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Mussolinis Abreise aus Nom
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Die Panzerwaffe im Wehrmachtsmanöver
Don unserem K. B.-Berichierstaiier.
wirklicht werden kann.
Die Vertiefung der
deutsch-italienischen Beziehungen hat auch zur Klä.
Teterow treffen wir auf einem Stoppelfeld ein blaues Aufklärungsflugzeug, das im Rücken des roten Feindes notlanden mußte, aber noch gut auf den Boden gekommen ist. Mit der ersten klaren Sicht treffen wir dann auch den ersten blauen Aufklärer am Werke, der, bevor die rote Gegenwirkung emsetzt, reiche Nachrichtenbeute Heimbringen möchte.
Als mir mittwegs zwischen Teterow und Waren halten, ist der Nebel vollends verschwunden und die er st en Kämpfe beginnen. Blau greift an und geht vor. Wenige Minuten später befinden wir uns wieder unter den roten Truppen und wiederum 300 Meter weiter erneut unter blauen Formationen. Was ist geschehen? Hier hat der Nebel ein durchaus kriegsmäßiges Durcheinander geschaffen, Schiedsrichter mit der weißen Binde müllen die Wirrnis lösen. Eine Anzahl roter Infanteristen ist auf der Strecke geblieben und hat ihre roten Binden mit der gelben vertauschen müssen. Die rote Feldküche, die hier gefangen genommen wurde, kocht ihren Morgenkaffee aber ruhig weiter, denn so seltsam es klingt: Auch Tote wollen leben!
faschistische Italien hat, von der Liebe des Volkes begleitet wird".
Wie in Florenz, kam es auch in Bologna und in Verona, wo die Bahnhöfe reichen Flaggenschmuck trugen, zu begeisterten Huldigungen fiir Mussolini, zu dessen Begrüßung sich jeweils die Spitzen von Partei und Behörden eingefunden hatten. In Bologna wurde der Duce auch von feiner Gattin Donna Rachele Mussolini be- grüßt, die mit den beiden jüngsten Kindern, Ro- m a n o und Anna Maria, von Rocca delle Caminate herübergefahren war.
Waren, 24. September 1937.
An diesem Manövermorgen deckt herbstlicher Ne- ,el Aecker und Wiesen. Das ist das rechte Wetter ur Blau und Rot, um in aller Ruhe die notwendi- gen Umgruppierungen vorzunehmen, ohne durch allzu neugierige Fliegeraugen gestört zu wer- den. Auch für die Panzerwagen ist das Wet- ter ausgezeichnet. Denn sie können, ohne gesehen zu werden, ihre Bereitschaftsstellung verlassen und sich
leitet Hetzinger, v. Berger-Wal
Unser Bildtelegramm zeigt den Duce, wie er sich in Begleitung des Außenministers Clano zum Zuge begibt. Der Bahnhof war mit den Fahnen des Reiches und Italiens festlich geschmückt. — (Associated-Preß-M.)
Die Absahtt aus Rom.
Das Führerkorps der Faschistischen Partei gab dem Duce das Geleit.
Rom, 24. Sept. (DNB.) Mit aller Feierlichkeit, die die Faschistische Partei ihrem Duce beim Antritt seiner De-utschlandreise bereiten konnte, ist der italienische Regierungschef am Freitag 12.20 Uhr von Rom abgereist. Vor dem Bahnhof hatten Truppenabordnungen und Abteilungen ämtlicher faschistischen Organisationen Roms mit ihren Fahnen Aufstellung genommen. Zehntausende waren zusammengeströmt, um dem Duce ihren begeisterten Gruß zuzujubeln. Die weite Bahnhofshalle, die über und über mit italienischen Trikoloren und Hakenkreuzfahnen geschmückt war, war von den übrigen Zügen vollkommen geräumt worden, so daß auch hier Tausende zusammenkommen konnten, deren stürmischer Gruß, unterbrochen von Heil- Rufen auf Hitler, auch hier dem Duce noch einmal entgegenbrauste. Auf dem Bahnhof waren sämtliche Regierungsmitglieder, die gesamte Parteihierarchie mit der Standarte und die Generalität der Garni-
rung der vielfach verworrenen gesamteuropäischen Verhältnisse beigetragen und wird eines Tages auch in dieser ihrer aufbauenden Bedeutung von der übrigen Kulturwelt ihre Würdigung finden. Hieraus ergibt sich, daß die Achse Berlin—Rom unter diesem Gesichtspunkt nichts anderes fein kann und will, als ein Kri st allisations punkt für eine von den gleichen Friedensgrundsätzen getragene gesamte europäische Ordnung ... Statt daß fremde Einflüsse es versuchen könnten, die beiden engoerbunbenen Nationen auseinanderzuspielen, sollte man in Europa endlich erkennen, daß der Wiederaufbau eines friedlichen Europas niemals gegen Deutschland oder Italien sich würde verwirklichen lassen, daß aber für einen solchen vernünftigen Aufbau die deutsch-italienische Freundschaft einen der w e - f_e n 111 dj ft e n Bausteine darstellt." In diesem Sinne einer Festigung und Bekräftigung der deutsch- italienischen Freundschaft wird der Berliner Staatsbesuch des Duce auch eine europäische Aufgabe erfüllen. Dr Fr W Lange.
öreierbefprecbung
über Gvanien voroeschiagen
Paris, 24. Sept. (DNB.) Der englische und der französische Geschäftsträger in Rom haben der italienischen Regierung erklärt, daß die Besprechungen zwischen dem französischen Außenminister D e l b o s
Hauptstadt verbunden. Der Sonderzug gleicht einem fahrenden Regierungsgebäude, in dem sich der Duce durch ein Telephonnetz sofort mit jedem der ihn begleitenden Minister in Verbindung setzen kann. Wie in Florenz, so hatte sich auch auf allen anderen Bahnhöfen eine begeisterte Menge eingefunden, um dem Duce stürmische Huldigungen darzubringen, der, wie Agenzia Stefani in ihren Berichten betont, „auf seiner Freundschaftsreise zur großen nationalsozialistischen Nation, die den gleichen Willen zur sozialen Ordnung und den gleichen Wunsch nach Frieden und die gleiche Reife zur geistigen und sittlichen Größe wie das
Stürmische Huldigungen auf der Fahrt durch Italien.
Der Sonderzug erreichte nach über vierstündiger Fahrt um 16.30 Uhr Florenz, wo dem italieni- chen Regierungschef während eines kurzen Aufenthaltes die aus Rom eingetroffenen Depeschen übermittelt wurden. Auf seiner Fahrt bleibt der Duce erner durch Funksprüche laufend mit der italieni-
und dem italienischen Vertreter Oberst Bova- Scoppa in London und in Paris mit Genugtuung ausgenommen worden seien. Die englische Regierung, die über alle Einzelheiten dieser Unterredung unterrichtet worden sei, sei bereit, an einer Dreierbesprechung teilzunehmen. Diese soll auf diplomatischem Wege sämtliche im Zusammenhang mit den Ereignissen in Spanien stehenden Fragen, die bereits Gegenstand der Vorbesprechungen in Genf waren, behandeln.
3m vollen Tageslicht.
„Giornale d'Ftalia" gegen Mißdeutungen des Mussolini-Besuches
Rom. 24. Sept. (DNB.) Der Direktor des halbamtlichen „Giornale d'Jtali a". der bereits mit etwa 50 italienischen Sonderberichterstattern und Pressephotographen in München weilt, wendet sich in seinem ersten aus Deutschland übermittelten Leitartikel gegen d i e Verdächtigungen und Ausstreuungen, mit denen vor allem französische Blätter die Begegnung Mussolini-Hitler entwerten. Gegenüber diesen phantastischen Gerüchten müsse, so erklärt er, sofort Klarheit geschaffen werden „In Rom und Berlin werden weder militärische Bündnisse geschlossen noch die Grundlage für irgendein finsteres Komplott gegen den europäischen
Die Schiedsrichter haben im Sinne der kriegsmäßigen Abwicklung die Wirkung des scharfen Schusses zu ersetzen. Gleichzeitig berücksichtigen sie die Gesichtspunkte der Leitung und der höheren Truppenführung aus beiden Parteien. Dazu steht der Führerftab einer aktiven Division, ergänzt durch zahlreiche Kommandierte Offiziere, zur Verfügung. Dieser Stab hat mit Hilfe eines umfang- reichen Fernsprechnetzes alle Maßnahmen und Ge- genmaßnahmen festzuftellen, z. B. auch die Beobach, tungen und den Einsatz der Artillerie, um bann
NeJ?$ieb(sri$ter in den entsprechenden Fällen die Maßnahmen mit Knallkörpern ober möq- l'chen Anweisungen barzustellen, gegebenenfalls auch entsprechend Verluste burch Außer-Gefecht- setzung zu markieren. Die Verluste bleiben solange bx'5 di- lausende Gesech,-Handlung burdjgefutjrt ist, damit die Truppenführung krieqs- mahig gezwungen ist, ihre Reserven einzu- setzen. Dazu kommen feste Schiedsrichter bei ben Truppen und die laufende Kontrolle jeder Einzel- Heck, etwa des Schußfeldes, jedes Mafchinenge- lvehrs, die Nachrechnung von angenommenen
Frieden gefegt. Italien und Deutschland arbeiten mit ihren Kräften im vollen Tageslicht. Sie bedürfen dazu keinerlei protokollierter Abmachungen. Ihre Sympathien und ihre Abwehrstellung sind bekannt. Ihre Vereinbarungen würden automatisch in Kraft treten, wenn die beiden Länder, in ihren gemeinsamen Gütern bedroht würden. Die Achse Rom—Berlin bildet in dem starken Zusammenschluß ihrer Kräfte eine machtvolle, wenn auch noch nicht überall richtig verstandene Garantie für ben (^rieben unb für b i e Kultur Europas unb hat sich in ihren funktionellen Möglichkeiten gerabe auch in ber bewegten unb gefährlichen Zeit des Bürgerkrieges in Spanien unb ber Unorbnung im Mittelmeer bis in bie Tage von Nyon bewährt."
Unter ber Losung „Ganz Italien begleitet ben Duce", schreibt „Lavoro F a s c i st a", ganz Italien fei heute um Mussolini geschart. Ganz Italien werbe in starker Verbunbenheit mit bem Deutsch- lanb Abolf Hitlers in biefen Tagen mit feinen Gebauten um ben Duce weilen, unb bie Welt werbe ben kräftigen Herzschlag eines Blocks von 110 Millionen Menschen verspüren. Dieser Block, geformt von jungen, entschlossenen, ftohen, freien Menschen, bilben eine vortreffliche Grunblage für ben Aufbau Europas. Die beiden Führer dieser Völker hätten klar bewiesen, daß sie ben Krieg nicht fürchten, aber fest entschlossen sind, diesen Ausvau im Frieden und für ben g-rieben durchzuführen.
auf ben Marsch zurAusgangsstellung für den Angriff begeben. In ber Tat ist ber Guts- Hos' der gestern noch bie roten Panzer beherbergte, heute morgen fast leer, nur eine Nachrichtenabteilung hat sich hier einquartiert. Die roten unb blauen vüeger können heute morgen etwas länger schlafen, denn solange bie Sonne noch nicht burrhoebrochen ift, ist es mit bem Start, mit Beobachte. und Landen schlecht bestellt. Auf ber Straße nach
ei Ä nn E u Wehrmachtsmanövern in Mecklenburg befinbet sich auch SreiTerrn »on ,SiIb bicr im sprach mit Generaloberst
Frosch zeigt. Von links: Dr. Schacht, Graf Schwerin von Dr Dhnrinrn? rRm,h.H?rmr-Ul x Dr. O h n e f o r g e (im Dorbergrunb rechts). Hinter Dr. Ohneforge Gauleiter S ch w e d e - Koburg von Pommern. — (Scherl-Bilberbienft-M.)
sien wesentlich gefordert, wurde nun genutzt zu einer Weiterführung des Gespräches durch zwei Unterredungen zwischen dem noch in Genf weilenden französischen Außenminister D e l b o s und dem ständigen diplomatischen Vertreter Italiens beim Völkerbund, Booa-Scoppa. Beide sehr ausführliche Unterhaltungen, die durch ein Ferngespräch Booa-Scoppas mit Rom getrennt waren, sollen nach Meldungen britischer Zeitungen aus Genf ben ganzen Fragenkreis ber Beziehungen zwischen Italien unb Frankreich unb bas Verhältnis Italiens zum Völkerbunb berührt haben Die „Times" will wissen, baß von Delbos hauptsächlich Italiens Stellung zu ben Vorgängen in Spanien zur Sprache gekommen sei. Der französische Außenminister habe Bürgschaften bafür verlangt, daß Italien keine Kontrolle ber Balkarischen Inselgruppe übernehme, keine Solbaten mehr auf ben spanischen Kriegsschauplatz entfenbe unb bie bort besinblichen nicht für bauernb in Spanien belasse. Wie weit man in biefen Punkten zu einer Annäherung ber Auffassungen gekommen ist, ist aus ben Pressemelbungen aus Genf noch nicht ersichtlich Der italienische Delegierte im Nichteinmischungsausschuß hat seinerzeit bie Zurückziehung ber in Spanien fämpfenben italienischen Freiwilligen vor Beenbi- gung bes Bürgerkrieges für wenig wahrscheinlich erklärt unb es ist kaum anzunehmen, baß bie verstärkte Unterstützung, bie Moskau ben spanischen Bolschewisten in jeber Form zuteil roerbsn läßt, bie Italiener willfähriger gemacht hat, in biesem Punkt ihre Auffassung zu revibieren. Von italienischer Seite soll natürlich bie Forberung nach gleichberechtigter Teilnahme an ber Mittelmeerkontrolle im Ganzen zur Sprache gekommen fein. Delbos soll auf bie bevorstehenben Beratungen ber Flottensach- oerftänbigen in Paris hingewiesen unb sich als Uebermittler ber italienischen Wünsche an bie neun in Nyon vertretenen Mächte angeboten haben. Mit ben für Enbe bes Monats vorgesehenen Besprechungen zwischen Englanb unb Italien sollen solche zwischen Rom und Paris parallel laufen und Mich die durch das Versagen des Jmperatorentitels für König Viktor Emanuel in dem Beglaubigungsschreiben für den neuernannten französischen Botschafter in Rom vor einigen Monaten entstandene Vakanz in der diplomatischen Vertretung Frankreichs am Quirinal soll möglichst schnell beendet werden.
Wenn die Times den Inhalt des Genfer Gespräches richtig roieberaiht, unb baran ist im wesentlichen kaum zu zweifeln, so entsprechen bie darin zutage getretenen Absichten einer Besserung ber italienisch-französischen Beziehungen ebenso sehr dem dringenden Wunsch Deutschlands wie die aus Initiative Chamberlains unternommenen Versuche einer britisch-italienischen Aussöhnung. Unb es ist überaus töricht von ber Times und anderen Blättern in London und Paris, wenn sie, ganz in den ausgefahrenen Gleisen einer immer wieder als unfruchtbar und rückschrittlich erwiesenen Politik des Gegeneinanderausspielens der europäischen Großmächte unb völlig befangen in den Vorstellungen einer kleinlichen Interessenpolitik, an bas französisch-italienische Gespräch in Genf Bemerkungen knüpfen, als oh Mussolini bie Entspannung mit Frankreich für bie „Möglichkeit eines Kubhanbels" in Berlin ins Auge fasse unb biese Entspannung „als Gleichgewicht" brauche. Es ist erfreulich, wenn man biefen auf völliger Verkennung unb weitgehender Unterschätzung der großzügigen Planung der faschistischen Außenpolitik beruhenden Unterstellungen ein Blatt, wie den Pariser „Temps" entgegenhalten kann, der der tatsächlichen Entwicklung erheblich näherkommt, wenn er feststellt, daß man sicher in allen Hauvtstäb^n den Fortschritt begrüßen werde, der auf dem Wege einer italie- nisch-sranzösisch-enalischen Einigung gemacht worden sei Da die italienische Regierung zweimal in ihren Verlautbarungen darauf hingewiesen habe, daß Berlsn ständig über die Verhandlungen unterrichtet worden fei, könne man annehmen, daß Rom seine augenblickliche Haltung auch in voller Uebereinftimmung mit Berlin einnehme Am Vorabend des Berliner Besuchs Mussolinis sei diese Tatsache nicht gleich- < gültig. Mit dieser Feststellung unterscheidet sich der „Temps" nicht nur vorteilhaft von den medisanten Betrachtungen der meisten anderen Blätter in , Baris und London, sondern er wird auch der tatsächlichen Grundlage der Achse Berlin—Rom als Ausdruck politischer Zusammenarbeit gerecht, die Mussolini erst kürzlich so formuliert hat, daß Rom nicht ohne Berlin und Berlin nicht ohne Rom zu haben sei. Wir sagten schon, daß dieser Zusammenhalt eine wesentliche Voraussetzung der jüngsten Erfolge der faschistischen Außenpolitik in der Mittelmeerfrage gewesen ist. „Eine wahrhaft europäische Politik, gerichtet auf die Aufrechterhaltung des Friedens, kann man nicht ohne Deutschland und schlimmer noch aegen Deutschland machen." Das ist ein anderes Wort Mussolinis, das bereits gefallen ist, als es ihm darum ging, die Westmächte zu einer Zusammenarbeit mit Deutschland zu bringen, für die ber Viererpakt vom 15. Juli 1933 Ausgangspunkt werben sollte. Unb so wenig er bamals auf eine Mitwirkung Deutschlanbs verzichten wollte, so wenig soll heute bie Achse Berlin —Rom eine Scheibewanb sein, die die Mitte Europas von den beiden großen Mächten des Westens trennt. Die Achse Berlin—Rom soll, das haben ihre Begründer, der Führer und Mussolini, immer wieder erklärt, keinen ausschließlichen Charakter haben, sondern ein Kristallisationspunkt sein.
Mussolini hat Europa eindringlich gewarnt, daß eine „schreckliche Alternative vor dem Gewissen aller europäischen Völker steht: entweder sie finden ein Minimum politischer Einheit, wirtschaftlicher Zu- fammenarbeit und moralischen Verständnisses oder das Schicksal Europas ist besiegelt". Das sind fast die gleichen Morte, mit denen der Führer wieder und wieder und zuletzt auf dem Nürnberger Reichs- Parteitag an das Solidaritätsgefühl der europäischen Kulturnationen appelliert und zur Zusammenarbeit aufgefordert hat. Und die Voraussetzungen einer solchen Zusammenarbeit, für die die Achse Berlin- Rom Anfang und Vorbild bedeutet, wie der Staatsbesuch Mussolinis in Berlin erneut demonstrieren wird, hat der Reichsaußenminister Freiherr v v n N e u r a t h , der als Botschafter in Rom Zeuge der faschistischen Erhebung des modernen Italiens gewesen ist, in einem Begrüßungswort noch einmal skizziert, das er in der Leipziger Illustrierten Zeitung bem Duce zu seinem Besuch in Berlin qeroibmet hat. Er schreibt darin: „Ich be- grüße die Ankunft eines Mannes, mit dem die deutsche Politik sich in ber Erkenntnis einig weiß, daß ein gesunbes und gesichertes Gemeinschafts, leben nicht mit abstrakten und willkürlich ausleg- baren Formeln, sondern nur auf dem natür- l'chen Fundament der Realitäten und der freimütigen Anerkennung ber berechtigten In- i tereffen unb Bedürfnisse aller Kulturstaaten ver- l
on Rom angetreten. Unter ben Klängen ber Gio- vinezza schritt Mussolini unter Begleitung von Außenminister Graf C i a n o , Parteisekretär Mi- nister S t a r a c e unb Minister für Volksbildung, 211 f i e r i, bie Ehrenformationen ber Wehrmacht unb ber Partei ab, um sich bann unmittelbar vor Abfahrt bes Zuges herzlich von bem beutschen Ge° chaftsträger, Baron von Plesfen, zu verab- chieben. Zur Begrüßung Mussolinis waren außer- bem erschienen ber stellvertretenbe ßnnbesgruppen= foiior ber österreichische Gesanbte
e n e g g , ber ungarische Ge- anbte Baron v Di11ani unb ber nationalspanische Botschafter Carcia Conbe. Der aus acht Wagen bestehenbe Sonberzug setzte sich bann langsam in Bewegung, währenb Die stürmischen Zurufe: „Duce! Duce! Duce!" unb bas Hänbeklatschen ' enben wollten.


