Donnerstag, 25. November |Q5Z
Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
lr.275 Drittes Blatt
Aus der Stabt Gießen
v.M.
Gange.
Fettgebäck
Das
Ihlzufrieden mit bunten, gelben, roten, blauen oconüren, durch Staub und Sonne ... nebenhin- iir in die kleine Gasse, zwischen den Mauern oer- ifrointenb ... verklingen!) ... unb es roirb toieber ... - c. <_ • e. <r\ tArt
^Wieder frisch durch Nivea
m Schlacht- voweit eint diese niil
Militärische Ausdrücke in unserer Umgangssprache.
Gemeinst.
„Deutsche Arbeitsfront", sind anschauliche nungen für ben Geist der kämpferischen schäft, in der unser Volk heute lebt.
cm
Leistungsschau angegeben, daß die Volksschule die Wertschätzung erfahrt, die sie als tragendes Fundament ihrer Arbeit auf die Dauer nicht entbehren kann.
Neben der schaumäßigen Darbietung der Leistungen der Schüler auf den verschiedensten Gebieten werden auch öffentliche Unterrichtsstunden in besonderen Veranstaltungen durchgeführt, um wenigstens einem kleineren Teil der Besucher einen Einblick in die praktische Schularbeit geben zu tönen.
Mit dem Auto in eine Marschkolonne.
Am gestrigen Mittwoch, gegen 20 Uhr, ereignete sich im Schiffenberger Weg ein Verkehrsunfall, bei dem ein .Autofahrer aus einem Nachbarorte mit seinem Kraftwagen das letzte Glied einer marschierenden Soldatenabteilung anfuhr. Dem Umstand, daß der Kraftfahrer im letzten Augenblick seinen Wagen noch nach der Seite Herumreißen konnte, ist es zu verdanken, daß nur ein Soldat zu Boden gegriffen wurde. Leider trug der bedauernswerte Soldat eine Gehirnerschütterung davon, die seine Ueberfüh- rung nach der Chirurgischen Klinik erforderlich machte. Die polizeilichen Ermittlungen sind im
ab 28. Dezember bis Aschermittwoch.
Lpd. In einer Fachausschußsitzung des Reichs- innungsoerbandes der Bäcker wurde die Frage der Fetteinsparung besprochen. Es wurde bereits mit den Wirtschaftsgruppen Konditorhandwerk, Gaststättengewerbe, Kaffeehausgewerbe und Brotindu- ftrie vereinbart, daß, wie' im Vorjahre, ab 28. Dezember 1937 bis einschließlich Aschermittwoch Fettgebäck, wie Kreppeln usw., hergestellt werden darf. Diese Regelung hat sich gut bewährt und bringt eine wesentliche Fetteinsparung. Für die Hausfrauen empfehle es sich, ihr Weihnachtsgebäck zum größten Teil von den Bäckern und sonstigen in Betracht kommenden Geschäften zu beziehen.
Gietzener ZDodjtnmarftpreüe.
* Gießen, 25. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier, deutsche, Klasse B 11, Wirsing, % kg 8 bis 12 Pf., 50 kg 8 bis 10 Mark, Weißkraut Vi kg 5 bis 6 Pf., 50 kg 5 bis 6 Mark, Rotkraut! kg 7 bis 12 Pf., 50 kg 6 bis 9 M?.rk,
gelbe Rüben, kg 8 bis 9 Pf., Karotten 8 bis 12,
rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 18, Unterkohl-
Auch am Tage die Haut gut pflegen. Das Gesicht mit Nivea-Creme leicht massieren, das kräftigt die Haut, regt sie an und erfrischt sie.
Sporfamf 7lSG. „Kraft durch Freude".
Am Sonnabend, dem 27. November, 20.30 bis 21.30 Uhr, beginnt im Universitäts-Reitinstitut, Brandplatz, unser Ski-Trockenkursus für Männer und Frauen. DAF.-Gebühr für 5 Unterrichtsstunden 3,— RM. In der Kursusgebühr ist die Benutzung der Schneeschuhe einbegriffen. Anmeldungen werden auf dem Sportamt, Schanzenstraße 18, entgegengenommen. 7725V
Bund Deutscher Mädel.
ZNädelgruppe 1/116 Gießen-Süd.
Betr.: V D A.- V o r tr a g.
Die Scharen 2 und 3 treten am Donnerstag, 25. November, 19.45 Uhr, an der Universität an.
Betr.: Führerinnenbesprechung.
Alle Führerinnen der Mädelgruppe treten am Freitag, 26. November, 20.15 Uhr, zu einer wichtigen Besprechung am Heim an.
Volksschule im Leistungskampf.
Seit einigen Tagen sind in der Turnhalle und in einigen Schulräumen die Kinder und deren Lehrer daran, eine Leistungsschau aufzubauen. Die Unterrichtsergebnisse werden hier in irgendeiner Form, sei es durch Schrift, Bild oder Modell sichtbar gemacht, um sie der breiten Oeffentlichkeit zu zeigen. Was die Leistungsschau bieten wird, gibt das Programmheft an. Im Geleitwort ist als Zweck der
als Träger der Zukunft eine hohe Verantwortung in sich trägt.
Die Schule der Gegenwart ist nicht denkbar ohne Wehrerziehung mit Einschluß von Luftfahrt- und Luftschutzarbeiten. Sie soll die Schüler vorbereiten, einsatzbereite Menschen zu werden, deren höchstes es ist, ihren Heimatboden zu verteidigen und zu schützen.
Da die Schule schicksalhaft mit dem Staate verbunden ist, gehören Fragen über deutschen Lebensraum, über unsere Kolonien, über Grenz- und A u s l a n d s d e u t s ch t u m naturnotwendig in den Aufgabenbereich der Volksschule.
Ebenso wichtig ist es, daß die Schule teilnimmt an allem wichtigen Gegenwartsgeschehen. So ist der Vierjahresplan nicht ausschließlich eine Angelegenheit der Erwachsenen, sondern auch der Schuljugend.
Das Volk verstehen und achten lernen, dazu bietet der Aufenthalt in einem Schullandheim den Schülern Gelegenheit, lieber den engen Kreis ihrer Heimat hinaus lernen die Schüler andere Gegen-
Siqen, um ihm zum Bewußtsein zu bringen, einem sitzen Volke anzugehören, das von ihm Pflicht- «iffüllung, Gemeinschaftssinn und L f e r m u t fordert.
Familien- und Sippenkunde gehören l<bmfaU5 in das Aufgabengebiet der Volksschule. 2- Schüler soll seine Ahnen finden, und ihm soll limußt werden, daß er in der langen Kette seiner Simen auch einst ein Glied sein wird und daß er
gulo“, „un centimo", „mony, Centimes, fenni" — sie sprechen wahrhaftig alle Sprachen —, da wird der Fremde noch härter. Rund heraus erklärt er nun: Weg? Den kennt er; der steht in seinem Buch haarklein, unb-er deutet auf das rote Buch in seiner Linken; unb Gelb gibts keines, enbgültig keines! Eine Weile immerhin versuchen sie es; schwatzenb trippeln, hopsen, tanzen sie mit durch die staubige Straße.
Einer ist da, ein kleiner Kerl von kaum zehn Jahren, schmalgliedrig, mit riesigen dunklen Augen im Kopf, der hat um jede seiner kleinen Fäuste eine leere Konservenbüchse; auf sie gestützt, hüpft er in affenartigen, possierlichen Sprüngen auf allen Vieren herum, jauchzt, pfeift dazwischen, läßt nicht locker. Auch nicht, als die andern allmählich, die Hoffnungslosigkeit dieses Falles einsehend, zurück- bleiben, einer nach dem andern. „Mucho colar“ „sehr heiß", sagt er teilnahmsvoll höflich, lächelt verschmitzt, beginnt also ein Gespräch, Konversation, wenn es so zu nennen ist, denn es ist unterbrochen von seinen Affensprüngen vor dem Fremden, von seinem immer erneut zierlich, verschwiegen, unvermittelt dazwischen wieder und wieder hingeworfenen „un centimo“. Wer ahnt, in wieviel Abhandlungen ein Wort wie centimo ausgesprochen werden kann: Lieblich bittend, Mitleid erweckend flehend, kindlich keck, nebenbei sachlich.. und so weiter ... „mucho colar", also beginnt er: heiß, jawohl, viel heißer als in Deutschland — Ah, keine Amerikaner, hm, er denkt nach, hopst herum, dann gewinnend: „mucho polvo". — O gewiß, sehr staubig; staubiger als in Deutschland; dort nämlich ... Regnet es dort auch im Sommer? Staunen. Nachdenken. Entschluß. Un centimo? Diesmal fragend, naiv. Plötzlich die linke Hand des Fremden betrachtend, da ist ein Finger verbunden, höflich teilnahmsvolle Frage: Was das fei? Geschnitten? Oh! Ein lang hingedehntes, sehr tief aufrichtig bedauerndes, von Mitleid geschwelltes „Oh"; und dann ein Lächeln, hinüberschimmernd ins Durchtriebene, was etwa heißt: Na ja, du weißt ja, daß ich nicht so tiefes Mitleid habe, schließlich kann sich jeder mal schneiden. Hopla, und nun ein paar Sätze auf den Blechbüchsen: wegweisend in ein enges Gäßchen, nach San Nicolas. Also „un centimo“, diesmal eindringlich bittend. Dann kommt die Unterhaltung wieder in Fluß: Ob er zur Schule geht, ob er lesen unb schreiben kann, wie alt 'er ist; er erzählt, daß er Ferien hat bis Mitte September. Unb so weiter. Und bei dieser Konversation gelangt man auf die Terrasse von San Nicolas, setzt sich auf die Bank, blickt über das Mäuerchen hinweg auf Tal und Stadt, auf die
unseres Volkes machen es verständlich, daß zahlreiche Wendungen aus dem Kriegs- unb Solbaten» leben Allgemeingut ber bürgerlichen Umgangssprache bes Alltags geworben sinb. Wir gebrauchen triefe Ausbrücke, ohne uns meistens an ihren. Ursprung zu erinnern. Wenn wir z. B. „in Harnisch geraten", so entlehnen wir biesen Ausbruck bem Mittelalter, wo ber über eine Beleibigung erzürnte Ritter die Rüstung anlegte, um für seine Ehre im Turnier „eine Lanze einzulegen" unb bem Gegner „die Spitze zu bieten", ber, wenn er ein geübter Turnierkämpfer war, „Stich hielt". „Die Flinte ins Korn werfen" unb „Lunte riechen" sinb Silber, bie einer späteren Zeit entnommen werben, in ber es schon Feuerwaffen gab, zu deren Abfeuern der Schütze die glimmende und stark riechende Lunte bereithielt. Bisweilen wird jemand „aufs Korn genommen" und glaubt dann, „Spießruten laufen" zu müssen. Sehr beliebt sind militärische Wendungen zur Bezeichnung eines hitzigen „Wortgefechts", bei dem ein Gesprächspartner dem anderen „auf den Leib rückt" (was nicht immer nur in übertragenem Sinne geschieht), „schweres Geschütz auffährt" und den Gegner, der sich „hinter allerlei Ausflüchten verschanzt", mit einem „Trommelfeuer" von Argumenten bearbeitet, bis er sich „geschlagen" gibt. Ein ängstlicher Mensch sucht gern „Rückendeckung"; schlimmer ist es, wenn er „Latrinenparolen" verbreitet, also dasselbe tut, was Drückeberger unb Feiglinge an gewissen Stellen der Front während des Weltkrieges zum Schaden des Widerstandswillens unseres Heeres getan haben, während andere ihr Leben „in die Schanze schlugen". Der Ausdruck „Kamerad", der „Stubengenosse" bedeutet (lat. camera = Raum), und die Verwendung des
Kunigunde.
Meine Bekannten wohnen in einem sehr alten Haus in der Innenstadt, einem behäbigen, ehrwürdigen Haus mit dicken Mauern und knarrenden Treppen. Spürbar schwebt das versunkene Leben vieler Generationen in diesem Gebäude, das dunkle Winkel unb ausgetretene Schwellen unter niedrigen Türen besitzt. Die Bewohner fühlen sich wohl in dieser traulichen Atmosphäre, und ich empfinde es ihnen nach und bin gern bei ihnen zu Gast.
Dor wenigen Tagen war ich zum Abendbrot eingeladen. Wir hatten im dämmrigen Speisezimmer mit den verblichenen Tapeten gegessen und saßen nun geruhsam in der Wohnstube. Die Herren rauchten, die Hausfrau unb ihre beiben Töchter suchten halb eine Handarbeit hervor und senkten flink die Nadel in den Stoff. Friedliches Schweigen breitete sich über die kleine Gesellschaft, in das nur von draußen das Geräusch einsamer Schritte auf nacht- dunkler Straße drang.
Die Tür zum Eßzimmer war offengeblieben, unb ich schaute gerade in jene Richtung, als ich plötzlich auf der Schwelle ein graues Etwas bemerkte. Es huschte hin und her und blieb bann wie angewurzelt sitzen. Unb ich erkannte, baß es eine Maus war. Zuerst war ich nur auf eine ganz neutrale Art überrascht. Ich hatte, in einem neuzeitlichen unb nüchternen Hause wohnenb, seit Jahren keine Maus mehr gesehen.
Währenb ich auf bie Maus starrte, rückte das kleine Geschöpl immer näher zu unserer schweigenden Gruppe heran. Und plötzlich faßte mich ein Schreck, denn mir fielen die Frauen im Zimmer ein. War nicht das Helle Entsetzen aller weiblichen Wesen vor einer Maus sprichwörtlich? Ich sah schaudernd eine Panik Heraufziehen, umgeworfene Tische und drei kreischende Frauen mit hochgerafften Röcken auf den Stühlen stehen.
Ich stapfte mit dem Fuß auf, um das Tier unauffällig zu verscheuchen. Aber die Maus sah mich nur fragend an. Gerade wollte ich, komme was da wolle, mein Feuerzeug nach ihr schleudern, als die Hausfrau von ihrer Arbeit aufblickte: „Haben Sie schon unsere Kunigunde entdeckt? Dort, das Mäuschen da! Es hält sich mindestens schon seit fünf Minuten im Zimmer auf, merkten Sie das nicht? Es ist die einzige Maus, die wir hier festgestellt haben, unb wir haben sie ,Kunigunbe< getauft, weil bas so nach Ahnfrau klingt unb wir uns einbilben, es hanbele sich um eine Patrizierin, bie vor vielen,
Alhambra brüten unb bie Felsberge hinter ihr mit ben Schneefeldern, die Sierra Nevada, den Pi- cacho de Veleta. Vom späten Licht der Sonne haben die massigen Alhambratürme einen roten Glanz, die Berge fern in lichtem Golddunst schwimmend. Der kleine Herr zeigt auf den dicken Turm links, beginnt eine sachgemäße Führung: „Dies ist der Turm Karte V. ..." Aber er wird unterbrochen: Danke, danke, alles bekannt, viel mehr bekannt. Warum z. B. heißt der Turm nach dem fünften Karl? Der Kleine schweigt, und nun beginnt der Fremde den Führer zu spielen, zu erzählen. Von Karl V. Wer er war, was er tat, König von Spanien, Kaiser des Deutschen Reiches, Herr Italiens, der Niederlande, Kämpfer gegen die Reformation, gegen die Franzosen; Cortez hat ihm Mexiko erobert ... seine Kleider, seine Hunde ... aber am Schluß, wie ging die Herrlichkeit zu Ende? Er wollte Ruhe haben, er ging ins Kloster San Puste. So gings dem Kaiser mit dem größten Reich auf Erden.
Der kleine Bettler ist in ttefstes Nachdenken versunken, steht da mit gefurchter Stirn. Das Betteln sogar hat er vergessen. Auf einmal fährt er elektrisch auf, wirft in hohem Bogen mit vollendeter Anmut die beiden Büchsen über die Mauer in die Tiefe. Was brauchte noch Konservenbüchsen bei solchen Geschichten?! Fährt mit der kleinen dreckigen Hand in die Hosentasche, entbreitet auf der Handfläche seine Schätze: Ein Stückchen buntes Glas, ein Hosenknopf, einige Streichhölzer, eine kleine Gummistrippe, ein Stückchen Bindfaden, eine Anzahl, fünf oder sechs, kleine Filmbänder, aus einem Filmstreifen herausgeschnitten. Sich auf die Lippen beißend überlegt er, hält dann dem Fremdling die Hand hin: Bitte, der Herr kann sich etwas aussuchen, was ihm beliebt, es gehört ihm, bitte. Der Fremde überlegt auch; ob er annehmen darf; man kennt ja den Brauch in Spanien; man ist nie sicher, ob ein solches Angebot nur höfliche Wendung oder Wirklichkeit ist. Daher lehnt der Fremde einige Male dankend ab. Doch der junge Herr heftete, drängt. Nun, also man wählt eines der Filmbildchen, steckt es Sorgfältig in die Brieftasche; „Como recuerdo... als Erinnerung an... Ja wie heißt du eigentlich?" Die schwarzen Augen blitzen, weil das Geschenk angenommen wurde. Es war nicht nur aus Höflichkeit. Der Name springt gravitätisch daher: „Jose Alarcon de la Rosa!" und das „R" rollt stolz über dem kleinen Adligen.
...Er hat mich noch ein ganzes Stück begleitet. An der Puerto Elvira sind wir händeschüttelnd als gute Freunde auseinandergegangen. Das Filmdild- chen gehört zu meinen kostbarsten Reiseandenken.
nL, lachend.
Sie verstehen sich aufs Betteln; sie bieten ihre Trufte an; allerlei Art von Dienst: Weg Zeigen 'ach San Nicolas — das X sprechen fie nute, fe(singen nur „Nicola" mit dem Ton auf dem „a , raenefym, klingend, verlockend, lieblich — oder wch Sacro Monte, dem Kloster, oder zu den Zi- •e.inern, oder wo man guten Wein bekommt ... bjr Obst, Trauben, eiförmige, große, aromatische ^iskateller-Trauben. Aber der Fremdling ist hart, liqots von alledem will er; er dankt, er schüttelt >m- ic wieder energisch den Kopf, der große, blonde, stmde Mann, und als sie sich nun aufs reine Zetteln verlegen, durchemanderschreiend „un re-
b2) 54 bis ) 52.
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i je 50 Kilo. • 1938 einen is 4.9.1938 9. bis 2.10.
vielen Jahren hier gewohnt hat und zur Strafe bafür, daß sie immer so schlecht Staub wischte, in eine graue Maus verwandelt worden ist!"
Wie von einem Alpdruck befreit, lachte ich überlaut auf, und das nahm Kunigunde übel und verschwand. Der Hausherr aber, dem ich von meinen ausgestandenen Aengsten erzählte, holte zum Trost eine herrliche Flasche Mosel aus dem Keller, deren erstes, blumiges Glas wir auf das Wohl der Maus Kunigunde getrunken haben. V-M.
den mit ihren Bewohnern und ihren Mühen und Lasten kennen und verstehen. Ein längerer Aufenthalt in einem Schullandheim, der Unterordnung, Willenskraft, Selbständigkeit und Kameradschaft bedingt, ist wertvoll für die charakterliche Erziehung.
Eine kerngesunde Jugend zu erziehen und zu erhalten dienen die jetzt stark vermehrten Turn- und Sportstunden. Den gleichen Zweck verfolgt der tägliche Frühsport.
An politischen Tagesereignissen und Feiern oder Gedenktagen muß die heutige Jugend teilhaben.
tim die Eingliederung neuer Stoffe in der Volksschule zu sichern, sind neue Hilfsmittel für den Unterricht nötig. Tageszeitung, Schülrrzeitung, Arbeitsgemeinschaften der Schüler, Film und Rundfunk helfen mit, die gestellten neuen Aufgaben zu bewältigen.
Eine Leistungsschau der Do l k s s ch u l e n des Kreises Gießen, die nächste Woche in der neuen Pestalozzischule veranstaltet wird, wird Zeugnis ablegen, wie in den Schulen gearbeitet wird. Diese Arbeit wird geleistet, um der Forderung des Führers gerecht zu werden: „Der völkische Staat wird dafür sorgen müssen, durch eine paffende Erziehung der Jugend dereinst das für die letzten und größten Entscheidungen auf diesem Erdball reife Geschlecht zu erhalten. Das Volk aber, das diesen Weg zuerst betritt, wird siegen." K.
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gs Srchni' ffmr Mg fopflmWxv- inn Nach- ies Nnck- vße Siras' n der Zeit Fällen ii; ostgelder schlagen, harten oor- ngen W te auf <in is undÄ i mildern!« schliche M' rechnete dir nahm feilt
Der Alhambra gegenüber, getrennt von ihrem ljiggel durch die Schlucht des Darro, ist der Al- taxin, das alte Maurenviertel von Granada. Dort D es die entzückendsten Gassenbuben von ganz iiiTopa. Watest du da bildungsbeflissen, den Bae- in der Linken, durch den tiefen Staub, den Lxg hinauf durch eine ausgedörrte, ölduftende idjjfe, von Sonne ausgesogen, durchgebraten, voll- ;erränft, — Herr Gott, was für eine Sonne um chff Uhr nachmittags im August; schon deshalb kirnt es sich, allerlei auszustehen — also, watest hi da, vollgeträumt von der Sonne, hinauf, kommt Reicht ein Wasserverkäufer auf einem Esel des Äigs, zu beiden Seiten eine buntumsponnene Zb chtonne, steht auf dem Esel, singt, den Hut schief üu dem schonen schwarzen Kopf, singt keineswegs Fs war einmal ein treuer Husar..." oder „Kon -rjtan — tinopel ..." oder so was vom Jazz, finnt wirklich ein spanisches Lied mit seinen chronischen, jammernden, melodisch wilden Gefallen, m)6 dazu klingt immer bim-bam, bim-bam, nam- öd der Schwanz des Esels schlägt hm und her ce9en die leeren blechernen Wassertonnen, daß es Di exotische Paukenbegleitung ist.... so also trottet trihaher, Esel und Mann gleicherweise musikalisch, - « ' . . . ' i <_____Artlknn rahn nlrtHPH
Wortes „Front", wie z. B. in der Bezeichnung ........... Bezeich-
tiefe soldatische Fühlen und Denken des Deutschen und die lange militärische Ueberlieferung
Oie Volksschule von heute
Ziel und Aufgabe.
iliil ... es ist still auf der heißen Gasse. Bis da (irse Ecke kommt; Gassenbuben stehen an einer Tauer, werfen mit Steinchen im Staub. Plötzlich Serben sie des Fremden gewahr. ^nteanergebeul m)o sechs kleine, schwarzbraune zierliche Kerlchen an ringen dich bettelnd, quirlend, tanzend, yop-
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Wine in °bgechios, 5^3 3U ■>upt die bhrmit 3u- NUng unb I5 .für die "eine im RM.. S $Üogratnm Avon 120 Nuogramin geltenden Schweine. Ncht be. )4 der HA, Wehr die . Ms den ' die ins Schlachtvieh, nachstehende
Dornoiizen.
lagesalenbcr für Donnerstag.
PDA., Ortsgruppe Gießen: 20 Uhr, Neue Aula, Dortrag bes Bunbesrebners bes Dolksdunbes für bas Deutschtum im Auslanb Alfreb Rigerl (Prag). — Stabttheater: 20 bis 22 Uhr 2. Orchesterkonzert „Klassische Musik". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Fanny Elßler". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Manege".
Orchesterkonzert im Stabttheater.
Heute abenb findet das zweite Orchesterkonzert „Klassische Musik" des großen Städtischen Orchesters in Verbindung mit dem Konzertverein statt. Die Leitung hat Prof. Stefan Temesvary. Als Solisten wirken mit Prof. Johannes Hobohm, München (Klavier), Konzertmeister Ewald Lassen (Violine), Rudolf Meyer (Flöte). Das Programm sieht vor: Bach, Brandenburgisches Konzert Nr. 5 für Fltee, Violine, Klavier und Orchester in D-dur; Mozart, Klavierkonzert in Es-dur (Köchel Nr. 271); Beethoven, Dritte Symphonie in Es-dur (Eroica), Werk 55. Platzmieter des Stadttheaters auf allen Plätzen 10 v. H. Ermäßigung. Das Konzert beginnt um 20 Uhr und endet 22 Uhr.
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3or der Machtübernahme sah die Volksschule < ihm vornehmlichste Ausgabe darin, ihren Schülern i f ieir möglichst großes Wissen beizubringen. In bezug
oii das Wissen wurden immer höhere Forderun- ' ne- gestellt. Es fehlte zwar nicht an Reformversll- d)n, aus der Lernschule der liberal-marxistischen i MÄct, etwas anderes zu machen. Die größte Um- :
oe altung erfuhr die Schule und die Jugend- eriehung überhaupt durch die nationalsozialistische Wjolution im Sinne des Führers.
fin „Mein Kampf" kennzeichnet er die national- so lalistische Schule in folgender Weise: „Der völ- Er-he Staat hat seine gesamte Erziehungsarbeit in er er Linie nicht auf das Einpumpen bloßen Wif- kes einzustellen, sondern auf das Heranzüchten tengefunöer Körper. Erft in zweiter Linie kommt dein die Ausbildung der geistigen Fähigkeiten. §)rr aber wieder an der Spitze die Entwicklung de Charakters, besonders der Förderung der Wil- leis- und Entschlußkraft, verbunden mit der Er- ziiyung zur Verantwortungsfreudigkeit, und erst al letztes die wissenschaftliche Schulung."
2er Nationalsozialismus sah in der Schule eine fii den Staat besonders wertvolle Einrichtung, die er in der seitherigen Gestaltung nicht übernehmen tarnte. Eine tiefeingreifende Umgestaltung der Ju- gt berziehung mit dem Ziele, fie in Uebereinftim- mrg mit der nationalsozialistischen Weltanschauung julbringen, setzte mit der Machtergreifung ein.
2ie nationalsozialistische Revolution hat dem ge- [aiten völkischen Leben, bem politischen, wie wirt- fdiftlid)en unb kulturellen neue Inhalte und Ziele gerieten und gab der Unterrichts- und Erziehungs- cn eit neuen Sinn.
Bei der Schule des alten Deutschlands wurde die Gizelperson in den Vordergrund gestellt und rvrde nicht die Verbindung mit dem Volke gesucht, fatiern es wurde ein Eigenleben geführt. Dagegen Imut ber heutige Staat bie Schule mitten hinein in Das Leben und gibt allem, was mit Erziehung $u tun hat, einen neuen Geist. 6s geht bei ber heiligen Schule um bie Weckung ber im Volke avgerufenen Kräfte ber Volksverbunbenheit, Hinge ebereitfchaft und Opferwilligkeit, also um V'ckung sittlicher Kräfte. Das finbet seinen Nie- dc/jchlag in ben bekannten Erziehungseinrichtungen, m Jungvolk, Hitler-Jugend, SA., Arbeits- unb SDIitärbienft: eine Erziehung innerhalb der rassisch- vilischen Gemeinschaft. Das Kind zum deutschen 9J nschen zu formen, das ist das Ziel, das ist Auf- gce der Volksschule.
2aß die Schule aber auch ein gewisses Maß an Ws en vermitteln muß, ist entsprechend dem hohen Kliurstand des deutschen Volkes selbstverständlich. G: werden darum Lesen, Rechnen, Schrei- tun, Natur- und Erdkunde, Zeichnen, Engen und Handarbeit ihren hohen Wert inföer Schule behalten und die Grundlage zu einem «[gemeinen, notwendigen Wissen legen, das dann liid) eine fachliche Aus- und Weiterbildung für
Erinnerung an Granada
Don Otto Gmelin.
Hochschuknachrichten.
Der Führer und Reichskanzler hat den Professor an der Hochschule für Lehrerbildung in B o n n, Dr. Heinrich Josef N e 1 i s , zum ordentlichen Professor für Philosophie und Pädagogik und zum Direktor des Pädagogischen Seminars an der Universität Frankfurt ernannt
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gen. Leim Gütersloh.
Achsen mit ihres Lol- >ses packen« )Mg vom inb Mrr« ir das aus* als verdlt- ;n Zeit M landslE
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2c Beruf seine Ergänzung erhält.
Tteue Aufgaben erfordern den Einbau neuer fooffe in die Unterrichtsarbeit aller Schulen. Das Ooanfengut ber nationalsozialistischen Bewegung mH Eingang in ben Schulen finben, unb jebes Leitsche Kinb muß zu seinem Verstänbnis erzogen iinji befähigt werten. Die Volksschule hat sich mit Aus s e n k u nde, Erbgesunbheitslehre iiitii deutscher Geschichte stn nationalsozialisti- jlhin Sinne zu befassen. Letztere stellt heroische Ge- jiotien ber deutschen Geschichte dem Schüler vor


