und die Wirklichkeit
beit
Lehrer August Raabe
Kurt Umbach und Braut
Familie Fritz Malewski
und 4 Enkelkinder.
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Die Beerdigung findet am Dienstag, 26. Oktober, nachmittags 3% Uhr,
vom Trauerhause aus statt
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4706,— RM.
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15856,— RM.
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Rodheim a. d. Bieber, den 25. Oktober 1937.
Marie Raabe, geb. Rinn Karl und Ilse Raabe.
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Heute früh verschied infolge eines Herzschlags plötzlich und unerwartet mein herzensguter Mann, unser treusorgender Vater, unser lieber Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel
Wieseck, den 25. Oktober 1937.
Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 26. Oktober, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Gießener Straße 158, aus statt.
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Betrag der Schätzung
11150,— RM.
Kinzenbach, Waldgirmes, Heuchelheim, M.-Gladbach und Berlin, den 24. Oktober 1937.
Einheitswert (1.1.1935): insgesamt 12100 RM.
In dem Anwesen wird eine Gärtnerei betrieben. Das Ausstellungsgebäude ist niedergelegt.
Gießen, den 21. Oktober 1937.
Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen: Karle, Ortsgerichtsvorsteher.
Seemanns-„Romantik"
In tiefer Trauer;
Frau Kath. Umbach, geb. Wehn Wilhelm Umbach u. Frau
der die lebende Brücke Mischen den Millionen Ausländsdeutschen und der Heimat darstellt. Es wird jetzt in jedem größeren Hafen dank der großartigen Organisation der Ausländsabteilung der ^NSDAP. eine Verbindung zwischen dem deutschen Schiff, der Bordzelle, und der zusammengefaßten Gruppe der Ausländsdeutschen des betreffenden Hafens sofort hergestellt. Es werden gemeinschaftliche Ausflüge, Besichtigungen, Vorträge, Festlichkeiten veranstaltet, es bahnen sich Bekanntschaften an, es ergehen Einladungen. Niemand an Bord ist darauf angewiesen, pulsierendes Leben in ominösen Lokalen
Was tut der deutsche Seemann mit seiner freien Zeit im fremden Hafen?
Von einem Seemann.
rufenen Lokalen zu finden als ein Nichtseemann. Heutzutage ist das überhaupt schon ganz unmöglich geworden. Unsere heutige Reichsregierung hat erkannt, welch wichtiger Vorposten und Vertreter „ „ der deutsche Seemann im Ausland ist. Er ist es, I gerliche Ehen.
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Tiefempfundenen Dank sagen wir allen, die uns beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen
Fräulein Anna Reeh
in Beileidskarten, Blumen-und Kranzspenden ihre liebevolle Teilnahme bekundeten. Insbesondere danken wir Herrn Pfarrer Trautwein für die trostreichen Worte, der Betriebsgemeinschaft der hiesigen Firma J. B. Noll, sowie den Kameraden und Kameradinnen für die Kranzniederlegung ' am Grabe.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Luise Reeh Wwe., geb. Schlierbach Franz Milchsack.
Plötzlich und unerwartet verschied am Samstagabend mein lieber, guter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater
Heinrich Umbach, Schneider
im 67. Lebensjahre.
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Tagen die Zusammenstellung der kirchlichen Statistik für 1935 veröffentlicht. Danach stehen 7680 Eheschließungen, bei denen beide Teile evangelisch waren, 7340 (95,57 v. H.) kirchliche Trauungen gegenüber. 340 Paare (4,43 v. H.) schlossen nur bür- I gerliche Ehen. Kinder aus Ehen, in denen ein Teil
Die vielen zweifelhaften „Seeromane", die oft unglaublichen Entstellungen auf kleinen Bühnen und in Liedern, die einen Kapitän nur immer in betrunkenem Zustande Vorsichten und den Matrosen die stetige Gesellschaft zweifelhafter Frauen beigeben, beweisen recht mysteriöse Vorstellungen über das Privatleben eines Seemanns.
Jeder Mensch ist mit den verschiedensten Neigungen und Leidenschaften begabt, der Land- mensch, wie der Stadtmensch unb der Seemann. So gibt es an Land Säufer, es gibt Antialkoholiker, es gibt diese und jene Menschen. Warum sollte es unter den Seeleuten nur „diese" Menschen geben? Es gibt sogar steinalte Kapitäne, die Nichtraucher sind, es gibt Seeleute, man sollte es kaum glauben, die nicht einmal tätowiert sind! Aber es soll nun keine psychologische Abhandlung über menschliche Wesensarten geschrieben werden. Es soll einmal versucht werden, einen Tag in einem exotischen Hafen als arithmetrisches Mittel aus hundert selbstgelebten und beobachteten scBchen Tagen kurz darzustellen.
Also, versetzen Sie sich einmal in Gedanken auf einen mittleren, deutschen halb Fracht-, halb Passagierdampfer in irgend einen fernen Hafen, recht weit weg — sagen wir, Manila auf den Philippinen. Der Dampfer kam aus Makassar auf Celebes. Es ist heiß, sehr heiß. Die Eisenplatten des Schiffskörpers haben die Sonnenstrahlen aufgesogen, so daß es an Deck zischt, wenn man einen Eimer Wasser drüber hin gießt. An Land gibt es kaum einen Europäer, der längere körperliche Arbeit in den Tropen verrichtet. An Bord lagen tagsüber auch die Passagiere wie leblos in den Deckstühlen und starrten in das große Wasser. Aber der Seemann an Bord arbeitet schwer, muß immer das gleiche Arbeitsquantum leisten, ganz gleich, ob das Schiff durch Eisschollen auf der Elbe kämpft oder sich seinen Weg unter der stechenden Tropensonne bahnt. Das Schiff muß fahren, die Laderäume müssen hafenklar gemacht werden, auch bei 40 bis 50 Grad Hitze, Staub und schlechter Luft, es muß unter Deck in den'Luken gefegt, gewaschen, gestaut werden. Und an Deck wird mit dem schweren Ladegeschirr, den Dampfwinden, Ladebäumen, Stahltrossen, Eisenblöcken hantiert, in der Maschine bei oft noch höherer Temperatur muß der Heizer mit seiner schweren Kohlenschaufel, seiner Schluss vor den roten Feuern stehen, der Trimmer Kohlenkarren schieben. Die Schiffsoffiziere sind mit Ladungsschreibereien belastet, müssen Aufsichtsarbeiten leisten, verantwortungsvollen Dienst oft genug auch in den tiefsten Laderäumen tun. Die Stewards, die Köche arbeiten in ihren feuchtwarmen Räumen. Das ist das Lied der Arbeit des deutschen Seemanns, die Melodie des fernen Tropentages auf der Reise zwischen Makassar und Manila, ja und auch die Melodie der Tropennacht auf See, denn der Schiffsdienst kennt keinen Unterschied zwischen Tag und Nacht. So ist auch der erste Gedanke der gesamten Besatzung, als das Schiff im Hafen von Manila den Anker fallen ließ: Wird es für uns heute eine „Bauernnacht" geben, d. h., werden wir das seltene Glück haben, eine volle Nacht ungestört hindurch schlafen zu können? Die Passagiere sind von Bord mit der ersten Landoerbindung, keine Hafenarbeiter, keine Schauerleute kommen an Bord gestürzt. „Bauernnacht" bedeutet das! Feierabend ist es auf dem deutschen Schiff, dem kleinen Fleckchen Deutschland im fernen Asien. Dumpf brandet auf- und abwogend asiatisches Leben an Land. Feierabend! Welch herrliches Wort! Denken wir da nicht unwillkürlich an ein kleines Dörfchen in unserer schönen Heimat, an kleine weiße Häuschen mit Blumengärten davor, wo gemütlich 'chwatzende Menschen vor den Eingängen sitzen, blonde Kinder in der Dorfstraße tollen.
Flur XXII, Nr. 36, hofreite vor der Warle auf die Marburger Chaussee (Friedhofsallee Nr. 21), 1075 qm,
Flur XXII, Nr. 37, Grabgarten daselbst, 2893 qm,
Flur XXII, Nr. 38, Ausslellungs- gebäude daselbst (zu Friedhofs- allee 21), 13 qm,
Zusammen
Feierabend ist es nun auch an Bord im fernen Hafen von Manila, an Deck herrscht Ruhe, es ist aufgeklart. Der „Moses" (Schiffsjunge) trabt noch mit kurzen Schritten über das Vorschiff mit zwei Pützen voll Waschwasser. Aus den Kammern mit- schiffs quillt schmeichelnde Radiomusik und vermischt sich mit dem Surren von elektrischen Ventilatoren. Ganz müde und dünn schlängelt sich eine blaßblaue Rauchwolke aus dem Schornstein zum Himmel, weit draußen versinkt die Sonne blutigrot ins schwarzgrüne Meer. Und an Land summt die Melodie des fernen Menschentums immer stärker. Mit der Dunkelheit kommt Kühle und Leben in die tropische Stadt. Exotisch, bunt und wirr, lockt die fremde Hafenstadt in tausend Tönen, in tausend schillernden Farben, lockt mit tausend Armen.
Aber nur den Neuling lockt es, er muß es erst erfahren, daß in jeder fremden Stadt nur ein riesiger, weitaufgesperrter Rachen sich hinter allen Lockungen zeigt, auf dessen Fangzähnen „Geld- Geld-Geld" steht. Der alte Fahrensmann kennt ein viel größeres Glück, und das ist die Ruhe und Ungestörtheit des Feierabends an Bord, und so wird man auch immer den größten Teil der Besatzung im ausländischen Hafen an Bord finden.
Vorne, unter der Back des Schiffes, strahlt warmes gelbes Licht aus den offenen Türen der Wcchn- räume. An Backbord haben die Heizer ihre Kammern zu je vier Mann, an Steuerbord die Matrosen. Selten fehlt auf einem deutschen Schiff irgendein Musikinstrument unter den Schiffsleuten. Und daher kommt aus irgendeiner Kammer Mandolinenspiel. Erzählend und rauchend, wohl auch bei einem Glase Bier schart sich in dieser Kammer eine kleine Gruppe um den Musikanten. In einer andern Kammer werden Briefe geschrieben, werden Briefe zum soundsooielsten Male gelesen, es werden Hosen geflickt, Strümpfe gestopft. Und ist es in der Kammer zu warm, so findet sich eine kleine Gruppe der (Seeleute aller Chargen aus der Ladeluke sitzend zusammen, und das beliebteste Thema ist und bleibt immer wieder die Heimat. Die Familienväter prahlen mit ihren Kindern, manch einer starrt in den dunklen Tropenhimmel und denkt an seine Frau.
Und mitschiffs in den Kammern dasselbe Bild. Die Offiziere haben sich zum Teil in der Messe zusammengefunden. Es steigt so manches Gespräch, dessen philosophischen Inhalt die langen einsamen Wachen draußen auf See veranlassen. Es wird auch Bier getrunken, denn es ist heiß, und es soll beileibe nicht der Seemann jetzt als artiges Milch- büblein hingestellt werden. Dazu geht das Leben auch viel zu hart mit ihm um. Nicht zu vergessen sind an Bord noch die vielen Kammern, in denen einsam und still der Seemann über einem Buch versunken sitzt und Stunde um Stunde liest. Kein Buch, keine Zeitschrift bleibt an Bord ungelesen.
Was werden nun aber die Seeleute, meist diese Neulinge, machen, die tatsächlich wieder an Land gezogen sind? Was bietet alles so ein fremder Hafen am Abend? Da ist als erstes und letztes das fremdländische Wesen der Hafenstadt selbst, seine fremdländischen Menschen und Moden. Dann sind da natürlich in den meisten Fällen auch Kinos und Theater. Und schließlich gibt es auch, wie überall, Restaurationen, Cafes und auch Kneipen.
Und so sind die Landgänger bestimmt auch dort anzutreffen, wo pulsierendes fremdländisches Leben vorherrscht. Der Seemann ist kein Spießer und will auch nicht als ein solcher gelten, nein, urwüchsiges eigenes Leben und Kraft läßt ihn die Welt mit offenen Augen sehen und kennen lernen. Aber das ist nur ein Vorteil, darum ist er nicht häufiger als Trunkenbold und raufender Nachtwandler in ver-
zu suchen.
Und noch ein weiterer Grund macht heutzutage ein loses Leben in einem fremden Hafen unmöglich. Und das sind die Devisenbestimmungen der Reichsregierung zum Schutze des deutschen Staates und damit des deutschen Volkes. So muß sich auch notgedrungen der sensationslüsterne Neuling an Land darauf beschränken, einen Bummel durch die Stadt zu machen und nur ganz kleine Summen ausländischen Geldes zur Verfügung zu haben. Aber auch solch ein Bummel, umwogt von der interessanten Fremde, gibt dem Seemann oft schon viel als Gegenpol gegen den gleichförmchen und schweren Schiffsbetrieb. Der Seemann hat ja weniger Freizeit als die meisten berufstätigen Menschen an Land; und 200 Tote in drei Monaten nur auf deutschen Schiffen, nur in der Nord- und Ostsee, legen Zeugnis ab von der ernsten Schwere der Ar- ' " auf See. Gerhard Jungermann.
Zwangsversteigerung. i6K37
Am Wonlag, dem 22. November 1937, vormittags 9 Uhr, werden im Amtsgerichtsgebäude zu Gießen, Zimmer 204, die der
Anna Georg, geb. Schopbach, Witwe des Friedrich Georg in Gießen zugefchriebenen Grundstücke versteigert: 6960O
Grundbuch für Gießen, Band 42, Blatt 2166:
der römisch-katholischen Kirche angehörte, wurden 2984 ermittelt. Mehr als die Hälfte (1718) wurden evangelisch getauft. Von den 17 106 Konfirmierten stammen 15182 aus rein evangelischen Ehen. Versagt wurden 8 Trauungen, 10 Taufen, eine Konfir- mation. Zur Evangelischen Landeskirche sind 1067 Glieder übergetreten. 439 Glieder sind ausgetreten, davon 24 zur katholischen Kirche, 45 zu sonstigen christlichen Gemeinschaften, die übrigen zu nichtchristlichen Gemeinschaften oder unbekannt wohin.
. 75Mre Industrie- und Handelskammer Darmstadt.
LPD. Darmstadt, 21. Okt. Aus Anlaß des 75jährigen Bestehens der Industrie, und Handelskammer Darmstadt hatte sich Mittwoch abend im Festsaal des Alten Palais in Darmstadt der erweiterte Beirat versammelt. Nach einem musikalischen Vortrag durch das Drumm-Kammerquartett des Hessischen Land^s- theaterorchesters hielt der Präsident der Jndustne- und Handelskammer Darmstadt, Fabrikant Dr. C. Merck, die Festrede, in der er die Geschichte der Industrie- und Handelskammer in Hessen von ihrer Gründung durch den Großherzog Ludwia III. am 5. April 1862 bis zur heutigen Wirtschaftekammer Hessen schWerte.
Die Glückwünsche der Reichswirtschaftskammer und der Industrie- und Handelskammer Berlin überbrachte der stellvertretende Leiter der Arbeits- gemeinfchaft der Industrie- und Handelskammer in der RWK. Staatsrat Friedrich Reinhart, der Leiter der Wirtschaftskammer Brandenburg und Präsident der Industrie- und Handelskammer Ber. lin. Sein ausführlicher und oft von Beifall unterbrochener Festvortrag behandelte das bedeutungs« volle Thema „Wirtschaft und Finanzen im heutigen Staat".
Die Glückwünsche der Wirtschaftskammer Hessen überbrachte ihr Präsident Prof. Dr. Carl L ü e r (Frankfurt a. M.), der namentlich der Jndustrie- und Handelskammer Darmstadt für die vorzügliche Zusammenarbeit seinen Dank aussprach.
Wetterbericht
des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Der bei England liegende Störungswirbel hat feine Lage wenig geändert und entsendet Teilstörungen über das Festland ostwärts. Dementsprechend hat sich seine Einflußnahme auf unser Wetter bisher in mäßigen Grenzen gehalten, trotzdem wir um das Wochenende einen selten tiefen Barometerstand erreicht hatten. Das Zusammensinken der hinter der ersten Teilstörung nachgestoßenen kälteren Meeresluft brachte in der Nacht zum Montag mit Aufklaren stärkere Abkühlung, die stellenweise zu leichtem Frost führte. Die Gesamtlage läßt neue Witterungsverschlechterung erwarten.
Aussichten für Dienstag: Nach Der- schlechterung mit Regenfällen wieder wechselnde Bewölkung und Schauerneigung, bei lebhaften Winden um Süd bis West ausgeglichene Temperaturen.
Lufttemperaturen am 24. Oktober: mittags 11,3 Grad Celsius, abends 8,2 Grad; am 25. Oktober: morgens 1,6 Grad. Maximum 12,5 Grad, Minimum heute nacht 1,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. Oktober: abends 8,2 Grad; am 25. Oktober: morgens 5 Grad. — Sonnenscheindauer 1,2 Stunden.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr W. Lange; für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; für den Übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- (eiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 37: 9248. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
AWMAM.-».WlWe- nnö tzMkislimM (Biegen am Sonntag, dem 28. Nov. 1937, vorm. 9 Uhr, in den Räumen der Oenentüchen vandelslehranftalt Gießen, Wernerwall 11. Anmeldevordrucke bei der Kammer erhältlich. Die Prüfungsgebühr von RM 2.— ist mit der Anmeldung auf Postscheckkonto Frankfurt am Main 61599 zu überweisen. Spätester Anmeldetermin 15. November 1937.
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Tagung des Hess. Landesvereins der Inneren Mission.
In Offenbach fand die diesjährige Landes Versammlung des Hess. Landesvereins der Inner en Mission statt. In vier Kirchen wurden stark besuchte Festgottesdienste gehalten. Im Evang. Gemeindehaus kam man zu einem Ge- msindeabend zusammen. Pfarrer Matthäus wies nach seiner Begrüßung auf Jesus Christus, als den einzigen Grund hin, auf dem die Innere Mission stehe. Direktor Pfarrer Röhricht betonte, die Innere Mission habe bei aller Arbeit immer wieder den Segen Gottes erfahren dürfen. Pfr. Schneider, der Direktor der Niederramstädter Anstalten (früher in Offenbach), gab einen Einblick in die Arbeit seiner Anstalt, die zur Zeit mit etwa 600 Kranken und Pfleglingen belegt ist. Diakonisse Irma Röhner (Mainz) sprach von der Tätigkeit der dortigen Zuflucht, die hilfesuchenden Frauen und Mädchen Rat und Beistand gewährt.
In der öffentlichen Jahresversammlung erstattete Vikar Wolf den Jahresbericht. Aus den Ausführungen ging hervor, daß wieder eine Fülle von Arbeit im verflossenen Jahre geleistet wurde. Danach sprach Direktor Schirmacher vom Zentralausschuß der Inneren Mission in Berlin über das Thema: „Der immerwährende Auftrag der Inneren Mission". Dieser Auftrag geht von der Kerngemeinde in der Kirche aus. Er richtet sich an alle, die im Leben einen Halt suchen, den ihnen nur das Evangelium geben kann. Zur Durchführung dieses Auftrags müssen immer wieder neue Wege gesucht werden. In der Nachmittagsversammlung berichtete Direktor Pfr. Röhricht über die Anstalten der Inneren Mission. Aus den Berichten ergibt sich, daß alle Anstalten gehalten werden konnten. Dia- konissenhaus und Diakonieverein haben manche Stationen aufgegeben und konnten dafür neue übernehmen.
Direktor Röhricht schloß mit Dank und Gebet die reichhaltige Tagung, die zu neuer Arbeit Mut machte.
Aus der kirchlichen Statistik.
EPNH. In Nassau-Hessen wurde in diesen
im Alter von 48 Jahren.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:


