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Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst Freiherr von Fritsch, wird in den nächsten Wochen seinen üblichen Jahresurlaub antreten Wie man hört, hat er die Absicht, sich nach Aegypten zu begeben.*
Botschafter von Ribbentrop hat am Sonntagvormittag Rom verlassen und sich nach 23er- li n begeben.
Der Führer und Reichskanzler hat den Vortragenden Legationsrat Leitner zum Gesandten in Pretoria (Südafrikanische Union) ernannt.
Dom 15 Oktober bis 24. Oktober in Reval geführte de utsch-estländische Wirtschaftsverhandlungen haben mit der Unterzeichnung eines Zusatzabkommens zum Handelsvertrag und zum Warenabkommen, sowie eines Verrechnungsabkommens ihren Abschluß gefunden. Es konnte eine vermehrte Ausfuhr estnischer landwirtschaftlicher Erzeugnisse nach Deutschland vorgesehen werden. Durch das neue Derrechnungsabkommen wird sichergestellt werden, daß sich auch der Zahlungsverkehr den Bedürfnissen des Handels auf beiden Seiten entsprechend abwickeln wird.
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„Der Kommunismus — Weltfeind Rr. 1", unter diesem Motto wurde unweit der Champs Elysöes unter dem Vorsitz des Senators Lemery eine Ausstellung eröffnet, die in fast 500 Abbildungen, Schriftstücken und graphischen Darstellungen ein Bild von der verheerenden Wirkung des internationalen Kommunismus und seiner Schreckensherrschaft gibt. e
Die brasilianische Bundesregierung hat die Auflösung sämtlicher Freimaurerlogen in Brasilien angeordnet.
In Ecuador trat Staatspräsident Paez zurück, nachdem die Armee die Regierung s- gemalt an sich gerissen hatte Der bisherige Kriegsminister, General Alberto E n r i q u e z, übernahm die Staatsleitung. Außenminister der neuen Regierung ist Carlos Manuel Larrea. Die Nationalversammlung ist a u f g e l ö st worden.
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König Georg II. von Griechenland tritt am 29. Oktober eine Reise nach Westeuropa an, auf der er Rom, Paris und London besuchen wird. Die Reise, die bis Ende November dauern soll, wird Gelegenheit geben, mit den Staatsoberhäuptern der besuchten Staaten Fühlung zu nehmen Der König reift an Bord des griechischen Dampfers „Hellas".
ZapanischeFortschrittein Nord- China und vor Schanghai.
P e i p i n g, 24. Okt. (DNB.) Die japanischen Truppen in Nordchina haben an den verschiedenen Fronten ihren erfolgreichen Vormarsch weiter fortgesetzt. An der Sinpu-Front sonnte ein japanischer Panzerzug bis 1 Kilometer vor die Stadt $ u - tscheng in der Provinz S ch a n t u n g Vordringen, während andere japanische Abteilungen nach Zurückweisung eines chinesischen Gegenangriffs die 'Stadt Jnghsien östlich der Bahnlinie besetzten. An der Pinghan-Front dringen die japanischen ^Truppen in südlicher Richtung langsam in die Provinz Hon an ein. Sie erbeuteten an der Eisen- Ibahnbrücke von Schangho 14 Geschütze, 3000 Gelwehre, einen militärischen Hilfszug und mehr als 2000 Maultierkarren mit Kriegsmaterial. Ferner lbesetzten sie die Station Fenglotschen, 15 Kilometer mördlich von Tschangeho. Im Norden von Peiping «führten mandschurische und japanische Truppen er- 'solgreicheSäuberungsaktionen gegen Banditen [durch, so daß in diesem Gebiet mit einer baldigen Miederherstellung normaler Zustände zu rechnen ist.
An der Schanghai-Front war am Sonn- :tag im Abschnitt Liuhang eine rege Gefechtstätigkeit zu beobachten. Die Japaner schoben ihre .Linien bis zu dem Wasserlauf 1 Kilometer nördlich der Straße Aschang — Na ns« ang vor. Sie «beherrschen damit diese Hauptoerbindungslinie, die für die chinesischen Truppen, die im östlichen Bogen um Kiangwan herumstehen, von großer Bedeutung rist. Die Chinesen geben zu, daß sie ihre Linien von iber Ostseite der Rennbahn bis nach dem Dor lKiangaan zurückgenommen haben, womit .auch eine Zurücknahme der Linien nördlich und «-südlich njyi Kiangwan verbunden war. Die japa- 'nische Luftwaffe warf über Tschapei, Putung und .Hungao über 200 Bomben ab.
Kunst und Wissenschast.
Dichlerlreffen in Karlsbad.
Das vom Bund der Deutschen durchgeführte Dichtertreffen in Karlsbad leitete eine große Lffentliche Kundgebung unter dem Leitwort:: „Dichtung im Volkstum" ein. Die Versammlung brach in lauten Jubel aus, als Konrad Henlein den Saal [betrat. Bundesführer Pfarrer Wehrenpfennig «vies auf die Bedeutung der Kundgebung hin. Uni= i»erfität5profeffor Dr. Cysarz sprach über das Thema „Unser Schrifttum und unser Volkstum" Mir wissen uns entsandt von jedem einzelnen Landsmann, so sagte er, dessen Art und Not auch öbie unsere ist. Weil die unsrigen kämpfen, müssen -vir mit jedem Federstrich einstehen für sie und ihren Kampf. Das deutsche Schrifttum ist an jeder Wachstumsstelle auch Kampf um deutsche Einheit uunb Ganzheit. Unser Sudetendeutschtum zeugt wie calles Auslandsdeutschtum für die Daseinsrechte des Deutschen Volkes unter den anderen. Wir müssen Don uns und den unseren noch viel mehr fordern aals bisher Wer die ganze Heimat entflammt, we - Sfen Stimme durch ganz Deutschland in die Welt chinausdringt, der schlägt die Brücken, die uns not ljinb. Aus ihren Werken lasen der Sachse Johannes Äinke, der Oefterreicher Springenschmid, Der Schweizer Jakob Schaffner und der Sude- ttenbeutfd)e Bruno Brehm. Am Abend fand eine Stifter-Gedenkstunde statt.
Ehrung des schleswig-holsteinischen Dichters Wilhelm Eckmann.
Im Rahmen einer Wilhelm- R a a b e - G e - tbentfeier im Braunschweiger Landestheater wurden der von der Wilhelm-Raabe-Stiftung aus- Nesetzte „D olkspreis für deutsche Dichtung" und der Dickterpreis der Stabt Braunschweig verliehen. Diese Preise, bie alljährlich verliehen werben, fielen biesmal an den schleswig- Holsteinischen Dichter Wilhelm E ck m a n n, ber Durch seine Werke „Eira unb ber Gefangene", „Die rote Katze" unb „Der Stein im Acker" bekannt- Zeworben ist. Zur Feier hatten sich zahlreiche Dichter singefunben. Man sah u. a. außer bem Preisträger
Aus aller Wett.
Wunschkonzert für bas WhW. wieder ein großer Erfolg.
Das erste Wunschkonzert des Deutschlcmd- enders für das Winterhilfswerk 1937/38 gestaltete sich wie alle seine Vorgänger zu einer überzeugenden Kundgebung opferfreudiger Hilfsbereitschaft, die heute bas ganze beutfche Volk um- chließt. Wieber bilbete bie stattliche Zahl ber Mit- wirkenden im Senbefaal bes Funkhauses mit ber Hörergemeinbe biesseits unb jenseits ber Reichs- grenzen unter dem Motto: „Sie wünschen, wir spielen — geholfen wirb vielen" eine große unb frohe Opfergemeinschaft. Der Erlös bes Konzertes belief ich ohne Sachfpenben unb Devisen auf 13 578 Mk.
Der deutsche Schachmeister Weihgerber f.
In Kaiserslautern ft a r b ber beutsche Schachmeister Weißgerber. Mit ihm verliert bas beutsche Schach einen seiner besten Vertreter. In vielen großen Turnieren spielte er erfolgreich mit; 1933 rückte er in bie Reihe ber beutschen Meister. Dann hatte er öfter Gelegenheit, mit internationalen Meistern wie Aljechin u. a. feine Kräfte zu messen.
Die neunte Partie im Schachweltmeisterschastskampf.
Die neunte Partie im Schachweltmeisterschaftskampf Euwe — Aljechin, bie im Haag gespielt wurde, wurde nach 40 Zügen bei etwa gleichem Stande abgebrochen.
Tagung ber deutschen Pfarrkonferenz von Westeuropa.
In ber Deutschen Evangelischen Kirche von Paris anb bie beutsche Pf ar r konf erenz von Westeuropa statt. An ihr nahmen Die ber Deutschen Evangelischen Kirche angeschlvssenen 14 Auslandsgeistlichen aus Holland, Belgien, Luxemburg unb Frankreich teil. Es würben praktische unb wissenschaftliche Aufgaben aus Gemeinbeleben unb Theorie bearbeitet. Die Konferenz hatte auf ben letzten Tagungen u. a. eine einheitliche Liturgie für ihre t&emeinben geschaffen. In biefem Jahre beschäftigte sie sich mit der Reform bes Konfirman- denunterrichts. Auch der Leiter bes kirchlichen Außenamtes in Berlin Bischof D. Heckel war zur Tagung erschienen. Er würbe in bieser Zeit von bem beutschen Botschafter Graf W e l c z e ck, von dem Präsibenten bes französischen Kirchen- bunbes D. Boegner unb bem Präsidenten bes lutherischen Konsistoriums Merle b'Aubigne empfangen. Ein Abendmahlgottesbienst vereinigte die Pariser Gemeinde, die in diesem Jahre auf das erste Jahrzehnt ihres Wiederbestehens seit bem Kriege zurückblickt. Pfarrer Henn aus Rotterdam, der Vorsitzende ber Konferenz, hielt bie Prebigt, und Bischof D. Heckel sprach über bie Gegenwartsaufgaben ber Deutschen Kirche am Aus- lanbsbeutschtum. Bei einem Besuch bes Deutschen Hauses in Paris unterrichtete sich bie Pfarrkonferenz über bie Arbeit ber deutschen Gemeinschaft in Paris unb Frankreich.
Word an einem fünfjährigen Jungen.
Im Anschluß an einen Stubenbrand in einem Jnsthause in Grondzken (Ostpr.), bei dem ein fünfjähriger Knabe umgekommen war, hatte die Staatsanwaltschaft in Lyck ben Vater des verbrannten Jungen Emil Czyganowski, unb besten Haushälterin Martha Kahnert verhaftet. Der Fall hat sich nun als Morb herausgestellt, begangen durch bie Verhafteten, bie sich in ben Besitz bes mütterlichen Erbteils von 300 Mark unb einer Le- bensverficherungsfumme von 150 Mark fetzen wollten. Es konnten mehrere Versuche, ben mutterlosen Jungen umzubringen, festgestellt werben. Nachbem ber Mann am Morgen zur Arbeit gegangen war, nahm die Frau eine Küchenlampe ohne Zylinber und stellte sie unter das Bett des Kindes. Darauf verließ auch sie bie Wohnung. Kurz banach bemerkten Nachbarn ben Brand Man schlug bas Fenster zu ber Wohnung ein, konnte aber nicht in bie Räume gelangen, bd alles voller Rauch war. Als erster brang bann Czyganowski selbst in bie Wohnung ein, um schnell bie Lampe unter bem Bett hervorzuholen und auszulöschens Damit ber Verdacht abgelenkt würde, warf er eine Streichholzschachtel auf den Fußboden. Als Brandursache sollte das Spiel des Kindes das tot auf bem Bett lag, mit Streichhölzern hingestellt werden.
Fünf Todesopfer eines Eifersuchtsdramas.
Ein Eifersuchtsdrama, das fünf Menschenleben forderte, spielte sich in einem polnischen Dorf bei Slonim ab. Ein eifersüchtiger Bräutigam ermordete mit einer Axt seine Verlobte unb drei Mitglieber ihrer Familie. Dann nahm er sich selbst das Leben.
Schweres Verkehrsunglück bei Vayrisch-Zell.
Auf ber Strecke Bayrisch-Zell—Subelfelb verun- alückte ein Lastkraftwagen, der Arbeiter von ihrer Arbeitsstelle zurückbeförberte. Das Auto überschlug sich infolge zu starken Bremsens unb stürzte über eine Böschung. Ein Arbeiter war auf der Stelle tot, zwei anbere sink) im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen erlegen. Zwei weitere Arbeiter würben schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt.
Vritischer Petroleumbampfer in Flammen.
Auf bem britischen Dampfer „Kaitcmgata" (1983 Tonnen), ber eine Petroleumladung an Bord hatte, brach Feuer aus, durch das der Dampfer zerstört worden fein soll Der Dampfer befand sich auf der Reise von seinem Heimathafen Hongkong nach der südchinesischen Insel Hainan. Dem auf bie ausgefanbten 808-Rufe zur Hilfe herbeigeeilten britischen Dampfer „Nanning" (2486 Tonnen) soll es gelungen sein, 19 Besatzungsmitglieber z u retten, 23 würben aber noch vermißt. Der britische Zerstörer „Thracian" ist aus Hongkong ausgelaufen, um ber brennenden „Kaitcmgata" Beistand zu leisten.
Riesenhaie an der schottischen Küste.
Schottland, bas vor wenigen Jahren burch bas „Ungeheuer von Loch Neß" Aufsehen erregt hatte, kann wieber mit Nachrichten über bas Auftreten neuer Seeungetüme aufwarten. Diesmal hanbelt es sich aber nicht um phantastische Ersinbungen, fonbern um Riesenhaie, bie während ber letzten Woche in ungewöhnlich großer Zahl in den schottischen Buchten beobachtet wurden Von ben Haien mürben bes öfteren sogar Boote angegriffen. Unter ben Fischern sink) leider einige Tobes- opfer zu beklagen. Jetzt kommt bie Nachricht aus Schottlanb, baß ein Küstenbampfer, ber sich auf ber Fahrt nach ber Insel Arran befanb, einen solchen Riesenhai rammte. Die Erschütterung burch ben Aufprall war so stark, baß eine Reihe von Kabinenfenstern in Trümmern ging unb auch anbere erhebliche Beschäbigungen des Schiffes zu verzeichnen waren.
Werner Jansen, Friedrich Griese, Borries Freiherr von Münchhausen Moritz Jahn, Adolf Meschendörfer, Erwin W 111 st o ck und Robert H o h l b a u m. In feiner Festrede umriß UniDerfitätsprofeffor Heinz Kindermann Münster i. W. die Bedeutung ber Dichtung im Lebensraum der Nation und kennzeichnete wahrhaft volks- gebunbene Dichtkunst als gemeinschaftsbildenbe Kraft in der Nation.
Wer besitzt Originale von Wilhelm Busch?
Das Wilhelm-Busch-Museum in Hannover ist von ber Preußischen Akabemie der Wissenschaften mit ber Bearbeitung eines Teiles „Wilhelm Busch' für Goedekes Grundriß ber deutschen Literatur beauftragt Das Verzeichnis soll einen lückenlosen Katalog aller Werke Wilhelm Buschs (Oelgemälbe, Aquarelle, Zeichnungen und Handschriften) und ber Briese enthalten. Alles Material in Museen und öffentlichen Sammlungen ist bem Busch-Museum bekannt, nicht aber das in Privathänben befinbliche. Das Wilhelm-Busch-Museum in Hannover, Rust- platz 15, bittet deshalb alle Privatsammler, ihm von ihrem Besitz an Gemälden, Zeichnungen und Handschriften einschließlich Briefen im Interesse ber Wissenschaft Mitteilung zu machen
Emil Jannings in Stockholm erkrankt.
Staatsschauspieler Emil Jannings, ber sich in Zusammenhang mit ber Erstaufführung seines erfolgreichen Films „Der Herrscher" seit einigen Tagen in Stockholm aufhält, ist an einer ernsten Erkältung erkrankt. Da bie Aerzte unbebmgte
Bettruhe oerorbnet haben, mußte Jannings eine Reihe von Einlabungen absagen. Der Empfang bei König Gustav V von Schweden und die Weiterreise Jannings' nach Oslo unb Kopenhagen mußten bis auf weiteres verschoben werben. Nach bem letzten ärztlichen Befunb ist ber Zustcmb bes Kranken nicht besorgniserregenb.
Polnischer Stralosphärenflug geplant. — Einspruch Professor Piccards.
Von polnischer Seite wirb ein Flug in die Stratosphäre vorbereitet, für den als Startort bereits die Ortschaft Djcoro bei Krakau bestimmt worden ist. Die wissenschaftlichen unb technischen Vorbereitungsarbeiten liegen in den Händen eines Ausschusses polnischer Fachleute. Gegen diesen polnischen Plan hat Professor Piccard den öffentlichen Vorwurf erhoben, daß man sich hier widerrechtlicher Weise seine Ideen aneigne, um einen seiner Pläne zu verwirklichen, die er während seines Aufenthalts in Polen 1935 vor einem Kreise polnischer Fachleute skizziert habe. Mit diesem Vorwurf des bekannten Schweizer Professors beschäftigte sich in einer Sondersitzung ber wissenschaftliche Ausschuß für den ersten polnischen Stratospbären- flug. Als Ergebnis dieser Sitzung wird bekannt- gegeben, baß bie von Seiten Professor Piccards erhobenen Vorwürfe durch nichts begründet und unberechtigt feien. Die verschiedenen Pläne die Pic- carb 1935 in Warschau für ben Bau eines Stratosphärenballons entwickelt habe, seien von bem polnischen Fachausschuß als ungeeignet abgelehnt worden.
Das Herzogspaar von Windsor beim Führer.
MrWaflSwerbnng fördert den Vierjahresplan. „Objektive Berater des deutschen Verbrauchers."
Berlin, 23. Okt. (DNB.) Der zweite Tag der Reichstagung „Deutsche Werbung begann mit einem Vortrag des Vorsitzenden des Anschusses für industrielle Wirtschaftswerbung, Dr. von Schnitzler, über aktuelle Aufgaben der industriellen Wirtschaftswerbung, die er als eine Teilfunktion des gesamten wirtschaftlichen Lebens bezeichnete. Dr. Q u i r i n , Geschäftsführer ber Reichsgruppe Handel, sprach über bie Werbung des Handels. Die Voraussetzung für die Erfüllung jener volkswirtschaftlichen nationalpoliti- chen und kulturellen Aufgaben, die insbesondere mit ber Werbung d e s Einzelhandels verknüpft sind, fei die Gewinnung der vielen mittleren und kleineren Betriebe des Einzelhandels für einen aktiven Werbeeinsatz. Dr. Schüler, Generalsekretär beim Reichsstand des deutschen Handwerks, zeigte an Hand von Beispielen und stati- tischen Belegen die Lage bes beutschen Handwerks und seine Einstellung zur Werbung. Hauptamtsleiter R i e n h a r d t, Stabsleiter des Reichsleiters ür die Presse, führte aus: Der Einsatz der Presse für die Grundlagen alles Schaffens ist wohl der bedeutsamste Wert für bie Wirtschaft. Die Vorteile, die früher vielfach mit redaktionellen Notizen angestrebt wurden, sind auf dem Wege guter ystematifcher Wirtschafts-Werbung gerade heute ohne weiteres zu erreichen. Die Bedingungen für die vom Nationalsozialismus in vollem Maße anerkannte, ja geradezu geforderte Wirtschaftswerbung sind ja nicht verschlechtert, sondern entscheidend verbessert. Die deutsche Presse hat in den vergangenen nun beinahe fünf Jahren durch zähe Arbeit ideelle und materielle Werte geschaffen, die für jede aufbauenbe Arbeit ein großes Aktivum darstellen. Deshalb kann sie auch der Wirtschaft an sich, wie als Werbungtreibenden auf ihrem Wege, eine starke gesunde deutsche Volkswirtschaft zu werden, ein wertvoller Weggenosse sein. Ministerialrat Professor Dr. Hunke über „Deutsche Werbepolitik" stellte fest, daß diejenigen Unrecht hatten, die meinten, daß bie Wirtschaftswerbung zurückgehen werbe. Im Gegenteil sei Jahr für Jahr eine Vermehrung des Werbe- volumens eingetreten.
Nach einer längeren Aussprache schloß der Präsident, Stabsleiter Hugo Fischer, die Reichstagung. Als Ergebnis stellte er fest: 1. baß bie Wirtschaftswerbung ber einzelnen Unternehmen aus Jnbustrie, Hanbel und Handwerk einen wesentlichen Beitrag zur Durchsetzung des Vierjahresplanes darstellt; 2. daß die Wirtschaftswerbung ein Mittel
ist, die Leistungen der deutschen Gütererzeugung zu steigern unb darüber hinaus sogar imstande ist, dazu beizutragen, bie beutschen Wirtschaftsgüter zu verbilligen unb bamit den Lebensstandarb der breiten Schichten bes Volkes zu erhöhen; 3. daß die deutsche Wirtschaftswerbung in erster Linie ein objektiver Berater des deutschen Verbrauchers sein kann, sein soll und sein muß.
Treuhänder zwischenWerbung undMrtschafi
Jubilaumstagung des Reichsverbandes der deutschen Werbungsmittler.
Berlin, 24. Okt. (DNB.) Jrn Anschluß an die Reichstagung „Deutsche Werbung" hielt der „Reichsverband der deutschen Werbungsmittler" (früher Verband ber Annoncenexpeditionen) eine Haupttagung anläßlich seines 25jährigen Bestehens ab Auf dieser wurde bie Errichtung einer Forschungs- und Bearbei- t u n g 5 ft e H e oerfünbet; bie bie Aufgabe hat, ben Mitgliedern bes Verbandes alle zahlenmäßigen unb fachlichen Unterlagen, die sie zur Beratung ihrer Kundschaft auf bem Gebiet ber Wirtschaftswerbung unb ihrer eigenen Werbung gebrauchen, zur Verfügung zu stellen. Die Forschungsstelle ist verpflichtet, bie .gesamte deutsche Wirtschaftswerbung zu förbern.
Der Leiter des Reichsverbanbes, M e tz g e s , stellte fest, baß bie deutsche Werbung auf eine neue saubere unb gefunbe Grundlage gestellt worden ist, und daß auch ben beutschen Werbungsmittlern als Treuhänber zwischen Werbung unb Wirtschaft bestimmte Aufgaben und Pflichten auferlegt worben sind und eine klare Stellung im Werbewesen zugewiesen ist. Ministerialrat Gottschick vom Reichs- unb Preußischen Wirtschattsministerium gab einen Ueberblitf über Beruf, Aufbau unb Berufsaufgaben bes Werbungsmittlers. Der Leiter bes Reichsverbanbes ber Werbungtreibenben Christian Ab. Kupferberg sprach mit anerkennenden Worten über bie erfreuliche Zusammenarbeit zwischen Werbungtreibenben und Werbungsmittlern. Der Geschäftsführer im Werberat ber beutschen Wirtschaft Prüfer stellte fest, daß ber Werbungsmittler seine bebeutiame Aufgabe als Treuhänber in einem Maße erfüllt, wie es zu keiner Zeit und in keinem anberen Lanbe bisher der Fall war
Die Studienreise des Herzogs von Windsor fand in München ihr Ende. Das Herzogspaar wurde, wie chon kurz gemeldet, zum Abschluß vom Führer und Reichskanzler auf dem Obersalzberg zu einem Tee empfangen. — (Presse-Jllustrationen- Hoffmann-M.)
Arn Samstagabend hat das Herzogspaar mit dem ahrplanmäßigen Nachtfchnellzug München verlassen, um sich bis zum Beginn der Amerika- reife nach Paris zu begeben. Nach einem Besuch mehrerer städtischer Siedlungen wurden die neuen Bauten des Führers am Königlichen Platz und im Anschluß daran das Braune Haus besucht. Im Hausder Deutschen Kun st äußerte der Herzog wiederholt seine Bewunderung über diesen vom Führer geschaffenen Bau und die dort ausgestellten
Kunstwerke. Am Abend gab das Herzogspaar von Windsor den Herren seiner deutschen Begleitung ein Abschiedsessen, an dem Stabsleiter Simon in Vertretung des dienstlich nach Leipzig berufenen Dr. Ley teilnahm. Der Herzog übermittelte Reichsleiter Dr. Ley und dessen Mitarbeitern für die Durchführung der Deutschlandreise feinen Dank. Arn Freitagabend war das Herzogspaar einer privaten Einladung des Stellvertreters des Führers Reichsminister Rudolf Heß und dessen Gattin in deren Münchner Heim gefolgt. — Am Sonntagvormittag sind der Herzog und die Herzogin in Paris eInge troff em Auf dem Bahnhof wurde das Herzogspaar von einem Vertreter ber englischen Botschaft unb von Freunden und Bekannten begrüßt.


