Nr. Nb viertes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
5amstag,2b.Zuni (937
HI. in Zellen am Gederner See.
Wahrhaftig, die Jugend unserer Tage brauchte nicht unbedingt mehr nach Karl May zu greisen und schon gar nicht nach der unrühmlich bekannten 10-Pfennig-Literatur von Old-Wawerly und Old- Shatterhand, nicht nach den „Erlebnissen einsamer Menschen" und wie diese Serien der immer gleichen Abenteuer sonst noch in ihren Titeln lauten mochten. (So mancher weiß wohl noch aus seiner eigenen
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Ein Schlagbaum sperrt das originelle Eingan^stor zum Lager.
tragt, sich mit einfacher Kost begnügen kann und so manches andere mehr. Er kann seine Geschicklichkeit beweisen bei den Geländespielen in unbekannter Landschaft und kann ferner beweisen, ob er zu heißer Stunde eines sommerlichen Tages eine Stunde oder mehr zu gehen gewillt ist, um im nächsten Dorfe, über Berg und Tal, das Brot zu holen für die Kameraden und bepackt zurückzukehren. Das kann den Ritt ersetzen, den in der vorerwähnten Literatur die Phantasie-Helden über die glühend heiße Steppe machten, um dann todmatt und halbverdurstet im letzten Moment gerettet zu werden.
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Die Zeltlager der Hitler-Jugend, die in diesen Tagen allenthalben in deutschen Gauen eröffnet wurden, vereinigen nun in einer glücklichen Synthese von Zucht und Freiheit Tausende von deutschen Jungen in Landschaften, die mancherlei Eigenart und Reiz in sich bergen. Sicherlich zählt das Lager am Gederner See im Vogelsberg mit zu den reizvollsten in weitem Umkreis! Es lohnt, sich dort einmal umzusehen!
Rahe dem Ausgang des Städtchens Gedern führt linksab ein steiler steiniger Weg empor zur Höhe, von der aus der Blick weit in die Runde, über die Höhen des Vogelsberges schweifen kann. Und von dort oben aus fällt dann auch gleich der Blick in das Tal, in dem der Gederner See aufblinkt, wie ein leuchtendes Auge Gottes in weiter Landschaft. Dichte Wälder säumen die Ufer. Und in einer langgestreckten Lichtung, unweit dem See, liegt das Lager der Hitler-Jugend, umrauscht von hohen Fichten, in deren Schatten etwa 20 Zelte stehen. Ein wundervoller großer Wiesenplan ist der Tummelplatz der Jungen, deren 170 gegenwärtig dort acht glückselige Tage verbringen. Eine stattliche Anzahl Jungen von Gießen, aus dem Bann 116, ist auch dabei. Alle sind sie munter, bester Laune, stets aufgelegt zu Spiel und Sport, zu Gesang und außerdem begabt mit einem gesegneten Appetit.
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Man merkt es sofort: es herrschen Zucht und Ordnung im Lager. Aber es ist auch zu bemerken, daß die Zucht kein Drill und die Ordnung keine Engherzigkeit sind! Vor dem aus vielen Fichtenstämm-
Decken sauber zusammenlegt, daß jeder sein Eßgeschirr, seine Uniform, seinen Tornister in Ordnung hält, sich anständig benimmt und kameradschaftlich handelt. Undenkbar, daß sich hier ein Egoist behaupten könnte! So herrscht peinliche Ordnung im Zelt und auf dem ganzen Platz. Da liegt kein Papierfetzen herum. Die erzieherische Wirkung des Lageraufenthaltes ist offensichtlich.
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Der Tagesablauf hat sinnvolle Gliederung. Um 6 Uhr wird geweckt. Das Trompetensignal klingt in den hellen Morgen und findet in den grünen Mauern des Waldes fein Echo. Da wird es bald lebendig in den Zelten und auf dem Wiesenplan. Morgengymnastik, Lauf zum nahen See, Baden, Waschen und im Laufschritt zurück in das Lager — das alles vollzieht sich rasch und in aller Disziplin. Zur Flag- genhissung stehen sie dann zu ernsten besinnlichen Minuten um den hohen Mast. Der Lagerleiter hält jedesmal eine kurze Ansprache unter einem anderen Gedankengang. Morgenkaffee dann, kräftiges Kommisbrot, gute Marmelade! Alsdann eine Stunde weltanschauliche Schulung, anschließend Singen. Bei weniger günstigem Wetter folgt Geländekunde, Kar-
Das tägliche Bad im landschaftlich herrlich gelegenen See.
Blick auf eine der Zeltreihen des Lagers der HI. am Gederner See.
Aufnahmen (5): Neuner, Gießener Anzeiger.)
erklingt: in die Zelte! Um 21.30 Uhr ist Schluß und Ruhe im Lager.
Schulzeit, wie die abgegriffenen Hefte unter der Schulbank von Hand zu Hand wanderten!) Sicherlich wird diese „Literatur" heute bei weitem nicht mehr so viel gelesen, wie noch vor Jahren. Die Jugend unserer Tage bedarf dessen nicht! Sie hat sich — zum Teil selbst — Wirklichkeiten geschaffen, die allem romantischen Erlebenwollen entgegenkommen und vieles von dem geben, was ein echter Kerl wünschen wird. Das Zeltlager z. B. wird jedem rechten Jungen all d a s geben, was er an außerordentlichem Erleben haben will. Jetzt kann er mitten unter Kameraden dabei sein, wenn am Abend das Lagerfeuer brennt und alles rings im Kreise sitzt, er kann beweisen, ob er ein Kamerad zu sein vermag, ob er auch einmal Unbill der Witterung er-
chen gezimmerten Tor, das fast im Stil eines Blockhauses errichtet ist, geht wichtig der Wachtposten auf und ab. An einem kleinen Tischchen sitzt der Wachthabende und fragt die Besucher nach dem Namen und den Zweck ihres Kommens. Der Schlagbaum wird gehoben, der Gast kann passieren. Der Lagerleiter ist ein strammer Kerl und sein Sportoffizier auch. Sie wissen, wie sie die Schar der 170 zu packen haben. Sie sind sich auch ihrer Verantwortung bewußt, den Jungen und — deren Eltern gegenüber. Für jedes der Zelte sind dem Lagerleiter die Zeltobmänner verantwortlich. Stämmige Kerle mit entschlossenen Gesichtern, Jungen, die sich nicht gehen lassen und wie aus Stein gehauen stehen, wenn sie dem Lagerleiter Meldung zu erstatten haben. Sie sorgen dafür, daß im Zelt jeder am Morgen seine
tenlesen usw. unter Dach. Und bei gutem Wetter geht es hinaus in Wald und Feld, lieber das Mittagessen fallen sie dann nach der Rückkehr alle her
wie die Wölfe und keiner steht hungrig auf. Doppelt gut schmeckt der Eintopf mit viel Fleisch im Kreis der Kameraden. Anschließend gibt es eine Zwangspause von einer guten Stunde. Jeder muß im Zelt liegen, möglichst schlafen. Stunden des Nachmittags find dem Sport und dem fröhlichen Spiel gewidmet, dem Bad im See (dessen Wasser erstaunlich warm ist) und der Abend sieht die Jungen am Feuer, unter freiem Himmel, unter den Sternen. Mit Gesang, Vortrag, Erzählung, Gedichtvortrag und mancherlei Scherz wird die Zeit ausgefüllt bis das Kommando
Wer von den Jungen mit offenen Augen und Sinnen dabei ist, dem werden die acht Tage des Aufenthaltes am Gederner See viel zu geben haben. Die Jungen lernen die schöne und eigenartig herbe Landschaft des Vogelsberges kennen, haben den herrlich gelegenen See immer vor Augen, der sich zu jeder Stunde des Tages anders darbietet, atmen in der reinen Luft des Waldes, haben immer das feine Rauschen der Tannen und Fichten in den Ohren; sie sehen den Bauern bei seiner schweren Arbeit, während sie selbst fröhlich sein dürfen, singen, lachen und spielen können, während so mancher Stunde des Tages. Ein Nichtswürdiger, der da seine Heimat und sein Vaterland nicht lieben lernt und sich nicht bereit finden wollte, auch einmal ein Opfer zu bringen, wenn es verlangt werden sollte ...
Mag sein, daß sich ein Muttersöhnchen in der Lagergemeinschaft nicht wohlfühlt, wenn er das Eßgeschirr selber reinigen, das Nachtlager selber in Ordnung bringen, oder gar einmal eine Stunde Nachtwache schieben soll! Das Muttersöhnchen und seine Bedürfnisse können hier aber nun einmal nicht der Maßstab sein. Und das ist gut so! Wenn auch das Lager einige Anforderungen an den Jungen stellt, die er im behüteten „zu Hause" nicht kennt, so brauchen die Eltern doch keine unruhige Stunde zu haben. 9% Stunden Schlaf am Tage müssen jedem 12- bis 16jährigen genügen. Warme Decken sind in genügender Menge vorhanden. Auf Stroh (von einer Zeltplane bedeckt) zu schlafen, ist keine Strapaze. Der Dienst stellt keine unbillige Forderung. Ein Blick in die Speisevorratskammer läßt erkennen, das gut vorgesorgt ist. Da hängen viele Stücke Rauch-
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Abkommandiert zum Wasserholen. Auch diese Arbeit macht Spaß.
Eine Zeltbelegschaft beim gemeinsamen Abendbrot auf der Waldwiese.
fleisch, da stehen Berge von ausgezeichnetem Büch-
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Vornan von Walther Kloepffer
Copyright 1936 dy August Scherl G. m. b. H.. Berlin.
31 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
Sie warf die Gedanken an untersagte Narkosen und schmollende Ehemänner flugs hinter sich und stimmte ein Liedchen an, das sie in der Volksschule gelernt hatte. Mittendrin blieb sie an einem Chausseebaum stehen und nestelte an ihrem rosaroten Straps herum, der sich ausgehängt hatte. Plötzlich fiel ein Tropfen auf ihre Hand. Nanu? Sie blinzelte zum Himmel, und der sah gar nicht erbaulich aus. Es war zuviel Schwefelgelb und Schwärze in seinem schieferfarbenen Blau. Auch Wolken türmten sich zusammen. Und sie war ohne Schirm ohne Regenmantel und hatte ihr dünnstes und duftigstes Kleid an! Ich sag's ja, man braucht bloß einmal den Schirm vergessen, und schon ist der Salat fertig! dachte sie empört und trat einen überstürzten Rückzug an.
Und dann brach es plötzlich mit aller Macht los. Die Wolke über ihr schien tobsüchtig geworden zu fein. Es regnete nicht mehr, es goß. Viktoria achte unter einem Baum Zuflucht, aber das war soviel wie nichts. Während sie nach einem besseren Standort Ausschau hielt, krakeelte Foggs Wagen heran. Der Doktor war in Büchlkam bei einer Geburt gewesen, war abgehetzt, müde und schlecht rastert und ärgerte sich mit dem verwünschten Scheibenwischer herum, der natürlich wieder mäl nicht in Schwung kam. Dieser Wolkenbruch hatte! Fogg gerade noch gefehlt. Birnbaum und Hollerstauden! Das ist doch Frau Engasser da vorn! dachte er und lenkte vorsichtig auf die Straßenseite, damit es nicht so spritzte.
Aber liebe Frau Professor, Sie hat es ja schon eingeregnet! Wie ein getauftes Mäuschen sehen Sie aus Ja, was tut man denn da? Vor allem myl 'rein in den Wagen! Wissen Sie, ,Schorschi hat ja allerhand Mängel, aber sein Wetterdach ist zufällig gut", sagte er überstürzt
„Wie ich von Hause fort bin, hat es gar nicht so ausgesehen", entschuldigte sie sich und zupfte den
klatschnassen Stoff ein wenig von der Brust und von den Knien. Unter ihren Füßen bildete sich ein Bächlein.
Fogg gab Gas, und „Schorschi" donnerte mit Fehlzündungen davon. Nach ein paar hundert Meter verringerte der Wagen seine Geschwindigkeit, und schließlich blieb er ganz stehen. Fogg konnte ihn gerade noch an den Straßenrand steuern, dahin, wo ein schmaler Fußpfad an das Mühlhölzel abzweigte. Und da stand er nun, bocfftarrig und steif, und kein Drücken auf den Starterknopf und kein Gasgeben half.
„So, da haben wir jetzt den Zimt! Oh, du Mistvieh von einem Wagen! Verzeihung, wollte sagen, die Batterie ist wahrscheinlich leer Will mal rasch nachsehen." Er kletterte aus dem Auto und klappte die Motorhaube hoch. „Wie ich gesagt habe! Was fangen wir denn nun an? Batterie ist nämlich das Schlimmste Wir können jetzt gar nichts tun, als das gröbste Unwetter hier abwarten; später werde ich in den Ort gehen und Vorspann besorgen. „Schorschi" muß abgeschleppt werden. Ich bekomme noch graue Haare mii ihm." Fogg stieg wieder ein und machte sich o dünn wie möglich. Denn Viktorias allzu große Nähe machte ihn kribbelig. So eine grau war doch schließlich kein Besenstiel', sondern eine sehr warme, weiche und wohlriechende Angelegenheit, die in einem mit Zündstoffen ungefüllten Mannesgemüt ziemliche Verheerungen 'anrichten konnte Ein Radfahrer fuhr vorüber und hatte einen mit schwarzem Wachstuch bedeckten Korb vor sich, ein auswärtiger Hausierer. Da er Fogg zufällig kannte, grüßte er. Seine regentriefende Gestalt verlor sich bald in der Ferne.
„Und wie das schüttet, was?" bemerkte Fogg unzufrieden.
„Glauben Sie, daß es bald aufhört?"
„Macht mir nicht den Eindruck", knurrte er. „Man könnte eine Zigarette rauchen, so man eine hätte."
„Leider habe ich keine bei mir. Sie wissen, ich rauche nicht."
„Alsdann muß es halt so gehen", sagte er und wischte an der Windschutzscheibe herum.
Was hat er denn heute? dachte Viktoria. Bißchen merkwürdig, wie? Sie spielte mit ihren Stulphandschuhen, und der eine fiel zu Boden. Sie bückte sich, er bückte sich, und ihre Köpfe stießen zusammen. Einen Herzschlag lang streiften seine Lippen zufällig
ihr Haar. „Danke", sagte Viktoria und meinte den Handschuh.
„Muß noch einmal nach der Batterie schauen", murmelte Fogg unsicher und verließ abermals den Wagen. Dann bosselte er im strömenden Regen an allerlei roten und schwarzen Kabeln herum, holte sich die Werkzeugtasche, schraubte, kniff und war ungeheuer betriebsam, obschon das Ganze durchaus zwecklos war. Aber der Regen tat gut, und die Beschäftigung tat gut, und man kam über manches hinweg, mit dem man drinnen nicht fertig wurde.
Viktoria sah Fogg zuerst ein bißchen zu, dann schaute sie weg und hing ihren Gedanken nach. Nach drei Minuten war sie bereits auf der richtigen Fährte und hatte eine Ahnung, was mit Fogg los war. Sie hauchte „Ach!", und dies Wörtchen klang halb erschreckt und halb verwundert. Die neue Erkenntnis schuf ihr zweierlei Empfindungen, eine verbotene schmerzlich-süße und eine erlaubte ängstliche. Dann spürte sie in sich selber hinein und nahm mit Bangen wahr, daß auch in ihr nicht alles aussah, wie es sollte. Sie fächelte sich mit ihrem Handschuh Luit zu, weil es ihr plötzlich von innen her yeiß wurde. Dann dachte sie, wie es einer ordentlichen Ehefrau zukommt: Aber das geht doch nicht, Vicki ... nein, bestimmt, das geht nicht .. das wäre ja noch schöner! Und sie machte sich ganz schmal und kroch m ihre Ecke, als ob neben ihr wunder wer säße.
„Das ist ein schöner Gelump. Mit dieser Kiste werde ich nicht alt!" schimpfte Fogg draußen.
„Ja?" piepste sie erschreckt und aus einer ganz unmöglichen Sache herausgehott
„Ich sage, der Wagen ist ein Gelump", wiederholte er laut, unwillig und mit scharfer hochdeutscher Aussprache. Nur er durfte .Schorschi" so tief beleidigen; andern fuhr er über den Mund, wenn sie eine derartige Aeußerung taten. Er studierte den Himmel. „Dort hinten wird's schon hell; auch der Regen läßt nach."
Sie streckte prüfend die Hand aus und sagte: „Ich glaube auch ...ich glaube, daß man es riskieren kann."
..Ich gehe jetzt ins Dorf. Sie warten am besten im Auto."
„Nein. Ich möchte auch fort. Es ist ungemütlich in dem nassen Zeug. Auch wird man sich vielleicht um mich ängstigen."
„Gut. Dann gehen wir zusammen durch das Mühlhölzel. Das ist der kürzeste Weg."
„Seien Sie mir nicht böse, aber ich möchte doch lieber allein am Waldrand entlanggehen —"
Fogg war ein wenig verwundert und gekränkt.
„Möglicherweise kommt mir jemand mit einem Schirm entgegen. Es ist auch der Leute halber", sagte sie schüchtern.
„Wieso der Leute halber?"
„Nun ja, Sie kennen ja die bösen Zungen hier. Mein Mann —"
„Ach so, wie Sie wollen."
„Vielen Dank und guten Tag, Herr Doktor." Sie übersprang leichtfüßig den Straßengraben und eilte unter den Waldbäumen heimwärts.
Fogg aber schritt quer durch das Mühlhölzel und hing seinen Gedanken nach.
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Um jene Zeit pilgerte auch der Professor Engasser mit aufgespanntem Regenschirm und verdüstertem Antlitz in der Gegend herum. Seine Frau hatte nach dem Essen kurz erklärt, sie wolle ein paar Familien im Dorf besuchen und dann einen Spaziergang unternehmen. Um drei Uhr verließ sie die Villa, und bald darauf machte sich auch der Professor auf den Weg, um ihr heimlich nachzugehen; denn fein Argwohn war geweckt. Es war keine leichte Aufgabe, einer flinken Frau auf der Spur zu bleiben, in der Nähe von fremden Häusern zu warten und bei solch schimpflichen Unternehmungen kein Aufsehen bei der Bevölkerung zu erregen Beim Ortsausgang gegen Büchlkam zu verlor er Vicki aus den Augen, weil er von einem Einheimischen zu einem längeren Gespräch gezwungen wurde. Was nun? Er entschloß sich gefühlsmäßig, die Richtung nach dem Doktorhaus einzuschlagen. Ein Fenzlmäd- chen. die Regine, strickte im Garten und vertrieb von Zeit zu Zeit die Spatzen mit Huscbhusch, die den Hühnern die Körner roeapuften
„Pst, du. Komm mal her. Ist der Doktor Fogg ,m Hause?" Dem Professor war dieses Ausjragen sehr peinlich.
„Na. Der Doktor is mit dem Wagen nach Büch!» kämm. Soll i was ausrichten?"
„Nicht nötig, mein Kind. Ich frage nur so. Ich danke dir schön."
Engasser schlug die Straße nach Büchlkam ein. Fortsetzung folgt


