Einzelbild herunterladen

Hauptfchriftletter: Dr Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter des Hauptschriftletters: Ernst Blum schein Verantwortlich für Politik und für die Bilder Dr Fr W Lange; für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Biumschein Anzeigen- leiter: Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel D A. VIII. 37: 9090 Druck und Verlag: Bruhlsche Unioersitätsdruckerei R Lange. K.-G-, sämtlich in Gießen Monatsdezugs- preis RM 2,05 einschließlick 25 Pf. Zustellgebühr mit der Illustrierten 15 Pf mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf. mit der

Illustrierten 5 Pf mehr

Zur Zett ist Preisliste Nr. 3 vom L Juni 1935 gültig.

Sprengungen und Sperren durch die Pionier- Schiedsrichter, die auch über die Zeitdauer der Aufräumung entscheiden. Offiziere der Luftwaffe treffen entsprechende Regelungen über Wirkung der Flieger und der Abwehr. Es ist insgesamt die außerordentlich verantwortungsvolle Aufgabe des Schiedsrichter-Stabes, zu verhüten, daß die Wehr­macht mit falschen Anschauungen über die Waffenwirkung in einen etwaigen Krieg geht.

Im Gutsjägerhof ist der Stab des 1. Pan­zerregiments einquartiert, und hier berichtet uns der Kommandeur, Oberstleutnant Schmel­zer, Näheres über den großen Angriff der 1. Pan­zerbrigade, an dem Erfurter und Eisenacher Panzerschützen hervorragend beteiligt waren. Die Brigade war in einem Nachtmarsch von Neu­strelitz in den Wäldern östlich von Kargow zusam­mengezogen und dem blauen III. AK. unterstellt worden. Während es im allgemeinen bei den Pan­zerkampfwagen üblich ist, kurz nach Tages- anbruch anzugreifen, dann die feindlichen Stel- hingen zu durchbrechen und der vorgehenden In­fanterie für ihre weiteren Angriffe den notwendigen Elan zu geben, erforderte es diesmal die Gefechts­lage, kurz vor dem Abenddämmern einen Angriff zu unternehmen, um der 23. Infanterie- Division weiter zu helfen. Glücklicherweise hatte der rote Gegner die Stellung der Panzer nicht erkunden können; so blieb im gewissen Sinne das Ueber- raschungsmoment gewahrt. Eine halbe Stunde nach dem Angriffsbefehl setzten sich Hunderte von Panzerkampfwagen in Bewegung. Was sich in den Weg stellte, wurde niedergewalzt, das war nicht gerade freundlich, aber wirkungsvoll. In 2% Kilo­meter Breite wurde der Angriff vorgetragen, denn es ist bei den Panzern üblich, nicht unter Brigade­stärke, überraschend, geschlossen und in Massen an­zugreifen.

Solch ein Panzerangriff während der Abend­dämmerung ist keine Kleinigkeit Bei feindlicher Gegenwirkung müssen die Luken des Wagens ge­schlossen werden, und die schmalen Schlitze lassen nur wenig Licht in die Enge des schaukelnden Ungeheuers, das besonders beweglich wird, wenn es über hügelige Kartoffelfelder geht Dabei ist fest- zustellen, daß man seekrank nicht nur auf der See, sondern auch auf dem Lande im Panzerkampf­wagen werden kann. Wer selbst einmal in einem Panzer gesessen hat, und durcheinander gerüttelt

wurde, der weiß, daß es Schöneres auf der Welt gibt, besonders wenn noch das Maschinengewehr bedient werden muß. Dabei darf man auch den Humor nicht verlieren, und Oberstleutnant Schmel- zer berichtet in launiger Weise von der neuen Sprache, die aus Verständigungsnotwendigkeiten eingefuhrt werden mußte. Weil bei dem Rattern und dem Lärm die menschenübliche Sprache nicht durchdringt, muh man sich durch ein System freund- ncher Fußtritte helfen, von denen jeder seine be- fondere Bedeutung hat. Die Eigenart des Panzer- wagens zwingt zu kurzen Befehlen von der Art der Sattelentschlüsse der Kavallerie. So darf wohl mit erklärt werden, daß im Zuge des Heeresauf- baus die Kavallerie den Kern der neuen Panzerwaffe abgegebn hat Und wie bei der Ka­vallerie der Oberst plötzlich an der Spitze sein Regi­ment zur Attacke führt, so führt auch der Kom­mandeur das Panzerregiment mit seinem Panzer­wagen an der Spitze zum wuchtigen Angriff. Den Angriffsbefehl hat er funkentelegraphisch von der Brigade erhalten, und er gibt auf diesem Wege auch seine Kommandos an die Abteilungen, Kompanien und Züge. Im Panzerwagen des Regimentskom­mandos ist es womöglich noch enger als in den übrigen Wagen, denn außer dem Kommandeur müssen auch der Funker, der zudem entgegen der Fahrtrichtung sitzt, und der Fahrer in dieser drang­vollen Enge Platz finden. Hier kämpft man nicht nur mit dem Feind, sondern um sein eigenes Leben. Trotz aller Hindernisse war bis zum Einbruch der Nacht das befohlene Ziel im allgemeinen erreicht, und nicht zuletzt durch den erfolgreichen Panzeran­griff war Blau ein tüchtiges Stück oorangekommen.

Je mehr das Wehrmachtsmanöver sich feinem Höhepunkt und feinem Ende nähert, desto größeren Umfang nehmen die Kampfhandlungen an, um auf jeöen Fall die Entscheidung zu erzwingen. Die erste blaue Armee, die das III. AK., meh­rere Divisionen einschließlich der ersten Panzer­brigade umfaßt, ist seit ihrem erfolgreichen Angriff südlich des Malchiner Sees inallgemeinnord- westlicher Richtung im Vorgehen. Bei diesen Kämpfen größten Stils leisten die roten T r u p p en einstweilen tapferen hinhaltenden Widerstand, der für die blauen Truppen verlust­reiche Verzögerungen zur Folge hat. Wiederum ist es tue Infanterie, bie bie Hauptlast bes Kamp­fes traaen muß. Seit Tagen stehen auf beiben Sei­ten Jnfanterieregimenter ununterbrochen im Kampfe unb beweisen bamit bie Ausbauer und Härte, die zum echten Soldaten gehören

5. Tag der Manöver.

Rostock, 25. Sept. (DNB. Funkspruch.) Am fünften Tage ber Wehrmachtsmanöver setzten sich, veranlaßt burch bie Mißerfolge bes linken Flügels eines angenommenen roten Nachbarkorps in ber Gegenb sübostwärts Oolbberg und auf Gründ einer Weisung des Armeeoberkommandos die unter dem Befehl bes Generals ber Kavallerie Knochenhauer stehenben Truppen bes ro­ten 5. Armeekorps in ber Nacht zum 24. auf der ganzen Front vom Gegner ab unb würben in eine weiter rückwärts gelegene Linie zurückge­führt. Jnfolgebessen stieß bie blaue 1. Ar­me e bei ber Fortsetzung ihres Angriffes in ben Morgenstunben im allgemeinen nur auf schwä­chere Feinbkräfte, bie, befehlsgemäß hinhal- tenben Wiberstanb leiftenb, einem ernsten Kampf

Die Pfeile zeigen die ungefähre Angriffsrichtung derblauen" Armee unter General ber Infanterie von Rundstedt. (Scherl-Bilberbienst-M.)

MARLOW

dOLZE

TESSIN

GNOIEN

6RUDERSDORF

Dargun

DEMMIN

TETEROW,

GIELOW

.TAVENHAGEN'

HOHEN WANGEUN

WAREN

'WARSOWVa 1 A

/M

auswichen. Die 1. unb bie 12. blaue Division er­reichten in gut vorwärts schreitenbem Angriff gegen rote Nachtruppen bis zum Abenb bie allgemeine Linie o ft ro ä r t s Wasbow unb ostwärts Gnoien Alt - Kalen. Gegen bie blauen Ar­tilleriestellungen in Gegenb Dargun burchgeführte 'Sturzkampfangriffe konnten der bebrängten roten t22. Infanterie-Division keine wesentliche Entlastung Ibringen.

.Die 32. Division, bie am 23. September nach Wegnahme von Malchin gegen bie Norbflanke bes ibie Linie GielowWaren haltenben Gegners an- zgesetzt worben war, würbe nach Fortsetzung ihres «rfolgreichen Vorstoßes bis in ben Raum süb- Dstwärts des Malchiner Sees angehalten lunb über Basedow Malchin vorge­führt. Schwächere Teile ber Division würben in 2er Geaenb ostwärts Bülow von Pionieren ^iber ben Malchiner See übergesetzt. Weiter süblich gelang es ben Truppen bes blauen L Armeekorps in energischem Dorwärtsbrängen na) d le S ee - E n ge n zwischen bcm Malchiner ±>ee unb Jabel z u öffnen unb nach Narben ein- Hrehenb dis zum Abenb bie allgemeine Linie Burg-Schlitz-Rothspalk norbostwarts Kra- joroer (See zu erreichen. Eine am 23. September non Nordosten über ben Trebel-Recknitz-Abschnitt 1 orgestoßene blaue motorisierte Aufklä­rungsabteilung würbe nörblich Laage vom berlegenen roten Gegner zum Kampf gestellt unb °ch Zäher Gegenwehr aufgerieben. Dagegen -««lang es schwächeren roten Kräften, bei Dam-

garten die Recknitz zu überschreiten unb Aufklärung in allgemeiner Richtung Franzburg vorzutragen.

Bei ber Kriegsmarine gelang es trotz umfang- reicher roter Luftaufklärung unb mehrerer Angriffe feinblicher U-Boote Blau, einen weiteren aus Stettin ausgelaufenen Geleitzug (ebenfalls Handelsdampfer) ohne wesentliche Verluste burch das gefährliche Seegebiet hindurch zu bringen. Die im Kieler Hafen liegenben vier schweren Einheiten unb Zerstörer ber roten Flotte sowie bie bortigen Hafenanlagen würben von blauen Sturzkampfver- bänben angegriffen.

Neuer Führer

des SS.-Abschnities XXX.

N6G. Auf Befehl des Reichssuhrers 66. ist an bie 6pche des 66-Abfchnittes XXX (Kaffel) der bie etanöarten 2 «Frankfurt). 35 (Kastel) und 8 3 (Gießen) umfaßt, an Stelle bes SS.-Oberführers Äurt Lubwig SS.-Standartenführer Curt B r a - sack getreten. SS.-Oberführer Ludwig wird bie Führung ber neuen SS. -Führerschule in Da chau übernehmen. Der neue Führer bes SS.- Abschnitts XXX, ber im 46. Lebensjahr steht, ist aus Mittelbeutschlanb gebürtig. Er beteiligte sich "ach dem Kriege, ben er von Anfang bis Enbe, zuletzt als Abjutant unb Batterieführer, mitmachte, an ber Nieberwerfung ber bolschewistischen Auf- ftanbe um Magbeburg unb kam über ben Stahl­helm 1930 zur Bewegung. Seit 1931 hat er seine Einsatzbereitschaft in Führerstellen ber Schutzstaf­fel in Altona, Magbeburg unb Wittenberg tatkräf­tig bewiesen. Seit Januar 1937 war SS.-Stan- bartenführer Brasack mit ber Führung bes SS.-Ab- schnitts XI in Koblenz beauftragt.

Deutsche Bergsteiger bezwingen den Demawend.

Einer kleinen Gruppe deutscher unb österreichi­scher Bergsteiger, unter benen sich der deutsche Ge­sandte in Teheran, Dr. Smend, befand, ist bie Besteigung bes Demawenb, bes höchsten unb schwierigsten Berges bes imanischen Hoch­plateaus gelungen. Zur Bezwingung bes 5700 Me­ter hohen Berges würben brei Tage benötigt.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Die Großwetterlage zeigt zur Zeit einen sich über das europäische Festland westostwärts erstreckenben Hochbruckrücken unb äußerst lebhafte Wirbeltätig­keit über Norbeuropa. Im Bereich bes ersteren hat sich jetzt auch bei uns freunbliches Herbstwetter burchgesetzt, bas bei starker nächtlicher Abkühlung zu Frühnebel neigt. Währenb bie norbbeutschen Gebiete vorübergehenb Witterungsverschlechterung erwarten können, wirb unser Gebiet vorerst keine stärkere ober nachhaltige Störung bes Schönwetter­charakters erfahren.

Aussichten für Sonntag: Abgesehen von Nebelbilbung trocken unb im wesentlichen freunb­liches Herbstwetter. Nachts recht frisch; veränber- liche Winbe.

Lufttemperaturen am 24. September: mittags 18,3 Grab Celsius, abenbs 6,8 Grab; am 25. September: morgens 5,1 Grab. Maximum 19,1 Grab, Minimum heute nacht 3,4 Grab. Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. September: abenbs 11,5 Grab; am 25. September: morgens 9,1 Grab. Sonnenschein­bauer 9,6 Sunben.

e.T<5.5|.

/tv

MD D HM

Ewbi?

M

i'-.-A 'V-'l

S Mp t .Jl

S',H

% ..9

uneS dex- Saßak in Sen fatwi&eigenen manipufaHom fägexn von neuem soxJiewl

unS jiwew/enSeemenkvUon

H F.1PH.F REEMTSMA * CIGARETTENFABRIKEN 4 ALTONA-BAHRENFELD

4$

Die Cigaretten sto methoden. die zuy

Diese Cigaretten werden fn den Fawika' betriebes in Altona-Bahrenfeld nac^j- Der ungewöhnlich zarte und reine Cha?

Fabrikations- ptiellyg auf

6 06

Slk

-

ERNTEN 33 BIS 35'4 MUSTERCIGARETTEN 4 MISCHUNGSNUMMER R6 o/M

isawagen unseres technischen Muster Vp völlig neuen Methoden hergestellt, ter dieser Mischung beruht darauf, daö sämtliche Tabake zweimaf^rff^pia^a Qe Igt -Äte wird ausschließlich ohne Mundstück hergestellt. Dreri^ Jz^^rerrtb^aus folgenden Distrikten;

r JkWirgi-tiWemRh. SSWUUn.

9 $ O