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Zwei Schoppen Bier. Als er fertig war, erklärte er seelenruhig, daß es ihm so gut geschmeckt habe, daß man ihm noch ein Kotelett zubereiten möge. Aach dieses samt zwei weiteren Schoppen Bier vertilgte er mit Behagen. Und da als Abschluß eine Zigarette nicht fehlen darf, bestellte er noch für 40 Pfennig Zigaretten. Dann aber erklärte er unverfroren dem Wirt:Ich habe kein Geld, ich kann nicht bezahlen, holen Sie die Polizei!" Diese erschien denn and) und brachte den dreisten Zech­preller hinter Schloß und Riegel.

Kreis Wetzlar.

O Wetzlar, 23. März. Im Saalbau A ck e r - mann fand dieser Tage eine Bürgermeister- Versammlung statt. Nach der Eröffnung durch Landrat Grillö hielt Regierungsassessor M ü l - I e r einen Vortrag über die Aufgaben der Bürger­meister im Vierjahresplan. Medizinalrat Dr. Schulte sprach anschließend über die Erbge- sundheits-Gesetzgebung im nationalsozialistischen Staat. Kreisobstbauinspektor K i l p behandelte das Thema der Obstbaumpflege. Im Anschluß daran sprach Landrat G r i l l o dem Kreisobstbauinspektor, der am 1. Mai in den Ruhestand tritt, herzlichen Dank für seine 40jährige Arbeit aus und schilderte feine vielfachen Verdienste um die Hebung des Obstbaues im Kreise. Landrat G r i l l o richtete im weiteren Verlause der Versammlung an die Bür­germeister die Aufforderung, alle Kraft für die Er- zeugunqsschlacht einzusetzen. Wichtig sei u. a. auch die Föderung der Schafhaltung. Der Obmann des Deutschen Gemeindetages im Kreisverband, Bür­germeister ^e i er-Aßlar, hielt dann noch eine kurze Besprechung über dienstliche Angelegenheiten der Bürgermeister ab.

* Wetzlar, 22. März. In 62 Kameradschaften des Kreisoerbandes Wetzlar des Reichs­kriegerbundes Kyffhäuser wurden die­ser Tage die Opferschießen für das Winter- hilfswerk durchgeführt. 750 Kameraden betei­ligten sich mit einem, 85 Kameraden mit zwei oder mehreren Schießlosen. Die Hälfte der Letzteren konnte mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet wer­den. Durch den Landesverband konnte dem Winter­hilfswerk das Ergebnis des Opferfchießens in Höhe von 251,89 Mark überwiesen werden.

cxd Franken b ach, 22. Marz. Die hiesige Volksschule hielt dieser Tage eine Ausstellung von Handarbeiten ab, die reges Interesse fand. In diesem Jahre verließen sechs Knaben und sechs

Mädchen die Schule. Nach Ostern werden sieben Knaben und acht Mädchen neu ausgenommen. Gegenwärtig ist in unserer Gemeinde die systema­tische Spritzung der Ob st bäume zum Zweck der Schädlingsbekämpfung im Gange.

Jtunöfunfproflramm.

Freitag. 26. Wärz:

6 Uhr: Frühkonzert. 8.45: Orgelchoräle. 9: Christ­liche Morgenfeier. 9.45:Gläubiges Herz". Von Matthias Claudius. 10: Klaviermusik. 10.30: Chor­gesang. 11.15: Konzert. 12: Mittagskonzert. 14: Kinderfunk. 14.45: Funkstille. 15:Der Frühlig fahrt ins Liecht". Hörfolge mit Musik vom Kar­freitag und alemannischem Frühjahrsbrauchtum. 16: Konzert. 18:Pfarr Peder". Eine Tragödie von Friedrich Bethge. 19: Kammermusik. 19.30:O wüßt ich doch den Weg zurück ..." Das Kinderland in Bekenntnissen großer Heimatsöhne. 20: Kleine Abendmusik. 20.20: Länderkampf im Kunstturnen Deutschland Finnland. Hörbericht. 20.30: Kon­zert. 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Nachmusik. 24 bis 2: Nacht­musik. Aus Richard Wagners Bühnenweihfestspiel Parsifal".

Samstag, 27. INärz:

6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 11.15: Hausfrau hör zu! 11.50: Landfunk. 12: Mittagskonzert. 13: Zeitangabe, Nachrichten, Offene Stellen, Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10:Wie wundervoll mal nichts zu tun und dann vom Nichtstun auszuruhn!" Heiteres Schall- platten-Potpourri mit Bekanntgabe der Gewinner des Preisrätsels. 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Wir bemerken dazu ...! Was lieft du für Bücher? 15.30: Wandern lieb ich für mein Leben ...! Eine Hörfolge. 16: Froher Funk für alt und jung.Hoch­betrieb beim Osterhasen." 18: Neues aus der Welt des Sportbuches. Die Olympischen Spiele. 18.20: Sportschau. 18.30: Blasmusik. 19.30: Der Zeitfunk bringt die Wochenschau. 19.55: Ruf der Jugend. 20: Nachrichten. 20.10: Bunte Ostereier. Eine fröh­liche Unterhaltung mit beliebten Melodien und allerleiPurzelbäumen". Von Erwin Albrecht. 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus dem Sende­bezirk. 22.30: Tanzmusik zum späten Abend. 24 bis 2: Nachtmusik.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Gründonnerstag, den 2 5. März.

Gießen. Stadtkirche. 19.45 Uhr: Pfarrverwalter Damerau: Beichte und hl. Abendmahl für die Mat­thäus- und Markusgemeinde. Fohanneskirche. 19.45: Pfr. Bechtolsheimer; Beichte und hl. Abend­mahl für die Lukas- und Johannesgemeinde. Kapelle des Alten Friedhofs. 18: Pfarrvikar Wecker­ling: Beichte und hl. Abendmahl, für die Luther­gemeinde. Petruskapelle (Wetzlarer Weg Nr. 59). 19.45: Pfr. Trapp: Beichte und hl. Abendmahl für die Petrusgemeinde. Alten-Buseck. 19.30: Beichte und Feier des hl. Abendmahls.

Karfreitag, den 2 6. März.

Gießen. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Becker; Beichte und hl. Abendmahl für die Matthäus- und Markus­gemeinde: 11.15: Kinderkirche für die Markus­gemeinde; Pfr. Becker; 18: Pfarrverwalter Damerau; Liturgische Passionsfeier. Fohanneskirche. 9.30: Pfr. Ausfeld; Beichte und hl. Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde; 11.15: Kinder­kirche für die Johannesgemeinde; Pfr. Aus- feld; 20: Pfr. Bechtolsheimer; Musikalische Abend­feier (Matthäuspassion von Heinrich Schütz). petruskapelle (Wetzlarer Weg 59). 9.30: Psr. Trapp; Beichte und hl. Abendmahl. Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfarrvikar Weckerling; 11: Kinder­kirche; Pfarrvikar Weckerling; 15: Liturgische Kar­freitagsandacht. Wiefeck. 9.30: Gottesdienst; im Anschluß Feier des hl. Abendmahls; Kollekte. Alten-Buseck. 10: Gottesdienst; Kollekte; 13: Litur­gische Feier. Steinbach. 10: Gottesdienst; anschlie­ßend hl. Abendmahl; Kollekte. Albach. 12.30: Got­tesdienst; Kollekte. Annerod. 13: Gottesdienst und Feier des hl. Abendmahls für Alte. Rödgen. 9: Gottesdienst und Feier des hl. Abendmahls für Alte. Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst unter Mit­wirkung des Kirchenchors. Kirchberg. 10: Gottes­dienst. Lollar. 10: Gottesdienst; anschließend hl. Abendmahl. Klein-Linden. 10: Gottesdienst; Kol­lekte; Frauenchor; 11.15: Kindergottesdienst; 13.30: Feier des hl. Abendmahls für die Alten; anschließend Hausabendmahl. Watzenborn-Steinberg. 13: Hauptgottesdienst; 16: Beichte und hl. Abendmahl für die alten Leute. Garbenleich. 13: Gottesdienst; anschließend hl. Abendmahl. Hausen. 10: Gottes­dienst; anschließend hl. Abendmahl. Lich. 9.30: Gottesdienst; Chorschule; Kirchenchor; Kollekte; 14: Stiftspfarrer Naumann; Kollekte. Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst; Kollekte; 20: Abendmahlsfeier.

Nieder-Veffingen. 10: Stiftspfarrer Naumann. Bettenhausen. 13.30: Hauptgottesdienst; Kollekte. Rlünzenberg. 11: Gottesdienst mit hl. Abendmahl für die Alten; Kollekte; 17: Gottesdienst mit Beichte für Ostern; Kollekte. Trais-Rlünzenberg. 9: Got­tesdienst mit Kollekte; 19: Gottesdienst mit Kollekte. Hungen. 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst; nachmittags Hausabendmahle. Wirberg. 9.30: Gottesdienst; anschließend Feier des hl. Abendmahls für die Jugend; Kollekte. Beltershain. 13: Gottes- dienst; anschließend Feier des hl. Abendmahls für die Jugend; Kollekte. Beitsberg. 19: Gottesdienst; an­schließend Feier des hl. Abendmahls für die Jugend.

Karsamstag, den 27. März.

Evangelische Stadtmisfion (Christliche Gemeinschaft innerhalb der Landeskirche), Löberftraße 14. Kar­freitag, den 26. März. 20.15 Uhr: Passionsandacht.

Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirch- liche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Karfreitag, den 26. März. 20.30 Uhr: Feierstunde.

Reuapostolische Gemeinden, Händelstraße 1, Eder- straße 13. Karfreitag, den 26. März. 9.30 Uhr: Got­tesdienst.

Rlünzenberg. 2 Uhr: Beichte für die Konfirmanden, katholische Gemeinden.

Karfreitag, den 2 6. März.

Gießen. 7.30 bis 18 Uhr: Anbetungsstunden in der Kapelle; 9: Verstörte Messe mit Predigt; 18: An­dacht. Hungen. 9: Predigt mit Andacht. Lich. 9: Predigt und verstörte Messe; 20: Andacht. Laubach. 15: Predigt und Andacht. Ridda. 8.15: Verstörte Messe und Predigt.

Karsamstag, den 2 7. März.

Gießen. 7 Uhr: hl. Weihen; 8.30: Hochamt Lich. 6.30: hl. Weihen; 8: Hochamt.

Vessentlicher Sonntagsdienst.

Polizei: Telefon 2751, nur in dringende» Notfällen Telefon 01.

Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Tele­fon 02.

Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr.

Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr.

Sanitätskolonne: Telefon 2500.

Falls behandelnder Arzt nicht zu erreichen: Arzt: Dr. W. Klein.

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Lungentuberkulose. Eine langsam mit Ausnahme der galoppie­renden Schwindsucht verlau­fende, aber stetige Abnahme der Kräfte, die bedingt ist durch die mit Zerfall der Lunge einher- aehenoe Lungentuberkulose. Die Temperatur ist gewöhnlich nur leicht erhöht, das Allgemeinbefin­den ist mit Ausnahme der gro­ßen Schwäche nicht schlecht, vor allem sind die Schwindsüchtigen immer sehr hoffnungsfreudig. Durch richtige Behandlung im Krankenhaus od. in Sanatorien kann auch die Schwindsucht noch ausgeheilt werden. Natürlich ist es nicht getan mit einem Aufent­halt von wenigen Wochen. Zur Ausheilung ist es durchaus nicht nötig, daß man immer gleich in die Schweiz oder ins Hochgebirge geht, auch in der Ebene und im Mittelgebirge gibt es ausgezeich­nete Lungenheilstätten, in denen ein Schwindsüchtiger Genesung finden kann. Selbstverständlich kann eine derartige Kur nur unter ärztlicher Aussicht gemacht werden. Ausgezeichnete Heilfak­toren sind Freiluftbehandlung und zweckmäßige Ernährung.

Schwingen, die Schwungfedern der großen Vögel.

Schwirrholz, Brettchen, das an einem Faden im Kreise ge­schwungen wird und dabei einen surrenden Ton erzeugt. Kein un­gefährliches Kinderspielzeug. Schwitzen, siehe Schweiß.

Scilla, Blaustern, Zwiebelblume, die im Herbst 8 cm tief in Grup­pen gesetzt wird. Wirkt schön neben Schneeglöckchen und weiß-

Seegras

blühenden Frühlingsstauden, ge­eignet auch für den Steingarten. Seal, dunkelbraunes Fell des Biberseehundes, einer Pelzrobbe, das zu wertvollem Pelz ver­arbeitet und dabei meist gefärbt wird.

Sealbisam, dunkelgefärbtes Bi- famfell.

Sealskin, Nachahmung des Seal­pelzes aus Plüsch.

Seance, franz., Bedeutung: Sit­zung, in der Tischrücken und ähn­licher spiritistischer Unsinn ge­trieben wird.

Sebastian, männlicher Vorname, griech. Herkunft mit der Bedeu­tungder Ehrwürdige".

Sechs-Wochen-Kosten, s. Entbin­dungskosten.

Seebäder wirken auf den Körper einerseits durch das Meerwasier, anderseits durch das Klima. Vor allem werden Kreislauf und Atmung günstig beeinflußt, dann auch der Stoffwechsel. Angezeigt sind Seebäder daher besonders bei Erkrankungen der oberen Luftwege, bei Blutarmut und Schwächezuständen. Ostseebäder sind in der Wirkung den Nord­seebädern ungefähr gleich. Am besten ist es, wenn man bei einem Kuraufenthalt in den Badeorten sich von einem Arzt beraten läßt, denn für empfindliche Menschen sind Seebäder oft etwas anstren­gend.

Seegras, Seetang, der zur Fül­lung von Matratzen verwendet wird und sich im Preis weit bil­liger stellt, als das haltbarere Roßhaar.

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Bekanntmachung.

Während der Ofterfeiertage wird vom

Freitag, dem 26. III.,

bis einschließlich Montag, den 29. III. 1937, kein Hausmüll abgefahren. 20550

Gießen, den 24. März 1937.

Städtisches Hoch- und Tiefbauamt.

_______________________G r a v e r t. _______________

Oesientliche Bekanntmachung

Die Eheleute Ruckes zu Gießen, Wiefecker Weg 31, find wegen der gemeinschaftlichen, fortgesetzten

Steuerhinterziehung rechtskräftig bestraft worden, und zwar: a) der Ehemann Theodor Ruckes

zu Geldstrafen von zusammen 8 250, RM.

b) die Ehefrau Hedwig Ruckes, geb. Imker, zu Geldstrafen von zusammen 18 600,

Strafen insgesamt 26 850, RM.

Die Bestrafung wird auf Kosten der Verurteilten bekanntgemacht. 20570

Gießen, den 24. März 1937.

Das Finanzamt.

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Arbeitsvergebung.

Für die Gemeinde Grohen-Buseck (Kreis Gießen) sollen die Arbeiten und Lieferungen für die Her­stellung von 1200 lfd. m Straßenkanälen von 15 bis 80 cm l. W. und von 285 lfd. m Wasserleitungsröhren von 40 und 80 mm l. W. in einzelnen Losen ver­geben werden. 20500

Die Verdingungsunterlagen liegen auf dem Kul­turbauamt Oberhessen Gießen, Wilhelmsirahe 56, offen, wo Angebotsvordrucke, soweit der Vorrat reicht, unentgeltlich zu beziehen und wohin die An­gebote verschlossen, mit entsprechender Aufschrift ver­sehen, postfrei bis zum Eröffnungstermin am Sams­tag, dem 3. April 1937, um 9 Uhr, einzureichen sind. Zuschlagsfrist 2 Wochen, freie Auswahl bleibt aus­drücklich vorbehalten.

Gießen, den 22. März 1937.

Kulturbauamt Oberhessen,