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Ein hochdramatischer Kampf. — Ein verdienter Sieg.
Lokalkampfe hatten es bisher immer in sich! So dramatisch und abwechslungsreich wie der gestrige Kampf waren sie allerdings nicht jedesmal. Die Zu- schauer waren von dem Geschehen auf dem Spielfeld fast bis zur letzten Minute gefesselt. Dec Besuch des Spieles hat sich gelohnt. Die etwa 1200 Zuschauer kamen auf ihre Rechnung Es erweist sich immer wieder, daß die Gießener Fußballgemeinde den Mannschaften die Treue hält, auch wenn die Derbandsspielserie nicht immer glücklich beschlossen wird.
Beide Mannschaften in großer Form.
Die Elf der Platzbesitzer trat in der vorgesehenen Aufstellung an. Also mit Meißner; Heß, Kramer; Krämer, Thron, Berlebach; Szponik, Fehling, Radtke, Bach und Wilhelm. Bei der Spieloereinigung gab es auch keine wesentliche Veränderung gegenüber der in der Vorschau genannten Elf. Die Blauweißen spielten mit Schmidt; Lippert, Zeiler; Schmelz, Heilmann, Ehrhardt; Löbsack II., Sack, Löbsack I., Schellhaas, Garth.
Beide Mannschaften zeigten diesmal mehr, als man sonst zu sehen gewohnt ist. Es wurde mit äußerstem Einsatz gekämpft. Manche gingen fast bis zur Erschöpfung aus sich heraus, zudem der regennasse Platz, der glatte Rasen, der ungemein schlüpfrige Boden höchste Anforderungen stellte. Dabei spielten beide Mannschaften so, als seien sie durch diese Umstände gar nicht sehr beeinträchtigt. Die Spieler schienen sich gegenseitig in Körperbeherrschung überbieten zu wollen. Dabei wurde zum großen Teil flaches Paßspiel geboten, was sich für den ganzen Spielverlauf günstig auswirkte. Von wenigen Unschönheiten abgesehen, nahm das Spiel auch fairen Verlauf. Es gab keinen Elfmeterball. Lediglich einige Strafstöße.
1900 führt bei Halbzeit 2:0.
In scharfem Tempo begann der Kampf. Fehling vergab bald nach dem Anstoß eine klare Chance. Die Grünweißen erschienen zunächst überlegen, vermochten dies aber zahlenmäßig nicht auszudrücken. Rasch machten sich aber die Blauweißen frei. Ein Strafstoß für 1900 wurde klar abgewehrt. In der Folge verpaßten die Platzbesitzer wieder eine Gelegenheit und zum allgemeinen Bedauern der Grünweißen war Radtke bei einem furiosen Alleingang zu heftig und schoß dem Tormann den Ball vorzeitig in die Hände. 1900 war in der Folge glücklicher. Bei einer reichlich unentschlossenen Abwehr der Platzbesitzer fiel das erste Tor für die Gäste, aus einem Gewühl heraus eingedrückt. In den nächsten Minuten arbeiteten sich die Blauweißen eine klare Ueberlegenheit heraus und drängten die VW.-R. zeitweise ganz in ihre Hälfte zurück. Bei
einem Durchbruch der Grünweißen entstand allerdings eine sehr kritische Situation vor dem Tor der Blauweißen. Der Tormann hatte den Ball verfehlt, zahlreich stürmten Verteidiger und Stürmer der beiden Gegner herbei und — einer fiel über den andern. Mit viel Glück wurde der Ball von Zeiler fortbefördert. Nachdem die Grünweißen wieder viele Chancen vergeben hatten — der Sturm zeigte sich in bei; letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit geradezu hilflos — gelang Sckellhaas ein hervorragender Alleingang, den Löbsack I. klar erfolgreich abschoh. 1900 führte also bereits 2:0. Das erschien für die Grünweißen bedenklich. Dabei hatten sie das Pech, daß der Schiedsrichter ihren ersten Erfolg nicht anerkannte, weil er ihn als aus „Abseits" erzielt bewertete. Zn den letzten Minuten der ersten Halbzeit kamen die Grünweißen wieder mehr auf. Ein Torerfolg der Platzbesitzer lag in der Luft. Szponik endlich brach den Bann und holte ein To» auf. Mit 2:1 für die Spieloereinigung ging es in die Pause.
Zweite Halbzeit: VfB. in großer Form.
In den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit hatte die Verteidigung der Blauweißen eine schwere Zeit. Stürmisch rannten die Platzbesitzer immer wieder an. Ein Torschuß folgte dem anderen. Die Hintermannschaft der 1900er schien etwas zu schwimmen, oogar Lippert war einige Male unsicher. Gar, als Radtke den längst erwarteten Ausgleich erzielte! Ein von den Platzbesitzern mit Recht viel bejubelter Erfolg! Noch größer wurde die Freude bei der Anhängerschaft der Grünweißen, als es Szponick gelang, durch einen schönen, allerdings haltbaren Schuß, mit 3:2 seine Mannschaft in Führung zu bringen. Die Blauweißen fielen nun etwas ab, wenngleich sie immer noch fchöne Kombinationen zeigten und verschiedentlich gefährlich wurden. Die Mannschaft zeigte sich aber nun nicht mehr so durchschlagskräftig wie vor der Pause. Anscheinend hatte ihnen der Platz doch stark zugesetzt. Aussichtslos für die Blcckweißen begann der Kampf zu werden, als Wilhelm durch ein 4. Tor erfolgreich war. Die 1900er resignierten nun, machten einige Male sogar den Eindruck „auf Zeit" zu spielen. Es reichte nur noch zu wenigen wirklich energischen Angriffen, die aber von der grünweißen Hintermannschaft immer wieder gestoppt wurden. In den letzten zehn Minuten flaute das Spiel dann auf beiden Seiten erheblich ab. Es blieb bei dem Ergebnis von 4:2 Toren und dem verdienten Sieg der Platzbesitzer. Bei einer
Würdigung der Leistungen schneiden naturgemäß die Grünweißen etwas besser ab. Ihr Sturm war in der zweiten Halbzeit ener
gischer und wurde gut von der Läuferreihe unterstützt (was in der ersten Halbzeit nicht immer der Fall mar). Die Verteidigung reichte diesmal fast an die der Blauweißen heran. Heß war hier hervorragend.
Die Gäste zeigten in der ersten Halbzeit eine geschlossene Leistung, fielen aber nach der Pause erheblich ab. Der Sturm war nicht in der Kampfstimmung wie der des Gegners. Die Läuferreihe wurde von Heilmann inspiriert und trug den Ball immer wieder nach vorne. Die Verteidigung war diesmal nicht so sicher, wie man sie bisher zu sehen gewohnt war.
Der Schiedsrichter W i n g e n f e l d (Fulda) nahm es anfänglich sehr genau, war wohl auch um Gerechtigkeit bemüht, übersah aber doch manches, weil er nicht auf der Höhe des Dalles blieb.
Großer Erfolg eines Gießener Fechters.
L. Gerhardt (Tv. 1846) Gaumeister im Florett und Säbel.
Zu den Fechtrneisterfchaften des Gaues XII fanden sich am Samstag und Sonntag in Fulda 25 Fechter ein, die sich außerordentlich hartnäckige Kämpfe lieferten und durchweg gute Leistungen boten. Die einzelnen Gefechte in den drei Waffen mußten wegen der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit in gedrängter Folge durchgeführt werden. Der vorjährige dreifache Gaumeister Hasper (CT. Kassel) konnte seine Titel infolge einer Verletzung in diesem Jahr nicht verteidigen. In seiner Abwesenheit sicherte sich der Gießener Ludwig Gerhardt die Meisterschaften im Florett und Säbel, während Paul (CT. Kassel) Gaumeister im Degen wurde.
Ergebnisse.
Florett: 1. und Gaumeister L. Gerhardt (To. 46 Gießen) 6 Siege; 2. Mulch (Tv. Wetzlar) 5; 3. Lengemann (CT. Kassel) 5; 4. W. Gerhardt (To. 46 Gießen) ; 5. Schilling (Tgd. 87 Hanau).
Säbel: 1. und Gaumeister L. Gerhardt (Tv. 46 Gießen) 7 Siege; 2. Lengemann (CT. Kassel) 5; 3. W. Gerhardt (Tv. 46 Gießen) 5; 4. Hirt (Wetzlar) 4; 5. Mulch (Tv. Wetzlar) 3.
Degen: 1. und' Gaumeister Paul (CT. Kassel); 2. Borchers (TF. Fulda); 3. L. Gerhardt (To. 46 Gießen); 4. Moll (CT. Kassel); 5. Hirth (Wetzlar).
Erste deutsche Reitersiege in Hom.
Einen deutschen Sieg gab es gleich am Eröffnungstag des internationalen Reitturniers in Rom. Rittmeister Kurt Haffe gewann auf „Nike" d>as Springen um den Esquilino-Preis mit einem fehlerlosen Ritt in der glänzenden Zeit von 1:44,4 Min. vor dem französischen Leutnant de Bartillat auf „Francois".
Dblt. Brinkmann holte sich am zweiten Tage das Paarspringen auf „Alchimist" und „Baron" fehlerlos mit 3:08 Minuten, der Bestzeit des Tages, vor fit. Fehr (Schweiz) auf „Unart" und „Co
rona" und fit. d e Roches (Frankreich) auf Da, tailleufe" und „Dauphin".
Kurze Sportnotizen.
Der Große Straßenpreis des Saar- l a n d e s , das dritte der großen deutschen Straßenradrennen, wurde am Sonntag ausgefahren. Bei den Berufsfahrern siegte in dem über 267 Kilometer führenden Rennen der Berliner Nickel in 8:05:49 Stunden vor den Dortmundern Bautz und Ki- j e w s k i, und bei den Amateuren gewann Schmidt (Dortmund) das 221 Kilometer lange Rennen in 6:43 Stunden vor Gänßler (Chemnitz) und Fischer (Düsseldorf).
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Ungarns Wasserballer waren am Wochenende im Westen zu Gast. Einem 6:5 (2:2) gegen eine westdeutsche Sieben in Wuppertal folgte in Duisburg eine Niederlage von 4:5 (1:1). Die Ungarn werden nach Abschluß ihrer vorgesehenen Deutschlandreise auch noch in Nürnberg (5. Mai) und München (6. Mai) spielen.
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Manche ft er City schlug am vorletzten Spieltag der englischen Saison Sheffield Wednesday 4:1 und wurde mit diesem Sieg endgültiger fiigameifter.
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Inge S ch m i tz' Rekord über 100 Meter Rücken in 1:19,6, den die junge Berlinerin beim Schwimmen Kopenhagen — Berlin am 10. April in Berlin aufstellte, ist jetzt vom Reichsfachamt Schwimmen anerkannt worden.
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Italiens Radfahrer werden nach einem Beschluß des Italienischen Radsportoerbandes in diesem Jahre nicht an der „Tour de France“ teilnehmen. Die Veranstalter der „Tour“ haben daraufhin bestimmt, daß dafür die Ländermannschaften von Belgien, Frankreich und Deutschland auf je elf Fahrer vergrößert werden.
Eportomt „Krast durch Freude".
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FröhlicheGymnaftikundSpiele, Halle des Reichsbahnsportvereins, 9.30 bis 10.30 Uhr. Lollar, Kantine der Buderus-Werke, 20.30 bis 21.45 Uhr.
Boxen, Alte Pestalozzischule, Eingang Kirchstraße, 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr.
Reiten, Unioersitäts-Reitinstitut, Brandplatz, 20 bis 21 Uhr.
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24. April 1937
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323168 344424
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187756 212208
128634 134322
148116 185529
225931 243529 283328
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1. Klasse 49. Preußisch-Süddeutsche (275. Preuß.) Klassen-Lotterie
Rind, Horn- und Huftier, verschiedener Abarten, aus denen das Hausrind gezüchtet worden ist.. Die Zucht wird je nachdem auf Milchlieferung, Mast oder Arbeitsleistung abgestellt. Eine gute Milchkuh liefert an Jahres- milchmenge bis zum Zehnfachen ihres Eigengewichtes. Die Tragezeit der Kuh beträgt 280 Tage,
mehr als ein Kalb wird selten geworfen. Das männliche Rind heißt Bulle, Ochsen, die das beste heisch liefern, sind kastrierte Bullen. Die verbreitetste Rinder- krankheit ist die Tuberkulose, die aber die Milch nicht beeinträchtigt und nur in bestimmten Fällen, die bei der Fleischbeschau festgestellt werden, das Fleisch ungenießbar macht. Gefährlicher sind Lungenseuche, Maul- und Klauenseuche und die in Europa ausgerottete Rinderpest.
Süddeutschen (275. Preußischen) Klassen-Lotterie findet am 21. und 22. Mai 1937 statt.
Riesling, blumiger Wein der Rieslingtraube, die besonders in guten Lagen angepflanzt wird. Rigolen — tiefes Umarbeiten des Bodens; angebracht vor bestimmten Kulturen wie Spargel, Beerenobst, bei Verunkrautung und Ermüdung. Wird im Winter ausgeführt, damit sich das Erdreich vor der Bestellung genügend setzen kann. Keinen Dünger dabei unterbringen.
118187 125198 148707 163461
193775 207108 238494 274183
281728 296920 313254 338748
369224
der 2.
162904 168301 175404 179851
62 Gewinne zu 500 RM. 7333 7996 19874 63794 55208 65890 92167 96143 108656 108756 122673 134635 '
4 Gewinne zu
10 Gewinne zu 371432 378134
Ochsenschwanzstllck, auch Tafelstück genannt. Die besten Bratstücke sind Ochsenlende (Rumpsteak) und das Rippenstück (Rostbraten). Innerhalb der Rippen liegt das Filet. Zu Lendenbraten, einfach Rinderbraten genannt, verwendet man das aus- gelöste Fleisch des Hinteren Rippenstücks.
Ringapfel, Apfelringe, gedörrte Apfelscheiben, die vor dem Kochen aufgeweicht werden. Ringäpfel stellt man her, indem man große Kochäpfel schält und in Scheiben schneidet. Rach Entfernung des Kerngehäuses reiht man sie auf einen Faden und läßt sie an der Sonne trocknen. Ringe, an Seilen befestigt, find ein beliebtes Turngerät, das ebenso wie ein Trapez zu Turnübungen der Kinder im Garten und auch im Flur der Wohnung angebracht werden kann. Die Ringe kann man nach Gebrauch an die Decke Hochziehen. Ringe im Freien nach Gebrauch hereinholen, da die Seile sonst faulen. Das Gerüst muß sicher verankert sein. Vom Schreiner Herstellen lasten. Die Balken müssen genügend weit auseinander stehen.
Ringelblume (Calendula), zahlt zu den allerältesten Eartenblü- hern, ist einjährig, sät sich aber häufig selber aus, wenn der Samenansatz nicht entfernt wird. — 3m März bis Juni an Ort und Stelle säen, sonnige Stellen be-
Rinde, die äußere Hülle des Baumes. Die Rinde mancher Bäume wird zum Gerben benutzt, wie die der Eiche. Andere Rinden geben Arzneistoffe.
Rindfleisch gibt von allen Fleischsorten die beste Brühe. Man verwendet dazu am besten das
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131509 151926 176880 198474 213375 244956 277063 286399 300965 321062 342538 394500
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Dienstag, den 27. Avril, nachm. 2 Uhr, sollen im Versteigerungslokal Neuenweg 28, bezw. an Ort und Stelle (Bekanntgabe in obig. Lokal) zwangsweise geg. sofortige Barzahlung versteigert werden:
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