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Heerschau der Leibesübung

Das Kreisfest des DRL. in Dillenburg.

Radfahrer und Wanderer. Es soll eine bunte Schau sein, die so recht zeigt, was alles auf turnerischem und sportlichem Gebiet geboten werden kann imb daß alle diese einzelnen, verschiedenen Sportarten vereint und geeint sind im großen Deutschen Reichs­bund für Leibesübungen.

Die Ausschreibungen für das Fest sind so gehal­ten und so vielgestaltig, daß jedermann mitmachen kann.

Welche Wettkämpfe werden nun durchgeführt?

Für die Turner un£ Turnerinnen ein 7-, 8- und 12-Karnpf und Dereinsriegenturnen, für die Leichtathleten, Spieler usw. ein Drei­kampf, bestehend aus 100-Meter-Lauf, Weitsprung und Kugelstoßen in neun verschiedenen Klassen und Altersstufen, für die Schwimmer 15 Einzel-, Mehrkämpfe und Staffel, für die Fechter Kämpfe in Florett und Säbel, für die Schwerathleten Gewichtheben und Ringen in mehreren Gewichts­klassen, dazu Steinstoßen und Hammerwerfen, für die Schützen Schießen mit KK.° und Wehrmanns-

die" deutsche Mannschaft stand, so sah man recht hübsche Leistungen und gutes Verständnis im Angriff. Nach schönem Zusammenspiel mit Siffling fiel dann auch bereits in der neunten Minute der deutsche Führungstreffer durch Hohmann, der wuchtig einschotz. Aber schon zehn Minuten später glichen die Letten nach einem schweren Deckungs­fehler von Münzenberg durch ihren Rechtsaußen R a i st e r s aus. Die deutsche Elf ging nun mit doppeltem Eifer an ihre Aufgabe heran und konnte in der 33. Minute erneut in Führung gehen. Siff-

Das große Ziel:Volk der Leibesübungen!"

Grundsätzliche Ausführungen des Reichssportführers.

Deutschland schlägt Lettland 3:1 (2:1)

Ein schwer erkämpfter Fußbatt-Sieg

Teutonia"-Wormatia".

Watzenborn-Steinbergs Mannschaft zum Zubiläumskampf.

Hch. S ch m a n d t eingesetzt. Schmandt, auch Grün­der des Vereins, war lange Jahre der zähe Mit- telläufer, der im Aufbau das kurze Zuspiel vor­zieht. Er wird die ehrende Aufgabe haben einen Seppl Fath abzubremsen.

Die Stürmer werden es auch an nichts fehlen lassen. Otto Haas, der Taktiker und technisch be­gabte Spieler, wird Fett zu ersetzen haben und diese Aufgabe gut lösen. Fischer, der älteste der Elf, vorübergehend wegen Formrückgang aus der Mannschaft genommen, bewies als Ersatzmann in den letzten Spielen, daß es sich rechtfertigt, ihn zum Jubiläumsspiel aufzustellen. Der Mittelstürmer K. Haas ist der Schützenkönig der Mannschaft. Er ist ein zäher, dabei blitzschnell handelnder Spieler. Rudolf Lang bürgt für ein flüssiges Spiel. Als Rechtsaußen spielt Otto Burger. Er wird sich sehr anstrengen müssen, um seinen übrigen Sportkame­raden zu erfolgversprechenden Aktionen zu ver­helfen.

Als Ersatzleute stehen Karl Schmandt und Ernst Häuser zur Verfügung, beides in den Punktspielen bewährte Kräfte.

Elf Freunde werden in einem großen Spiel gegen große Gegner das in sie gesetzte Ver­trauen nicht enttäuschen. Ehrenvoll möge der Aus­gang sein!

Nur noch kurze Zeit trennt uns vom Fest der Leibesübungen des Kreises 3 in Dillenburg. Im gesamten Reichsbund für Leibesübungen, der alle Gebiete von Turnen und Sport in sich vereint, fmd es in diesem Jahre die Kreisfeste, die im Mittel­punkt alles sportlichen Geschehens innerhalb der Kreise stehen. lieber das rein Technische hinaus sollen sie eine Kundgebung sein für die national­sozialistische Idee und ein Treuebekenntnis zum Führer. Aus diesem Grunde soll die Volkstümlich­keit des Festes das Beherrschende sein. Ihr Mittel­punkt ist die Feier, die hinweist und zielgebend ist für den tieferen Sinn aller Leibesübungen über- h Man hat es vermieden, das rein Wettkampf- mäßige, die Jagd nach Punkten und Minuten all zu sehr zu betonen und keinerlei Meisterschaften mit der Veranstaltung verknüpft. Alle sollen sie aus dem Kreisfest in friedlichem Wettstreit mit- und nebeneinander kämpfen: die Turner, Leichtathleten, Schwimmer, Spieler, Schwerathleten, Schutzen,

ling hatte den lettischen Hüter Bebris mit einem scharfen Schuß auf eine große Probe gestellt, Bebris hielt den Ball zwar, konnte ihn aber nicht in sei­nen Händen halten, der nachsetzende Berliner Berndt drückte dann das Leder über die Linie.

Kurz nach dem Wechsel hatte Hohmann mit einem Pfostenschuß Pech. Aber in der 13. Minute fite! dann doch der dritte deutsche Treffer nach einem glänzenden Alleingang von Berndt. Alle Bemü­hungen der kampfkräftigen Letten, die zum Schluß über das größere Stehvermögen verfügten, die Niederlage abzuwenden, scheiterten an der hervor­ragenden Abwehr der Jürissen, Welsch und Sold, die ehrlichen Beifall fand.

büchse, für die Tennisspieler Herren- und Damen-Einzelspiele. Die Radfahrer und Wanderer werden durch eine Sternfahrt bzw. -Wanderung ihr Interesse am Kreisfest kundtun.

Die eigentlichen Wettkämpfe werden durchgeführt am Samstagnachmittag und am Sonntagvormittag. Die Schauvorführungen am Sonntagnachmittag bringen Spiele, Einzelläufe, Staffeln, Darbietungen der Turner und Turnerinnen und als Abschluß eine würdige Siegerehrung.

Den geistigen Mittel- und Höhepunkt des Festes bildet die Feierstunde am Samstagabend. Sonntag mittag findet ein Festzug statt. Der Sonntagabend und der Montag bilden den Abschluß des Festes und sollen alle in froher Geselligkeit vereinen.

Die Ortsgruppe Dillenburg des Reichsbundes für Leibesübungen, in deren Händen die örtliche Aus­gestaltung des Festes liegt, hat alles getan, um Wettkämpfern und Zuschauern das Beste zu bieten. Die einzelnen Ausschüsse sind schon wochenlang tä­tig, um den Festplatz einwandfrei herzurichten, die Quartiere bereitzustellen und der Feststadt ein wür­diges Aussehen zu geben. Infolge des freundlichen und großzügigen Entgegenkommens der Gemeinde Dillenburg kann alles so gestaltet werden, wie es der Bedeutung des Festes zukommt.

Basketball-Lehrgang in Gießen.

Am heutigen Samstag findet auf dem Universi­tätssportplatz unter Leitung des Gauobmannes für Basketball, W. M o h r, ein Basketballlehrgang statt. Dazu eingeladen sind die Gießener Turn- und Sportvereine. Der Lehrgang soll der Einführung des Spieles in Gießen dienen.

Aufstiegspiel zur Bezirksklasse.

Offenbach Heuchelhelm.

Heuchelheim gewann im Vorspiel mit 5:3 Toren. Offenbach ist zwar gefährlich auf eigenem Platze, doch durch Abgang ihres besten Torschützen Büch

Der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist schon lange nicht mehr ein Sieg so schwer gemacht worden, wie am Freitag gegen die lettische Aus­wahl vor 10 000 Zuschauern neuer Landes­rekord in Riga. Der deutsche Sieg sieht zwar zahlenmäßig sehr glatt aus, doch läßt er den gro­ßen Widerstand der Letten vor allem im letzten Drittel des Kampfes, nicht erkennen.

Dem ausgezeichneten tschechoslowakischen Schieds­richter Krist, der auch nicht einen Fehler beging, stellten sich die Mannschaften in folgender Aufstel­lung:

Deutschland: Jürissen (Rot-Weiß Oberhau­sen); Welsch (Borussia Neunkirchen), Münzenberg (Alemannia Aachen); Schädler (FV. Ulm 94), Sold (FV. Saarbrücken), Männer (Hannover 96); Elbern (SV. Beuel), Hohmann (VfL. Benrath), Siffling (SD. Waldhof), Berndt (T. B. Berlin), Simets- reiter (Bayern München).

Lettland: Bebris; Laumansis, Slawischens; Stanikus, Westermann, Lidmanis; Kanpes. Rositis, Scheibe!, Wanags, Raisters.

Die erste Halbzeit stand fast ganx im Zeichen der deutschen Elf. Wenn auch sofort xan den ersten Spielzügen zu erkennen war, daß in Riga nicht

Zum Jubiläumsspiel gegenWormatia Worms ist die Mannschaft der Teutonen nun endgültig auf­gestellt. Es darf ausdrücklich hervorgehoben werden, daß eine Mannschaftsaufstellung bei den Teutonen fein Kopfzerbrechen macht. Es spielt die Mannschaft in stärkster Besetzung mit:

Happel Jung, Fett H. Schmandt, Hedderich, H. Euler

O. Burger, R. Lang, K. Haas, H. Fischer, O. Haas Ersatzleute: K. Schmandt und E. Häuser.

Die Aufstellung dürfte jetzt schon den Eingeweih­ten zeigen, daß diese Elf in der Lage ist, dem gro­ßen Gegner aus Worms das ganze Können abzu- forbern.

Ernst Happel im Tor ist bekannt als hervor­ragender Schlußmann und Stütze seiner Kamera­den. Er ist Gründer des Vereins und steht nun zehn Jahre auf diesem Posten. Otto Fett, linker Verteidiger, Spielführer der Elf, garantiert auch für den neuen Posten. Auch er hat sich als Vereins­gründer verdient gemacht. Karl Jung, Nachwuchs aus der Jugendmannschaft, ist ein guter Abwehr­spieler. Hch. Euler überragt im Zerstörungsspiel. Hedderich, als Mittelläufer, dürfte das Ver­trauen rechtfertigen. Er muß allerdings fein Kön­nen unter Beweis stellen. Als rechter Läufer wird

Leistungsgedanke in einer starken zentralen Organisation auch hier zu einer totalen Auf­fassung von den Leibesübungen führt.

Der DRL. als Dachorganisation der gesamten deutschen Sportbewegung wird seine Aufgabe nur dann erfülle können, wenn in einer lückenlosen Zusammenarbeit mit allen in Frage kommenden Organisationen, von der f)3. über die Organisationen der Partei bis zum Heer, alle in Frage kommenden Menschen der Drei- tenarbeit des größten Sportbundes der Welt zugeführt werden.

damit aus der Erfassung aller geeigneten Menschen für den Gedanken des Kampfes aller Einzelnen um die persönliche Höchstleistung die Höchstleistung der Nation in den Höchstleistungen der besten deutschen Turner und Sportler erzielt werden kann. Es muß hier gesagt werden, daß diese Idee tief hineingreift in das kulturelle und politische Leben unseres Vol­kes und weit hinaus geht über eine banale Auffas­sung als eines reinen Wettkampf- und Leibes­betriebes.

Diese Gedanken haben", so führte der Reichs- sportführer aus,in ernsten Besprechungen mit den Verantwortlichen der großen Organisationen des nationalsozialistischen Staates und der Partei fol­gende für die erste Zeit der Entwicklung trag­fähige Grundlage bekommen:

1. Die S A., die SS. und die Deutsche Ar­beitsfront führen im Rahmen der allgemeinen nationalsozialistischen Erziehungsarbeit dieser Or­ganisationen die Grundform der Leibes­erziehung selbständig durch. Dadurch werden der deutschen Leibesübung, wie sie der DRL. ver­tritt, immer größere Massen gewonnen und bewußt zugeführt.

2. Wo in den Organisationen, die mit dem DRL. Zusammenarbeiten, Gemeinschaften entstehen, die dem deutschen Sport für feine Leistungs- und Wett­kampfarbeit zugeführt werden können, da geschieht dies in denSA. -Kampfspielgemein­schaf t e n", in denS S. - Sportgemein­schaften", in denBetriebs - Sport­gemeinschaften", in den Militär - Ver­einen, in den Polizei . Sportvereinen. Diese Gemeinschaften werden mit allen Rechten und Pflichten Mitglieder des DRL. und nehmen an dessen normalem Uebungs-, Ausbildungs- und Wettkampfbetrieb durch Vereine des DRL. teil.

3. Für die HI. wurde folgende Regelung für das ganze Reich verbindlich: Die Jungvolk-Angehö­rigen (10° bis 14jährige Jungen) erhalten ihre Gr undausbildung im Rahmen des Jungvolks, wofür der DRL., soweit wie ir­gend möglich, Uebungsleiter zur Verfügung stellt. In allen Jungvolk-Einheiten, in denen das möglich ist, werden freiwillige Sportdienstgruppen geschaf­fen, die geschlossen den dafür geeigneten Vereinen des DRL. zur Ausübung des freiwilligen Sport- dienstes, der als Dienst im Jungvolk angerechnet wird, zugeführt werden. In der HI. gilt für die Grundausbildung das gleiche. Für den freiwilligen Sportdienst kann sich der Hitler-Junge den Verein aussuchen, zu dem ihn seine Veranlagung ober Neigung treibt. Auch hier gilt ber freiwillige Sport- bienst als Dienst in der HI. Die HI. gebenft in ber nächsten Zeit in verstärktem Umfang geeignete Hitler-Jungen zum Eintritt in bie Jugendabteilun­gen ber Vereine bes DRL. aufzufordern.

Große Aufgaben liegen vor uns: Die N S.- Kampffpiele 1 9 3 7 und das Turn- und Sportfest 19 3 8 in Breslau, die ersten großen Machtproben des geeinten Deutschen Reichs­bundes für Leibesübungen und weit darüber hinaus die Maßnahmen für die körperliche Erziehung der gesamten deutschen Jugend und die Erfassung des ganzen deutschen Volkes für den Gedanken der Leibesübungen als Lebensgewohnheit."

geschwächt. Somit sind die Siegesaussichten für Heuchelheim gut.

Die letzten Spiele im Handball.

Leider war es nicht möglich, den Kreisbesten der Jugendklasse noch vor der Sperre festzustellen. Dauernde Spielverlegungen, die unumgänglich wa­ren, ließen bie Spielleitung nicht zum Schluß kom­men. Trotz allebem wirb die Sache nicht anstehen bleiben, weil bis zur neuen Runde ber Meister fest- stehen muß. . v .

Die vor ber Türe stehenbe Sperre wirb auch den Hanbballern sehr gelegen kommen, weil tatiachlich eine gewisse Spielmübigkeit nicht von ber Hand zu weisen ist. Denn gerade der letzte Sonntag, an dem eigentlich nochmals alles hätte mobilisiert werden müssen, verstreicht fast ungenutzt. Nur 4 Spiele wer­den zum Austrag kommen, und zwar:

To. L i ch Tv. G a r b e n t e i ch : Lich hat eine Möglichkeit, seine derzeitige Form erneut unter Beweis zu stellen, zumal Garbenteich nach ferner Niederlage vom letzten Sonntag sicher nicht stark genug ist, um den Platzbesitzern den Steg streitig zu machen.

Tv. Allendorf (Lahn) Tv. Lützellin­den: Wenn Allendorf seine Leistung vom etzten Spiel wiederholt, dürfte es möglich sein die im Vorspiel erlittene Schlappe auszugleichen. Dazu ge­hört allerdings auch diesmal, baß jeher Mannschafts­teil sein Aeußerstes hergibt und sich vor allen Din­gen nicht schon von vorneherein von der Starke und dem Namen des Gegners einschüchtern läßt.

Tv. Nauborn Tuspo. Groß-Rechten- bad): Nauborn kann diesmal beweisen, ob es stark genug ist, sich mit einem Gegner, wie ihn Groß- Rechtenbach barstellt, zu messen.

Tuspo. Niebergirmes Tv. Münch­holzhausen: Münchholzhausen, das bas Vor­spiel hoch gewinnen konnte, wird biesmal einen Gegner antreffen, der sich etwas vorgenommen hat.

Reichssportführer von Tschammer unb Osten nahm am Freitag Gelegenheit, vor ber Presse einige Ausführungen zu machen. Es geschah bies nach ben Worten bes Reichssportführersin einem Augenblick, ber als geschichtlich für bie Ent­wicklung ber Leibesübungen in Deutschland bezeich­net werben muß". Der Reichssportführer schilberte zunächst ben Neubau bes beutschen Sports vom Frühjahr 1933 bis zu ben an Erfolgen so reichen Olympischen Spielen. Von Anfang an jeboch sei er sich barüber klar gewesen unb habe auch alle Maßnahmen bafür getroffen, baß nach ber Konsoli- bierung bes beutschen Sportes im RDL. nunmehr bas größere Ziel, einVolk in Leibesübungen" zu schaffen, in Angriff genommen werben müsse.

Jeder Mitarbeiter an der Durchführung der großen kulturellen und vollkspotitischen Idee des Volkes in Leibesübungen fei zu begrüßen und historische Aufgabe aller aus der Tradition der alten Verbände übernommenen Menschen und Mächte sei es, in allen Organisationen der Partei und des Staates den Betrieb der Lei­besübungen zu befruchten und praktisch zu er­möglichen.

Auf ber anberen Seite aber müsse an allen Stel­len bes Staates unb ber Partei, wo sich Verant­wortliche für Leibesübungen befänben, erkannt wer­ben, baß es unter gar keinen Umftänben barum gehen könne, etwa zwei Mißstände einer vergange­nen Zeit in einer anberen Form wieber aufleben zu lassen, nämlich Zerspaltung ber beutschen Leibes­übungen nach ber fachlichen Seite einerseits. Dieser Zustanb müsse als restlos beseitigt angesehen wer­ben unb kann nicht wieber etwa in Meisterschaften von Organisationen ober Derbänben aufleben. Es könne immer nur einen einzigen beutschen Meister jeber Sportart geben. Jebe organisatorische Zer­splitterung würbe ein Absinken ber Leistungen zur Folge haben. Zum anberen sei einer ber Haupt­krisenpunkte bie Tatsache gewesen, baß vor 1933 eine Ueberschätzung bes Jnbivibuums im sportlichen Lager herrschte, bie zum allgemein be­kannten Kanonen- unb Starunwesen geführt hätte. Es dürfe nicht wieber aufleben in einer Auffas­sung, bie dazu führen würbe, baß sportlich tüchtige junge Männer um ihrer sportlichen Tüchtigkeit unb nicht um ihrer menschlichen unb charakterlichen Werte willen zum Ansehen in Organisationen ge­langten, wo eine berartige Auffassung noch zer- setzenber unb bemoraüfierenber wirken mühte, als bas früher mit bem Kanonentum ber Fall war.

Der Aufbau ber Formen für bie Zusammenarbeit in ber Organisation ber Leibesübungen für bas beutfche Volk werbe erst im Laufe ber fommenben Jahre vollenbet werben können. Soviel aber könne heute schon gesagt werben:

Es ist klar erkannt für den ganzen Bereich der nationalsozialistischen Erziehungsarbeit, daß Erziehung überall als eine Tota­lität angesehen werden muh und des­halb auch körperliche Erziehung überall zur nationalsozialistischen Schulung in allen Orga­nisationen der Partei gehört.

Es ist ebenso klar, baß biese körperliche Schulung von ben Organisationen ber Partei selbst unter ihrer Führung unb Verantwortung besorgt werben muß unb baß bie beutsche Turn- unb Sportbewe­gung stolz unb bankbar sein wirb, wenn sie mög­lichst viele Kräfte biefer Arbeit zur Verfügung stel­len kann.

Es ist klar erkannt, baß über bie reine Gesund- erhaltung unb Kräftigung zum Zwecke ber Wehr- haftmachung unb ber Stärkung bes Wehrwillens unseres Volkes hinaus bie beut­sche Leibesübung nur bann auf bie Dauer lebens­fähig bleiben unb in ihrem Wert unb ihrer Lei­stung wachsen wirb, wenn ber nationalsozialistische

Nie Kieler Woche vor dem Abschluß

Günstiges Wetter war bem vorletzten Tag ber Kieler Woche beschieben. Auf ber Binnenförde fiel bie Entscheibung bei ben Olympia-Jollen. Böhler (München) gewann hier ben Preis bes Reichssportführers. In ber Punktwertung nach sechs Wettfahrten führt allerdings Kroogmann (Ham­burg) mit 802 P. ganz überlegen vor Böhler mit 554 Punkten, so baß bem Hamburger der erste Platz kaum zu nehmen ist. Der Preis bes Senats der Freien unb Hansestadt Hamburg ist bereits von Kroogmann gewonnen. Die vorletzte Fahrt in ber Scharpieklasse holte sich ber beutsche Meister Koeser aufRacker III" vorAll-Weather" unb Michel II". Im Felca-Preis der 6 - M e t e r - I a ch- t e n triumphierte diesmal ,Michel" vor ,Do Do", während beiMarianne" auf ber letzten Kreuz- strecke ber Mast zu brechen brohte unb ein vorsich­tigeres Fahren schließlich nur zum dritten Platz führte. In der Starbootklasse kam es zu einem neuen Siege bes Italieners S t r a u I i n e aufGemma" vorDenebola" unter dem Kriegsmarineoffizier S a I a t a. Die beiden deutschen BooteMizar" (Kriegsmarine) undHilde 4" (Dr. G i e s e ck e) ende­ten auf den nächsten Plätzen. Die Entscheidung um ben Jrenpreis fiel in der Drachenklasse zugunsten vonThalatta" (Kirsten-Hamburg).

3um Londoner Boxkampf Schmeling Sorr.

Energische Zurückweisung amerikanischer Störungs­versuche.

Der rasche Abschluß eines Weltmeisterschaftskamp­fes Schmeling Farr nach London hat anschei­nend den amerikanischen Geschäftemachern und Ver­tragsbrechern die Augen geöffnet, daß die Gefahr besteht, daß USA. eines Tagesaus dem Geschäft sein" dürfte. So bemüht man sich jetzt, den schwar­zenWeltmeister" Joe Louis den Engländern vorzuführen und ihn in London gegen Len Har­vey ober Jack Doyle in einenWeltmeister­schaftskampf" zu bringen.

Diesen Versuchen tritt jetzt recht scharf Direktor C r i t ch l e y von ber ßonboner Harringay-Arena unb bem White City-Stabion entgegen, ber in einer Erklärung Versuche von Mike Jacobs im vorer­wähnten Sinne scharf zurückweist. Es wirb erklärt, ein Kampf Louis' gegen Harvey ober Doyle müsse gegenüber bem Kampf Schmeling Farr gerabe- zu lächerlich wirken, unb wenn biefer Kampf wirk­lich zustanbekäme, so habe er keinesfalls et­was mit einer Weltmeisterschaft zu tun. Diese klare englische Abwehr dieser erneuten Ver­suche amerikanischer Veranstalterkreise berührt sehr wohltuend.

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