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14.10: Bestellt und abgeholt! Wunschkonzert. 15.15: Volk und Wirtschaft. Allerlei Neuigkeiten. 15.30: Frohe Fahrt in den Sommer. 16: Froher Funk für alt und jung. 18: Sport rings um Deutsch­land:England". 18.15: Sportschau. 18.30: Blas­musik. 19.45: Wochenschau. 20: Nachrichten. 20.10: Festabend des Deutschen Handwerks. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.30: Tanzmusik vom Presseball. 24 bis 2: Tanzmusik vom Presseball.

Kunst und Wissenschaft

Geh. Rat Professor Ludolf von krehl f.

Geh. Rat Professor Dr. Ludolf von Kr e h l, der lange Jahre hindurch Direktor der Medizinischen Klinik der Universität Heidelberg war, ist nach längerem Leiden im 76. Lebensjahre in Heidelberg gestorben. Krehl. 1861 in Leipzig geboren, habi­litierte sich dort 1888, ging 1892 als Direktor der Poliklinik nach M a r b'u r g , von dort 1900.nach Greifswald: 1904 kam er nach Straßburg. Seit 1906 leitete Krehl die Heidelberger Medizinische Klinik. Im Alter von 70 Jahren erst trat er von seinem Lehramte zurück, um die Leitung des neugegründe­ten Forschungsinstitutes für innere Medizin in Hei­delberg zu übernehmen, das von der Kaiser-Wil- helm-Gesellschast errichtet wurde. Geh. Rat v. Krehls Hauptarbeitsgebiete waren, wie die seipes Lehrers Girfchmann, Physiologie und Pathologie des Her­zens: hierüber hat er eine Reihe hervorragender Arbeiten geliefert. Geh. Rat von Krehl war Ritter der Friedensklasse des Pour le merite und Träger des Adlerschildes des Deutschen Reiches.

Erfolgreicher Abschluß der deutschen Amazonas-Expedition.

Mit dem DampferMonte Sarmiento" kehrten zwei Forschungsreisende in die Heimat zurück, denen es gelungen war, als erste Europäer Brasilianisch- Guayana von Süden nach Norden bis an die Grenze von Cayenne zu durchqueren Es sind der Student der Zoologie Schultze-Kampfhen­kel und der Berliner Flugzeugführer Kahle, die zusammen mit dem aus Rostock stammenden Inge­nieur Gerhard Krause 1935 von Hamburg aus eine Expedition zur Erforschung des Gebietes am Amazonas unternommen hatten. In Rio de Ja­neiro hatte sich noch als vierter Teilnehmer Josef Greiner angeschlossen, der "aber 1936 im Ur­wald an Malaria gestorben ist. Krause war bereits vor zwei Monaten nach Bremen zurückgekehrt. Der Leiter der Expedition, Schultze-Kampfhen­kel, berichtete über die Reise u. a. folgendes: Die Expedition nahm in Para ihren Ausgang. Zunächst wurden Erkundungsflüge über das zu erforschende

OerRitter^ von -er Bremse.

Er schadet seinem Geldbeutel

Der sogenannteAutoschreck"

Fährt gleich beim Start mit Vollgas weg. Er bremst da hält kein Reifen stand Und fühlt sich mächtig interessant.

und der Volkswirtschaft.

Jedoch! Schon unsere kleinsten Kleinen Beim Anblick solcher Reifen meinen: Warum will der nicht richtig fahren, Da könnt' er viel Devisen sparen." (Zeichnung von Oechsner. Scherl-M.)

Gebiet unternommen. Das Flugzeug wurde von Gerd Sahle geführt. Ohne den Einsatz dieses Was­serflugzeuges wäre die Durchführung der Expedi­tion in den Sumpfgebieten unmöglich gewesen. Das Hauptziel unserer Forschungsreise war das tiergeo­graphische Grenzgebiet am Amazonas bis Guayana. Als Hauptergebnis unserer Expedition ist die Erst­durchquerung Brasilianisch-Guayanas m der Nordi'üdrichtun i stromaufwärts bis an die Grenze von Guayana festzustellen. Wir führten sie in 53 Tagen durch und benutzten als Fahrzeuge In­dianer-Einbäume. Weiter gelang uns die Erfor­schung des Rio-Jpitinga-Gebietes, wobei große Schwierigkeiten zu überwinden waren, die unseren ganzen Einsatz erforderten. Die wissenschaftliche Ausbeute unserer Expedition ist sehr groß. Wir bringen auch viele ausgezeichnet gelungene Film­aufnahmen mit heim.

Die Städtische Kunstsammlung in Darmstadt.

In Anwesenheit des Gauleiters und Reichsstatt­halters Sprenger wurde auf der Mathildenhöhe, der Künstlerkolonie Darmstadts, die Städtische Kunstsammlung durch Oberbürgermeister Kreisleiter W a m b o l d eröffnet. Die Ausstellung,

die über 300 Gemälde und Handzeichnungen, viele Plastiken und Plaketten zählt, erstreckt sich im we­sentlichen auf die Kunst von der Mitte des vorigen Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Neben Werken von Künstlern, die in Darmstadt ihre Heimat oder ihre Wer^stätte hatten, sind zahlreiche Werke aus den Bestünden des Hessischen Landesmuseums zu dem wertvollen Besitz der Stadt Darmstadt gekom­men. Vertreten sind u. a. Eugen Bracht, Wilhelm Busch, Lovis C o r in t h , Richard Hoelscher, Ludwig von Hofmann, Willi Jäckel, Leo­pold Graf von Kalckreuth, Heinrich Richard Kräh, Johannes Lippmann, Franz Marc, Adolf Münzer, Leo Putz, Max Slevogt, F. von Stuck, Wilhelm Trüb n er, Otto Ub- belohde, Fritz von Uhde, Konstantin Meu- n i e r, Renee S i n t e n i s.

Das Deutsche Tonkünstlerfest 1937.

NSG. Das 68. Deutsche Tonkünstlerfest desAllgemeinen Deutschen Musikoereins" findet vom 5. bis 10. Juni in Darmstadt und Frankfurt statt. Es beginnt in Darmstadt mit der Aufführung der OperDiener zweier Herren" von Arthur K u st e r e r.

Büchertisch.

Georg Blumensaat: Lied über Deutschland. 192 Seiten. Kart. 1,35, Ganz!. 1,95 Mk. Ludwig Voggenreiter, Verlag, Potsdam. (106) Rund 250 Beiträge für dieses Lieder- buch hat Blumensaat aus jahrelanger Arbeit mit der singenden HI. zusammengetragen. Er berücksich. tigt bei seiner Auswahl, was unsere Väter int großen Kriege sangen: er rückte dann in bet Vordergrund, was in den Kampfjahren aus un­mittelbarem Erleben neu entstand, und mit bet Beiträgen ber jüngsten Mitarbeiter weist er zu- gleich in bie Zukunft. So ist dieses Werk zugleich Vermächtnis unb Aufgabe, Zeugnis ber jungen Ge­meinschaft, bie um bie beiden großen Aufgaben ringt: um Führung und Gefolgschaft.

Mirko Ielusich: Streit um Agne5. Erzählung aus der Stauferzeit. Mit einem Nach, wort von Robert H o h l b a u m. (Nr. 7346/47.) Kart. 70 Pf., geb. 1,10 Mark. Philipp Reclam jun., Verlag, Leipzig. (91) Mit dramatischer Span, nung und köstlichem Humor erzählt Jelusich eine Episode aus dem Weltkampf zwischen Staufern und Welfen, eine tatsächliche Begebenheit. Die ge« wattige Gestalt des Staufenkaisers Heinrich VI. wirft ihren Schatten darüber. Aber seine Gegen» spieler sind hier zwei Liebende und eine tapfere Frau und Mutter, die das spannungsvolle Drama, das mit tragischem Ausgang drohte, in fraulicher Ueberlegenheit zum heiteren und guten Ende lenkt.

Karl Friedrich Kurz: Haldor im Frühlingstal. Roman. 293 Seiten. Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i. O.-Berlin. Kart. 4,80, Ganzleinen 5,60 Mk. (97) Kurz wurde 1934 mit dem Dolkspreis der Raabestiftung und 1936 mit dem Ehrenpreis der schweizerischen Schiller» Stiftung ausgezeichnet. Im Mittelpunkt des neuen Romans steht der Bauer Haldor, der ganz der Erde gehört. Seine Tochter und sein Sohn aber sind er« faßt vom Zug der neuen Zeit und vom frohen Leben mit Tanz und Musik. Das leichte Blut lockt sie hinaus in die Ferne, und als sie nach Jahren heimkehren auf den väterlichen Hof, ist ihr Sinnen nicht anders geworden. Das Schicksal, dem diese Familie verfallen ist, nimmt seinen Verhängnis, vollen Lauf. Neid und Mißgunst wenden sich gegen den alten Haldor und seinen Sohn. Eines Mordes bezichtigt, werden sie von Haus und Hof verjagt. Aus der Ahnung um die dunklen Urgründe der menschlichen Seele ist der Roman gestaltet. Ur» wüchsig und dem Leben abgelauscht alles Geschehen, die Gestalten, die kraftvolle Sprache.

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Pech

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Pelz

gerade liegen muß. Auf das Pauspapier legt man die Zeich­nung und zieht die Linien mit einem Bleistift nach.

Pech, Rückstand aus Harz oder Holzteer, wird zum Abdichten von Fässern oder sonstigen Holz­gefäßen und vom Schuster zum Aufkleben von Schuhsohlen be­nutzt. Steinkohlenteerpech ist Asphalt.

Pechflecke lassen sich mit Petro­leum, Terpentin oder Benzin entfernen.

Pechpflaster s. Zugpflaster.

Pechsträhne, die Bezeichnung einer Reihe von Mißerfolgen oder Mißgeschicken. Umgekehrt kann jemanddas Glück am Schopf" gefaßt haben.

Pedal, der Fußstützpunkt und Antrieb beim Fahrrad. Pedale müßen immer gut geölt werden. Pedal beim Klavier, mit dem Fuß bediente Hebel, die entwe­der den Ton verstärken oder, bet der Orgel Tastatur für die tief­sten Pfeifen.

Pedant, griechisch, kleinlicher Mensch, der in allem eine über­triebene Ordnung an den Tag legt.

Pedicure, entbehr!. franz.Fremd- wort für Fußpflege.

Pegasus, nach der griech. Sage ein geflügeltes Pferd, das der Dichterling besteigt.

Peddigrohr, Stammholz der tro­pischen Rohrpalme, wird für Rohrmöbel verwendet.

Pegel, an Flußläufen angebrach­ter Maßftabzur Bestimmung des jeweiligen Wasserstandes.

Pektin ist ein Bestandteil des Fruchtsaftes, der durch die Fruchtsäure und den Zuckerzusatz das Gelieren bewirkt. Unreife Früchte enthalten viel P.-Stoffe, die mit Zunahme der Reife sich vermindern und endlich ver­schwinden, da sie zur Zuckerbil­dung in der Frucht gebraucht werden. S. Gelee, s. Einmach­erfahrungen.

Pelerine, franz. Bedeutung = Pilgerin, entbehrliche Bezeich­nung für einen Schulterkragen, Radmantel oder Regenhülle.

Pellagra ist eine besonders bei der armen Bevölkerung in Ita­lien und in den Balkanländern auftretende Mangelkrankheit, ge­wöhnlich hervorgerufen durch die fast ausschließliche Ernährung mit Mais. Erscheinungen: Haut­ausschläge (P. heißt wörtlich übersetztrauhe Haut"), Darm­störungen, nervöse Veränderun­gen, allgemeiner Verfall. Besse­rung durch Änderung der Er­nährung und Zuführung der nötigen Vitamine.

Pelz, das verarbeitete Haarfell von Raubtieren, Nagetieren und Robben. Pelze reinigt man durch Ausklopfen mit einem dün­nen Stock und Bürsten, wenn es not tut, nach vorherigem Ein­reiben mit heißer Kleie. Durch dieses Verfahren werden auch zerdrückte Pelze wieder aufge- srischt. Bei weißen Pelzen nimmt man statt Kleie heißes Mehl

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eignen sich am besten Portieren-Garnituren. Das sind die Messing­stangen mit Ringen unb Knöpfen. Auch Stangen für Scheiben- unb Zug-Garbinen gibt es bei Häuser in allen Größen. Wenn Sie barin etwas brauchen, bann gehen Sie ebenfalls zu

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dazu bis zu 2 Schleifen für Damen je NM. 0.50

Festabzeichen und Schleife berechtigen zum freien Eintritt bei allen Veranstaltungen an beiden Tagen

Einzelkarten Samstag abend Volkshalle NM. 1.00

Samstag abend Schützenhaus ..... NM. 0.30

Sonntag Bolkshalle ................NM. 0.50

Sonntag Schützenhaus ..............NM. 0.30

Wehrsportveranftaltung.......Sitzplatz NM. 0.80

Wehrsportveranstaltung......Stehplatz NM. 0.50

Wehrsportveranftaltung Kinder die Hälfte

Mittagessen aus der Feldküche........NM. 0.50

Festabzeichen, Schleifen und Essenllarten erhältlich in den Dor Verkaufs stellen:

Zigarrenhaus Möser, Seltersweg; Scharmann, Lin­denplatz,- Richter, Frankurter Straße,- Schomber, Riegelpfad,- Gemmer, Bahnhofstraße und Wein­stube Seibel, Ludwigsplatz. 2707V

Bekanntmachung.

Betr.: Unkrautbekämpfung im Sommergetreide.

Auf die in den Aushängekästen der Stadt Gießen angebrachten Richtlinien für die Unkrautbekämpfung im Sommergetreide weise ich hiermit ausdrücklich hin. 3688C

Gießen, den 22. Mai 1937.

Der Oberbürgermeister: Ritter.

Lebensmiiiel-Derdingung.

Bezug: Ausschreibung vom 26. 5.37.

Besondere Umstände machen es erforderlich, den Oeffnungstermin der Vergebung von Lebensmitteln zur Lieferung an die im Standort Gießen liegenden Truppenteile auf den 5.6.37 vorzuoerlegen.

Die Angebote sind also nicht, wie in der Aus­schreibung vom 25. 6. 37 angegeben, bis zpm 15. 6.37, sondern schon zum 5.6.37, vorm. 10.00 Uhr, bei der Küchenverwaltung I./116 einzureichen. 36940

Es wird noch darauf hingewiesen, daß Höchst- Preisüberschreitungen unzulässig sind.

I./J.-R. 116 küchenverwattung.

Oberh.GesellschaIlf.Natur-u.Heilkunde NaturwissenschaftlicheAbteilung Deutscher Biologenverband. Ortsfir. Dieben. Sitzung am Freitag, 28. Mai *20 c. t., im Hörsal des Zoologischen Instituts, Bahnhofstraße 841.

Vortrag von Prof. Ankel: Fortschritte der Chromosomentheorie der Vererbung. (Mit Lichtbildern.) Gäste willkommen! gkS3v DieVorsitzenden Henneberg, Ankel Forstgarten i reichhaltiges Abendessen.

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