten, fiel aber unglücklicherweise auf einen Baum, wobei er lebensgefährliche Verletzun­gen erlitt.

3n London 40 Personen an Fleischvergiftung erkrankt.

In dem Londoner Stadtteil Kings Croß er­krankten 40 Personen an Lebensmittelvergiftung. Ein Greis starb an den Folgen der Vergiftung. Mehrere Personen sind in bedenklichem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Ursache ist noch nicht geklärt. Man nimmt an, daß die Ver­giftungen auf den Genuß von verdorbenem Schinken zurückzuführen sind.

Vier Todesopfer eines Grubenunglücks in Bulgarien.

In einer Kohlengrube bei Kula in Nordbulgarien ereignete sich ein schweres Grubenunglück. Ein Ar­beiter betrat einen Stollen, der wegen Explosions­gefahr von der Grubenverwaltung gesperrt worden war. In diesem Augenblick ereignete sich eine Explosion. Durch den Luftdruck wurde der Ar­beiter in ein Wasserloch geschleudert. Als drei Kameraden zur Hilfeleistung herbeieilten, erfolgte eine zweite, weit schwerere Explosion, bei der alle vier den Tod fanden.

Unruhen auf Sansibar.

Auf der Insel Sansibar (Ostafrika) ist es z w i scheu arabischen und indischen Stäm­men in M a j e n g o zu schweren Zwischenfällen gekommen. Die Eingeborenen lieferten sich eine regelrechte Schlacht. Als Waffen benutzten sie kurze Schwerter, Messer und Wurfkeulen. Ein Eingebo­rener wurde getötet, 7 andere wurden schwer ver- wundet. Die Lage ist besonders ernst in Anbetracht der Tatsache, daß zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung fast keine Polizei zur Verfü­gung steht. Sämtliche arabischen und indischen Lä­den sind geschlossen. Abteilungen der britischen

Flugzeug -er Lufthansa überquert -asDach -er

Lieber das Pamir-Gebirge ein neuer Lustverkehrsweg nach dem Fernen Osten.

Oie Reichsregierung empfängt -enMilchwirtschastlichenKongreß

Dank und höchste Anerkennung des Auslandes.

die Technik zu ihr in engster Begehung. Hierfür gibt die milchwirtschaftliche Ausstellung in Berlin, an der sich über 20 Nationen beteiligt haben, auf­schlußreiche Beispiele. Kennzeichnend für die Weiter­entwicklung der für Milchverarbeitung erforder­lichen Geräte und Maschinen ist ihre Entwick­lung vom Großbetrieb zum Kleinbe­trieb. Diese Zielsetzung erklärt sich daraus, daß nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern die Arbeitskräfte in der Land­wirtschaft knapp sind und daß die Bedienung des Milchviehes und die Verarbeitung der Milcherzeug­nisse mit geringerer maschineller Kraft in kürzerer Zeit besser und hygienischer durchgesuhrt werden

Milch un- Technik.

Von der Internationalen Milchwirtschastlichen Ausstellung.

Obwohl die Milch ein Naturerzeugnis ist, steht Izen Zeit zwischen der Riicklielerung gebrauchter ~ ~ '------ Flaschen und ihrer Neufullung müssen umfangreiche

Reinigungsarbeiten durchgeführt werden. Während

Die Deutsche Lufthansa sieht eine wichtige Aufgabe in der Einrichtung und Erhaltung großer Fern- f l u g ft r e cf e n , um Deutschland mit den wirt­schaftlich bedeutungsvollen Ländern aller Erdteile auf dem schnellsten Wege zu verbinden. So wurde vor mehr als 3% Jahren die Atlantik st recke nach Südamerika dem regelmäßigen Luftpost­verkehr erschlossen. Als Vorarbeit für einen geplan­ten regelmäßigen Nordatlantik-Luftpost- verkehr wird wieder eine Reihe von Erkundungs­flügen nach den Vereinigten Staaten unternommen, nachdem im vergangenen Jahre bereits acht planmäßige Flüge durchgeführt werden konn­ten. Nach dem Fernen Osten wurden bereits 1933, 1935 und 1936 auf verschiedenen Wegen meh­rere Flüge ausgeführt. Vor einigen Tagen startete nun eine Junkers Ju 52, ausgerüstet mit drei BMW.-Hornet-132-Motoren, in Berlin zum Fluge über Rhodas, Damaskus, Bagdad, Teheran und Kabul nach dem Fernen Osten. Auf diesem Fluge galt es, das Pamir-Hochland zu überfliegen.

Jfarhochwasfer in Landshut.

Am Mittwoch überflutete das Hochwasser der Isar das Gelände der landwirtschaftlichen Schau­stellungen und eines Teiles der Gewerbeschau in Landshut. Die Schausteller konnten ihre Buden, von denen Sie meisten bis zu einem halben Meter unter Wasser gesetzt wurden, nicht schnell genug räumen. Auch die große Wirtsbude wurde vorn Hochwasser betroffen, ebenso drang das Wasser in die Hallen 3, 4 und 5 der Ausstellung. In der Freilandschau wurden viele landwirtschaftliche Ma­schinen bis zu einem halben Meter von der Wasser­flut überschwemmt.

Drei Arbeiter im Hochwasser der Donau ertrunken.

Auf der Donau bei Leipheim, etwa 30 Kilometer östlich Ulm, waren sieben Arbeiter mit dem Aus­ziehen eines Gerüstes beschäftigt, wobei sie auf zwei miteinander verbundenen Pontons arbeiteten. Plötz­lich gerieten die Pontons durch das reißende Hochwasser der Donau ins Schwanken, so daß sämtliche Seile rissen. Die Arbeiter ver­suchten, sich durch Abspringen in den Strom zu retten und schwimmend das Ufer zu erreichen. Ein zur Hilfeleistung herbeieilender Kahn konnte vier der in Lebensgefahr schwebenden Arbeiter aufnehmen; es gelang indessen nicht mehr, auch die übrigen drei zu retten. Sie fanden in den reißenden Fluten den Tod.

Hochwasserschaden in Oesterreich.

Aus der Umgebung von Wien werden schwere Hochwasserschäden und Ueberschwemmungen gemel­det. Der Schwechat-Fluß, der den niederösterreichi­schen Doralpen entspringt, . trat bei der Stadt Schwechat, die bereits zu den Vororten Wiens gehört, aus den Ufern und setzte tue Stadtrandsied­lungen unter Wasser. Die Gefahr wuchs, als der Mitterbach die Dämme sprengte und seine Fluten mit denen des Schwechat-Flusses vereinigte. Die Wiener Feuerwehr und freiwillige Helfer aus Schwechat arbeiteten die ganze Nacht, um der Ele­mente Herr zu werden. Der Verkehr zwischen den Häusern kann nur in Booten aufrechterhalten wer­den. Meldungen über Zerstörungen durch das Hoch­wasser kommen besonders aus der Steiermark. So sind fast alle Landstraßen, die zu dem Touri­stenzentrum Mariazell führen, unbenutzbar ge­worden, durch zerstörte Brücken und weg­geschwemmte Wegstrecken ist ein beträchtlicher Ma­terialschaden erwachsen. Das Unwetter hat ferner in Frankenmarkt in Oberösterreich und in Rohrbach (Niederösterreich) große Verwüstun­gen angerichtet.

Zuchthausstraße für jüdischen Rasseschänder.

Würzburg, 25. Aug. (DNB.) Vor der Großen Strafkammer hatte sich der 29jähnge ledige Voll- blutjude Sally Weiß aus Kitzingen wegen Vergehens gegen das Blutschutzgesetz zu verantworten. Der Angeklagte hatte unter falschem Namen mit einem Mädchen nähere Beziehungen angeknüpst. Um leine jüdische Abstam­mung zu verschleiern, besaß er die Frechheit, dem Mädchen und ihren Eltern, in deren Haus er ver­kehrte, vorzutäuschen, daß er evangelisch und Nicht­jude sei. Er besuchte auch die Kirche und sang bei Gottesdienst die Kirchenlieder mit. Um glaubwürdiger zu erscheinen, bekreuzte er sich. Zu seiner Lektüre zählten das kirchliche Sonntagsblatt und auch derStürmer"! Was er dort las, gab er

Jveagh für die Gastfreundschaft. Den Dank der französischsprechenden Delegationen brachte der Füh­rer der französischen Delegation, Senator B o - non, zum Ausdruck. In Frankreich beschäftige man sich sehr mit den auf dem Kongreß erörterten Fra­gen. Es sei wünschenswert, ein internatio­nales Institut zur Sammlung des vielen Ma­terials zu errichten, das auf den Weltmilchkongressen zusammengetragen wurde. Für die italienische De­legation teilte Professor Grassi mit, daß man in Italien mit voller Bewunderung beobachte, in welchem Maße die Polittk des Reicksministers Darr6 die Macht und Größe Deutschlands fördere. Der Führer der kanadischen Delegation, Single- ton, brachte den Dank der außereuropäischen De­legattonen zum Ausdruck. Der Führer der Dele- aation der spanischen Nattonalregierung, N ora­le sy Fraile, beglückwünschte Deutschland zu dem großen Erfolg des Kongresses Der Kongreß habe viel Material geliefert, das bei dem Wieder­aufbau der spanischen Landwirtschaft wertvolle Dienste leisten werde. Der dänische Gesandte in Ber­lin, Kammerherr Zahle, brachte den Dank der skandinavischen Länder Zum Ausdruck. Der Kon­greß sei nicht der erste internationale Kongreß, den er miterlebte, aber gerade auf Grund dieser Erfah­rung müsse er die Organisation dieses Kongresses bewundern. Anschließend faßte der Ehrenpräsident des Weltmilchkongresses, Po st Huma die Aus­führungen noch in einem besonderen Dank für den geschäftsführenden Präsidenten des XL Milchwirt- schaftlichen Weltkongresses, den Reichsobmann Beh­rens, zusammen.

kann. v M .

Hieraus erklärt sich die steigende Nachfrage nach kleinen Melkmaschinen, von denen die Ausstellung interessante Ausführungen bringt. Ihre Anwendung in Kleinbetrieben wird heute dadurch erleichtert, daß auf den meisten Bauernhöfen elek­trische Kraft zum Antrieb der Melkmotoren vor­handen ist. Für die Behandlung der frischen Milch sind die Senatoren so verkleinert worden, daß sie für kleinere Molkereien oder große Bauernbetriebe wirtschaftlich eingesetzt werden können. Eine wich­tige Verbesserung an den größeren Separatoren ist die Einführung felbftentleerenöer Trommeln. Im Gegensatz zu den halb offenen Separatoren hat der halbhermetische Separator, der die Milch tn großen Mengen schaumfrei verarbeitet, an Bedeutung ge­wonnen. Auch im Bau van Milcherhitzan- lagen sind Verbesserungen zu verzeichnen, da man durch die Wahl des Baustoffes und die Form­gebung der Maschinenteile auf eine schnelle und gründliche Reinigung Bedacht genommen hat. Ver­bessert wurden ferner die Temperaturregler an den Milcherhitzern, die mit Genauigkeiten von plus oder minus 0 5 Grad arbeiten. Als Neuheit verdient auch eine vollautomatische Milch- und Rahmwaage Erwähnung. , ,, .

Für Molkereien und andere Milch verarbeitende Betriebe haben die F l a s ch e n r e i n i g u n g s - Maschinen große Bedeutung. Denn m der für-

blechmantel. Daneben werden auch neue Formen an Milchgefäßen, Filtern und Kochtöpfen aus nicht- rostenden, mckelfreien und damit devisensparenden Stahlblechen gezeigt. Die neuen aus Glas herg^ stellten Rohrleitungen für die Fortleitung von Much und Sahne in Molkereien überzeugen davon, daß sie hygienischer als Metallrohre sind. Da für ihren Bau wärmebeständiges Sonderglas verwendet wird, sind Schäden durck Platzen der Glasleitungen bis heute nicht entstanden. , .

Daß auch die Kühlung bei der 9)1 iVerarbei­tung von Wichtigkeit ist, zeigt der Stand der Kuhl- technik. Für den kleinsten landwirtschaftlichen Be­trieb sind automatische Kühlschränke für Gas und elektrischen Strom ausgebildet. Daneben werden Großkältemaschinen gezeigt, die ausgedehnte Lager­räume für Käse, Butter, Milch usw. selbsttättg auf einer einmal eingestellten Temperatur halten. Das beste Beispiel für ihre Leistungsfähigkeit sind die abgeschlossenen Räume, in denen zwanzig Natio­nen ihre Butter- und Käsesorten einer fachmänni­schen Prüfung aussetzen. Von dem Stand der Ge­rätetechnik und dem Anteil der deutschen Fachwelt überzeugt den Besucher die SonderschauD i e Milch unter der Lup e." Hier kann er die praktischen Auswirkungen des Reichsmilchgesetzes unter dem Vergrößerungsglas beobachten und die Gewißheit mitnehmen, daß die gesetzlichen Vor­schriften peinlich beobachtet werden, weil die Volks­gesundheit mit der Güte des ursprünglichsten Nah­rungsmittels, der Milch, auf Gedeih und Verderb verbunden ist. Joachim Boehmer.

gespart werden. Auch für dieVerpackung" von Milch findet man eine interessante Neuerung. Die Milch wird in Papierflaschen verpackt, die nach Ge­brauch nicht wieder verwendet werden. Diese Ver­packungsart eignet sich für das Feilbieten von Milch auf Bahnhöfen, für die Versorgung großer Men­schenmassen bei sportlichen Veranstaltungen und Versammlungen. Eine besondere Stellung nehmen die Geräte für die Füllung und Verlötung von Blechdosen für Konservenmilch ein. Auch hier wird auf größte Genauigkeit der Abfüllmenge durch automatische Wiegevorrichtungen der größte Wert gelegt. Selbstverständlich sind die Anlagen so einge­richtet, daß die sterilisierte Milch weder mit der Luft noch mit Menschenhand oder Insekten in Berührung kommen kann. Der Elektromotor beweist auch auf verschiedenen Modellanlagen seine Eignung für die Fernsteuerung aller zu einem Molkereibetrieb ge­hörenden Maschinen.

Die Verwendung neuer Werkstofse zeigt sich besonders an den Geräten für den Milch­transport. Für Milchkannen wird Aluminium ver­wendet. Ferner finden bei Jfolierkannen und Trans­portgeräten für die Tropen an Stelle von Eisen und Zinn Aluminium und Buche Verwendung. Diese Kannen bestehen aus einem Jnnengesäß aus Aluminium und einem Furnierholzmantel, die durch eine Isolierschicht getrennt werden. Die gute Wärme­isolierung macht diese Kannen für den Sahnever- sand wertvoll. Andere doppelwandige Jfolierkannen bestehen ganz aus Leichtmetall oder aus einem Jn- nenbehälter aus Stahlblech und einem für die Was­serberieselung besonders gestalteten äußeren Kupfer-

Jn festlich-eindrucksvoller Weife wurden in Paris die Weltmeisterschaften der Studenten eröffnet. Hier sieht man die Studentinnen aus Riga in ihren schönen Trachten beim Einzug ins Stadion. (Schirner-M.)

Aus aller Wett.