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der schlichten Feier legte Generaladmiral Dr. h. Raeder einen Kranz des Führers nieder.
den Oberpräsidenten von Schleswig-Holstein, Gauleiter Lohse, den Befehlshaber im Luftkreis VI, General der Flieger Zander, sowie zahlreiche Vertreter der Partei und der Behörden. Nach einem Choral sprachen die beiden Stationsgeistlichen, dann nahm der Kommandierende Admiral der Marinestation der Ostsee, Admiral Albrecht, Abschied von den Toten. Nachdem das Lied „O Deutschland hoch in Ehren" verklungen war, präsentierte die Ehrenkompagnie der I. SSO. (Schiffsstammabteilung der Ostsee) das Gewehr, und bei dumpfem Trommelwirbel und unter den gedämpften Klängen des Liedes vom guten Kameraden verlas Korvettenkapitän Bähte die Namen der Gebliebenen. Drei Ehrensalven krachten über die Gruft. Zum Schluß
Kleine politische Nachrichten.
Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda hat den Generalintendanten und Generalmusikdirektor Dr. Heinz D r e w e s in Altenburg (Thüringen) als Leiter der Abteilung Musik in das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda berufen.
Cincinnati, 26. Jan. Die Zahl der Token im überschwemmten Ohiotal hat sich bis heute früh auf etwa 150 erhöht. Zahlreiche Personen werden vermißt. In der Nähe von Ripley (Tennes- fee) stürzte ein Wohnhaus ein, wobei 20 Bewohner ums Leben kamen. Der Leiter der Arbeitsbeschaffungsbehörde schätzt die Zaht der obdachlos Gewordenen auf rund 700 000. Die Behörden ordneten sofortige Räumung der Stadt Paducah (Kentucky), die 34 000 Einwohner zählt, an, ferner der Stadt Eairo (Illinois) mit rund 13 000 Einwohnern sowie verschiedener anderer Ortschaften. In manchen Orten des Ueberschwemmungsgebiets von Indiana muhte die Nationalgarde das Bajonett benutzen, um die Einwohner zu zwingen, ihre Häuser zu verlassen.
Der Rat von Cincinnati ernannte am Montag einen N o t st a n d s d i k t a t o r, der weitgehende Befugnisse für Unterstützung der Opfer der U e b e r- schwemmungskatastrophe hat. Außerdem übernimmt er die Leitung im Kampf gegen die Feuersgefahr. Der Ohio erreichte bei Cincinnati eine Höhe von fast 27 Meter oder 8 Meter über dem Stand der Flut im gesamten Ueberschwem- mungsgebiet. Der Notstandsdiktator ordnete an, daß vorläufig täglich nur eine Stunde aus dem städtischen Wasser-Reservoir Wasser gezogen werden könne, da die Pumpstationen des Wasserwerkes überflutet sind.
Das Hochwasser des Ohio wälzt sich jetzt dem Mississippi zu; alles wird von der Widerstandsfähigkeit der großen Stauwerke am Mississippi ab
über der bisherigen Regelung insofern eine Aende- rung, als bisher nur die Neuerrichtung von Betrieben, die mit Schlachtvieh handeln wollten, einer Genehmigung bedurften, während die Neuerrichtung von Betrieben, die mit Fett- und Nutzvieh handeln wollen, einer Genehmigungspflicht nicht unterlag. Die Zulassung soll im Falle der persönlichen und sachlichen Eignung des Betriebsinhabers und des Betriebsleiters sowie im Falle eines wirklichen Bedürfnisses erteilt werden. Sie kann für das ganze Reichsgebiet oder für Gebietsteile ausgesprochen werden, lieber Anträge auf Zulassung entscheiden die Viehwirtschaftsverbände. Gegen eine Entscheidung, durch welche die Zulassung versagt, auf bestimmte Gebietsteile beschränkt oder nur unter Bedingungen erteilt wird, kann der Betreffende das Schiedsgericht bei dem Viehwirtfchaftsverband anrufen. Viehhandelsbetriebe, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung nicht dauernd tätig sind, dürfen auch zuge- lassen werden. Bei diesen als zugelassen geltenden Viehhandelsbetrieben kann die Zulassung jedoch bis zum 31. Dezember 1 9 3 7 widerrufen werden, wenn ein Betriebsinhaber oder ein Betriebsleiter beim Inkrafttreten dieser Verordnung nicht die erforderliche persönliche und sachliche Eignung hat. Im übrigen kann die Zulassung bei sämtlichen Viehhandelsbetrieben widerrufen werden, wenn ein Betriebsinhaber oder ein Betriebsleiter die für die Führung des Viehhandelsbetriebes erforderliche Zuverlässigkeit nicht besitzt. Den Vorschriften der Verordnung unterliegt der Handel mit Pferden, Rindvieh einschließlich Kälbern, Schweinen und Schafen, und zwar für Schlachtvieh sowie für Nutz- und Fettoieh.
Bisher 150 Todesopfer. — „Notstandsdiktator" in Cincinnati. Auch der Mississippi? -Oie Zuchthausrevolte in Irankfort.
Die Trauerfeier für die Besatzung der „Welle". Generaladmiral Naeder überbringt das Beileid des Führers.
Kiel, 25. Jan. (DNB.) Von den Türmen und Häusern, von den Schiffen und Werftgebäuden der Kriegsmarinestadt Kiel wehten am Montag die Hakenkreuzflaggen auf halbmast. Auf dem Garnisonfriedhof wurde die Trauerfeier für die Besatzung des Kriegsmarine-Versuchsbootes „Welle" abgehalten, die am 19. Januar in schwerem Scheesturm ums Leben kam.
In der Kapelle des Friedhofes waren die Angehörigen und Hinterbliebenen der Opfer versammelt, denen der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral Dr. h. c. Raeder, das Beileid des Führers und des Reichskriegsministers aussprach. Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, fo sagte er, hat mich beauftragt, Ihnen persönlich zu sagen, wie er von Herzen an Ihrer und unserer tiefen Trauer teilnimmt. Der Führer liebt seine Marine und schätzt die Hilfsbereitschaft, den tapferen Einsatz -es Lebens für in Not befindliche Seeleute, wie sie in der Marine eine Selbstverständlichkeit ist, hoch ein. Er ist daher stolz auf die in treuer Pflichterfüllung von uns gegangenen Kameraden der „Welle" und weilt in Gedanken in dieser Stunde bei ihnen und ihren Lieben.
Vorbei am Mahnmal der Helden, von dem die Neichskriegsflagge halbstock wehte, schritt die Trauergemeinde zur Grabstätte. Zahlreich waren die Trauerabordnungen der Kriegsmarine und der SA.-Gruppe Nord mark. Neben dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Generaladmiral 0r. h. c. Raeder sah man den Stabschef der SA., Lutze, den Flottenchef Vizeadmiral Carls,
Der Reichs- und Preußische Arbeitsminifter hat im Einvernehmen mit dem Reichsminister der Justiz den SA.-Obergruppenführer Manfred von K i l l i n g e r zum Beisitzer der Reichsregierung i m Reichs ehrengerichtshof bestellt.
Aus aller Wett.
Der älkeske klempnermeisler Deutschlands.
Der Klempnermeister Georg Ho ll mann aus Ochtendung (Eifel) wurde 95 Jahre alt. Holl- mann gilt als der älteste Klempnermeister Deutschlands. 1868 hat er in Mayen seine Meisterprüfung abgelegt und war bis in die jüngste Zeit noch fleißig in der Werkstatt seines Sohnes tätig.
Hamburg ohne Licht
Der starke Südostwind, der in der Nacht zum Montag im Unterelbegebiet herrschte, hat zu einer Störung des Elektrizitätswerkes Neuhof in Hamburg geführt. Durch den Südostwind hat der Wasterstand in der Elbe einen ungewöhnlichen Tiefstand erreicht. Dadurch ist auch das Wasser aus dem Neuhofer Kanal abgeflossen, so daß das Elektrizitätswerk kein Wasser mehr hatte. Hamburg war daher mit Wandsbeck und Billstedt seit Sonntagnacht ohne Licht. Auch in der Nacht zum Dienstag mußte das Elektrizitätswerk wegen des niedrigen Wasserstandes der Elbe die Stromzufuhr für etwa zwei Stunden unterbrechen. Reichsstatthalter Kaufmann hat sich entschlossen, die Harburger
aufzufordern, Schritte zu unternehmen, um Mitarbeit eines deutschen Sachverständigen erlangen.
Tschekamord in Paris?
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 36: 11 250. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Emzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags
15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
hängen, die nach den verheerenden Ueberfchwem- mungen im Jahre 1927 errichtet wurden.
Bei der bereits gemeldeten Revolte im staatlichen Zuchthaus von Frankfort (Kentucky) kam es zu schweren Unruhen. Den Beamten des Zuchthauses und der Nationalgarde gelang es nur mit der Waffe in der Hand, die Gefangenen in Schach zu halten. Die Zuchthäusler gingen zu regelrechten Angriffen gegen die Beamten vor. Mit Maschinengewehren mußte schließlich gegen die Neger, die hauptsächlich wegen Gewalttätigkeiten und Morden im Frankfurter Zuchthaus untergebracht waren, vorgegangen werden. Zwölf Gefangene wurden erschossen. Die Stimmung unter den Zuchthäuslern war derart, daß der Befehlshaber der Nationalgarde sagte: „Die Zuchthäusler sind wahnsinnig geworden!"
In Louisville haben die Verheerungen durch das Hochwasser solches Ausmaß angenommen, daß das städtische Elektrizitätswerk stillgelegt wurde. 40 Quadratmeilen sind dadurch in Dunkelheit gelegt. In der Stadt macht sich bereits Trinkwassermangel bemerkbar. Alle Verkehrsangelegenheiten sind lahmgelegt. Wie immer bei so tragischen Ereignissen, versuchen lichtscheue Elemente, die Lage für sich auszunutzen. In Portsmouth (Ohio) begannen organisierte Banden mit der Plünderung der verlassenen Wohnungen. Die Einwohnerwehr erhielt Befehl, auf alle Plünderer und Verdächtigen sofort zu schießens Bei der Explosion der riesigen Benzintanks wurden große Mengen Benzin vernichtet, die in den Ohio-Fluß fließen. Der Fluß bildet ein einziges Flammenmeer.
nifcher und japanischer Sachverständiger sei bereits durch deren Mitgliedschaft im Wirtfchaftskvmitee gesichert. Auch werde ein brasilianischer Sachverständiger Mitarbeiten. Der Rat werde sicherlich bereit fein, den Generalsekretär des Völkerbundes
... ~ - ••• • die
EhermUigorSowjetrusse imBois deBoulogne ermordet aufgefunden.
Paris, 25. Jan. (DNB.) Im Bois be Boulogne wurde der frühere ruffifche Wirtschaftler Navachine ermordet auf gefunden. Navachine hatte sich nach Ausbruch der bolschewistischen Revolution in Rußland zunächst den neuen Machthabern zur Verfügung gestellt und war dann später nach Paris gegangen, wo er die französische Nationalität erwarb. Er war Leiter einer Bank und widmete sich später wirtschaftlichen Studien. Es heißt, daß Navachine in der letzten Zeit alle Beziehungen zurSowjetregierungabgebrochen habe. Doch soll er eine rege politische Tätigkeit innerhalb einer anderen Gruppe der äußersten Linken entfaltet haben. Jedenfalls muß Navachine eine bedeutende Rolle in Paris gespielt haben, denn der französische Wirtschaftsminister S p i n a s s e begab sich persönlich in das betreffende Polizeikommisfariat, um sich über den Stand der Untersuchung zu unterrichten. Mehrere Zeitungen geben der Vermutung Raum, daß es sich um einen politischen Mord handele, möglicherweise in Zusammenhang mit dem gegenwärtig in Moskau durchgeführten Prozeß gegen bie Trotzki-, Anhänger. So weiß z. B. der „Ma-tin" zu melden, daß Navachine ein enger Freund von zwei Angeklagten im Moskauer Theaterprozeß, Sokolnikow und Pjatakow, gewesen sei.
Oer Moskauer Schauprozeß
Moskau, 25. Jan. (DNB.) Die Montagssitzung begann mit der Vernehmung des „Zeugen" Ingenieurs Loginow, der als angebliches Mitglied der Trotzkisten-Organisation im Auftrage Pjatakows unb anderer Angeklagter insbesondere in Industriebetrieben in der Ostukraine Sabotageakte verübt haben will. Getreu dem eingespielten Muster sowjetrussischer Schädlingsprozesse, deren Hintergründe sattsam bekannt sind, trägt der Zeuge seine Aussagen vor. Loginow liefert in flüssigem, von den Stichworten des Staatsanwaltes dirigierten Vortrag neuen sensationellen Stoff für die Leitartikel der Sowjetblätter, indem er in allen Einzelheiten angebliche Schädlingsarbeit, wie Ueberheizung von Koksöfen, falsche technische Planung von Werkbauten, Einsatz salschkonftruierter Maschinen und andere in das Programm des Staatsanwalts passende „Verbrechen" schildert. Die Eintönigkeit dieser Kette von auswendiggelernten „Geständnissen" wird dann unterbrochen und gewinnt Interesse, als es sich zeigt, daß dieser Kronzeuge besonders präpariert worden ist, um zu den widerrechtlichen Verhaftungen Reichsdeutscher eine Begründung zu erdichten. Loginow erklärt in seiner Zeugenaussage, er habe von dem Angeklagten Ra- taitschak die Weisung erhalten, sich mit deutschen Ingenieuren und Technikern, die in der Sowjetunion als Spezialisten tätig waren, in Verbindung zu setzen und zwar „zum Zwecke der Spionage und der Weiterleitung an Agenten des deutschen Spionagedienstes (!)". Hierbei will Loginow auf den Angeklagten Grafche als geeigneten Mittelsmann hingewiefen haben, da er von dessen angeblichen Verbindungen mit „deutschen Spionen" (!) gewußt habe.
Wetterbericht
des Reichswettecdienstes. Ausgabeort Jranffurt
Dem Zustrom arktischer Kaltluft aus Ost steht eine Warmluftzufuhr aus Südwest gegenüber. Das Zusammentreffen dieser beiden verschiedenartigen Luftmassen hat auch bei uns zum Auftreten verbreiteter Niederschläge geführt, die anfänglich meist als Regen, dann bis in die Niederungen hinunter als Schnee fallen. Von Westen hat sich auch bis in das Rheingebiet Tauwetter eingestellt, dem aber voraussichtlich kein durchgreifender Erfolg befchieden ist, zumal im Norden Kaltluft noch überall im Vordringen ist.
Aussichten für Mittwoch: Wolkig bis heiter und vor allem nachts Kältezunahme, später wieder aufkommende Unbeständigkeit, voraussichtlich Schneefall, Winde um Ost.
Aussichten für Donnerstag: Voraussicht) ich unbeständig und ziemlich kaltes Wetter.
fiuftemperaturen am 25. Januar: mittags —2,4 Grad Celsius, abends —3 Grad; am 26. Januar: morgens —3,1 Grad. Maximum —0,2 Grad, Minimum heute nacht —4,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 25. Januar: abends 0 Grad, am 26. Januar: morgens 0 Grad Celsius. — Schneehöhe 6 cm. — Sonnenscheindauer 7,7 Stunden.
Wintersport-Wetterbericht.
Vogelsberg. Herchenhainer Höhe: Bewölkt, — 7 Grad, 15 cm Gesamtschneehöhe, 2 cm Neuschnee, Sportmöglichkeiten gut.
(Sau erlaub. Winterberg: Nebel, —8 Grad, 30 cm Gesamtschneehöhe, 5 cm Neuschnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeiten gut.
Rhön. Wasserkuppe: Nebel, —8 Grad, 22 cm Gesamtschneehöhe, 2 cm Neuschnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeiten gut. — Kreuzberg: Bewölkt, —10 Grad, 30 cm Gesamtschneehöhe, 2 cm Neuschnee, verharscht, Sportmöglichkeiten gut.
Neuordnung des Verkehrs mit land- und forstwirtschaftlichen
Grundstücken.
Berlin, 25. Jan. (DNB.) Die Reichsregierung hat ein Gesetz zur 2lenberung der Bundesratsbekanntmachung über den Verkehr mit landwirtschaftlichen Grund st ücken verabschiedet. Das Gesetz ist von dem Gedanken getragen, daß der Verkehr mit land- oder forstwirtschaftlichen Grundstücken, auchsoweitsienicht erbhof- gebunden find, ein Vorgang ist, der die Volksgemeinschaft angeht und an den der Staat und der Stand bestimmte Anforderungen stellen müssen, damit der Besitzwechsel nicht die Ordnung im landwirtschaftlichen Bereich gefährdet. In Zukunft bedarf bereits das Gebot der Zwangsversteigerung der Genehmigung, weil häufig versucht wurde, Grundstücke auf dem Umwege über die Zwangsversteigerung zu erwerben, falls die Versagung befürchtet wurde. Die Rechtsgeschäfte der Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts find der Genehmigung unterworfen, ebenso ein großer Teil der Geschäfte unter Verwandten. Die Genehmigung kann versagt werden, wenn der Ausführung des Rechtsgeschäftes ein erhebliches öffentliches Interesse entgegensteht, u. a., wenn der Gegenwert in einem groben Mißverhältnis zum Werte des Grundstücks liegt.
Die Grundstücksgrenze beträgt für das gesamte Reichsgebiet einheitlich zwei Hektar. Der Reichs- ernährungsminister kann jedoch besonderen Verhältnissen durch Herauf- oder Herabsetzung der Grenze Rechnung tragen. Die weitergehenden landes- rechtlichen Vorschriften treten am 30. April 1937 außer Kraft, soweit sie nicht ausdrücklich aufrechterhalten werden.
Den staatlichen Genehmigungsbehörden, die in engster Zusammenarbeit mit dem Reichsnährstand den Grundverkehr zu überwachen haben, gibt das neue Gesetz die Handhabe, die Grundsätze nationalsozialistischer Agrarpolitik auf dem Gebiet des ländlichen Grundstücksverkehrs weitgehend zu verwirklichen.
Oer Handel mit Vieh.
Neue Zulassuugsbestimmungen.
Berlin, 25. Jan. (DNB.) Im Reichsgesetzblatt erscheint eine Verordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft über den Handel mit Vieh. Nach dieser Verordnung bedürfen Betriebe, die mit Vieh handeln, oder künftig mit Vieh Handel treiben wollen, der Zulassung. Dies bedeutet gegen
^ottiere anzusordern. Sie sind damit beschäftigt len Damm durch den Neuhofer Kanal zu Kehen, .„mit die Wassermassen bei ablaufendem Wasser zurückgehalten werden können. Hierdurch hofft man, das nötige Wasser für die Turbinen bereitzustellen.
Sidney von einem Wirbelsturm heimgefuchl.
Die australische Hafenstadt Sidney wurde von einem außerordentlich schweren Sturm heimgesucht. Durch einen Wirbelsturm, dem ein verheerender Hagelschlag folgte, wurden mehrere Geschäfte und Fabriken zerstört. Zahllose Bäume und Telegraphenstangen wurden umgerissen. Vier Personen wurden getötet, mehrere verletzt. Hundert Kühe, die sich in einer Hürde befanden, wurden durch herabfallende Hochspannungsdrähte auf der Stelle getötet.
Verheerende Pulverexplosion in einer chilenischen Grube.
Durch Unvorsichtigkeit ereignete sich in der chilenischen Kupfergrube „Chuquicamata" der Anaconda- Copper-Gesellschaft in Santiago de Chile eine schwere Schwarzpulverexplosion. Bisher sind etwa hundert Tote festgestellt 'worden. Verletzt wurden rund 100 Personen.
Griechischer Dampfer aufgelaufen.
Auf dem Wege von Konstantinopel nach Hamburg ist der griechische Dampfer „Spyros", der 2100 Tonnen Weizen geladen hatte, auf einen Felsen aufgelaufen. Ein Teil der Besatzung versuchte das Festland zu erreichen, bei dem starken Sturm schlug jedoch das Boot um und sieben Mann ertranken. Leider besteht wenig Hoffnung, das Schiff zu retten oder die Ladung zu löschen. Aulobusunglück in Florida fordert 23 Todesopfer.
Im südlichen Florida hat sich ein furchtbares Derkehrsunglück ereignet. Infolge Bruches des rechten Vorderrades überschlug sich ein großer Ueberlanbautobus, der mit 29 Fahrgästen besetzt war, und fiel von der schmalen durch die bekannten Everglades-Sümpfe führenden Straße in einen Flutenkanal. 23 Fahrgäste ertranken. Die Autobuslinie stellt die einzige Verkehrsverbindung zwischen den Städten an der Ost- und Westküste Floridas dar.
Zuchthaus und Berufsverbot.
Der wiederholt vorbestrafte Ernst G rische war 1936 kaum aus dem Gefängnis entlasten worden, als er schon eine Reihe neuer Betrügereien beging. In Kassel und anderwärts suchte er Hausbesitzer mit Gartenland auf, stellte sich als gelernter Gärtner vor und half mit arbeiten. Dabei erklärte er, daß diese und jene Bäume und Sträucher überaltert seien und durch neue ersetzt werden müßten. Hatte er das Vertrauen der Leute gewonnen, so erbot er sich, die neuen Bäumchen selbst zu besorgen. Er ließ sich „Vorschuß" geben, quittierte mit falschem Namen und verschwand auf Nimmerwiedersehen. Bei Gärtnern kaufte er Bäume auf Pump, die er nie bezahlte, sondern an andere Personen verkaufte. Außerdem stahl er aus einer Baumschule zahlreiche Sträucher. Das Gericht verurteilte ihn zu 3 Jahren Zuchthaus, 50 Mark Geldstrafe und 5 Jahren Ehrenrechtsverluft. Außerdem wurde ihm die Berufsausübung als Gärtner für 5 Jahre untersagt.
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